Schlagwort: Burnout

  • Alpakas können bei Burnout helfen

    Alpakas können bei Burnout helfen

    Arbeit, Familie und womöglich auch noch Stress. Der menschliche Körper kann viele Dinge über eine lange Zeit aushalten, doch irgendwann beginnt auch er zu streiken und es kommt zum Burnout. Der Mensch bricht quasi aufgrund der nicht mehr aushaltenden Belastung zusammen und ist für vieles nicht mehr einsatzfähig. Arbeiten gehen ist zum Beispiel unmöglich, der Betroffene braucht in so einer Phase vor allem Ruhe. Die therapeutischen Möglichkeiten bei Burnout sind relativ vielseitig, eher ungewöhnlich ist die Therapie mit Alpakas. Die Tiere sind aber weder speziell geschult noch handelt es sich um eine bestimmte Rasse. Sie haben einfach nur passende Eigenschaften, die Betroffenen helfen. In Österreich – besser gesagt in Niederösterreich – gibt es eine solche Einrichtung, bei der die Tiere eine entscheidende Rolle spielen.

    So funktioniert das Konzept

    In Großmotten (liegt in Niederösterreich) gibt es den Mediziner Wolfgang Schuhmayer, der mit seiner „tiergestützten Therapie“ Aufmerksamkeit erlangt. Die Besonderheit sind die Tiere (vor allem die Alpakas), die mit ihrer Art Burnout-Betroffenen helfen können. Sie sind nämlich nicht nur geduldig, sondern sie ordnen die Menschen auch nicht in ein Schubladensystem ein. Es werden alle gleich behandelt, zugleich ist ihnen auch ein gewisser Abstand wichtig. All diese Eigenschaften übertragen sich auf die zu therapierende Person, was in erster Linie für Ruhe und für wiedererlangtes Vertrauen sorgt. Den Tieren ist es also unterm Strich egal, ob vor ihnen ein erfolgreicher Unternehmer oder ein Lagerarbeiter steht.

    Medizinisch keine Erklärung

    Begonnen hat es mit den Alpakas, mittlerweile hat der Mediziner auch noch weitere Tiere wie ein Muli und Zwergziegen. Jedes Tier hat dabei andere Eigenschaften und ist für jeweils andere Patienten geeignet. Das heißt, dass man nicht nur gegen Burnout Hilfe anbietet. Auch bei Alkoholerkrankungen und Angststörungen können die Tiere helfen. Den Grund für die positiven Ergebnisse sind derzeit aus medizinischer Sicht nicht zu erklären, Einfluss hat aber sicherlich auch die Ruhe in Großmotten (die Einrichtung liegt von Wien rund 40 Minuten mit dem Auto entfernt). Der wichtigste Aspekt ist aber so oder so nicht die Erklärung, sondern es sind die positiven Ergebnisse. Die Vierbeiner können also bei Problemen durchaus eine effektive Hilfe sein.

  • Wenn der Job die Gesundheit gefährdet

    Wenn der Job die Gesundheit gefährdet

    Der richtige Job ist ausschlaggebend dafür, ob man mit einem Lächeln oder einem Weinen zur Arbeit geht. Im Idealfall ist der Beruf eine Bereicherung und beschert einem lustige Stunden mit den Kollegen. Im schlimmsten Fall macht der Job nicht nur keinen Spaß, sondern er hat auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Faktoren hierfür können vielseitig sein, doch die folgenden vier Einflüsse spielen in der Regel immer die Hauptrolle.

    Schlafstörungen

    Ein gesunder Schlaf ist das Fundament für jede Gesundheit. In dieser Zeit schaltet der Körper einen Gang zurück und tankt neue Energie. Raubt einem nun die Arbeit die Ruhephase, dann kann es zu Schlafstörungen oder gar zur Schlaflosigkeit kommen. Das passiert häufig dann, wenn die Tätigkeiten zu Hause am Schreibtisch landen. Auch die ständige Erreichbarkeit hat Einfluss darauf. Um ein solches Szenario zu verhindern, muss ein Ausgleich her. Viele wählen dafür den Sport, der auch gleichzeitig die Gesundheit fördert. Außerdem ist man in der Natur und an der frischen Luft.

    Schnelles Essen

    Die Mittagspause ist kurz und schreit nach einem schnellen Essen. Selber kochen kommt deshalb für viele nicht infrage, stattdessen wird zum Imbiss oder zu Fast Food gegriffen. So ähnlich geht es auch in der Früh zu, die Lust/Zeit für ein gesundes Frühstück fehlt. Ein Fehler, denn beim Essen sollte man sich immer Zeit lassen. Gute Tipps sind Snacks für zwischendurch und die Zubereitung am Vorabend.

