Schlagwort: Der Blutdruck

  • Warum Blut spenden so wichtig ist

    Warum Blut spenden so wichtig ist

    Blut wird nicht umsonst Lebenssaft genannt, denn Blut ist überlebenswichtig. Nach schweren Unfällen, aber auch bei verschiedenen Krankheiten, wie zum Beispiel bei chronischer Blutarmut, wird Blut benötigt, damit die Unfallopfer oder die Kranken überleben können. Möglich wird das nur durch Blutspenden, die Leben retten und so den Menschen, die krank sind, den Alltag leichter machen. Wer Blut spenden will, der hilft aber nicht nur im medizinischen Sinne, auch für die pharmazeutische Forschung und zu wissenschaftlichen Zwecken wird ständig Blut gebraucht.

    Wer darf Blut spenden?

    In Deutschland darf jeder Blut spenden, der mindestens 18 Jahre und höchstens 75 Jahre alt ist. Wenn schon mehrfach gespendet wurde, dann entfällt die Obergrenze, aber Spender ab dem 72. Lebensjahr müssen sich ärztlich untersuchen lassen, ob sie für eine erneute Spende infrage kommen. Zwischen zwei Blutspenden müssen laut Blutsicherheitsgesetz acht Wochen oder 56 Tage liegen, Frauen dürfen viermal, Männer bis zu sechsmal im Jahr spenden. Allerdings darf nicht jeder sein Blut spenden, Menschen die eine Tätowierung oder ein Piercing haben, können von der Spende ausgeschlossen werden. Das Gleiche gilt auch für Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern, wenn sie Drogen nehmen oder unter einer Tropenkrankheit wie Malaria leiden. Bei diesen Spendern besteht die Gefahr, dass sie unter dem HIV Virus oder unter Hepatitis C leiden. Ausgeschlossen sind außerdem homosexuelle Männer, was von den Interessenverbänden nach wie vor als diskriminierend empfunden wird.

    Wem helfen Blutspenden?

    Das gespendet Blut kommt in eine Blutbank. Von dort aus geht es an die Krankenhäuser, die keine eigene Blutbank haben, und die zum Beispiel Blut für aufwendige Operationen brauchen. Vor allem werden Blutspenden jedoch in der Krebstherapie verwendet, es kommt Menschen zugute, die unter der Bluterkrankheit leiden oder die chronisch blutarm sind. In diesen Fällen ist eine Blutspende alle drei Tage notwendig. Gespendetes Blut wird auch von den Pharmaunternehmen für die Forschung gebraucht, und viele Unfallopfer können nur dann überleben, wenn sie rechtzeitig eine Bluttransfusion bekommen.

    Was passiert bei einer Blutspende?

    Jeder hat wahrscheinlich schon mal einen Aufruf zur Blutspende gelesen, aber nicht jeder traut sich auch, spenden zu gehen. Dabei ist Blut spenden einfach, es ist nicht gefährlich und die Schmerzen sind minimal. Beim jeweiligen Blutspendedienst wie beispielsweise dem Roten Kreuz, müssen alle potenziellen Spender zunächst ihre persönlichen Daten angeben und sich mit dem Personalausweis ausweisen. Dann wird ein medizinischer Fragebogen ausgefüllt, der Blutdruck, die Körpertemperatur und der Puls werden gemessen. Durch einen Einstich im Finger (bei Erstspendern am Ohrläppchen) wird anschließend der sogenannte Hämoglobinwert bestimmt, und die Blutgruppe wird mittels eines Schnelltests ermittelt. Die eigentliche Blutspende dauert dann in der Regel nur zehn Minuten, in denen ca. 500 Milliliter Blut entnommen werden. Nach der Blutspende können sich die Spender zehn Minuten ausruhen, sie bekommen einen kleinen Imbiss und viel zu trinken, damit der Kreislauf nicht schlapp macht. Nach etwa einer Woche wird dann der Blutspenderausweis per Post zugeschickt.

    Welche Arten von Blutspende gibt es?

    Wer zum Blut spenden geht, der gibt eine sogenannte Vollblutspende ab. Das heißt, aus dem gespendeten Blut können je nach Bedarf drei unterschiedliche Blutpräparate hergestellt werden, und zwar aus den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten, den Blutplättchen oder Thrombozyten und dem Blutplasma. Neben der Vollblutspende gibt es noch die Apheresespende, bei der nur einzelne Bauteile wie das Blutplasma verwendet werden, das restliche Blut fließt dann wieder in den Körper zurück. Diese Form der Blutspende ist sehr wichtig, um zum Beispiel die stetige Nachfrage nach speziellen Blutprodukten abdecken zu können.

