Schlagwort: Burnout-Syndrom

  • Burnout-Syndrom

    Burnout-Syndrom

    Als Burnout (engl. To burn out – ausbrennen) wurde vormals ausschließlich ein Zustand beruflicher Überforderung verstanden. Das Burnout-Syndrom hat allerdings sehr viele Gesichter. Die Symptome und Empfindungen fallen direkt in den Vergleich zur akuten Depression und werden ebenso diagnostiziert und behandelt.

     

    Burnout-Syndrom – Ursachen und Symptome

    Das Burnout-Syndrom ist eine ernsthafte psychische Erkrankung. Die Ursachen liegen häufig in ständiger Überforderung im Beruf, dauernden Stresszuständen, extrem langen Arbeitszeiten ohne ausreichende Ruhepole, vielfacher Verantwortlichkeit für Aufgaben und Menschen. Von einem Burnout-Syndrom befallen werden können Menschen aus sozialen und medizinischen Bereichen ebenso wie Manager und Angestellte in Industrie und Wirtschaft.

     

    Auch Überforderung im familiären Bereich kann gleiche Symptome hervorrufen. Erste Anzeichen sind zunehmende Müdigkeit, Mattigkeit, Abfall der Leistungsfähigkeit, der mit Fehlern und Fehleinschätzungen einhergeht. Genauso wie sozialer und emotionaler Rückzug, abnehmendes Selbstvertrauen bis zum gestörten Selbstbild, teilweise Suizidgedanken und Realitätsverlust. Die gleichen Symptome begleiten eine schwere Depression. In diesen Bereich ist das Burnout-Syndrom dann auch heute einzuordnen.

     

    Erkennen und Behandeln vom Burnout-Syndrom

    Ein vom Burnout-Syndrom Betroffener zieht sich meist so stark zurück, dass er selbst die Erkrankung nicht einordnen oder eingestehen kann. Darum sind vor allem Umfeld und Familie gefragt, auf die Symptome zu achten. Sie sind immer ernst zu nehmen und verschwinden nicht etwa durch Selbstbeherrschung oder eine kurze Ruhepause. Eine psychologische oder psychiatrische Behandlung ist angesagt. Überdies werden in der akuten Phase häufig medikamentös Antidepressiva eingesetzt. Es folgt meist eine Psychotherapie. Oft ist eine generelle Lebensumstellung notwendig, angefangen vom Arbeitsplatzwechsel bis hin zu einer anderen Lebensweise.

     

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  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

  • Gehirn-Doping – Aufputschen für mehr Leistung

    Gehirn-Doping – Aufputschen für mehr Leistung

    Aufputschen, das ist etwas für Nachtschwärmer, die länger durchhalten wollen oder für Sportler, die mehr Ausdauer brauchen. Das war einmal, denn Aufputschmittel sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und immer mehr Menschen greifen zu Wachmachern, Antidepressiva, zu Betablockern oder auch zu Medikamenten gegen ADHS. Die Krankenkassen schlagen Alarm, weil immer mehr Arbeitnehmer aufgrund psychischer Leiden krankgeschrieben werden, und eine Studie beweist, dass fast 20.000 Menschen alleine im Bundesland Brandenburg zu leistungssteigernden Medikamenten gegriffen haben, die Dunkelziffer dürfte aber noch um einiges höher sein.

    Die Zahlen steigen

    Die DAK hat anhand einer Studie festgestellt, dass zwei Drittel aller Berufstätigen in Brandenburg schon das sogenannte Gehirn-Doping kennengelernt haben, wobei Medikamente gegen ADHS besonders häufig zum Einsatz kommen. ADHS Medikamente, wie zum Beispiel Ritalin, gelten als Wachmacher und sie sollen gleichzeitig auch die Konzentration stärken. Entwickelt wurde Ritalin für verhaltensauffällige Kinder, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom kurz ADHS leiden, aber auch immer mehr Erwachsene nehmen Ritalin ein. Zwischen 2011 und 2013 stieg die Verschreibung und damit auch die Einnahme des Medikaments rasant an, und zwar um 94 %. Bei den meisten Verschreibungen gibt es jedoch keine nachvollziehbare Diagnose.

    Die Krankenkassen schätzen, dass sich in Deutschland bis zu fünf Millionen Arbeitnehmer mit verschreibungspflichtigen Medikamenten aufputschen und rund eine Million nimmt die Medikamente sogar regelmäßig ein. Entgegen der landläufigen Meinung, dass es nur Führungskräfte und kreativ Menschen sind, die sich mit bestimmten Medikamenten dopen, sind es heute immer mehr ganz „normale“ Arbeitnehmer, aber auch vermehrt Menschen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten, die ihrem Leistungsvermögen mit den entsprechenden Pillen auf die Sprünge helfen.

    Die Krankschreibungen steigen

    Nicht nur die Zahlen derer, die leistungssteigernden Medikamente einnehmen, steigen in bedenkliche Höhen, auch die Zahl der Krankschreibungen nimmt immer mehr zu. Gegenüber 2013 stieg die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen im vergangenen Jahr um 11 % und damit waren psychische Krankheiten die zweithäufigsten Erkrankungen nach den Rückenproblemen.

    Übermüdet, ausgelaugt und nicht mehr fähig, einen normalen Acht Stunden Arbeitstag durchzustehen – so fühlen sich immer mehr Arbeitnehmer, quer durch alle Berufsgruppen. Anstreicher und Ärzte, Angestellte und Freiberufler, Krankenschwestern und Putzfrauen, es spielt keine Rolle, in welchem Beruf gearbeitet wird, der Stress und auch die Angst um den Arbeitsplatz sind immer da. Aber nicht nur die gesteigerte Leistung steht im Vordergrund, wenn Arbeitnehmer zu Tabletten greifen, viele fürchten sich davor, nicht mehr wie gewohnt zu funktionieren, dass ihre Konzentration nachlässt und sie deshalb Fehler machen. Erstaunlich ist auch, dass es nicht nur junge Arbeitnehmer sind, die zu Medikamenten greifen, auch ältere Arbeitnehmer, die die 50 schon überschritten haben, nehmen entsprechende Medikamente wie Antidepressiva und Ritalin.

    Das Gespenst Burnout

    Burnout – das, was vor einigen Jahren noch eine Managerkrankheit war, ist heute ein Leiden, das immer häufiger von Ärzten diagnostiziert wird. Viele erkennen die Alarmzeichen des Burnout nicht rechtzeitig oder nehmen die Symptome auf die leichte Schulter. In der Folge nehmen die Symptome der Krankheit immer mehr zu und nicht selten führt das dann zu einem totalen Zusammenbruch. Wer sich öfter müde, grundlos traurig und wie ausgebrannt fühlt, der sollte diese Symptome ernst nehmen und auch hinterfragen, wie es dazu kommen konnte.

    Es bringt nicht viel, einfach wahllos Tabletten einzunehmen, um die Symptome zu bekämpfen, handelt es sich um ein echtes Burnout dann kann nur eine gezielte Therapie helfen. Wer befürchtet, an einem Burnout-Syndrom zu leiden, der sollte die Notbremse ziehen und zu einem Arzt gehen. Mit der richtigen Medikation und einer Therapie kann das Burnout besiegt werden, aber das braucht Zeit. Jeder, der an einem Burnout leidet, muss eine Auszeit nehmen, um sich zu regenerieren, denn nur dann können sich Körper und Seele wieder vollkommen erholen.

    Bild: © Depositphotos.com / eddiephotograph

  • Chronische Müdigkeit / Chronisches Erschöpfungssynrom (CFS)

    Chronische Müdigkeit / Chronisches Erschöpfungssynrom (CFS)

    Die chronische Müdigkeit, auch bekannt als chronisches Erschöpfungs– oder Müdigkeitssyndrom, abgeleitet vom englischen Begriff Chronic fatigue syndrome, kurz CFS, gehört zu jenen chronischen Erkrankungen mit der wohl größten Dunkelziffer an Betroffenen und den noch immer am wenigsten gesicherten Erkenntnissen. Denn Arzt wie Betroffene haben es mit einem Krankheitsbild unklarer Herkunft zu tun, das durch monatelange Erschöpfung charakterisiert ist. Es befällt vor allem Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. Das Tückische: Die CFS beginnt oft schlagartig. Sie kann innerhalb weniger Stunden oder Tage aus einem zuvor kraftvollen, mitten im Leben stehenden Menschen eine Person machen, nur noch über einen Bruchteil ihrer früheren Energie verfügt. Die Patienten sind meist nicht mehr in der Lage, den Alltag zu bewältigen – selbst harmlose Abläufe können zur Qual werden. Denn die den Betroffenen quasi lähmende körperliche und geistige Erschöpfung bessert sich auch in Ruhephasen nicht.

