Schlagwort: Der Schmerz

  • Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen, wenn es um den Herzinfarkt geht. Zum einen ist das der sogenannte laute Infarkt mit den bekannten Symptomen, die keiner übersehen kann, und zum anderen ist da der stumme Herzinfarkt, bei dem Betroffenen keine Schmerzen verspüren und den die Ärzte nicht selten sogar übersehen. Es ist der stumme Herzinfarkt, der besonders tückisch ist und der sehr gefährlich werden kann, wenn der Betroffene nicht sofort richtig behandelt wird.

    Der stumme Herzinfarkt – ein Infarkt ohne Drama

    Normalerweise sorgt ein Herzinfarkt für eine dramatische Situation. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, sie leiden unter schrecklicher Atemnot und haben das Gefühl, dass ihr Brustkorb in einem Schraubstock steckt, der immer wieder angezogen wird. Aber diese Form des Herzinfarkts kommt seltener vor, als viele vielleicht denken, deutlich häufiger kommt der stumme Herzinfarkt vor. 80 % der Herzinfarkte sind stumme Infarkte, zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue US-Studie. Stumme Herzinfarkte sind aber nicht nur so gefährlich, weil sie keine Schmerzen verursachen, stumme Herzinfarkte sind auch auf dem EKG selten sichtbar. Aber was macht einen solchen Herzinfarkt dann so gefährlich?

    Warum ist der stumme Herzinfarkt so gefährlich?

    Der stumme Herzinfarkt kann ebenso wie der schmerzhafte Infarkt zum Tod führen und schuld daran ist nicht selten altes Narbengewebe. Diese Vernarbungen schwächen das Muskelgewebe des Herzens und das kann zum Herztod führen. Bei jedem Herzinfarkt kommt es immer zu einer akuten Durchblutungsstörung im Herzmuskelgewebe. Schuld ist meist ein Blutgerinnsel, das mehrere oder auch nur ein einziges Blutgefäß entweder nur verengt oder verstopft. Auf diese Weise werden die Muskelzellen des Herzens nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt, sie sterben schließlich ab und der Herzmuskel wird auf Dauer beschädigt. Nach einem Herzinfarkt entsteht Narbengewebe, das sich nicht mehr ausdehnen kann und das gilt als das größte Risiko für einen stummen Herzinfarkt.

    Viele bemerken den Infarkt gar nicht

    Der stumme Herzinfarkt wird nach Schätzungen von US-Medizinern von 78 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie haben keine Symptome wie plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Arm, und auch die starken Schweißausbrüche und die Übelkeit, die Herzinfarkte oftmals begleiten, sind bei einem stummen Infarkt nicht vorhanden. Die Betroffenen verspüren zwar einen leicht ziehenden Schmerz in der Herzgegend, aber der Allgemeinzustand ist gut und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass es sich eventuell um einen Herzinfarkt handeln könnte.

    Gewissheit erst nach dem Tod

    Nur die wenigsten Menschen, die diese leichten Symptome erleiden, gehen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Wer aber hingeht, der wird nicht selten falsch behandelt, da die Ärzte den stummen Herzinfarkt nicht feststellen konnten. Meist wird nur ein EKG gemacht, eine weiterführende Untersuchung im Herzkatheterlabor, die einen Herzinfarkt deutlich macht, wird selten angeordnet, weil die Verdachtsmomente nicht ausreichend sind. Wenn der stumme Herzinfarkt aber zum Tod führt, dann wird erst in der Pathologie deutlich, was wirklich geschehen ist. Bei einer Autopsie wird klar, dass es am Herz Vernarbungen gibt und dass diese alten Narben für einen nicht erkannten Herzinfarkt verantwortlich sind. So kann es immer wieder passieren, dass es zu einem stummen Herzinfarkt kommt und der Betroffene nicht behandelt wird. Passiert das mehr als einmal, dann steigt durch immer wieder neue Vernarbungen das Risiko, dass der nächste stumme Herzinfarkt der finale Infarkt sein kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die Übergewicht haben oder die viel rauchen, denn hier ist das Herz meist schon vorbelastet, wenn es tatsächlich zu einem stummen Infarkt kommt.

    Alle, die immer wieder einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite verspüren, sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, der die möglichen Ursachen gründlich untersucht, um einen Herzinfarkt ausschließen zu können.

