Schlagwort: Bluttransfusion

  • Warnsignal – Blut im Stuhl

    Warnsignal – Blut im Stuhl

    Nicht immer muss bei Blut im Stuhl gleich an das Schlimmste gedacht werden. Harmlose Ursachen können Blut im Stuhl ebenso auslösen. Aber auch bösartige Erkrankungen, wie Darmkrebs, kommen hierfür in Frage. Blut im Stuhl zeigt immer an, dass der Verdauungstrakt Blut verliert. Die Ursache muss auf jeden Fall abgeklärt werden. Dabei geben Beschaffenheit und Farbe desselben wichtige Hinweise auf die Quelle der Blutung.

     

    Hell- oder dunkelrotes Stuhlblut

    Diese Farbe des Blutes deutet darauf hin, dass es sich um relativ frisches Blut handelt. Die Blutung kann auf folgende Quellen hinweisen:

    • mittlerer Magen-Darm-Trakt
    • unterer Magen-Darm-Bereich.

     

    Die Beschaffenheit des hell- oder dunkelroten Blutes ist ebenso wichtig für die Feststellung der Quelle:

    • gleichmäßig dunkelrot gefärbtes Blut – große Blutung im Bereich des Dickdarms
    • geleeartige dunkelrote Blutspuren – kleine Blutung im Dickdarm
    • hellrote Streifen – frische Blutung im Bereich des Enddarms (zum Beispiel bei Hämorrhoiden).

     

    Schwarzes Stuhlblut

    Der schwarze und glänzende Teerstuhl deutet auf eine Blutung im oberen Magen-Darm-Takt hin. Dabei kann sich die Blutung also von der Speiseröhre bis zum Zwölffingerdarm erstrecken. Schwarzes Blut im Stuhl im oberen Magen-Darm-Bereich ist aber manchmal nicht das einzige Zeichen einer schweren Erkrankung. Auch Erbrechen mit kaffeesatzartigem Aussehen gehört dazu.

     

    Aber nicht immer handelt es sich bei schwarzem Blut im Stuhl um Blutungen des oberen Magen-Darm-Trakts. Beispielsweise können auch ein Magengeschwür oder Blutungen der Speiseröhre die Ursachen sein. Ebenfalls können auch tiefer gelegene Blutungen bei einer verlangsamten Darmpassage auftreten. Manchmal hat die Ursache schwarzgefärbten Blutes im Stuhl gar nichts mit einer Blutung im Körper zu tun. Ferner kann eine Schwarzfärbung des Stuhls auch die Folge vom Verzehr verschiedener Lebensmittel oder Medikamente sein. Diese können beispielsweise

    • Heidelbeeren
    • Lakritze
    • Kohletabletten
    • Eisentabletten

    sein.

     

    Unsichtbares Blut im Stuhl

    Es kann auch vorkommen, dass Blut im Stuhl gar nicht erkannt wird. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Grunduntersuchungen durchführen zu lassen. Meistens wird unsichtbares beziehungsweise okkultes Blut im Stuhl bei solch einer Grunduntersuchung entdeckt. Dafür eignet sich der guajak-basierte Stuhlbluttest. Selbst kleine Blutmengen im Stuhl werden durch diesen Test nachgewiesen.

     

    Ursachen und mögliche Krankheiten bei Blutungen im oberen Verdauungstrakt

    Die möglichen Ursachen für Blut im Stuhl aus dem oberen Verdauungstrakt sind sehr vielfältig. Ursachen können von folgenden Körperregionen ausgehen:

    • Mund-Rachen-Raum
    • von der Speiseröhre
    • Magen
    • Dünndarm
    • Dickdarm

     

    Verschiedene Krankheiten des oberen Verdauungstrakts bilden die Ursache für das Auffinden von Blut im Stuhl. Dazu gehören unter anderem

    • Geschwüre des Magens oder des Zwölffingerdarms (häufig verursacht durch dauerhafte Medikamenteneinnahme von Aspirin)
    • chronisches Sodbrennen bis hin zu einer Entzündung der Speiseröhre
    • bestimmte Lebererkrankungen
    • Krampfadern in der Speiseröhre
    • längliche Schleimhauteinrisse am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen nach heftigem Erbrechen

     

    Ursachen und mögliche Krankheiten bei Blutungen im mittleren und unteren Verdauungstrakts

    Vermehren sich bestimmte, im Darm vorkommende Bakterien übermäßig, kann nach einer Antibiotika-Therapie Blut im Stuhl das Resultat sein. Blutungen, dessen Quelle aus dem mittleren oder unteren Verdauungstrakts stammen, können aber auch schwerwiegende Ursachen haben. Beispielsweise kann es sich hierbei um

    • Tumore des Dünndarms bei Blutungen im mittleren Verdauungstrakt
    • Morbus Crohn
    • Colitis ulcerosa
    • Polypen (meistens harmlos, können sich aber zur Vorstufe von Darmkrebs entwickeln)
    • Ausstülpungen der Darmschleimwand (meistens im Dickdarm)
    • verschiedene Infektionen, wie zum Beispiel eine Magen-Darm-Grippe, Typhus oder die Bakterienruhr
    • Hämorrhoiden
    • Verschlüsse von Darmgefäßen und Schädigungen des Gewebes

    handeln.

     

    Notwendiger Arztbesuch bei Blut im Stuhl

    Wird Blut im Stuhl festgestellt, muss schnell gehandelt werden. Ein Arztbesuch ist deshalb notwendig. Die meisten Ursachen sind zwar harmloser Natur. Dennoch geht es den meisten Menschen sicherlich besser, wenn sie wissen, dass sie nicht schwer krank sind.

     

    Häufig hören die Blutungen von allein wieder auf, aber darauf verlassen kann sich niemand. Wird die Blutung nicht gestoppt, kann es zu einer Blutarmut und im schlimmsten Fall zum Tod kommen. Das Ersetzen des fehlenden Blutvolumens macht sich so schnell wie möglich durch eine Bluttransfusion erforderlich. Anhand von beispielsweise Magen-Darm-Spiegelungen, Stuhl- und Blutproben sowie Ultraschalluntersuchungen kann der Arzt die Blutungsquelle herausfinden. Dabei kann er feststellen, ob eine ernste Erkrankungen dahintersteckt.

     

    Ein paar Symptome zeigen zusätzlich an, dass schnellst möglichst ein Arzt aufgesucht werden muss:

    • Gewichtsabnahme innerhalb kurzer Zeit
    • Müdigkeit
    • Abgeschlagenheit
    • Nachtschweiß
    • Übelkeit
    • Erbrechen
    • Bauchschmerzen
    • Magenschmerzen
    • Schmerzen beim Stuhlgang

     

    Therapeutische Maßnahmen des Arztes können sein:

    • medikamentöse Behandlung
    • Operation
    • Chemo- und Strahlentherapie
    • Verödung.

     

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  • Blutgruppe und was man wissen muss

    Blutgruppe und was man wissen muss

    Die Blutgruppe bezeichnet die Zusammensetzung der Oberflächen roten Blutkörperchen. Diese Oberflächen unterscheiden sich unterschiedliche Vorkommensweise von Glykolipiden oder Proteinen, die auch als Antigene wirken. Darum können verschiedene Blutgruppen nicht vermischt werden. Kurzum, dieses Wissen macht erst eine sichere Blutübertragung möglich.

     

    Bedeutung der Blutgruppe

    Die Blutgruppen von Menschen sind individuell unterschiedlich. Vor der Kenntnis der Zusammensetzung der Blutgruppe war das Gelingen von Blutübertragungen dem Zufall überlassen. Weshalb sehr oft eine solche Übertragung tödlich endete. Weil es bei der Vermischung von Blutgruppen zur Verklumpung kommt. Für Blutbanken und Operationen ist die Unterscheidung von Blutgruppen bedeutsam. Weil ohne können Transfusionen nicht erfolgreich durchgeführt werden. Die Internationale Gesellschaft für Bluttransfusion unterscheidet heute 29 Systeme von Blutgruppen.

     

    Genannt seien nur das ABO- und das Rhesussystem. Blutgruppen gehören zu den Erbfaktoren und können über die Abstammung geben. So kann beispielsweise aus der Blutgruppe 0 und A der Eltern keine Blutgruppe B beim Kind entstehen. Allerdings werden hierfür heute gewöhnlich DNA Tests herangezogen. Eine andere Bedeutung kommt noch dem Rhesusfaktor zu. Eigentlich hat ein Mensch mit rhesus-negativem Blut keine Antikörper gegen das positive Rhesus D. Er kann jedoch solche bei einer Transfusion oder der Geburt eines Rhesus D Kindes entwickeln. Zur Feststellung werden hier noch weitere Tests vorgenommen.

     

    Kenntnis der Blutgruppe

    Für den Fall eines Unfalls oder einer Operation, wo eine Transfusion nötig werden könnte, sollte jeder Mensch Kenntnis von seiner Blutgruppe haben. In einem Pass werden jeweiligen Blutgruppen vermerkt. Dieser sollte am besten mit dem Personalausweis mitgeführt werden.

     

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  • Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Erythrozyten – rote Blutkörperchen sorgen für den Sauerstoff

    Sie sind rundlich, sie sind rot und sie transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff durch den Körper – Erythrozyten, die roten Blutkörperchen. Im Gegensatz zu den anderen Körperzellen haben die Erythrozyten keinen Zellkern, das heißt, sie sind nicht in der Lage, sich zu teilen, was ihnen nur eine kurze Lebensdauer beschwert. Erythrozyten leben nur 120 Tage, dann werden sie in der Leber und der Milz abgebaut. Trotzdem muss sich keiner Sorgen machen, zu wenig rote Blutkörperchen zu haben, denn im Knochenmark entstehen immer wieder neue Erythrozyten, und zwar drei Millionen jede Sekunde.

    Welche Funktion haben die Erythrozyten?

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, haben eine lebenswichtige Funktion, denn sie sind dafür zuständig, Sauerstoff auch in den letzten Winkel des Körpers zu transportieren. Diese wichtige Funktion erklärt auch, warum der Mensch so viele dieser mit Hämoglobin gefüllten Zellen hat, denn Männer bringen es im Schnitt auf 5,4 Millionen Erythrozyten, Frauen immerhin noch auf 4,8 Millionen. Würde man die Zellen nebeneinanderlegen, dann wäre die Hälfte eines Fußballfeldes gefüllt. Das Hämoglobin färbt die Erythrozyten rot und da das Hämoglobin den Sauerstoff bindet, kann er so mühelos transportiert werden. Ist der Sauerstoff in einer Zelle verbraucht, dann entsteht Kohlenstoffdioxid und dieses Kohlestoffdioxid wird von den Erythrozyten zurück in die Lunge gebracht und schließlich ausgeatmet.

    Erythrozyten – die roten Blutkörperchen im Blutbild

    Wenn der Arzt ein kleines Blutbild macht, dann werden die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen gezählt. Diese Blutuntersuchung wird zum Beispiel vor jeder Narkose gemacht, aber auch beim Verdacht auf bestimmte Krankheiten wird die Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmt.

    Die Zahl der Erythrozyten gibt Auskunft über den Verdacht auf:

    • Blutarmut
    • Blutkrebs (Leukämie)
    • Innere Blutungen
    • Erkrankungen der Nieren
    • Starke äußere Blutungen
    • Mangel an Vitaminen
    • Mangel an Sauerstoff

    Sind zu wenig Erythrozyten vorhanden, dann spricht der Arzt von einer Anämie, also von Blutarmut. Schwangere Frauen und auch Kinder haben weniger rote Blutkörperchen, aber hier liegt kein Krankheitsbild vor, anders sieht es bei Erwachsenen aus, denn eine zu geringe Zahl an Erythrozyten deutet auf eine verminderte Blutbildung hin. Eisen- und Vitaminmangel kann die Ursache sein, aber auch wenn eine Funktionsstörung des Knochenmarks vorliegt, dann sinkt die Zahl der Erythrozyten.