    Wissenschaftler in aller Welt forschen nach den Ursachen für die chronische Müdigkeit, aber noch immer ist vieles unklar. Die Erbanlagen können eine Rolle spielen, aber auch Viren, Allergien oder Umweltgifte. Es wurden auch Veränderungen im Gehirn festgestellt, genetische Aktivitäten oder Hormonstörungen wurden ebenfalls in dem Zusammenhang schon registriert. Auch lange anhaltender Stress kommt als auslösender Faktor infrage, aber es gilt die vorherrschende Meinung, dass CFS dennoch keine psychosomatische Erkrankung ist. Die Liste der bislang nachgewiesenen Veränderungen deutet auf ein organisches Problem hin.

    Es verwischen sich die Grenzen zwischen Ursachen und Symptomen, was auch die Diagnose so schwer macht: Das Erschöpfungssyndrom beginnt zunächst mit Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, so wie man es von einer Erkältung her kennt. Doch bleiben die Symptome hartnäckig, die teils starken Schmerzen befallen die unterschiedlichsten Körperteile und manifestieren sich als Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen, ähnlich wie man es von der Fybromyalgie her kennt. Dazu kommen dann noch Abgeschlagenheit, die in einer grenzenlosen Müdigkeit mündet, dazu erhebliche Schlafstörungen, damit einhergehend Konzentrationsschwierigkeiten. Auch eine erhöhte Körpertemperatur sowie Lymphknoten- und Mandelschwellungen sind im weiteren Verlauf immer wieder feststellbar. Hinzu kommen allerlei Begleiterscheinungen, die individuell ganz unterschiedlich ausfallen können: Die einen haben dann auch mit Allergien zu tun, die anderen klagen über Schwindel. Dritte haben zusätzlich mit Magen-Darm-Leiden zu kämpfen, bei vielen CFS-Patienten werden Stimmungstiefs bis hin zu Depressionen festgestellt. Auch Nachtschweiß oder Sensibilitätsstörungen sind möglich.

    Die Behandlung der chronischen Müdigkeit ist schwierig und kann bislang fast nur symptomatisch erfolgen. Es gilt vor allem eins: Der Patient braucht Ruhe und Zeit, um Stress zu vermeiden und echte Erholungsphasen für ihn zu schaffen. Ratsam scheint es, auch wenn es Überwindung kostet, auf ausreichend Bewegung zu achten. Auch Wechselduschen und eine gesunde Ernährung können der Gesundung zuträglich sein.

    Ein Herantasten an den normalen Alltag erfolgt in kleinen Belastungs- und Aufgabenschritten. Wichtig ist, dass der CFS-Patient seine individuellen Belastungsgrenzen erkennt und einhält. In aller Regel erfolgt eine begleitende Unterstützung des Immunsystems, auch können festgestellter niedriger Blutdruck, Blutarmut oder Jod- und Zinkmangel eine medikamentöse Therapie nötig machen. Helfen können zudem Vitamingaben, auch basische Mineralstoffe gegen Übersäuerung oder Sauerstoffanwendungen finden im Einzelfall Anwendung. Psychologische Betreuung ist sinnvoll, vor allem bei auftretenden Depressionen. Auch das Burnout-Syndrom ist eine Störung der Belastungs- und Stresstoleranz.

    Das Burnout-Syndrom

    Ein Burnout wird diagnostiziert bei Menschen die emotional ausgebrannt und erschöpft sind. Im Allgemeinen äußert es sich durch apathisches Verhalten, psychosomatische Beschwerden und führt schließlich bis zur Depression oder erhöht die Aggrssionsbereitschaft erheblich. Außerdem wird das Suchtrisiko gesteigert.

    Das Burnout-Syndrom ist eine Überlastung, durch die Probleme und Aufgaben im Beruf oder Privatleben nicht mehr bewältigt werden können und wird meist durch Stress hervorgerufen.

    An einem Burnout erkranken kann grundsätzlich jeder. Allerdings ist das Risiko bei jedem unterschiedlich hoch. Besonders bei Personen mit einer hohen Grundanspannung fehlt oft nicht viel, um die Schwelle zum Burnout zu überschreiten. Menschen, die im Alltag wenig Stress haben oder sich in ihrer Freizeit angemessene Ausgleiche und Entspannungsmöglichkeiten geschaffen haben, verfügen meist über eine höhere Stresstoleranz.

    Bild: © Depositphotos.com / ridofranz

  • Warum die Großstadt krank machen kann

    Warum die Großstadt krank machen kann

    Es gibt zwei Arten von Stress – den negativen und den positiven Stress und wer in einer Großstadt lebt, der lebt auch immer mit der Gefahr, an einem negativen Stress zu erkranken. Dabei scheint das Leben in der Stadt doch erstrebenswert, denn in der Stadt gibt es keine Langeweile, sondern jede Menge Abwechslung, Spaß und Vergnügen. Das Leben in der Stadt ist aufregend und spannend, aber auch anonym und eben stressig. Nach neusten Studien erleben diejenigen, die in einer Großstadt leben, deutlich mehr negativen Stress als diejenigen, die dort zu Hause sind, wo sich Hase und Fuchs „Gute Nacht“ sagen.

    Angst und Depressionen

    Viele Menschen, die in der Stadt zu Hause sind, leiden zunehmend unter Stress, Angst und auch unter Depressionen. Die Wahrscheinlichkeit, in der Stadt psychisch krank zu werden, liegt um 40 % höher als auf dem Land, und es sind viele Ursachen, die für diese mentalen Erkrankungen verantwortlich sind. Großstädte wie München, Hamburg, Berlin oder Frankfurt sind laut, schmutzig, die Wohnverhältnisse sind begrenzt und beengt und das alles nervt und macht letztendlich auch krank.

    Ein sehr großes Problem stellt aber auch die Anonymität dar, denn anders als auf dem Land kennen 80 % der Stadtbewohner nicht einmal ihre nächsten Nachbarn. Das kann Einsamkeit bedeuten, und wer einsam ist, wird schneller krank.

    Den Stress einfach ausblenden

    Alle, die merken, dass ihnen der negative Stress in der Stadt zu schaffen macht, die sollten nach Möglichkeiten suchen, um den Stress einfach mal für einen bestimmten Zeitraum auszublenden. Das kann zum Beispiel bei einem langen Spaziergang im Wald oder auch bei sportlichen Aktivitäten geschehen. Wer gerne Sport treibt, der sollte sich in einem Verein anmelden, denn dann werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Man kommt zum einen wieder unter Menschen und macht neue Bekanntschaften und zum anderen ist Sport perfekt gegen den Stress.

    Wie macht sich negativer Stress bemerkbar?

    Stadtstress ist Kriechstress, sagen die Experten, denn der Stress in der Großstadt macht sich nur schleichend bemerkbar. Es sind zuerst Kleinigkeiten, die darauf hinweisen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Der Schlaf verliert nach und nach seine Qualität, man fühlt sich nicht mehr ausgeschlafen, wird schneller gereizt und die Angespanntheit nimmt langsam, aber sicher immer mehr zu.

    Wer diese ersten Symptome bemerkt, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, denn wer zu lange wartet, der riskiert am Ende eine Depression oder ein Burnout-Syndrom. Yoga kann eine große Hilfe sein, um den Körper und die Seele wieder zur Ruhe zu bringen, denn wer sich mental entspannt, der kommt zur Ruhe und wird wieder ausgeglichen.

    Nicht nur positiv

    Viele, die unter dem Stress in der Großstadt leiden, wünschen sich ein Häuschen auf dem Lande, denn auf dem Land gehen die Uhren schließlich anders, und wer in der freien Natur lebt, der kann gar nicht gestresst sein. Das ist ein Irrtum, denn auch das Leben auf dem Land kann in Stress ausarten, aber dieser Stress unterschiedet sich deutlich vom negativen Stress in der Großstadt. Wer lange in der Stadt gelebt hat und sich dann den Traum vom Leben auf dem Land erfüllt, der muss erst mal umdenken, denn die Annehmlichkeiten, die man aus der Stadt kennt, gibt es vielfach auf dem Land nicht. So muss man unteren nicht selten kilometerweit fahren, um einkaufen zu gehen, wenn es auf dem Dorf keinen Laden gibt. Auch das Angebot an medizinischer Versorgung ist auf dem Land lange nicht so groß wie in der Stadt und auch das Kulturelle kommt in ländlichen Regionen gerne mal zu kurz.

    Ein Umzug aus der Stadt aufs Land will gut überlegt sein, denn mit den Hühnern schlafen zu gehen und mit dem ersten Hahnenschrei aufzustehen, ist nicht jedermanns Sache.

    Bildquelle: Depositphotos.com // alphaspirit