Schlagwort: Darm

  • Blinddarm Schmerzen: Warnsignale und Diagnose

    Blinddarm Schmerzen: Warnsignale und Diagnose

    Ist das winzige Anhängsel am Blindarmabschnitt des Dickdarms, Appendix oder auch Wurmfortsatz genannt, entzündet, treten bei Kindern und bei Erwachsenen massive Befindlichkeitsstörungen auf. Diese können von krampfhaften, auch stechenden Schmerzen im Unterleib bis  hin zu Fieber, Übelkeit mit Erbrechen reichen. Schuld an diesem Übel ist eine nachhaltige Verstopfung durch Kotsteine, welche zu Sekretstau, Bakterienbildung und schließlich zur späteren Blinddarmentzündung führen können.

    Blinddarmschmerzen müssen sich hierbei nicht immer in der rechten Seite der Leistengegend manifestieren. Diese können sich mitunter auch, gerade bei erwachsenen Personen, spielverkehrt (linke Leistengegend) oder rund um den Bauchnabel zeigen. Ob und wann eine Appendizitis (Blinddarmentzündung) ausbricht, kann die beste Vorsorgeuntersuchung nicht vorhersehen. Oft tritt diese Erkrankung völlig unerwartet in den Abend- oder Nachtstunden auf. Aber auch tagsüber konnte ein Ausbruch dieser Krankheit schon beobachtet werden. Voranzeichen gibt es relativ selten. Zudem darf keinesfalls vergessen werden, dass es sich bei den beschriebenen Beschwerden durchaus auch um ein anderes, ähnlich gelagertes Gebrechen handeln kann. Nicht gerade selten werden Darmentzündung und Eileiterschwangerschaft mit einer Appendizitis verwechselt. Auch Zerrungen in Leistengegend, Leisten- oder Nabelbruch verursachen  Schmerzen, welche denen einer Blinddarmentzündung ähneln.

    Blinddarm Schmerzen: Untersuchung und medizinische Maßnahmen

    Um eine echte Blinddarmentzündung dingfest zu machen, bedarf es eines Arztbesuchs. Dieser fordert den Patienten zu einem fundierten „Schmerztest“ auf. Hierbei legt der behandelnde Arzt seine Hand sacht auf den Unterleib des Patienten und fordert diesen auf, sein Bein mit angewinkeltem Knie zu heben. Bereitet dieser Test dem Leidenden Qualen, ist dies schon ein erster Hinweis auf eine eventuelle Erkrankung des Blinddarms. Eine anschließende Prüfung der Entzündungswerte und eine Ultraschalluntersuchung bringen den Mediziner auf die wohl richtige Spur. Auch das sanfte Abtasten des gesamten Leibes ist von höchster Wichtigkeit. Liegen nach der Blutuntersuchung erhöhte Entzündungswerte vor, zeigt das Ultraschallbild ein entzündetes Anhängsel des Blindarms an, ist die Bauchdecke des Patienten gehärtet, klagt dieser zudem über Übelkeit, Erbrechen, Fieber und bohrende Schmerzen, liegt der Verdacht auf  eine waschechte Appendizitis sehr nah. Vorsorgehalber wird jeder gute Mediziner den Patienten ohne Umwege oder Zeitverlust ins Krankenhaus überweisen. Dort wird der Klagende beobachtet, erneut untersucht und bei lebensgefährlicher Entwicklung auch notfallmäßig am Blinddarm operiert!

    Blinddarm Schmerzen: Komplikationen und Nachsorge

    Wird eine Blinddarmentzündung nicht rechtzeitig entdeckt, wächst die Gefahr eines lebensbedrohenden Blinddarmdurchbruchs (Perforation). Bei dieser extremen Gefährdung für Leib und Wohl ergießen sich Darminhalt, als auch Bakterien in die Bauchhöhle. Es besteht höchste Lebensgefahr! Gerade bei altersschwachen Menschen und Kleinkindern muss mit eventuell aufkommenden Komplikationen gerechnet werden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung ist die Prognose aber recht günstig. Der anstehende, notwendige operative Eingriff (Appendektomie) dauert im Normalfall nicht länger als 20 Minuten. Die OP selbst kennt heutzutage zwei erfolgreiche Verfahren:

    • Wurmfortsatzentfernung mittels Bauchspiegelung (laparoskopische Appendektomie)
    • „Schnittverfahren“. Es erfolgt ein sechs Zentimeter langer Schnitt. Der Chirurg klemmt die zuführenden Gefäße ab und beseitigt sauber den entzündeten Wurmfortsatz.

    Liegen keine bekannten Vorerkrankungen, Altersschwäche oder ähnliches vor, heilt die Operationswunde recht schnell und ohne weitere Probleme ab. Der anschließende Rekonvaleszenz-Zeitraum sollte etwa 14 Tage betragen.

    Der untersuchende Arzt wägt zunächst immer Nutzen und Risiko ab. Kleinkinder werden fast ausschließlich unter Vollnarkose operiert und genauestens beobachtet.

    Blinddarm Schmerzen: Chronisch oder akut

    Wichtig zu erwähnen ist, dass Blinddarm Schmerzen typisch, aber auch schleichend oder permanent wiederkehrend in Erscheinung treten können. Dies macht eine eindeutige Diagnosestellung oft richtig schwierig. Es existieren zwei verschiedene Formen von Blinddarm Schmerzen. Die akute und die chronische. Kurz auftretende, nach einer kleinen Ruhephase immer wiederkehrende Schmerzen sprechen für die chronische Variante. Sie ist besonders gefährlich, weil sie ganz plötzlich (teilweise sogar ohne Fieberaufkommen) in einen dramatischen Blinddarmdurchbruch umschlagen kann. Die akute Phase weist fast immer alle beobachteten Symptome (hohes Fieber, Brechreiz, Erbrechen, Mattigkeit, Schmerzen (Bauchnabel, Leistengegend) auf einmal auf und erfordert meistens eine schnelle operative Intervention.

    Aufgepasst: Auch leichte Blinddarmreizungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden und sollten vorsorglich unter ärztlicher Beobachtung bleiben!

    Bild: © Depositphotos.com / starast

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  • Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Wir kennen es vom Liebeskummer oder nach einem düsteren Horrorfilm. Das Herz beginnt zu flattern, Stiche in Herzgegenden stellen sich ein. Der Brustkorb schmerzt ein wenig und wir fühlen uns ängstlich bis unsicher. Schmerzen in der Brust sind häufig harmlos und verschwinden nach Aufregung, Ärger oder Trauer. Doch es gibt auch Schmerzen in der Brust, welche immer wiederkehren, welche uns permanent das Atmen erschweren und mit teils anhaltender Müdigkeit untermauert sind. Bevor wir ins Grübeln geraten, sollten wir unseren Hausarzt kontaktieren und ihm unsere Beschwerden schildern. Nur er weiß Rat und kann durch medizinische Maßnahmen die Brustschmerzen lindern, wenn nicht sogar ganz heilen.

    Schmerzen in der Brust – Psyche oder ernsthaftes Leiden?

    „Er ist an gebrochenem Herz gestorben“ oder „Ihr blieb das Herz fast stehen“ und „Ihm ist das Herz in die Hose gerutscht“. Wer von uns kennt diese Art Herzschmerz, auch Herzleid nicht.

    Hier kommt die psychische Komponente ins Spiel. Unser Unterbewusstsein reagiert auf negative Einflüsse recht empfindlich und bringt seinen Missmut zum Beispiel auch in Form von Schmerzen zum Ausdruck. Doch „leider“ können sich hinter Schmerzen in der Brust auch ernsthafte, gar lebensbedrohliche Krankheiten verbergen. Angeborene Herzfehler, Herzmuskelentzündungen infolge einer übergangenen Viruserkrankung, Zahnvereiterung, chronische Mandelentzündungen, auch rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kranz-Systems sind für Schmerzen im Brustkorb verantwortlich. Zudem ruft auch eine Speiseröhrenentzündung oder eine Magen-Darm-Erkrankung einen solch schmerzhaften Zustand hervor. Um Folgeschäden oder eine Verchronifizierung des Leides zu umgehen, ist es sinnvoll die Ursache des Schmerzes ausfindig zu machen.

    Ein versierter Hausarzt wird auf einen gründlichen Ganzkörper-Checkup bestehen. Dazu gehören neben einer Blutuntersuchung, auch EKG und Röntgenaufnahmen des Brustkorbes. Hat er alle Ergebnisse zusammen, wird er eine eindeutige Diagnose stellen, Therapievorschläge unterbreiten und Prognosen wagen.

    Schmerzen in der Brust – Erste Hilfe – Maßnahmen

    Er kommt aus heiterem Himmel. Ein Schmerz oder ein Stich in der Brustregion. Er jagt uns Angst und Schrecken ein. Was passiert gerade? Ist etwa unser Leben in Gefahr oder ist es „nur“ eine vorübergehende, harmlos lästige Erscheinung ohne gefährlichen Hintergrund?

    Wie auch immer der Fall gelagert ist. Nun sollten wir achtsam sein und um Hilfe bitten.

    Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren, denn jede weitere Aufregung könnte unsere Situation verschlimmern und die Schmerzen erhöhen. Hinlegen oder Hinsetzen, ruhiges Durchatmen vertreibt die in uns aufkommende Panik. Wie entwickelt sich der Schmerz in der Brust? Nimmt er trotz Ruheposition zu, wird uns schwindlig oder übel? All diese Beobachtungen helfen dem kontaktierten Arzt bei seiner späteren Diagnosestellung. Kommt es zur Ohnmacht muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Dieser leistet erste Hilfe, stabilisiert und bereitet auf weitere medizinisch notwendigen Maßnahmen vor.

    Schmerzen in der Brust – Operation, Kur, Therapie

    Herzinfarkt ist ein bekanntes, tückisches Übel. Rechtzeitige medizinische Betreuung, auch eine nicht mehr aufschiebbare Herzoperation können wahrhaftig Leben retten und verlängern.

    Ist eine Operation geplant, ist absolute Schonung angesagt. Jede Art der Überbeanspruchung und Aufregung sollten möglichst vermieden werden. Auch nach dem medizinischen Eingriff ist Ruhe die beste Medizin. Oft werden Herzpatienten mit Schmerzen in der Brust zunächst einmal in Kur geschickt. Leichte Bewegungsübungen, Schwimmen, Spaziergänge helfen wieder gesund zu werden. Um den Gesundungsprozess zu unterstützen, folgt begleitend eine medikamentöse Therapie. Viele Patienten können nach gelungener Operation ein ganz normales, schmerzfreies Leben sogar ohne Medikamente genießen. Anderen bleibt eine angeordnete Dauermedikation nicht erspart. Dies hängt individuell vom Schweregrad der Erkrankung ab.

    Sinn und Zweck einer jeglichen Behandlung von diffusen Schmerzen in der Brust, ist die Befreiung von Angst und Leid. Wer gesundheitsbewusst leben will, sollte sich deshalb regelmäßigen Untersuchungen unterziehen. Diese helfen vorzubeugen, bessere Heilungschancen zu erzielen und schaffen mehr Freiraum für ein nahezu sorgenfreies, gesundes Leben!

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Die Symptome von Darmkrebs

    Die Symptome von Darmkrebs

    Darmkrebs wird sehr häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Das liegt daran, dass ein Tumor im Dick- oder Enddarm sehr lange Zeit keinerlei Symptome mit sich bringt. Um Darmkrebs dennoch frühzeitig zu erkennen, können sich Menschen über 50 regelmäßig untersuchen lassen. Auf diese Weise werden die Behandlungschancen von Darmkrebs stark erhöht.

    Eine spät einsetzende Symptomatik bei Darmkrebs

    Darmkrebs gilt vor allem unter Männern als sehr gefürchtete Form der Tumor-Erkrankung. Vor allem der Fakt, dass der Krebsbefall im Darm häufig erst sehr spät festgestellt wird, sorgt für Verunsicherung und Furcht. Dass der Tumor so lange Zeit unbemerkt bleibt, liegt vor allem daran, dass er sehr lange Zeit keine Symptome mit sich bringt.

    Symptome, die im Zusammenhang mit Darmkrebs häufig auftreten, sind:

    • Veränderungen des Stuhlgangs: Ein Anzeichen für Darmkrebs ist der häufige Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Auch ein vermehrter Stuhldran kann als Hinweis auf Darmkrebs gedeutet werden.
    • Auffälligkeiten des Stuhlgangs: Vor allem Blut im Stuhl kann ein Symptom von Darmkrebs sein. Wichtig zu wissen ist, dass der Stuhl nicht zwangsweise immer rot gefärbt sein muss. Ist das Blut im Stuhl schon älter, färbt es diesen eher schwarz. Auch Schleim im Stuhl und besonders übelriechender Stuhl können Anzeichen für einen Tumor sein. Ist dieser schon weit entwickelt, kann er den Enddarm stark verengen. Das führt wiederum dazu, dass der Stuhl oft sehr dünn geformt austritt.
    • Verdauungsbeschwerden: Hierbei ist ausdrücklich zwischen natürlichen Beschwerden und Beschwerden im Zusammenhang mit Darmkrebs zu unterscheiden. Es ist vollkommen normal, gelegentlich unter Blähungen, Durchfall und Darmgeräuschen zu leiden. Treten diese Beschwerden jedoch vermehrt oder durchgängig aus, kann dies unter Umständen ein Hinweis auf Darmkrebs sein.
    • Schmerzen: Tumore lösen sehr lange Zeit keine Schmerzen aus. Auch das ist einer der Gründe, warum Krebs häufig erst spät entdeckt wird. Wenn Sie beim Stuhlgang heftige Schmerzen verspüren, könnte dies ein Anzeichen für Darmkrebs sein.

    Im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor auch zu einer Blutarmut führen, weil er dann häufig blutet. Patienten sehen dann sehr blass und ausgemergelt aus. Ein besonders großer Tumor kann außerdem mit den Händen ertastet werden und einen gefährliche Darmverschluss hervorrufen.

    Andere Symptome, die ganz allgemein auf einen Tumor hinweisen können, sind Kraftlosigkeit, Fieber und Schweißausbrüche in der Nacht.

    An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich betont werden, dass all die aufgezählten Symptome Anzeichen von Darmkrebs sein könnten – aber nicht sein müssen. Sie können auch Boten von ganz anderen Krankheiten und Beschwerden sein.

    Gute Behandlungschancen dank Darmkrebs Früherkennung

    Wenn Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird eine Stuhlprobe untersuchen lassen und gegebenenfalls eine Darmspieglung anordnen. Auf diese Weise erhalten Sie schnell Gewissheit darüber, was mit Ihrem Körper nicht stimmt.

    Dadurch, dass Darmkrebs, wie bereits erwähnt, lange Zeit gar keine Symptome mit sich bringt, spielt die Früherkennung hierbei eine besonders große Rolle. Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Darm: Je eher der Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Einige Patienten haben Glück, dass der Tumor gefunden wird, noch bevor es zu den oben genannten Symptomen kommt. Meist sind ganz andere Untersuchungen der Grund für die Entdeckung von Darmkrebs.

    Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren ein spezielles Früherkennungsprogramm für alle Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Sowohl Privat- als auch Kassenpatienten können sich beim Arzt untersuchen lassen, um eine Darmkrebserkrankung ausschließen zu können.

    Patienten mit einer Vorbelastung oder einem erhöhten Risiko an Darmkrebs zu erkranken haben auch schon früher die Möglichkeit, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

    Darmkrebs ist wie jede Tumorerkrankung eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung. Wenn Sie Auffälligkeiten Ihres Stuhlgangs feststellen oder anhaltende Probleme mit der Verdauung haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie zur Risikogruppe über 50 gehören, sollten Sie unbedingt auch die Möglichkeiten der Früherkennung in Anspruch nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / tanatat

  • Was sind Mikroorganismen?

    Was sind Mikroorganismen?

    Wenn wir über Mikroorganismen sprechen, meinen wir eine Gruppe von nicht immer gleichartigen kleinen Lebewesen, die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Zu den Gruppen dieser kleinsten Organismen gehören, Bakterien (zum Beispiel Milchsäurebakterien); Archaea; Pilze (beispielsweise Backhefe); Mikroalgen (zum Beispiel Chlorellen); Protozoen (wie Pantoffeltierchenund und auch der Malaria Erreger) sowie die Viren gehören ebenfalls hinzu.

    Doch welche Bedeutung haben diese Kleinen Lebewesen?

    Mikroorganismen sind die allerersten und auch die ältesten Lebewesen auf unserer Erde. Sie traten etwa vor rund 3,8 Millionen Jahren auf. Die kleinen Lebewesen beeinflussen das Klima der Globalisierung. Der mikroelle Stoffwechsel sorgt mit seinen chemischen Elementen wie Kohlenstoff und auch den Stickstoff die Erde für alle Lebewesen bewohnbarer zu machen und zu erhalten. Denn Mikroorganismen erzeugen circa die Hälfte des notwendigen Sauerstoffes für alle Lebewesen, ohne Sie wäre ein Leben auf der Erde also um einiges komplexer. Mikroorganismen können an Orten leben, wo niemand sonst leben oder gar existieren kann. Durch das gemeinschaftliche Zusammenleben dieser Kleinen Organismen kann sogar vorhergesagt werden, ob eine Veränderung in einem Ökosystem bevorsteht.

    Die kleinen Lebewesen ergänzen ihre Ansprüche des Stoffwechsels gegenseitig. Das heiß so viel wie, die Einen benötigen nur die Ausscheidungsprodukte der Anderen Organismen für ihre Vermehrung und ihr Wachstum; dasselbe gilt für die anderen Mikroorganismen ebenfalls.

    Mikroorganismen können nützlich für den Menschen sein

    Es werden sehr viele dieser kleinen Organismen als nützlich angesehen, da sie eine sehr große Rolle in dem Kreislauf von chemischen Elementen spielen. Beispiele hierfür sind: der Stickstoffkreislauf; die Abwasserreinigung und die Fixierung des Stickstoffes – auch N2-Fixierung genannt –. Selbst in der Lebensmittel Branche können Mikroorganismen verwendet werden, denn sie helfen uns bestimmte Lebensmittel anzufertigen. Oder in der „Biotechnologie“ dienen sie als Erzeuger um verschiedene Arzneimittel anzufertigen, dazu zählen zum Beispiel Antibiotika oder auch das Insulin. Selbst zur Bekämpfung von Schädlingen können uns diese kleinen Lebewesen behilflich sein. Und wer weiß wie sich das Wissen und die Technologie in der Zukunft weiterentwickeln wird, vielleicht können Mikroorganismen sogar irgendwann bei der Gewinnung von Energie, oder dem biologischen Abbau des Abfalles sowie auch den Abbau von Schadstoffen behilflich sein.

    Der menschliche Körper beherbergt Mikroorganismen

    Die Anzahl der Mikroorganismen die auf dem menschlichen Körper existieren ist sehr hoch, allem vor ran der Anteil der Bakterien. Sie leben auf der Haut; in der Nase; im Mund eines Jeden Lebewesen; sowie auch im Darm. Doch die Anzahl der Bakterien ist etwa 10 bis 100 Mal höher als die Menge der Zellen, die der Mensch zum Leben braucht. Man kann es sich in etwa so vorstellen, circa 1 Billiarde Mikroorganismen stehen einer Anzahl von etwa 10-100 Billionen den menschlichen Körper Zellen gegenüber.
    Auf einen Quadratzentimeter der Haut werden rein theoretisch 200 Millionen Bakterien ihren Platz geboten. Allerdings leben nur 100 bis 10.000 Bakterien tatsächlich pro Quadratzentimeter der Hautfläche auf ihr, unsere Haut ist also den Umständen entsprechen Keim arm.
    In einem einzigen Gramm des menschlichen Kots befinden sich circa 100 Milliarden der Mikroorganismen. Sogenannte Milchsäurebakterien sorgen in der Scheide der Frau dafür, dass eine bakterielle Infektion vorgebeugt und somit verhindert wird.

    Mikroorganismen können auch als Krankheitserreger dienen

    Zur Beruhigung, viele der kleinsten Organismen die sich in und auf unseren Körper befinden verursachen keine Krankheiten. Nur ein kleiner Teil dieser Lebewesen besitzt die Fähigkeit Erkrankungen zu verbreiten, egal ob bei Mensch oder den Tieren.
    Alle Infektionskrankheiten lassen sich in eine Gruppe einordnen, es gibt beispielsweise die bakterielle Infektion; eine Pilzinfektion oder die Protozoeninfektion.

    Mikroorganismen die der Nutzung des Menschen dienen

    Effektive Mikroorganismen für Menschen sind hauptsächlich die Milchsäurebakterien (Hemmung der Krankheitserregenden Keimen, Herstellung von Jogurt), Hefen (Herstellung von Brot, Bier und Wein), Photosynthese-Bakterien, Aktinomyzeten und Ferment-aktive Pilzarten (Herstellung von Alkohol, Unterdrückung von schlechten Gerüchen).

    Bild: © Depositphotos.com / angellodeco

  • Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Hexenschuss: Woher die Schmerzen und was dagegen hilft

    Was vom Arzt in der Regel als Lumbago oder Lumbalgie bezeichnet wird, ist im Volksmund viel eher als Hexenschuss bekannt – und gefürchtet. Die Symptome sind schnell erklärt: Plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Rücken, verbunden mit einer Verspannung der Muskulatur, die dazu führt, dass eine aufrechte Position des Körpers nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist ein gebeugter Rücken, der an das Erscheinungsbild einer Hexe erinnert.

    Damit wäre zwar die Herkunft des Namens, jedoch nicht die Herkunft der Schmerzen geklärt. Diese kommen beim Hexenschuss so plötzlich und unverhofft, dass Betroffene keine Chance haben, dem entgegenzuwirken. Die gute Nachricht: Oft gehen die Schmerzen genauso schnell, wie sie gekommen sind.

    Viele verschiedene Ursachen für einen Hexenschuss

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass ein Hexenschuss dadurch hervorgerufen wird, dass ein Nerv (in diesem Zusammenhang wird besonders gern der Ischias-Nerv genannt), eingeklemmt ist. Diese Information stimmt teilweise. Es ist richtig, dass ein Einklemmen von Nerven der Grund für einen Hexenschuss sein kann. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Faktoren, die die plötzlichen und starken Schmerzen hervorrufen können. Hierzu gehören unter anderem:

    • Blockierung eines Wirbel- oder Kreuz-Darmbein-Gelenks
    • Bandscheibenvorfall
    • Verschleiß von Wirbelgelenken

    Da der Rücken- und insbesondere der Lendenbereich von unzähligen (schmerzempfindlichen) Nerven durchzogen wird, reichen schon kleine Auslöser aus, um einen stattlichen Hexenschuss herbeizuführen.

    Dass nur ältere Menschen Opfer der starken Schmerz-Attacke werden, ist übrigens ein Irrglaube. Tatsächlich kann jeder Mensch mit Ausnahme von Kindern, einen Hexenschuss bekommen.

    Hexenschuss – Was tun wenn die Hexe schießt?

    Da der Hexenschuss, wie bereits beschrieben, in der Regel sehr plötzlich auftritt, ist es fast unmöglich, sofort zu handeln. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, die Schmerzen zu minimieren und den Körper zu entspannen. In jedem Fall sollten Sie nach einem Hexenschuss einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Unter Umständen können Sie dann auch krankgeschrieben werden.

    Wer zu Hause von einem Hexenschuss überrascht wird, sollte folgende Hinweise beachten, um die Schmerzen möglichst gering zu halten.

    • Legen Sie sich vorsichtig auf den Rücken und heben Sie Ihre Beine an, bis sie rechtwinklig in der Luft stehen. Verwenden Sie unter Umständen ein großes Kissen oder einen Sessel beziehungsweise Stuhl als Hilfsmittel.
    • Wenn Sie nicht auf dem Rücken liegen können, drehen Sie sich auf die Seite und nehmen Sie die Embryonal-Stellung ein. Dazu müssen Sie versuchen, die Beine möglichst nahe an den Körper zu ziehen.
    • Wärme oder Kälte hilft gegen Schmerzen. Wenn Sie zum ersten Mal einen Hexenschuss haben, sollten Sie zunächst ausprobieren, was Ihnen mehr hilft.
      • Zur Wärmebehandlung eignen sich Wärmflaschen, Körnerkissen, Wärmepflaster aus der Apotheke und eine warme Fango-Packung
      • Zur Kältebehandlung eignen sich spezielle Gel-Akkus. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich. Wenn Sie solche Akkus nicht haben, hilft auch eine Packung Tiefkühl-Erbsen.
    • Halten die Schmerzen an, können Sie diverse Schmerzmittel einsetzen, um sie einzudämmen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:
      • Konventionelle Schmerzmittel aus der Apotheke
      • Natur-Heilmittel wie Arnika, Teufelskralle oder Ingwer
    • Versuchen Sie nach einer Weile vorsichtig aufzustehen. Wenn Sie wieder fest und aufrecht stehen können, sollten Sie eine lange Dusche oder ein heißes Bad nehmen. Das entspannt Muskulatur und Nerven.

    Wichtig ist, dass Sie sich im Falle eines Hexenschusses nicht überanstrengen. Rufen Sie nach Hilfe und lassen Sie sich Wärmekissen, Schmerzmittel und Co. von jemandem bringen. Wenn Sie allein sind, ist es ratsam, zunächst einmal in der Rücken- oder Seitenlage zu verharren, bis sich die Schmerzen weitestgehend gelegt haben.

    Ein Hexenschuss ist eine wahrhaft unangenehme Angelegenheit, auf die jeder gern verzichten würde. Die richtigen Verhaltensweisen helfen jedoch bei der schnellen Linderung der Schmerzen. Und noch gute Nachricht zum Schluss: Ein Hexenschuss hat keine bleibenden Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / Kzenon

  • Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    In unserem Leben, das geprägt ist von High-tech und ständigem Fortschritt, werden in der Medizin natürliche Heilmittel immer stärker gefragt. Unter anderem erlebt dabei Heilerde ein Revival in Sachen Ernährung und Beauty. Doch was kann sie wirklich?

    Bei Darminfekten und Durchfall ist Heilerde als bewährtes Hausmittel schon längst bekannt und hat quasi Tradition. Denn es ist in der Lage Giftstoffe zu binden, die anschließend einfach ausgeschieden werden. Damit kann sich der Darmtrakt wieder beruhigen und die Infektion sogar verkürzt werden.

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    Bei Beschwerden ist Heilerde tatsächlich hilfreich

    Das erdige Gebräu aus Heilerde und Wasser legt sich wie ein schützendes Pflaster auf die Magenschleimhaut und entspannt diese. Dadurch erfolgt sogar eine bessere Regeneration, was den Krankheitsverlauf deutlich minimiert. Auch bei Sodbrennen und Blähungen ist das Naturheilmittel eine gute Wahl. Doch eines ist klar: Es macht keinen Sinn, Heilerde quasi vorsorglich einzunehmen, denn das kann zu einer Verstopfung führen. Das Produkt ist ein Akutmittel und soll deshalb nur bei Bedarf bzw. bei Beschwerden zum Einsatz kommen. Wer zusätzlich vom Arzt Medikamente gegen seine Erkrankung verschrieben bekommt, sollte im übrigen darauf achten, dass das Naturprodukt im zeitlichen Abstand von bis zu zwei Stunden vor oder nach Einnahme der Arzneien erfolgt. Auch bei eingeschränkter Blasen- und Nierenfunktion sollte man die heilsame Erde nur mit Vorsicht einnehmen und besser vorher einen Arzt um Rat fragen.

    Wer offene Wunden hat, die schlecht heilen, sollte ebenfalls zu Heilerde greifen. Denn diese bindet Wundflüssigkeiten wie Eiter oder Blut. Dazu wird am besten das Produkt trocken auf die betroffene Stelle aufgetragen, diese wird automatisch desinfiziert und das Entzündungsrisiko deutlich gehemmt. Auch bei Problemen mit dem Zahnfleisch kann die heilsame Erde sehr gute Dienste leisten. Dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaft ist sie perfekt zur Wiederherstellung des gesunden Zustandes geeignet. Wer mag, kann sich mit dem trendigen Naturprodukt sogar eine Art Zahnpasta zusammenstellen. Dazu einfach

    • 40 Gramm Heilerde
    • 100 Milliliter Wasser
    • 100 Milliliter Salbeitee
    • ein paar Tropfen ätherische Öle

    mischen und wie gewohnt Zähne putzen. Dank der natürlichen Zahnpasta sind nicht nur saubere, sondern richtig schön gepflegte Beißerchen das Resultat.

    Heilerde unterliegt dem Lebensmittelrecht

    Immer wieder sehen sich Hersteller von Heilerde mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Schwermetalle in ihrem Produkt enthalten sein könnten. Doch Experten geben hier Entwarnung, denn es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung nach dem Lebensmittelrecht. Werden Grenzwerte überschritten, kommt die gesunde Erde gar nicht erst in den Verkauf.

    Wer das erste Mal das alternative Heilmittel trinkt, wird dies als ungewöhnlich empfinden. Denn es knirscht zwischen den Zähnen und kann sich irgendwie anfühlen, als ob man Sand konsumieren würde. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass man das Getränk zügig trinkt, denn sonst setzt sich zudem die Erde am Glasboden ab und man nimmt nur Schlamm zu sich.

    Dosierung ist einfach zu merken

    Egal aus welchen Gründen man Heilerde zu sich nimmt, die Dosierung ist einfach. Denn in ein halbes Glas Wasser rührt man einfach ein bis zwei Teelöffel ein. Wer es weniger erdig im Geschmack mag, der kann zum Mischen auch Tee verwenden. Klar ist aber, dass man das Getränk durchaus mehrmals am Tag trinken kann.

    Für alle, die sich eine Beautymaske mit Heilerde gönnen möchten, braucht es eine Mischung mit weniger Flüssigkeitsgehalt. Die breiige Konsistenz wird dann einfach auf die gereinigte Gesichtshaut und das Decollete aufgetragen und eine gewisse Zeit auf der Haut belassen, bis die Erde angetrocknet ist. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen und mit reichlich klarem Wasser nachspülen. Die Haut wirkt strahlend schön und rein, denn überschüssiger Talg und Fett ist restlos entfernt und der Schmutz durch die Heilerde perfekt aus den Porengelöst. Wem die Maske mit dem gesunden Lehm zu lange dauert, der kann auch ein Peeling mit Heilerde machen. Dadurch werden abgestorbene Hautschuppen komplett entfernt und das Hautbild ist klar und ebenmäßig schön.

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