Schlagwort: Deutschland

  • Kein Durchblick im Dschungel der Gesundheits-Apps

    Kein Durchblick im Dschungel der Gesundheits-Apps

    Praktisch im Stundentakt kommen neue Gesundheits-Apps auf den Markt und die Patienten fühlen sich zunehmend gestresst und bei der Auswahl überfordert. Welche App ist die richtige? Welche Apps sind auch wirklich seriös und welche sind besonders hilfreich? Helfen könnte so etwas wie ein Gütesiegel, aber davon ist man in Deutschland leider noch meilenweit entfernt.

    Das Smartphone als digitaler Arzt

    Die Zeiten, als Smartphones zum Telefonieren, zum Spielen oder Musik hören genutzt wurde, sind lange vorbei. Heute ist das Smartphone eine Art digitaler Arzt, bei dem sich alle, die krank sind, rund um die Uhr über alle möglichen medizinischen Themen informieren können. Der Service fängt beim Checken des Pulses an und hört beim Erfassen der Vitaldaten wieder auf. Auch wenn der Service kaum noch Wünsche offenlässt, die Anbieter der Apps haben bislang viele Probleme, wenn es um den Datenschutz geht.

    Zweifel und Skepsis

    Viele möchten gerne eine der vielen Gesundheits-Apps nutzen, aber es fehlt das nötige Hintergrundwissen. Bei ebenso vielen überwiegt die Skepsis, denn sie wissen nicht so genau, wer die Daten zu sehen bekommt und was damit geschieht. Immer noch herrscht ein großer Mangel an standardisierten Schnittstellen und welche der Bits und Bytes wo miteinander kooperieren. Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe weiß um diesen Mangel, deshalb hat er den Druck auf die Anbieter der Apps immer wieder erhöht. Aus seiner Sicht ist es jetzt die Aufgabe der Politik, einen Fahrplan für die Umsetzung des E-Health-Gesetzes zu verankern.

    Sind die Apps vertrauenswürdig?

    Ob es sich um eine einfache Frage zu Kopfschmerzen handelt oder um die richtige Dosierung eines bestimmten Medikaments – immer mehr Menschen befragen zuerst ihr Smartphone mit der entsprechenden App und wenden sich erst dann an einen Arzt. Aber wie vertrauenswürdig sind die Apps und wie zuverlässig sind die Antworten? Noch muss der Anwender diese Frage selbst beantworten.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Rauchen verboten – die neuen Gesetze

    Rauchen verboten – die neuen Gesetze

    110.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen des Rauchens, und die Kosten für die Sozialkassen belaufen sich aufgrund des Tabakkonsums auf jährlich 25 Milliarden Euro. Insgesamt kosten Raucher den Staat 54 Milliarden Euro, aber damit soll jetzt Schluss sein, denn der Staat plant drastische Verbote für alle, die unbeirrt weiter qualmen.

    Die Quote drücken

    2014 wurde sehr mühsam eine neue EU-Tabakrichtlinie eingeführt, die den Konsum von Tabakwaren eindämmen und den Gesundheitsschutz erhöhen soll. Deutschland will dabei eine Art Vorreiterrolle spielen und die Quote der Raucher auf zwei Prozent reduzieren. Damit, so erhofft sich die Bundesregierung, werden 215 Milliarden Euro jährlich eingespart, auch wenn das Steuerverluste bedeutet.

    Schockbilder schon im Mai

    Ab dem 20. Mai 2016 werden sich alle Raucher an Schockbilder auf Zigarettenschachteln gewöhnen müssen, denn mit diesen Bildern soll die Lust auf die Zigarette endgültig vergehen. Raucherlungen werden die Schachteln ebenso zieren wie Raucherbeine und krankes Zahnfleisch. Ab 2020 wird die öffentliche Werbung für Zigaretten komplett verboten, erlaubt ist sie dann nur noch im Kino, aber nur bei Filmen, die ab 18 Jahren freigegeben sind, Zigaretten dürfen dann auch nicht mehr als Werbegeschenke verteilt werden. Zudem werden die Steuern auf Tabakwaren erhöht, ein Argument das immer zieht, denn viele haben mit dem Rauchen aufgehört, weil es ihnen zu teuer ist.

    Wie viele Deutsche rauchen noch?

    Nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums raucht in Deutschland jeder Vierte, aber die Zahlen gehen mehr und mehr zurück. Vor allem die Jugend hat die Lust am qualmen verloren, denn nur 7,8 % der jungen Leute rauchen, im Vergleich dazu waren es vor 15 Jahren noch rund 28 %. Die meisten verzichten allerdings nicht aus gesundheitlichen Gründen auf die Zigarette, Rauchen ist ihnen einfach zu teuer geworden. Die Tabakindustrie kämpft mittlerweile um die noch verbliebenen Marktanteile und es wird vermutet, dass die Schockbilder einen neuen Preiskampf auslösen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / hayatikayhan

  • Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Die Mehrheit der Menschen, die einen veganen Lebensstil führen, achten insbesondere im Bereich Ernährung darauf, nicht mit tierischen Produkten in Kontakt zu kommen. Andere machen auch bei ihrer Kleidungswahl Abstriche und verzichten auf Leder, Pelz und Co. Veganismus ist längst mehr als nur ein Trend. Es ist zu einer Lebenseinstellung geworden, die in immer mehr Bereichen des Alltags Einzug hält. So legen auch immer mehr Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kosmetik vegan ist. Doch was genau versteht man eigentlich unter veganen Kosmetikprodukten?

    Ein hoher Preis für verträgliche Kosmetik

    Es ist der Alptraum eines jeden Kosmetik-Herstellers: Das neue Produkt, das frisch auf dem Markt ist und die Massen begeistern soll, löst bei etlichen Menschen allergische Reaktionen aus. Juckreiz, Rötungen und ein spannendes Gefühl sind alles andere als gute Werbung und so wird schon im Vorfeld genau überlegt, wie Szenarien wie diese vermieden werden können.

    Bevor ein Kosmetik- oder Pflegeprodukt auf den Markt kommt, werden die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Regel Tierversuchen auf ihre Verträglichkeit getestet. Vom Duschgel über Make Up bis hin zum Lippenstift – die unterschiedlichsten Produkte werden zum Beispiel an Mäusen und Kaninchen getestet. Die Tiere leiden meist stark unter den Versuchen und sterben nicht selten auch dabei.

    Das erschüttert nicht nur Tierschützer, sondern ruft auch immer mehr überzeugte Veganer auf den Plan. Die Forderung ist klar: Stoppt Tierversuche und kauft vermehrt vegane Kosmetik.

    Wodurch zeichnet sich vegane Kosmetik aus?

    Damit Kosmetik als vegan bezeichnet werden kann, muss sie selbstverständlich verschiedene Kriterien erfüllen.

    • Frei von tierischen Produkten: Vegane Kosmetik kommt selbstverständlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Was in unseren Breitengraden (zum Glück) als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Ländern Gang und Gäbe. Vor allem im asiatischen Raum sind tierische Produkte wie Hörner, Krallen oder Fell fester Bestandteil der Kosmetik.
    • Verzicht auf Tierversuche: Ein zweiter wichtiger Faktor, der vegane Kosmetik auszeichnet, ist der Verzicht auf die bereits angesprochenen Tierversuche. Wenn ein Kosmetikprodukt als vegan eingestuft werden soll, dürfen im Vorfeld keine Tiere dafür leiden müssen.

    Vegane Kosmetik im Laden erkennen

    Wenn Sie Ihre Pflegeprodukte auf vegane Kosmetik umstellen wollen, bedeutet das natürlich, beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit einzuplanen und wählerischer zu sein. Die meisten Kosmetikprodukte, die das Prädikat „vegan“ verdient haben, tragen dieses meist auch stolz und gut sichtbar auf der Verpackung. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, kann hierzu ein praktisches Hilfsmittel einsetzen.

    Die App barcoo ist ein Barcode-Scanner für das Smartphone. Wenn Sie ein Produkt mit der Anwendung scannen, spuckt diese anschließend zahlreiche interessante Infos aus. So wird unter anderem auch auf einen Blick klar, ob es sich hierbei um vegane Kosmetik handelt oder nicht.

    Sind Tierversuche in Deutschland noch erlaubt?

    Wenn die Rede von veganer Kosmetik und ethisch mehr als zweifelhaften Tierversuchen ist, dann stellen sich viele Menschen die gleiche Frage: Sind Tierversuche in Deutschland überhaupt noch erlaubt?

    Tatsächlich lautet die Antwort: Nein. Am 11. März 2013 entschied das Europäische Parlament, Kosmetikfirmen zu verbieten,

    • Tierversuche durchzuführen
    • Tierversuche in Auftrag zu geben
    • Tierversuch-Produkte innerhalb der EU zu vermarkten

    Auch wenn es sich hierbei um einen großen Erfolg für Tierschützer und einen Meilenstein in der Geschichte der veganen Kosmetik handelt, wird die Freude getrübt. Wie jedes Gesetz hat auch dieses typische Schlupflöcher, die natürlich von den Herstellern genutzt werden:

    • Das Gesetz gilt ausschließlich für neue Produkte, d.h. dass bereits getestete Produkte weiterhin verkauft werden dürfen
    • Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die speziell für Kosmetika eingesetzt werden, d.h. andere Inhaltsstoffe – beispielsweise Duft- und Farbstoffe – dürfen weiterhin getestet werden

    Vegane Kosmetik ist auf dem Vormarsch. Der stark ausgeprägte und omnipräsente Aspekt des Tierschutzes sorgt dafür, dass auch Menschen, die eigentlich gar nicht vegan leben, auf diese Pflegeprodukte zurückgreifen – und dass, obwohl vegane Kosmetik häufig teurer als herkömmlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / annakhomulo

  • Infektionen mit Geschlechtskrankheiten nehmen drastisch zu

    Infektionen mit Geschlechtskrankheiten nehmen drastisch zu

    Immer mehr Menschen in Deutschland infizieren sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit und die Bundesregierung meint, auch die Gründe dafür zu kennen: Partydrogen und die steigende Zahl der Dating-Portale im Internet. Die Möglichkeit über eines der vielen Portale einen Sexualpartner zu finden, ist denkbar einfach und das hat nach Ansicht der Regierung zu einem veränderten Sexualverhalten der Deutschen geführt.

    Die Syphilis ist wieder da

    Lange Jahre stand die Infektion mit dem HIV-Virus im Vordergrund und eine Geschlechtskrankheit rückte etwas in den Hintergrund – die Syphilis. Alleine zwischen 2009 und 2014 hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit 5700 Fällen mehr als verdoppelt, 2014 stieg auch die Zahl der Neuinfektionen mit dem HIV-Virus auf 3200 Fälle und es gab im selben Jahr 5800 neue Fälle von Hepatitis C. Wie in Großbritannien und in China, so stieg die Zahl vor allem bei Männern besonders stark an, und betroffen sind nicht nur homosexuelle, sondern vermehrt auch heterosexuelle Männer.

    Problem Partydroge

    Die sogenannten neuen Drogen wie Crystal Meth haben den „alten“ Drogen wie Kokain und Heroin den Rang abgelaufen, und auch sie sind schuld an der veränderten sexuellen Moral der Deutschen. Drogen wie Crystal Meth oder Speed sind günstig, sie machen sofort abhängig und sie verändern auch das Schutzverhalten, wenn es um sexuelle Kontakte geht. Ein anderes Problem stellen die vielen Dating-Portale dar.

    Schnelle Kontakte

    Das Angebot der Dating-Portale im Internet reicht von der seriösen Partnerschaftsvermittlung für Akademiker mit Niveau bis hin zur Seitensprungagentur für schnelle anonyme Sexualkontakte. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen diese Portale zum einen, um die Einsamkeit zu überwinden und zum anderen, um vielleicht für eine kurze Zeit aus einer Ehe oder einer Beziehung auszubrechen. Auch die sozialen Netzwerke machen die Kontaktaufnahme leichter und auch in diesem Bereich sieht die Regierung einen Grund für die steigenden Infektionen.

    Bild: © Depositphotos.com / tuja66

  • Sind Querschnittlähmungen bald heilbar?

    Sind Querschnittlähmungen bald heilbar?

    Die Diagnose Querschnittslähmung ist immer ein Schock, da Lähmungen dieser Art in den meisten Fällen nicht heilbar sind. 30 Jahre dauert die Forschung bereits, jetzt hat ein Neurologe ein neues Medikament getestet, das die Nervenfasern im Rückenmark nachwachsen lässt. Ist das der ersehnte Durchbruch, auf den so viele Menschen, die im Rollstuhl sitzen, so lange gewartet haben?

    Eine große Hoffnung

    Martin Schwab ist Neurologe mit einer Professur für Hirnforschung in Zürich und er ist der Mann, der für alle Menschen mit einer Querschnittslähmung als sehr große Hoffnung gilt. Schwab hat nach jahrelanger Forschung einen Wirkstoff entwickelt, der die durch einen Unfall zerstörten Nervenfasern nachwachsen lässt. Mit der Einnahme dieses Medikamentes sollen Unfallopfer die Beine wieder spüren und auch wieder gehen können.

    Sofort nach dem Unfall

    Damit das Mittel seine gewünschte Wirkung erzielen kann, muss es so schnell wie möglich nach einem Unfall verabreicht werden, denn wenn es wirken soll, dann sind die ersten Wochen entscheidend. Menschen, die schon lange im Rollstuhl sitzen, wird das Mittel nicht mehr helfen können, aber es ist für diejenigen eine Hoffnung, die in Zukunft schwer verunglücken. Jedes Jahr gibt es in Deutschland 1800 neue Fälle von Querschnittslähmung. Bei dieser Diagnose sind die Nervenverbindungen zwischen dem Körper und dem Gehirn so schwer geschädigt, dass die Betroffenen vom Bauchnabel abwärts gelähmt sind.

    Erfolgreiche Versuche

    Das von Martin Schwab entwickelte Medikament ist eine sogenannte Antikörper-Substanz, die sich „Anti-Nogo-A“ nennt und die schon an Ratten, Mäusen und Makaken erfolgreich getestet wurde. Im kommenden Herbst soll die zweite Phase der Studie beginnen und es werden schon Vorbereitungen getroffen, um das Mittel an sieben Krankenhäusern in fünf Ländern an Patienten zu testen. Experten sehen in Martin Schwab einen Pionier auf dem Gebiet der Querschnittslähmung und auch Neurologen in Deutschland sind jetzt schon sehr gespannt, wie die Tests ausgehen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Eine Infektion mit Chlamydien ist die häufigste Form der Geschlechtskrankheiten. Betroffen sind vor allem die Geschlechtsorgane, aber auch die Atemwege und die Augen können von dieser Krankheit befallen sein, die von Bakterien ausgelöst wird. Chlamydien sind, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt werden, heilbar, aber es kann auch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Daher sollte eine Chlamydien-Infektion auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Eine Infektion und drei Erreger

    Für eine Infektion mit Chlamydien gibt es drei verschiedene Verursacher: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Diese drei Erreger teilen sich dann noch einmal in verschiedene Untergruppen. So kann Chlamydia pneumoniae Infektionen der Atemwege auslösen, während Chlamydia trachomatis in erster Linie die Geschlechtsorgane, aber auch die Augen betreffen kann. Die drei Erreger und ihre zahlreichen Untergruppen haben nur eines gemeinsam, die Inkubationszeit, also die Zeit, in der die Chlamydien-Erreger ansteckend sind, in der Regel sind das ein bis vier Wochen.

    Eine unterschätzte Gefahr

    Die meisten Menschen haben nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Angst, sich mit dem HIV-Erreger oder mit Syphilis infiziert zu haben, nur die wenigsten denken dabei an eine Infektion mit Chlamydien. Wie hoch die Zahl der Infektionen ist, lässt sich leider nur sehr schwer schätzen, denn in Deutschland müssen diese Infektionen nicht dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Eine Ausnahme bildet aber das Land Sachsen, denn dort werden die Fälle seit 2001 ohne die Nennung des Patientennamens gemeldet. Eine Infektion mit Chlamydien ist eine unterschätzte Gefahr, denn in Deutschland stecken sich jedes Jahr rund sechs Prozent Frauen und Männer mit Chlamydien an. Vor allem junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren sind betroffen, bei den männlichen Patienten ist es die Gruppe zwischen 20 und 24 Jahren, weltweit schätzt die WHO die Zahl der Infizierten auf über 100 Millionen Menschen.

    Welche Symptome hat eine Infektion mit Chlamydien?

    Welche Symptome bei einer Infektion mit Chlamydien auftreten können, das richtet sich immer nach der jeweiligen Körperregion, die von der Infektion betroffen ist. In 80 % aller Fälle, in denen Frauen infiziert wurden, spüren die Betroffenen gar keine Symptome, bei den Männern sind es rund 50 %. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmierblutungen, die darauf hindeuten, dass die Gebärmutter von der Infektion betroffen ist. Im weiteren Verlauf können Schmerzen im Becken und Unterbauch dazukommen, aber auch Fieber und eine Schwellung des Unterbauches sind möglich. Krämpfe, Juckreiz und auch ein blutiger Stuhl sind Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Chlamydien auftreten können. Wenn die Erreger das Auge befallen, dann sind Bindehautentzündungen die Folge, zudem sind die Augen stark gerötet und es kommt zu eitrig-schleimigen Absonderungen.

    Welche Folgen kann eine Infektion haben?

    Eine Infektion mit Chlamydien kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Eine Lungenentzündung kann die Folge einer Chlamydien-Infektion sein, wobei auch die Nasennebenhöhlen und die Bronchien in Mittelleidenschaft gezogen werden. Gefährlich ist auch eine sogenannte Ornithose, bei der die Patienten plötzlich sehr hohes Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen und Schüttelfrost bekommen, nicht selten zeigt sich auch ein Ausschlag auf der Haut und es kommt zu einem anhaltenden Reizhusten. Betrifft die Infektion mit Chlamydien die Augen, dann kann das im schlimmsten Fall zur völligen Erblindung führen. Bei schwangeren Frauen kann es zu einer Fehlgeburt kommen, auch die Gefahr, dass das Kind krank oder behindert zur Welt kommt, ist bei einer Chlamydien-Infektion sehr groß.

    Wie wird die Infektion behandelt?

    Wenn der Verdacht auf eine Infektion mit Chlamydien besteht, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Frauen wenden sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen. Um die Erreger nachweisen zu können, muss eine Blutuntersuchung gemacht werden. Zur Behandlung der Infektion werden Antibiotika eingesetzt, wobei der Sexualpartner ebenfalls behandelt werden muss, um weiteren Infektionen effektiv vorzubeugen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak