Schlagwort: Depressionen

  • Traurig oder depressiv – 15 Zeichen für Depressionen

    Traurig oder depressiv – 15 Zeichen für Depressionen

    Eine Depression hat viele Gesichter und viele, die sich nicht wohlfühlen, wissen nicht, ob sie nur traurig sind oder ob sie bereits eine Depression haben. Depressionen lassen sich nicht so leicht durchschauen, denn die Symptome sind nicht nur seelisch, sie sind auch körperlich spürbar. Experten haben jetzt eine Art Katalog zusammengestellt, worauf Menschen achten sollten, die sich nicht sicher sind, ob sie wirklich an einer Depression erkrankt sind. Diese Selbstdiagnose ersetzt zwar nicht den Arzt, aber die Auflistung der möglichen Beschwerden macht es den Betroffenen leichter, die Anzeichen schneller und besser deuten zu können.

    Depressionen und ihre Symptome

    Ist es eine Depression oder bin ich einfach nur schlecht drauf? Wer sich diese Frage stellt, der hat meist schon mit einer depressiven Störung zu kämpfen. Der Berufsverband der Deutschen Psychologen und Psychologinnen hat einen Katalog zusammenstellt, in dem auch die folgenden psychischen Symptome zu finden sind:

    • Freudlosigkeit
    • Antriebslosigkeit
    • Unlust sexueller Natur
    • Angstgefühle
    • ein geringes Selbstbewusstsein
    • eine schlechte Konzentrationsfähigkeit
    • unbegründete Schuldgefühle

    Depressionen können aber nicht nur psychische, sondern auch unterschiedlichen physische Symptome haben. Dazu gehören:

    • Das Gefühl weicher Knie
    • Starkes Herzklopfen bis hin zu Herzrasen
    • Schwindelgefühle
    • Appetitlosigkeit
    • Ein zu hoher Adrenalinspiegel
    • Beschwerden beim Atmen und ein Druckgefühl in der Brust
    • Eventuell auch Sehstörungen
    • Schlafstörungen

    Depressionen entstehen, wenn das Gehirn zu wenig Serotonin bekommt, denn dieser Botenstoff ist dazu da, Glücksgefühle auszulösen. Ein Mangel an Serotonin macht sich durch Angst oder auch durch Aggressionen bemerkbar und schlägt sich dann in Depressionen nieder.

    Können Depressionen selbst diagnostiziert werden?

    Die meisten Menschen, die unter Depressionen leiden, fühlen sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich krank. Sie haben vor vielen Situationen unbegründete Angst und diese Angst kann schnell zu einer Panik mit Herzrasen führen, keine Seltenheit sind zudem Symptome, wie sie bei einem Herzinfarkt auftreten. Depressionen äußern sich aber auch in einer permanenten inneren Anspannung. Wer vielleicht vorher schon mit körperlichen Beschwerden wie schmerzenden Gelenken zu tun hatte, der wird diese Beschwerden während einer Depression noch deutlich stärker wahrnehmen. Betroffene, die mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben, werden diese Schmerzen in einer depressiven Stimmung als unerträglich empfinden. Wer diese Symptome verspürt, der kann davon ausgehen, eine Depression zu haben, es gibt aber noch mehr Anzeichen, an denen Depressionen selbst diagnostiziert werden können. Wer beispielsweise keine Lust mehr verspürt aus dem Haus zu gehen und immer wieder Ausreden erfindet, um nicht mit Freunden ausgehen zu müssen, der sollte sich ehrlich fragen, woher diese Unlust kommt. Wenn sich die Stimmung innerhalb von 14 Tagen nicht zum Positiven verändert, dann handelt es sich um eine depressive Phase und es wird Zeit, über einen Arztbesuch nachzudenken.

    Was können Betroffene tun?

    Wer die Anzeichen einer Depression verspürt, der sollte zunächst nach der Ursache suchen. Gab es einen Trauerfall in der Familie oder im Freundeskreis? Gibt es Stress im Job, persönlichen Kummer oder gab es eine Trennung? Nicht jedes negative Erlebnis führt auch automatisch zu einer Depression, aber wenn die Symptome nicht verschwinden, dann wird es bedenklich und ein Arzt sollte um Rat gefragt werden. In Deutschland leben rund fünf Millionen Menschen mit Depressionen, das zeigen die neusten Daten der Deutschen Depressionshilfe. Die Webseite der Depressionshilfe kann eine erste Anlaufstelle sein, denn dort können alle einen Selbsttest machen, die das Gefühl haben, unter einer Depression zu leiden. Dieser Test kann den depressiven Verdacht entweder bestätigen, aber auch ausräumen. Bestätigt sich die Vermutung, dass es sich um eine Depression handelt, dann bietet die Deutsche Depressionshilfe eine telefonische Beratung an. Im Rahmen einer Beratung können sich die Betroffenen außerdem informieren, an wen sie sich für eine Behandlung wenden können und wie diese gezielte Behandlung gegen Depressionen aussieht.

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  • Mit Yoga Körper und Seele in Einklang bringen

    Mit Yoga Körper und Seele in Einklang bringen

    Stress und Hektik sind im heutigen Alltag normal. Beruf und Familie müssen unter einen Hut gebracht werden, es bleibt kaum noch Zeit für Hobbys und Freizeitaktivitäten und viele wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen. Mit Yoga wird es möglich, Stress abzubauen, Distanz zum Alltag zu bekommen und neue Energien zu tanken. Wer sich für Yoga entscheidet, der wählt eine sehr alte indische Lehre, die Seele und Körper wieder in Einklang bringt und die effektiv dabei hilft, gelassener zu werden.

    Yoga – eine Philosophie

    Yoga ist eine philosophische Lehre, die es in Indien bereits vor mehreren Tausend Jahren gab. Bis heute hat Yoga dort einen hohen Stellenwert, in der westlichen Welt wird Yoga erst seit den 1970er Jahren praktiziert, und bis heute hat die Lehre alleine in Deutschland geschätzte 2,6 Millionen Anhänger. Was Yoga so besonders macht, das ist der immer wohltuende Effekt auf den Körper und die Psyche. Yoga hat auf der einen Seite eine beruhigende Wirkung, man ist entspannt und innerlich ausgeglichen, auf der anderen Seite hält Yoga hellwach und sorgt dafür, dass die „Batterien“ wieder aufgeladen werden.

    Die verschiedenen Yoga Formen

    Yoga ist ungemein vielseitig, im Westen ist aber besonders Hatha Yoga populär. Seit 40 Jahren findet Yoga immer mehr Anhänger, und welche Yoga Form für wen infrage kommt, das hängt auch immer mit dem persönlichen Temperament und den individuellen Wünschen und Vorstellungen zusammen. Es gibt über 100 verschiedene Körperhaltungen, die die Beweglichkeit verbessern, die die Vitalität steigern und die zu einer inneren Gelassenheit führen. Neben der traditionellen und klassischen Lehre gibt es noch folgende Formen des Yoga:

    • Ashtanga-Yoga

    Klassische Figuren und sehr körperbetont – das ist Ashtanga-Yoga, eine Form des Yoga, die viel Fitness und Körperbeherrschung verlangt. Nicht umsonst wird diese Variante auch Power-Yoga genannt, denn die Bewegungen sind schnell, fließend und damit ist diese Form nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

    • Kundalini-Yoga

    Das Gegenteil zum schnellen Ashtanga-Yoga ist Kundalini-Yoga, eine spirituelle Variante, in deren Mittelpunkt Atem- und Dehnungsübungen stehen. Unterstützt wird das Kundalini-Yoga durch Meditation und Musik.

    • Bikram-Yoga

    Bikram-Yoga ist nichts für Menschen, die Hitze schlecht vertragen können, denn bei dieser Variante muss die Temperatur im Raum zwischen 35° und 40° Grad heiß sein. Die Wärme soll dafür sorgen, dass die Muskeln und Sehnen geschmeidig bleiben, und der Körper soll während der 26 Übungen durch starkes Schwitzen entgiftet werden.

    • Hatha-Yoga

    Dieses Yoga ist die wohl bekannteste Form, die vor allem für Anfänger sehr gut geeignet ist. Hatha bedeutet übersetzt so viel wie Kraft, und entsprechend viel Kraftaufwand wird bei den einzelnen Übungen auch gefordert. Hatha wurde erst im Westen zu einer eigenständigen Form des Yoga und in dieser Variante wurden viele andere Formen wie zum Beispiel Iyengar-Yoga und Vini-Yoga vereinigt.

    Was sollten Yoga Anfänger beachten?

    Wer noch keine Yoga Übung gemacht hat, der sollte auf jeden Fall einen Kurs besuchen, denn Yoga im Do-it-yourself-Verfahren anhand eines Buches oder einer DVD zu erlernen, ist nicht ganz so ungefährlich. Ein Yoga-Experte kann die einzelnen Übungen erläutern und die mentale Einstellung vermitteln, etwas, was ein Buch nicht kann. Viele Yoga Schulen bietet auch Schnupperstunden an und wer sich für Yoga interessiert, kann in einer solchen Probestunde erfahren, ob Yoga für ihn überhaupt infrage kommt und welche Variante die persönlich richtige ist. Die Übungen müssen immer an die Bedürfnisse angepasst werden, denn nicht für jeden ist Power-Yoga geeignet, für andere ist das eher spirituelle Kundalini-Yoga das Richtige. Yoga ist aber nicht nur perfekt, wenn es um Vitalität und Ausgeglichenheit geht, die indische Lehre kann auch den Stresshormonspiegel senken sowie Depressionen und sogar ein Burn-out-Syndrom verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr

  • Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Warum häufiges Aufwachen in der Nacht ungesund ist

    Wer kennt das nicht? Mehrfach in der Nacht aufwachen oder auch geweckt werden und sich dann am nächsten Morgen wie gerädert fühlen. Häufiges Aufwachen kann sehr nervig sein, die gute Laune verderben, und es ist zudem auch noch sehr ungesund, wie jetzt eine neue Studie aus den USA herausfand. Schlafunterbrechungen können sich auf die mentale Stimmung negativ auswirken und sie sind schädlicher als eine Nacht, die aus welchen Gründen auch immer, viel zu kurz geraten ist.

    Häufiges Aufwachen schadet der Seele

    Für die neue Studie wurden die Probanden bis zu achtmal in einer Nacht geweckt. Am Morgen waren die Studienteilnehmer nicht nur sehr müde, sie hatten auch schlechte Laune, die sich den ganzen nächsten Tag über nicht sonderlich gebessert hat. Das Gleiche galt aber auch für die Teilnehmer an der Studie, die zu spät ins Bett gegangen sind, denn sie bekamen zwar die gleiche zeitliche Menge an Schlaf, allerdings durften sie diese Zeit an einem Stück und ohne Unterbrechungen schlafen. Erst in der zweiten Nacht konnten die Wissenschaftler einen deutlichen Unterschied feststellen. Häufiges Aufwachen in der zweiten und auch in der dritten Nacht sorgte bei den Studienteilnehmern zunehmend für schlechte Laune und es kam sogar zu depressiven Verstimmungen. Auch die Energie ließ mehr und mehr nach, was sich laut der Fachzeitschrift „Sleep“, in der die Studie veröffentlicht wurde, vor allen Dingen bei den Gefühlen, den Sympathien und der Freundlichkeit der Studienteilnehmer untereinander bemerkbar machte.

    Häufiges Aufwachen verkürzt den Schlaf

    Häufiges Aufwachen hat bei den Probanden dafür gesorgt, dass es keine tiefen Schlafphasen mehr gab, weil die Zeit, in der der Schlaf besonders tief ist, immer wieder verkürzt wurde. Immer wenn der Schlaf durch häufiges Aufwachen gestört wird, dann wird auch der Schlafrhythmus gestört und die einzelnen Schlafphasen können nicht mehr durchlaufen werden. Besonders wichtig ist jedoch, dass der Tiefschlaf ungestört ist, denn dieser Schlaf ist sehr wichtig, damit sich Körper und Seele ausreichend erholen können. Die Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine sehen in der verringerten Zeit des tiefen Schlafs und der negativen Stimmung einen direkten Zusammenhang.

    Schuld an Depressionen

    Häufiges Aufwachen und ständige Schlafunterbrechungen können nach Ansicht der amerikanischen Wissenschaftler sogar eine Depression auslösen. Im Umkehrschluss gehören Schlafstörungen und häufiges Aufwachen bei vielen Menschen, die bereits unter Depressionen leiden, zum typischen Krankheitsbild. Verstärkt wird das Ganze in der dunklen Jahreszeit, wenn die Tage immer kürzer werden, denn dann fällt es vielen Menschen besonders schwer, in der morgendlichen Dunkelheit aufzustehen.

    Was kann helfen?

    Häufiges Aufwachen in der Nacht hat vielfach mentale Probleme als Ursache. Wer ungestörten Nachtschlaf zu schätzen weiß, der muss schon am Tag damit beginnen, Abstand von seinen Problemen zu bekommen. Keiner sollte mit einem Kopf voll Sorgen ins Bett gehen, sondern versuchen, vor dem zu Bett gehen mental abzuschalten. Musik kann dabei sehr hilfreich sein, aber auch ein Spaziergang in der kühlen Abendluft kann häufiges Aufwachen in der Nacht verhindern. Der falsche Weg ist es, den Schlafproblemen mit Alkohol zu begegnen, denn Alkohol sorgt weder für einen tiefen erholsamen Schlaf, noch schützt der davor, häufig wach zu werden. Das Gleiche gilt auch für Medikamente, die den Schlaf künstlich erzeugen. Hier besteht immer eine große Suchtgefahr, denn der Körper gewöhnt sich sehr schnell daran, dass er zum Schlafen gezwungen wird. Wenn überhaupt Schlafmittel eingenommen werden müssen, weil die Qualität des Schlafes immer weiter abnimmt, dann sollten diese Mittel immer nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes genommen werden. Mit dem Arzt muss die richtige Dosierung abgestimmt werden und das gilt ganz besonders dann, wenn die Dosis erhöht werden soll. Übrigens, ein Glas mit warmer Milch am Abend kann ebenfalls für einen besseren Schlaf sorgen.

    Bild: © Depositphotos.com / stefanolunardi

  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

    Bild: © Depositphotos.com / stokkete

  • Internet-Beratung hilft bei Depression

    TK-Studie: elektronischer Austausch mit Therapeuten erhöht den Erfolg

    Hamburg (ots) – Leichte bis mittelschwere Depressionen lassen sich mit einer Internetberatung wirksam bekämpfen. Bei einem Pilotprojekt der Techniker Krankenkasse (TK) und der Freien Universität Berlin mit einem internetgestützten Beratungsprogramm sei die Depression der Teilnehmer – gemessen mit dem sogenannten Beck Depressionsinventar II (BDI II) – von 21,98 auf 9,98 Punkte zurück gegangen, teilte die TK mit. „Damit hat sich die Depression im Durchschnitt von einem mittelschweren Krankheitsbild auf einen klinisch nicht mehr bedeutsamen Wert verbessert“, erklärte der Leiter des TK-Versorgungsmanagements Klaus Rupp. Der gemessene Erfolg sei vergleichbar mit dem einer ambulanten Behandlung beim Verhaltenstherapeuten. 

    An dem Pilotprojekt, dem sogenannten TK-Depressions-Coach, haben 1000 Menschen teilgenommen. Innerhalb von sechs Wochen durchliefen die Teilnehmer ein strukturiertes Aufgabenprogramm, erledigten intensive Schreibaufgaben und absolvierten multimediale Audio- und Video-Schulungen. Ein Teil der Patienten durchlief die automatisierte Variante des Programms ohne individuelle schriftliche Rückmeldungen. In der zweiten Gruppe erhielten die Teilnehmer wöchentlich schriftliche Rückmeldungen von einem speziell geschulten Therapeuten. Für die Dialoge nutzten sie ein passwortgeschütztes Online-Portal auf einem speziell gesicherten Server. 

    Die Zwischenergebnisse der laufenden Evaluation zeigen nach Angaben der Psychologin und Studienleiterin Professorin Dr. Christine Knaevelsrud, dass die schriftlichen Rückmeldungen der Therapeuten wesentlich zum Erfolg beitragen. Während bei der automatisierten Variante des Depressions-Coachs 76 Prozent der Teilnehmer bis zum Ende durchgehalten hätten, seien es in der Variante mit einer individuellen Betreuung 84 Prozent gewesen. „Bei beiden Gruppen hat sich die Depression gebessert, aber der schriftliche Austausch mit den Therapeuten führt zu deutlich besseren Ergebnissen als die automatisierte Variante“, so Professorin Knaevelsrud. Das zeige sich auch in der Zufriedenheit der Teilnehmer. In der betreuten Variante des Depressions-Coachs waren 89 Prozent zufrieden mit dem Programm (79 Prozent in der automatisierten Variante) und 81 Prozent würden es weiterempfehlen (70 Prozent in der automatisierten Version). 

    Rupp sieht den Depressions-Coach als ideale Ergänzung zur klassischen ambulanten Verhaltenstherapie. „Gerade zu Beginn einer Depression scheuen viele Menschen den persönlichen Kontakt mit einem Therapeuten und nutzen lieber solch ein niedrigschwelliges Angebot“, so Rupp. „Der Depressions-Coach ist auch in Regionen mit einem dünnen Therapieangebot schnell und leicht zugänglich. Außerdem werden die Teilnehmer selbst aktiv und müssen sich kontinuierlich mit ihrer Depression auseinandersetzen.“ 

    Die TK überarbeitet nach eigenen Angaben ihren Depressions-Coach auf der Grundlage der Evaluation. In der ersten Jahreshälfte 2016 soll das Angebot wieder online gehen. 

    Hinweis für die Redaktionen: 

    Pressefotos zum Thema Depression gibt es unter www.tk.de (Webcode 516032) unter dem Suchbegriff „Depression“. 

     

    Pressekontakt: TK-Pressestelle Michael Ihly Tel. 040 – 6909 2577 michael.ihly@tk.de www.newsroom.tk.de www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3156792
  • Gefährliche Lebensmittel in der Küche

    Gefährliche Lebensmittel in der Küche

    Zahlreiche Lebensmittel beinhalten Giftstoffe und vielen Menschen ist dieser Umstand nicht bewusst. Eine falsche Zubereitung oder Lagerung kann Fleisch, Gemüse oder Obst in gefährliche Lebensmittel verwandeln. Welche gefährliche Lebensmittel es gibt erfahren Sie in unserem Artikel.

    Gefährliche Lebensmittel

    Zu den Lebensmitteln die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen zählen:

    Kichererbsen

    Die Kichererbsen zählen zu den Hülsenfrüchten aus denen die beliebte orientalische Paste Hummus hergestellt wird. Die Falafel ist ein Bällchen aus pürierten Kichererbsen, die frittiert werden und sehr gesund sind. Ungekocht sind Kichererbsen ein echtes Risiko für das körperliche Wohlbefinden, weil das Protein Phasin eine Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und im schlimmsten Fall sogar Krampfanfälle auslösen kann. Das Phasin wird nur durch eine ausreichende Erhitzung aufgelöst. Das Kochen von Kichererbsen ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und daher empfiehlt sich der Kauf fertiger Kichererbsen aus der Dose.

    Muskatnuss

    Die Muskatnuss wird gerne für Kartoffelgerichte wie Kartoffelpüree verwendet und sollte nur in einem geringen Umfang eingesetzt werden. Eine zu große Menge kann Vergiftungen verursachen, die lebensgefährlich sein können. Der Grund für eine mögliche Vergiftung sind die Phenylpropanoide, wozu auch das krebserregende Safrol zählt. Der ebenfalls enthaltene Stoff Myristicin kann ab vier Gramm einen Rauschzustand, Leberschäden, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen verursachen. Generell ist die Muskatnuss ohne Bedenken einsetzbar, wenn sie nur in kleinen Mengen verwendet wird.

    Pilze

    Die Pilze sind als rohes Lebensmittel unbedingt zu meiden, außer es sind Zuchtpilze wie Champignons. Besondere Vorsicht gilt bei Wildpilzen, die generell gegart werden sollten, um einer Vergiftung vorzubeugen. Viele Wildpilze sind mit einem Fuchsbandwurm befallen, der sich im Körper einnisten und gesundheitliche Probleme auslösen kann.

    Zucker, Salz und Fett

    Zucker, Salz und Fett gelten als Hauptverursacher von Diabetes, Fettleibigkeit und Krebs. Alle drei Stoffe stehen im Verdacht den Körper extrem umzubauen. Auf Grund diese zu sogenannten Body Transformation würden. Forschern zufolge werden jährlich Millionen Menschen erkranken oder sterben. Der Verzicht oder Minimierung der drei genannten Stoffe im Ernährungsplan kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

    Gefährliche Lebensmittel-Vergiftungen und deren Vermeidung

    Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts gibt es in Deutschland jährlich 200.000 Lebensmittelvergiftungen, die durch Pilze, Sporen oder Bakterien verursacht werden. In unseren Lebensmitteln befinden sich Dutzende Zusatzstoffe, die den Körper manipulieren und krank machen können. Künstliche Zusatzstoffe sollen teilweise für Depressionen, Alzheimer, Krebs oder Parkinson verantwortlich sein. Die Hersteller verzichten verstärkt auf Zusatzstoffe, aber dennoch sind ein Großteil unserer Lebensmittel mit solchen riskanten Stoffen versehen. In so manchen Nahrungsmittel steckt sogar das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Wie US-Forscher feststellten, befinden sich in einem Menschen über 200 chemische Stoffe.

    Die Lebensmittelindustrie beruft sich auf die erlaubte Tagesdosis (ADI-Wert). Das Prinzip der Tagesdosis ist allerdings 400 Jahre alt und beschreibt die Akzeptanz eines Risikos für die Gesundheit. Der ADI-Wert, wie er auf einer Lebensmittelverpackung steht, gibt keine Auskunft über das Risiko. Stattdessen wird nur die Hinnehmbarkeit genannt.

    Eine Lebensmittelvergiftung kann vermieden werden, indem auf Lebensmittel mit Zusatzstoffen verzichtet, Nahrungsmittel richtet gelagert und zubereitet werden. Wie Lebensmittel richtig gelagert und zubereitet werden, darüber informieren die Verbraucherzentralen, Kochbücher und Ernährungsberater. Beim Einkauf im Supermarkt sollten Nahrungsmittel nicht gekauft werden, die eine Vielzahl Zusatzstoffe enthalten, weil diese wie beschrieben Krankheiten verursachen können.

    Das Ausweichen auf natürliche Lebensmittel, die im Garten selbst gezüchtet, auf dem Markt oder bei einem Landwirt erworben werden, empfiehlt sich als eine gesunde Alternative zur Nahrung aus dem Supermarkt-Regal. Die Kosten für Biolebensmittel sind zwar höher, aber dafür wird das Risiko reduziert Nahrung zu essen, die für den Körper und der Gesundheit riskante Inhalts- und Zusatzstoffe beinhaltet.

    Bild: © Depositphotos.com / Andreus