Schlagwort: chronische Erkrankungen

  • Chronische Krankheiten

    Chronische Krankheiten

    Die chronischen Krankheiten oder auch chronische Erkrankungen sind zumeist dauerhafte, seltener ständig wiederkehrende, oft auch in Schüben auftretende körperliche Beschwerden unterschiedlichen Ursprungs. Der Begriff „chronisch“ leitet sich vom griechischen Wort “chronos“, das „Zeit“ bedeutet. Chronische Erkrankungen weisen auch eine akute Phase auf, die zu jedem Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs auftreten kann. Diese Exazerbationen (regelmäßige Schübe) der chronischen Erkrankung sollten nicht mit einer akuten Ersterkrankung verwechselt werden.

    Welche chronischen Krankheiten gibt es (Auswahl)

    Darunter fallen sowohl degenerative Erkrankungen, die schleichende Prozessverläufe haben, aber auch auslösende Krankheiten und Unfälle, die zu einer chronifizierten gesundheitlichen Schädigung oder Behinderung führen. Dabei ist es unerheblich, in welchem Grad die chronische Erkrankung auf das Leben des Betroffenen einwirkt, denn mit zahlreichen von ihnen leben viele oft jahrelang, manchmal sogar unentdeckt.

    Zu den bekanntesten chronischen Krankheiten zählen etwa Bluthochdruck, Rheuma, Osteoporose und Asthma oder Bronchitis, aber auch die immer mehr Menschen betreffenden allergischen Erkrankungen. Angefangen dort etwa bei Pollen- über Lebensmittelallergien bis hin zu oft von Umweltfaktoren mitbestimmten Krankheitsbildern wie etwa Morbus Crohn.

    Hinzu kommt noch das weite Feld der Schmerzerkrankungen, die teils orthopädischen, teils neurologischen, nicht selten auch psychosomatischen Ursprungs sein können. Hierzu zählen etwa Kopfschmerzen und Migräne oder auch die Volkskrankheit Rückenschmerzen. Aber auch Depressionen, das Erschöpfungssyndrom sowie bestimmte Entzündungen können chronifizieren.

    Weiterhin gelten Autoimmunerkrankungen, Ekzemen, Allergien, endokrine Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus, Virusinfektionen wie Herpes oder AIDS, Asthma, Herzerkrankungen und bösartige Tumore als chronische Erkrankungen.

    Woran erkennt man chronische Krankheiten?

    Chronische Erkrankungen sind andauernd und schwer heilbar, haben eine Tendenz zu Verschlechterung der Symptomatik, verursachen Beschwerden, Schmerzen, Behinderungen oder können sogar zum Tod führen. Eine einheitliche Definition existiert nicht.

    Wenn eine Erkrankung eine Tendenz von der vorübergehenden zur dauerhaften Präsenz eines Symptoms oder Beschwerden hat, spricht man von einer chronifizierten Erkrankung. Typische Beispiele hierfür sind die Chronifizierung von Rückenschmerzen. Kehren die Beschwerden wieder zurück, bildet sich Angst vor erneuten Schmerzen, woraus Schonverhalten resultiert, das wiederum die Verspannungen verursacht. So nehmen 80% allen Rückenschmerzen einen chronischen Verlauf.

    Chronische Krankheiten bestimmen – wie schon erwähnt – mal mehr, mal weniger das Leben der Betroffenen, denn in aller Regel müssen sich die daran Erkrankten auf eine langwierige, meist schwer oder im schlimmsten Fall auch gar nicht heilbare Krankheit einstellen. Das bedeutet in allen Fällen, dass sich die Patienten meist in eine ständige medizinische Versorgung begeben müssen. Darunter fallen ärztliche oder psycho- sowie physiotherapeutische Behandlungen, langfristige Arzneimitteltherapien, aber auch die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln, ohne die eine gegebenenfalls sogar lebensbedrohliche Verschlimmerung derselben eintreten kann.

    Meist geht mit chronischen Krankheiten eine Verminderung der allgemeinen Lebenserwartung, zumindest aber eine stete Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, weil der Patient beispielsweise mit ständigen Verhaltens- und Ernährungsregeln sowie dauerhafter Medikamenteneinnahme leben muss. In der gesetzlichen Krankenversicherung hat die Definition ‚schwerwiegende chronische Krankheit‘ daher nicht ohne Grund im Rahmen der Härtefallregelungen Auswirkungen auf die Höhe der jährlichen Patienten-Zuzahlungen.

    Doch stellen chronische Erkrankungen nicht nur Anforderungen an die Patienten. Auswirkungen haben sie auch auf deren Partner und Familienangehörige, vor allem, wenn diese von Therapie und Pflege mit betroffenen sind. Und auch das medizinische Personal muss sich bei der Betreuung chronisch Kranker auf andere, da langwierige Abläufe und einen andern Patientenkontakt einstellen.

    Chronische Erkrankung und Pflegebedürftigkeit

    Wenn eine Erkrankung über ein Jahr einen langwierigen Verlauf hat und mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde spricht man von einer schwerwiegend chronischen Erkrankung. Außerdem soll die Erkrankung eines der folgenden Merkmale aufweisen:

    • es liegt eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 vor
    • es liegt eine Behinderung von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent vor
    • wegen der vorliegenden Erkrankung ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (Arzneimitteltherapie, ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung usw.) erforderlich, damit sich nach Ansicht der Ärzte die Krankheit nicht lebensbedrohlich verschlimmert.

    Die Prävalenz (Kennzahl in Bezug auf die Krankheitsausbreitung) chronischer Erkrankungen ist somit eine wichtige Maßnahme für den Gesundheitszustand der Bevölkerung.

    Bild: © Depositphotos.com / johnkwan

  • Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Kreislaufprobleme beim Schulsport?

    Kinder und Jugendliche leiden öfter an Ohnmachtsanfällen berichtet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Diese Kreislaufstörungen seien jedoch in der Entwicklung völlig normal und zumeist liegt keine Herzkrankheit vor. Kinder, die lange stehen oder von einer sitzenden Position in eine stehende wechseln, können besonders rasch umkippen. Diese Störungen lassen sich meist ohne Medikamente beheben. Ein Arztbesuch zur ärztlichen Abklärung ist trotzdem wichtig.

    Meist liegt die Störung an der Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut. Volkstümlich spricht man oft von dem Absacken des Blutes in die Beine. Frau Dr.Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar und Pressesprecherin des BVKJ erklärt: „Durch ausreichendes Trinken können Kinder verhindern, dass das Blutvolumen bei Sport oder Hitze zu sehr abnimmt.“ Die klassischen Wechselduschen, die oft auch Frauen empfohlen werden und Ausdauersport können ebenso helfen, Ohnmachtsanfälle vorzubeugen.

    Schulsport kann Kreislaufstörungen verursachen

    Auch Unterzuckerung kann besonders bei Sport derartige Ohnmachtsanfälle verursachen. Kritisch ist es für alle Kinder, wenn diese beim Schulsport sich warm machen sollen und sich direkt 10 Minuten einlaufen sollen. Besonders Mädchen in der Pubertät, auch wenn diese sonst Ballsportlerinnen, Tänzerinnen oder regelmäßig im Leichtathletik-Verein trainieren, können dann an Unwohlsein und Kreislaufstörungen leiden. Idealerweise sollte rasch die Schulärztin oder die zuständige Erste Hilfe-Kraft gerufen werden. Auch eine Abklärung beim Arzt, per Transport mit dem Krankenwagen, wären positive Zeichen für sowohl die verunfallten Kinder, als auch Eltern und Klassenkameraden.

     

    Derartige Ohnmachtsanfälle können jedoch meist vermieden werden, wenn es sich um ein langsames Aufwärmprogramm handelt. Gymnastische Armbewegungen, Beinbewegungen und Bewegung des Rumpfes und Kopfes sorgen für eine bessere gleichmäßigere Durchblutung der Muskulatur. Dann kann man noch immer die 10 Minuten Runde laufen.

     

    Tipps vom Fachverband

    Falls Kinder doch länger stehen oder sitzen müssen, empfiehlt der Verband, das vorsichtige Wechseln der Sitzposition sowie zuerst langsame Beinbewegungen. Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden. Eine medizinische Abklärung, um Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen auszuschließen, wird ebenso vom Verband empfohlen.

    Den Notarzt sollten Eltern und Lehrer sofort kontaktieren, wenn die Ohnmacht länger als 2 Minuten andauert oder dabei Zuckungen oder andere Störungen auftreten sollten. Der Verband hält weitere Infos auf www.kinderaerzte-im-netz.de bereit. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen über Kinderkrankheiten.

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-bubbles3″ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Das Schulgespräch

    Sind Sie Eltern, befragen Sie doch Ihre Kinder über den Schulsport:

    1. Wie ist das Aufwärmtraining
    2. Gab es bereits verunfallte Kinder
    3. Bekam das eigene Kind danach Angst vor Unfällen
    4. Nimmt der Lehrer Rücksicht auf unsportliche Kinder
    5. Gibt es genügend Erholungsphasen

     

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-shield“ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Der Schul-Check

    1. Wer ist der zuständige Schularzt?
    2. Wo ist das nächst gelegene Krankenhaus
    3. Wer ist für Erste Hilfe in der Schule verantwortlich
    4. Benötigen Kinder bei Erkältung eine spezielle Entschuldigung für den Schulsport, auch wenn sie sonst keine Krankschreibung für den sitzenden Unterricht benötigen
    5. Gibt es Ärger mit den Lehrer, reden Sie mit anderen Eltern
    6. Weisen Sie Lehrer auf etwaige Medikamente und chronische Erkrankungen hin, die die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dazu können sogar Antibiotika, Anti-Allergika zählen. Fragen Sie den Arzt oder rufen Sie je nach Medikamentenhersteller die Verbraucherhotline und lassen sich beraten. Denn sogar das Autofahren ist bei einigen Arzneimittel, dazu zählen sogar einige Antibiotika nicht wirklich erlaubt. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird durch einige Medikamente herabgesetzt. Das könnte sich also nachteilig am Stufenbarren, den Ringen oder Ballsport auswirken. Teilweise kann die Reaktionsgeschwindigkeit noch ein bis zwei Tage nach Absetzen des Medikaments noch gesenkt sein.