    Keiner, der Blut spenden will, muss Angst haben, blutarm zu werden, denn der Verlust des Blutes ist schon nach wenigen Tagen wieder komplett ausgeglichen. Nur die roten Blutkörperchen brauchen ca. zwei Monate, bis sie sich regeneriert haben.

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  • Dicke Menschen sind krank – Wahrheit oder Hysterie?

    Dicke Menschen sind krank – Wahrheit oder Hysterie?

    Dick ist nicht schick, dick macht krank – so lautet eine weitverbreitete Meinung. Dicke Menschen sind krank, sie kosten die Krankenkassen viele Millionen Euro und sie werden nicht alt – auch das sind Vorurteile, mit denen diejenigen leben müssen, deren Body-Mass-Index nicht stimmt. Aber stimmt das tatsächlich? Sind alle, die zu dick sind, auch krank? Nein, sagt eine Studie, dicke Menschen sind nicht krank, im Gegenteil, die meisten sind erstaunlich gesund und fühlen sich mit ihrer Körperfülle sehr wohl.

    Die Pläne der Krankenkassen

    Dicke Menschen sind krank und sollen entsprechend mehr in die Krankenkassen einzahlen – was in Deutschland noch kein Thema ist, wird in den USA in naher Zukunft Realität. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist man offenbar der Ansicht, dass alle, die nicht zu 100 % gesund sind, höhere Prämien zahlen sollen, um das Gesundheitswesen gerechter zu machen. Um den „Gesundheitsgrad“ der Versicherten bestimmen zu können, bekommt jeder Versicherte ein Fitnessarmband, das alle Daten speichert und anhand dieser Daten berechnen die Krankenkassen dann den Versicherungstarif. Das klingt ein bisschen wie Science-Fiction, könnte aber bald schon Wirklichkeit werden. Allerdings hat dieser Plan einen Haken, denn wer übergewichtig ist, der muss nicht zwangsläufig auch krank sein und der Body-Mass-Index kann und darf nicht das Maß aller Dinge sein.

    Dicke Menschen sind krank – lügt der BMI?

    Alle Menschen, die einen hohen Body-Mass-Index haben, sind nicht krank, sie sind lediglich übergewichtig. Der BMI wird berechnet, indem man das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße teilt, und laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt der ideale BMI zwischen 18,5 und 25. Ein Mann, der 1,80 m groß ist, sollte nach dem WHO Maß zwischen 60 und maximal 80 Kilogramm wiegen. Diesen perfekten Wert erreichen in Deutschland allerdings nur 39 % aller Männer, die restlichen 61 % sind damit über- oder untergewichtig. Bei den Frauen sieht es etwas besser aus, denn hier haben 53 % den richtigen BMI. Experten warnen jetzt aber davor, den Body-Mass-Index zu einer Art „Heiliger Gral“ zu machen, denn Untersuchungen in den USA haben bewiesen, dass zwar 54 Millionen Amerikaner einen zu hohen BMI haben, aber ansonsten kerngesund sind. Die Annahme, dicke Menschen sind krank, kann aufgrund dieser Studien nicht mehr aufrecht gehalten werden.

    Fettsüchtig und gesund

    Dicke Menschen sind krank – das sollte vor allem für diejenigen gelten, die adipös, also fettsüchtig sind, aber auch das straft die neue Studie aus den USA die Kritiker Lügen. Bei knapp 20 Millionen Amerikanern, die einen Body-Mass-Index von über 30 haben und die damit als fettsüchtig eingestuft werden, fanden sich bei Untersuchungen weder Erkrankungen des Herzens noch des Kreislaufs. Interessanterweise waren bei diesen Menschen auch der Blutdruck und die Blutfettwerte im grünen Bereich, und selbst bei den Körperfettwerten fanden sich keine Auffälligkeiten. Wie es aber um die Belastung der Knochen infolge des starken Übergewichts aussieht, darüber sagt die Studie leider nichts aus.

    Höhere Prämien sind unfair

    Zu sagen, dicke Menschen sind krank und sie damit zu einer Risikogruppe zu erklären, die höhere Beiträge für die Krankenversicherung zahlen soll, ist unfair, besonders dann, wenn man sich den zweiten Teil der Studie ansieht. Für die amerikanische Studie wurden auch die Daten von Menschen erfasst, die einen normalen BMI haben, und bei 20,7 Millionen Menschen wurden die typischen Krankheiten festgestellt, die man übergewichtigen Menschen zurechnen würde. Wenn es einen Plan gibt, die Kosten für die Krankenversicherung an die Gesundheit zu koppeln, dann ist das kein so schlechter Plan, es wird aber nicht funktionieren, die Kosten für die vermeintlichen Risikogruppen wie Übergewichtige, pauschal nach oben zu setzen. Nur zu sagen, dicke Menschen sind krank, reicht nicht aus, um einen höheren Beitrag zu verlangen, dazu müssen schon Fakten geschaffen werden.

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  • Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Depressionen sind fast schon eine Volkskrankheit, immer mehr Menschen leiden unter depressiven Verstimmungen, aber nicht jeder geht auch zum Arzt. Viele gehen stattdessen in die Apotheke oder in den nächsten Drogeriemarkt und kaufen dort Johanniskraut, ein Kraut, das gegen Depressionen, innere Unruhe, Nervosität und auch gegen Angstzustände helfen soll. Johanniskraut gilt als natürliche Alternative zu den klassischen Antidepressiva und wird als vergleichsweise harmlos eingestuft. Aber ist Johanniskraut tatsächlich so harmlos, wie es scheint, oder hat das Heilkraut vielleicht doch unerwünschte Nebenwirkungen?

    Johanniskraut – ein ganz besonderes Kraut

    Im Volksmund wird Johanniskraut auch Herrgottsblut genannt. Seinen Namen verdankt das Kraut aus der Familie der Hartheugewächse aber dem Johannistag, denn die Pflanze blüht immer um den 24.Juni. Unterschieden werden verschiedenen Arten, wie das echte, das getüpfelte, das gewöhnliche und das durchlöcherte Johanniskraut. Das Kraut kann bis zu einem Meter groß werden und bis zu 50 cm tief in der Erde wurzeln. Die Blütezeit beginnt Mitte Juni, sie endet im August und einige Pflanzenteile sind leicht giftig. Die Johanniskrautarten sind überall auf der Welt zuhause, sie wachsen in Europa ebenso wie in Nord- und Südamerika und in Asien, sogar in Australien sind die gelb oder weiß blühenden Pflanzen zu finden.

    Ein bewährtes Heilkraut

    Johanniskraut gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Schon in der Antike nutzen die Menschen das Kraut als Heilmittel gegen nervöse und depressive Verstimmungen, damals als Melancholie bezeichnet. 2015 wurde das Kraut zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, obwohl die Wirkung, vor allen Dingen aber die Nebenwirkungen nicht ganz so unumstritten sind. Zunächst war das beruhigende Kraut nicht für Menschen gedacht, erst als Kühe und Pferde von der Pflanze fraßen und dann deutlich ruhiger wurden, kam man in der Antike auf den Gedanken, die Samen des Johanniskrauts zu isolieren und als Arznei zu verwenden. Das Kraut wurde als Tee aufgekocht, als Tinktur verabreicht und zu Öl destilliert. Es galt als Einreibemittel, um die Gicht und Rheuma zu lindern, es half bei einem schmerzhaften Hexenschuss und auch bei Verrenkungen oder Verstauchungen wurden Umschläge mit konzentriertem Johanniskrautöl auf die betroffenen Körperteile gelegt.

    Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Noch immer gilt, was pflanzlich ist, das ist auch gesund und vor allem immer harmlos, beim Johanniskraut lässt sich das so leider nicht bestätigen. Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben das natürliche Antidepressivum einmal genauer unter die Lupe genommen und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Sie fanden verschiedene Nebenwirkungen, die Palette reicht von Übelkeit über Müdigkeit bis hin zu Panikattacken. Wer regelmäßig Johanniskraut einnimmt, der muss damit rechnen, dass der Blutdruck steigt und es zu Fieber kommen kann. Bei einer zu hohen Dosis kann es zudem zu Bewusstseinsstörungen, Krämpfen und Verwirrtheit kommen. Auch Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille, sind wissenschaftlich belegt. Die Forscher aus Australien warnen davor, das beruhigende Kraut über einen längeren Zeitraum und in größeren Dosen einzunehmen, denn dann sind die Nebenwirkungen ebenso stark und auch so gefährlich, wie das bei Antidepressiva der Fall ist.

    Johanniskraut nicht in der Schwangerschaft einnehmen

    Viele Frauen fühlen sich besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht wohl, sie können schlechter schlafen, sind häufig unruhig oder nervös. Klassische Medikamente kommen in der Schwangerschaft nicht infrage und die natürliche Alternative gilt daher als das perfekte Mittel, was es aber leider nicht ist. Selbst als Tee kommt Johanniskraut während der Schwangerschaft und später auch in der Stillzeit nicht infrage, denn die Nebenwirkungen sind so gravierend, dass sie sowohl der Mutter als auch dem Kind schaden können. Nicht umsonst gilt das Kraut als Gift für schwangere und stillende Frauen, denn im Mittelalter wurde das Kraut, das eigentlich die Nerven beruhigen soll, als Mittel für eine Abtreibung verwendet.

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  • Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Wie in den vorangegangen Wochen, so steht auch in der 7. SSW die Entwicklung des Kindes im Vordergrund, denn in dieser Phase der Schwangerschaft wird aus dem sogenannten Zell-Cluster langsam aber sicher ein Embryo, der menschliche Züge bekommt. Es geschieht einiges in der 7. SSW, denn das Baby ist schon recht weit in seiner Entwicklung, und wenn der Arzt ein Ultraschallbild in der 7. SSW macht, dann kann er einen winzig kleinen Menschen sehen, der sich zum Beispiel erstmals eigenständig bewegen kann. Die SSW 7. Woche ist für die Mutter allerdings eine anstrengende Woche, denn durch die verstärkte Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron hat sie mit allerlei Beschwerden zu kämpfen.

    Wie entwickelt sich der Embryo in der 7. SSW?

    Wenn der Arzt die Größe des Embryos in der 7. SSW bestimmt, dann misst er zum ersten Mal die Scheitel-Steiß-Länge. In der 7. SSW beträgt diese Länge rund fünf Millimeter und ab der 7. SSW wird das Baby jeden Tag um einen weiteren Millimeter wachsen. Die ersten Muskelstränge werden in dieser Schwangerschaftswoche ausgebildet und wenn in der 7. SSW ein Video gemacht wird, dann sind die ersten Bewegungen sichtbar, die aber noch eher an ein Zucken erinnern.

    Das Herz des Embryos pumpt in der 7. SSW mit ungefähr 150 Schlägen pro Minute Sauerstoff und vor allem Blut durch den winzigen Körper. Interessant ist in diesem Stadium der Schwangerschaft aber auch, dass die Anlagen für das Gehirn, die Augen, die Nasenlöcher und die Extremitäten schon sehr deutlich und klar zu erkennen sind. Die Wirbelsäule des Embryos stabilisiert schon den Körper und die Ausbildung des Nervensystems schreitet kontinuierlich voran. Die Auswüchse zwischen der Öffnung des Mundes und des Herzsackes erinnern noch an die Kiemen eines Fisches, erst zu einem späteren Zeitpunkt werden sich an dieser Stelle das Gesicht, der Unterkiefer und der Hals des Kindes bilden.

    Die Augen des Embryos liegen in der 7. SSW noch an den Schläfen und das verleiht dem Baby in dieser Phase das Aussehen eines Fisches. Die kleinen Füße erinnern an Paddel und sind von den Beinen noch nicht zu unterscheiden.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 7. SSW?

    In der 7. SSW ist noch keine Bauchwölbung zu sehen, aber die Mutter hat mit einigen Beschwerden zu tun. Die meisten Frauen werden schnell müde und möchten am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Schuld an dieser großen Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das sich beruhigend auf den Organismus auswirkt, aber eben auch schläfrig macht. Schwangere sollte daher öfter mal eine kleine Pause einlegen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

    Es ist ein wenig paradox, denn auch wenn sich die werdenden Mütter müde fühlen, können dennoch Probleme auftreten, wenn es ums Durchschlafen geht. Das liegt unter anderem an den Mutterbändern, die Bänder, an denen die Gebärmutter hängt, denn diese dehnen sich, was wiederum ein unangenehmes Ziehen zur Folge hat. Da die Gebärmutter stetig wächst, drückt sie immer mehr auf die Blase und der Harndrang treibt die Schwangeren auch in der Nacht auf die Toilette.

    Ob Heißhungerattacken in der 7. SSW eine Last sind, das sieht jede schwangere Frau anders, aber in dieser Phase der Schwangerschaft wünschen sich einige Frauen, dass der Kühlschrank neben dem Bett stehen würde. Der plötzliche Heißhunger tritt auch gerne in der Nacht auf und sorgt damit ebenfalls für eine gestörte Nachtruhe. Einige Frauen haben in der 7. SSW mit Blutdruckproblemen zu kämpfen, der entweder zu hoch oder aber zu niedrig ist. Ist der Blutdruck zu niedrig, dann führt das zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, ist er aber zu hoch, dann löst das bei vielen Frauen ungewohnte Hitzewellen aus. Die Ursache für diese Kreislaufprobleme liegt beim Blutvolumen, was in der Schwangerschaft um bis zu 50 % zunimmt. Dazu kommt, dass das Blut immer dünner wird, damit es problemlos zur Gebärmutter gelangen kann. Das Herz muss in der Folge mehr leisten und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf sind somit vorprogrammiert.

    Sind Zwillinge schon in der 7. SSW sichtbar?

    Frauen, die den Verdacht haben, dass sie in anderen Umständen sind, sollten so schnell wie möglich einen Gynäkologen aufsuchen. Der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen, ob in der 7. SSW nur eine Fruchthöhle oder aber schon ein winziger Embryo zu sehen ist. Eine leere Fruchthöhle ist keine Seltenheit, aber wenn eine Frucht vorhanden ist, dann kann der Arzt das in der Regel schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen.

    Wenn der Bauch in der 7. SSW schon deutlich zu sehen ist und die werdende Mutter sehr deutlich an Gewicht zulegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich vielleicht um mehr als ein Kind handelt. Der Arzt kann in der 7. SSW Zwillinge auf dem Ultraschall erkennen und auch zwei Herztöne können in dieser Schwangerschaftswoche nicht überhört werden. Wenn sich die Zwillinge eine Fruchtblase teilen, nennt der Arzt das monoamnial, hat jedes Kind eine eigene Fruchtblase, dann spricht der Arzt von diamnial. Er achtet zudem darauf, ob sich die Babys eine Plazenta teilen oder ob jeder der Embryos einen Mutterkuchen für sich alleine hat.

    Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, ob es eineiige oder zweieiige Zwillinge werden. Der Ultraschall gibt darüber schon in der 7. SSW Auskunft. Werden die Babys von ein und derselben Plazenta ernährt, dann sind sie eindeutig eineiig, sieht der Arzt aber zwei Fruchtblasen, dann werden die Prognosen wage, denn dann kann es sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge handeln.

    Die erste Untersuchung in der 7. SSW

    Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, dann wird der Arzt die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen und es wird ein Urintest gemacht, zudem testet der Frauenarzt auf eine eventuelle Rhesusunverträglichkeit. Außerdem wird Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informieren.

    Alle Testergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen, den die Mutter in den folgenden Monaten immer bei sich tragen muss. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche bezahlen die Krankenkassen alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW muss die Mutter dann alle zwei Wochen zum Arzt.

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  • Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW ist eine aufregende Woche für Mutter und Kind. Das Baby ist recht munter und die Mutter spürt zum ersten Mal, wie aktiv ihr Kind ist. Vor allem Frauen, die schon ein Kind geboren haben, spüren, wie ausgelassen das Baby in ihrem Bauch turnt und boxt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, nehmen in der 18. Schwangerschaftswoche die Entwicklung des Babys meist nur wie ein leichtes Flattern wahr. Das Baby wächst in der 18. SSW nicht so schnell wie in den vergangenen Wochen, dafür prägen sich seine Fähigkeit zu hören, seine Reflexe und seine Koordination bei der Bewegung immer stärker aus.

    Wie sieht das Baby in der 18. SSW aus?

    Wenn der Arzt in der 18. SSW Bilder des Babys macht, dann wird er es auch vermessen und sein Gewicht ermitteln. Die Gewichtszunahme in der 18. SSW ist gut vorangekommen und das Baby wiegt jetzt zwischen 125 und 190 Gramm. Erstmals in der Schwangerschaft ist das Baby jetzt ebenso groß oder sogar größer als die Gebärmutter und es misst vom Scheitel bis zum Steißbein 13 bis 14 cm. Die 18. SSW ist auch die Woche, in der sich die Konsistenz der Nabelschnur verändert, denn sie wird immer länger, fester und auch dicker. Von der richtigen Beschaffenheit der Nabelschnur hängt alles ab, denn sie ist so etwas wie die Versorgungsleitung von der Mutter zum Kind.

    Das Wachstum des Babys ist in der 18. SSW vor allem auf die Extremitäten ausgerichtet. Langsam aber sicher bekommt das Kind Proportionen und auch die Fettreserven werden in dieser Phase der Schwangerschaft weiter ausgebaut. Die Ohrknöchelchen sind schon angelegt und auch die Geschlechtsorgane sind bereits vollständig entwickelt. Kleine Mädchen haben eine Gebärmutter und auch die Vagina sowie die Eierstöcke befinden sich schon am richtigen Platz.

    Das Baby hat einen Atemreflex und atmet in der 18. SSW rhythmisch ein und aus, es trainiert Fruchtwasser zu trinken und stärkt seine Lungen. Wenn es wach ist, dann turnt es durch Mamas Bauch, spielt mit seinen Füßen und Händen oder versucht nach der Nabelschnur zu greifen. Tag und Nacht kann das Baby in der 18. SSW noch nicht unterscheiden und es schläft auch gerne mal 20 Stunden am Stück. Am Tag wirken die Bewegungen der Mutter wie eine Wiege, die sanft geschaukelt wird, und je mehr sich die Mutter bewegt, umso aktiver wird auch das Kind. Der Arzt kann in der 18. SSW sehen und hören, ob sich das Herz des Kindes gut entwickelt, und auch die Mutter kann über das Stethoskop das Herz ihres Kindes schlagen hören. In der 18. SSW ist ein harter Bauch nichts Ungewöhnliches, denn das Kind ist aktiv und dreht sich munter von einer Seite auf die andere oder macht kleine Purzelbäume.

    Erste Belastungen für die Mutter in der 18. SSW

    In der SSW 18 ist der Bauch der Mutter eine kleine Kugel, aber da die Gebärmutter jetzt die Größe einer Melone hat, kann man sie unterhalb des Bauchnabels ertasten. Viele Frauen fragen sich in der 18. SSW, wie viel KG an Gewicht sie wohl zulegen werden, aber die Antwort darauf lässt sich leider nicht pauschalisieren. Im Schnitt ist es ein Kilo pro Woche, aber das ist natürlich individuell, denn nicht jede Frau wird von Heißhungerattacken heimgesucht. Trotzdem nehmen mit dem Gewicht auch die Beschwerden der Schwangerschaft und die Belastungen der Mutterbänder zu.

    In der 18. SSW verändert die Gebärmutter ihre Position und schiebt sich weiter nach vorne. Das kann bei einigen Frauen zu Gleichgewichtsstörungen führen, denn es wird ab jetzt eine stetig steigende Menge Blut benötigt, das durch die Gefäße gepumpt werden muss. Das führt zu Schwankungen des Blutdrucks und sorgt für Schwindelanfälle. In den meisten Fällen ist der Blutdruck zu niedrig, und wenn es zu einem leichten Schwindel kommen sollte, dann verschwinden die Beschwerden nach einer kleinen Ruhepause sehr schnell wieder. Viele werdende Mütter verspüren in der 18. SSW immer mehr das Bedürfnis nach Ruhe und müssen sich vermehrt von den Strapazen des Alltags erholen.

    Sodbrennen wird in der 18. SSW zum ersten Mal zu einem unangenehmen Problem. Schuld am Sodbrennen sind die Schwangerschaftshormone, die das Gewebe im Körper und damit auch die Muskulatur in der Speiseröhre auflockern. Aber auch dass die Gebärmutter die Organe immer weiter nach oben gegen den Magen drückt, sorgt dafür, dass die Magensäure immer häufiger in die Speiseröhre aufsteigt. Da flaches Liegen die Beschwerden verschlimmert, ist es eine gute Idee, den Kopf und den Rücken etwas höher zu lagern als den Rumpf. Mehrere kleine Mahlzeiten, statt drei großer Mahlzeiten zu essen, kann effektiv dabei helfen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

    Fehlgeburten in der 18. SSW

    Wenn das Baby in der 18. SSW viel schläft und es sich über einen längeren Zeitraum nicht bemerkbar macht, dann sollte die Mutter ihre Hebamme oder ihren Arzt aufsuchen. Wenn in der 18. SSW keine Kindsbewegungen mehr spürbar sind, deutet vieles daraufhin, dass das Kind nicht mehr lebt. Kommt ein Kind als Fehlgeburt in der 18. SSW auf die Welt, dann bedeutet das für die Eltern ein schweres traumatisches Erlebnis, denn sie haben ihr Kind schon auf dem Ultraschallbild gesehen, seinen Herzschlag gehört und seine Bewegungen gespürt.

    Oft ist ein vorzeitiger Blasensprung eine Ursache für eine Fehlgeburt. Nicht selten lebt das Kind noch, aber die Menge an Fruchtwasser reicht nicht mehr aus, um das Kind zu ernähren. Die Mutter muss das Kind dann auf die Welt bringen, im Krankenhaus bekommt sie deshalb Mittel, die die Wehentätigkeit anregen. Ist der Muttermund drei bis vier Zentimeter geöffnet, dann kann das Kind geboren werden. Auf Wunsch der Eltern kann ein Pfarrer das Kind in der Klinik noch taufen und es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in aller Ruhe von dem kleinen Sternenkind zu verabschieden.

    Wurden in früheren Zeiten nach einer Fehlgeburt die Kinder den Eltern weggenommen, so haben die Eltern heute die Möglichkeit, ihr Kind zu beerdigen und so auf eine würdevolle Weise von ihm Abschied zu nehmen. Viele Friedhöfe bieten mittlerweile eigene Bereiche, in denen die zu früh geborenen Sternenkinder zur letzten Ruhe gebettet werden können.

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  • Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    In der 26. SSW geht das zweite Trimester zu Ende und die Mutter ist jetzt in der Mitte des siebten Schwangerschaftsmonats. Frauen, die bisher noch keine Beschwerden verspürt haben, werden in der 26. SSW die Erfahrung machen, dass eine Schwangerschaft durchaus beschwerlich sein kann. Da Baby und Gebärmutter in dieser Phase schnell wachsen, werden die Organe der Mutter verschoben und das macht sich mit Rückenschmerzen, Atemnot und vor allen Dingen mit unangenehmem Sodbrennen bemerkbar. Das Baby ist in seiner Entwicklung weit voran gekommen und die 26. SSW wird von den meisten Babys dazu genutzt, um ausgiebig zu spielen.

    Wie geht es dem Baby in der 26. SSW?

    Wie sieht in der 26. SSW das Gewicht des Babys aus? Es wiegt jetzt rund 900 Gramm und misst zwischen 34 und 36 cm. Die 26. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an diese Phase der Schwangerschaft erinnert, dann wird sie sagen, es war der Monat, in dem das Baby besonders aktiv war. Die Gründe für diese Aktivitäten heißen Reflexe, denn in der 26. SSW bildet das Baby seine Reflexe weiter aus. Auf dem Ultraschallbild zeigt es sich gerne mit dem Daumen im Mund, weil es jetzt weiß, was ein Saugreflex ist und auch der Schluckreflex wird in der 26. SSW trainiert, wenn das Baby Fruchtwasser trinkt. Ausgeprägt ist jetzt auch der Greifreflex, außerdem spielt das Kind mit seinen Fingern, seinen Zehen und auch mit der Nabelschnur. Nach der Geburt wird das Baby über mehr als angeborene 70 Reflexe verfügen.

    Die Funktionen von Blase und Darm werden verfeinert und in der 26. SSW kann das Kind bereits Schmerzen empfinden. Die Nasenflügel öffnen sich in der 26. SSW und die Atemfunktion lässt es jetzt zu, dass das Baby Fruchtwasser einatmen kann. Die Augen öffnen sich und wenn das Kind geboren wird, dann sind seine Augen zunächst einmal blau. Die individuelle Färbung der Iris entsteht erst nach der Geburt. Da die entsprechenden Nervenbahnen zwischen den Augen und der Großhirnrinde bereits sehr gut miteinander vernetzt sind, kann das Baby nicht nur sehen, es ist auch in der Lage, einen Wechsel von Farben und Formen zu unterscheiden.

    Auch die Verbindung zwischen den Ohren und dem Gehirn funktioniert schon, was es dem Baby in der 26. SSW möglich macht, Geräusche und sogar Stimmen voneinander zu unterscheiden. So reagiert es auf die Stimmen der Eltern und hört auch gerne Musik. Berührungen von außen, wie zum Beispiel ein sanftes Streicheln über den Bauch der Mutter, nimmt das Kind nicht nur wahr, es reagiert ab der 26. SSW darauf auch immer stärker. Manchmal macht es sich mit einem kleinen Boxhieb bemerkbar oder tritt mit dem Fuß von innen gegen den Bauch.

    Die Sorgen der Mutter in der 26. SSW

    Die Nachtruhe der Mutter wird in der 26. SSW empfindlich gestört, denn das Baby ist vor allem in der Nacht sehr aktiv, denn nachts werden im Körper der Mutter besonders viele Wehen-Hormone ausgeschüttet. Diese Hormone sollen den Uterus auf die Geburt vorbereiten, die Hormone „beflügeln“ aber auch das Baby, was zu großer Aktivität und einem vermehrten Bewegungsdrang führt. Wenn sich in der 26. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann hat das etwas mit den Bewegungen des Babys zu tun, denn noch reicht der Platz in der Gebärmutter aus, um ausgiebige Streck- und Dehnübungen zu machen.

    Auch Übungswehen in der 26. SSW sind keine Seltenheit. Die werdende Mutter nimmt diese Wehen als ein leichtes Ziehen im Bauch oder im Rücken wahr, allerdings sind diese Schmerzen nicht von langer Dauer. Viele Frauen machen sich aber auch Sorgen, wenn ihr aktives Baby plötzlich eine längere Ruhepause einlegt. In diesem Fall sollte die Mutter 24 Stunden abwarten, bevor sie einen Arzt oder eine Hebamme aufsucht. Der Arzt macht dann einen Ultraschall und misst die Herzfrequenz des Kindes. In der Regel sind solchen Phasen der Ruhe jedoch kein Grund, sich Sorgen zu machen, denn vor allem aktive Babys brauchen längere Ruhepausen, um wieder Kraft zu sammeln.

    Welche Gefahren gibt es in der 26. SSW?

    In der 26. SSW ist die Gewichtszunahme des Babys groß und damit nimmt der Druck auf die inneren Organe der Mutter immer weiter zu. Die körperliche Belastung durch die Schwangerschaft sorgt bei der werdenden Mutter für ein erhöhtes Aufkommen von Blut und das kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Das ist nicht weiter schlimm, aber wenn der Blutdruck plötzlich sehr stark ansteigt oder wenn es zu Sehstörungen kommt, dann wird es gefährlich. Auch wenn sich im Urin der Mutter mehr Eiweiß als gewöhnlich befindet oder wenn die Hände und Füße sehr stark anschwellen, dann besteht die akute Gefahr einer Präeklampsie, einer Schwangerschaftsvergiftung.

    Eine Präeklampsie tritt erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auf, besonders groß ist die Gefahr in der 26. SSW. Der Arzt untersucht Frauen, die in der 26. SSW sind, gezielt auf Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung und auch eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes steht in der 26. SSW auf dem Programm. Der Test wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlen diesen Diabetestest. Eine Präeklampsie kann wie die Diabetes auch, aus medizinischer Sicht sehr gut behandelt werden.

    Frühgeburt in der 26. SSW – wie hoch sind die Überlebenschancen?

    Auch wenn die 26. SSW für eine Frühgeburt ein kritischer Zeitpunkt ist, rund 85 % der Babys, die in dieser Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, überleben und wachsen auch gesund auf. Die Frühchen, die in der 26. SSW geboren werden, müssen in sogenannten Perinatalzentren betreut werden, die es mittlerweile in fast allen Krankenhäusern gibt. Probleme machen vor allem das geringe Gewicht des Kindes und die noch nicht vollständig ausgereiften Organe. Babys, die in der 26. SSW geboren werden, müssen künstlich beatmet werden, da sich seine Lungen noch nicht entfaltet haben, zudem muss der Kreislauf permanent überwacht werden und auch eine künstliche Ernährung durch eine Nasensonde ist in der Phase unverzichtbar. Das Risiko, dass ein Baby neurologische Schäden wie Hör- und Sehprobleme hat, ist bei einer Geburt in der 26. SSW hoch, aber auch Kinder, die anfänglich Probleme hatten, holen Defizite in der Entwicklung schnell wieder auf.

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