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  • Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Das Baby ist in der 14. SSW zwölf Wochen alt und die Mutter befindet sich im ersten Trimester der Schwangerschaft. Die unterschiedlichen Zeitangaben ergeben sich aus den verschiedenen Berechnungen im Bezug auf die Dauer der Schwangerschaft. Gerechnet wird einmal ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung, zum anderen aber auch ab dem Zeitpunkt des Eisprungs etwa zwei Wochen später. Für die meisten Frauen beginnt in der 14. SSW die vielleicht schönste Zeit der Schwangerschaft. Gesundheitliche Beschwerden oder gravierende Beeinträchtigungen gibt es noch nicht, der Babybauch in der 14. SSW lässt sich nur erahnen und der kräftige Schub an Schwangerschaftshormonen sorgt bei den werdenden Müttern für einen rosigen Teint, dichtes glänzendes Haar und eine gesunde Haut. Aber das Baby ist in der 14. SSW nicht untätig, im Gegenteil, es macht große Fortschritte.

    Was macht das Baby in der 14. SSW?

    Die Gewichtszunahme in der 14. SSW kann sich sehen lassen, denn das Baby wiegt jetzt zwischen 25 und 30 Gramm und misst sieben bis acht Zentimeter. In der 14. SSW spielt die Größe aber eine eher untergeordnete Rolle, denn der Fötus konzentriert sich mehr auf andere Aufgaben. Wenn die Eltern von ihrem Baby Ultraschallbilder in der 14. Woche sehen, dann können sie ganz deutlich das Gesicht erkennen. Kopf und Nacken sind in dieser Phase der Schwangerschaft schon sehr deutlich abgegrenzt, das Baby hat bereits Augen, Lippen und eine Nase, auch das Kinn ist auf den Bildern zu sehen. Das Baby kann jetzt seine Stirn runzeln, allerlei Grimassen schneiden und es trainiert seinen Saugreflex, in dem es am Daumen nuckelt.

    Greifen ist in der 14. SSW auch kein Problem mehr und das erste Spielzeug, nach dem das Baby greift, ist die Nabelschnur, die es auf direktem Weg mit der Mutter verbindet. Eltern die wissen möchten, ob sie einen Sohn oder eine Tochter erwarten, können das in der 14. SSW erfahren, denn das Geschlecht ist deutlich sichtbar. Das Baby ist in der 14. SSW noch behaart und mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt. Durch die Käseschmiere und die Lanugobehaarung wird der kleine Körper vor der Aufweichung durch das Fruchtwasser, aber auch vor Vibrationen, Druck und Schall geschützt.

    In der 14. SSW wird das Fruchtwasser durch die Mutter alle drei Stunden einmal komplett ausgetauscht, denn das Baby trinkt das Fruchtwasser und scheidet es dann auch wieder aus. In diesem Stadium stehen dem Kind nur 100 Milliliter zur Verfügung, wenn sich die Schwangerschaft ihrem Ende zuneigt, dann wird es ein Liter sein. Noch schlägt das Herz des Babys doppelt so schnell wie das Herz der Mutter, was sich beim Ultraschall immer ein wenig wie ein galoppierendes Pferd anhört.

    Wie geht es der Mutter in der 14. SSW?

    Ab der 14. SSW fühlt sich die Mehrzahl der Frauen zufrieden und wohl, aber zu Beschwerden kann es trotzdem kommen. Der Körper bekommt in der 14. Schwangerschaftswoche einen deutlich höheren Östrogenspiegel und das kann innere Unruhe, schlaflose Nächte und Reizbarkeit zur Folge haben. Die hormonelle Umstellung macht auch dem Immunsystem zu schaffen und damit wächst die Gefahr, an einer Erkältung oder einer Blasenentzündung zu erkranken. Der Hormonschub wird jedoch in der Regel schnell bewältigt und im großen und ganzen fühlen sich die meisten Frauen in der 14. SSW sehr gut.

    Die 14. SSW ist für die werdenden Eltern der optimale Zeitpunkt um eine Reise zu unternehmen, denn noch sind auch lange Flüge kein Problem. Wer eine längere Flugreise plant, sollte sich aber im Vorfeld beim Arzt über die möglichen Risiken einer Thrombose informieren. Frauen, die in der 14. SSW nach Australien oder in die USA fliegen wollen, sollten sich während des Flugs immer mal wieder bewegen und auch Kompressionsstrümpfe sind eine gute Wahl. Reiseziele mit unzureichenden oder schlechten hygienischen Verhältnissen sollten allerdings nicht besucht werden und auch Länder, die keine gesicherte medizinische Infrastruktur haben, sollten von der Liste der Traumziele gestrichen werden.

    Worauf sollten Mütter in der 14. SSW achten?

    Mundhygiene sollte zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein Thema sein, aber besonders in der 14. SSW ist sie sehr wichtig. Der Körper des Kindes braucht für das Wachstum der Knochen dringend Kalzium und da der größte Teil des Kalziums, das die Mutter durch die Nahrung zu sich nimmt, vom Baby beansprucht wird, leiden die Zähne der Schwangeren. Besonders gefährlich sind Entzündungen des Zahnfleisches und wenn eine Entzündung nicht rechtzeitig und gründlich behandelt wird, dann ist in der 14. SSW das Risiko einer Fehlgeburt sehr groß.

    Aus ärztlicher Sicht sollte die Menge an Kalzium täglich zwischen 1.000 und 1.300 Milligramm liegen, eine Menge, die mit der Nahrung abgedeckt werden kann. Die werdende Mutter sollte vor allem Milch trinken und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark in die Nahrung einbauen. Wichtig ist auch das Zähneputzen, am besten nach jedem Essen sowie die tägliche Reinigung der Zähne mit Zahnseide, denn auf diese Weise kann Schwangerschaftskaries optimal vorgebeugt werden. Sollte es zu Zahnfleischbluten kommen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung, denn auch das Zahnfleisch wird in der Schwangerschaft besser als sonst durchblutet.

    Vorsorgeuntersuchungen in der 14. SSW

    Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder auch wenn die Mutter eine späte Erstgebärende ist, die das 35. Lebensjahr schon überschritten hat, dann sollte zwischen der elften und der 14. Schwangerschaftswoche ein sogenanntes Erst-Trimester-Screening gemacht werden. Bei dieser speziellen Untersuchungen sucht der Arzt gezielt nach Fehlbildungen oder genetisch bedingten Mutationen, wie etwa dem Down-Syndrom.

    Die Nackenfalte des Kindes wird mit einem Ultraschallgerät untersucht, es werden Bluttests gemacht und auch eine Chorionzottenbiopsie ist möglich. Bei dieser Untersuchung werden entweder aus der Scheide oder aus der Bauchdecke der Mutter Plazentazellen entnommen, in denen eine Veränderung der Chromosomen erkennbar ist. Die 14. SSW ist der letzte Termin während der Schwangerschaft, wo dieses Screening möglich ist.

    Der Triple-Test und auch die Vermessung der Nackenfalte sind Suchtests. Das heißt, der Arzt kann nur über die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Schädigung oder einer Missbildung eine Auskunft geben. Eltern, die Sicherheit möchten, müssen eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Auf jeden Fall ist es wichtig, mit Arzt über diese Tests und ihre möglichen negativen Ergebnisse ausführlich zu sprechen.

    Bild: © Depositphotos.com / Yaruta

  • Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    In der 16. SSW wird der Bauch sichtbar und die Schwangerschaft wird für alle Außenstehenden sichtbar. Die Figur der meisten Frauen verändert sich deutlich, die Brüste werden größer, denn am Ende des vierten Schwangerschaftsmonats beginnt die Produktion der sogenannten Vormilch. Die Beschwerden und Anstrengungen in der frühen Phase der Schwangerschaft sind vergessen und die Mehrzahl der werdenden Mütter fühlt sich in der 16. SSW sehr wohl und zufrieden. Die Gewichtszunahme ist in der 16. SSW noch kein großes Thema, denn das Wachstum des Kindes und die Größe der Gebärmutter in der 16. SSW machen sich noch nicht bemerkbar.

    Welche Fortschritte macht das Baby in der 16. SSW?

    Die Größe des Fötus liegt in der 16. SSW bei rund zehn Zentimetern und das Baby wiegt ca. 90 Gramm. Die Proportionen sind jetzt weitgehend stimmig und in der 16. SSW wird das Kind seinen Körper weiter strecken. In den kommenden Wochen wird es einen richtigen Wachstumsschub bekommen und sein Gewicht mehr als verdoppeln. Die Organe sind fast fertig, und um seine Lungen- und Atemfunktion zu verbessern, wird es ab jetzt immer wieder Fruchtwasser einatmen und wieder ausspucken. Der Fötus ist sehr beweglich, er dreht sich von links nach rechts, macht auch gerne mal einen Salto und übt sich im Greifen. Hochauflösende Ultraschallbilder in der 16. SSW zeigen diese Aktivitäten sehr deutlich. Wenn in der 16. SSW Bilder gemacht werden, dann können die Eltern sehen, wie ihr Baby die Nabelschnur fest umklammert und bei diesem Training kräftig ins Schwitzen kommt, denn die Schweißdrüsen arbeiten bereits.

    Das Harnsystem und auch der Kreislauf haben in der 16. SSW ebenfalls ihre Tätigkeit aufgenommen, und auch die Schilddrüse wird in dieser Woche aktiv und beginnt damit, die ersten Hormone zu produzieren. In der 16. SSW ist sichtbar, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, denn das Geschlecht ist klar zu erkennen. An den Kuppen der Finger zeigen sich die ersten Rillen, und das Baby hat damit es etwas Einzigartiges, nämlich seinen Fingerabdruck. Die Jodversorgung spielt in dieser Phase der Schwangerschaft eine sehr wichtige Rolle, deshalb sollte die Mutter über eine ausgewogene Ernährung so viel wie möglich Jod zu sich nehmen.

    Was kann das Baby in der 16. SSW noch?

    Wenn das Baby sein „Sportprogramm“ absolviert, dann trainiert es besonders die Muskulatur des Rückens und des Nackens und das aus gutem Grund. Mit gezielten Bewegungen bereitet sich das Kind auf den aufrechten Gang vor und übt schon mal wie es ist, später zu laufen. Die Augen sind in der 16. SSW noch geschlossen und da das Gesicht noch sehr klein und schmal ist, wirken die Augen besonders groß. Die Mimik ist schon ausgeprägt und mit ein wenig Glück können die Eltern bei der Ultraschalluntersuchung sehen, wie ihr Kind Grimassen schneidet.

    Die Fähigkeit zu hören entwickelt sich in der 16. SSW weiter, allerdings kann vom Hören im eigentlichen Sinn noch keine Rede sein. Das Baby kann aber Geräusche aus seiner unmittelbaren Nähe hören, wie den Herzschlag oder die Magen- und Darmgeräusche der Mutter. Vor allem der regelmäßige Herzschlag vermittelt dem Baby ein sicheres Gefühl von Geborgenheit.

    So fühlt sich die Mutter in der 16. SSW

    Viele Frauen führen über ihre Schwangerschaft ein Tagebuch und fragen sich in der 16. SSW, welcher Monat bislang der angenehmste war. Sie werden feststellen, dass es der vierte Monat ist. Im vierten Monat, also in der 16. SSW fühlen sich die meisten Frauen rundherum wohl, sie sehen gesund aus, die vermehrte Durchblutung sorgt für einen rosigen Teint, kraftvolles glänzendes Haar und eine straffe Haut. Die Gebärmutter ist in der 16. SSW ungefähr so groß wie ein Handball und hat jetzt eine feste Konsistenz angenommen, damit das Baby optimal geschützt werden kann. Bei schlanken Frauen zeichnet sich jetzt zunehmend eine kleine Kugel ab, bei Frauen, die ein wenig mehr auf die Waage bringen, ist die Schwangerschaft noch nicht so deutlich zu sehen.

    Da die Gebärmutter stetig wächst, sind leicht ziehende Schmerzen im Unterleib nichts Besorgniserregendes. Die Mutterbänder, die mehr und mehr belastet werden, machen sich auf diese Weise bemerkbar. Wenn die Schmerzen sich jedoch verstärken oder über einen Zeitraum von mehreren Tagen anhalten, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt oder eine Hebamme aufgesucht werden, um mögliche Komplikationen ausschließen zu können.

    In der 16. Woche der Schwangerschaft entsteht ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen und das macht Frauen anfälliger für Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch. Die alte Hebammenweisheit, jede Schwangerschaft kostet die Mutter einen Zahn, ist zwar theoretisch immer noch richtig, aber eine gute Zahnprofilaxe kann heute Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch verhindern. Vor allem Entzündungen des Zahnfleisches sollte die werdende Mutter nicht ignorieren, denn diese Entzündungen können böse Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar zu einer Fehlgeburt führen.

    Vorsorge und Schmetterlinge im Bauch

    Auch wenn die 16. SSW so manche Beschwerden mit sich bringt, zum Beispiel im Magen- und Darmtrakt, für die meisten Frauen ist es eine unbeschwerte Zeit. Frauen, die nicht zum ersten Mal schwanger sind, fühlen zum ersten Mal, wie ihr Kind sich bewegt, Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, nehmen die Kindsbewegungen eher wie Schmetterlinge im Bauch wahr.

    In der 16. SSW stehen eine Reihe von pränatalen Untersuchungen und Tests an, wie zum Beispiel der Triple-Test. Mit diesem Test stellt der Arzt die Konzentration von drei unterschiedlichen Proteinen sowie die Anzahl der Hormone im Blut der Mutter fest. Diese Tests geben Auskunft darüber, ob das Kind mit einer Störung der Chromosomen und damit mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Frauen, die zu den sogenannten Risikoschwangeren gehören, sollten in der 16. SSW eine Amniozentese, eine Untersuchung des Fruchtwassers machen lassen. Die Untersuchung des Fruchtwassers liefert deutliche Hinweise, ob das Kind eine genetische Störung hat, und auch das Down-Syndrom kann mit dieser Vorsorgeuntersuchung mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 % nachgewiesen werden.

