Schlagwort: Deutsche

  • Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Immer mehr Experten warnen davor, dass das deutsche Gesundheitssystem langsam aber sicher kollabiert, denn die Zahl der Deutschen, die krankhaft fettleibig sind, steigt kontinuierlich an. Immer mehr Deutsche sind nicht einfach nur dick, sie sind fett und um dieser Fettleibigkeit Herr zu werden, steigt auch die Zahl derjenigen, die sich einer Magenverkleinerung unterziehen. Diese sehr teure Operation ist für viele der letzte Ausweg, um ihre Gesundheit zu erhalten und abzunehmen, denn auch wenn es unendlich viele Diäten gibt, sie helfen nicht immer, extremes Übergewicht auf Dauer zu senken.

    Die Zahl der Operationen steigt

    Die Zahl der Übergewichtigen steigt und zunehmend legen sich diejenigen, die ihr Gewicht nicht mehr im Griff haben, unters Messer und lassen eine Magenverkleinerung vornehmen. Seit 2008 verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen einen Anstieg an operativen Eingriffen von 60 %, seit 2006 wurden alleine bei der Barmer GEK 400 % mehr Magenverkleinerungen vorgenommen. Bei diesen Zahlen entsteht sehr schnell der Eindruck, als würden sich viele Menschen mit starken Übergewicht einfach mal operieren lassen, weil ihnen die Disziplin fehlt, eine Diät durchzuhalten. Aber das stimmt so nicht, denn besonders nach einer Magenverkleinerung ist mehr Disziplin gefordert, als das bei einer klassischen Diät der Fall ist.

    Wenn keine Diät mehr hilft

    Wann rät der Arzt seinem Patienten zu einer Magenverkleinerung? Das ist immer dann der Fall, wenn der Body-Mass-Index, der sogenannte BMI über 40 liegt, denn in diesen Fällen handelt es sich um Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit und Kaloriensparen macht keinen Sinn mehr. Aus eigener Kraft können die Betroffenen ihre Kilos nicht mehr loswerden, hier hilft nur eine Verkleinerung des Magens, zum Beispiel durch ein Magenband. Immer dann, wenn zwischen 50 und 80 Kilo abgenommen werden müssten, um wieder ein gesundes Gewicht zu erreichen, dann hilft nur eine Magenverkleinerung, denn die Folgen des Übergewichts wie beispielsweise Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Diabetes können dramatische Ausmaße annehmen.

    Eine aufwendige Operation

    In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 2.500 und 3.000 Magenverkleinerungen vorgenommen. Diese Operationen sind nicht nur aus finanzieller Sicht aufwendig, auch die Zeit und das entsprechende Personal aus Ärzten, Ernährungsexperten und Psychologen erfordert mehr Aufwand als bei den meisten anderen Operationen. Die eigentliche Magenverkleinerung ist nur ein Schritt in ein schlankes und gesundes Leben, es kommt auch auf die Nachbetreuung der Patienten an. Sie müssen mit einem deutlich verkleinerten Magenvolumen leben und lernen, sich entsprechend zu ernähren. Wenn es um eine Magenverkleinerung geht, dann ist eine Spezialklinik oder eines der Adipositaszentren in Deutschland eine gute Adresse.

    Mit einer Magenverkleinerung leben

    Wer sich den Magen verkleinern lässt, der muss ein Leben lang mit dieser Entscheidung leben. Nicht nur das Gewicht des Patienten wird verringert, auch der Alltag ändert sich. Die Ernährung muss auf Dauer umgestellt werden und das verändert auch das gesellschaftliche Leben. Therapeuten empfehlen deshalb allen Betroffenen, sich mit Menschen zu treffen, die ebenfalls mit einer Magenverkleinerung leben oder Mitglied in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe zu werden.

    Was kostet eine Magenverkleinerung?

    Eine Operation mit dem Ziel einer Magenverkleinerung ist sehr kostspielig und nur in sehr wenigen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die kompletten Kosten für die OP. Nur in wenigen Ausnahmefällen, wenn bereits viele Versuche gescheitert sind, auf klassische Weise abzunehmen, dann erklären sich die Kassen bereit, die Kosten zu übernehmen. In den USA gehört die Magenverkleinerung mit 50 Operationen auf 100.000 Einwohnern zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. In Frankreich sind es noch 35 OPs auf 100.000 Einwohnern und in Deutschland sind es gerade mal drei Operationen. Experten beobachten aber einen Trend, wonach immer mehr Kassen sich bereit erklären, die Magenverkleinerung zu bezahlen, denn sie können sich ausrechnen, dass die gesundheitlichen Folgen, die die krankhafte Fettsucht mit sich bringt, im Endeffekt noch viel teurer werden.

