Schlagwort: Das Gehirn

  • Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Biorhythmus – jeder hat seine innere Uhr

    Nicht nur die Natur hat ihren eigenen Rhythmus, auch Menschen folgen bestimmten Rhythmen und Zyklen. Da ist zum Beispiel der Tag-Nacht-Rhythmus, aber auch der Arbeits- und Ruherhythmus, der bei jedem Menschen individuell ist, jedoch immer einem bestimmten Schema folgt. Im Laufe der Evolution hat sich dieser Biorhythmus als lebenswichtig herausgestellt und auch heute noch brauchen Menschen eine innere Uhr, nach der sie leben können. Wissenschaftlich erforscht wird der Biorhythmus erst seit kurzer Zeit, aber schon jetzt liefert die Arbeit rund um die Chronobiologie wertvolle Hinweise, wie sehr wir Menschen von unserer inneren Uhr beeinflusst werden.

    Der Biorhythmus und die Energie

    Wie alle Lebewesen, so ist auch der Mensch vom Einfluss der Sonne abhängig. Der Wechsel zwischen Winter und Sommer bestimmt den Biorhythmus, und die lange Ruhezeit des Winters schraubt den Bedarf an Energie deutlich nach unten. Das sicherte den Menschen in früheren Zeiten das Überleben. Ähnlich wie viele Tiere, die in der kalten Jahreszeit einen Winterschlaf halten, reduziert auch der Mensch seine Energiereserven, wenn es kalt wird. Heute weiß man, dass jeder eine Art Taktgeber in sich hat, eine innere Uhr. Die reagiert zwar auf alle Einflüsse von außen, tickt aber von selbst weiter, wenn einer der wichtigsten Umwelteinflüsse, das natürliche Licht, praktisch ausgeschaltet wird. Gesteuert wird diese innere Uhr von einem bestimmten Prozess, der sich an der Ausschüttung des Hormons Melatonin orientiert.

    Was ist ein Biorhythmus?

    Die Körperfunktionen unterliegen ganz natürlichen Schwankungen, die wir als wiederkehrende Zyklen und Veränderungen im Organismus wahrnehmen. Diese Schwankungen und Veränderungen nennt man Biorhythmus. Ein wichtiger Biorhythmus ist der Schlaf- und Wachrhythmus, aber auch der sogenannte Aktivitätsrhythmus, der Rhythmus, in dem gegessen und getrunken wird, sowie der Rhythmus der Körpertemperatur bestimmen den Alltag. Bei den Frauen kommt noch der weibliche Rhythmus dazu, aber auch der Herzschlag und die Erneuerung der Blutkörperchen unterliegen bei jedem Menschen einem anderen Biorhythmus. Menschen leben nicht einfach nur nach einem Rhythmus, der 24 Stunden dauert, sie leben nach ihrer inneren Uhr, dem zirkadianischen Rhythmus, der bei einem in kurze und bei anderen in lange Zyklen eingeteilt ist.

    Wenn der Biorhythmus aus dem Takt kommt

    Die biologische Uhr ist für die Gesundheit von großer Bedeutung. Sie meldet dem Körper zum Beispiel, wann es Zeit ist aktiv zu werden und sie zeigt auch an, wann mal wieder eine Ruhepause eingelegt werden sollte. Die innere Uhr steuert zudem auch die Funktionen des Körpers, wie die Körpertemperatur, den Blutdruck, denn Hormonhaushalt und das Steuerzentrum des Körpers, das Gehirn.

    Was passiert aber, wenn diese innere Uhr aus dem Takt kommt und nicht mehr so rund läuft? Was Menschen vor 1000 Jahren noch gut in den Griff bekamen, ist in der heutigen Zeit zu einer echten Herausforderung geworden. Schichtarbeit bringt den Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander, lange Abende in der Disco oder auch Langstreckenflüge mit Zeitumstellung bringen die innere Uhr aus ihrem gewohnten Rhythmus, selbst der Wechsel der Jahreszeiten kann dem Biorhythmus zu schaffen machen. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass Menschen, die im Schichtdienst, also in einem ständigen Wechsel am Tag und in der Nacht arbeiten, für Krankheiten anfälliger sind als diejenigen, die einen normalen Tag-Nacht-Rhythmus haben. Schichtarbeiter leiden außerdem häufig unter Schlafstörungen und sie neigen mehr zu Depressionen.

    Den eigenen Biorhythmus finden

    Wie unterschiedlich der Biorhythmus sein kann, das zeigt sich schon am Schlafrhythmus. Die einen sind Lerchen, also echte Frühaufsteher, die anderen sind Eulen, die nachts erst richtig munter werden. Während der Frühaufsteher am Morgen und am Vormittag seine beste Zeit hat, ist der Nachtmensch ein ausgeprägter Morgenmuffel, der erst später zur Bestform aufläuft. Man sollte immer seiner inneren Uhr folgen, denn dann lebt man nicht nur gesünder, sondern auch deutlich entspannter.

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  • Wie gefährlich ist eine Verletzung am Trommelfell?

    Wie gefährlich ist eine Verletzung am Trommelfell?

    Eine Verletzung am Trommelfell kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine heftige Ohrfeige kann das empfindliche Trommelfell ebenso verletzten wie auch ein lauter Knall und eine Druckschwankung, sogar ein Wattestäbchen kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Verletzung am Trommelfell kommt. Taucher kennen das Problem, aber auch wer viel fliegt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einer Verletzung am Trommelfell kommt. Meist ist es ein Riss oder eine Ruptur, die das Trommelfell im Ohr beschädigen, zu den schweren Verletzungen gehört aber auch ein Loch, eine sogenannte Perforation des Trommelfells.

    Welche Aufgabe hat das Trommelfell?

    Das Trommelfell hat im Hörprozess eine Schlüsselfunktion, denn immer dann, wenn Schallwellen durch den Gehörgang zum Trommelfell gelangen, dann fängt die dünn straff gespannte Membran, die die Grenze zwischen dem Mittel- und dem Außenohr darstellt, an zu schwingen. Diese Schwingungen lösen elektrische Impulse aus, die dann über die drei Gehörknöchelchen Amboss, Hammer und Steigbügel an den Hörnerv und schließlich an das Gehirn weitergegeben werden.

    Was kann eine Verletzung am Trommelfell verursachen?

    Wer sich die Ohren mit einem Wattestäbchen reinigt, der riskiert dabei eine Verletzung am Trommelfell und auch wenn bei einem Autounfall der Airbag ausgelöst wird, dann kann das Trommelfell geschädigt werden. Eine direkte Gewalteinwirkung, wie eben eine Ohrfeige, kann für einen Riss oder sogar für ein Loch im Trommelfell sorgen. Eine Verletzung am Trommelfell kann jedoch auch indirekt ausgelöst werden, zum Beispiel, wenn das Trommelfell starkem Druck ausgesetzt wird. Hinter dem Trommelfell im Mittelohr ist ein Hohlraum, der mit Luft gefüllt ist, die sogenannte Paukenhöhle und wenn in diesem Bereich der Luftdruck ansteigt oder auch plötzlich fällt, dann kann es passieren, dass die dünne Membran, also das Trommelfell, zu Schaden kommt. Taucher, die entweder zu schnell und zu tief tauchen oder nach einem Tauchgang zu schnell wieder an die Wasseroberfläche kommen, müssen damit rechnen, dass der Druck im Mittelohr zu groß wird, und dass in der Folge das Trommelfell beschädigt wird.

    Wie macht sich eine Trommelfellverletzung bemerkbar?

    In den meisten Fällen wird eine akute Verletzung am Trommelfell von einem kurzen, aber heftigen stechenden Schmerz begleitet, eine Trommelfellverletzung kann sich aber auch durch Blut im Gehörgang und ein vermindertes Hörvermögen bemerkbar machen. Nicht selten sind auch ein leichtes Schwindelgefühl oder Übelkeit ein Zeichen dafür, dass das Trommelfell verletzt wurde. Diese Symptome deuten immer darauf hin, dass das Innenohr verletzt wurde, und wenn Schwindel und Übelkeit anhalten, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Im schlimmsten Fall kann eine Verletzung am Trommelfell eine Gesichtslähmung auslösen, zu einer dauerhaften Schädigung des Gehirns und auch zu Taubheit führen. Handelt es sich um eine sehr ausgedehnte Verletzung am Trommelfell, dann ist auch eine schmerzhafte Mittelohrentzündung möglich.

    Wie wird eine Trommelfellverletzung behandelt?

    Der HNO-Arzt stellt eine Verletzung am Trommelfell durch einen Ohrenspiegel, ein sogenanntes Otoskop fest und kann mit einem speziellen Ohrmikroskop sehen, wie stark das Trommelfell verletzt ist. Durch eine Hörprüfung wird dann festgestellt, inwiefern das Hörvermögen des Patienten gelitten hat und ob es zu einer Schädigung des Gehörknöchelchens gekommen ist. Behandelt werden muss eine Verletzung am Trommelfell nur selten, denn die dünne Membran hat ein ganz erstaunliches Selbstheilungsvermögen. Kleine Risse heilen schnell von selbst wieder zu, wenn es sich aber um ausgedehnte Perforationen handelt, dann wird das Trommelfell mit einer Folie geschient, damit die beiden Enden wieder zusammenwachsen können. Wenn auch diese Maßnahme nicht hilft, dann bleibt nur noch die Myringoplastik, ein Verfahren, bei dem das Trommelfell mit körpereigenem Gewebe rekonstruiert wird.

    Wer schon einmal eine Verletzung am Trommelfell hatte, der lebt mit der Gefahr, dass es wieder zu einer Schädigung kommen kann, denn wenn das Trommelfell einmal verletzt wurde, dann bleibt es instabil.

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  • Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    SSW Entwicklung des Kindes und der Mutter
    1. SSW In der 1 SSW ist die Frau noch nicht schwanger. In dieser Zeit beginnt der weibliche Zyklus wie in jedem Monat: Die unbefruchtete Eizelle wird abgestoßen und die erneute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft beginnt. In der 1. Schwangerschaftswoche bildet der Körper eine dicke Gebärmutterschleimhaut, die gut durchblutet wird. Diese Umgebung stellt den perfekten Sitz für eine befruchtete Eizelle dar. Während der 1 SSW weist die Frau noch keine typischen Schwangerschaftssymptome auf. Wer gezielt schwanger werden kann, kann die ersten Schwangerschaftswochen, in denen es noch nicht zur Befruchtung kam, dazu nutzen, um sich gezielt auf die Schwangerschaft vorzubereiten. Eine effektive Vorbereitung umfasst folgende Punkte:
     
    ·         Gesunde Ernährung
    ·         Vermeiden von Stress
    ·         Viel Schlaf
    ·         Verzicht auf Alkohol und Nikotin
    2. SSW Auch die 2 SSW steht ganz im Zeichen der Schwangerschafts-Vorbereitung. Auch in diesem Zeitraum fand noch keine Befruchtung der weiblichen Eizelle statt, weswegen noch nicht die Rede von einer Schwangerschaft im eigentlichen Sinne sein kann. Der weibliche Organismus ist in dieser Zeit noch immer damit beschäftigt, die Schleimhaut der Gebärmutter aufzubauen.
    3. SSW Das Ende der 2 SSW und der Beginn der 3 SSW sind perfekte Zeitpunkte zur Zeugung eines Kindes. In dieser Zeit befinden sich die fruchtbaren Tage der Frau, in denen eine Zeugung möglich ist. Konnte ein Spermium die Eizelle befruchten, wandert diese von den Eierstöcken in die Gebärmutter, wo sie sich schließlich in der zuvor gebildeten Schleimhaut einnistet. Bis zum Ende der 3. Schwangerschaftswoche bildet sich der Embryo (so wird das ungeborene Kind in den nächsten Schwangerschaftswochen genannt) und die Plazenta, die für die Versorgung des neuen Lebens verantwortlich ist.

    Die meisten Frauen merken in dieser Zeit noch nicht, dass sie schwanger sind – und das, obwohl der Körper bereits auf Hochtouren arbeitet und viele Veränderungen durchmacht. Wenige werdende Mütter spüren in der 3 SSW ein Spannen oder Ziehen in den Brüsten, nehmen dies jedoch häufig nicht als Anzeichen für eine Schwangerschaft wahr.

    4. SSW Während dieser SSW entschlüpft der Embryo der Eizelle und nistet sich in der Gebärmutter ein. In der gleichen Zeit bilden sich die Plazenta, der Dottersack und die Fruchtwasserhöhle vollkommen aus. Der Embryo wird also hervorragend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

    Diese Phase der Schwangerschaftswochen ist eine ganz entscheidende. Hat der Organismus zuvor keine ausreichend dicke Schleimhaut gebildet, kann sich der Embryo dort nicht festsetzen. Er wird dann während der nächsten Periode unbemerkt ausgeschieden.

    Kommt es jedoch zu einer Einnistung, spüren viele Frauen ab der 4 SSW, dass sie schwanger sind. Typische Anzeichen in dieser Zeit sind:
     
    ·         Einnistungsblutung
    ·         Übelkeit
    ·         Stimmungsschwankungen
    ·         Müdigkeit
    ·         Wachstum der Brüste

    5. SSW Während die vorhergehenden Schwangerschaftswochen eine Art Vorbereitung waren, beginnt die tatsächliche Schwangerschaft in der 5 SSW. Der Embryo, der sich erfolgreich in der Gebärmutter eingenistet hat, entwickelt sich nun schnell. In der 5. SSW ist der Embryo etwa so groß wie ein Mohnkorn und entwickelt bereits die ersten Gesichtszüge. Außerdem hat er bereits einen Herzschlag. Dieser kann durch Ultraschall-Untersuchungen ermittelt werden. Der Herzschlag des Embryos ist etwa doppelt so schnell wie der der Mutter.

    Die Frau spürt in dieser SSW ein vermehrtes Spannen der Brüste. Außerdem wird die Schwangerschaft hier meist festgestellt, da die Periode ausbleibt.

    6. SSW Der Embryo wächst schnell und ist jetzt schon so groß wie eine Linse.

    Viele Frauen leiden ab der 6 S SSW unter starken Stimmungsschwankungen. Während sie sich in der einen Minute über die Schwangerschaft freuen, sind sie in der anderen von Ängsten geplagt. Grund hierfür sind die hormonellen Veränderungen im Körper. Vielen Frauen hilft es in dieser und den kommenden Schwangerschaftswochen, wenn sie mit dem Embryo sprechen und sich auf diese Weise an den Gedanken, schwanger zu sein, gewöhnen.

    7. SSW Die 7 SSW ist der Beginn der Beweglichkeit des Embryos. Die Bewegungen sind zunächst noch unkontrolliert und nicht spürbar. Dennoch können sie mithilfe des Ultraschalls genau beobachtet werden. Für viele Eltern ist dies ein Moment, in dem sie zum ersten Mal bewusst wahrnehmen, dass Leben in der Gebärmutter der Frau heranwächst. Der heranwachsende Säugling ist nun so groß wie eine Bohne und besitzt bereits einen Kopf und Gliedmaßen. Der Ultraschall zeigt außerdem Augen, Mund und Nase.

    In der 7 SSW gehen die meisten Frauen zur ersten Vorsorgeuntersuchung. Bei dieser erhalten sie auch ihren Mutterpass.

    8. SSW In der 8 SSW entwickelt sich der Embryo zum Fötus. Dieser ist nun 1,5 cm groß und sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter immer weiter ausbreitet. Für viele Frauen bedeutet dies, dass sie deutlich öfter Harndrang verspüren, da die Gebärmutter auf die Blase drückt. Auch die Brüste wachsen in dieser Zeit merklich.
    9. SSW Die Schwangerschaftswoche 9 ist für viele Eltern besonders spannend, da nun auch ermittelt werden kann, ob vielleicht Zwillinge unterwegs sind. Der Fötus ist nun so groß wie eine Erdbeere. Er verliert den Schwanzteil und entwickelt mehr und mehr menschliche Züge. So sind ab der 9 SSW auch Finger und Zehen erkennbar.

    Werdende Mütter spüren in dieser SSW deutlich, dass sie schwanger sind. Die Brüste werden immer empfindlicher und schwerer, da die Milchproduktion bereits beginnt. Außerdem sind viele Frauen in dieser Zeit empfindlich gegen Gerüche und andere äußerliche Faktoren und entwickeln die typischen Heißhunger-Attacken.

    10. SSW Eine Schwangerschaft bedeutet für werdende Mütter nicht nur Beeinträchtigungen. Ab der 10. SSW entwickeln viele Frauen ein sehr gesundes und gutes Aussehen. Die Haut strahlt und das Haar wirkt voller. Es ist keine Einbildung, dass schwangere Frauen ein natürliches Strahlen entwickeln, das auch ihren Mitmenschen nicht verborgen bleibt.

    Der Fötus entwickelt sich in der 10 SSW selbstverständlich auch immer weiter. Er beginnt nun damit, sich gezielt zu bewegen.

    11. SSW In der 11 SSW können die meisten Eltern das erste Ultraschallbild ihres Kindes in den Händen halten. Viele nutzen diesen Zeitpunkt, um die Schwangerschaft öffentlich zu machen.

    Das Kind ist nun ca. 3 cm groß und beginnt damit, wichtige Organe wie das Gehirn auszubilden.

    12. SSW Die 12 SSW wird häufig auch als eine „magische Grenze“ bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt schwindet die Gefahr einer Fehlgeburt erheblich. Andererseits sollten werdende Mütter ab jetzt auch unbedingt auf Alkohol und Nikotin verzichten.
    13. SSW Während die ersten Schwangerschaftswochen für viele Mütter eher schwierig waren, beginnt nun das sogenannte Wohlfühltrimester. Die Frau fühlt sich merklich wohler, da sich der Körper nun vollständig auf die Schwangerschaft eingestellt hat.

    Der Fötus ist nun ca. 6 cm groß. Trotz des schnellen Wachstums verändert sich der Kopf nun nur noch sehr langsam. Das führt dazu, dass sich die Proportionen von Kopf und Körper nach und nach angleichen.

    14. SSW Ab jetzt können Frauen nur noch selten eine Schwangerschaft verheimlichen. Der Babybauch wächst nun unaufhaltsam. Das ist auch gut so, denn das ungeborene Kind braucht nun immer mehr Platz in der Gebärmutter. Wenn der Fötus nun bei der Ultraschall-Untersuchung günstig liegt, kann das Geschlecht bestimmt werden.
    15. SSW In dieser SSW spüren viele werdende Mütter zum ersten Mal die Bewegung ihres Kindes. Dieser Moment ist sehr wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind und bleibt daher meist in guter Erinnerung. Väter und andere Personen können die Bewegungen des Kindes allerdings noch nicht durch Handauflegen spüren.

    Eine weitere gute Nachricht in der 15 SSW ist, dass die Entwicklung des Herzens nun vollständig abgeschlossen ist.

    16. SSW Nun kann das Geschlecht des Kindes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden.

    Frauen fällt es ab dieser Zeit zunehmend schwerer, sich frei zu bewegen. Die Gewichtszunahme macht sich nämlich nun mehr und mehr bemerkbar.

    17. SSW Die 17. SSW zeichnet sich vor allem durch das Wohlbefinden der Mutter aus. Deren Körper hat sich nun voll und ganz an die Schwangerschaft gewöhnt und reagiert auch nicht mehr mit morgendlicher Übelkeit.

    Das Kind im Bauch wächst unaufhörlich und hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Dieser kann ab dieser SSW auch von anderen Personen gespürt werden.

    18. SSW Der Fötus hat nun ein sehr entspanntes Leben im Bauch der Mutter. Der Platz ist noch ausreichend, sodass er sich gut bewegen kann. Die übrige Zeit verbringt er mit Schlafen und Essen. Das ungeborene Kind wiegt nun rund 200 Gramm und ist 12 bis 14 cm groß. In der 18 SSW entwickeln sich die Brustwarzen des Kindes.
    19. SSW Der gesamte Körper des Fötus ist nun von einem weichen, flaumartigen Haar bedeckt. Außerdem entwickelt er nun verschiedene Hirnleistungen und reagiert zunehmend auf Geräusche und Licht.
    20. SSW Der Fötus ist nun schon größer als 20 cm und wächst unaufhaltsam weiter.

    Das bedeutet insbesondere für die werdende Mutter eine Umstellung des bisherigen Lebens. Der wachsende Bauch und die rasche Gewichtszunahme führen dazu, dass die Bewegungsabläufe der Frau stark beeinträchtigt werden.

    21. SSW Auch wenn viele Frauen bereits in den vorhergehenden Schwangerschaftswochen gelitten haben, wird der ständige Harndrang nun noch stärker. Das liegt daran, dass der Fötus permanent auf die Blase der Mutter drückt. Wichtig ist, dass Frauen nun nicht beginnen, weniger zu trinken, um seltener auf Toilette gehen zu müssen. Es ist wichtig, dass die Flüssigkeitszufuhr nach wie vor gewährleistet wird.
    22. SSW Der Bauch der Mutter wächst nun weiter. Wie beim Trinken gilt auch beim Essen: Bloß nicht einschränken. Es ist normal, dass Frauen während einer Schwangerschaft zunehmen – und zwar nicht nur am Bauch. Die Bildung von Fett ist ganz natürlich und dient der Gesundheit des Kindes. Frauen sollten aus diesem Grund keinesfalls eine Diät während der Schwangerschaftswochen machen.
    23. SSW Das Baby ist nun 30 cm groß und wiegt rund 600 Gramm. Außerdem ist es von Kopf bis Fuß mit der schützenden Käseschmiere bedeckt. Dieses Sekret wird von den Talgdrüsen des Kindes gebildet. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Geburt, da das Baby durch die Käseschmiere besser durch den Geburtskanal rutschen kann.
    24. SSW In dieser SSW steigt die Gefahr der Schwangerschaftsdiabetes. Vor allem übergewichtige Frauen sind hiervon betroffen und sollten sich unbedingt umfangreich untersuchen lassen. Schwangerschaftsdiabetes ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind gefährlich.
    25. SSW Nachdem sich die werdende Mutter in den letzten Schwangerschaftswochen sehr wohl gefühlt hat, können ab der 25 SSW wieder vermehrt Stimmungsschwankungen auftreten. Diese sind normal und nicht besorgniserregend, sollten jedoch nicht ignoriert werden. Es ist wichtig, dass die Mutter über ihre Gefühle und Ängste spricht, anstatt diese zu verbergen. Häufig hilft dies auch, um den Vater mehr in den Prozess der Schwangerschaft einzubinden.
    26. SSW In der 26 SSW steht die Fruchtwasseruntersuchung an. Diese ist besonders wichtig, um sicherzustellen, ob sich das Kind richtig entwickelt. Bei der Fruchtwasseruntersuchung kann folgendes festgestellt werden:
     
    ·         Ist das Kind von Erbkrankheiten betroffen?
    ·         Leidet das Kind am Down-Syndrom?
    27. SSW In dieser SSW passiert das Kind die 1 kg-Grenze. Es entwickelt sich also prächtig. Werdende Mütter leiden in dieser Zeit häufig unter Wassereinlagerungen. Diese beeinträchtigen die Bewegungen zusätzlich und sorgen dafür, dass jeder Schritt schwerfällt. Das zunehmende  Gewicht hindert viele Frauen außerdem daran, ruhig und durchgehend zu schlafen.
    28. SSW Das Baby nimmt in dieser Zeit immer mehr Licht-Signale wahr. Das liegt unter anderem auch daran, dass es nun die Augen gezielt öffnen und schließen kann. Außerdem entwickelt das Kind nun einen regelmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus – der nicht selten genau entgegengesetzt dem der Mutter ist.
    29. SSW In der 29 SSW beginnt gewissermaßen der Endspurt der Schwangerschaft. Das Kind ist nun weitestgehend entwickelt und muss nur noch an Gewicht und Größe zulegen. Für viele Mütter bedeutet dies, dass sie nun immer öfter an ihre körperliche und nervliche Grenze geraten. Vielen hilft es, in dieser Zeit spezielle Sportangebote für Schwangere in Anspruch zu nehmen.
    30. SSW Der Fötus ist nun rund 40 cm groß und wiegt etwa 1400 Gramm. Da der Platz im Bauch allmählich enger wird, nimmt er die typische Fötus-Stellung ein, sprich: Die Knie werden angezogen und die Arme vor der Brust überkreuzt.

    Außerdem ist das Ungeborene nun sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse. So kann es beispielsweise auch Schmerzen empfinden.

    31. SSW In der 31. SSW beginnt der gesetzliche Mutterschutz. Die Frau muss nun nicht mehr arbeiten gehen und kann sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren sowie auf die anstehende Geburt vorbereiten.
    32. SSW Da der Platz im Bauch immer enger für das Kind wird, kann es sich nun auch nicht mehr wie zuvor bewegen. Für die Mutter bedeutet dies, dass sie das Kind seltener spürt. Doch keine Angst – das bedeutet nicht, dass sich der Fötus nicht ausgiebig auf die Geburt und das Leben vorbereitet. In der 32 SSW übt es beispielsweise, den Kopf zu drehen. Außerdem entwickelt sich in dieser Zeit das Immunsystem des Kindes.

     

    33. SSW Das Kind wächst weiter und ist nun schon überlebensfähig. Die Mutter sollte sich langsam auf die Geburt vorbereiten und beispielsweise  die Tasche für das Krankenhaus packen. In dieser Zeit besuchen viele Eltern auch den Kreißsaal, in dem das Kind auf die Welt kommen soll.
    34. SSW Fast alle Knochen des Kindes sind nun vollständig ausgebildet und hart. Die Ausnahme bildet der Schädel des Kindes, der aus mehreren Platten besteht, die nicht miteinander verbunden sind. Das ist wichtig, damit das Kind während der Geburt durch den Geburtskanal passt. Auch nach der Entbindung dauert es noch eine Weile, bis der Schädel geschlossen und hart ist.
    35. SSW Ab jetzt gilt höchste Alarmbereitschaft. Auch wenn eine Frühgeburt ab der 35. SSW keine großen Risiken mit sich bringt, sollte sie dennoch vermieden werden. Für die werdende Mutter bedeutet dies: Stress vermeiden und viele Ruhe-Phasen einlegen. Außerdem sollten die werdenden Eltern diese letzten Wochen zu zweit intensiv nutzen.
    36. SSW Der Fötus ist nun rund 50 cm groß und wiegt knapp 3 kg. Außerdem bereitet sich das Kind nun langsam seinerseits auf die Geburt vor – es wandert langsam mit dem Kopf voran in Richtung des Geburtskanals. Wenn das Kind mit den Beinen nach unten liegt, besteht die Gefahr einer Steißgeburt. Hier ist ein Kaiserschnitt oft unvermeidbar. Dennoch sollte man in der 36. SSW noch nicht in Panik verfallen. Noch hat das Kind Zeit, um sich zu drehen.
    37. SSW Die Geburt steht unmittelbar bevor. Es kann jeden Tag soweit sein.
    38. SSW Viele werdende Mütter besuchen unmittelbar vor der Entbindung spezielle Geburtsvorbereitungskurse. Diese helfen dabei, sich auf die Entbindung vorzubereiten.
    39. SSW Schlaf wird nun langsam zur Mangelware. Das Gewicht des Kindes und des Körpers hindert viele Frauen daran, ruhig zu schlafen. Außerdem steigt nun die Aufregung immer mehr.
    40. SSW Mediziner sprechen von einer Termingeburt, wenn das Kind innerhalb von drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt. In der letzten SSW ist die regelmäßige Kontrolle durch den Frauenarzt unerlässlich. Viele Frauen werden in dieser Zeit auch schon vorsorglich ins Krankenhaus eingewiesen.

    Bild: © Depositphotos.com / mathom

  • Schützt Nervennahrung wirklich vor Stress?

    Schützt Nervennahrung wirklich vor Stress?

    Sahne, Zucker und Butter sind das beste Nervenfutter, sagt der Volksmund, aber stimmt das tatsächlich oder gehören solche Weisheiten eher in das Reich der Mythen? Gibt es Nahrungsmittel, die den Kopf auf Trab bringen und die uns besser denken lassen? Ist eine Tafel Schokolade wirklich Balsam für die Nerven? Viele Fragen, die nach einer Antwort verlangen, ob und wie Nervennahrung in stressigen Lebenslagen helfen kann.

    Fisch – ein wahrer Alleskönner

    Fisch ist eine hervorragende Nervennahrung, denn Fisch enthält viel Eiweiß und vor allem die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Wer viel Fisch isst, der behält lange ein gutes Gedächtnis und stärkt sein Immunsystem. Zudem ist Fisch gut für Herz und Kreislauf, und auch für die Stimmung kann frischer Fisch Wunder bewirken, und Depressionen sind kein Thema mehr.

    Nervennahrung – Gemüse hält den Kopf fit

    Gemüse ist bekanntlich gesund, aber wer drei Portionen Gemüse wie Spinat, Mangold oder auch Salat zu sich nimmt, der kann seine Gedächtnisleistung um 40 % erhöhen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie mit 3000 älteren Probanden am Rush University Media Center in Chicago.

    Erdbeeren und Blaubeeren – perfekt gegen Alzheimer

    Erdbeeren und Blaubeeren gehören ebenfalls zur Nervennahrung und das völlig zu Recht. Erdbeeren sind reich an Fistein, einem effektiven Antioxidans, das die Nervenzellen vor dem Absterben bewahrt. Erdbeeren haben außerdem viel Jod, das die Bildung von Schilddrüsenhormonen anregt. Auch Blaubeeren sind ideal für alle, die viel Nervennahrung brauchen, denn die blauen Beeren schützen das Gehirn vor Alterung, sie sind gut für die Feinmotorik und sie steigern die Leistungsfähigkeit.

    Walnüsse und Kürbiskerne – klein, aber wirksam

    Bei vielen Menschen sinkt am Nachmittag die Leistungskurve steil nach unten. Um wieder fit zu werden, hilft es ein paar Walnüsse oder Kürbiskerne zu knabbern. Walnüsse haben viel B-Lecithin, Cholin, Magnesium und auch Omega-3-Fettsäuren. Allerdings haben Nüsse auch viel Fett, und wer auf seine Figur achtet, der sollte nicht mehr als eine Handvoll am Tag essen. Kürbiskerne enthalten vor allem viel Zink, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Die kleinen Kerne steigern das Kurzzeitgedächtnis und wer unter Stress steht und sich konzentrieren muss, der sollte Kürbiskerne als Nervennahrung naschen.

    Olivenöl und Kakao – lecker und wirksam

    Wirklich gutes Olivenöl sollte als Nervennahrung immer in den Speiseplan eingebaut werden, denn auch Olivenöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, wirkt gegen Depressionen, unterstützt die Nerven und hilft dabei, die Zellmembranen wieder aufzubauen. Auch Schokolade ist Nervennahrung pur, aber noch besser ist Kakao. Echter Kakao enthält Flavonoide, die bei der Durchblutung der Zellen im Gehirn behilflich sind. Kakao wie auch Schokolade kurbeln das Glücksgefühl an, sie spenden mentale Kraft und sie wirken ebenfalls Depressionen entgegen. Besonders wirksam ist dunkle bittere Schokolade, weiße Schokolade und Vollmilch schmecken zwar lecker, aber sie machen dick. Wer Kakao als Nervennahrung einsetzen möchte, der sollte deshalb echten Bio-Kakao kaufen.

    Bild: © Depositphotos.com / nanaplus

  • Sind Sehstörungen ein Zeichen für Multiple Sklerose?

    Sind Sehstörungen ein Zeichen für Multiple Sklerose?

    Viele Menschen haben schon einmal Sehstörungen gehabt und sich wahrscheinlich gedacht, dass sie ihre Augen einfach nur überanstrengt haben. Wenn die Augen schmerzen, dann kann das ein Zeichen sein, den Augen eine kleine Pause zu gönnen. Wer aber öfter unter Augenschmerzen oder unter Sehstörungen leidet, der sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, denn es kann sein, dass die Nervenkrankheit Multiple Sklerose die Ursache für die Probleme ist.

    Welche Warnzeichen gibt es bei Multiple Sklerose?

    Tatsächlich können Augen schmerzen, wenn sie überanstrengt werden und es kann auch zu vorübergehenden Sehstörungen kommen. Wenn sich aber plötzlich die Farben verändern, wenn sie blasser wirken oder wenn man auf einmal dunkler sieht, dann kann das ein erstes Zeichen für Multiple Sklerose sein. Ein Alarmsignal ist auch, wenn die Augen bei Bewegungen schmerzen, denn auch dann steckt im schlimmsten Fall eine Multiple Sklerose dahinter. Die unheilbare Nervenkrankheit beginnt nämlich mit einer Entzündung des Sehnervs, der das Auge auf direktem Weg mit dem Gehirn verbindet.

    Wie kann der Arzt die Krankheit erkennen?

    Wenn ein Patient mit fortdauernden Sehstörungen oder schmerzenden Augen zum Arzt geht, dann wird dieser als Erstes mit einer Lampe ins Auge leuchten, um festzustellen, ob die Pupille langsam oder schnell reagiert. Schmerzt das Auge, dann reagiert die Pupille auffallend langsam. In der Regel wird der Arzt dann eine Kernspintomografie anordnen, denn es dann besteht der Verdacht, dass es sich tatsächlich um Multiple Sklerose handelt. Sollten im Laufe der Zeit noch andere Entzündungsherde im Gehirn auftreten oder wenn es zu verdächtigen neurologischen Symptomen kommt, dann besteht an der Diagnose Multiple Sklerose kaum noch ein Zweifel.

    Die Krankheit der jungen Erwachsenen

    MS, wie die Multiple Sklerose abgekürzt wird, ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, das vor allem junge Menschen betrifft. Im Verlauf der Krankheit werden die schützenden Hüllen zerstört, die die Nerven umgeben, und der Verlauf der MS ist immer chronisch. Über die Ursachen der Multiplen Sklerose wurde lange gerätselt, heute gehen Ärzte davon aus, dass die Ursachen der Krankheit in einer Störung des Autoimmunsystems zu finden sind. Die Abwehr- und Entzündungszellen des Körpers greifen die körpereigene Struktur an und das führt dann zum Abbau der Schutzhüllen, die die Nerven umgeben. Die Fasern der Nerven werden so dauerhaft geschädigt und in der Folge werden Nervenreize schlechter oder überhaupt nicht mehr an das Gehirn weitergeleitet. Was aber genau diesen Prozess in Gang setzt, das ist bis heute ein Rätsel. Die Symptome der Krankheit sind sehr unterschiedlich und das ist der Grund, warum Multiple Sklerose auch die Krankheit der vielen Gesichter genannt wird. Viele Betroffene verspüren Lähmungserscheinungen und eine erhöhte Spannung in den Muskeln, andere haben plötzlich Gefühlsstörungen in den Extremitäten, und auch Muskelschwäche und plötzliche Sehstörungen können ein Anzeichen für eine Multiple Sklerose sein.

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  • Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz – mehr als nur ein Mythos

    Schwangerschaftsdemenz klingt auf den ersten Blick schlimmer als es eigentlich ist, trotzdem ranken sich um die Schwangerschaftsdemenz viele Mythen. Viele Frauen sind von diesem Phänomen in den ersten Wochen und Monaten der Schwangerschaft betroffen, und es ist nicht immer einfach, damit umzugehen, wenn plötzlich die richtigen Worte fehlen und Vergesslichkeit zum Alltag gehört. Schwangerschaftsdemenz heißt, in den Supermarkt zu gehen und dann nicht mehr zu wissen, was man eigentlich kaufen wollte, aber Schwangerschaftsdemenz heißt auch, nicht mehr in die eigene Wohnung zu können, weil man vergessen hat, wo der Schlüssel ist.

    Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsdemenz?

    Während einer Schwangerschaft spielen die Hormone bekanntlich ein bisschen verrückt und in der Zusammenstellung der Hormone sind auch die Ursachen für eine Schwangerschaftsdemenz zu finden. In früheren Zeiten war eine Schwangerschaftsdemenz ein sicheres Zeichen dafür, dass die Frau ein kleines Mädchen erwartet, denn Mädchen machen vergesslich. Jetzt haben Studien bewiesen, dass an dieser Aussage tatsächlich etwas dran ist, denn bei Frauen, die ein Mädchen erwarten, sind die Symptome der Schwangerschaftsdemenz deutlich stärker ausgeprägt wie bei den Frauen, die mit einem Sohn schwanger sind. Kanadische Forscher haben herausgefunden, dass es einen Zusammenhang mit den unterschiedlichen Botenstoffen gibt, die ungeborene Kinder aussenden, und diese Botenstoffe beeinflussen unter anderem auch das Gedächtnis. In Versuchen wurde festgestellt, dass Frauen, die einen Sohn erwarten, eine bessere Gedächtnisleistung als diejenigen haben, die eine Tochter erwarten.

    Unangenehm und oft peinlich

    Frauen, die unter einer Schwangerschaftsdemenz leiden, stoßen im alltäglichen Leben oft an ihre Grenzen. So ist es zum Beispiel peinlich, wenn die beste Freundin aus dem Restaurant anruft und der Schwangeren dann erst einfällt, dass sie dort schon vor einer Stunde verabredet war. Auch Termine beim Arzt werden einfach vergessen, ebenso Besuche bei den Schwiegereltern oder ein Treffen mit Freunden im Café. Mit einer echten Demenz, wie sie im Alter auftritt, hat eine Schwangerschaftsdemenz allerdings nichts zu tun, denn eine Schwangerschaftsdemenz ist nur vorübergehend und in den allermeisten Fällen schon wenige Wochen nach der Geburt des Kindes wieder verschwunden und kommt auch nicht wieder.

    Tipps gegen die Schwangerschaftsdemenz

    Frauen, die unter Schwangerschaftsdemenz leiden, fühlen sich oftmals verunsichert, wie sie mit der veränderten Situation umgehen sollen. Viele wollen einfach nicht akzeptieren, dass sie unter Vergesslichkeit leiden und fürchten, als „blöd“ abgestempelt zu werden. Ein Mittel gegen Schwangerschaftsdemenz gibt es nicht und es ist auch nicht notwendig, denn es gibt einige sehr effektive Tricks, wie man mit der Schwangerschaftsdemenz umgehen kann. Zu diesen Tipps und Tricks gehören unter anderem:

    • Wichtige Termine aufschreiben und die Liste gut sichtbar, zum Beispiel an den Kühlschrank oder an den Badezimmerspiegel kleben
    • Die Memory-Funktion des Smartphones nutzen und sich einfach automatisch an wichtige Dinge erinnern lassen
    • Nicht zu viele Termine auf einmal machen. Besser ist es, alle Termine auf die ganze Woche zu verteilen

    Um mit der Schwangerschaftsdemenz zurechtzukommen, sollte sich die Schwangere viel Ruhe gönnen. Einfach mal hinlegen und ein Buch lesen oder Musik hören, ist sehr entspannend und macht den Kopf frei. Viel trinken kann auch hilfreich sein, zum Beispiel Mineralwasser und ungesüßten Tee, am Tag dürfen es ruhig anderthalb Liter sein. Eine ausgewogene Ernährung mildert nicht nur die Symptome einer Schwangerschaftsdemenz, sie hilft auch dabei, dass sich in der Schwangerschaft nicht allzu viele Kilos ansammeln. Ausgiebige Spaziergänge können ebenfalls dabei helfen, das Gehirn wieder in Schwung zu bringen, außerdem sind sie sehr gesund für Mutter und Kind. Frauen, die noch arbeiten, sollten immer mal wieder eine kleine Pause einlegen und versuchen zur Ruhe zu kommen, denn auch zu langes konzentriertes Arbeiten ist für eine Schwangerschaftsdemenz nicht gerade von Vorteil.

    Wen die Schwangerschaftsdemenz erwischt, der muss sich in Geduld üben und warten, bis das Baby geboren ist.

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