    Die Fruchtwasseruntersuchung ist vor allem Frauen zu empfehlen, die mit 40 Jahren oder älter schwanger werden. Auch wenn es in der Familie Erbkrankheiten gibt, dann bietet die Untersuchung des Fruchtwassers genaue Ergebnisse, ob das Kind gesund zu Welt kommen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / julief514

  • Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Wenn die Mutter Ultraschallbilder in der 22. SSW sieht, dann wird sie feststellen, dass ihr Baby fast schon wie ein neugeborenes Kind aussieht, allerdings fehlen noch die so wichtigen Fettreserven. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass das Baby die Gewichtszunahme in der 22. SSW weiter forcieren wird. Wenn die Mutter sich vielleicht fragt: Die 22. SSW ist welcher Monat? – Es ist die Mitte des sechsten Monats und das zweite Trimester der Schwangerschaft. Viele Frauen entwickeln in dieser Phase einen großen Appetit und ihr Gewicht wird in regelmäßigen Abständen immer weiter zunehmen.

    Die 22. SSW – das Baby trainiert

    Der Arzt wird im sechsten Monat die zweite große Ultraschalluntersuchung machen und feststellen, dass das Baby jetzt 28 cm groß ist. In der 22. SSW ist das Baby wie schwer? Es wiegt jetzt rund 475 Gramm und für das Baby gilt ab der 22. SSW: Gewicht geht vor Wachstum. In der 22. SSW hat das Baby bereits fertig geformte Lippen und auch die Augen und Augenlider sind schon fertig entwickelt. Das Baby hat Haare, Augenbrauen und Wimpern, die aber ebenso wie die Iris der Augen, noch keine Farbpigmente haben, sondern wie ein sehr feiner, weicher weißer Flaum aussehen.

    Das Baby beginnt in der 22. SSW damit, seinen Tastsinn zu trainieren, es kann seine Hände falten und spielt mit seinen Füßen oder mit der Nabelschnur. Außerdem entdeckt es jetzt sein Gesicht und seinen Körper und es fängt an, intensiv Gymnastik zu treiben. Auch die Proportionen stimmen jetzt überein, denn Arme und Beine passen, was die Größe angeht, zum Körper.

    Auch die einzelnen Hautschichten sind in der 22. SSW schon fertig ausgebildet, aber die Haut wirkt noch recht runzelig, da die Fettpolster fehlen. Der Anteil an Körperfett liegt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei rund einem Prozent. Mit dem Aufbau der so wichtigen Fettschicht geht es jetzt sehr schnell voran. Das Baby hat in der 22. SSW eine sogenannte braune Fettschicht, die dem Körperfett sehr ähnlich sieht und die auch in Energie umgewandelt werden kann. In ersten Ansätzen ist das Kind jetzt bereits in der Lage, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.

    Die Organe wachsen

    Die Organe des Babys wachsen in der 22. SSW kontinuierlich weiter und das gilt auch für die Bauchspeicheldrüse. Seine Arbeit hat das wichtige Organ schon vor einiger Zeit aufgenommen, jetzt folgen die Feinarbeiten. Der Herzschlag des Babys ist jetzt schon deutlich zu hören, und wenn der werdende Vater sein Ohr auf den Bauch der Mutter legt, dann kann er das Herz des Babys vernehmen. Unter den Zahnleisten sind in der 22. SSW kleine Knospen zu sehen, aus denen sich später die Milchzähne herausbilden werden.

    Zum ersten Mal kann das Kind seine Mutter mit einem Schluckauf überraschen, der sich durch ein rhythmisches Zucken auf der Bauchdecke bemerkbar macht. Der Schluckauf entsteht, weil das Baby damit begonnen hat, das Fruchtwasser ein- und wieder auszuatmen. Dieses vorsichtige Trinken ist wichtig, denn damit trainiert das Baby seine Fähigkeit, zu atmen. Auch nach der Geburt wird das Baby noch öfter einen Schluckauf haben, denn es dauert seine Zeit, bis die Entwicklung des Zwerchfells komplett abgeschlossen ist.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 22. SSW?

    In der 22. Schwangerschaftswoche wölbt sich der Bauch schon sichtbar und es wird Zeit, die enge Jeans gegen bequeme Schwangerschaftsmode zu tauschen. Da das Baby seinen Körper entdeckt, werden in der 22. SSW die Kindsbewegungen stärker und es wird ab jetzt mehr und mehr ein Füßchen oder ein Händchen an der Bauchdecke der Mutter zu sehen sein.

    Ab der 22. SSW hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Magnesium, denn das Spurenelement ist für die Funktionen der Muskeln, des Nervensystems und auch des Immunsystems von großer Bedeutung. In der Regel wird Magnesium mit der normalen Nahrung aufgenommen, aber in der Schwangerschaft braucht das Baby einen großen Teil des Magnesiums. Deshalb sollte die Mutter ihren Speiseplan entsprechend umstellen. Nüsse und grünes Gemüse, viele Vollkornprodukte und vor allem Milch und alles, was aus Milch gemacht wird, ist jetzt wichtig und sollte daher auf dem Speiseplan stehen.

    Wenn es an Magnesium mangelt, dann führt das zu Muskelschmerzen und Magenkrämpfen. Im schlimmsten Fall kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen und damit auch eine Fehlgeburt in der 22. SSW auslösen. Der Arzt wird in der 22. SSW Blutuntersuchungen machen, um festzustellen, ob die Menge an Magnesium stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Mutter die Nahrung umstellen und eventuell auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

    Da die Schleimhäute in der 22. SSW stärker durchblutet werden, kann es zu Nasen- und Zahnfleischblutungen kommen und da die Gebärmutter gegen den Magen der Mutter drückt, macht Sodbrennen der Mutter immer mehr zu schaffen. Bewährte Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch und auch ein Stück frische Ananas, können das Problem aber schnell beheben.

    Wie gefährlich ist eine Frühgeburt in der 22. SSW?

    Wenn die Mutter in der 22. SSW Wehen bekommt, dann werden Ärzte versuchen, die frühe Geburt zu verhindern. Wenn es nicht gelingt, mit wehenhemmenden Mitteln die Geburt zu stoppen, dann ist das Kind, das geboren wird, nicht lebensfähig. In diesem Fall wird das Baby im Sterben betreut, die Mutter wird das Kind in den Armen halten dürfen, um sich zu verabschieden. In vereinzelten Fällen entschließen sich die Ärzte in Absprache mit den Eltern, den Versuch zu machen, das Kind doch medizinisch zu betreuen. Fällt die Entscheidung für das Leben, dann leiden 20-30% der Kinder später an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

    Die meisten Frühgeburten in der 22. SSW werden durch eine Infektion ausgelöst, aber auch eine Fehlentwicklung des Babys kann dafür sorgen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Geburtswehen einsetzen. Diese Wehen versuchen die Mediziner dann mit der Hilfe von wehenhemmenden Mitteln zu unterdrücken, sogenannten Tokolytika. Zwar können diese Mittel die Ursachen der Wehen nicht behandeln, aber auf diese Weise gelingt es oftmals, wertvolle Zeit zu gewinnen. Durch diese gewonnene Zeit haben die Lungen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, denn es kommt in dieser Situation auf jeden Tag an, den das Kind im Mutterleib verbleiben kann.

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  • Warum Pumpen immer öfter Organe ersetzen

    Warum Pumpen immer öfter Organe ersetzen

    Die Zahl der Organspender sinkt stetig. Nicht zuletzt die Skandale der vergangenen Monate haben dafür gesorgt, dass immer weniger Menschen einen Organspendeausweis haben und damit einverstanden sind, dass nach ihrem Tod wichtige Organe wie zum Beispiel das Herz, als Spenderorgane entnommen werden. Die Medizin muss sich etwas einfallen lassen und setzt jetzt immer mehr auf moderne Technik. Pumpen werden immer öfter zu einer alternativen Option, wenn die echten Organe fehlen. Waren Pumpen noch vor gar nicht allzu langer Zeit eine Notlösung, sind sie heute mehr denn je gefragt, um das kranke Herz zu ersetzen.

    Kaum noch Organe

    Es fehlt an Spenderorganen und deshalb setzen die Mediziner immer öfter auf sogenannte Unterstützungssysteme vor allem für Patienten, die ein neues Herz benötigen. Gerade einmal 300 Herzen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verpflanzt, im Vergleich zu den letzten Jahren ist das eine sehr geringe Zahl, denn früher waren 700 transplantierte Organe keine Seltenheit. 1000 Menschen ist im Jahr 2014 eine Pumpe eingesetzt worden und für die Zukunft sehen die Herzspezialisten diese künstliche Alternative zu den Organen immer mehr im Fokus. Ein Grund für die geringe Zahl der Organe, die für eine Transplantation zur Verfügung gestellt werden, sind die negativen Schlagzeilen rund um die Spenderorgane, auch dass die Zahl der Verkehrstoten immer weiter zurückgeht, sorgt dafür, dass es weniger Organe gibt, die verpflanzt werden können.

    Das beste Verfahren

    Für die Deutsche Herzstiftung sind Organe, die transplantiert werden, immer noch das beste Verfahren. Das gilt besonders für die Patienten, die ein extrem schwaches Herz haben. Mit der Transplantation bekommt der Patient faktisch ein neues und voll funktionsfähiges Herz. Wenn Organe verpflanzt werden, dann hat das für den Patienten jedoch auch einen gravierenden Nachteil, denn wenn das Herz transplantiert wird, dann muss der Patient sein Leben lang Medikamente zur Unterdrückung der eigenen Immunabwehr einnehmen und diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen. Zwar verhindern Medikamente, dass das für den Körper fremde Organ wieder abgestoßen wird, aber das Risiko an einem Tumor oder einer Infektion zu erkranken, steigt an.

    Auch künstliche Organe bereiten Probleme

    Selbst wenn Pumpen, die das Herz antreiben und unterstützen, eine sichere und gute Maßnahme darstellen, sie haben nicht nur Vorteile. So muss zum Beispiel der leistungsstarke Akku für die Pumpe direkt am Körper getragen werden, und über eine spezielle Leitung ist dieser Akku dann mit einem Gerät am Herzen verbunden. Das birgt jedoch immer die Gefahr von Keimen und auch das Risiko, dass das Blut gerinnt, ist groß und viele der Patienten, die eine Herzpumpe tragen, müssen zusätzlich gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Zu den weiteren Gefahren zählt zudem ein erhöhtes Schlaganfallrisiko sowie die Gefahr, dass es zu unkontrollierbaren Blutungen kommen kann.

    Eine Notlösung als effektive Therapie

    Die künstliche Pumpe war ursprünglich keine eigenständige Therapie, die Pumpe diente lediglich dazu die Zeit zu überbrücken, bis ein geeignetes Spenderherz zur Verfügung stand. Da aber die Zahl der Organe sinkt, die für eine Transplantation zur Verfügung stehen, wird die Pumpe mehr und mehr als eigentliche Therapie eingesetzt. Eine Pumpe ist aber nicht immer wirklich notwendig, es gibt eine Reihe von Therapiemaßnahmen, die auch ohne eine große Operation durchgeführt werden können. So kann beispielsweise ein sogenannter Stent die Herzkranzgefäße stabilisieren, und auch eine künstliche Aortenklappe, die über einen Katheter eingesetzt wird, ist sehr effektiv, erfordert aber nur einen minimalen Eingriff. 13.000 Mal wurde in Deutschland im vergangenen Jahr eine Transkatheter-Aortenklappen-Implantation, kurz TAVI, vorgenommen. Nach wie vor gefragt ist auch die klassische Methode mit einer Herz-Lungen-Maschine, die zur Überbrückung des Herzens eingesetzt wird. Mit dieser Methode wurden in Deutschland im letzten Jahr rund 10.000 Menschen erfolgreich operiert. Möglich ist auch der Einsatz einer Mitralklappe als Prothese für das kranke Herz.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • 25. SSW – das Baby wird aktiver

    25. SSW – das Baby wird aktiver

    In der 25. SSW wächst der Bauch und das Baby wird immer munterer und aktiver. Die Mutter fühlt sehr intensive Kindesbewegungen in der 25. SSW und allmählich machen sich einige Beschwerden bemerkbar. Da in der 25. SSW die Gewichtszunahme des Babys groß ist, verspürt die Mutter unter anderem einen starken Harndrang und auch schwere Beine und Krampfadern werden in der 25. SSW zunehmend zu einem Problem. Das Baby, das in der 25. SSW die Größe eines Fußballs hat, wächst rasant, es legt Fettreserven an und seine Organe bilden sich weiter aus.

    Das Baby in der 25. SSW – es wächst und wächst

    In der 25. SSW wird das Gewicht des Babys in der Tabelle mit rund 800 Gramm angegeben. Vom Scheitel bis zur Sohle misst das Baby jetzt 33 cm und es verfügt schon über einige Fähigkeiten. In der Phase der Schwangerschaft sitzt das Baby mit angezogenen Knien und verschränkten Armen in der Gebärmutter und in den Stunden, in denen es wach ist, turnt es auch gerne herum und versetzt der Mutter einen Tritt oder einen schmerzhaften Boxhieb. In der 25. SSW entwickelt das Baby einen Gleichgewichtssinn und in der unteren Hautschicht sind jetzt auch die Kapillargefäße zu finden. Durch eine bessere Durchblutung bekommt die Haut des Babys einen rosigen Schimmer und die Falten in der Haut bekommen ein Polster aus Muskeln und Fettgewebe. Pro Woche wird das Kind ab jetzt rund 85 Gramm zunehmen.

    Einen gewaltigen Sprung machen in der 25. SSW das kindliche Nervensystem und die Sinne. Es reagiert jetzt auf Berührungen, und wenn die Mutter hellem Licht, zum Beispiel durch die Sonne ausgesetzt ist, dann dreht das Kind den Kopf automatisch zur Seite. Auch das Gehirn entwickelt sich in der 25. SSW weiter. Der Cortex, also die Großhirnrinde teilt sich in verschiedene Schichten, aber die meisten Funktionen des Körpers werden nach wie vor von anderen Regionen im Gehirn gesteuert. Ab der 25. SSW verlagern sich die sensorischen und motorischen Fähigkeiten aber immer mehr in den Cortex. Die Lungen des Kindes reifen und damit steigen auch die Überlebenschancen des Kindes, wenn es in der 25. SSW zu einer Frühgeburt kommen sollte.

    Was passiert, wenn die Wehen in der 25. SSW einsetzen?

    Bekommt die Mutter in der 25. SSW Wehen, dann werden die Ärzte nach Möglichkeit verhindern, dass das Kind zur Welt kommt. Die Mutter bekommt Wehenhemmer, sogenannte Tokolytika, aber auch Glukokortikoide, ein Mittel, das die Reifung der kindlichen Lungen beschleunigen soll. Lässt sich die Geburt nicht mehr aufhalten, dann besteht eine Chance von 82 %, dass das Baby überlebt. In der 25. SSW sind die Ärzte verpflichtet, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um das Baby zu retten, zur Not müssen sie auch gegen den Willen der Eltern aktiv werden.

    Kommt das Baby in der 25. SSW zur Welt, dann muss es noch künstlich beatmet werden, da die Lungenkapazität nicht für eine selbstständige Atmung ausreicht. Zudem wird das Baby permanent an einen Monitor angeschlossen, da sein Herzschlag noch keinen festen Rhythmus hat. Da auch das Immunsystem noch nicht ausreichend funktioniert, muss das Baby in der 25. SSW in die keimfreie Umgebung eines Inkubators. Babys, die in der 25. SSW geboren werden, sind noch nicht in der Lage selbstständig zu trinken, und deshalb werden sie intravenös über einen Schlauch in der Vene mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

    Wenn der Verdauungsapparat funktioniert, dann legen die Ärzte in der Regel eine Magensonde, über die das Baby Muttermilch bekommt. Diese Ernährung über die Sonde wird so lange beibehalten, bis das Frühchen sicher atmen, saugen und auch schlucken kann.

    Ab der 25. SSW wird es für die Mutter mühsam

    Die 25. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an die Schwangerschaft erinnert oder wenn sie ein Tagebuch geführt hat, dann wird die 25. SSW die Woche sein, in der die Schwangerschaft langsam, aber sicher mühsam wurde. Das Gewicht der Gebärmutter und des Kindes belastet jetzt zunehmend die Bänder, das Skelett und den Rücken. Da in der 25. SSW immer mehr Fruchtwasser gebildet und alle zwei Stunden komplett ausgetauscht wird, muss die werdende Mutter möglichst viel trinken. Die Gewichtszunahme ist in der 25. SSW besonders stark, denn der Körper beginnt damit, Fettreserven anzulegen, um sich auf die Stillzeit vorzubereiten.

    Der Schwerpunkt des Körpers verlagert sich in der 25. SSW nach vorne und das sorgt bei den meisten Müttern für ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Damit das nicht zu belastend wird, hat die Natur vorgesorgt. Bei Frauen sind die Wirbelsäule und der Bereich der Lenden deutlich stärker und biegsamer, als das bei Männern der Fall ist. Die unteren drei Lendenwirbel sind miteinander verzahnt und stärker nach hinten ausgerichtet als alle anderen Wirbel und das stützt den Rücken perfekt.

    Eine bequeme Schlafhaltung zu finden, wird für die Mutter in der 25. SSW immer schwieriger. Die linke Körperseite bietet in den kommenden Wochen die beste Möglichkeit für eine gesunde und weniger anstrengende Schlafposition, und um den Druck von den Gelenken und Bändern zu nehmen, ist ein Seitenschläferkissen eine gute Wahl. Um die stärker werdenden Brüste zu entlasten, kann es hilfreich sein, auch in der Nacht einen BH zu tragen.

    Vorsicht vor Infektionen

    Als besonders unangenehm empfinden die meisten Frauen in der 25. SSW den zunehmenden Harndrang. Da das Gewebe des Harnsystems in der 25. SSW aufgelockert wird, kann es schneller zu Harnwegsinfekten kommen. Wichtig ist es, die Blase bei jedem Gang zur Toilette vollständig zu entleeren, wenn es trotzdem zu Schmerzen kommt, dann sind das Anzeichen für eine Infektion und die werdende Mutter muss sofort zum Arzt. Eine Entzündung der Harnwege ist zwar leicht zu behandeln, aber wenn die Infektion verschleppt wird, dann kann das schwerwiegende Folgen haben und sogar in einer Frühgeburt enden.

    Zu den typischen Symptomen gehören brennende Schmerzen beim Wasserlassen und ein starker Harndrang. Auf der Toilette werden aber nur wenige Tropfen Urin ausgeschieden und der Urin hat einen stechenden, unangenehmen Geruch. Wenn sich in den Urin kleine Mengen Blut mischen oder wenn Fieber auftritt, dann sollte die Mutter sofort einen Arzt aufsuchen, der eine Blutuntersuchung macht und die entsprechenden Maßnahmen einleitet.

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  • Wie riskant ist eine Bauchstraffung?

    Wie riskant ist eine Bauchstraffung?

    Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Volksmund, aber viele Frauen leiden nicht nur, wenn es um ihre Schönheit geht, sie setzen sich nicht selten auch großen Risiken aus. Das gilt auch für eine Bauchstraffung, eine der beliebtesten Operationen in der ästhetischen Chirurgie. Wenn die Bauchdecke nach einer erfolgreichen Diät oder nach einer Schwangerschaft nicht mehr allzu gut aussieht, dann entschließen sich viele Frauen die Bauchdecke operativ straffen zu lassen, um wieder eine Bikinifigur zu bekommen. Eine neue Studie zeigt aber, wie gefährlich eine solche OP sein kann.

    Jede Bauchstraffung birgt Risiken

    Auch eine Bauchstraffung ist eine Operation und daher auch mit bestimmten Risiken verbunden. In der neuen US-Studie wird deutlich, warum viele Frauen die Gefahren und Risiken einer Bauchstraffung gerne ausblenden. Die Kliniken und Praxen für ästhetische Chirurgie erinnern nur noch entfernt an einen normalen Klinikalltag. Sie sind in der Regel elegant und geschmackvoll eingerichtet, das Personal und die Ärzte verzichten auf den weißen Kittel und nicht selten wird den Patienten ein Gläschen Champagner angeboten. Natürlich klärt auch ein plastischer Chirurg seine Patienten vor der Operation über die möglichen Gefahren auf und auch hier müssen die entsprechenden Dokumente unterschrieben werden, aber die Mehrzahl der Frauen und Männer, die sich die Bauchdecke straffen lassen, sehen nur den Erfolg der OP und dass sie anschließend besser und attraktiver aussehen.

    Welche Probleme können bei einer Bauchstraffung auftreten?

    Ein Problem, das bei jeder Operation, also auch bei einer Bauchstraffung auftreten kann, ist eine Thrombose. Um ein solches Blutgerinnsel zu vermeiden, wird den Patienten vor der OP ein gerinnungshemmendes Mittel gespritzt, aber dieses Mittel kann die Neigung zu Blutungen erhöhen und die Gerinnung des Blutes stören. Theoretisch ist es zudem auch möglich, dass es zu Schäden im Gewebe oder zu einer Infektion kommt und selbst wenn die Bauchstraffung mit großer Sorgfalt ausgeführt wird, Blutungen lassen sich leider nie komplett verhindern. Im günstigsten Fall kann eine Blutung noch im Operationssaal gestillt werden, im schlimmsten Fall muss der Patient eine Bluttransfusion bekommen. Kommt es nach einer Bauchstraffung zu einer örtlichen Infektion, dann kann diese in den meisten Fällen mit Antibiotika behandelt werden.

    Seltene Komplikationen bei einer Bauchstraffung

    Die US-Studie nennt auch eher seltene Risiken bei einer Bauchstraffung, die aber durchaus gefährlich werden können. Dazu gehören unter anderem Entzündungen und sogar Blutvergiftungen der Unterhaut. Bei einigen Patienten stellt sich nach der Bauchstraffung auch ein Gefühl der Taubheit in der Bauchregion ein, das in den meisten Fällen aber wieder von selbst verschwindet. Das Taubheitsgefühl entsteht, weil bei der Operation einige der Hauptnerven durchtrennt werden. In seltenen Fällen hält dieses unangenehme Gefühl länger an. Bei jeder Bauchstraffung entstehen zudem Narben, die bleiben. Einen erfahrenen plastischen Chirurgen, der sehr sorgfältig arbeitet, kann man an den feinen, kaum sichtbaren Narben erkennen, die sogar nicht zu sehen sind, wenn ein Bikini getragen wird.

    Wie gefährlich sind Allergien?

    Mögliche Allergien sind ebenfalls ein Risiko bei Operationen, das nicht unterschätzt werden sollte. Nach der neuen Studie aus den USA leiden immer mehr Menschen unter Allergien, was auch eine Bauchstraffung zu einer gefährlichen Operation machen kann. Es sind vor allem allergische Reaktionen auf verschiedene Medikamente, die für Probleme sorgen, aber auch eine Allergie gegen Latex oder Desinfektionsmittel kann dazu führen, dass es nach einer Bauchstraffung zu Schwellungen der Narbe, zu starkem Juckreiz und zu Übelkeit kommen kann. Eher selten sind laut der Studie schwere Komplikationen, in deren Folge es zu Schwierigkeiten mit dem Herz-Kreislaufsystem, zu Schädigungen der Organe, zu Lähmungen oder sogar zu einem lebensbedrohlichen Schock kommt.

    Alle, die eine Bauchstraffung vornehmen lassen möchten, sollten vorher ausführlich mit ihren Arzt sprechen und die möglichen Gefahren und Risiken nicht ausblenden, die es bei diesem operativen Eingriff gibt.

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