    Bild: © Depositphotos.com / belchonock

  • Wem die Stunde fehlt

    Umfrage: Die Zeitumstellung macht vielen Deutschen gesundheitlich zu schaffen – Frauen leiden deutlich mehr als Männer

    Baierbrunn (ots) – Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und schlechte Laune – Fast jeder Zweite (42,4 %) hat in den Tagen und Nächten nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ herausgefunden. Ein Drittel (34,6 %) fühlt sich nach der Zeitumstellung meist mehrere Tage müde oder schlapp, jeder Vierte (23,9 %) leidet etliche Nächte unter Schlafstörungen. Ebenso viele können sich nach der Zeitumstellung oft mehrere Tage nur schlecht konzentrieren (23,7%) und/oder fühlen sich gereizt und schlecht gelaunt (22,8 %). Vor allem kleine Kinder brauchen nach Erfahrung der Mehrheit der Deutschen (56,3 %) meist sehr lange, um ihr Schlafverhalten an die neue Zeit anzupassen. Zudem macht die Zeitumstellung der Umfrage zufolge Frauen wesentlich mehr zu schaffen als Männern. Von ihnen klagt die Hälfte über Gesundheitsprobleme (49,3 %), bei den Männern lediglich etwas mehr als ein Drittel (35,2 %). Drei von zehn der weiblichen Befragten (29,5 %) berichten über Schlafstörungen, bei den Männern sind es nur 18 Prozent. Ähnlich sieht es bei der Konzentrationsschwäche aus (Frauen: 28,3 %; Männer: 19,0 %). Entsprechend sagen auch vermehrt Männer, ihnen mache die Zeitumstellung überhaupt nichts aus, sie bemerkten sie eigentlich kaum (Männer: 54,4 %; Frauen; 42,2 %). 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.969 Personen ab 14 Jahren, darunter 965 Männer und 1.004 Frauen. 

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei. Die Inhalte weiterführender Links, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, unterliegen dem Copyright des jeweiligen Anbieters der verlinkten Seite. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3156591
  • Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wer gerne Wurst und Schinken isst, wird die Nachricht der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Schrecken gehört haben, denn die WHO warnt vor dem Verzehr von Wurst und Schinken, weil diese krebserregend sein können. Aber nicht nur Wurst und Schinken stehen im Kreuzfeuer, auch rotes Fleisch vom Rind und Schwein soll nicht gesund sein, und das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, steigt demnach mit jedem gegessenen Steak. Müssen sich jetzt alle Sorgen machen, die gerne Steaks, Wurst und Schinken essen?

    Wurst und Schinken sind beliebt

    Am Morgen die Scheibe Salami aufs Frühstücksbrötchen, zum Mittagessen eine leckere Brat- oder Currywurst und am Abend vielleicht noch ein saftiges Rumpsteak mit Beilagen – Fleisch, Wurst und Schinken gehören bei vielen Menschen bei der Ernährung einfach dazu. Pro Jahr essen die Deutschen rund 38,1 % Schweinefleisch und 12,9 % Rindfleisch, genauso beliebt ist der Schinken vom Schwein, sowie diverse Wurstsorten wie Fleischwurst, Salami oder Leberwurst. 85 % der Deutschen essen beinahe jeden Tag Wurst und Schinken, wobei Männer mit 42 % beim Fleisch- und Wurstkonsum weit vorne liegen. Bei den Damen sind es 23 %, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen.

    800 Studien

    Die WHO hat für ihren neuen Bericht 800 unterschiedliche Studien ausgewertet, die sich mit einem eventuellen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Wurst und Schinken und einem erhöhten Krebsrisiko beschäftigt haben. Das Ergebnis ist, dass die Gefahr an Krebs zu erkranken, sehr gering ist, selbst für diejenigen, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen. Es kommt nach Ansicht der WHO jedoch auf die Menge an und auch die Verarbeitung der Fleisch- und Wurstwaren spielt eine entscheidende Rolle, ob die Gefahr besteht, an Krebs zu erkranken oder eher nicht. Die WHO musste allerdings einräumen, dass es nicht nur Fleisch- und Wurstwaren sind, die Krebs erzeugen können, auch viele andere Faktoren spielen dabei eine Rolle.

    Wurst und Schinken – es kommt auf die Verarbeitung an

    Um Fleisch, Wurst und Schinken haltbar zu machen, werden sie gepökelt, gesalzen, geräuchert oder auch fermentiert. Und genau das ist es, was Fleisch, Wurst und Schinken nach Ansicht der WHO gefährlich macht. Besonders gilt das für Würstchen, Dosenfleisch, Trockenfleisch und Soßen, die auf der Basis von rotem Fleisch hergestellt werden. Die WHO geht sogar noch einen Schritt weiter und stuft diese Fleisch- und Wurstwaren als genauso gefährlich ein, wie Tabak und Asbest.

    Was empfiehlt die DGE zum Thema Wurst und Schinken?

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, hat sich Gedanken zum Verzehr und zur Gefahr von Wurst und Schinken gemacht. Die DGE sieht das Risiko jedoch deutlich geringer als die WHO, ihrer Ansicht nach sollten es nicht mehr als maximal 600 Gramm Fleisch, Wurst und Schinken am Tag sein. Es ist vor allem der männliche Teil der Bevölkerung, der deutlich mehr isst. 61 % der Männer gaben bei einer Umfrage an, jeden Tag und zu jeder Mahlzeit Wurst und Schinken zu essen, bei den Frauen sind es nur 31 %. Diese Zahlen zeigen, dass Fleisch- und Wurstwaren bei den Deutschen einfach zur Ernährung gehören.

    Das vegane Angebot wird größer

    Rund die Hälfte der Deutschen kann sich nicht nur vorstellen, den Fleisch- und Wurstkonsum zu senken, 49 % versuchen es sogar. Immer mehr Deutsche sind bereit, ihre Essgewohnheiten bei Fleisch, Wurst und Schinken grundlegend zu ändern. Auch die Zahl derer, die sich zukünftig vegetarisch oder sogar vegan ernähren wollen, steigt stetig an. Ein Grund für diesen Trend ist auch das immer größer werdende Angebot der Industrie an veganen oder vegetarischen Lebensmitteln. Wie groß das Angebot ist, das zeigte auch die Ernährungsmesse Anuga in Köln, denn knapp die Hälfte der Aussteller hatte vegane oder vegetarische Lebensmittel im Programm.

    Bild: © Depositphotos.com / dar19.30

  • Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Wenn die Tage kürzer werden, dann ist auch die Grippe wieder da. Wie in jedem Jahr steigt im Herbst und Winter die Zahl der Erkrankungen, und alle, die sich schützen wollen, sollten sich jetzt impfen lassen. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bislang 21 Millionen Einheiten Impfstoff freigegeben, aber ob der Impfstoff gegen die diesjährige Grippewelle helfen wird, daran zweifeln viele Experten. Besonders der sogenannte Dreifach-Impfstoff, der Antigene aus drei akut zirkulierenden Grippeviren enthält, steht in der Kritik.

    Ist der neue Impfstoff effektiv?

    Der Impfstoff, der zurzeit zur Verfügung steht, schützt vor zwei Varianten des Grippetyps A und vor einer Variante des Grippetyps B. Das reicht bei Weitem nicht aus, kritisieren viele Ärzte. Sie raten dazu, den in Deutschland eher selten verabreichten Vierfach-Impfschutz in die Grippeimpfung aufzunehmen, denn dieser Impfstoff enthält noch einen weiteren Schutz gegen die B-Variante. Nach Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts gibt es jedoch schon jetzt erhebliche Engpässe, der vierfache Schutz ist momentan nur noch im Großhandel zu bekommen.

    Was die WHO empfiehlt

    Jedes Jahr gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO eine neue Empfehlung über die Zusammensetzung des aktuellen Grippeimpfstoffes heraus. Diese Empfehlung erfolgt jedes Jahr, allerdings weit vor Beginn der neuen Grippesaison. Das birgt die große Gefahr, dass sich das Grippevirus bis zum eigentlichen Ausbruch der Grippe noch genetisch verändern kann. Im schlimmsten Fall ist das im Impfstoff enthaltene Eiweiß nicht mehr mit dem Oberflächeneiweiß des eigentlichen Grippeerregers kompatibel, das menschliche Immunsystem muss praktisch blind auf den noch unbekannten Virus reagieren. Das Ganze erinnert dann an eine Art Lotterie, denn nicht bei jedem, der sich impfen lässt, erkennt das Immunsystem den Impfstoff.

    Keine Gefahr durch den bewährten Impfstoff

    Die Krankenkasse Barmer GEK sieht momentan keine Gefahr und ist sich sicher, dass der Dreifach-Impfstoff vollkommen ausreichen wird, bei der kommenden Grippewelle den notwendigen Schutz zu bieten. Der Vierfach-Impfstoff ist zudem sehr viel teurer als der bekannte und bewährte dreifache Schutz, außerdem kostet der aktuelle Impfstoff nach Angaben der Barmer weniger als ein Drittel des Vierfach-Impfstoffes. Nach Ansicht der Klinik für Infektiologie und Pneumologie der Berliner Charité ist die Einschätzung der Krankenkasse irrelevant, denn es kann nicht sein, so die Experten der Charité, dass man auf gut Glück impft und hofft, dass kein Patient den gefährlichen zweiten B-Typ des Grippevirus hat. Das Robert-Koch-Institut betont aber, dass es sehr sich wichtig ist, sich überhaupt impfen zu lassen, denn während der Grippewelle im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 6,2 Millionen Menschen aufgrund grippaler Symptome behandelt.

    Nur ein Bruchteil

    In weiten Teilen der Bevölkerung wird eine echte Grippe immer noch mit einem grippalen Infekt verwechselt, also mit einer normalen Erkältung. Daher ist es sehr schwer, genaue Schätzungen abzugeben, wie viele der 6,2 Millionen Bürger auch tatsächlich eine Grippe hatten. 2014 wurden nur in knapp 70.000 Blutproben echte Grippeerreger nachgewiesen, und auch die Zahl der Todesfälle schwankt von Jahr zu Jahr. Besonders hoch war die Zahl allerdings zwischen 2012 und 2013, damals starben rund 20.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.

    Die Impfquoten sinken

    Die Ärzte beklagen eine zunehmenden Impfmüdigkeit der Deutschen. In der Gruppe der Menschen über 60 lassen sich 50 % impfen, in diesem Alter empfiehlt die Ständige Impfkommission aber auch eine Impfung. Beim jüngeren Teil der Bevölkerung ist hingegen nur jeder vierte Deutsche gegen die Grippe geimpft. Ein Grund für das fehlende Interesse an einer Immunisierung ist, dass die Grippe für eine eher harmlose Krankheit gehalten wird, was aus dem Unwissen über den Unterschied zwischen einer harmlosen Erkältung und einer echten Grippe resultiert.

    In diesem Jahr wird sich nach Ansicht von Experten die Grippewelle verschärfen, denn die Vielzahl der Flüchtlinge, die eng zusammen in ihren Unterkünften leben, können für Massenausbrüche der Grippe sorgen.

    Bild: © Depositphotos.com / Esbenklinker

  • Angst vorm Zahnarzt und wie man sie überwinden kann

    Angst vorm Zahnarzt und wie man sie überwinden kann

    Schon der Gedanke an den Bohrer sorgt bei vielen Menschen für Schweißausbrüche und Herzrasen, denn geschätzt 60 % bis 80 % der Deutschen haben Angst vorm Zahnarzt. Mehr als 20 % haben sogar mehr als einfach nur Angst vorm Zahnarzt, sie sind in Panik, wenn es darum geht einen Zahnarzt aufzusuchen. Zugegeben, ein Besuch beim Zahnarzt ist selten angenehm, aber eine Dentalphobie, wie die Angst vorm Zahnarzt auch genannt wird, macht es nicht besser. Es gibt heute Mittel und Wege, um die Angst vor dem Zahnarzt unter Kontrolle zu bekommen.

    Angst vor der Behandlung

    Wer Angst vorm Zahnarzt hat, der fürchtet sich nicht vor dem Arzt selbst, sondern vielmehr vor der Behandlung. Psychologen haben eine Art Katalog zusammengestellt, was den meisten Menschen besonders viel Angst macht:

    • Die Betäubungsspritze
    • Das Geräusch des Bohrers
    • Der Anblick des Bohrers
    • Der Anblick der Betäubungsspritze
    • Die Schmerzen, die aus der Behandlung resultieren

    Die Angst vorm Zahnarzt ist ein Problem, das ernst genommen werden und auch behandelt werden sollte. Wer Angst vor dem Gang zum Zahnarzt hat, der wird nur dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Zahnschmerzen unerträglich werden, erforderliche Folgetermine werden sehr oft nicht mehr wahrgenommen und die Zahngesundheit wird immer schlechter. In der Folge fallen Zähne aus, das Essen wird problematisch und die Betroffenen geraten immer mehr ins soziale Abseits. Die Angst vor der Behandlung lässt sich heute gut therapieren und sie ist in den meisten Fällen auch heilbar.

    Wie entsteht die Angst vorm Zahnarzt?

    Für die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung gibt es viele unterschiedliche Faktoren, die dann zusammenwirken und für eine Dentalphobie sorgen. Vielfach sind es traumatische Erlebnisse aus der Kindheit, die für die Angst vorm Zahnarzt auch im Erwachsenenalter verantwortlich sind. Aber auch wer schon eine sehr schmerzhafte Behandlung beim Zahnarzt hinter sich hat, der entwickelt Angst, denn vor jedem geplanten Zahnarztbesuch kommen die Erinnerungen wieder. Viele haben auch Angst, weil sie im Freundes- oder Bekanntenkreis Schilderungen von schmerzhaften Behandlungen gehört haben.

    Angst vorm Zahnarzt – Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

    Zittern, Angstschweiß, Herzrasen, das Gefühl in Ohnmacht zu fallen – das sind nur einige der Symptome, die diejenigen plagen, die Angst vor dem Zahnarztbesuch haben. Der erste Schritt, um diese Angst oder sogar die Panik in den Griff zu bekommen, ist dem Betroffenen klar zu machen, dass es Zeit wird, etwas gegen die Angst zu unternehmen. Im zweiten Schritt sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, zu dem die Betroffenen Vertrauen haben oder ein Zahnarzt, der sich auf Angstpatienten spezialisiert hat. Besonders bewährt haben sich psychotherapeutische Maßnahmen mit der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie, bei der sich der Patient bewusst seinen Ängsten stellen soll. Auch eine Entspannungstherapie kann hilfreich sein, denn Studien haben gezeigt, dass viele Menschen weitaus weniger Angst haben, wenn sie zum Beispiel Musik hören.

    Die Behandlung mit Medikamenten

    Wenn psychologische Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann gibt es auch die Möglichkeit, angstlösende Medikamente einzusetzen. Zwar sind Medikamente keine Lösung für eine Langzeittherapie, aber sie können bei akuten Panikattacken helfen und den Patienten für die Dauer der Behandlung die Angst nehmen. Wenn es um Behandlungen geht, die sehr lange dauern, sehr kompliziert und auch mit großen Schmerzen verbunden sind, dann ist eine Vollnarkose die beste Lösung. Wichtig ist es aber, dass der Zahnarzt einen eigenen Narkosearzt hat, der während der Behandlung den Patienten permanent überwacht. Medikamentöse Lösungen machen Angstpatienten den Besuch beim Zahnarzt zwar einfacher, aber sie sind nicht dauerhaft anwendbar, denn die Angst bleibt bestehen. Alle, die Angst vorm Zahnarzt haben, sind daher besser beraten eine Therapie zu machen, um so die Angst zu überwinden. Nur wer dauerhaft keine Angst mehr vor dem Zahnarzt hat, der sorgt für immer gesunde Zähne.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Crystal Meth – die Killerdroge ist weiter auf dem Vormarsch

    Crystal Meth – die Killerdroge ist weiter auf dem Vormarsch

    Sie sehen unscheinbar aus und erinnern an harmlose Zuckerkristalle, aber Crystal Meth ist zur Zeit die gefährlichste Droge der Welt. Die Droge, die ihren Weg aus den USA auch nach Deutschland fand, fordert immer mehr Opfer. Vor allem im Norden von Bayern, aber auch in Sachsen ist Crystal Meth zu einem sehr großen Problem geworden, denn der Schmuggel an der Grenze zu Tschechien nimmt immer größere Ausmaße an. Zwar ist der Konsum von harten Drogen laut der aktuellen Kriminalstatistik seit einiger Zeit rückläufig, aber die Zahl der Erstkonsumenten von Crystal Meth hat sich seit 2011 fast verzehnfacht.

    Sofort abhängig mit Crystal Meth

    Anders als andere Drogen wie Kokain oder Heroin, bei denen sich die Abhängigkeit erst nach und nach einstellt, macht Crystal Meth sofort süchtig. Viele der Abhängigen berichten, dass sie schon nach dem ersten Rausch keine Chance mehr hatten, wieder aufzuhören. Die meisten lernen Crystal Meth als Partydroge kennen, denn Crystal Meth hat eine stark euphorisierende Wirkung, sie enthemmt und sie hält die Konsumenten bis zu 36 Stunden wach und im Rauschzustand. Nach dem Rausch beginnt der rasante Absturz, und um diesen brutalen Absturz wieder aufzufangen, greifen die Betroffenen wieder zu Crystal Meth, und der Teufelskreis schließt sich sehr schnell. Dazu kommt, dass Crystal Meth deutlich billiger ist als Heroin und Kokain, und das ist mit ein Grund, warum es immer mehr Abhängige gibt.

    Crystal Meth – Gift für den Körper

    Wer Crystal Meth einmal verfallen ist, der wird sehr schnell sehr tief fallen. Die Konsumenten essen nichts mehr und magern immer mehr ab. Im Verlauf der Sucht fallen die Zähne aus und das Hautbild verändert sich. Die Haut wird unrein, es bilden sich Pickel und Akne, die Haut eitert, es bilden sich hässliche Geschwüre, die nicht mehr verheilen. Der Herzschlag wird gefährlich erhöht, der Blutdruck steigt an und die Pupillen erweitern sich. Die Betroffenen leiden unter einer starken Übelkeit, sie fiebern schnell und wenn die Droge geschnupft wird, dann werden auch die Nasenschleimhäute zerstört. Bei schwerst Abhängigen werden zudem die Leber, die Lunge und die Nieren geschädigt, es kommt zu Herzinfarkten und Schlaganfällen, auch bei jungen Menschen.

    Auch die Seele leidet

    Neben den körperlichen Reaktionen auf die Droge leidet auch die Seele unter Crystal Meth. Die Droge, die in der Regel aus tschechischen Drogenküchen nahe der deutschen Grenze kommt, sorgt schnell dafür, dass die Betroffenen schwere Psychosen bekommen. Viele Crystal Meth Abhängige fallen durch ein bizarres Verhalten auf, sie sind fahrig, neigen zu Panikattacken, sie werden apathisch und sind zunehmend verwirrt. Nicht selten entwickelt sich eine Schizophrenie, die Konsumenten hören Stimmen, sie haben Halluzinationen und landen in der Psychiatrie, kaputt an Leib und Seele. Crystal Meth kann auch zu schweren Hirnschädigungen und schließlich zum Tod führen.

    Quer durch alle Gesellschaftsschichten

    Ist Kokain bis heute die Droge der Reichen und Schönen, so ist Crystal Meth die Droge für Jedermann. Abhängige sind in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden und sie reichen vom erfolgreichen Geschäftsmann, über den Studenten bis hin zur Hausfrau und Mutter. Der große Kreis der Süchtigen resultiert auch aus dem günstigen Preis, der für ein Gramm Crystal Meth gezahlt werden muss, denn das Methamphetamin ist relativ einfach und kostengünstig in der Herstellung. Auch Fernsehserien wie „Breaking Bad“ haben nach Ansicht von Experten dafür gesorgt, dass es immer mehr Süchtige gibt. Aktuell schätzt die UNO die Zahl der Abhängigen weltweit auf 24 Millionen Menschen, die Dunkelziffer dürfte aber um einiges höher sein. Synthetisches Amphetamin wurde 1863 zum ersten Mal hergestellt und vor allem im Zweiten Weltkrieg nahmen die Soldaten die Droge, um lange ohne Ermüdungserscheinungen wach zu bleiben. Jetzt überschwemmt Crystal Meth Deutschland und die Zahl der Abhängigen wächst weiter.

    Bild: © Depositphotos.com / klublub