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  • Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Jeder möchte so gesund wie eben möglich leben, und zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung. Noch nie war es so einfach, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum immer mehr Menschen an Orthorexie erkranken. Orthorexie ist mehr als der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, es ist vielmehr der Zwang, nur das zu essen, was vermeintlich für den Körper nicht schädlich ist. Aber wo hört gesunde Ernährung auf und wo beginnt der Zwang? Die Grenzen sind fließend und das macht die Behandlung dieser Krankheit so schwierig.

    Orthorexie – eine Definition

    Wer unter Orthorexie leidet, der leidet unter einer Fixierung, die sich ausschließlich auf eine gesunde Ernährung beschränkt. Allerdings gibt es dabei ein großes Problem, denn die Definition, was gesund ist und was nicht, ist immer individuell verschieden. Daher besteht oft die Gefahr, dass die Ernährung nicht nur gesund, sondern irgendwann auch sehr einseitig ist. Veganer sind besonders gefährdet, an Orthorexie zu erkranken, aber auch Menschen, die sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die ohne Zusätze hergestellt werden. Die Paleo-Diät birgt die Gefahren der zwanghaft gesunden Ernährung, denn wer sich wie die Menschen in der Steinzeit ernährt, der wird früher oder später schwere Mangelerscheinungen bekommen.

    Ein Blog, der Angst macht

    Essstörungen bei jungen Frauen sind heute keine Seltenheit mehr, aber eine Essstörung, wie sie die US-Amerikanerin Jordan Younger auf ihrem Blog „The Balanced Blonde“ beschreibt, ist erschreckend. Jordan Younger war von einer veganen Lebensweise überzeugt und ernährte sich rein pflanzlich, später dann noch glutenfrei, zuckerfrei und mehlfrei. Sie nahm kaum noch Fett zu sich und verzichtete letztendlich auch darauf. Das komplette Leben war schließlich nur noch darauf ausgerichtet, was sie essen durfte und was nicht. Die bittere Erkenntnis der jungen Frau lautet heute, sie habe in einer „Blase aus Verzicht“ gelebt und ein Leben geführt, was eigentlich überhaupt nicht mehr lebenswert war. Jordan Younger ist nicht alleine, es gibt immer mehr Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren und dabei nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

    Die Krankheit dominiert den Alltag

    Menschen, die unter Orthorexie leiden, verlieren immer mehr den sozialen Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten. Sie können kein Restaurant mehr besuchen, denn dort können sie nicht sicher sein, dass das Essen auch wirklich ihren Essgewohnheiten entspricht. Einkaufen wird zur Schwerstarbeit, weil auf jeder Packung zunächst einmal die Zutaten studiert werden müssen. Die psychische Störung dominiert schließlich den Alltag und lässt den Betroffenen keine Pause mehr. Neben den mentalen Problemen sorgt Orthorexie aber auch für schwerwiegende körperliche Probleme. Die einseitige Ernährung führt in den meisten Fällen zu Untergewicht, der Hormonhaushalt stellt sich komplett um und es kommt zu massiven Mangelerscheinungen und die Haut leidet ebenso wie die Haare, die Zähne und die inneren Organe.

    Orthorexie – Keine anerkannte Krankheit

    Noch ist Orthorexie keine anerkannte Krankheit, aber nach Ansicht von Experten kann diese Erkrankung der Anorexie zugeordnet werden. In beiden Fällen sind die Betroffenen nur noch damit beschäftigt, ihr Essen wieder und wieder zu selektieren. Sie streichen immer mehr Lebensmittel von ihrer Speisekarte und der Wunsch nach stetiger Kontrolle und Gesundheit bestimmt mehr und mehr das tägliche Leben. Psychologen sind der Meinung, dass der Wunsch nach dem perfekten Essen auch mit den zahlreichen Lebensmittelskandalen zusammenhängt. Aktuell sind ca. drei Prozent der Deutschen von Orthorexie betroffen, es sind vor allem junge Frauen, die mit dieser speziellen psychischen Erkrankung zu kämpfen haben. Rund ein Prozent verhält sich extrem und sollte daher psychologisch intensiv behandelt werden.

    Der überwiegende Teil der Deutschen nennt nach einer neuen Befragung die Gesundheit als das höchste Gut, und das gibt Auskunft darüber, wie wichtig vielen Menschen das Essen geworden ist.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    Mandeln – das neu entdeckte Superfood

    In der weihnachtlichen Bäckerei dürfen Mandeln nicht fehlen, auch mit Zucker glasiert und gebrannt schmecken die kleinen Kerne einfach wunderbar. Viele wissen aber nicht, dass sich hinter der Nascherei und der beliebten Backzutat ein Superfood verbirgt, denn die Mandel hat erstaunliche Fähigkeiten, wenn es um die Gesundheit geht. Wer täglich nur 60 Gramm Mandeln isst, der beugt Diabetes wie auch Herz-Kreislauferkrankungen vor, zudem wird die Knochendichte verbessert und das alles, ohne dass es zu einer Gewichtszunahme kommt.

    Mandeln – ein sehr gesundes Steinobst

    Mandeln gehören nicht zur Familie der Nüsse, sie zählen vielmehr zum Steinobst, wie Aprikosen und Pfirsiche auch. Mandelbäume wurden schon vor rund 4000 Jahren kultiviert, da die Früchte der Bäume schon sehr früh zu einer Art Grundnahrungsmittel gehörten. Die Menschen in der Antike schätzen die süßen Kerne aufgrund ihres hohen Gehalts an Proteinen, denn nur eine einzige Mandel enthält 19 Gramm Eiweiß. Auch die Tatsache, dass Mandeln sättigen, dabei aber nicht dick machen, verhalf dem Steinobst schon früh zu seinem Status als Superfood. Besonders gut gedeihen Mandelbäume in der Mittelmeerregion, aber auch Nordafrika, Israel, Vorder- und Zentralasien sowie Kalifornien sind heute die Hauptanbauländer für Mandelbäume. In Deutschland werden die Bäume vor allen Dingen für ihre prachtvollen rosafarbenen oder weißen Blüten geschätzt, die jeden Garten zieren.

    Das Superfood als Vitaminbombe

    Mandeln schmecken nicht nur sehr gut, sie sind auch ein hervorragender Lieferant für Vitamine und Nährstoffe. Die hellbraunen Kerne sind reich an ungesättigten Fettsäuren, sie enthalten viel Magnesium, Calcium, Kupfer und vor allem viel Vitamin B und E. Vitamin E gilt als Antioxidans, das die Krebs auslösenden freien Radikalen erfolgreich in Schach hält, Vitamin B schützt die Nerven und sorgt zudem dafür, dass die Zellen immer genug Energie bekommen. Den Beinamen Superfood verdankt die Mandel aber auch der Tatsache, dass sie sich sehr vorteilhaft auf den Stoffwechsel auswirkt. So wird zum Beispiel die Insulinsensitivität verbessert und der Diabetes wird effektiv vorgebeugt. In Studien wurde nachgewiesen, dass Mandeln den Cholesterinspiegel dauerhaft senken können und dass sich bei einem regelmäßigen Verzehr der Kerne die Dichte der Knochen verbessert, was unter anderem Osteoporose vorbeugt.

    Mandeln sind keine Dickmacher

    Nüsse sind ein beliebter und auch sehr gesunder Snack, aber Nüsse haben einen Nachteil – sie machen dick. Anders sieht das bei Mandeln aus, denn obwohl die leckeren Kerne 500 Kalorien auf 100 Gramm haben, machen sie nicht dick. Was noch besser ist, Mandel helfen nicht nur das Wunschgewicht zu halten, sie sind auch sehr hilfreich, um abzunehmen. Dieser besondere Effekt wird bei der Mandel-Diät sehr deutlich. Für eine Studie machten 65 übergewichtige Probanden zwischen 27 und 79 Jahren für die Dauer von 24 Wochen eine niederkalorische Diät. Eine Gruppe der Studienteilnehmer bekam im Rahmen dieser Diät jeden Tag 84 Gramm Mandeln, während die zweite Gruppe anstatt der Mandel Kohlehydrate in kompakter Form aß. Nach einem halben Jahr wurden die Studienteilnehmer untersucht und gewogen. In der Gruppe, die die Mandeln gegessen hatten, verloren 62 % mehr Probanden an Gewicht, als das in der Kontrollgruppe der Fall war. Vor allem der Umfang der Taille und die Fettmasse waren deutlich verringert worden.

    Das vielseitige Superfood

    Die meisten kennen Mandeln in Blättchenform als Zierde für die Torte, als gebrannte Mandeln oder in gemahlener Form in Kuchen und Keksen. Wer Mandeln ganz gezielt als Superfood einsetzen will, der sollte Mandelmilch trinken oder Mandelmus essen, denn auch in diesen Varianten schmecken die Kerne köstlich und entfalten ihre gesunden Eigenschaften. Mandeln als Superfood machen jeden Fruchtsalat zu einer Köstlichkeit, sie können in Suppen, Soßen und auch in Dressings Verwendung finden und alle, die ohne Reue naschen wollen, sollten dem Superfood Mandeln den Vorzug vor Nüssen oder Chips geben.

    Bild: © Depositphotos.com / elenathewise

  • Noroviren – effektiv und gefährlich

    Noroviren – effektiv und gefährlich

    Jeden Winter füllen sich die Wartezimmer und die Notaufnahmen mit Menschen, denen es gar nicht gut geht. Sie leiden unter Durchfall und schwallartigem Erbrechen, sie fühlen sich krank und wissen nicht, um welche Krankheit es sich handelt. Ein Blick auf das Blutbild sorgt allerdings sehr schnell für Gewissheit – die Krankheit oder besser gesagt, die Ursache für die Erkrankung heißt Noroviren. Die Viren, die besonders in der kalten Jahreszeit sehr umtriebig sind, befallen jedes Jahr Tausende von Menschen und da das Virus hochansteckend ist, breitet es sich in rasanter Geschwindigkeit aus.

    Noroviren – die perfekten Krankheitserreger

    Das Norovirus bringt alles mit, was ein lästiger Krankheitserreger haben sollte: Es ist ansteckend, es ist sehr widerstandsfähig, es hält sich sehr lange und wenn es einen in der Familie erwischt, dann legt es sehr bald auch alle anderen Familienmitglieder flach. Noroviren sind überall zu finden, sie halten sich auf Spielzeug, auf Türklinken oder auf den Griffen von Einkaufswagen mehrere Tage lang. Selbst wenn sie einfroren werden, dann sind sie nach dem Auftauen wieder munter, und auch Hitze von bis zu 60° Grad Celsius macht dem Norovirus nichts aus. Selbst zwei Wochen nach dem Ausbruch der Krankheit werden die Viren noch über den Stuhlgang ausgeschieden und wenn 100 Virenpartikel im Umlauf sind, dann braucht es nur zehn davon, um krank zu werden. Normalerweise müssen es schon mehr als eine Million Partikel eines Virus sein, um überhaupt eine Krankheit auszulösen, dass Norovirus bildet eine einzigartige Ausnahme, was es besonders gefährlich macht.

    Überall im Einsatz

    Warum sich das Norovirus den Winter für seinen Auftritt ausgesucht hat, das gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Das Virus ist zwar das ganze Jahr über da, aber zu bestimmten Zeiten steigt die Zahl der Infektionen deutlich an. Kleine Kinder unter fünf Jahren sind besonders häufig betroffen, denn die Kleinsten nehmen gerne alles in den Mund, und da ist gelegentlich auch mal ein Norovirus dabei. Ältere Menschen gehören zur zweiten bevorzugten Gruppe der Viren, denn ihr Immunsystem ist nicht mehr so stark und sie leben in Gemeinschaftsunterkünften wie Seniorenheimen oder auf Pflegestationen. Generell gilt, wo Menschen eng beieinander leben, haben die Noroviren leichtes Spiel. 2012 sorgte ein chinesischer Lebensmittelhersteller für einen massiven Ausbruch von Noroviren in Ostdeutschland, als er Erdbeeren mit dem resistenten Erreger verschickte und 11.000 Schulkinder krank wurden. Das Virus ließ sich anstandslos verpacken, verschiffen, dann lagern und der Caterer, der die Schule mit Essen versorgte, konnte nicht ahnen, was er da an viele Schulen geliefert hat.

    Eine hohe Dunkelziffer

    Jedes Jahr werden umfangreiche Untersuchungen zum Thema Norovirus gemacht und dabei zeigt sich, dass die Menschen in den neuen Bundesländern deutlich häufiger infiziert werden, als die Bürger in den alten Bundesländern. Der Grund für dieses Ost-Westgefälle liegt darin, dass im Westen mehr Laboruntersuchungen gemacht werden und die Dunkelziffer im Osten sehr viel höher ist. Kinder leiden öfter mal unter Erbrechen und Durchfall, aber nicht immer gehen die Eltern mit ihrem Nachwuchs auch zu einem Arzt, um die Ursache zu erfahren.

    Gibt es eine Impfung gegen Noroviren?

    Anders als bei den ebenfalls unangenehmen Rotaviren, gibt es gegen Noroviren keine Impfung. Es wird zwar nach einem passenden Impfstoff gesucht und die Entwicklung ist auch schon relativ weit gediehen, aber bis eine marktreife Impfung auf den Markt kommt, werden noch einige Jahre vergehen. Ähnlich wie beim Grippevirus, ändern auch die Noroviren von Zeit zu Zeit ihre Gestalt und das bedeutet, dass keine Immunität aufgebaut werden kann. Einen Trost gibt es jedoch, denn wer sich im Winter mit dem Norovirus infiziert, der ist für die Dauer von mehreren Jahren vor dem Virus oder ähnlichen Virustypen geschützt. Für das kommende Jahr ist bis jetzt keine ungewöhnliche Virenvariante bekannt.

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  • Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Der Umweltgipfel in Paris ist gerade zu Ende gegangen, da meldet China Smogalarm und empfiehlt seinen Bürgern, doch besser zu Hause zu bleiben. Umweltverbände sprechen von der schlechtesten Luftqualität, die es jemals in China gegeben hat, denn in Großstädten wie Peking oder Shenyang wurden bis zu 1400 Mikrogramm des besonders gefährlichen Feinstaubs PM2.5 gemessen, dass 50-fache dessen, was die WHO als Obergrenze angibt. Aber viele Chinesen wissen sich zu helfen, sie kaufen frische Luft in Flaschen, die aus dem sauberen Kanada importiert wird.

    Smog als Todesursache

    Umweltverschmutzung und der daraus resultierende Smog macht den Chinesen gesundheitlich immer mehr zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die an Krebs, an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall sterben, steigt stetig an, aber die Regierung ignoriert dieses große Problem. Zwar versuchen die jeweiligen Bezirksregierungen der schlechten Luft Herr zu werden, aber sie stehen auf verlorenem Posten. In den Wintermonaten werden die Heizungssysteme in den Millionenstädten hochgefahren und das sorgt für Smog, der es den Bewohnern unmöglich macht, weiter als 100 m zu sehen oder tief durchzuatmen. Die Augen brennen, der Rachen schmerzt und viele kaufen deshalb eine Atemmaske, um wenigstens das Gefühl zu haben, sich gegen die buchstäblich dicke Luft schützen zu können. Die Bezirksregierungen rufen die Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und sie schließen die Schulen, damit wenigstens die Kinder nicht die lebensgefährliche Luft einatmen müssen.

    Mit importierter Luft gegen den Smog

    Auch wenn es wie eine aberwitzige Idee klingt, aber die Chinesen kaufen frische Luft, die in Kanada abgefüllt wurde und meinen, so dem Smog, der sie tagtäglich umgibt, entkommen zu können. Vor allem in der Hauptstadt Peking, das zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer dichten, ungesunden Suppe aus Smog versinkt, steigt die Nachfrage nach frischer Luft in Flaschen sprunghaft an. Auf die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, kam ein Kanadier mit Namen Moses Lam. Seit gut zwei Monaten verkauft er seine Sprühflaschen randvoll mit sauberer kanadischer Luft an die Volksrepublik, und hat seitdem eine mehr als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Umgerechnet 22 Euro kostet eine Flasche mit 7,7 Litern garantiert sauberer Luft aus den Rocky Mountains, und 4000 dieser Frischluftflaschen hat Moses Lam bereits nach Fernost versandt. Eigentlich war die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, eine Schnapsidee, aber als die ersten 500 Flaschen, die Lam bei eBay anbot, in nur wenigen Tagen vergriffen waren, wurde daraus eine Geschäftsidee.

    Frische Luft – der Luxus gegen Smog

    Während die überwiegende Mehrheit der Chinesen weiter im Smog leben und die schlechte Luft ungefiltert einatmen muss, kann sich die chinesische Oberklasse den Luxus leisten, kanadische Luft in Flaschen zu atmen. Es sind vor allem Frauen, die es sich leisten können, Frischluftflaschen zu kaufen, die 50-mal so viel kosten wie eine Flasche Mineralwasser. Sie verwenden die Luft aus Kanada bei sich zu Hause oder verschenken sie an Freunde. Aktuell ist es im Trend, bei einer Party eine Flasche frische Luft dabei zu haben, um seine Freunde damit zu besprühen.

    Ein Problem und keine Lösung

    Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins weltweit, aber Länder wie China sind auf diese ungesunde Art der Energieversorgung angewiesen. Zum Heizen, aber vor allem auch für die Gewinnung von Strom setzt China nach wie vor auf Braunkohle und das führt besonders in der kalten Jahreszeit zu starkem Smog. Die einzige Hoffnung für die leidgeplagten Chinesen in den großen Städten ist das Wetter, denn wenn der Wind dreht und dann aus einer günstigen Richtung weht, dann können die Menschen in den Millionenstädten vorsichtig durchatmen. Leider sieht es im Moment nicht nach einer Wetterveränderung aus.

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  • Welche Brotsorten sind besonders gesund?

    Welche Brotsorten sind besonders gesund?

    Gesunde Ernährung hat in der heutigen Zeit einen besonders hohen Stellenwert. Bio ist mehr als ein Trend und rund die Hälfte der Deutschen möchte Fleisch und Wurst aus der Region auf dem Teller haben. Auch beim Brot legen immer mehr Verbraucher Wert auf eine gute Qualität und kaufen ihr Brot und ihre Brötchen mittlerweile lieber beim Bäcker um die Ecke, als bei einem der großen Backdiscounter, die heute in den meisten Orten zu finden sind. Aber welche Brotsorte ist besonders gesund und welches Brot essen die Deutschen gern?

    • Pumpernickel

    Schon 1570 wurde im westfälischen Soest das erste Pumpernickel gebacken und bis heute gehört das dunkle leicht feuchte Brot zu den beliebtesten Brotsorten in Deutschland. Zu seinem Namen kam das Brot allerdings erst einige Jahrhunderte später, als die Soldaten Napoleons nach Westfalen kamen, das Schrotbrot probierten und danach ausgerufen haben: „bon pour Nickel“, was übersetzt so viel heißt wie: Das Brot ist gerade gut genug für Napoleons Pferd Nickel. Echtes Pumpernickel wird aus Roggenschrot, Wasser und Salz hergestellt, es hat einen kräftigen Geschmack und gehört zu den gesündesten Brotsorten, die man kaufen kann.

    • Dinkelvollkornbrot

    Auch Dinkelvollkornbrot gehört zu den gesunden Brotsorten und kann eine ebenso lange Geschichte wie das Pumpernickel vorweisen. Dinkel ist eine der ältesten Getreidesorten, die Menschen zu Brot verarbeiten und da Dinkel besser verträglich ist als Roggen oder Weizen, gehört Dinkelvollkornbrot zu den Brotsorten, die auch Menschen mit einem empfindlichen Magen gut vertragen können. Wenn es ums Abnehmen geht, dann sollte Dinkelvollkornbrot ebenfalls auf dem Speiseplan stehen, denn es hat wenig Kalorien, dafür aber viele Ballaststoffe.

    • Hafervollkornbrot

    Alle, die ein Brot mit einem extravaganten Geschmack zu schätzen wissen, sollten Hafervollkornbrot zu ihrer Lieblingsbrotsorte machen. Hafer ist reich an Eisen und Vitamin B, es hat wenig Kalorien und ist eine wunderbare Alternative zu Roggen- oder Weizenbrot. In früheren Zeiten galt Haferbrot als Brotsorte der armen Leute, denn Hafer kostete wenig und füllte trotzdem den Magen.

    • Sonnenblumenkernbrot

    Wer auf der Suche nach einem wirklich gesunden Brot ist, der sollte ein Sonnenblumenkernbrot kaufen. Zwar gibt es jede Menge Mehrkornbrote, die Sonnenblumenkerne in der Kruste haben, wenn das Brot allerdings gesund sein soll, dann müssen die Kerne der Sonnenblume auch im Teig zu finden sein. Kleiner Tipp, gutes Sonnenblumenkernbrot gibt es im Bioladen oder im Reformhaus.

    • Amaranthbrot

    Amaranthbrot gehört zu den neuen Brotsorten, obwohl dieses besondere Brot eine sehr lange Geschichte hat. Schon die Inkas in Mittelamerika nutzen das Getreide Amaranth, um daraus ein schmackhaftes Brot zu backen. Heute weiß man, dass Amaranth viel mehr Magnesium, Vitamin B und vor allem Eisen hat, als alle traditionellen Getreidesorten. Wer ein Amaranthbrot kauft, der sollte allerdings darauf achten, dass der Gehalt an Amaranth bei mindestens zehn Prozent liegt, nur einige der Körner im Teig machen leider noch kein gesundes Brot aus.

    • Grahambrot

    Nicht jeder mag Vollkornbrot, wer also auf der Suche nach einem hellen, gesunden Weizenbrot ist, der sollte ein Grahambrot kaufen. Alle, die eine erfolgreiche Diät machen möchten und deshalb auf kalorienreiches klassisches Weißbrot verzichten müssen, können als Alternative Grahambrot nehmen, das zwar wenig Kalorien hat, aber beim Geschmack an Weißbrot erinnert.

    • Hirsebrot

    Immer mehr Menschen leiden unter Glutenunverträglichkeit und das macht die Suche nach geeigneten Brotsorten schwierig. Eine gute Wahl ist Hirsebrot, das auch von denjenigen gut vertragen wird, die aufgrund einer Zöliakie keine Brotsorten mit Weizen, Dinkel oder Roggen vertragen. Wenn der örtliche Bäcker kein Hirsebrot hat, dann sind der Bioladen und das Reformhaus auch in diesem Fall eine gute Adresse.

    • Rheinisches Vollkornbrot

    Auch das Rheinische Vollkornbrot gehört zu den besonders gesunden Brotsorten, denn es ist reich an Mineral- und Ballaststoffen, bringt die Verdauung in Schwung und beugt effektiv Diabetes vor.

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  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy