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  • Wie gefährlich ist veganes Essen für Kinder?

    Wie gefährlich ist veganes Essen für Kinder?

    Veganes Essen ist im Trend, immer mehr Menschen verzichten komplett auf tierische Produkte und ernähren sich rein pflanzlich. In vielen Familien wird das auch von Kindern und Jugendlichen verlangt, aber hier kann der Trend gefährlich werden. Nicht nur der Bundesgesundheitsminister Christian Schmidt (CSU), sondern auch viele Gesundheitsexperten warnen davor, Kinder vegan zu ernähren, denn das kann nicht nur zu Mangelerscheinungen, sondern sogar zu Schäden im Gehirn führen. Der Bund der Vegetarier ist anderer Meinung.

    Gefährliche Mangelerscheinungen durch veganes Essen

    Christian Schmidt betont, dass er gegen jede Art von Verboten ist und dass jeder das essen soll, was ihm persönlich am Besten schmeckt. Aber wenn es um die Ernährung von Kindern und Jugendlichen geht, dann mischt sich der Minister ein, denn seiner Meinung nach stehen Kinder unter einem besonderen Schutz. Dieser Ansicht ist auch Professor Berthold Koletzko von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, denn er sieht eine große Gefahr für Kinder, die nur veganes Essen zu sich nehmen. Vor allem bei kleineren Kindern kann sich schnell ein Mangel an Vitamin B-12 einstellen, was zur Folge hat, dass auch das Gehirn schwer geschädigt werden kann. Veganes Essen führt nach Meinung von Professor Koletzko zu neurologischen Schäden, bis hin zu einer bleibenden Behinderung.

    Vegetarisch oder vegan?

    Während Vegetarier nur auf Fleisch und Wurst verzichten, sieht veganes Essen auch den vollständigen Verzicht auf alle tierischen Nahrungsmittel vor. Veganer essen keinen Honig, keine Eier, keinen Käse, keinen Joghurt und sie trinken auch keine Milch. Aus diesem Grund raten Ernährungswissenschaftler und Kinderärzte davon ab, Kinder vegan zu ernähren. Kinder, die in der Wachstumsphase sind, aber auch Teenager, die in die Pubertät kommen, brauchen vor allen Dingen eine eisenreiche Ernährung, die veganes Essen so nicht bieten kann. Die Nahrung sollte zudem viel Eiweiß haben, und diese Versorgung mit Vitaminen, Eisen und Eiweiß kann eine vegane Ernährung nicht garantieren. Dazu kommt, dass die Mischung aus Getreide und Hülsenfrüchten in der europäischen Ernährung nicht üblich ist, und auch Soja kommt in den Küchen Europas so gut wie gar nicht vor. Wer sich vegan ernähren will, der muss ein fundiertes Wissen über die genaue Zusammenstellung der Nahrung haben, denn nur dann können Mangelerscheinungen vermieden werden. Da nach Ansicht vieler Ernährungsexperten vegane Ernährung eine Trenderscheinung ist, sind viele Eltern nicht ausreichend informiert, welche Zusammenstellung die Nahrung haben muss, damit ihre Kinder gesund und ausgewogen ernährt werden.

    Das sagt der Vegetarierbund Deutschland

    Sebastian Joy, der Vorsitzende des Deutschen Vegetarierbundes kann die Sorge des Ministers nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach ist ein ausgewogenes und vielseitiges veganes Essen für alle Generationen geeignet, denn auch durch vegetarisches und veganes Essen bekommt der Körper alle nötigen Nährstoffe und alle Vitamine, die er braucht, um gesund zu bleiben. So sollten Kinder und Jugendliche, die vegan leben, zum Beispiel eine Zahncreme mit B-12-Vitaminen benutzen, denn auch das trägt zu einer gesunden veganen Ernährung bei. Experten raten Eltern, die ihre Kinder vegan ernähren wollen, zunächst einen Arzt aufzusuchen, um über einen Ernährungsplan zu sprechen. Der Arzt kann am besten beurteilen, ob es ratsam ist, ein Kind konsequent vegan zu ernähren. In der Regel schlagen Kinderärzte jedoch eine Mischernährung vor, in der neben vielen pflanzlichen Lebensmitteln auch Milch, Fisch und Fleisch zu finden sind.

    Ernährung soll ein Schulfach werden

    Der Bundesgesundheitsminister sieht Ernährungslehre als mögliches Schulfach für die Zukunft. In diesem speziellen Schulfach sollen Kindern lernen, was alles zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehört. Nach Ansicht des Ministers gehört auch das kleine Einmaleins in jedes Klassenzimmer, denn die Kinder sollten wissen, woher ihre Nahrung kommt und wie Lebensmittel hergestellt werden. Ob der Unterricht auch Ratschläge für eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch und Wurst enthält, das ließ der Minister noch offen.

    Bild: © Depositphotos.com / leporiniumberto

  • Kopfschmerzen – die lange vernachlässigte Volkskrankheit

    Kopfschmerzen – die lange vernachlässigte Volkskrankheit

    Keine andere Krankheit ist so weit verbreitet und kommt in so vielen verschiedenen Formen vor, wie Kopfschmerzen. Es gibt 367 Arten von Schmerzen, die den Kopf betreffen und lange Zeit wurde das Leiden, das so viele Menschen quält, sowohl von den Ärzten als auch von den Wissenschaftlern vernachlässigt. Erst jetzt gibt es eine Vielzahl von Therapieansätzen und neue Behandlungsmethoden, die eine Besserung versprechen, aber nicht immer wird das Angebot von denjenigen auch wirklich angenommen, die unter ständigen Schmerzen im Kopf klagen.

    Therapieplätze und Ambulanzen gegen Kopfschmerzen

    Immer mehr Kliniken nehmen heute die Patienten ernst, die über Kopfschmerzen klagen und richten entsprechende Ambulanzen und Therapiezentren ein. So zum Beispiel auch die Charité in Berlin, in der es eine Kopfschmerzambulanz gibt, in der einen Psychologen und Schmerztherapeuten als Ansprechpartner für Patienten mit starken Schmerzen gibt. Das Zentrum in der Berliner Charité bietet neben einer Ambulanz auch eine fünftägige Therapie mit Entspannungsübungen, zudem können Kopfschmerzpatienten dort auch den richtigen Umgang mit Medikamenten lernen. Aufgenommen werden allerdings nur acht Patienten im Monat und nur eine Krankenkasse, die AOK, bezahlt die Therapie. Alle anderen Kassen sehen keine Veranlassung, die Kosten zu übernehmen, denn es handelt sich schließlich „nur“ um Kopfschmerzen.

    Die Krankheit, die verharmlost wird

    Im Zusammenhang mit Kopfschmerzen ist immer das Wörtchen nur zu hören, denn auch wenn die Schmerzen stark sind und die Betroffenen sehr darunter leiden, werden sie selten ernst genommen. Dabei leiden 70 % der Deutschen (54 Millionen) unter nervenden Kopfschmerzen. Die Hälfte der Betroffenen klagt dabei über Spannungsschmerzen, nur in acht Prozent aller Fälle stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter. Alarmierend ist die Zahl von 44 % der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17, die davon betroffen sind, und diese Zahl steigt noch kontinuierlich an. Heute werden schon kleine Kinder behandelt, weil sie regelmäßig über Schmerzen im Kopf klagen. Trotzdem bekommen diese Kinder von den Eltern, aber auch von den Lehrern, Erziehern und Ärzten viel zu oft den Satz, zu hören: Stell dich nicht so an, es sind nur Kopfschmerzen.

    Migräne – die ganz besonderen Kopfschmerzen

    Eine besondere schmerzhafte Form von Kopfschmerz ist die Migräne. Rund 100.000 Menschen in Deutschland werden tagtäglich von einer so heftigen Migräne attackiert, dass sie nicht zur Arbeit gehen können. Neben den hämmernden, bohrenden und ziehenden Schmerzen im Kopf gesellen sich bei einer Migräne noch Erbrechen, Schwindelanfälle, Übelkeit und Sehstörungen dazu, was die Qualen um ein Vielfaches verstärkt. 22 % der Männer und 32 % der Frauen sind von Migräne betroffen, besonders heftig treten die Attacken an den Wochenenden auf. In den Apotheken klingeln die Kassen, denn pro Jahr nehmen die Deutschen mehr als drei Milliarden Tabletten gegen ihre Migräne oder den Kopfschmerz. Rund 85 % nehmen nach eigenen Angaben sogar täglich ein Medikament ein, um die Schmerzen zu lindern.

    Die neue Volkskrankheit

    Es gibt eine Reihe von Volkskrankheiten, aber keine trifft so viele Menschen und kommt so häufig vor wie Kopfschmerzen. Trotzdem spielen die 367 verschiedenen Kopfschmerzarten nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Wie unbedeutend die Schmerzen im Kopf aus der Sicht der Wissenschaft sind, das beweist auch der Bericht zur „Gesundheit der Deutschen“, den das Robert-Koch-Institut jedes Jahr der Bundesregierung vorlegt. In diesem 500 Seiten umfassenden Bericht kommen die Migräne und der Kopfschmerz im Allgemeinen überhaupt nicht vor. Schuld daran ist die Tatsache, dass Schmerzen im Kopf in all ihrer Vielfalt nicht als eine eigenständige Krankheit anerkannt werden, denn wenn sie das wären, dann würde zumindest der Versuch unternommen, sie in den Griff zu bekommen. Jedoch sind auch Fortschritte erzielt worden, denn es gibt heute eine Vielfalt von unterschiedlichen Therapien und auch immer mehr Schmerzzentren, in denen sich die Betroffenen behandeln lassen können.

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  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

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  • Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern ist ein Problem, vor allem die Gruppe der unter Dreijährigen ist besonders von Karies betroffen. Während in allen Altersgruppen die Zahl der kariösen Zähne zurückgeht, steigt sie bei Kindern unter drei Jahren kontinuierlich an. Zahnärzte schlagen jetzt Alarm und empfehlen Karies bei Kindern schon im Babyalter zu behandeln. Kritiker sehen das anders und werfen den Zahnärzten vor, dass sie mit dem Problem Karies bei Kindern Geld verdienen wollen.

    Karies bei Kindern – das Problem heißt Nuckelflaschenkaries

    Im Mund sind nur noch schwarze Stummeln zu sehen, das Zahnfleisch ist entzündet, es eitert und ist angeschwollen – dieser Anblick bietet sich den Zahnärzten immer öfter, wenn sie Kindern unter drei Jahren in den Mund schauen. Meist müssen die Zähne dann unter Vollnarkose vollständig gezogen werden und bis die bleibenden Zähne nachwachsen, müssen die Kinder zahnlos bleiben. Ein Grund für diese katastrophalen Zustände ist der sogenannte Nuckelflaschenkaries, der durch zu zuckerhaltige Getränke ausgelöst wird, die Eltern ihren Kindern in die Nuckelflasche füllen. Rund 15 % aller Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren haben laut einer neuen Studie mindestens einen kariösen Zahn, in einigen Bundesländern sind es sogar noch mehr. Beim bleibenden Gebiss ist Karies bei Kindern seit einigen Jahren rückläufig, aber Kleinkinder sind immer öfter betroffen.

    Ab wann muss Karies bei Kindern behandelt werden?

    Nicht nur Zahnärzte sind heute der Ansicht, dass schon Kinder ab dem sechsten Monat zahnärztlich untersucht werden sollen, auch viele Kinderärzte befürworten diesen Vorschlag. Gerade die Milchzähne sind sehr empfindlich und besonders anfällig. Wenn der Zahnarzt die Zähne des Kindes regelmäßig kontrolliert, dann kommt es später nicht so häufig zu Karies bei Kindern. Leider werden die Zähne der Kinder bei den Eltern nicht so sehr berücksichtigt und sie gehen erst dann mit dem Kind zu einem Zahnarzt, wenn es schon zu spät ist. Eine wichtige Rolle kann in diesem Zusammenhang das bekannte gelbe Untersuchungsheft spielen, das alle Eltern nach der Geburt eines Kindes bekommen.

    Karies schon bei den U-Untersuchungen feststellen

    Karies bei Kindern entsteht, wie bei den meisten Erwachsenen auch, durch die falsche Nahrung, die falschen Getränke und auch durch mangelnde Zahnhygiene. Der gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte, Zahnärzte und Krankenkassen will jetzt etwas unternehmen und Kinder bereits im Säuglingsalter zahnärztlich behandeln lassen. Für den Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer Dietmar Oesterreich, ist Karies bei Kindern die am häufigsten auftretende degenerative Erkrankung bei kleinen Kindern. Er schlägt vor, dass die Eltern zum Zahnarzt geschickt werden sollen, wenn der Kinderarzt bei einer der sogenannten U-Untersuchungen Karies entdeckt. Es gibt zehn von diesen Untersuchungen für Kinder unter sechs Jahren. Wenn die Eltern nicht zum vereinbarten Termin erscheinen, dann werden sie einer zentralen Stelle gemeldet und dann schriftlich aufgefordert, ihr Kind einem Kinderarzt vorzustellen.

    Wie kann Karies bei Kindern verhindert werden?

    Es gibt vieles, was Eltern falsch machen können, wenn es um die Zähne ihrer Kinder geht. So sollten sie den Kleinen zum Beispiel am Abend keine süßen Getränke mehr in die Flasche füllen und das Kind damit ins Bett legen. Obst ist bekanntlich sehr gesund, aber der im Obst enthaltene Fruchtzucker kann Karies bei Kindern auslösen. Zahnärzte empfehlen daher, Kindern nicht über den Tag verteilt immer mal wieder ein Stück Banane oder Apfel anzubieten, besser ist es, wenn die Kinder einmal am Tag eine Portion Obst bekommen. Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien sind von Karies betroffen, und das liegt nicht nur an der falschen Ernährung. Nach Meinung von Gesundheitsexperten ist es die fehlende gesundheitliche Chancengleichheit, die immer wieder dafür sorgt, dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen in der Schule, in der Kita oder im Kindergarten immer öfter bei Vorsorgeuntersuchungen durch den Rost fallen.

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  • Das neue Sterbehilfegesetz – wann ist der Tod Privatsache?

    Das neue Sterbehilfegesetz – wann ist der Tod Privatsache?

    Das Thema Sterbehilfe ist ein komplexes Thema, zu dem jeder eine andere Ansicht hat. Für die katholische Kirche ist Sterbehilfe tabu, denn nach Ansicht der Kirche wird das Leben von Gott gegeben und nur Gott hat das Recht, dieses Leben wieder zu nehmen. Die Ärzte haben einen Eid geleistet und sich dazu verpflichtet, das Leben zu bewahren, zu heilen und zu helfen. Trotzdem ist es für viele Mediziner immer eine schwere Entscheidung, ob sie Beihilfe zum Sterben leisten sollen oder nicht. Das neue Gesetz zur Sterbehilfe, das jetzt durch den Bundestag abgesegnet wurde, soll für Klarheit sorgen.

    Ist der Tod Privatsache?

    Ist der Tod privat und sollte jeder für sich darüber entscheiden können, wann es Zeit wird zu gehen? Mit dieser Frage musste sich jetzt der Bundestag beschäftigen. Am Freitag entschieden die Abgeordneten über die Neureglung der Sterbehilfe und sie kamen zu dem Ergebnis, dass jeder Mensch selbst bestimmt, ob er sterben will, der Staat darf sich nicht mehr einmischen. Die Politiker haben auch beschlossen, die gewerbsmäßige Sterbehilfe unter Strafe zu stellen, außerdem wird diese Regelung als neues Gesetz im Strafgesetzbuch verankert. Vor der Neuregelung der Sterbehilfe war es möglich, mit der Hilfe einer Sterbehilfeorganisation das Leben mittels Medikamenten zu beenden. Die Organisation oder der Verein durften bis Freitag die tödlichen Mittel besorgen, der Patient musste sie nur noch selbst zu sich nehmen, oder zumindest in der Lage dazu sein, die automatische Spritze zu betätigen. Das ist jetzt verboten worden.

    Ist Sterbehilfe für Ärzte strafbar?

    Nicht jeder Arzt ist mit der Sterbehilfe einverstanden, aber es gibt Mediziner, die ihren Patienten helfen wollen, einen Tod in Würde und ohne Schmerzen möglich zu machen. Aber ab wann macht sich ein Arzt strafbar, wenn er seinem Patienten beim Sterben hilft? Palliativmediziner müssen keine Angst haben, sich strafbar zu machen, wenn sie im Rahmen ihrer Tätigkeit Sterbehilfe leisten. Auch die sogenannte Beihilfe zum Selbstmord ist rein theoretisch möglich, ohne dass der Arzt Repressalien zu befürchten hat. Allerdings darf es sich bei dieser Art der Sterbehilfe nur um einen speziellen Einzelfall handeln und genau darin sehen vor allem Medizinethiker ein großes Problem. Wann ist das Handeln des Arztes auf eine Wiederholung angelegt? Nach zwei Fällen oder erst nach zehnmaliger Sterbehilfe? Hier gibt es eine Grauzone und viele Mediziner haben sich gewünscht, dass die Politik auf diese Grauzonen bewusster eingegangen wäre.

    Die Bundesärztekammer ist mit der neuen Sterbehilfe zufrieden

    Die Bundesärztekammer hat sich positiv zur Neuregelung der Sterbehilfe geäußert. Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery ist zufrieden, dass die Ärztinnen und Ärzte sich nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen müssen, kriminell zu sein, wenn sie Sterbehilfe leisten. Bevor der Arzt dem todkranken Patienten helfen darf zu sterben, muss der Patient ein Beratungsgespräch führen. Wenn er dann noch an seinem Entschluss festhält, zu sterben und der Arzt ihm zu verstehen gibt, dass er ihn bei diesem Entschluss unterstützen wird, dann ist Sterbehilfe im legalen gesetzlichen Rahmen möglich. Was passiert aber, wenn der Arzt vor dem Beratungsgespräch und der anschließenden Sterbehilfe zurückschreckt? Viele Ärzte haben aus moralischen Gründen, aber auch aus Angst mit dem Strafrecht in Berührung zu kommen, Vorbehalte gegen die Sterbehilfe. Derjenige, der Sterbehilfe wünscht, steht dann einem Problem gegenüber. Da es Organisationen in Zukunft verboten ist beim Sterben zu helfen, wird nach Meinung der Kritiker der Sterbehilfe-Tourismus in die Schweiz weiter zunehmen, denn in der Schweiz ist die gewerbsmäßige Sterbehilfe nach wie vor erlaubt.

    Sterbehilfe ist und bleibt ein heikles Thema und in einigen Punkten hat sich durch das neue Gesetz die Situation für Sterbebegleiter und auch für Ärzte verschärft. Welche Konsequenzen das Gesetz in der Praxis hat, das muss sich noch zeigen.

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  • Nicht zu viel Süßes für die süßen Kleinen

    Umfrage: Die meisten Eltern halten ihren Nachwuchs in punkto Zucker kurz, doch manche sehen das auch locker

    Baierbrunn (ots) – Den Zuckerkonsum des Nachwuchses hat der Großteil der bundesdeutschen Eltern fest im Blick. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“. Drei Viertel (75,8 Prozent) der befragten Mütter und Väter achten sehr darauf, dass ihre Kinder nicht zu oft süße Getränke, wie Limonade, Cola oder Fruchtsäfte trinken, fast genauso viele (69,3 Prozent) haben ein Auge darauf, dass die Kleinen nicht viel Süßes essen. Bei fast zwei Dritteln (64,7 Prozent) gibt es feste Regeln fürs Naschen, zum Beispiel, dass es vor den Hauptmahlzeiten nichts Süßes gibt. Doch manchen Eltern ist es auch egal, wie viel Zucker die Kleinen zu sich nehmen: Ein Fünftel (22,3 Prozent) lässt diese laut eigener Aussage „im Großen und Ganzen“ so viele Süßigkeiten essen, wie sie wollen, wobei hier natürlich auch das Alter der Kinder eine wesentliche Rolle spielt. Und nicht überall stößt die „Zuckerfürsorge“ auf Verständnis: Mehr als der Hälfte (55,8 Prozent) der befragten Mütter und Väter geht laut eigener Aussage die „Hysterie“ mancher Eltern in punkto Zucker auf die Nerven. 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.111 Bundesbürgern ab 14 Jahre, darunter 464 Frauen und Männer, die zumindest ein minderjähriges Kind haben. 

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    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3148003