    Stress

    Eine hohe Arbeitsbelastung stresst den Körper und die Psyche. Das kann zu Burnout, Depressionen oder zu einem Herzinfarkt führen. Damit es nicht so weit kommt, muss man lernen „Nein“ zu sagen und die ständige Erreichbarkeit einzuschränken. Nach Feierabend kann das Firmenhandy ruhig ignoriert werden, auch wenn es anfangs ungewohnt ist. Kleine Pausen während des Arbeitstages helfen ebenfalls das Stresslevel zu minimieren.

    Zu wenig Anerkennung

    Mit einem Lob zwischendurch lässt es sich wesentlich besser arbeiten. Das zeigen auch Studien, die bei einer fehlenden Anerkennung auch psychische Erkrankungen nicht ausschließen. Es schädigt also die Gesundheit, wenn die Wertschätzung des Vorgesetzten nicht vorhanden ist. Stimmt das Verhältnis zum Chef, dann kann ein sachliches Gespräch zu diesem Thema Abhilfe schaffen.

     

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  • Burnout-Syndrom

    Burnout-Syndrom

    Als Burnout (engl. To burn out – ausbrennen) wurde vormals ausschließlich ein Zustand beruflicher Überforderung verstanden. Das Burnout-Syndrom hat allerdings sehr viele Gesichter. Die Symptome und Empfindungen fallen direkt in den Vergleich zur akuten Depression und werden ebenso diagnostiziert und behandelt.

     

    Burnout-Syndrom – Ursachen und Symptome

    Das Burnout-Syndrom ist eine ernsthafte psychische Erkrankung. Die Ursachen liegen häufig in ständiger Überforderung im Beruf, dauernden Stresszuständen, extrem langen Arbeitszeiten ohne ausreichende Ruhepole, vielfacher Verantwortlichkeit für Aufgaben und Menschen. Von einem Burnout-Syndrom befallen werden können Menschen aus sozialen und medizinischen Bereichen ebenso wie Manager und Angestellte in Industrie und Wirtschaft.

     

    Auch Überforderung im familiären Bereich kann gleiche Symptome hervorrufen. Erste Anzeichen sind zunehmende Müdigkeit, Mattigkeit, Abfall der Leistungsfähigkeit, der mit Fehlern und Fehleinschätzungen einhergeht. Genauso wie sozialer und emotionaler Rückzug, abnehmendes Selbstvertrauen bis zum gestörten Selbstbild, teilweise Suizidgedanken und Realitätsverlust. Die gleichen Symptome begleiten eine schwere Depression. In diesen Bereich ist das Burnout-Syndrom dann auch heute einzuordnen.

     

    Erkennen und Behandeln vom Burnout-Syndrom

    Ein vom Burnout-Syndrom Betroffener zieht sich meist so stark zurück, dass er selbst die Erkrankung nicht einordnen oder eingestehen kann. Darum sind vor allem Umfeld und Familie gefragt, auf die Symptome zu achten. Sie sind immer ernst zu nehmen und verschwinden nicht etwa durch Selbstbeherrschung oder eine kurze Ruhepause. Eine psychologische oder psychiatrische Behandlung ist angesagt. Überdies werden in der akuten Phase häufig medikamentös Antidepressiva eingesetzt. Es folgt meist eine Psychotherapie. Oft ist eine generelle Lebensumstellung notwendig, angefangen vom Arbeitsplatzwechsel bis hin zu einer anderen Lebensweise.

     

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  • iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    iga.Report 32: psychische Belastung in der Arbeitswelt

    Arbeit kann – unter Umständen – krank machen. Hierbei handelt es sich keinesfalls um eine neue Erkenntnis, die nun für große Überraschung sorgt. Doch auch wenn dieser Fakt bekannt ist, ist es wichtig, sich immer wieder mit den verschiedenen Auslösern der Erkrankungen auseinanderzusetzen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) geht da mit gutem Beispiel voraus. Die Organisation, die aus gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen besteht, hat vor kurzem einen neuen Report veröffentlicht. In diesem geht es konkret um das Thema „psychische Belastung am Arbeitsplatz“.

    Psychische Belastung ist nicht gleich psychische Erkrankung

    Hiltraut Paridon, die Hauptautorin vom iga.Report 32 stellt gleich zu Beginn des Schriftstückes klar, dass psychische Belastungen am Arbeitsplatz differenziert betrachtet werden müssen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich ein Fehler in die Denkweise vieler Menschen eingeschlichen. Die psychischen Belastungen werden mit psychischen Erkrankungen gleichgesetzt oder als deren Vorstufe verstanden. Natürlich kann das eine das andere bedingen, doch ist es schlichtweg falsch, psychische Erkrankungen als einzige Folge einer psychischen Belastung zu sehen.

