Schlagwort: die Pille

  • Wie werden fruchtbare Tage berechnet?

    Wie werden fruchtbare Tage berechnet?

    Mit dem Thema fruchtbare Tage müssen sich sowohl die Frauen beschäftigen, die sich ein Kind wünschen, als auch die Frauen, die keinen Nachwuchs möchten, aber auf natürliche Art und Weise verhüten wollen. Wer die fruchtbaren Tage kennt, der kann die Chancen deutlich erhöhen, endlich schwanger zu werden, und mit einem Eisprungrechner wird es sehr einfach, fruchtbare und weniger fruchtbare Tage schnell auszurechnen.

    Was ist ein Eisprungrechner?

    Wie fruchtbar eine Frau ist, das lässt sich immer nur dann errechnen, wenn der Zeitpunkt des Eisprungs auch bekannt ist. Generell gilt: Der Zeitpunkt des Eisprungs liegt immer ungefähr in der Mitte des Zyklus, und wenn dieser Zyklus 28 Tage hat, dann findet der Eisprung sehr wahrscheinlich am 14. Tag des Zyklus statt. Um aber die optimale Zeitspanne für fruchtbare Tage zu finden, muss jede Frau den ersten Tag der letzten Periode kennen und zudem auch wissen, wie lang ihr Zyklus dauert. Ist die Periode immer zuverlässig, dann werden die Ergebnisse umso sicherer sein.

    Mit dem Eisprungrechner fruchtbare Tage ausrechnen

    Mithilfe eines Einsprungrechners ist es sehr einfach, zu erfahren, wann die fruchtbaren Tage sind. Dazu muss der erste Tag der letzten Periode mit der durchschnittlichen Länge des Zyklus in den Rechner eingegeben werden. Dann wird auf den Button „Kalender berechnen“ gedrückt und nach wenigen Sekunden zeigt der Eisprungrechner einen persönlichen Kalender für die Zeit des Eisprungs und damit auch die fruchtbaren Tage an.

    Wie lange dauern fruchtbare Tage an?

    Jede Eizelle ist theoretisch 24 Stunden lang befruchtbar, denn das ist die Zeitspanne, die das reife Ei im Eileiter verbleibt, nach dem es zum Eisprung gekommen ist. Männliche Samenzellen überleben mehrere Tage und damit beginnen fruchtbare Tage, in denen eine Frau schwanger werden kann, bereits fünf Tage vor und zwei Tage nach dem Eisprung. Wenn sich Paare ein Kind wünschen und dann ein bis zwei Tage vor dem errechneten Eisprung Sex haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, besonders hoch.

    Findet ein Eisprung überhaupt statt?

    Die meisten Frauen, die sich ein Kind wünschen, befassen sich sehr intensiv mit ihrem Körper und beobachten sehr genau, was in ihrem Körper passiert. Wenn es zum wiederholten Mal nicht mit dem Kind geklappt hat, dann stellen sich viele Frauen die bange Frage, ob überhaupt ein Eisprung stattgefunden hat. Frauen, die einen sehr zuverlässigen und regelmäßigen Zyklus haben, spüren nicht selten, dass der Eisprung stattfindet. Sie verspüren Schmerzen im Unterleib oder haben besonders empfindliche Brüste. Ein Zeichen für den Eisprung ist oft ein heller zäh fließender Ausfluss, aber auch ein größeres Lustempfinden kann ein deutliches Zeichen dafür sein, dass es zum Eisprung gekommen ist. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass es zum Eisprung gekommen ist, nur weil die Periode einsetzt, denn die Schleimhaut der Gebärmutter wird auch dann abgebaut, wenn es nicht zum Eisprung gekommen ist. Frauen, die sich nicht sicher sind, ob sie einen Eisprung hatten oder nicht, sollten einen Ovulationstest machen.

    Was ist bei der Berechnung der fruchtbaren Tage zu beachten?

    Frauen, die nicht schwanger werden möchten, sollten den Eisprungrechner nicht mit einem sicheren Verhütungsmittel verwechseln, denn der Zyklus und damit fruchtbare Tage werden von zahlreichen äußeren Einflüssen beeinträchtigt. Der Eisprungrechner ist kein Garant dafür, dass es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, denn er kann fruchtbare Tage nur ungefähr ausrechnen. Immer dann, wenn ein Zyklus besonders lange dauert oder nur kurz ist, dann ist es eine gute Entscheidung, einen Arzt aufzusuchen, denn dann kann es sich um eine Störung handeln. Normal sind Zyklen, die zwischen 25 und 35 Tagen dauern, aber wenn Frauen, die lange die Pille genommen haben und diese plötzlich nicht mehr nehmen, dann kann es durchaus passieren, dass sich der Zyklus verschiebt.

    Bild: © Depositphotos.com / viperagp

  • Viagra für die Frau – die Kritik reißt nicht ab

    Viagra für die Frau – die Kritik reißt nicht ab

    Seit in den USA Flibanserin als Viagra für die Frau zugelassen wurde, reißt die Kritik an diesem neuen Medikament nicht ab. Nicht nur Mediziner sehen in der Viagra für die Frau eine große Gefahr von gesundheitlichen Schäden, auch führende Sexualwissenschaftler sparen nicht an Kritik oder bezeichnen die Tablette als blanken Unsinn. Dabei soll das Viagra für die Frau den Damen zu einem erfüllten Sexualleben verhelfen, und so fragen die Kritiker des sogenannten „Pink Viagra“: Welche Frau will ein Psychopharmaka einnehmen, nur um mehr Lust zu bekommen?

    Kein Interesse

    Schon im Vorfeld gab es Zweifel am Sinn von Flibanserin, das in den USA unter dem Namen Addyi verkauft wird. Die rosa Tablette hat die Aufgabe, die sexuelle Lust von Frauen zu steigern und wird als das weibliche Gegenstück zur bekannten blauen Viagra für den Mann angepriesen. Vorerst gibt es das Viagra für die Frau nur in den Vereinigten Staaten, in Deutschland ist das Medikament nicht zugelassen und aktuell werden auch keine Anträge von deutschen oder anderen europäischen Ländern gestellt, damit Flibanserin zugelassen werden kann.

    Kein großer Erfolg

    Sexualtherapeuten sehen im Viagra für die Frau eine Gefahr für ohnehin schon instabile Partnerschaften, denn mit der Pille wird der Druck vor allem auf die Frauen noch weiter verstärkt. Frauen spüren Lust nicht im Gehirn, und Lust lässt sich nicht beliebig an- und wieder ausknipsen. Wenn Frauen keine Lust verspüren, dann wollen sie keinen Sex und eine Tablette kann daran auch nichts ändern. Wer also annimmt, dass Frauen mehr Lust auf Sex verspüren, nur weil sie ein Medikament eingenommen haben, der wird sehr bald merken, dass das nicht funktioniert. Auch langfristig wird dem Viagra für die Frau ein großer Erfolg beschieden sein und mehr als der berühmte Placebo-Effekt wird daraus nicht werden.

    Wie gesundheitsschädlich ist Pink Viagra?

    Der Hersteller von Flibanserin empfiehlt eine Tagesdosis seines Medikaments, was nachzuvollziehen ist, denn schließlich lässt sich damit viel Geld verdienen. Frauen, die diese Pille täglich schlucken, müssen allerdings damit rechnen, dass es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Dazu gehört zum Beispiel Müdigkeit, aber auch der Blutdruck kann gefährlich niedrig werden. Kopfschmerzen gehören zu den Nebenwirkungen und auch das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit der Einnahme von Flibanserin angeblich an, gesicherte Studien gibt es in dieser Richtung allerdings noch nicht. Flibanserin wurde ursprünglich als Antidepressiva entwickelt, es fördert die Produktion der Glückshormone Dopamin und Noradrenalin und senkt gleichzeitig die Produktion von Serotonin. Man kann die Pille also auch zur Gruppe der sogenannten „Happy Pills“ zuordnen, jenen Tabletten, die für ein positives Grundgefühl sorgen, dabei aber leider immer mehr die reale Wirklichkeit in den Hintergrund rücken lassen.

    Ob und wie das Viagra für die Frau tatsächlich wirkt, darüber gibt es noch keine genauen Erkenntnisse.

    Bild: © Depositphotos.com / Lighthunter

  • Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Nicht jeder, der unter innerer Unruhe, Ängsten und depressiven Verstimmungen leidet, möchte ein Antidepressivum einnehmen, sondern entscheidet sich stattdessen für ein rein pflanzliches Präparat wie zum Beispiel Johanniskraut. Vor allem bei leichten Depressionen, wie sie unter anderem in den Wechseljahren gerne auftreten, ist Johanniskraut eine gute Lösung. Wer jedoch Johanniskraut über einen längeren Zeitraum einnimmt, der sollte sich auch über die Gefahren im Klaren sein, die das Medikament auslösen kann. Eine neue Studie aus Australien hat sich jetzt mit den Nebenwirkungen des Johanniskrauts beschäftigt und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

    Gefährliche Nebenwirkungen

    Die Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben für ihre Studie untersucht, ob Johanniskraut Nebenwirkungen hat und wenn ja, wie sich diese Nebenwirkungen auf den Patienten auswirken können. Für diese Studie wurden zum einen das rein pflanzliche Johanniskraut und das Antidepressivum Fluoxetin untersucht, und im Rahmen der Untersuchungen stellte sich heraus, dass beide Mittel ähnlichen Nebenwirkungen haben. Die Probanden, die mit beiden Mitteln behandelt wurden, klagen sowohl nach der Einnahme von Johanniskraut als auch nach der Einnahme des klassischen Antidepressivums über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Panikattacken und Müdigkeit, und es wurden auch Aggressionen beobachtet. Die Studie wurde zwischen den Jahren 2000 und 2013 durchgeführt und in diesem Zeitraum wurden 84 Nebenwirkungen beim Johanniskraut gezählt, aber 477 verschiedene Nebenwirkungen beim Fluoxetin. Werden beide Mittel zusammen eingenommen, dann kann das nach Angaben der Forscher lebensgefährliche Folgen haben.

    Johanniskraut – Auch ein Medikament

    Die meisten Menschen, die sich in der Apotheke oder in einer Drogerie Johanniskraut kaufen, wählen bewusst diese Form des Antidepressivums, weil sie der festen Ansicht sind, dass Johanniskraut ein Naturheilmittel und kein Medikament ist. Diese Annahme ist falsch, denn auch Johanniskraut gehört zu den Medikamenten, und zwar zu denen, die zwar frei verkäuflich sind, aber die dennoch neben einer Wirkung logischerweise auch Nebenwirkungen haben. Selbst wenn es zu den ersten Nebenwirkungen wie den Anstieg des Blutdrucks und zu einer erhöhten Körpertemperatur kommt, dann ist das Johanniskraut nicht im Verdacht, denn schließlich handelt es sich ja um ein rein pflanzliches Präparat und die haben keine Nebenwirkungen. Wer so denkt, der lebt nach Ansicht von Wissenschaftlern gefährlich, selbst wenn Johanniskraut auch pflanzlichen Ursprungs ist, es hat neben einer Wirkung auch Nebenwirkungen.

    Nicht jeder ist betroffen

    Die meisten Menschen, die Johanniskraut einnehmen, um ihre Depressionen, ihre Unruhe und ihre Ängste zu bekämpfen, werden keine Nebenwirkungen verspüren, aber es gibt Menschen, die sensibel reagieren, und in diesen Fällen kann es zu Nebenwirkungen kommen. Wer sich mit Johanniskraut selbst helfen möchte, der ist auf jeden Fall gut beraten, sich vor der Einnahme mit einem Arzt zu unterhalten, der über mögliche Nebenwirkungen aufklären kann. Es sind aber nicht nur die Nebenwirkungen, die gefährlich werden können, es ist auch möglich, dass es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Das gilt wie schon erwähnt, für die zeitgleiche Einnahme von Johanniskraut und Antidepressiva, aber auch für Verhütungsmittel wie die Pille. Wer ein Mittel zur Blutverdünnung einnehmen muss, der sollte ebenfalls mit Johanniskraut sehr vorsichtig umgehen, denn auch hier kann es unter Umständen zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / scis65

  • Flibanserin – Viagra für die Damen

    Flibanserin – Viagra für die Damen

    Viele Männer wollen, doch sie können nicht. Fast alle Frauen können, aber sie wollen nicht. Wenn Mann will, aber nicht kann, dann hilft die kleine blaue Pille, aber was ist, wenn Frau zwar kann, aber nicht will? Dieses Problem könnte bald der Vergangenheit angehören, denn amerikanische Wissenschaftler haben sie endlich entwickelt, die Pille, die bei Frauen die sexuelle Lust steigen soll. Flibanserin heißt das Viagra für die Frau und wenn alles klappt, dann wird die Pille ganz in Pink auch zugelassen, und damit gibt es dann ein Problem weniger auf dieser Welt. Aber noch ist es nicht so weit, denn zweimal fiel die Pink Viagra schon bei der amerikanische Arzneizulassungsbehörde FDA durch, jetzt soll es beim dritten Anlauf endlich gelingen.

    Eine hitzige Debatte

    Die Zulassung von Flibanserin hat in den USA für heftige Debatte gesorgt, denn nach Ansicht der FDA hat die kleine Tablette, die die weibliche Libido anschieben soll, noch zu viele Risiken und Nebenwirkungen. Feministinnen rufen schon lange nach dieser Pille, denn schließlich gibt es 26 verschiedene Mittel, die die männliche Potenz steigern, für die Damen aber gibt es nichts Vergleichbares. Auch wenn Frauenrechtlerinnen Sturm laufen, so einfach ist es leider nicht, denn die weibliche Sexualität ist ein wenig komplexer als die der Herren. Bei Frauen müssen die Rahmenbedingungen stimmen, sie können ihre Libido nicht einfach wie ein Licht anknipsen.

    Bei Männern ist das aus rein medizinischer Sicht deutlich einfacher, denn sie nehmen eine Tablette, die Blutzufuhr im Penis wird angekurbelt, es kommt zur Erektion und schon klappt es wieder. Bei den Damen ist es in den meisten Fällen psychisch bedingt, wenn sie keine Lust auf Sex haben, biologische Ursachen sind sekundär. Es gibt allerdings Frauen, die unter Hypoactive Sexual Desire Disorder, kurz HSDD leiden, ihnen fehlen bestimmte Botenstoffe im Gehirn. Hier soll die neue Pille ansetzen.

    Flibanserin – Reiner Zufall

    Flibanserin wurde wie Viagra auch durch Zufall entdeckt. In den 1990er Jahre suchte die Firma Pfizer nach einem neuen Mittel gegen Bluthochdruck und als Probanden das Mittel nahmen, kam es vermehrt zu Erektionen, Viagra war geboren und sorgte bei Pfizer für Rekordumsätze. Bei Flibanserin war es ähnlich, das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wollte eigentlich nur ein Mittel gegen Depressionen entwickeln, aber als sich nach den ersten Tests zeigte, dass bei Frauen die Lust auf Sex steigt, forschte das Unternehmen in dieser Richtung weiter. Nachdem der erste Versuch der Zulassung nicht geklappt hatte, verkaufte Boehringer Ingelheim die Lizenz für das Mittel in die USA und seit dem wird weiter um die Marktzulassung verbittert gekämpft.

    Jetzt taucht ein Silberstreif am Horizont auf, denn wenn die Amerikaner nachweisen können, dass Flibanserin HSDD heilen kann, dann steigen die Chancen, dass die Pink Viagra doch noch auf den Markt kommt. Durch Flibanserin werden die Botenstoffe im Gehirn angekurbelt und damit steigt auch die Lust am Sex. Viele Frauen leiden unter ihrer Unlust und setzen sich selbst unter Druck, um ihrem Partner eine erfüllte Sexualität bieten zu können. Diesen Frauen kann die Pille in Pink helfen, und wenn diese Argumente die FDA überzeugen, dann wird die Pille, so sehen Experten, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa freigegeben.

    Erste Erfolge

    In den USA haben mittlerweile 11.000 Frauen das Mittel im Rahmen einer doppelblinden und placebokontrollierten Studie getestet, und jetzt hat die FDA reagiert und erklärt, dass das Mittel einen hohen Einfluss auf die weibliche Libido hat. Die Zulassung gab es aber trotzdem nicht und das, obwohl die Probandinnen von erfüllten sexuellen Erfahrungen gesprochen haben. Die Wirkung sei nur mäßig, aber die Nebenwirkungen, zu denen unter anderem starke Müdigkeit und auch starker Schwindel gehören, seien einfach noch zu stark.

    Bild: © Depositphotos.com / artem_furman

  • Teenager und Sexualität – wie sag ich´s meinem Kind?

    Teenager und Sexualität – wie sag ich´s meinem Kind?

    Wenn Kinder in die Pubertät kommen, dann werden die meisten Eltern unruhig, denn zum Erwachsen werden gehört auch der Sex. Die Eltern sehen sich dann in der Pflicht, ihre heranwachsenden Kinder aufzuklären, und das ist damals wie heute ein eher heikles Thema. Das Bienchen und Blümchen ist schon lange nicht mehr zeitgemäß, und viele Eltern müssen nicht selten mit Erschrecken feststellen, dass ihr Nachwuchs mehr über Sex weiß, als den Eltern lieb ist.

    Das Internetzeitalter macht es möglich, dass Kinder heute schon mit zwölf Jahren Bescheid wissen, aber auch wenn sie sich auskennen, gibt es trotzdem einige Dinge, über die die Eltern mit ihren Kindern offen sprechen sollten.

    Nicht ausreichend informiert

    Die Kinder von heute kommen früher in die Pubertät als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Sie haben schon früh ganz genaue Vorstellungen, wie das „erste Mal“ aussehen soll und wissen auch über den Verlauf einer Schwangerschaft bestens Bescheid. Zwischen 14 und 17 verlieren in Deutschland die meisten Teenager ihre Unschuld, aber auch wenn sie vielleicht körperlich schon reif sind, der Kopf ist es noch lange nicht. So informieren sich laut einer Studie nur sehr wenige Teenager über die unterschiedlichen Geschlechtskrankheiten, und auch das Thema Verhütung kommt in den Überlegungen und Fantasien über Sex nur eher selten vor.

    Hier sollte die Aufklärung der Eltern ansetzen, sie sollten ihren Kindern klar machen, was es bedeutet, mit 14 oder 15 ein Kind zu bekommen. Auch die Gefährlichkeit von HIV und Geschlechtskrankheiten sollte zu den Dingen gehören, über die gesprochen wird, denn nur wer ausreichend informiert ist, der weiß sich auch vor diesen Krankheiten zu schützen.

    Der kleine Unterschied

    Wenn es um die Aufklärung von Teenagern geht, dann ist es ein großer Unterschied, ob es sich um die Tochter oder um den Sohn handelt. Bei angehenden Männern spielt zum Beispiel die Größe des Penis eine wichtigere Rolle als die richtige Handhabung eines Kondoms. Pubertierende Machos gehen einem Gespräch sehr gerne aus dem Weg, sie behaupten zwar gerne, sie wüssten über alles Bescheid, was mit Sex zu tun hat, aber bei näherem Nachfragen blocken sie ein Gespräch gerne ab. Eltern, die ihre Söhne aufklären wollen, müssen den passenden Zeitpunkt erwischen und auch bereit sein, zu warten. Ein Gespräch aufzwingen lässt sich ein junger Mann nur sehr selten, es siegt in der Regel die Oppositionshaltung.

    Bei jungen Mädchen spielen bei der Aufklärung andere Aspekte eine Rolle. Eine zu frühe Schwangerschaft ist ein Thema, das bei einem Gespräch zur Sprache kommen sollte, aber auch die Gefahr einer Vergewaltigung sollte kein Tabu sein, wenn Eltern mit der Tochter über die Sexualität reden.

    Das richtige Verhütungsmittel

    Es gibt kaum eine junge Frau, die nicht weiß, was die Pille ist, aber wenn man einen weiblichen Teenager nach der Pille danach fragt, dann blickt man nicht selten in ratlose Gesichter. Es ist wichtig, dass Jugendliche, die ihre Sexualität entdecken auch wissen, was sie tun müssen, wenn mit der Verhütung mal etwas schief geht. Wo bekommt man die Pille danach? In welchem Zeitraum muss sie eingenommen werden? Das sind Fragen, die zwischen Eltern und heranwachsenden Kindern geklärt werden müssen. Dass die Pille nur regelmäßig eingenommen vor einer Schwangerschaft schützen kann, auch das sollte besprochen werden, und dass sie nicht vor Geschlechtskrankheiten und einer Infektion mit HIV schützt, auch das ist wichtig.

    Hat die Tochter einen festen Freund, mit dem sie schlafen möchte, dann ist es keine schlechte Idee, wenn die Mama mit zum Frauenarzt geht, denn das gibt ein Gefühl von Sicherheit. In diesem Fall wird die Mutter zur besten Freundin, mit der man einfach alles besprechen kann.

  • Probleme in der Pubertät

    Probleme in der Pubertät

    Probleme in der Pubertät: Alkohol, Rauchen und Drogen

    Dass Jugendliche bestimmte Erfahrungen sammeln, werden Eltern trotz aller Vorsicht und Kontrolle nicht verhindern können. Aufklärung ist  hier wichtig, allerdings eher von Seiten der Schule oder anderer Einrichtungen. Denn in der Pubertät hören die Jugendlichen kaum bis gar nicht auf ihre Eltern. Falls diese also einen Aufklärungsversuch in Bezug auf Alkohol, Rauchen oder Drogen starten, geht dies meist eher nach hinten los.

    Verbote bringen gar nichts. Denn verbotene Sachen locken nun einmal, das war schon immer so und wird auch immer so sein. Weder in Bezug auf den Freundeskreis noch in Bezug auf ungesunde Verhaltensweisen wird ein Verbot etwas bewirken. Freunde werden dann heimlich getroffen und auch Rauchen, Trinken oder Drogengenuss geschehen dann im Verborgenen. Besser ist es, wenn die Eltern offen für die Freunde ihrer Kinder sind. Wer die anderen zu sich nach Hause einlädt, kann sich ein Bild von den Freunden machen. Falsche Freunde stellen dabei ein echtes Problem dar. Hier kann nur an die Vernunft der Jugendlichen appelliert werden.

     

    Probleme in der Pubertät: Sexualität

    Vertrauen ist besonders wichtig. Das gilt auch für die Sexualität. Aufgeklärt sind die meisten Jugendlichen bereits mit zehn, zwölf Jahren. Das ist zu Beginn der Pubertät. Eltern sollten daran denken, dass durch unsere Wohlstandsgesellschaft die Reifung der Jugendlichen schneller vonstatten geht als nach dem Krieg. So haben viele elfjährige Mädchen heute bereits ihre Tage und auch die Jungen sind teilweise mit Dreizehn schon sexuell aktiv.

    Wichtig ist, dass gegenseitig die Privatsphäre respektiert wird. Genauso, wie ein Jugendlicher nicht einfach bei den Eltern ins Schlafzimmer platzen sollte, muss das Anklopfen am Kinderzimmer für die Erwachsenen selbstverständlich werden. Ansonsten kann es für beide Seiten zu unangenehmen Situationen kommen. Dass Jugendliche ihren Körper erforschen, ist völlig normal. Lange Zeit galt Selbstbefriedigung als unschicklich, ja sogar krank machend. In der Pubertät werden entsprechende Hormone aktiv. Wer keine Partnerin oder keinen Partner hat, verwöhnt sich selbst. In solchen Situationen kann Hereinplatzen sehr unangenehm für Eltern und Jugendliche sein.

    Verhütung sollte beim Sex immer ein Thema sein. In der Schule lernen die Jugendlichen, wie der Regelzyklus funktioniert und wann eine Schwangerschaft möglich ist. Aber auch in Zeiten von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten sollte unbedingt ein Kondom verwendet werden. Wenn das Mädchen zusätzlich die Pille nimmt oder anderweitig verhütet, gehen beide verantwortungsbewusst mit dem Thema um.

     

    Probleme in der Pubertät: Verhalten und Aggressionen

    Während manche Eltern „nur“ über ein zickiges oder abweisendes pubertierendes Kind klagen, haben andere richtige Sorgen. Da werden Erwachsene nicht respektiert, schlechte Ausdrücke gebraucht, gemacht, was man will. Manche Heranwachsende nehmen sich schon ab einem Alter von zehn, zwölf Jahren Rechte heraus, die erst einem Erwachsenen zustehen. Jungen prügeln sich dann schneller, wobei diese Phase zwischen dreizehn und achtzehn Jahren wohl am ausgeprägtesten zu sein scheint. Viele wollen cool sein und setzen sich über die Regeln aus dem Elternhaus schlicht und ergreifend hinweg. Eltern sind dann oft hilf- und machtlos.

    Nun noch über Konsequenzen nachzudenken, hilft meist nicht mehr. Deshalb ist es notwendig, bereits vor der Pubertät streng auf die Einhaltung von Regeln zu achten und Konsequenzen immer durchzuziehen. Das ist für Eltern nicht leicht, denn sie sind auch nur Menschen. Manchmal geben sie nach, um des lieben Friedens willen. Damit riskieren sie jedoch, dass der Nachwuchs das nächste Mal wieder auf Gegenwehr geht in der Hoffnung, die Eltern werden vielleicht nachgeben. Je häufiger dies funktioniert, umso weiter dehnen die Jugendlichen ihre Grenzen aus. Sie merken, wenn sie ihre Eltern nur genug nerven, geben diese schon nach. Und in der Pubertät hat das dann fatale Folgen, weil die Jugendlichen sich dann an die fehlenden oder nur manchmal durchgezogenen Konsequenzen gewöhnt haben.

    Dann das Handy wegzunehmen, Stubenarrest auszusprechen oder PC-Verbot, das Fernsehen einzuschränken, die Kinder eher ins Bett zu stecken und ähnliches wird schwierig. Schließlich hat es sonst ja auch oft keine Konsequenzen gegeben, warum dann jetzt? Zumal viele Jugendlichen körperlich und kräftemäßig mit ihren Eltern mithalten können, wenn sie nicht sogar stärker sind. Mancher Heranwachsende trainiert im Fitness-Studio und entwickelt dadurch mehr Kraft als Mutter oder Vater. Häufig überragen die Jugendlichen auch ihre Eltern bereits in diesem Alter von der Körpergröße her. Zwar können sich auch kleine Eltern Respekt verschaffen, allerdings sollten sie damit lange vor der Pubertät beginnen und die Regeln immer konsequent durchsetzen. Vor allem, wenn die Jugendlichen noch eine Stoffwechselstörung, wie AD(H)S haben, ist das Einhalten von Regeln und Normen besonders wichtig.