Schlagwort: Depression

  • Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Wenn es um das Thema Verhütung geht, denken sowohl Männer als auch Frauen meist als erstes an die Antibaby-Pille. Diese verspricht, regelmäßig eingenommen, einen sehr hohen Verhütungsschutz und wird deswegen häufig verwendet. Immer öfter wird die „Pille“, so ihr Spitzname, von Frauen aber auch in Frage gestellt. Die darin enthaltenen Hormone haben nicht nur einen massiven Einfluss auf den Körper. Längst ist nachgewiesen, dass die Antibaby-Pille auch Erkrankungen wie Thrombose und Depressionen hervorrufen kann. Kein Wunder also, dass der Trend wieder hin zur hormonfreien Verhütung geht. Aber welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich eigentlich?

    Die Vorteile von hormonfreier Verhütung

    Hormonfrei verhüten – das bedeutet in erster Linie: Keinen künstlichen Einfluss auf die Abläufe im Körper nehmen. Während beispielsweise Antibaby-Pille oder das Verhütungspflaster dem weiblichen Organismus vorspielen, dauerhaft schwanger zu sein, wirken nichthormonelle Verhütungsmittel auf völlig andere Weise. Hier geht es darum, das Sperma durch eine Barriere davon abzuhalten, zur weiblichen Eizelle vorzudringen. Eine Befruchtung wird also (sozusagen) manuell verhindert. Die Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung werden auch als Barrieremethoden bezeichnet. Ihre Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • Körper wird nicht belastet oder hormonell beeinflusst
    • Teilweiser Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
    • Hohe Sicherheit bei richtiger Verwendung

    Die Nachteile von hormonfreier Verhütung

    Wo es Vorteile gibt, sind Nachteile häufig nicht weit entfernt. Auch im Fall der hormonfreien Verhütung gibt es einige Schattenseiten, die an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben sollen. Im Falle der nichthormonellen Verhütung lassen sich die folgenden Nachteile festhalten:

    • Geschlechtsverkehr ist nicht immer spontan möglich (wenn das Verhütungsmittel nicht parat ist)
    • Es ist immer eine gewisse Vorbereitung notwendig
    • Bei falscher Handhabung oder Beschädigung verschwindet der Verhütungsschutz

    Die meisten Menschen, die nach wie vor auf die hormonelle Verhütung schwören, wissen die Spontanität zu schätzen. Antibaby-Pille, Spirale, Pflaster und Co. sorgen dafür, dass nur selten aktiv über Verhütung nachgedacht werden muss. Sex wird infolgedessen als spontaner, natürlicher und oftmals auch intimer wahrgenommen. Das nervöse Herumfummeln mit einem Kondom oder das ungeschickte Einsetzen eines Diaphragmas gelten nach wie vor als klassische Stimmungskiller, die die Lust schnell zum Frust werden lassen.

    Der Klassiker der hormonfreien Verhütung: Das Kondom

    Wenn es um Verhütung mithilfe von Barrieremethoden geht, muss natürlich zu allererst das altbewährte Kondom genannt werden. Die Geschichte dieser Verhütungsmethode ist lang und eng mit der Sexualität des Menschen verbunden. Während vor langer Zeit nicht nur Tierdärme, sondern auch Leinensäckchen, Häute, Leder und viele andere Materialien genutzt wurden, um das Sperma abzuhalten, hat sich inzwischen Latex durchgesetzt. Das ist nicht nur für die meisten Menschen verträglich, sondern auch besonders „gefühlsecht“. Die Handhabung des Kondoms ist einfach:

    • Setzen Sie das Kondom auf die Eichel
    • Drücken Sie das Reservoir vorsichtig mit zwei Fingern zu
    • Rollen Sie das Kondom nach unten bis zum Schaft
    • Überprüfen Sie den sicheren Sitz

    Kondome gelten als sichere Verhütungsmethode – wenn sie nicht ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben und nicht beschädigt wurden. Einen riesigen Pluspunkt erhalten die „Verhüterlis“, weil sie der einzige wirkungsvolle Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten sind. Darum sollten Kondome immer dann zum Einsatz kommen, wenn Sie sexuellen Kontakt zu einer fremden Person haben.