    Laut Paridon handelt es sich bei psychischen Belastungen in der Arbeitswelt um „die Anforderungen, die sich aus einer Arbeitssituation ergeben“. Sie weist außerdem darauf hin, dass sich Experten inzwischen darauf geeinigt haben, die psychische Belastung in vier Kategorien einzuteilen:

    1. die Arbeitsaufgabe bzw. den Arbeitsinhalt
    2. die Arbeitsorganisation bzw. den Arbeitsablauf
    3. die Arbeitsumgebung und die Arbeitsmittel
    4. die sozialen Beziehungen

    Demgegenüber steht die Definition von psychischen Erkrankungen, die von Hiltraut Paridon folgendermaßen erklärt werden: „Psychische Erkrankungen sind krankhafte Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens bzw. der Erlebnisverarbeitung oder der sozialen Beziehungen.“

    Umfassende Literaturrecherche zum Thema

    Beim iga.Report 32 handelt es sich nicht um eine eigenständige Studie, in der neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Peridon und ihrer Kollegin Mühlberg war mehr daran gelegen, einen umfassenden Überblick über die bisher bestehende Literatur und Forschung zu verschaffen. Um das zu realisieren, wurde eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt, bei der im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2014 761 Arbeiten zu den psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gefunden werden konnten. Um eine qualitative Analyse durchzuführen, wurde die Zahl der Studien mehrfach dezimiert, bis schlussendlich 164 übrig blieben.

    Diese 164 Arbeiten wurden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die die Vielseitigkeit der psychischen Belastung am Arbeitsplatz unterstrichen, und eingehender analysiert. Dabei erlangten die beiden Diplom-Psychologinnen Peridon und Mühlberg zahlreiche Erkenntnisse.

    Tipp: Hier können Sie den iga.Report 32 kostenfrei herunterladen und alle Ergebnisse nachlesen.

    Die verschiedenen Facetten der psychischen Belastung am Arbeitsplatz

    Körperliche Erkrankungen und Beschwerden z.B. Bluthochdruck, Schlaganfälle, Diabetes, Frühgeburten und geschwächtes Immunsystem
    Psychische Erkrankungen und Beschwerden z.B. Burnout, Depression, Suizid und Angststörungen
    Motivation und Affekt z.B. Arbeits(un)zufriedenheit, Kündigungsintentionen, Wohlbefinden und Motivation
    Gesundheitsverhalten z.B. Essverhalten, Sport, Raucherverhalten und Schlafqualität
    Berufliche Performanz z.B. Leistung am Arbeitsplatz, Kreativität und Gruppenleistung
    Familie und Freizeit z.B. Konflikte in der Familie, Möglichkeit abzuschalten und Erziehung
    Arbeitsausfall z.B. Abwesenheitszeiten, Frühberentung und Kündigung
    Sicherheit am Arbeitsplatz z.B. Sicherheitsverhalten
    Soziales Verhalten am Arbeitsplatz z.B. Konflikte, Aggressionspotential und Gruppenzusammenhalt

    Die Übersicht zeigt sehr gut, wie vielseitig der Einfluss der psychischen Belastung in der Arbeitswelt auf die einzelne Person ist. Sie macht außerdem klar, wie wichtig es ist, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um mögliche Folgen zu vermeiden. Eine präventive Vorgehensweise ist hierbei das A und O und sollte insbesondere auch von Arbeitgebern ernstgenommen werden.

    Diese Faktoren machen das Arbeiten ungesund

    Im iga.Report 32 wird immer wieder auf Fehlbelastung im Beruf hingewiesen, welche für verschiedene gesundheitliche Schäden verantwortlich ist. Abschließend soll nun noch geklärt werden, welche psychischen Belastungen die Gesundheit besonders stark beeinflussen.

    • hohe Arbeitsintensität
    • geringer Handlungsspielraum
    • Kombination von hoher Arbeitsintensität und geringem Handlungsspielraum („job stain“)
    • Kombination von hohem job strain und geringer sozialer Unterstützung
    • geringe soziale Unterstützung
    • Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung
    • Überstunden
    • Schichtarbeit
    • Rollenstress
    • aggressives Verhalten am Arbeitsplatz
    • Arbeitsplatzunsicherheit

    Es gibt viele Variablen, die die Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen können. Wenn Sie nicht wollen, dass Sie durch Ihre Arbeit krank werden, sollten Sie die oben stehenden Punkte vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / kieferpix

  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

  • Reha – Hilfe für den Weg zurück ins Leben

    Reha – Hilfe für den Weg zurück ins Leben

    Reha ist die Abkürzung für Rehabilitation und Rehabilitation bedeutet so viel wie wiederbefähigen oder wiederherstellen. Viele Menschen, die lange krank waren oder einen schweren Unfall hatten, gehen nach dem Aufenthalt in einer Klinik in die Reha und versuchen dort die volle Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Reha bedeutet aber nicht nur, körperlich und mental wieder fit zu werden, Reha bedeutet auch wieder Anschluss an das gesellschaftliche und berufliche Leben zu finden.

    Die Geschichte der Reha

    Maßnahmen für die gesundheitliche Versorgung nach einer Krankheit oder nach einem Unfall sind nicht neu, denn genau genommen gab es die Reha schon vor über 90 Jahren. Es waren die Soldaten des Ersten Weltkrieges, die nach einer Verwundung durch medizinische Behandlungen über den Aufenthalt im Lazarett hinaus weiter gepflegt wurden. Damals gab es den Begriff Reha allerdings noch nicht, vielmehr machten die Soldaten eine Kur und lernten dort unter anderem mit künstlichen Gliedmaßen zurechtzukommen, oder sie kurierten ein psychisches Leiden aus, wie zum Beispiel ein an der Front erlittenes Trauma. Anstelle einer Kur ist heute die Reha getreten, die sich im Unterschied zu einer Kur immer individuell um einen Patienten kümmert und deren Maßnahmen gezielt eingesetzt werden.

    Die Reha kämpft mit Vorurteilen

    Obwohl die Reha in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer stützenden Säule im Gesundheitswesen geworden ist, und muss die Reha trotzdem immer noch mit vielen Vorurteilen kämpfen. Reha bringt nicht viel, so heißt eines dieser Vorurteile, und auch, dass die Reha für Mediziner zu einer Art Sackgasse wird, ist in diesem Zusammenhang zu hören. Beide Vorurteile stimmen nicht, denn wie wirksam eine Reha ist, das ist wissenschaftlich bewiesen und auch die Effektivität kann immer wieder dokumentiert werden. Auch das Vorurteil, dass eine Reha nicht selten in einer Sackgasse endet, kann so nicht stehenbleiben, denn in Zeiten des demografischen Wandels und einer immer älter werdenden Gesellschaft sorgen Rehamaßnahmen dafür, dass viele ältere Menschen ihr Leben selbstbestimmt führen können.

    Wie effektiv ist eine Reha?

    Für viele Menschen, die krank waren oder einen Unfall hatten, beginnt mit der Reha der eigentliche Weg zurück ins Leben. In einer Reha nehmen sich die Ärzte und Pfleger Zeit für die Patienten, sie trainieren mit den Patienten und sorgen so dafür, dass die Patienten wieder ein normales Leben führen können. Ganz gleich, ob es sich um eine Reha nach einem Oberschenkelhalsbruch oder um eine Reha nach einem Burnout handelt, der Heilungsprozess beginnt für viele erst mit der Reha. Rehamaßnahmen greifen aber nicht nur in einer entsprechenden Klinik, auch zu Hause ist eine Reha möglich.

    Zuhause wieder gesund werden

    Vor allem ältere Menschen möchten so lange es geht in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, und mit den richtigen Hilfsmitteln ist das heute auch ohne Probleme möglich. Zu diesen Hilfsmitteln gehören zum Beispiel Rollatoren, Pflegesessel, Rollstühle, aber auch medizinische Geräte und Hygieneartikel. Das alles und viel mehr kann heute schnell und einfach im Internet beispielsweise auf der Seite myreha.com bestellt werden. Auch wer seine Angehörigen zu Hause pflegen möchte, der findet auf dieser Seite viele Hilfsmittel, die den Alltag einfacher machen. Die Auswahl reicht vom Pflegebett über Inhalationsgeräte und Geräte um den Blutzuckerspiegel zu messen, bis hin zu Duschhilfen, Matratzen und Kompressionsstrümpfen. Reha zuhause bedeutet für die Betroffenen, dass sie sind nicht auf fremde Menschen angewiesen sind, sondern von den Menschen gepflegt werden, denen sie vertrauen. Wer die Mutter oder den Großvater bei sich zu Hause pflegt, der ist dank vieler verschiedener Hilfsmittel nicht alleine und kann die oftmals schwere Last einfacher bewältigen. Moderne Rehamaßnahmen sind immer eine große Hilfe und sie sind ein sehr wichtiger Schritt in ein angenehmes und vor allem in ein in jeder Hinsicht wieder selbstbestimmtes Leben.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia