Schlagwort: Das Gehirn

  • Vorsätze erfüllen – die Strategie der kleinen Etappen

    Vorsätze erfüllen – die Strategie der kleinen Etappen

    Statistisch betrachtet hat jeder Mensch mindestens ein durch Eigenmotivation zu erreichendes Ziel im Leben. Er möchte schlanker, sportlicher und/oder gesünder werden. Warum aber fällt es fast allen Menschen so unglaublich schwer, diese gesetzten Ziele zu erreichen? Die Antwort, so Psychologen, ist denkbar einfach: weil sich der Mensch auf dem Weg zum Ziel sein ganzes Leben lang viel zu sehr damit gequält hat!

    Dieses nicht spezifisch zu bestimmende Kribbeln, das Sonnenschein im Menschen auslöst, kennt fast jeder. Aus psychologischer Sicht hat der Sommer ungefähr den gleichen Effekt wie die Silvesternacht mit ihrem schönen Feuerwerk: die Erkenntnis, das JETZT die Zeit ist, Dinge zu verändern und zu bewegen. Die Laufschuhe sollen wieder aus dem Schrank geholt werden, damit man bald loslaufen kann. Endlich die letzten überflüssigen Pfunde loswerden, die von der heiß ersehnten Bikini-Figur trennen oder auch das jetzt endlich umzusetzende Vorhaben, den längst zu bearbeitenden Stapel Unterlagen auf dem Schreibtisch abzuarbeiten. Blöderweise schmelzen die guten Vorsätze und Vorhaben noch schneller dahin als Speiseeis in der Julisonne. Es gibt Studien, die belegen, dass rund 2/3 all dieser Vorhaben bereits nach rund 2 Kalenderwochen wieder auf Eis gelegt werden. Bei Befragungen in diesem Zusammenhang hat man festgestellt, dass im Verlauf eines Kalenderjahres rund 90% der Befragten mit einem schlechten Gewissen im alten Trott festhängen.

    Das Gehirn geht altbekannte Wege

    Die meisten Veränderungswilligen, aber nicht wirklich Veränderungsfähigen Menschen stellen sich zwangsläufig irgendwann die Frage, ob vielleicht die eigene Bereitschaft, einen Neubeginn zu wagen, nicht groß genug ist. Man will schließlich klären woran es liegt, dass selbst die mit größter Euphorie gestarteten Projekte schon nach kurzer Zeit wieder unerledigt beiseitegelegt werden. Das Problem ist, dass unser Gehirn sich permanent mit alten Gewohnheiten aushelfen will, die sich unser ganzes Leben hinweg in unsere Hirnstruktur eingebrannt haben. Unser Selbstbild und unsere Erfahrungen im Allgemeinen haben dem Hirn beigebracht, wie man bestimmte Dinge, Probleme und Vorhaben angeht, um sie mit möglichst wenig Aufwand wieder loszuwerden. Sobald man als ernsthaft an eine Veränderung denkt, gibt das Hirn sofort Alarmsignale aus, die sich in einer inneren Gegenstimme manifestieren. Sie sagen einem, dass man das sowieso nicht schaffen wird und es dementsprechend gleich bleiben lassen kann.

     

    Die Hirnforschung kann sogar erklären, woran es liegt, dass unser Gehirn ständig unsere guten Absichten und Vorhaben sabotiert: Gewohnheiten lassen sich am besten mit ausgetreten Pfaden in unwegsamer Landschaft vergleichen. Man nutzt unterbewusst immer diese Pfade, weil sie ohne großen Widerstand in eine bestimmte Richtung verlaufen. Das Gleiche passiert auch im Gehirn – wir nutzen die bereits vorhandenen Pfade. Diese sind gemütlich und leicht zu nutzen – das Gehirn spart Energie und kann sich vor der lästigen und anstrengenden Planung drücken. Deshalb schaffen es übrigens auch die Wenigsten, im Hauruck-Verfahren sofort vom Stubenhocker zum Supersportler oder auch vom Fleischesser zum Veganer zu werden – das Gehirn verhindert solche extremen Veränderungen automatisch. Daraus ergibt sich die Annahme, dass man das Gehirn, welches sehr an den vorhandenen „Traditionen“ hängt, durch starken Willen und einer großen Portion Ehrgeiz umpolen können muss. Immerhin kennt fast jeder einen ehemaligen Raucher, der von heute auf morgen damit aufgehört hat.

    Auch die Willenskraft kann einen Muskelkater bekommen

    Die Erkenntnis, dass solche rigorosen und extremen Veränderungen nur den Wenigsten spontan gelingen, hilft bei der eigenen Problemlösung auch nicht wirklich weiter. Forscher behaupten, dass es sich mit dem Willen genauso wie mit Muskeln verhält – werden diese überfordert, können sie erlahmen. Der Wille muss deshalb etappenweise aktualisiert werden. Dazu stärkt man ihn an kleinen Widerständen, die man mit wenig, aber nicht ohne Mühe, überwinden kann. An solch kleinen Erfolgen kann man lernen, sich langfristig zu motivieren. Der Kern der Sache ist, dass man mit kleinen, wohl überlegten Schritten sehr viel mehr erreicht als mit impulsiven Sprüngen. Wissenschaftliche Erhebungen haben nachgewiesen dass jeder, der auf diese Strategie setzt, langfristig wesentlich bessere Aussichten auf Erfolg hat. Wenn man kleine, täglich praktizierte mühelose Verhaltensweisen durchführt, deren Scheitern nahezu unmöglich ist, erleichtert man sich selbst den Weg zu größeren Veränderungen. Das Geheimnis dieser Vorgehensweise ist, dass die ersten Hürden derartig niedrig gelegt werden, dass man ständig kleine, unterbewusste Erfolgserlebnisse haben kann.

    Jeden Tag nur ein einziger Liegestütz

    Verschiedene Personen haben die Eigenmotivationskur bereits ausprobiert und festgestellt, dass sie zu 100% funktioniert. Es geht um den Vorsatz, körperlich fitter zu werden. Um dieser Strategie der kleinen Etappen gerecht zu werden beginnt man damit, täglich nur einen einzigen Liegestütz zu machen. Die Wirkung, die sich daraus ergibt, ist enorm. Man merkt nämlich sehr schnell, dass dieses extrem geringe Tagespensum wirklich jeden Tag machbar ist – egal, welche Umstände herrschen und in welcher körperlichen oder psychischen Verfassung man gerade ist. Man muss sich also nicht dauernd neu motivieren, sondern hat sich schnell verinnerlicht: dieser eine Liegestütz ist selbst dann lächerlich einfach, wenn man Schnupfen hat, besonders müde ist oder wenn man schlechte Laune hat. Außerdem entwickelt sich mit der Zeit ein gewisser Ehrgeiz, mehr machen zu wollen als nur diesen einen lächerlichen Liegestütz – man packt also aus eigenem Antrieb einen oder zwei Liegestütz obendrauf. Psychologisch betrachtet bringt man die gewünschte Veränderung so von der Ebene der reinen Überlegungen auf die Handlungsebene – und nimmt dabei eine große und wichtige Hürde.

     

    Wichtig ist aber, dass man dabei ein auch ein neues Bild in seine eigene Identität integrieren muss, weil sonst auch diese kleinen Etappen nicht den Erfolg bringen, der gewünscht wird. Um dieses Vorgehen etwas plastischer zu beschreiben hier ein kleines Beispiel:
    Wer sich selbst als einen superstarken, Fleisch verzehrenden echten Kerl betrachtet wird es nicht schaffen, sich selbst zum Rohkostbefürworter umzuwandeln. Erst wenn eine neue, in die gewünschte Richtung verweisende positive Vision geschaffen ist, kann der Weg zur Umsetzung der Vision in die Realität von Erfolg gekrönt sein. Wichtig ist, dass nicht der Verzicht auf die gewohnten Dinge im Vordergrund steht, sondern der Gewinn, der sich aus dieser Veränderung positiv gestaltet, ergibt.

    Tägliche Mikro-Gewohnheiten einführen

    Es gibt drei Fragen, die sich jeder selbst beantworten können muss:

    1. Wer will ich sein?
    2. Welche Ressourcen bringe ich mit?
    3. Wie sollen andere Menschen mich wahrnehmen?

    Eine Antwort wie „Endlich Sportler!!“ ist dabei vollkommen ungenügend. Man muss die Antworten zu den obigen Fragen möglichst konkret fassen und formulieren können.

     

    „Ich möchte gerne eine Person sein, die ihren Körper ganz bewusst gesund und fit hält, damit jeder Tag im Leben glücklich und frei von Krankheit ist. Für den Anfang werde ich 2 Minuten täglich laufen gehen.“

     

    So oder so ähnlich kann ein Szenario aussehen, um die eigene Vision der Selbstwahrnehmung wahr werden zu lassen. Wenn man seine Zukunftsperspektive als bewusster Genießer ohne Heißhunger auf Süßigkeiten abbildet, könnte man beispielsweise die Zuckermenge in der Tasse Kaffee etwas reduzieren.

    Die allmähliche Umpolung des eigenen Geistes

    Die genannten Beispiele zeigen deutlich, dass es immer Möglichkeiten gibt, die gewünschten Veränderungen im Kleinen zu beginnen, um in kleinen Schritten voranzukommen, damit am Ende das eigentlich gewünschte Ergebnis erreicht wird. Man muss sich der Tatsache bewusst werden, dass man für jede Veränderung Zeit investieren muss – dafür aber auch einen gewissen Gegenwert erhält. Jede Neugestaltung im täglichen Leben – und sei sie auch noch so klein – wird irgendwann zur Routine werden. Eine Routine, deren Ausrichtung sich in der gewünschten Weise bewegt.

     

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  • Das Auge – ein Frühwarnsystem des Körpers

    Das Auge – ein Frühwarnsystem des Körpers

    Es müssen nicht immer aufwendige Untersuchungen sein, um eine Diagnose stellen zu können, oft reicht ein tiefer Blick in die Augen des Patienten und der Arzt kann erkennen, was die gesundheitlichen Probleme verursacht. Immer mehr Ärzte nutzen den sogenannten Retina-Scan und können damit sogar schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs erkennen.

    Augenärzte können zu Lebensrettern werden

    Die Augen sind ein sehr effizientes und hochsensibles Frühwarnsystem, die dem Arzt einen aufschlussreichen Blick in den Körper ermöglichen. Mit einem Blick in die Augen des Patienten kann ein Augenarzt viel über dessen Immunsystem, über den Kreislauf und auch über das Gehirn, das Herz und die Nerven erfahren. Auch wenn es im Lymphsystem Anlass zu Sorge gibt, dann wird das heute bei routinemäßigen Untersuchungen beim Augenarzt erkannt. In diesem Fall sind an der Innenseite des Augenlids, auf der Lederhaut oder auf dem Augapfel kleine lachsfarbene Flecken zu erkennen.

    Diabetes im Auge erkennen

    Viele Menschen erfahren zu ihrer Überraschung während eines Besuchs beim Augenarzt, dass sie an Diabetes erkrankt sind. Die im Volksmund als Zuckerkrankheit bekannte Stoffwechselstörung ist mit 422 Millionen Betroffenen weltweit zu einer Art Volkskrankheit geworden und es ist der Augenarzt, der vielfach die erste Diagnose stellt. Geschwollene Lider, erweiterte oder porös gewordene Blutgefäße, aber auch Blutungen in der Retina zeigen dem Arzt, dass sein Patient an Diabetes erkrankt ist. Wenn die Schädigung an der Netzhaut früh genug erkannt wird, dann kann eine Erblindung vermieden werden, umso wichtiger ist es deshalb, die Augen regelmäßig untersuchen zu lassen.

    Sehstörungen als Alarmsignal

    Nicht immer sind Fehlbildungen im Auge für Sehprobleme verantwortlich, plötzlich auftretende Störungen können vielmehr ein Signal für eine schwere Krankheit sein. Ein Schlaganfall kann sich durch Sehstörungen früh bemerkbar machen, wenn die Augen brennen, oft entzündet sind oder häufig tränen, dann können das die Vorboten für eine rheumatische Krankheit oder auch für MS, multiple Sklerose sein.

     

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  • Warum das Herz so selten vom Krebs betroffen ist

    Warum das Herz so selten vom Krebs betroffen ist

    Die Brust ist häufig vom Krebs betroffen, auch die Lunge, der Darm, die Prostata und das Lymphsystem, aber fast nie das Herz – warum verschont der Krebs das wohl wichtigste Organ im Körper? Diese Tatsache gibt Forschern weltweit Rätsel auf, denn es gibt zwar sehr vereinzelt Metastasen am Herzen, aber ein primärer Tumor befällt das Herz so gut wie nie.

    Eine Folge der Evolution?

    Einige Forscher vermuten, dass Menschen eine Krebserkrankung in den großen und auch in den paarweise angelegten Organen besser verkraften können als in einem relativ kleinen Organ wie dem Herzen. Im Laufe der Evolution hat sich daher in den kleinen Organen eine Art Schutzmechanismus gebildet, der die Krebszellen besser bekämpfen kann. Zahlen könnten diese These belegen, denn von 100.000 Menschen bekommen 57 im Laufe ihres Lebens Lungenkrebs, 41 erkranken an Darmkrebs und 24 an Hautkrebs. Nur in sechs Fällen ist das Gehirn betroffen und zwölfmal die Bauchspeicheldrüse, Herzkrebs kommt in dieser Statistik gar nicht vor.

    Die wichtigen Organe sind besser geschützt

    Es scheint, als wären die wichtigen Organe besser gegen Krebs geschützt als die Organe, die für den Mechanismus des Körpers keine so bedeutende Rolle spielen. Neben dem Herz gilt das auch für das Gehirn, das ebenfalls vergleichsweise selten vom Krebs betroffen ist. Auch die Gebärmutter als Fortpflanzungsorgan wird nicht so häufig von Krebs befallen. Ein anderes Beispiel sind die Eierstöcke, denn von 100.000 Frauen erkranken nur sechs an Eierstockkrebs. Bei den männlichen Fortpflanzungsorganen sieht es ähnlich aus, denn nur drei von 100.000 Männer bekommen im Laufe ihres Lebens Hodenkrebs.

    Es scheint, als würde der Körper das, was für seine Funktion sehr wichtig ist, besonders schützen. Zu viel Schutz ist jedoch kontraproduktiv, wenn nämlich Zellen zu schnell absterben, dann funktioniert die Wundheilung nicht mehr und auch das Immunsystem kann seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen.

     

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  • So wirkt Alkohol im Gehirn

    So wirkt Alkohol im Gehirn

    Auf jeder Zigarettenschachtel sind Warnhinweise und Schockbilder zu sehen, die darauf hinweisen, wie schädlich das Rauchen ist, auf Flaschen mit Gin, Wodka oder Wein fehlen diese Hinweise und Schockbilder leider. Alkohol ist überall zu bekommen, und daher eine beliebte Droge für die Freizeit, unterschätzen sollte man die Wirkung von Alkohol jedoch nicht, denn er löst im Gehirn Aktivitäten aus, mit denen nur die wenigsten rechnen.

    Eine Stimulation fürs Gehirn

    Wer Alkohol trinkt, der verändert sein Verhalten, denn Alkohol hat Einfluss auf den Neurotransmitter Glutamat. Das Gehirn wird stimuliert und man wird entspannter und auch geselliger, Menschen, die im normalen Leben eher schüchtern und gehemmt sind, werden mit der richtigen Dosis Alkohol zu wahren Stimmungskanonen. Man sollte sich dieser Wirkung jedoch bewusst sein, denn Alkohol hat leider auch den unschönen Nebeneffekt, dass die Hemmschwelle in jeder Beziehung sehr deutlich sinkt. Wenn die Menge stimmt, dann sorgt Alkohol dafür, dass man sehr schnell ins Traumland kommt, allerdings leidet die Qualität des Schlafes, und zwar mit jedem getrunkenen Glas.

    Wirkt Alkohol gegen Schmerzen?

    Die Frage, ob und wie sich Alkohol auf das Schmerzempfinden auswirkt, lässt sich weder mit Ja noch mit Nein beantworten. Alkohol hat tatsächlich die Fähigkeit, physische Schmerzen zu lindern, aber diesen Effekt spüren nicht alle Menschen. Da Schmerzen immer ein Alarmsignal des Körpers ist, sollte man sie nach Möglichkeit nicht mit Alkohol betäuben, sondern lieber zum Arzt gehen und nach den Ursachen forschen lassen.

    Alkohol als Beruhigungsmittel?

    Einen Schnaps zur Beruhigung, wenn die Nerven flattern – das kann hilfreich sein, es sollte aber bei einem Schnaps bleiben. Alkohol kann jedoch nicht nur die Nerven beruhigen, er produziert zudem die Ausschüttung von Dopamin, was auch als Glückshormon bekannt ist, und das kann gefährlich werden. Wer durch Alkohol glücklicher wird, der möchte dieses Gefühl immer wieder haben und das ist ein erster Schritt in die Sucht.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Die Liebe – mehr als eine Himmelsmacht

    Die Liebe – mehr als eine Himmelsmacht

    Im Namen der Liebe werden Versprechen gemacht, Schwüre gebrochen, Morde begangen und Kriege geführt, es wird Frieden geschlossen und normale Menschen verwandeln sich in Wesen von einem anderen Stern. Die Liebe sorgt für ungeahnte Höhenflüge, aber auch für die tiefsten Abstürze und wer liebt, kann die Welt aus den Angeln heben. Kein Gefühl wurde öfter besungen und beschworen, die Kraft der Liebe zieht sich durch die Geschichte, von ihren Anfängen bis zum heutigen Tag, selbst in der Bibel ist von der Liebe die Rede. Aber was macht die Liebe so einzigartig, so beglückend und manchmal auch so traurig, dass das Herz brechen kann?

    Nur ein inniges Gefühl?

    Der Duden definiert den Begriff Liebe als „Wunsch nach Zusammensein“, wer aber verliebt ist, der empfindet noch ein ganz anderes Gefühl: Da sind die Schmetterlinge im Bauch, da ist das Gefühl, fliegen zu können und auf einer rosaroten Wolke zu sitzen. Liebe kann süchtig machen, denn die Liebe ist auch eine Art Rauschmittel, Liebe ist mehr als nur ein inniges Gefühl, denn die Liebe ist unerklärlich, selbst wenn sie aus medizinischer Sicht erklärbar ist. Wer frisch verliebt ist, macht sich jedoch kaum Gedanken darüber, was gerade in seinem Körper vorgeht, trotzdem ist es sehr interessant, sich auch mal die körperlichen Reaktionen anzuschauen, denn die sind wirklich erstaunlich.

    Ein merkwürdiges Benehmen

    Wer von Amors Pfeilen getroffen wird, der benimmt sich für seine Umwelt höchst merkwürdig, aus Sicht eines Arztes sind Menschen, die lieben, sogar krank. Platon hat die Liebe eine „schwere Geisteskrankheit“ genannt. Ganz trifft das zwar nicht zu, jedoch spielen die Hormone dermaßen verrückt, dass nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn aus dem Takt kommt. Der Körper fängt an, Mengen von Dopamin zu produzieren, die auch als Glückshormone bekannt sind, gleichzeitig sinkt der Serotoninspiegel im Blut. Dieser Zustand ist normalerweise nur dann zu beobachten, wenn es zu Zwangshandlungen kommt. Außerdem stößt der Körper noch Adrenalin und Cortisol aus, diese Stresshormone machen die Verliebten impulsiver und vor allem aktiver. Das berühmte Kuschelhormon Oxytocin spielt bei Verliebten ebenfalls eine große Rolle, es wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und sorgt dafür, dass Paare auch über die erste Zeit der Verliebtheit hinaus zusammenbleiben.

    Wenn die Liebe krank macht

    „Liebeskummer lohnt sich nicht“, heißt es in einem bekannten Schlager, aber wer von Liebeskummer geplagt wird, den wird diese Weisheit sehr wahrscheinlich nicht trösten. Wenn die Liebe nicht erwidert wird oder wenn eine große Liebe zerbricht, dann ist guter Rat teuer, denn in diesem Fall sind die Betroffenen untröstlich und fallen in ein rabenschwarzes Loch. Wenn das Herz gebrochen wird, hilft kein gutes Zureden und kein gut gemeinter Rat, es dauert sehr lange, bis die Wunde verheilt ist, die Narben jedoch bleiben. Es gibt es tatsächlich das mysteriöse „Broken Heart Syndrom“, und es gibt immer wieder unglückliche Liebende, die den plötzlichen Herztod sterben und das ohne besondere Vorzeichen.

    Die Liebe genießen

    In der heutigen Zeit suchen immer mehr Menschen verzweifelt nach der großen Liebe, sie suchen jedoch nicht mehr wie früher im realen Leben, vielmehr nutzen sie das Internet und vertrauen bei der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin auf die digitale Welt. Es gibt unzählige Kontakt- und Partnerschaftsbörsen, die die Suche ein wenig einfacher machen und jeder, der einen PC mit Internetanschluss bedienen kann, findet ein unendlich großes Angebot im Netz. Falls es auch auf diesem Weg nicht klappen will, dann können Ratgeberseiten wie beispielsweise love elixir helfen, denn dort gibt es viele wertvolle Tipps, wie man flirten lernt oder wie man sich fürs andere Geschlecht perfekt in Szene setzt. Wenn sie dann kommt, die große Liebe, dann sollte man nur eines tun – sie mit allen Sinnen genießen!

    Bild: © Depositphotos.com / AntonioGuillemF

  • Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Auf der Intensivstation lauert das Grauen

    Eine Intensivstation ist kein Ort zum Wohlfühlen, denn Tag und Nacht ist das Licht grell, es ist sehr laut und vor allem auch sehr hektisch. Patienten werden auf einer Intensivstation permanent überwacht und sollen sich eigentlich von einer schweren Krankheit oder einem Unfall erholen, aber ausgerechnet an diesem Ort ist das Gehirn in akuter Gefahr.

    Jeder Fünfte ist gefährdet

    Immer wieder war es auf den Intensivstationen in amerikanischen Krankenhäusern zu erschreckenden Vorfällen gekommen, denn die Patienten erlitten ein Delirium und verloren dabei den Verstand. Mittlerweile ist bekannt, dass es diese Vorfälle auch in deutschen Kliniken gibt. Aus einer aktuellen Studie der Universität in Nashville im Bundesstaat Tennessee geht hervor, dass jeder fünfte Patient, der auf einer Intensivstation liegt, diese Erfahrungen macht. Vor allem die Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, sind gefährdet, hier erleiden rund 80 % ein Delirium.

    Die Begleiterscheinungen

    Patienten, die auf der Intensivstation ein Delirium erleiden, können sich nicht mehr daran erinnern, wie und warum sie ins Krankenhaus gekommen sind. Sie sehen Dinge, die nicht existieren, viele werden lethargisch, andere werden aggressiv. Diese Begleiterscheinungen sind nicht harmlos und auch keine unschönen, aber ungefährlichen Nebenwirkungen, wie sie der Aufenthalt auf einer Intensivstation so mit sich bringt, sie sind sehr gefährlich und können das Leben von Grund auf verändern.

    Sind die Medikamente schuld?

    Viele Patienten, die auf einer Intensivstation liegen, werden mit Medikamenten ruhig gestellt, sie bekommen sogenannte Sedativa, was es dem Pflegepersonal einfacher macht, sie zu versorgen. Diese Patienten stören den Arbeitsablauf nicht, aber wenn es nach dem Leitfaden für Intensivstationen geht, dann müssen die Patienten, wenn es ihr gesundheitlicher Zustand erlaubt, aus dem Dämmerzustand geweckt werden. Nachdem bekannt wurde, was mit vielen Patienten durch die Medikamente und den Stress auf einer Intensivstation passiert, will man jetzt umdenken und die Arbeit auf den Intensivstationen völlig neu strukturieren.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1