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  • Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Herzenge oder Brustenge, und genau das ist es, was die Menschen empfinden, die unter einer Angina pectoris leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihre Brust in einem Schraubstock steckt, der sich immer enger um ihr Herz schließt, sie können nicht mehr richtig  durchatmen und meinen, dass sie ersticken müssen. Angina pectoris ist eine sogenannte koronale Herzerkrankung, die immer dann auftritt, wenn die Herzkranzgefäße, die koronalen Arterien, nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.

    Angina pectoris – eine häufige Erkrankung

    In den westlichen Industrienationen gehört die Angina pectoris zu den häufigsten Todesursachen. Geschätzt 30 % der Männer und 15 % der Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer Angina pectoris, und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu dieser besonderen Form der Herzerkrankung kommt. Frauen sind vor allem während der Wechseljahre gefährdet, und verschiedene Studien zu diesem Thema sind zu der Erkenntnis gekommen, dass in diesem Zusammenhang das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle spielt. Angina pectoris hat jedoch noch andere Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen, auch Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss können eine Herzkranzverengung auslösen.

    Wie macht sich Angina pectoris bemerkbar?

    Angina pectoris hat viele unterschiedliche Symptome, aber die meisten Betroffenen klagen über die typische Enge in der Brust. Auch ein dumpfes Gefühl und eine Art Brennen hinter dem Brustbein gehören zu den Symptomen einer Angina pectoris. Die Schmerzen können in den linken oder den rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausstrahlen, und auch die Schultern, die Zähne, der Hals und der Magen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Schmerz wird meist nur sehr kurz wahrgenommen und hält in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Minuten an. Dann verschwinden die Schmerzen so plötzlich wieder, wie sie gekommen sind und die Betroffenen fühlen sich wieder gut. Schweißausbrüche und eine blasse Gesichtsfarbe gehören ebenfalls zu einer akuten Angina pectoris und viele Erkrankte haben während einer Schmerzattacke Todesangst oder Panik.

    Wie wird Angina pectoris behandelt?

    Kommt es zu einem akuten Anfall von Angina pectoris, dann werden die Betroffenen meist mit Nitro wie zum Beispiel Glyceroltrinitat behandelt, entweder als Spray oder auch als Kapsel, die der Patient zerbeißen muss. Nitrate haben den großen Vorteil, dass sie schon von der Mundschleimhaut aufgenommen werden und sofort ihre Wirkung entfalten. Nitro sollte aber nicht wie eine normale Tablette mit etwas Wasser eingenommen werden, denn es wird von der Leber zu schnell wieder abgebaut, bevor es die Blutbahn und damit auch das Herz erreichen kann. Wenn es wiederholt zu einen Anfall kommt, dann muss auf jeden Fall der Notarzt verständigt werden, und auch wenn die Beschwerden sehr massiv sind und nicht verschwinden, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, dann sollte umgehend der Notruf getätigt werden.

    Wie können Betroffene vorbeugen?

    Wer schon einmal eine Angina pectoris hatte, der kann effektiv vorbeugen, damit es nicht zu weiteren Attacken kommt. Hier kann der Verzicht auf Nikotin ebenso helfen wie auch eine Regulierung des Blutdrucks. Da auch die Patienten gefährdet sind, die unter Diabetes mellitus leiden, muss der Blutzuckerspiegel konsequent überwacht und optimiert werden. Abnehmen ist ein bewährtes Mittel, um Angina pectoris zu vermeiden, und wer sich viel bewegt, der minimiert das Risiko einer koronalen Herzerkrankung. Optimal sind 15 bis 60 Minuten leichtes Ausdauertraining an fünf Tagen in der Woche. Eine Umstellung der Ernährung ist bei Angina pectoris Pflicht, denn die Krankheit tritt nicht selten nach einem üppigen, fettreichen und schwerem Essen auf. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen, möglichst fettarm und sehr vitaminreich sein. Auch vorbeugende Medikamente wie Aspirin können effektiv dabei helfen, die Angina pectoris auf Dauer in den Griff zu bekommen.

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  • Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs – immer mehr junge Männer sind betroffen

    Hodenkrebs gehört zu den eher selten auftretenden Krebsarten, trotzdem erkranken in Deutschland jedes Jahr 4.700 Männer an dieser Krebsart. Auch wenn die Zahl der Erkrankungen auf den ersten Blick im Vergleich zu anderen Krebsarten niedrig erscheint, es sind hauptsächlich junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die an Hodenkrebs erkranken. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann bestehen sehr gute Heilungschancen, aber viele Männer ignorieren die Symptome und scheuen sich, zu einem Arzt zu gehen.

    Hodenkrebs tritt meist nur einseitig auf

    Die Hoden setzen sich aus mehreren unterschiedlichen Zelltypen zusammen und in einem dieser Zelltypen können sich bösartige Tumore entwickeln. In rund 90 % der Fälle bilden sich diese Tumore auf dem Keimzellgewebe, das in zwei Arten unterschieden wird. Zum einen gibt es die eigentlichen Keimzellen, die sogenannten Seminome und zum anderen gibt es die Nichtseminome, die aus mehreren Gewebearten bestehen. Mutieren diese Zellen, dann bilden sich bösartige Tumore, aber in den meisten Fällen sind nicht beide Hoden, sondern es ist nur einer der Hoden davon betroffen.

    Wie entsteht Hodenkrebs?

    Seit den 1980er Jahren hat sich die Zahl der Hodenkrebs Erkrankungen mehr als verdoppelt. Mediziner machen unter anderem eine Umstellung der Ernährung für diesen Anstieg verantwortlich, die eigentliche Ursache, warum es zu Hodenkrebs kommt, wurde bislang jedoch noch nicht gefunden. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen können. Zu diesen Risiken gehört eine genetische Veranlagung und auch angeborene Fehlstellungen der Hoden, wie zum Beispiel der Hodenhochstand, wenn sich einer der Hoden nicht im Hodensack befindet.

    Symptome selbst erkennen

    Ob mit den Hoden alles in Ordnung ist, das kann jeder Mann selbst relativ einfach feststellen. Wenn die Hoden abgetastet werden und sich Schwellungen oder Verhärtungen ertasten lassen, dann kann das ein erstes Alarmsignal für Hodenkrebs sein. Auch wenn die Hoden beim Abtasten schmerzen, dann ist das ein Symptom, dass Etwas nicht in Ordnung ist. Das Gleiche gilt, wenn sich die Hoden schwer anfühlen oder wenn sich ein ziehender Schmerz einstellt, der bis in die Leiste ausstrahlt, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Im späteren Verlauf kommen dann nicht selten Schmerzen im Rücken und in den Brustdrüsen dazu.

    Heilbar bei Früherkennung

    Hodenkrebs hat nur dann eine sehr gute Chance komplett auszuheilen, wenn er so früh wie möglich erkannt wird. Ärzte raten deshalb allen Männern ab dem 27. Lebensjahr dazu, sich jedes halbe Jahr von einem Urologen untersuchen zu lassen. Männer, die bereits Hodenkrebs in der Familie hatten, sollen ihre Hoden zudem in regelmäßigen Abständen abtasten. Wenn sich Hodenkrebs ausbreitet, dann befällt er sehr schnell andere Organe und die Symptome, besonders die Schmerzen im unteren Bauchbereich, nehmen zu. Wird Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, dann ist er in den meisten Fällen heilbar, selbst im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen nicht schlecht, aber die Behandlung ist deutlich aufwendiger.

    Keine Gefahr für die Potenz

    Der Arzt tastet bei einer Untersuchung zuerst die Hoden ab und verschafft sich dann durch eine Ultraschall- und eine Blutuntersuchung ein genaueres Bild. Besteht der Verdacht, dass es sich um Hodenkrebs handeln könnte, dann wird im Rahmen einer Biopsie eine Gewebeuntersuchung gemacht. Handelt es sich tatsächlich um einen Tumor, dann folgen in der Regel entweder eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie. Viele Männer haben Angst, dass der befallene Hoden operativ entfernt werden muss und sie in der Folge ihre Potenz verlieren oder unfruchtbar werden. In dem meisten Fällen ist diese Angst aber unbegründet, denn eine vorübergehende Impotenz tritt nur während der akuten Therapie auf. Wenn die Therapie beendet ist, dann können die betroffenen Männer wieder ein ganz normales Sexualleben führen und sie sind auch in der Lage, Vater zu werden.

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  • Kreisrunder Haarausfall – nicht nur ein kosmetisches Problem

    Kreisrunder Haarausfall – nicht nur ein kosmetisches Problem

    Es fängt ganz harmlos an, nach dem Kämmen bleiben statt der üblichen zehn bis 20 Haare plötzlich Büschel von Haaren im Kamm hängen. Auch wenn plötzlich viele Haare auf dem Kopfkissen liegen oder nach dem Haare waschen im Handtuch zu finden sind, dann ist das meist ein Zeichen von Alopecia areata – kreisrunder Haarausfall. Kreisrunder Haarausfall ist kein Alarmsignal, denn Haare können keine ernsthaften Erkrankungen verursachen, aber die Betroffenen haben ein kosmetisches Problem, denn innerhalb kürzester Zeit kann eine komplette Glatze entstehen.

    Warum Haare so wichtig sind

    Auch wenn es komisch klingt, aber eine volle Haarpracht ist ein Zeichen für Vitalität und Gesundheit. Haare haben in allen Kulturepochen eine große Rolle gespielt, sie waren und sind ein Statussymbol, sie können ein Zeichen von Protest oder auch von Angepasstheit sein und Haare sind sogar ein nonverbales Mittel zur Konversation. Als der Sage nach Delilah Samson die Haare abschnitt, verlor er seine Kraft, und die alten Römer bewunderten das lange blonde Haar der germanischen Frauen. Im Barock trugen König und Adel kunstvolle Perücken und Faust verliebte sich in Gretchens blonde Zöpfe. Haarausfall, der wird bestenfalls im Alter akzeptiert und selbst wenn es ein natürlicher Prozess ist, viele Männer können mit ihren „Geheimratsecken“ und mit der Stirnglatze nicht gut leben. Umso schmerzlicher ist es daher, wenn die Haare ohne einen ersichtlichen Grund plötzlich ausfallen.

    Kreisrunder Haarausfall – die Diagnose

    Kreisrunder Haarausfall zeigt sich in der Regel zuerst am Hinterkopf. Dort, wo die Haare ausgefallen sind, zeigt sich eine kreisrunde Stelle, die zwischen einem halben und zwei Zentimeter groß und scharf begrenzt ist. Kreisrunder Haarausfall verursacht weder Schmerzen noch einen Juckreiz, er fällt immer erst dann auf, wenn die Haare ausfallen. Leider bleibt es meist nicht bei der kleinen kahlen Stelle am Hinterkopf, die Haare fallen nach und nach aus, und nicht selten bilden sich zwei kahle Stellen, die dann zusammenwachsen und die Fläche vergrößern. Wenn der kreisrunde Haarausfall stoppt, dann bleibt oft ein unschönes Bild von einzelnen Haarbüscheln zwischen den kahlen Stellen stehen. Wenn es zum Alopecia areata totalis kommt, dann bleibt am Ende eine Glatze. Diese Form ist allerdings eher selten und in den meisten Fällen genetisch bedingt.

    Kreisrunder Haarausfall – Die Ursachen

    Warum es zum kreisrunden Haarausfall kommt, das ist bis heute noch nicht vollständig geklärt, aber die Wissenschaft geht von einer autoimmunen Erkrankung aus. Bei dieser Art der Erkrankung zerstört der Körper das eigene Gewebe, das er fälschlicherweise für fremdes Gewebe hält. Möglich ist aber auch ein Bakterienbefall, den die Betroffenen nicht spüren und der in der Regel harmlos ist. Gesicherte Erkenntnisse gibt es nur bei der genetisch bedingten Variante des kreisrunden Haarausfalls. Kreisrunder Haarausfall kann aber auch durch großen Stress und seelischen Kummer, wie beispielsweise durch Trauer ausgelöst werden. Dermatologen sehen zudem einen direkten Zusammenhang zwischen Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen, und dem kreisrunden Haarausfall. Kreisrunder Haarausfall kommt bei Frauen häufiger vor als bei Männern, und Frauen sind meist auch mehrfach betroffen. Wenn kreisrunder Haarausfall zum zweiten Mal auftritt, dann sind sehr oft nicht nur die Kopfhaare, sondern die gesamte Körperbehaarung und auch die Schamhaare betroffen. Warum das so ist, das ist nach wie vor ein Rätsel.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Kommt es zu kreisrundem Haarausfall, dann bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig als zu warten, denn in neun von zehn Fällen wachsen die Haare nach drei bis sechs Monaten wieder von ganz alleine. Zunächst wächst nur eine Art Flaum, und aus diesen dünnen feinen Härchen bilden sich nach und nach wieder kräftige und gesunde Haare. Eine gezielte Behandlung, die die Haare wieder wachsen lässt, gibt es nicht. Trotzdem sollten die Betroffenen eine Blutuntersuchung machen lassen, um eine ernste Erkrankung ausschließen zu können.

