Schlagwort: der Patient

  • Was heisst Demenz?

    Was heisst Demenz?

    Die Demenz ist Gehirnerkrankung, die mit dem Abbau von geistigen, sozialen und motorischen Fähigkeiten, meist im fortgeschrittenen Alter, einhergeht. Im Verlauf fortschreitender Demenz können Sprache, Gedächtnis und Persönlichkeit eingeschränkt und verändert werden. Demenz kann verzögert, aber nicht geheilt werden.

     

    Demenz und Alzheimer Erkrankung

    Meist im Alter kann es zu einer Hirnerkrankung kommen, die das Denkvermögen und Verhalten stark beeinträchtigt. Der Betreffende beginnt wirr zu reden, vergisst eben Gesagtes oder Getanes, die Bewegungen werden fahrig, oft leidet das Sprachvermögen und Alltagsgewohnheiten werden vergessen. Eine schwere Form der Demenz ist die Alzheimer Erkrankung. Auf grund dieser Erkrankung verliert der Patient am Ende auch die Ich-Kenntnis und die Wiedererkennung bekannter Personen, ist vollkommen desorientiert, kaum ansprechbar und bedarf ständiger Betreuung. Demenz ist dem Betroffenen zu Beginn bewusst. In dieser Frühphase sind die Erkrankten in ihrer Verzweiflung über eigene Unzulänglichkeit oft aggressiv, sowohl verbal wie tätlich. Allerdings können bei alten Menschen auch der Demenz ähnliche Symptome auftreten, wenn sie unter starkem Flüssigkeitsverlust leiden.

     

    Verzögerung des Verlaufs von Demenz

    Der Abbau von Hirnarealen bei Demenz ist nicht rückgängig zu machen, auch ist die Krankheit nicht heilbar, als Alzheimer Erkrankung im fortgeschrittenen Stadion insbesondere nicht. Jedoch kann bei rechtzeitiger Diagnose und Beachtung früherer Fälle in der Familie, verzögernd eingegriffen werden. Auch vorbeugende Maßnahmen können dem Eintritt der Demenz entgegenwirken. So ist bekannt, dass körperlich und geistig aktive Menschen seltener an Demenz erkranken. Gedächtnistraining und motorische Förderung, sowie viele äußere Reize, die das Gehirn anregen, verzögern die Erkrankung

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Mandeln-OP Erfahrungen

    Mandeln-OP Erfahrungen

    Nahezu jede Operation und die sich daran anschließende Heilung weist einen unterschiedlichen Verlauf auf. Trotzdem gibt es einige Erfahrungswerte, die sich nach einer großen Anzahl von Mandeln-OPs generalisieren lassen. Diese sollte bestenfalls jeder nach einer operativen Entfernung der Mandeln beachten.

     

    Mandeln-OP Erfahrungen

    Die Mandeln-OP erfolgt stets unter Vollnarkose. Innerhalb Deutschlands werden Mandeln Operationen sehr häufig vorgenommen. Sie gelten bereits als Routineeingriffe. Verläuft die Mandeln-OP normal, so ist der Patient binnen einer knappen Stunde betäubt. Die Mandeln Operation selbst weist eine Dauer von etwa einer halben Stunde auf.

     

    Erfahrungen rund um den Ablauf der Mandeln-OP

    Zum festgesetzten OP-Termin muss nüchtern erschienen werden. Dies bedeutet, dass eine bestimmte Zeit vorher weder etwas gegessen noch getrunken werden darf. Im Allgemeinen gilt dies ab 24 Uhr vor der geplanten OP.

     

    In der Klinik wird der Patient oder die Patientin in ein Zimmer gebracht. Hier erhalten Sie das klassische Flügelnachthemd sowie Thrombosestrümpfe. Etwa 30 Minuten vor der Mandeln-OP wird eine Thrombosespritze sowie eine Tablette gegeben. Diese sollte mit möglichst wenig Wasser eingenommen werden. Das leichte Hypnotikum sorgt für eine leichte Sedierung vor der Operation und nimmt die Angst. Anschließend geht es in den Operationsbereich.

     

    Das Medikament bewirkt eine Gelassenheit des Patienten. Im OP-Bereich werden mehrfach Fragen nach dem Namen und dem Grund der OP an den Patienten gestellt. Damit soll eine Verwechslung vermieden werden. In der Regel geben diese Fragen dem Patienten ein relativ gutes Gefühl.

     

    Anschließend wird der Patient auf eine OP-Liege gebettet, die recht schmal ist. Diese ermöglicht eine bessere Fixierung an den Armen. Der Anästhesist legt nun den Zugang sowie verschiedene Sensoren an.

     

    Sind die Ärzte zufrieden, erhält der Patient eine Atemmaske, die eine Sättigungserhöhung des Blutes mit Sauerstoff ermöglicht. Zeitgleich wird das Narkosemittel injiziert. Patienten erinnern sich an ein Aufsteigen einer angenehm empfundenen Wärme im Arm. Unterbrochen wird diese Erinnerung durch eine plötzliche Frage eines Arztes. Dieser möchte wissen, ob der Patient von einem Cocktail am Strand auf Hawaii träumen wolle und … Meist können sich Patienten an den Fortgang der Frage nicht mehr erinnern.

     

    Die weitere Erinnerung ist jene, als sie im Aufwachraum erwachen und nicht genau wissen, wo sie sich überhaupt befinden. Kurz darauf wird der an den Mandeln operierte Patient in sein Zimmer gebracht.

     

    Erfahrungen nach einer Mandel-OP

    Am Tag der Mandel-OP können sich viele Patienten nicht mehr an viel erinnern. In der Regel erfolgt diese Operation vormittags. Die Narkose der OP wirkt noch den gesamten Tag nach. Dadurch schlafen viele Patienten den Rest des Tages. Zum Abend gibt es Essen, dann fallen auch schon wieder die Augen zu.

     

    Mit Schmerzen muss kaum gerechnet werden nach einer Mandel-OP. In den ersten Stunden nach der Operation fühlten sich Patienten wie nach einer durchgemachten Nacht. Sie waren benommen, schläfrig und träge.

     

    An den beiden darauffolgenden Tagen geht es den meisten Patienten recht gut. Es wird ein Gefühl wahrgenommen, als sei gar keine Mandel-OP durchgeführt worden. Einzig beim Essen nehmen sie eine Veränderung wahr. Die eigene Stimme wird als kehlig wahrgenommen. Es besteht ein Gefühl, als würde ständig der Mund zur Hälfte offenstehen. Auch wenn Sie sich an diesen Tagen sehr fit fühlen, sollten Sie sich noch nicht überschätzen.

     

    Am dritten und vierten Tag beginnt der Heilungsprozess. Damit beginnen auch die Schmerzen. Patienten einer Mandel-OP fühlen sich bedeutend schwach. Im Hals wird ein starkes Pochen wahrgenommen. Im Verlaufe der Zeit lassen die Schmerzen nach und lassen sich mit gegebenen Schmerzmitteln sehr gut kontrollieren. Die Schlappheit bleibt jedoch bestehen.

     

    Im Hals machen sich in diesen Tagen erste Fortschritte bemerkbar. Der Wundschorf wird an einigen Stellen bereits dünner. Beim Essen wird ein Gefühl wahrgenommen, ständig nach jedem Bissen stilles Wasser zu trinken. Es wird zumeist befürchtet, dass Speisereste ansonsten an der Wundstelle verbleiben.

  • Lachen für die Gesundheit?

    Lachen für die Gesundheit?

     

    Lachen kann viele Gründe haben. Entweder ist ein Witz lustig, man versucht mit dem Lachen eine peinliche Situation zu überspielen oder unterliegt einfach einem lustigen Gefühlsausbruch, der keine weitere Ursache hat. Oftmals werden die Lachenden rot und schämen sich für ihren Ausbruch. Die Reaktion darauf erfolgt meistens mit dem Spruch, man müsse sich nicht schämen, lachen sei schließlich gesund. Doch stimmt diese These überhaupt und kann ein Lachkrampf nicht gefährlich sein?

     

    Experten empfehlen das Lachen

    Prof. Carsten Niemitz, welcher Humanbiologe an der FU Berlin ist, äußert eine klare Stellungnahme. Er sagt, Lachen sei gesund. Zwar sei keine messbare Reaktion des Körpers möglich, allerdings ließen sich die positiven Auswirkungen des Lachens einfach erklären. Die Ausschüttung von Endorphinen, welche Experten annehmen, löse in Menschen Glückgefühle aus und führe zum Stressabbau.

     

    Lachen als Therapieform

    Aufgrund der Funktion, Glückgefühle auszulösen und Stress abzubauen, wird Lachen auch als Therapieform genutzt. Auch zu diesem Aspekt des Lachens äußert sich Niemitz positiv. „Das scheint erstmal aufgesetzt, künstlich und für Neueinsteiger etwas komisch“, doch mit der Zeit würde die therapeutische Maßnahme wirken. Gerade bei Depressionen könne diese Form der Therapie durchaus Erfolg haben und die Stimmung der Patienten heben, um so ein positives Lebensgefühl aauszulösen.

     

    Wie wird Lachen ausgelöst?

    In der Regel sind Kontrastreize der Auslöser für Lachen. Meistens lösen Witze diese Reize aus, aber auch lustige Situationen im Alltag, die unerwartet kommen, können zum Lachen führen. Ebenso führen körperliche Reize wie das Kitzeln zum Lachen. Niemitz, der Humanbiologe an der FU Berlin, geht sogar weiter und erklärt, dass gemeinsames Lachen die Bindung zwischen Menschen fördern könnte. Außerdem verneint er die Frage, ob man zu viel lachen könne. Auch Lachkrämpfe seien ungefährlich und unbedenklich. Üblich ist jedoch ein Intervall von sechs bis acht Sekunden.

  • Wie lange hält der Tetanus-Impfschutz?

    Wie lange hält der Tetanus-Impfschutz?

    Damit Kinder sorgenlos im Sandkasten spielen können ist ein Tetanusschutz essentiell. Ohne diesen Schutz kann die kleinste Verletzung schon tödlich sein. Tetanus ist vielen auch unter der Bezeichnung Wundstarrkrampf bekannt. Der Erreger ist auf der ganzen Welt verbreitet. Dank zahlreicher Impfmöglichkeiten sind Erkrankungen in Deutschland selten. Zur Erreichung des Schutzes bei Kindern müssen immer drei Impfungen in gewissen Zeitabständen erfolgen.

    Tetanus alle zehn Jahre auffrischen

    Nach der dritten Impfung muss immer nach zehn Jahren eine Auffrischung erfolgen. Im Laufe der Jahre nehmen die wichtigen Antikörper ab, wodurch kein Schutz mehr besteht. Grundsätzlich ist es von Mensch zu Mensch verschieden, wie lange die Antikörper vorhanden sind. Experten raten jedoch dazu, jeweils nach zehn Jahren eine Auffrischungsimpfung zu machen. Ein Verzicht auf die Auffrischungsimpfung kann lebensgefährlich werden. Dann genügen bereits Bagatellverletzungen, den Erreger in den Körper eindringen zu lassen. Die tödlichen Giftstoffe entwickeln sich relativ schnell.

    Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus

    Tetanus Erreger befinden sich im Boden. Aus diesem Grund sollten Kinder so früh wie möglich gegen Tetanus geimpft werden. Bei Kindern und Babys empfiehlt ständige Impfkommission, folgendermaßen zu impfen:

     

    • Ab dem zweiten Monat erfolgt die erste Impfung
    • Nach dem dritten Monat erfolgt die zweite Impfung
    • Und die Dritte Impfung erfolgt nach dem vierten Monat
    • Die letzte der Impfungen erfolgt dann zwischen dem 11. und 14. Monat.

    Die nächste Impfung wird im Alter von sechs Jahren gemacht, dann mit 17 Jahren. Anschließend macht sich eine Auffrischung der Tetanus Impfung in einem Rhythmus von zehn Jahren erforderlich. Säuglinge werden in der Regel grundimmunisiert, und das mit einer Impfung, die gegen sechs Erkrankungen immun macht. Zu der Sechsfachimpfung gehören

    • Tetanus
    • Diphtherie
    • Pertussis
    • Plio
    • Hib und
    • Hepatitis B.

     

    Nebenwirkung der Impfung

    Grundsätzlich sind die Impfungen von heute sehr gut verträglich. Dennoch kann es immer wieder zu Reaktionen kommen. Sehr oft kommt es zu Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle. Dies hat einen ganz simplen Grund. Denn es kommt zu der Anregung der körpereigenen Abwehr.

     

    Ferner kann es vorkommen, dass Lymphknoten anschwellen. Dies ist jedoch vollkommen unbedenklich. Immer wieder sind allgemeine Krankheitsgefühle mit Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen möglich. Auch Fieber kann nach der Impfung auftreten, ebenso wie Magen-Darm-Beschwerden.

     

    Symptome wie bei einer Erkältung sind keine Seltenheit. Aber bereits nach drei Tagen sollten alle Reaktionen auf die Impfung wieder abgeklungen sein. Es kann allerdings gegebenenfalls auch eine allergische Reaktion auf den Impfstoff vorkommen, was aber sehr selten ist.

     

    Tetanus – die große Gefahr

    Der Erreger wird immer über eine Wunde in den Körper und somit eben in den Kreislauf gelangen. Dabei kann es sich auch wirklich nur um ganz kleine Verletzungen handeln.

     

    Zu den ersten Symptomen kommt es nach etwa drei Tagen, die bis hin zu drei Wochen andauern können. Anfängliche Symptome äußern sich in Krämpfen in der Gesichtsmuskulatur, der Patient hat die Gesichtsmuskeln einfach nicht mehr im Griff. Der Mund scheint immer zu grinsen.

     

    Anschließend kann dies auf alle anderen Muskelgruppen übergehen. Besonders die Muskulatur des Kehlkopfes und der Brustmuskulatur sind betroffen. Genau das kann zu einem qualvollen Erstickungstod führen.

     

    Auch heute noch sind es fast 20 % der Erkrankten, die an Herzversagen oder Ersticken sterben. In Ländern mit schlechtem hygienischen Standard und ohne Impfungen sterben viele Frauen und Säuglinge an Wundstarrkrampf. Es sind nicht die Bakterien, welche die Todesgefahr darstellen, sondern die Gifte, die als Abfallprodukt von den Bakterien ausgeschieden werden.

     

    Wer nicht geimpft ist und an Tetanus erkrankt, muss mit einem langen Leidensweg rechnen. Die Wunden werden oft in aufwendigen OPs gesäubert und der Wirkstoff einer Auffrischimpfung gespritzt. Daher kann eine Tetanusimpfung Leben retten. Aber spätestens nach 10 Jahren muss die Impfung immer wieder aufgefrischt werden.

  • Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Warum ist es wichtig, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kopfverletzungen zu kennen? Diese Kenntnisse können bei Bedarf lebensrettend sein. Generell gilt für Kopfverletzungen, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus überwacht werden sollten, um eine genaue Diagnose zu erstellen und entsprechende Behandlungen einzuleiten.

     

    Wie kann es zu Kopfverletzungen kommen?

    Ob Betroffene einen Unfall erleiden, Stürzen oder geschlagen werden, es handelt sich immer um eine Gewalteinwirkung von außen auf den sensiblen Bereich des Kopfes. Die Verletzungen sind unterschiedlicher Art. So können Babys vom Wickeltisch, aus dem Stühlchen oder ihrem Bettchen fallen. Als Erwachsene sind eher Stoßverletzungen häufig, das heißt man stößt seinen Kopf z. B. am Türrahmen, an einem Baugerüst oder einem Verkehrsschild. Auf den Kopf fallende Heckklappen von Autos sind eine häufige Verletzungsursache. Fährt jemand mit einem Pkw gegen ein Hindernis, so kann er sich ebenfalls am Kopf verletzen.

     

    Im Krankenhaus wird dann ausführlich geröntgt, ein MRT oder CT angefertigt, d. h. eine bildgebende Diagnostik durchgeführt. Während ein Bruch des Schädelknochens im Röntgen entdeckt wird, können Wasser- oder Blutansammlungen im Inneren des Schädels besser mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie) nachgewiesen werden.

     

    Die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)

    Sie ist vergleichsweise leicht und recht häufig: die Gehirnerschütterung. Unter anderem ist sie durch eine Bewusstlosigkeit gekennzeichnet, die kurz auftreten oder mehrere Minuten andauern kann. Sie wird vom Helfer manchmal gar nicht bemerkt. Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind weitere Symptome. Gelegentlich treten Erinnerungslücken auf. Selbst nach einer Stunde kann der Patient noch müde, verlangsamt oder benommen wirken. Bewusstlose Menschen kommen in die stabile Seitenlage, weil so die Gefahr geringer ist, an seiner Zunge, Erbrochenem oder Schleim zu ersticken. Menschen, die bei Bewusstsein sind, fragen die Helfer nach dem Namen, der Anschrift oder dem Wochentag.

     

    Der Knochenbruch (Fraktur)

    Ist der Schädelknochen gebrochen, hat der Betroffene kaum Anzeichen. Grundsätzlich sollte bei einem heftigen Sturz oder Schlag sicherheitshalber ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis aufgesucht werden. Im Röntgen werden feine Haarrisse gefunden. Obwohl diese Verletzung relativ selten auftritt, sollte eine Diagnostik erfolgen, damit Folgen, wie Migräne oder häufige Kopfschmerzen verhindert werden.

     

    Beim Schädelbasisbruch tritt Blut oder Nervenwasser (wässrig) aus den Körperöffnungen am Kopf aus, also an Ohr, Nase und/oder Mund. Typische Blutergüsse an beiden Augen stellen sich später ein, das sognannte Brillenhämatom. Betroffene sind oft bewusstlos und können krampfen. Bei einer Verletzung von Innenohr-Organen sind Schwindel, Erbrechen und Übelkeit möglich. Ein Arzt- bzw. Notfallambulanzbesuch ist unumgänglich. Im Krankenhaus oder in der Röntgenpraxis können notwendige bildgebende Untersuchungen erfolgen. Offene Wunden werden mittels Binde und Kompresse versorgt, um die Blutung zu stoppen, bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster aus. Manche Wunde muss auch genäht oder geklammert werden, was der Arzt entscheidet.

     

    Gehirnprellung (Contusio cerebri) und –quetschung (Compressio cerebri)

    Bei einer Prellung bzw. Quetschung des Gehirns ist es möglich, dass die knapp unter der Schädeldecke gelegenen Blutgefäße platzen. Dadurch entstehen Blutergüsse, die das Gehirn unter Druck setzen können. Es kommt sofort oder kurz nach dem Unfallereignis zu einer Bewusstlosigkeit.

     

    Manche Patienten beklagen auch zuerst einen zunehmenden Kopfschmerz, wobei es später zu Schluckauf, Erbrechen, Übelkeit und Lähmungen kommen kann. Zeigt der Betroffene psychische Veränderungen, wie Unruhe, Desinteresse, Abwesenheit, Verlangsamung oder eine Beeinträchtigung der Merkfähigkeit und des Erinnerungsvermögens, kann dies ebenfalls auf eine Prellung oder Quetschung des Gehirns hindeuten.

     

    Hier gilt: Sofort ab ins nächste Krankenhaus! Die nächstgelegene Klinik sorgt mittels Medikamenten für eine Entlastung des Gehirns und eine Minderung des Hirndrucks. Sonst kommt es zu Bewusstseinseintrübungen und später zum Koma. Eine dringende intensivmedizinische Behandlung muss schnellstmöglich erfolgen. Es herrscht sonst akute Lebensgefahr!

  • Sehnenscheide entzündet

    Sehnenscheide entzündet

    Wenn die Sehnenscheide sich entzündet

    Die Sehnenscheide entzündet sich immer dann, wenn eine bestimmte Bewegung stetig wiederholt wird. Das kann unter anderem beim Sport oder bei der Arbeit am Computer der Fall sein. Erste Anzeichen für eine entzündete Sehnenscheide äußern sich in stechenden beziehungsweise ziehenden Schmerzen und Schwellungen.

     

    Wo sich die Sehnenscheide entzünden kann

    An jenen Stellen, wo die Sehnen unmittelbar auf den Knochen treffen oder ihren Verlauf um einen Knochenvorsprung herum haben, sind diese von Sehnenscheiden bedeckt. Diese fungieren als Schutz vor zu starker Reibung.

     

    Werden jedoch bestimmte Sehnen zu heftig beansprucht, entzündet sich die Sehnenscheide. Am häufigsten trifft sich eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk an. Im Grunde kann jedoch jede Sehne, die ihren Verlauf entlang einer Sehnenscheide hat, hiervon betroffen sein.

     

    Entzündete Sehnenscheide – Ursachen

    Im Großen und Ganzen entzündet sich die Sehnenscheide als Folge einer anhaltenden monotonen Bewegung. Aber auch eine auf Dauer falsche Haltung führt zu einer Sehnenscheidenentzündung. Mögliche Ursachen hierfür können unter anderem sein:

     

    • dauerhafte monotone Bewegungen, beispielsweise am Computer oder beim Rudern
    • enorme Belastungen beim Musizieren, unter anderem Geige oder Klavier spielen
    • hohe Belastungen während sportlicher Aktivitäten, zum Beispiel Tennis
    • ungeeigneter Arbeitsplatz, beispielsweise ein schlecht eingestellter Tisch oder Tastatur

     

     

     

    Eher selten zeichnet eine entzündlich-rheumatische Erkrankung von Gelenken für eine entzündete Sehnenscheide verantwortlich. Gelegentlich kann als Ursache dafür, dass die Sehnenscheide entzündet, eine Infektion beispielsweise durch Gonokokken oder Mykoplasmen in Frage kommen.

     

    Sehnenscheide entzündet sich – mögliche Symptome

    Die Symptomatik einer entzündeten Sehnenscheide kann Ähnlichkeiten mit dem Karpaltunnelsyndrom aufweisen. Ist eine Sehnenscheide entzündet, kann dies an nachfolgenden Symptomen erkannt werden:

     

    • heftige stechende oder auch ziehende Schmerzen, bei von selbst in Erscheinung treten oder sich bei Bewegung bemerkbar machen
    • deutlich fühl- und hörbares Knirschen in den betroffenen Gelenken
    • Anschwellen, Erwärmung und Rötung der betroffenen Stelle

     

    Ergänzend verursacht eine chronisch auftretende Entzündung der Sehnenscheide knotenförmige Verdickungen. Derartige Verdickungen entstehen des Öfteren oberhalb des Fingergrundgelenks im Inneren der Handfläche.

     

    Sehnenscheide entzündet – Behandlungsmöglichkeiten

    Hat sich die Sehnenscheide entzündet, genügt im Allgemeinen eine nicht-operative Therapie. So können verschiedene Medikamente oder auch eine äußerliche Zufuhr von Kälte oder Wärme gegen eine entzündete Sehnenscheide wirken.

     

    Zusätzlich sollte bei auftretenden akuten Beschwerden auf die Durchführung der belastenden Tätigkeit verzichtet werden. Am besten wird das betroffene Gelenk ruhiggestellt, beispielsweise mit einer Gipsschiene.

     

    Bemerkt eine Person erste Anzeichen für eine entzündete Sehnenscheide, kann die betroffene Stelle gekühlt werden. Mit der Kühlung wird einer Entzündung entgegengewirkt. Zudem kann eine Kälte- oder Wärmezufuhr zur Linderung der Beschwerden beitragen.

     

    Als Medikamente kommen nicht-steroidale Antirheumatika zum Einsatz. Diese haben eine schmerzlindernde und zugleich entzündungshemmende Wirkung. Ferner kommen auch Präparate zum Einsatz, in denen Kortison enthalten ist sowie spezielle Salben. Diese zeigen positive Wirkungen gegen Schwellungen und Entzündungen.

     

    Treten bei einer entzündeten Sehnenscheide akute Schmerzen auf, verabreicht der Arzt auch ein örtliches Betäubungsmittel. Dieses wird in die Nähe des Nervs, der die Beschwerden verursacht, gespritzt.

     

    Zeichnet eine Infektion dafür verantwortlich, dass sich die Sehnenscheide entzündet hat, so muss der spezielle Erreger bekämpft werden. Der Arzt wird anhand einer Blutuntersuchung zunächst den Erreger bestimmen. Nach Vorliegen des Resultats verschreibt der Arzt in der Regel ein passendes Antibiotikum.

     

    Liegt ein besonders schwerer Verlauf einer Sehnenscheidenentzündung vor und bringt die nicht chirurgische Therapie keinen Erfolg, kann nur noch eine Operation helfen. Im Rahmen dieser wird der Operateur die verengte Stelle im Bereich der entzündeten Sehnenscheide aufspalten. Damit erfährt der Patient eine Entlastung.

     

    Vorbeugung möglich

    Entzündet sich die Sehnenscheide chronisch, so kann sich hieraus ein so genannter schneller Finger entwickeln. Für verschiedene Risikogruppen, die im Beruf sehr viel am Computer arbeiten müssen, gilt die Sehnenscheidenentzündung inzwischen als Berufskrankheit.

     

    Dem Phänomen einer entzündeten Sehnenscheide kann jedoch vorgebeugt werden. Und zwar, indem bei anfallenden monotonen Tätigkeiten in regelmäßigen Abständen Pausen eingelegt werden.

     

    [content-egg-block template=offers_list]