    Verhütung mit zwei Komponenten: Das Diaphragma

    Das Diaphragma funktioniert ähnlich wie das Kondom, wird aber in die Scheide der Frau eingesetzt. Hier umschließt es den Muttermund und sorgt dafür, dass keine Spermien eindringen können. Wichtig: Wenn Sie sich für die hormonfreie Verhütung mit einem Diaphragma entscheiden, müssen Sie immer auch ein spezielles Gel verwenden. Dieses lähmt die Spermien und tötet sie letztendlich ab. Diaphragmen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und können mehrmals verwendet werden.

    Weitere Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung

    Kupferspirale Abgegebene Kupferionen verhindern eine Befruchtung. Die Kupferspirale wird vom Frauenarzt eingesetzt.
    Temperaturmethode Diese Methode kann zur hormonfreien Verhütung oder beim Kinderwunsch genutzt werden. Durch akribisches Messen der Körpertemperatur und Protokollierung werden fruchtbare Tage ermittelt.
    Beobachtung vom Zervixschleim Diese Form der hormonfreien Verhütung wird auch als Zwei-Tage- oder Billings-Methode bezeichnet. Durch Beobachtung und Dokumentation des Zerfixschleims werden fruchtbare Tage bestimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / mjth

  • Alltagshilfen für Senioren

    Alltagshilfen für Senioren

    Der Alltag von Senioren hängt zum größten Teil davon ab, wie selbständig sie sind. Hier gibt es große Unterschiede. Die einen spielen mit 75 Jahren noch aktiv Tennis, andere benötigen einen Rollator als Gehhilfe. Was beide suchen, ist eine möglichst hohe Lebensqualität. Für Letzteren bedeutet dies vor allem, sich eigenständig zu versorgen und nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Sich selbständig waschen, sich alleine anziehen sowie den Haushalt alleine oder mit dem Partner bestreiten zu können. Um diese alltäglichen Aktivitäten möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, gibt es auf dem Markt eine breite Palette an „Hilfsmitteln für den Alltag“. Mit Helfern wie diesen können erstaunlich viele Dinge ohne fremde Hilfe im Alltag bewältigt werden, die davor unmöglich erschienen. Oft sind es nämlich leider die Kleinigkeiten, die auf einmal nicht mehr funktionieren und Senioren fühlen sich schlagartig unselbstständig. Das kann im schlimmsten Fall zu Depressionen führen, da man sich als Last bzw. Belastung für die Angehörigen ansieht.

    Weiterhin mobil bleiben

    Das muss aber nicht sein. Lieber sollte man die Möglichkeit schätzen, der Mobilität auf die Sprünge helfen zu können, wenn sie nicht mehr so gut funktioniert. Sind Sie nicht mehr so gut zu Fuß? Dann kann ein Rollator genau das Richtige für Sie sein. Er ist dann sinnvoll, wenn Sie nicht mehr eigenständig gehen können oder sich beim Gehen unsicher fühlen, wenn Sie sich zwischendurch mal setzen möchten oder Ihren Einkauf nicht mehr nach Hause tragen können. Ein Rollator ist damit eine sehr gute Unterstützung im Alltag. Die Mobilität kann weitestgehend erhalten bleiben und eine selbstständige Verrichtung des Haushalts ist möglich. Sie sollten den Rollator jedoch nicht ständig verwenden, sondern nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Durch diese Krücke baut die Muskulatur im Rückenbereich schneller ab, vor allem wenn er nicht korrekt eingestellt ist – was leider häufig der Fall ist.

    Neben dem Rollator sorgt auch der Gehstock für Sicherheit beim Gehen. Er eignet sich für Senioren, die noch nicht ganz so stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, kann aber auch zusätzlich zu diesem als Gehhilfe dienen. Er kann am Rollator angebracht werden und dient als Stütze, wenn der Griff am Rollator mal losgelassen werden muss. Das kann das kleine Stück vom Weg zu einer Bank sein, oder die Treppen hoch in einen Laden. Wo der Rollator keinen Dienst verrichten kann, ist der Einsatz des Gehstocks sinnvoll.

    Wenn mal was runter fällt

    Was für junge Menschen selbstverständlich ist, kann für alte Menschen zur Herausforderung werden. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Sie kommen mit Ihrem Rollator nach einem Spaziergang nach Hause, stehen vor der Haustüre und Ihnen fällt vor dem Aufschließen der Haustürschlüssel runter. Der junge und gesunde Mensch bückt sich und hebt ihn auf. Was aber macht der gesundheitlich Eingeschränkte? Wenn die Beweglichkeit nachlässt und die Sicherheit, auf beiden Beinen stabil zu stehen, nicht mehr gegeben ist, ist das Aufheben eines Schlüssels ein Kraftakt. Das gleichzeitige Festhalten am Rollator und das Bücken, um den Schlüssel vom Boden aufzuheben, lässt manche Menschen an ihre Grenzen kommen. Für solche Situationen eignet sich eine Greifzange hervorragend. Sie ist einfach am Rollator untergebracht und hilft in unglücklichen Situationen prima aus.

    Wenn die Körperpflege schwierig wird

    Durch die nachlassende Beweglichkeit wird auch die Körperpflege im Alter zunehmend zu einer Herausforderung. Insbesondere wird es dadurch schwieriger beim Waschen, alle Körperregionen zu erreichen. Im Badbereich dient Ihnen eine ganze Reihe an Hilfsmitteln bei der Körperpflege. Für Ganzkörperwaschungen eignen sich eine Dusche mit niedrigem Einstieg sowie ein dort platzierter Duschhocker. An der Wand befinden sich zusätzliche Haltegriffe, die Ihnen Sicherheit geben. Der herkömmliche Waschlappen wird durch einen Schwamm mit Stil ersetzt, so ist es leichter, den Rücken zu waschen.

    Fazit
    Alt werden kommt oft mit eingeschränkter Beweglichkeit und dem Angewiesen sein auf andere einher. Wem es vergönnt ist, alt zu werden, hat heutzutage dennoch die Möglichkeit, auf einige nützliche Helfer zurückzugreifen und sich so den Alltag zu erleichtern.

    Bild: © Depositphotos.com / FamVeldman

  • Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Die WHO ist besorgt, denn die Zahl der Menschen, die unter Depressionen leiden, steigt stetig an. Weltweit sind heute rund zehn Prozent von Angstzuständen und Depressionen betroffen, das sind 615 Millionen Menschen. Die Zahlen steigen aber weiter, denn die Welt befindet sich aktuell in Krisenzeiten und das macht immer mehr Menschen zu schaffen.

    Schwere wirtschaftliche Schäden

    Die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank treffen sich in dieser Woche in der amerikanischen Hauptstadt Washington zu einer Konferenz, bei der es unter anderem auch um die wirtschaftlichen Schäden geht, die die steigende Zahl an Depressionen verursacht. Experten vermuten Schäden in Höhe von 1000 Milliarden US-Dollar, die jedes Jahr durch Fehlzeiten im Beruf, durch Produktionsausfälle und auch durch Unfälle der Mitarbeiter verursacht werden. Die WHO fordert, dass Menschen mit Depressionen medizinisch besser behandelt werden und effektive Behandlungsmethoden für alle Betroffenen.

    Zu wenig Geld

    Durchschnittlich werden in den Ländern rund drei Prozent des Gesundheitsbudgets für die Behandlung von Depressionen ausgegeben, in ärmeren Staaten und in den meisten Entwicklungsländern liegt die Zahl sogar nur bei rund einem Prozent. Das große Problem, was die WHO jetzt auf viele Länder weltweit zukommen sieht, ist, dass die Zahl der depressiven Patienten, bedingt durch die diversen Krisen, drastisch ansteigen wird.

    Zu viele Krisen

    Der Bürgerkrieg in Syrien, die steigende Zahl der Flüchtlinge, die vermehrte Kriminalität in den Großstädten – das alles sind Sorgen, die Menschen in eine Depression treiben können. Aber auch die Menschen, die aus den Kriegs- und Krisengebieten fliehen, leiden zunehmend unter Angststörungen und unter Depressionen, die behandelt werden müssen. Sorgen macht der WHO die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die traumatisiert sind und dringend behandelt werden müssen. Geschätzt wird, dass rund 20 % der Flüchtlinge, die aus Syrien nach Europa kommen, ein Problem mit Depressionen oder Angst haben, und diesen Menschen muss daher schnell geholfen werden.

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  • Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.

    Mythen rund um den Schlaf

    Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.

    Was macht das Gehirn in der Nacht?

    Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.

    Powernapping – das gesunde Nickerchen

    Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.

    Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist

    Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.

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  • Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Ziehen im Unterleib – ein Symptom und viele Ursachen

    Schmerzen oder ein Ziehen im Unterleib, dieses Symptom wird in der Regel Frauen zugeschrieben. Unterleibsschmerzen sind jedoch nicht gleichbedeutend mit einem typischen Frauenleiden, denn auch bei Männern können Schmerzen im Unterleib auftreten. Die Ursachen für diese speziellen Beschwerden sind vielfältig, sie konzentrieren sich aber meist auf die Organe im unteren Drittel des Bauchbereichs. Die Harnblase kann ebenso wie die Harnröhre der Auslöser für die Schmerzen sein, der Blinddarm ist ein weiterer Faktor, aber auch die Geschlechtsorgane, die Nerven, die Lymphknoten und die Gefäße können für ein Ziehen im Unterleib sorgen.

    Ziehen im Unterleib bei Frauen

    Würden sich Schmerzen streng an die anatomischen Grenzen halten, dann wäre es für Ärzte einfacher, die Ursachen für Unterleibsbeschwerden zu finden, leider ist das nicht so und das kann die Suche schwierig machen. Wenn Frauen über ein Ziehen im Unterleib klagen, dann handelt es sich sehr häufig um Regelschmerzen, unter denen viele Frauen vor oder auch während der Periode leiden. Diese Schmerzen sind harmlos, sie sind von Frau zu Frau verschieden und sie verändern sich in der Intensität je nach Lebensalter. Konzentrieren sich die Schmerzen auf den Schamhaarbereich, dann markieren sie einen Eisprung, die Ursache könnte aber auch auf eine Infektion der Harnwege hindeuten. Wenn zu den Schmerzen Schmierblutungen kommen und die Regel ausbleibt, dann besteht die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft.

    Akute Beschwerden im Unterleib

    Alarmzeichen oder harmlos? Wenn starke Schmerzen im Unterleib akut auftreten, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders dann, wenn es zu weiteren Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung kommt. In diesem Fall kann es sich um eine akute Blinddarmentzündung, eine Entzündung der Eierstöcke oder der Eileiter handeln. Plötzliches Ziehen im Unterleib kann ebenso auf einen Durchbruch von Geschwüren hindeuten, und wenn es starke Schmerzen sind, dann ist nicht selten eine Entzündung der Harnwege die Ursache.

    Chronische Schmerzen im Unterleib

    Wenn es immer wieder zu einem schmerzhaften Ziehen im Unterleib kommt und die Beschwerden länger als sechs Monate anhalten, dann sprechen die Mediziner von einem chronischen Leiden. Häufig handelt es sich bei diesen Beschwerden um eine chronische Entzündung der Geschlechtsorgane oder des Darms, aber auch ein Tumor kann der Auslöser sein. Störungen der Nerven, der Muskeln oder auch Probleme mit der Wirbelsäule, die bis in den Unterleib ausstrahlen, können schnell chronisch werden. Kommt es nach einer Operation zu Vernarbungen, dann können die ebenfalls Schmerzen im Unterleib auslösen. Der Rücken kann ebenfalls chronische Unterleibsschmerzen auslösen, oft sind es Verspannungen oder Probleme, mit der Wirbelsäule, die Symptome im Bereich des Unterleibs auslösen.

    Auch psychische Leiden können die Ursache sein

    Stress bis hin zum Burn-out macht sich nicht nur im Kopf bemerkbar, er kann auch körperliche Symptome auslösen. Das Gleiche gilt für anhaltende Erschöpfung, sowie für sexuelle Probleme. Menschen mit Angststörungen, Depressionen oder depressiven Verstimmungen verspüren oftmals ein Ziehen im Unterleib, für das es keine organische Ursache gibt. Wenn ein Facharzt nichts finden konnte, die Schmerzen aber anhalten, dann ist es immer ratsam, einen Psychologen aufzusuchen und mit ihm über die Probleme zu sprechen.

    Wann ist ein Arztbesuch ratsam?

    Ein Ziehen im Unterleib muss nicht zwingend einen ernsten Hintergrund haben, trotzdem sollten immer wiederkommende Schmerzen, die über einen längeren Zeitraum anhalten, von einem Arzt untersucht werden. Vor allem wenn die Schmerzen plötzlich und sehr stark auftreten, dann ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Frauen sollten sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen wenden, auch ein Facharzt für Magen-Darmerkrankungen, ein Gastroenterologe kann der richtige Ansprechpartner sein, wenn es zu Schmerzen im unteren Bereich des Bauches kommt. Keine gute Idee ist es, Tabletten zu kaufen und zu versuchen, die Beschwerden selbst zu kurieren, denn das kann die Probleme nur vergrößern.

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  • Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Nächtelang durchtanzen, ohne müde zu werden oder Hunger zu verspüren – möglich wird das durch Amphetamine als Partydroge. Speed oder Ecstasy nennen es diejenigen, die zu dieser illegalen Droge greifen, um „gut drauf zu sein“, um abschalten oder einfach nur high zu werden. Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese synthetischen Drogen zum einen unter das Betäubungsmittel fallen und dass der „Genuss“ dieser Drogen zum anderen das Leben kosten kann.

    Die Hits der Drogenszene

    Amphetamine als Partydroge und auch Methamphetamine sind synthetisch hergestellte Drogen, die in der Drogenszene bekannt und auch beliebt sind. Amphetamine werden in der Szene als Speed angeboten und sie enthalten neben Methamphetamin auch Ephedrin, ein sehr gefährliches Alkaloid, Koffein und sogenannte Verschnittstoffe wie Waschpulver oder Milchpulver. Nicht weniger beliebt sind auch Ecstasy, ebenfalls ein Amphetamin und Crystal, ein weißliches, transparentes Pulver, das auch zur Familie der Methamphetamin gehört. Amphetamine als Partydroge werden wahlweise als feines Pulver geschnupft, in Form von Kapseln geschluckt, geraucht oder wie Heroin gespritzt.

    Wie wirken Amphetamine als Partydroge?

    Wie viele andere Drogen, so setzen auch Speed, Crystal oder Ecstasy bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin im Gehirn frei, und das steigert die mentale und auch körperliche Leistungsfähigkeit. Wer die Droge nimmt, der fühlt sich stark, voller Energie und hat das Gefühl, glasklar denken zu können. Dazu kommt eine starke Euphorie, die auch Halluzinationen auslösen kann. Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder Schlaf werden ausgeschaltet, der Blutdruck, die Körpertemperatur und die Pulsfrequenz steigen an, und schon zehn Milligramm der Droge reichen, um bis zu zehn Stunden Höchstleistungen zu bringen. Wer pures Methamphetamin schon in kleinen Dosen einnimmt, der kann seinen Rausch sogar noch verlängern.

    Welche Folgen hat der Drogenkonsum?

    Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der wird immer mehr konsumieren müssen, denn die Wirkdauer wird bei längerem Konsum immer kürzer. Das führt schließlich dazu, dass die Konsumenten die Dosis langsam aber sicher immer weiter erhöhen und dann in eine starke psychische Abhängigkeit abrutschen. Das Verhalten ändert sich, die Betroffenen entwickeln nicht selten Zwangsneurosen und mit zunehmendem Konsum kann es zu einer sogenannten Amphetaminpsychose kommen. Diese Form der Psychose kann in einer Paranoia oder auch in Schizophrenie enden. Aber auch für den Körper sind Amphetamine als Partydroge sehr gefährlich, denn das Herz-/Kreislaufsystem und auch die Nerven können schwer geschädigt werden. Obwohl Methamphetamine ein starkes Nervengift sind, nehmen die meisten Abhängigen die Droge trotzdem nicht alleine ein, da sie der Ansicht sind, dass sie die Nebenwirkungen des Gifts neutralisieren können, wenn sie zusätzlich noch Cannabis rauchen oder LSD nehmen.

    Welche Entzugssymptome gibt es?

    Da Amphetamine schnell abhängig machen und die Betroffenen immer größere Mengen einnehmen, sind die Entzugserscheinungen besonders stark. Neben Depressionen gehören auch Angstzustände zu diesen Symptomen, zudem bekommen die Betroffenen Panikattacken und sie leiden unter paranoiden Zuständen. Körperlich treten Entzugssymptome wie starkes Zittern, übermäßiges Schwitzen und auch Sehstörungen auf.

    Die weitverbreitete Partydroge

    Amphetamine als Partydroge sind in ganz Europa auf dem Vormarsch und haben in vielen EU-Staaten bereits den zweiten Platz in der Beliebtheitsliste hinter Cannabis erobert. Amphetamine werden auch gerne als Partydroge der Intellektuellen bezeichnet, denn die Konsumenten können klarer denken und da die Droge auch als Aufputschmittel dient, kennt die Leistungsfähigkeit kaum Grenzen. Jüngere Konsumenten nehmen Amphetamine meist als Stimmungsmacher, um nächtelang durchtanzen zu können, ohne müde zu werden. Amphetamine sind aber nicht nur eine beliebte Partydroge, auch Sportler schätzen die synthetische Droge als Dopingmittel.

    Amphetamine sind und bleiben eine gefährliche Droge, die sehr schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit führen kann. Schon wenige Milligramm reichen aus, um süchtig zu werden und die Folgen dieser Sucht sind in jedem Fall verheerend.

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