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  • Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Auch wenn ein Nabelbruch nur wenig Schmerzen verursacht, muss er unter Umständen doch operiert werden. Während der Nabelbruch bei Säuglingen schnell und gut behandelt werden kann, ist ein Nabelbruch bei erwachsenen Menschen ein größeres Problem. Von Geburt an ist der Nabel so etwas wie die Schwachstelle des Körpers und es sind oftmals kleine Ursachen, die zu einem Nabelbruch oder zu einer Nabelhernie führen können. Schweres Heben, ruckartiges Aufstehen oder auch zu starkes Recken kann dazu führen, dass die sogenannte Bruchpforte bricht.

    Was versteht man unter einem Nabelbruch?

    Wer eine kleine Beule neben oder unter dem Nabel hat und vielleicht einen leicht ziehenden Schmerz spürt, der könnte einen Nabelbruch haben. Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung des Gewebes am Nabel, den sogenannten Nabelsack. Dieser Nabelsack ist die große Schwachstelle, denn er verursacht bei einem Nabelbruch eine Lücke in der Bauchwand, es entsteht die Bruchpforte. Was das Ganze problematisch macht, ist die Tatsache, dass diese Ausstülpung unter Umständen die Eingeweide des Bauchs, wie zum Beispiel Darmschlingen enthalten kann. Ist das der Fall, dann sprechen Ärzte von einem Bruchsackinhalt.

    Wie entsteht ein Nabelbruch?

    Wenn das Kind noch im Mutterleib ist, dann hat das ungeborene Kind im Bereich seines Nabels einen Ansatz, an dem die Nabelschnur praktisch andockt. Dieser Bereich ist eine Schwachstelle in der Bauchwand, die auch nach der Geburt bestehen bleibt. Ein Nabelbruch entsteht immer dann, wenn auf den Bauchraum großer Druck aufgebaut wird, wie das beispielsweise beim Heben von schweren Gegenständen der Fall ist. Aber auch bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft, wenn die Bauchwand großen Belastungen ausgesetzt ist, kann es zu einem Nabelbruch kommen. Es gibt jedoch noch andere Ursachen, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung, denn wenn es in der Familie eine Neigung zur Bindegewebeschwäche gibt, dann ist ein Nabelbruch keine Seltenheit.

    Welche Symptome gibt es?

    Da ein Nabelbruch kaum Schmerzen verursacht, bemerken viele ihn nicht. Ein Nabelbruch ist aber sichtbar, denn am Nabel zeigt sich eine kleine Wölbung. Wenn sich der Bauchnabel hingegen bläulich verfärbt oder wenn ein ziehender Schmerz einsetzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass der Bruchsackinhalt eingeklemmt ist. Sollte das der Fall sein, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, denn meist handelt es sich um eingeklemmtes Darmgewebe und das kann die Durchblutung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der Darm abstirbt. Das zieht weitere gesundheitliche Folgen nach sich und kann unter ungünstigen Umständen sogar lebensgefährlich werden. Ein eingeklemmter Nabelbruch muss sofort operiert werden, allerdings kommt ein solch gefährlicher Nabelbruch nur in drei bis fünf Prozent aller Nabelbrüche vor.

    Die Diagnose Nabelbruch

    Der Arzt diagnostiziert einen Nabelbruch meist durch einen Tastbefund, denn die Bruchpforte in der Bauchwand lässt sich bei den meisten Patienten schnell und einfach ertasten. Hat der Nabelbruch aber ein größeres Ausmaß, und wenn der Verdacht besteht, dass Gewebe eingeklemmt ist, dann kann eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät für Klarheit sorgen.

    Welche Therapie kommt infrage?

    Während sich bei kleinen Kindern der Nabelbruch meist wieder von alleine zurückbildet, muss bei einem erwachsenen Patienten nicht selten operiert werden. Wie umfangreich die Operation ist, das hängt von der Größe des Bruchs ab. Während der OP öffnet der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt die Bauchwand im Bereich des Nabels und verlagert dann den Inhalt des Bruchsacks wieder in den Bauchraum zurück und ist der Bruchsack groß, dann wird der Arzt ihn verkleinern. Bei kleineren Nabelbrüchen wird die Bruchpforte in der Regel direkt wieder vernäht, wenn der Nabelbruch aber größer als zwei Zentimeter ist, dann wird ein Netz aus Kunststoff unter die Bauchwand genäht, um die Bauchdecke zu stützen und sie auf Dauer auch zu stabilisieren, um sie vor weiteren Brüchen zu schützen.

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  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

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