    Hoher Blutverlust kann lebensgefährlich sein

    Die Zahl der Erythrozyten kann auch durch einen zu hohen Blutverlust drastisch sinken und das kann sehr schnell Lebensgefahr bedeuten. Das ist immer dann der Fall, wenn bei einem Unfall innere Organe wie die Leber oder die Milz beschädigt werden. Auch eine offene äußere Wunde kann einen hohen Blutverlust bedeuten und muss so schnell wie möglich behandelt werden. Routinemäßig werden bei großen Operationen Blutkonserven gegeben, auch dann sinkt die Zahl der Erythrozyten. Nicht ganz so hoch ist der Blutverlust bei einer Geburt und auch bei Frauen, die ihre Periode haben, sinkt die Zahl der roten Blutkörperchen.

    Was erkennt der Arzt im Blutbild?

    Schon ein kleines Blutbild kann dem Arzt viel über den Gesundheitszustand des Patienten verraten. Wenn die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, in einer zu geringen Zahl vorhanden sind, dann hilft es in vielen Fällen schon, mehr Vitamine zu essen oder ein Eisenpräparat einzunehmen. Sinkt die Zahl aber drastisch ab, dann kann eine Bluttransfusion helfen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die eine zu hohe Zahl von roten Blutkörperchen haben, in diesem Fall spricht der Arzt von einer sogenannten Polyglobulie. Hier kann ein Aderlass helfen, eine Behandlungsmöglichkeit, die es schon in der Antike gab und die heute noch praktiziert wird. Bleibt die Ursache für eine zu geringe Zahl der roten Blutkörperchen auch nach dem kleinen Blutbild weiterhin unklar, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden.

    Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, sind lebensnotwendig und wer gesund lebt, der hält die Zahl konstant auf einem guten Wert.

    Bild: © Depositphotos.com / popov26

  • Warum Blut spenden so wichtig ist

    Warum Blut spenden so wichtig ist

    Blut wird nicht umsonst Lebenssaft genannt, denn Blut ist überlebenswichtig. Nach schweren Unfällen, aber auch bei verschiedenen Krankheiten, wie zum Beispiel bei chronischer Blutarmut, wird Blut benötigt, damit die Unfallopfer oder die Kranken überleben können. Möglich wird das nur durch Blutspenden, die Leben retten und so den Menschen, die krank sind, den Alltag leichter machen. Wer Blut spenden will, der hilft aber nicht nur im medizinischen Sinne, auch für die pharmazeutische Forschung und zu wissenschaftlichen Zwecken wird ständig Blut gebraucht.

    Wer darf Blut spenden?

    In Deutschland darf jeder Blut spenden, der mindestens 18 Jahre und höchstens 75 Jahre alt ist. Wenn schon mehrfach gespendet wurde, dann entfällt die Obergrenze, aber Spender ab dem 72. Lebensjahr müssen sich ärztlich untersuchen lassen, ob sie für eine erneute Spende infrage kommen. Zwischen zwei Blutspenden müssen laut Blutsicherheitsgesetz acht Wochen oder 56 Tage liegen, Frauen dürfen viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr spenden. Allerdings darf nicht jeder sein Blut spenden, Menschen die eine Tätowierung oder ein Piercing haben, können von der Spende ausgeschlossen werden. Das Gleiche gilt auch für Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern, wenn sie Drogen nehmen oder unter einer Tropenkrankheit wie Malaria leiden. Bei diesen Spendern besteht die Gefahr, dass sie unter dem HIV Virus oder unter Hepatitis C leiden. Ausgeschlossen sind außerdem homosexuelle Männer, was von den Interessenverbänden nach wie vor als diskriminierend empfunden wird.

    Wem helfen Blutspenden?

    Das gespendet Blut kommt in eine Blutbank. Von dort aus geht es an die Krankenhäuser, die keine eigene Blutbank haben, und die zum Beispiel Blut für aufwendige Operationen brauchen. Vor allem werden Blutspenden jedoch in der Krebstherapie verwendet, es kommt Menschen zugute, die unter der Bluterkrankheit leiden oder die chronisch blutarm sind. In diesen Fällen ist eine Blutspende alle drei Tage notwendig. Gespendetes Blut wird auch von den Pharmaunternehmen für die Forschung gebraucht, und viele Unfallopfer können nur dann überleben, wenn sie rechtzeitig eine Bluttransfusion bekommen.

    Was passiert bei einer Blutspende?

    Jeder hat wahrscheinlich schon mal einen Aufruf zur Blutspende gelesen, aber nicht jeder traut sich auch, spenden zu gehen. Dabei ist Blut spenden einfach, es ist nicht gefährlich und die Schmerzen sind minimal. Beim jeweiligen Blutspendedienst wie beispielsweise dem Roten Kreuz, müssen alle potenziellen Spender zunächst ihre persönlichen Daten angeben und sich mit dem Personalausweis ausweisen. Dann wird ein medizinischer Fragebogen ausgefüllt, der Blutdruck, die Körpertemperatur und der Puls werden gemessen. Durch einen Einstich im Finger (bei Erstspendern am Ohrläppchen) wird anschließend der sogenannte Hämoglobinwert bestimmt, und die Blutgruppe wird mittels eines Schnelltests ermittelt. Die eigentliche Blutspende dauert dann in der Regel nur zehn Minuten, in denen ca. 500 Milliliter Blut entnommen werden. Nach der Blutspende können sich die Spender zehn Minuten ausruhen, sie bekommen einen kleinen Imbiss und viel zu trinken, damit der Kreislauf nicht schlapp macht. Nach etwa einer Woche wird dann der Blutspenderausweis per Post zugeschickt.

    Welche Arten von Blutspende gibt es?

    Wer zum Blut spenden geht, der gibt eine sogenannte Vollblutspende ab. Das heißt, aus dem gespendeten Blut können je nach Bedarf drei unterschiedliche Blutpräparate hergestellt werden, und zwar aus den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten, den Blutplättchen oder Thrombozyten und dem Blutplasma. Neben der Vollblutspende gibt es noch die Apheresespende, bei der nur einzelne Bauteile wie das Blutplasma verwendet werden, das restliche Blut fließt dann wieder in den Körper zurück. Diese Form der Blutspende ist sehr wichtig, um zum Beispiel die stetige Nachfrage nach speziellen Blutprodukten abdecken zu können.

    Keiner, der Blut spenden will, muss Angst haben, blutarm zu werden, denn der Verlust des Blutes ist schon nach wenigen Tagen wieder komplett ausgeglichen. Nur die roten Blutkörperchen brauchen ca. zwei Monate, bis sie sich regeneriert haben.

    Bild: © Depositphotos.com / weerapat

  • Wie riskant ist eine Bauchstraffung?

    Wie riskant ist eine Bauchstraffung?

    Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Volksmund, aber viele Frauen leiden nicht nur, wenn es um ihre Schönheit geht, sie setzen sich nicht selten auch großen Risiken aus. Das gilt auch für eine Bauchstraffung, eine der beliebtesten Operationen in der ästhetischen Chirurgie. Wenn die Bauchdecke nach einer erfolgreichen Diät oder nach einer Schwangerschaft nicht mehr allzu gut aussieht, dann entschließen sich viele Frauen die Bauchdecke operativ straffen zu lassen, um wieder eine Bikinifigur zu bekommen. Eine neue Studie zeigt aber, wie gefährlich eine solche OP sein kann.

    Jede Bauchstraffung birgt Risiken

    Auch eine Bauchstraffung ist eine Operation und daher auch mit bestimmten Risiken verbunden. In der neuen US-Studie wird deutlich, warum viele Frauen die Gefahren und Risiken einer Bauchstraffung gerne ausblenden. Die Kliniken und Praxen für ästhetische Chirurgie erinnern nur noch entfernt an einen normalen Klinikalltag. Sie sind in der Regel elegant und geschmackvoll eingerichtet, das Personal und die Ärzte verzichten auf den weißen Kittel und nicht selten wird den Patienten ein Gläschen Champagner angeboten. Natürlich klärt auch ein plastischer Chirurg seine Patienten vor der Operation über die möglichen Gefahren auf und auch hier müssen die entsprechenden Dokumente unterschrieben werden, aber die Mehrzahl der Frauen und Männer, die sich die Bauchdecke straffen lassen, sehen nur den Erfolg der OP und dass sie anschließend besser und attraktiver aussehen.

    Welche Probleme können bei einer Bauchstraffung auftreten?

    Ein Problem, das bei jeder Operation, also auch bei einer Bauchstraffung auftreten kann, ist eine Thrombose. Um ein solches Blutgerinnsel zu vermeiden, wird den Patienten vor der OP ein gerinnungshemmendes Mittel gespritzt, aber dieses Mittel kann die Neigung zu Blutungen erhöhen und die Gerinnung des Blutes stören. Theoretisch ist es zudem auch möglich, dass es zu Schäden im Gewebe oder zu einer Infektion kommt und selbst wenn die Bauchstraffung mit großer Sorgfalt ausgeführt wird, Blutungen lassen sich leider nie komplett verhindern. Im günstigsten Fall kann eine Blutung noch im Operationssaal gestillt werden, im schlimmsten Fall muss der Patient eine Bluttransfusion bekommen. Kommt es nach einer Bauchstraffung zu einer örtlichen Infektion, dann kann diese in den meisten Fällen mit Antibiotika behandelt werden.

    Seltene Komplikationen bei einer Bauchstraffung

    Die US-Studie nennt auch eher seltene Risiken bei einer Bauchstraffung, die aber durchaus gefährlich werden können. Dazu gehören unter anderem Entzündungen und sogar Blutvergiftungen der Unterhaut. Bei einigen Patienten stellt sich nach der Bauchstraffung auch ein Gefühl der Taubheit in der Bauchregion ein, das in den meisten Fällen aber wieder von selbst verschwindet. Das Taubheitsgefühl entsteht, weil bei der Operation einige der Hauptnerven durchtrennt werden. In seltenen Fällen hält dieses unangenehme Gefühl länger an. Bei jeder Bauchstraffung entstehen zudem Narben, die bleiben. Einen erfahrenen plastischen Chirurgen, der sehr sorgfältig arbeitet, kann man an den feinen, kaum sichtbaren Narben erkennen, die sogar nicht zu sehen sind, wenn ein Bikini getragen wird.

    Wie gefährlich sind Allergien?

    Mögliche Allergien sind ebenfalls ein Risiko bei Operationen, das nicht unterschätzt werden sollte. Nach der neuen Studie aus den USA leiden immer mehr Menschen unter Allergien, was auch eine Bauchstraffung zu einer gefährlichen Operation machen kann. Es sind vor allem allergische Reaktionen auf verschiedene Medikamente, die für Probleme sorgen, aber auch eine Allergie gegen Latex oder Desinfektionsmittel kann dazu führen, dass es nach einer Bauchstraffung zu Schwellungen der Narbe, zu starkem Juckreiz und zu Übelkeit kommen kann. Eher selten sind laut der Studie schwere Komplikationen, in deren Folge es zu Schwierigkeiten mit dem Herz-Kreislaufsystem, zu Schädigungen der Organe, zu Lähmungen oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Schock kommt.

    Alle, die eine Bauchstraffung vornehmen lassen möchten, sollten vorher ausführlich mit ihren Arzt sprechen und die möglichen Gefahren und Risiken nicht ausblenden, die es bei diesem operativen Eingriff gibt.

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Ist Alzheimer ansteckend?

    Ist Alzheimer ansteckend?

    Durch den demografischen Wandel wird die Gesellschaft immer älter und mit dem zunehmenden Alter steigt auch der Zahl der Alzheimerkranken. Jetzt sorgt eine neue Studie für Aufregung, denn britische Forscher haben heraus gefunden, dass Alzheimer unter bestimmten Umständen ansteckend sein kann. Obwohl eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, zum Beispiel durch eine Tröpfcheninfektion, nicht möglich ist, so kann es aber durchaus sein, dass Eiweißstoffe, die für Alzheimer typisch sind, durch eine Operation oder eine Bluttransfusion übertragen werden können.

    Wachstumshormone als Überträger

    Jahrelang haben sich die Forscher des National Hospital für Neurology and Neurosurgery in London mit der Erforschung der gefürchteten Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beschäftigt und die Gehirne von denjenigen untersucht, die an der Hirnkrankheit gestorben sind. Viele dieser Menschen hatten als Kinder Wachstumshormone aus den Hirnanhangdrüsen von verstorbenen Personen bekommen und diese Hormone waren sehr wahrscheinlich mit Prionen verunreinigt. Prionen sind Eiweißmoleküle, die auch im Gehirn von gesunden Menschen zu finden sind, aber sie können unter bestimmten Umständen ihre Form verändern. Wenn das passiert, dann gibt es eine Art Kettenreaktion, bei der auch gesunde Eiweißmoleküle geschädigt werden. In der Folge verklumpen sie, sie lagern sich im Gehirn ab und es kommt zu typischen Symptomen einer Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung.

    Übertragung durch Transfusionen

    Nicht nur bei Creutzfeldt-Jakob spielen Eiweißmoleküle eine große Rolle, auch in den Gehirnen von Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind. Diese Moleküle können bei einer Hirnoperation oder sogar durch eine Bluttransfusion übertragen werden. Bei denjenigen, die mit diesen Eiweißmolekülen infiziert werden, können sich dann Alzheimer Symptome zeigen. Die Forscher in Großbritannien schließen auch eine mögliche Übertragung auf dem Weg der Bluttransfusion oder durch chirurgische Instrumente nicht aus. Selbst wenn eine Übertragung möglich ist, die Wahrscheinlichkeit sich mit Alzheimer anzustecken, ist äußerst gering und die Wissenschaftler betonten, dass die Forschungen auf diesem Gebiet noch lange nicht abgeschlossen sind. Es gibt noch viele offene Fragen und es wird noch einige Jahre dauern, bis es überhaupt gesicherte Erkenntnisse geben wird.

    Alzheimer – Klassische Ansteckung nicht möglich

    Was die Forscher ausschließen, das ist die klassische Infektion durch Kontakte oder durch Tröpfchen, wie es beim Niesen oder Husten passiert. So muss sich zum Beispiel das Pflegepersonal in Heimen, die an Alzheimer erkrankte Menschen pflegen, keine Sorgen machen und auch Angehörige, die sich um Alzheimerkranke kümmern, können sich nicht anstecken. Selbst wenn nachgewiesen wird, dass es zu einer Ansteckung gekommen ist, dann heißt das noch lange nicht, dass derjenige, der infiziert ist, auch an Alzheimer erkrankt. Es gibt momentan keinen Beweis, dass eine Übertragung auch automatisch Alzheimer auslöst. Sollte aber die Creutzfeldt-Jakob These auch für Alzheimer gelten, dann steht fest, dass die Krankheit, vor der sich so viele Menschen fürchten, in der Zukunft zu den Infektionskrankheiten gehört, auch wenn eine Ansteckung von Mensch zu Mensch immer ausgeschlossen werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness