Schlagwort: Eine Infektion

  • Blutvergiftung – die unterschätzte Gefahr

    Blutvergiftung – die unterschätzte Gefahr

    Eine Blutvergiftung entsteht immer dann, wenn eine Infektion nicht mehr örtlich begrenzt ist, sondern sich durch die Blutbahn im ganzen Körper ausbreitet. Immer wenn die ersten Blutvergiftung Symptome auftreten, dann ist schnelles Handeln notwendig, denn eine Blutvergiftung kann sehr schnell lebensbedrohlich werden. Die Blutvergiftung Ursachen können ganz unterschiedlich sein, und selbst ein Insektenstich kann unter ungünstigen Umständen zu einer schweren Blutvergiftung führen.

    So unterschiedlich wie die Blutvergiftung Ursachen und die Blutvergiftung Symptome sind auch die verschiedenen Stadien. Von einer leichten Sepsis sprechen die Mediziner, wenn es sich um eine Entzündung handelt, die mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden kann, um eine schwere Blutvergiftung handelt es sich aber immer dann, wenn mindestens ein Organ betroffen ist. In diesem Fall muss die Hilfe schnell kommen, denn vielfach ist dieses Stadium der Sepsis tödlich.

    Die Blutvergiftung Symptome

    Viele bringen mit einer Blutvergiftung den berühmten roten Strich in Verbindung, der sich auf dem Arm oder auch auf dem Bein zeigt und der in Richtung des Herzens wandert. Diese rote Linie gehört aber nicht dazu, wenn es um die typischen Blutvergiftung Symptome geht, es gibt andere Anzeichen, die deutlicher auf eine Sepsis hinweisen. Charakteristische Blutvergiftung Symptome sind:

    • Ein sehr schneller Herzschlag
    • Ein niedriger Blutdruck
    • Unterkühlung bis hin zum Schüttelfrost
    • Hohes Fieber
    • Akute Schmerzen
    • Eine schnelle und schwere Atmung
    • Innere Unruhe
    • Verwirrtheit
    • Leichte Benommenheit, die aber bis zum Koma führen kann

    Welche Blutvergiftung Ursachen gibt es?

    Sepsis Blutvergiftung
    Die Blutvergiftung Ursachen sind vielfältig, aber es gibt Ursachen, die immer wieder auftreten und für die genannten Blutvergiftungen Symptome sorgen:

    • Viren und Pilze
    • Bakterien
    • Eine Lungenentzündung
    • Eine Hirnhautentzündung
    • Eine Katheterinfektion
    • Eine Infektion nach einem operativen Eingriff

    Statistisch gesehen ziehen sich die meisten Menschen aber eine Blutvergiftung durch eine gar nicht oder nur schlecht versorgte Wunde zu, und auch eine Blutvergiftung durch Insektenstich kommt im Sommer sehr häufig vor. Wer nach dem Stich einer Biene, Wespe oder Mücke einen roten Strich sieht, der sieht eine sogenannte Lymphangitis, und die hat nichts mit einer Blutvergiftung zu tun.

    Um welche Blutvergiftung Ursachen es auch geht, eine Sepsis ist immer ein medizinischer Notfall und nur, wenn schnell geholfen wird, dann gibt es auch keine bleibenden Schäden. In den meisten Fällen wird eine Blutvergiftung durch Bakterien ausgelöst und dagegen gibt es die passenden Antibiotika. Kommt es aber zu einer schweren Sepsis oder zu einem septischen Schock, dann wird eine unterstützende Therapie notwendig. In diesem Fall muss dafür gesorgt werden, dass die Versorgung mit Sauerstoff hoch ist und was noch wichtiger ist, der Blutdruck muss so schnell wie möglich wieder nach oben gebracht werden. In schweren Fällen werden auch eine künstliche Beatmung oder eine Dialyse eingesetzt, um das Blut wieder zu reinigen.

    Welche vorbeugenden Mittel gibt es?

    Einer Blutvergiftung kann in vielen Fällen mit sehr einfachen, aber auch sehr effektiven Mitteln vorgebeugt werden. Wer sich zum Beispiel bei der Arbeit im Garten geschnitten hat, der sollte die Wunde sofort unter fließendem Wasser reinigen und eventuelle Fremdkörper vorsichtig mit einer Pinzette entfernen. Anschließend sollte Jod auf die Wunde gegeben werden, denn Jod hat eine desinfizierende Wirkung und vernichtet Bakterien, die sich noch in der Wunde befinden. Je nach Größe und Tiefe der Wunde wird dann ein Pflaster oder ein Verband angelegt, zudem muss die Wunde dann beobachtet werden. Sollten sich die oben genannten Blutvergiftung Symptome einstellen, dann darf man nicht zögern, sondern sollte ohne Umwege in die Notaufnahme eines Krankenhauses fahren, denn dann zählt jede Minute.

    Bei einer Blutvergiftung durch Insektenstich hilft allerdings die ganze Vorsorge nichts, denn eine Biene oder eine Wespe sticht immer unvermittelt zu. Wie sollte man sich aber bei einer Blutvergiftung durch Insektenstich richtig verhalten?

    Die Blutvergiftung durch Insektenstich

    blutvergiftung-insektenstich
    Der Stich einer Wespe oder Biene ist sehr unangenehm. Die betroffene Stelle schwillt schnell an, es schmerzt und ein solcher Stich kann einige Tage Probleme bereiten. Wer auf Insektengift allergisch reagiert, der muss sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, denn der Stich einer Biene oder Wespe kann im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock führen.

    Aber was viele vielleicht nicht wissen, auch eine Blutvergiftung durch Insektenstich ist durchaus möglich, und auch mit dieser Form der Blutvergiftung ist nicht zu spaßen. Besonders ein Wespenstich kann gefährlich werden, denn eine Wespe hat anders als eine Biene an ihrem Stachel keinen Widerhaken, sie kann mehrfach zustechen, was viele Wespen auch gerne tun, wenn sie wütend werden. Wenn die Wespe einen Pilz hat oder Viren und Bakterien in sich trägt, dann ist eine Blutvergiftung durch Insektenstich möglich, denn mit dem Stich hinterlässt die Wespe auch Kot in der Wunde und dieser sorgt dann für die Blutvergiftung durch Insektenstich.

    Auch wenn eine Blutvergiftung durch Insektenstich unangenehm ist, sie hat gegenüber den anderen Blutvergiftung Ursachen auch etwas Gutes. Zum einen wird die Infektion durch den plötzlichen Schmerz bemerkt und zum anderen gelangt das Insektengift schneller in die Blutbahn und die ersten Blutvergiftung Symptome zeigen sich schnell. Dass es sich nicht nur um einen einfachen Insektenstich, sondern um eine Blutvergiftung durch Insektenstich handelt, das wird deutlich, wenn der Stich anschwillt oder sich auf der Haut ausbreitet. Das geschieht schon nach wenigen Stunden und so bleibt mehr Zeit, um zu reagieren.

    Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum aus einem an sich harmlosen Insektenstich zu einer Blutvergiftung durch Insektenstich kommen kann. Die meisten Menschen, die von einer Biene, einer Mücke oder auch von einer Wespe gestochen werden, handeln impulsiv und kratzen an der Wunde. Da sich unter jedem Fingernagel immer ein bisschen Schmutz befindet, kann dieser Schmutz zu einer Blutvergiftung durch Insektenstich werden. Winzige Schmutzpartikel wandern in die Blutbahn und sorgen so für eine Infektion, die zu einer gefährlichen Blutvergiftung werden kann.

    Wie häufig sind Blutvergiftungen?

    Ganz gleich, wie viele Blutvergiftung Ursachen es gibt, oder auch ob eine Blutvergiftung durch Insektenstich ausgelöst wurde, die Sepsis ist eine Krankheit, die man niemals unterschätzen sollte. Alleine in Deutschland erkranken rund 154.000 Menschen jedes Jahr an einer Blutvergiftung. Ältere Menschen sind deutlich eher betroffen als jüngere und in vier von zehn Fällen nimmt eine Blutvergiftung einen tödlichen Ausgang. Kommt es zu einem septischen Schock, dann sind es sogar sechs von zehn Fälle, die einen tödlichen Verlauf nehmen.

    Blutvergiftung

    Die hohe Sterblichkeitsrate ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass viele Blutvergiftung Symptome zu lange unerkannt bleiben und jede Hilfe zu spät kommt. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an einer der Blutvergiftung Ursachen zu sterben, denn mit jedem Lebensjahr nimmt die Leistung des Immunsystems weiter ab. Bei jungen Menschen funktioniert das Immunsystem noch einwandfrei und der Körper wehrt sich sehr erfolgreich gegen jede Art von Eindringlingen, seien es nun Bakterien, Viren oder auch Pilze. Wenn man älter wird, dann ist das ein immer größer werdendes Problem, und wenn das Immunsystem sich nicht mehr wehren kann, dann kommt es zu einer Blutvergiftung.

    Was ist eine Lymphangitis?

    Immer wenn von einer Blutvergiftung die Rede ist, dann kommt auch der rote Strich ins Gespräch, aber für diesen Strich ist eine Lymphangitis verantwortlich. Zwar handelt es sich auch hier umgangssprachlich um eine Blutvergiftung, allerdings um eine sehr seltene Form. Bei einer Lymphangitis entzünden sich die Lymphbahnen unter der Haut und im unteren Fettgewebe, die in der Regel durch Bakterien ausgelöst wird. Eine Blutvergiftung durch Insektenstich kommt bei dieser Form nicht infrage.

    Eine Lymphangitis ist nicht nur an einem roten Strich zu erkennen, sie verursacht auch Schmerzen und die Lymphdrüsen zum Beispiel am Hals, schwellen sichtbar an. Dazu kommen Symptome, die denen einer Blutvergiftung sehr ähnlich sind. Der Betroffene bekommt Fieber und fühlt sich unwohl. Auch bei einer Lymphangitis sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn aus einer akuten Lymphangitis kann auch eine chronische Erkrankung werden. Wie bei einer Blutvergiftung, so kann auch eine Lymphangitis heute sehr gut mit den entsprechenden Antibiotika behandelt werden, aber auch kühlende Umschläge sind eine gute Idee, um die Lymphangitis zu lindern. Lebensgefahr wie bei einer echten Sepsis besteht bei einer Lymphangitis aber nicht.

     

    Bildnachweis: Blutvergiftung Sepsis © Coloures-pic

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  • Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Werdende Eltern stellen sich früher oder später ganz unweigerlich die Frage „Was, wenn mein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt?“. Die meisten schütteln diesen Gedanken schnell ab und hoffen einfach auf das Beste. Aber Viele wollen diese Antwort nicht dem Zufall überlassen und entscheiden sich dazu einen sogenannten Pränatest durchzuführen. Dabei handelt sich um einen einfachen Bluttest der Auskunft darüber geben kann, ob ein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen wird oder ob es vollkommen gesund ist. Bisher werden diese Teste in den meisten Fällen nicht von Krankenkassen übernommen und die Eltern müssen dafür bezahlen, ihre Neugierde zu stillen. Nun gibt es Berichte darüber, dass der Test schon bald eine Kassenleistung sein wird. Für wen käme diese Leistung in Frage und welche Folgen kann eine solche Entscheidung für unsere Gesellschaft haben?

    Was ist ein Pränatest?

    In der Vergangenheit konnten Genmutationen lediglich über eine Fruchtwasseruntersuchung festgestellt werden. Dafür muss natürlich das Fruchtwasser der Fruchtblase entnommen werden, was ein hohes Risiko in sich birgt. Eine von 100 Frauen erlitt während einer solchen Behandlung eine Komplikation, die zu einer Fehlgeburt führte. Das neue Verfahren, der Pränatest ist sicher, einfach und akkurat. Der Schwangeren wird Blut entnommen, welches das Erbmaterial des Embryos enthält. Dies kann in einem einfachen Labortest auf die drei häufigsten Trisomien getestet werden. Die bekannteste ist wohl Trisomie 21, sie verursacht das Downsyndrom. Aber auch die Genmutationen Trisomie 18 und 13 führen zu schweren Behinderungen.

    Der Test ist seit 2012 auch in Deutschland durchführbar und wird im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen. Obwohl es immer wieder Ausnahmen gibt. Er kann bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden und gibt akkurate Ergebnisse. Bisher kostet der Test knapp 800 €. Weltweit haben bereits mehrere Hunderttausende den Test durchgeführt.

    Für wen übernimmt die Kasse die Kosten fürden  Pränatest?

    Einem aktuellen Bericht zufolge werden die Krankenkassen in Zukunft den Test für bestimmte Personengruppen übernehmen:

    • Frauen, die bereits eine Fehlgeburt erlitten haben und somit in eine Risikogruppe fallen.

    • Frauen, die älter als 35 Jahre sind und einen besorgniserregenden Ultraschallbefund nachweisen können.

    • Frauen, die über 35 Jahre alt sind und ungewöhnliche Laborwerte vorliegen.

    • Frauen, in deren Familie eine Generkrankung bekannt ist.

    Momentan ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung dazu gefallen, ob der Test tatsächlich in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird. Fest steht aber, dass man darüber diskutiert und dass es in naher Zukunft eine Entscheidung geben wird.

    Downsyndrom Pränatest

    Es handelt sich bei diesem Test darum, Trisomien herauszufiltern. Wie bereits erwähnt, ist die Trisomie 21 dabei die bekannteste Form. Eine gesunde Zelle hat 46 Chromosomen, eine Trisomie-Zelle hat hingegen 47. Chromosomen kommen immer in Paaren vor. Ist es aber dreifach vorhanden, kann dies zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen führen. Auch wenn moderne Behandlungsmethoden und Therapien den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und verlängern können, so ist es dennoch eine Krankheit, welche einen großen Effekt auf das Umfeld des Erkrankten hat. Von 700 Kindern wird laut Statistik eines mit Downsyndrom geboren. Momentan leben in Deutschland etwa 50.000 Menschen mit der Krankheit.

    Wird bei einer Schwangeren festgestellt, dass ihr ungeborenes Kind eine Chromosomenstörung aufweist, so wird ihr die Wahl gestellt, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Gesetzlich darf eine Schwangerschaft nicht nach der 12. Schwangerschaftswoche abgebrochen werden. Dennoch gibt es Ausnahmefälle, wie zum Beispiel eine solche Diagnose, die einen Abbruch auch zu einem späteren Zeitpunkt erlauben.

    Eine Frage der Ethik

    Es ist bereits jetzt ein Streitpunkt, der den Ethikrat und verschiedene Organisationen wie auch Kirchen stark beschäftigt. Ist es richtig eine Schwangerschaft abzubrechen, weil das geborene Kind eine Behinderung haben wird. Mit einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird der Pränatest erneut in das Zentrum dieser Frage rücken. Wenn plötzlich Tausende von Frauen Zugriff auf diesen Test haben, haben im Ernstfall auch Tausende von Frauen eine Entscheidung über Leben und Tod zu treffen.

    Was Krankenkassen bisher übernehmen

    Werden bestimmte Kriterien erfüllt, so kann eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft werden. Eine Infektion, vorhergehende Fehlgeburten oder auch eine chronische Krankheit können solche Kriterien sein. Hinzu kommen bedenkliche Testergebnisse im Bereich der Blutabnahme und des Ultraschalls. Sobald der Arzt eine Risikoschwangerschaft angibt, werden von der Kasse Behandlungen und Untersuchungen übernommen, die das erhöhte Risiko absichern. Dabei ist der Leistungskatalog bei gesetzlichen Krankenversicherungen festgelegt. Besteht eine Zusatzversicherung, kann es eventuell zu weiteren Kostenübernahmen kommen.

  • Plazentainsuffizienz – Wie gefährlich?

    Plazentainsuffizienz – Wie gefährlich?

    In der Schwangerschaft wird das Kind im Bauch der Mutter vom Mutterkuchen, der sogenannten Plazenta ernährt und bekommt so alles, was es braucht, um gesund heranzuwachsen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die Plazenta perfekt arbeitet. Wenn es zu einer verringerten Stoffwechselleistung des Mutterkuchens kommt, dann handelt es sich um eine Plazentainsuffizienz, und eine solche Plazentainsuffizienz kann, wenn sie nicht richtig behandelt wird, für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden.

    Plazentainsuffizienz – Welche Symptome treten auf?

    Eine Plazentainsuffizienz ist niemals nur vorübergehend und nur sehr selten akut, sie ist immer chronisch. In der Regel wird eine Plazentainsuffizienz im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt erkannt. Wenn die Mutter nur wenig zunimmt und wenn das Wachstum des Kindes nicht vorangeht, dann sind das Anzeichen für eine Plazentainsuffizienz. Eine zu geringe Menge an Fruchtwasser kann ebenfalls ein Symptom dafür sein, dass eine Plazentainsuffizienz vorliegt.

    Ein sicheres Anzeichen ist aber, wenn der Arzt auf dem Ultraschallbild sieht, dass der Kopf des ungeborenen Kindes im Vergleich zu seinem Körper proportional zu groß ist. Der Grund für dieses Missverhältnis ist, dass alle Nährstoffe, die für die Entwicklung des Kindes wichtig sind, in die Organe wie das Herz oder das Gehirn fließen, um die Versorgung dieser lebenwichtigen Organe zu gewährleisten. Für die Muskeln und die Haut bleibt dann kaum noch etwas übrig, sie bleiben in ihrer Entwicklung zurück.

    Wenn der Frauenarzt die Diagnose Plazentainsuffizienz stellt, dann muss die werdende Mutter in kurzen Abständen zur Vorsorgeuntersuchung kommen. Um die Plazentainsuffizienz genau zu beobachten, reicht ein normales Ultraschallbild nicht mehr aus, in diesem Fall wird zum Beispiel auch eine Doppler-Sonografie gemacht oder die Plazentainsuffizienz wird mit einem Wehenbelastungstest kontrolliert. Für den Arzt ist es wichtig, wie viele Reservekapazitäten der Mutterkuchen noch hat und ob diese für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft ausreichen.

    Plazentainsuffizienz – Welche Ursachen sind verantwortlich?

    Für eine Plazentainsuffizienz gibt es ganz verschiedene Ursachen. Ein zu hoher Blutdruck kann ein Grund sein, aber auch ein Nierenproblem kann eine Plazentainsuffizienz auslösen. Wenn die Mutter eine Infektion bekommt oder wenn sie unter einer Schwangerschaftsdiabetes leidet, dann kann das ebenfalls zu einer Plazentainsuffizienz führen, und auch eine Präeklampsie ist für eine Plazentainsuffizienz verantwortlich.

    Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, haben ein deutlich höheres Risiko, das gilt auch für Frauen, die stark untergewichtig sind. Aber selbst wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt, untersucht der Gynäkologe eine schwangere Patientin immer auf Plazentainsuffizienz. Selten kommt es zu einer akuten Form, die hauptsächlich dann vorliegt, wenn eine vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens zu erwarten ist. Auch Probleme mit der Nabelschnur können zu einer akuten Plazentainsuffizienz führen und wenn das der Fall ist, dann droht eine Unterversorgung des Kindes und es ist höchste Eile geboten, denn dann muss das Kind in der Regel vorzeitig das Licht der Welt erblicken.

    Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Plazentainsuffizienz?

    Wird eine Plazentainsuffizienz diagnostiziert, dann handelt es sich immer um ein ernstes Problem, das nicht unterschätzt werden sollte. Die werdende Mutter sollte sich dann schonen, denn jede Art von Stress oder Belastung kann gefährlich werden. Wichtig ist auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, denn nur so kann das Kind mit allen Nährstoffen versorgt werden, die es dringend braucht, um gesund zu wachsen.

    Immer dann, wenn ein Wehenbelastungstest auffällige Ergebnisse zeigt, dann ist das Kind akut gefährdet, denn das Baby bekommt zu wenig Sauerstoff, die Mutter muss sofort in eine Klinik eingewiesen werden. Wenn es zwischen der 24. und der 35. Schwangerschaftswoche zu alarmierenden Anzeichen kommt, dann droht eine Frühgeburt. Der Schwangeren wird dann in der Regel Kortison verabreicht, damit das Wachstum der kindlichen Lungen beschleunigt wird. Hat die Mutter vorzeitige Wehen, dann werden wehenhemmende Mittel gegeben, die die drohende Frühgeburt verhindern sollen.

    In der Klinik werden zudem regelmäßige CTG Untersuchungen und Ultraschallkontrollen gemacht, denn sie geben Auskunft darüber, ob das Kind vor dem errechneten Termin eventuell mit einem Kaiserschnitt geholt werden muss. Wenn bei der Mutter eine Plazentainsuffizienz vorliegt, dann kann sie ihr Kind trotzdem auf dem normalen Weg und zum errechneten Termin zur Welt bringen und sogar eine spontane Geburt ist bei der Diagnose Plazentainsuffizienz durchaus möglich. Möglich ist das aber immer nur dann, wenn das Kind die Wehen verkraftet und die Herztöne nicht verringert sind. Etwas anders sieht es allerdings bei einer akuten Plazentainsuffizienz aus, denn in diesem Fall zählt jede Minute und es muss sofort ein Kaiserschnitt gemacht werden, der dem Kind das Leben rettet.

    Jede Frau, die ein Baby erwartet, sollte unbedingt alle Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, denn nur im Rahmen einer solchen Untersuchung kann eine Plazentainsuffizienz festgestellt werden. Sieht der Arzt auf dem Ultraschallbild, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt, dann kann sofort gehandelt werden. Eine Plazentainsuffizienz kann einfach, aber effektiv behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Droht bei einer Plazentainsuffizienz eine Gefährdung des Kindes, dann muss schnell reagiert werden. Eine Plazentainsuffizienz darf niemals auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann das Leben des ungeborenen Kindes gefährden.

  • Genitalwarzen bei Frauen – eine unterschätzte Gefahr

    Genitalwarzen bei Frauen – eine unterschätzte Gefahr

    Genitalwarzen bei Frauen sind in den meisten Fällen ungefährlich, aber sie sorgen für Panik und sie sind peinlich. Aber auch wenn diese sogenannten Feigwarzen in der Regel keine gesundheitlichen Probleme verursachen, sollten Frauen vorbeugen, um erst gar nicht mit den Warzen im Genitalbereich konfrontiert werden.

    Wie entstehen Genitalwarzen bei Frauen?

    Genitalwarzen bei Frauen entstehen nicht selten durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren, kurz auch HPV genannt. Dabei handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die in den letzten Jahren wieder vermehrt auftritt. Es gibt viele verschiedene Typen der HPV-Erreger und der Arzt unterschiedet zwischen den Typen 16 und 18, die im Verdacht stehen Gebärmutterhalskrebs auszulösen, und den harmlosen, ungefährlichen Typen 6 und 11. Diese Typen lösen nicht nur Genitalwarzen bei Frauen aus, auch Männer können sich infizieren und bekommen dann die unangenehmen Warzen meist an der Spitze des Penis.

    Impfen und vorbeugen gegen Genitalwarzen bei Frauen?

    Genitalwarzen bei Frauen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Damit sich erst gar keine Warzen an der Vagina bilden können, ist eine Impfung die beste Lösung. Wie gegen viele andere Viren auch, so kann auch gegen das Humane Papillomaviren geimpft werden. Die drei notwendigen Impfungen werden über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten vorgenommen. Auch diese Weise werden nicht nur Genitalwarzen bei Frauen vermieden, auch die Gefahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, wird mit diesen drei Impfungen minimiert.

    Mütter, die ihre Töchter vor den Genitalwarzen bei Frauen schützen wollen, sollten mit der Tochter zu einem Frauenarzt gehen und die Impfung vornehmen lassen. Bei jungen Mädchen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für alle drei Impfungen, bei älteren Frauen müssen die Kosten selbst getragen werden. Die Ausgabe lohnt sich aber, denn Genitalwarzen bei Frauen sind nicht nur peinlich, sie stellen auch ein nicht unbedeutendes Risiko für die Gesundheit dar.

    Genitalwarzen bei Frauen effektiv vorbeugen

    Genitalwarzen bei Frauen und auch bei Männern werden in der Regel durch Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch über die Haut und durch Schmierinfektionen können Genitalwarzen bei Frauen übertragen werden. Um eine Infektion zu vermeiden, ist es ratsam, bei einem neuen Sexualpartner immer ein Kondom zu verwenden. Als möglicher Infektionsherd kommen aber auch die Sauna oder die Sonnenbank infrage, vor allem dann, wenn es dort nicht besonders hygienisch zugeht und regelmäßige Desinfektionen nicht stattfinden.

    Kommt es zu einer Infektion des Partners oder der Partnerin, dann sollten beide zu einem Arzt gehen. Während der Behandlung ist es wichtig auf einen direkten Hautkontakt zu verzichten, solange die Warzen nicht vollständig verschwunden sind. Zusätzlich sollten beide Partner nicht die gleichen Handtücher, Badetücher und Waschlappen benutzen, denn das kann eine erneute Infektion bedeuten.

    Wie werden Genitalwarzen behandelt?

    Bei etwa einem Drittel derjenigen, die sich mit Genitalwarzen angesteckt haben, verschwinden die unschönen Warzen wieder von allein, die restlichen zwei Drittel müssen sich von einem Arzt behandelt lassen. Zur Entfernung der Feigwarzen gibt es zwei Möglichkeiten, eine chirurgische und eine chemische. Handelt es sich um eine großflächige Infektion, dann kann der Arzt zum Skalpell greifen, aber auch ein Vereisen mit Stickstoff oder das Verbrennen der Warzen mithilfe des Lasers ist möglich.

    Wer sich für die chemische Methode entscheidet, um vielleicht Narben zu vermeiden, der wird in der Regel mit Trichloressigsäure behandelt, ein Mittel, das sich bei der Entfernung von Genitalwarzen sehr gut bewährt hat.

  • Lungenentzündung oder Pneumonie

    Lungenentzündung oder Pneumonie

    Eine Lungenentzündung kann jeden Menschen treffen

    Die Lungenentzündung ist eine Krankheit, die heute nach der Art eingeteilt wird, wie sie vom Betroffenen erworben wird. Den größten Schwerpunkt stellt dabei die ambulant erworbene Lungenentzündung dar. Sie wird von den Medizinern als AEP oder CAP bezeichnet. Grippeviren, Chlamydien, Legionellen und Streptokokken werden hier als die am häufigsten vorkommenden Erreger ausgemacht.

    Als nosokomiale Lungenentzündung oder HAP werden die Erkrankungen bezeichnet, bei denen eine Infektion durch Keime in einem Krankenhaus erfolgt ist. Dabei können besonders häufig Serratia, Klebsiella sowie Proteus, Enterobacter und Pseudomonas in den Laboruntersuchungen nachgewiesen werden. Hinzu kommen die Lungenentzündungen, die Patienten mit einem allgemein geschwächten Immunsystem auftreten können. Sie werden im medizinischen Fachjargon als immunsupprimierte Pneumonien bezeichnet.

    Eine weitere Gruppe der Lungenentzündung stellen die Erkrankungen dar, die durch den Kontakt mit stark reizenden oder giftigen Stoffen verursacht werden. Auch können Pneumonien im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie auftreten. Die Einwirkung von großer Hitze sowie das längerfristige Einatmen eisig-kalter Luft kann Reizungen und in der Folge Entzündungen der Lunge hervor rufen. Bei einigen Formen der Lungenentzündung kann auch das Rippenfell mit beteiligt sein. Dieses heißt auf Lateinisch Pleura, so dass der Mediziner in diesem Fall von einer Pleuropneumonie spricht.

    Bei der Behandlung einer Lungenentzündung kommt es auf die jeweilige Ursache, die Art des nachgewiesenen Erregers sowie auf den Schweregrad an. Beim ambulant erworbenen Lungenentzündungen kommen zumeist Breitbandantbiotika sowie schleimlösende Mittel zum Einsatz. Bei der HAP muss von Beginn an eine aggressive Therapie erfolgen, da hier oft antibiotikaresistente Erreger beteiligt sind. Hier werden häufig auch Gyrasehemmer angewendet. In besonders schweren Fällen ist die zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff oder sogar eine unterstützende künstliche Beatmung notwendig.

    Wichtiges über Lungenentzündung:
    Der Gefahr einer möglichen Lungenentzündung ist jeder Mensch ausgesetzt. Das ergibt sich allein schon daraus, dass eine große Palette an Erregern als mögliche Ursache in Frage kommt. Nur gegen einige von ihnen, wie zum Beispiel der Influenza oder Pneumokokken, gibt es einen wirksamen Schutz durch Impfungen. Hinzu kommen thermische und chemische Reizungen der Lunge sowie eine allgemeine Immunschwäche. Die jeweilige Behandlung der Lungenentzündung ist abhängig von den individuellen Ursachen. Dort muss gut abgewogen werden, welcher Schweregrad der Erkrankung welche Maßnahmen als nützlich und angemessen erscheinen lässt. Ein Problem dabei besteht, dass vor allem bei den in Krankenhäusern erworbenen Lungenentzündungen bereits ein erhebliches Potential an Resistenzen gegen pharmakologische Wirkstoffe bei den Erregern besteht. Auch kommen Infektionen mit mehreren Erregern in Frage, bei denen von so genannten Superinfektionen gesprochen wird.

     

    Auf welche Symptome Lungenentzündung sollte man achten?

    Hinsichtlich der Symptome Lungenentzündung wird in die typische und die atypische Pneumonie unterschieden. Die typische Lungenentzündung wird durch einen akuten Beginn gekennzeichnet. Der Patient klagt über Schmerzen in der Brust und weist einen plötzlich auftretenden Husten mit einem von Eiter durchsetzten Schleim auf. Das Atmen fällt ihm schwer. Die Atemfrequenz und der Puls sind signifikant erhöht. Begleitet werden diese Symptome Lungenentzündung von Schüttelfrost, verbunden mit hohem Fieber.

    Die atypische Lungenentzündung beginnt schleichend, was oft dazu führt, dass sie mit einer Virusgrippe, einer Erkältung verwechselt wird. Der Husten wird langsam immer stärker. In gleichem Maße steigert sich die notwendige Anstrengung beim Atmen. Der Auswurf beim Husten ist klar und weist nur ein geringes Volumen auf. Als Begleitsymptome der atypischen Lungenentzündung werden mäßiges Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen festgestellt.

    Mit beiden Formen gehen Symptome Lungenentzündung wie allgemeine Kreislaufschwäche und Blässe einher, die sich vor allem bei Kindern besonders stark zeigen. Kinder mit Lungenentzündung weisen dazu die Besonderheit auf, dass sie einen Dauerhusten haben, der auch durch die Gabe von Hustenstillern nicht gelindert werden kann.

    Bei der Untersuchung werden in zwei Dritteln aller Fälle als Symptome Lungenentzündung rasselnde Geräusche festgestellt. Da dies nicht überall der Fall ist, wird die bildgebende Diagnostik in Form des Röntgens eingesetzt. Dort weisen helle Stellen auf entzündliche Prozesse in der Lunge hin. Bei der serologischen Untersuchung fallen erhöhte Leukozytenwerte auf und es können erhöhte Werte beim C-reaktiven Protein festgestellt werden. Um eine gezielte Therapie starten zu können, wird in der Regel zusätzlich ein Nachweis der verursachenden Erreger angestrebt.

    Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung?

    Ob überhaupt eine Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung besteht, das hängt immer von deren Ursachen ab. Wurde diese durch thermische oder chemische Reizungen sowie durch eine Strahlentherapie verursacht, besteht keine Gefahr der Ansteckung. Anders schaut es bei der Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung aus, wenn Bakterien als Ursache ausgemacht worden sind. Und das macht immerhin rund 90 Prozent aller Fälle von Pneumonie aus.

    Die WHO zählt die ambulant erworbene Lungenentzündung zu den Infektionen, die besonders häufig registriert werden. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es keine verlässlichen Statistiken, aber bei Schätzungen geht man davon aus, dass es pro Jahr bis 1,1 Prozent der Bevölkerung mit einer bakteriell verursachten Lungenentzündung treffen kann. In Altenpflegeeinrichtungen ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung mit geschätzten elf Prozent pro Jahr noch deutlich höher. Ein Drittel der Betroffenen wird zur Behandlung in eine Klinik eingewiesen und bei jedem zehnten Patienten wird eine intensivmedizinische Betreuung notwendig.

    In den USA gibt es zur Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung noch aussagekräftigere Zahlen. Hier ist davon auszugehen, dass sich bis zu drei Prozent der Bevölkerung pro Jahr mit einer Pneumonie anstecken. Bei einem Sechstel davon erreicht die Lungenentzündung einen Schweregrad, bei dem eine vollstationäre Behandlung notwendig wird. Deshalb gehören dort die Pneumokokkenimpfung und die Influenzaimpfung zum Pflichtprogramm.

    Diese Zahlen belegen, dass die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündungen mit bakteriellen Erregern sehr hoch ist. Kontaktinfektionen lassen sich durch das Tragen von Schutzkleidung und Handschuhen bei der Pflege der Patienten vermeiden. Auch ein Mundschutz sollte dort immer mit dazu gehören. Die Wäsche sollte mit Desinfektionsmitteln gewaschen und die Umgebung des Patienten regelmäßig mit einem keimtötenden Mittel gereinigt werden. Um Infektionen über Belüftungsysteme zu vermeiden, sollte die Luft aus dem Patientenzimmer abgesaugt und auf direktem Weg nach draußen geleitet werden. Ansonsten ist der Einsatz spezieller Filter unerlässlich.

    Bronchitis oder Lungenentzündung?

    Ob es eine Unterscheidung zwischen Bronchitis und Lungenentzündung gibt, erklärt sich allein aus anatomischen Gesichtspunkten heraus. Die in der Lunge des Menschen vorhandenen Luftwege werden insgesamt als Bronchialsystem bezeichnet. Dieses wird in einen konduktiven und einen respiratorischen Abschnitt unterteilt. Der konduktive Bereich ist dafür zuständig, dass die Luft in die die Lungenbläschen geleitet wird, wo dann der Sauerstoff an das zirkulierende Blut übergeben wird. Die Lungenbläschen sind ein Bestandteil des respiratorischen Bereichs. Von einer Bronchitis wird dann gesprochen, wenn ausschließlich der konduktive Bereich betroffen ist, während der Begriff Lungenentzündung verwendet wird, wenn auch eine Beteiligung der Lungenbläschen mit vorhanden ist.

    Beim Abhören vernimmt der Arzt ein pfeifendes Geräusch. Bei einer Entzündung der Lungenbläschen ist ein Knistern zu vernehmen. Bei einer Bronchitis ist der Husten trocken. Bei einer Lungenentzündung ist immer ein Auswurf von Schleim mit und ohne Eiter zu beobachten. Ein solcher Auswurf stellt sich bei einer Bronchitis erst später ein. Seine Färbung gibt dem Arzt Auskunft über die Ursachen einer Bronchitis. Ist er Geld bis Grün, kann in den meisten Fällen von einer bakteriellen Infektion ausgegangen werden. Sind Viren die Verursacher ist der Auswurf meistens klar oder weist eine leicht graue Färbung auf. Allerdings kann diese Sichtprüfung einen Erregertest zur gezielten Einleitung einer Therapie nicht ersetzen. Fieber kann, muss aber nicht zwangsläufig, ein Begleitsymptom einer Bronchitis sein.

    Neben den Infektionen mit Bakterien und Viren kommen für die typischen Symptome einer Bronchitis auch Allergien in Betracht. Sie können beispielsweise Asthma verursachen, bei dem die Symptome dauerhaft oder schubweise auftreten können. Auch andere Grunderkrankungen wie Reflux können Symptome hervor rufen, wie sie für eine Bronchitis typisch sind.

  • Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – lästig, aber eine Immunreaktion des Körpers

    Als Schnupfen wird landläufig bezeichnet, wenn die Nase ständig läuft oder verstopft ist. In jedem Fall handelt es sich um eine Reizung der Nasenschleimhäute, die zu einer verstärkten Sekretbildung führt. Im Normalfall dient die Sekretbildung zur Selbstreinigung. Die feinen Nasenhaare dienen als Filter der Atemluft. Sie fangen kleinste Partikel ab, die so nicht mit in die Lunge gelangen können. Ein ständiger Fluss von Nasensekret gehört demnach zu den Schutzmechanismen des menschlichen Körpers.

    Die Ursachen für eine übermäßig tropfende Nase können sehr vielfältig sein. Der Mediziner definiert acht verschiedene Formen von Schnupfen, der auch mit dem griechischen Kunstwort Rhinitis bezeichnet wird. Dabei wird in drei Gruppen von Ursachen unterschieden. Sie umfassen zum Einen die allergischen Reaktionen, die Infektionen sowie diverse Formen von Reizungen. Im ICD-10-Standard wird der Schnupfen unter den Nummern J00, J30, J31.0 und A36.1 definiert.

    Die größte Palette der Ursachen für Schnupfen Symptome stellen die Infektionen dar. Immerhin haben die Wissenschaftler mehr als 200 unterschiedliche Viren ausfindig machen können, die als Haupt- oder Begleitsymptom einen Schnupfen auslösen. Bei den Allergien ist der klassische Heuschnupfen am weitesten verbreitet. Aber auch Farbstoffe und Duftstoffe gehören zu den typischen Allergenen, die zum Auftreten der Schnupfen Symptome führen.

    Einen Sonderfall beim Schnupfen stellt die Rhinitis vasomotorica dar. Sie gehört zu wenigen Arten von Schnupfen, bei denen organische Fehlfunktionen die Ursache sind. Sie liegen in einer Störung der Durchblutung der Nasenschleimhäute. Die Rhinitis hypertrophica wird durch Veränderungen des Gewebes verursacht, die zu einer Verdickung der Nasenflügel führen. Der Rhinitis pseudomembranica ist eine Begleiterscheinung der Diphtherie, die durch die konsequente Impfung aber kaum noch auftritt.

     

    Wichtiges zu Schnupfen:
    Eigentlich hat der Mensch immer ein wenig Schnupfen, weil die Sekretbildung ein wichtiges Element der Selbstreinigung der Nase ist. Sie ist der „Staubfänger“ der Atmung, der die Lunge schützen soll. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Schnupfen, bei denen Infektionen mit Viren und der Kontakt mit Allergenen die wichtigste Rolle spielen. Nur in den wenigsten Fällen sind organische Veränderungen dafür verantwortlich. Wir erklären Ihnen in allgemein verständlicher Form, wie man welche Art von Schnupfen auseinander halten kann, und stellen Ihnen einige Therapien und Hausmittel vor, mit denen man sich bei einem lästigen Schnupfen Erleichterung verschaffen kann. Und wir zeigen auf, wo man sich mit einem Schnupfen anstecken könnte, und welchen Schutz es dagegen gibt.

    Wenn die Nase läuft…

    … dann kann das viele Ursachen haben. Und genau diese müssen zuerst abgeklärt werden, bevor eine gezielte Behandlung mit einem Antibiotika oder Antihistaminika eingeleitet wird. Bis dahin kann man sich zuerst einmal mit einem Nasenspray mit Meerwasser oder kräuterhaltigen Nasenölen Erleichterung verschaffen. Auch eine Nasenspülung trägt dazu bei, die Symptomatik ein wenig einzudämmen.

    Wenn ganz plötzlich die Nase läuft, dann kann es sich wohl um eine Allergie als auch eine Infektion handeln. Im einfachsten Fall hat man sich schlicht erkältet, indem man mit ungeeigneter Kleidung bei schlechtem Wetter draußen war und sich unterkühlt hat. Die Inkubationszeiten bei Infektionen mit Viren können zwischen wenigen Stunden und einer Woche liegen.

    Die meisten von ihnen werden über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dazu muss man wissen, dass beim Niesen ein erheblicher Druck erzeugt wird und die winzigen Sekrettröpfchen viele Meter weit fliegen können. Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmärkte und Kindereinrichtungen stellen in der „Schnupfenzeit“ also die größten Gefahren dar. Hier sollten die Japaner ein Vorbild sein, die sich in solchen Zeiten mit einem Mundschutz schützen, ohne sich dafür zu schämen.

    Eine Allergie führt ebenfalls dazu, dass einem plötzlich die Nase läuft. Hier sind allerdings häufig auch die Augen mit betroffen. Sie wirken verquollen, sind gerötet und tränen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Deshalb sollte man beobachten, wann und wo akut die Nase läuft. Die verstärkte Sekretbildung kündigt sich bei einer Allergie häufig mit einer Niesattacke an. Diese tritt allerdings auch dann auf, wenn die Nasenschleimhäute durch trockenen Staub oder durch Dämpfe mit chemischen Stoffen gereizt werden.

    Schnupfen – Was tun?

    Wenn man einen kräftigen Schnupfen hat, dann sind zu einem hohen Prozentsatz Viren schuld. Deshalb besteht die erste Maßnahme darin, seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. In dieser Hinsicht ist die Begrüßung per Handschlag etwas, worauf man in der Schnupfenzeit verzichten sollte. Außerdem sollte regelmäßiges und gründliches Händewaschen zur Pflichtübung werden, wenn man einen Schnupfen hat.

    Beim Niesen sollte man sich von anderen Menschen abwenden, selbst wenn man sich das Taschentuch vor die Nase hält. Die winzigen Sekrettröpfchen werden mit einer enormen Energie aus der Nase geschossen. Tests haben bewiesen, dass sie mehr als zehn Meter weit fliegen können. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wäre es auch sinnvoll, sich ausnahmsweise einmal nicht das Bett zu teilen, sondern möglichst in einem anderen Raum zu schlafen. Und dieser sollte regelmäßig und gründlich gelüftet werden, auch wenn feuchte Luft von den Kranken als angenehmer als trockene Luft empfunden wird. Das kann man zum Beispiel mit Luftbefeuchtern erreichen, wobei allerdings nur Wasser zum Einsatz kommen sollte, weil die ohnehin gestressten Nasenschleimhäute durch chemische Zusätze noch mehr gereizt werden.

    Wer einen Schnupfen hat, der sollte reichlich trinken. Oftmals ist für eine unangenehme Verdickung des Sekrets schlicht Flüssigkeitsmangel im Körper verantwortlich. Schwellen die Wangen neben den Nasenflügeln an oder die Region um die Nasenwurzel wird klopfempfindlich, ist ein Besuch beim Arzt angeraten, denn dann könnte sich der Schnupfen zu einer Sinusitis ausgeweitet haben. Damit bezeichnet der Mediziner es, wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind. Weil dann die Gefahr von Komplikationen besteht, wird mit Antibiotika und diversen physikalischen Anwendungen wie Ultraschall oder „Lichtkasten“ gearbeitet.

    Omas Hausmittel bei Schnupfen

    Unsere Ahnen haben den Schnupfen zuallererst mit einem Kräuterdampfbad bekämpft. Dafür muss man heute nicht mehr den ganzen Kopf unter ein großes Handtuch und über einen Topf mit kochendem Wasser stecken. In der Apotheke gibt es dafür Inhalatoren. Auch diverse ätherische Öle sind zu bekommen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich das Sekret verflüssigt, während die Inhaltsstoffe der Kräuter beruhigend auf die Schleimhäute einwirken. Dazu trägt auch die aufgenommene Feuchtigkeit an sich bei. Wer die Wärme als Hausmittel bei Schnupfen nicht verträgt, kann alternativ auch zu Kaltverneblern greifen, die sich sogar schon bei kleinen Kindern anwenden lassen.

    Einen ähnlichen Effekt erzielt man auch bei einem Kräuterbad, das vorzugsweise unter dem Zusatz von Eukalyptusöl durchgeführt wird. Die wirkstoffhaltige warme Luft kann bis tief in die Atemwege eindringen. Je nach Konstitution kann man dabei mit ansteigenden Wassertemperaturen arbeiten. Sie führen zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers. Allerdings sollte man das nicht tun, wenn man ohnehin schon Fieber hat.

    Ebenfalls als sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen zählt echter Bienenhonig. Er kann in verschiedenen Formen angewendet werden. Der Klassiker ist dabei heiße Milch mit Honig. Aber auch ein Tropfen Flüssighonig mit einem Wattestäbchen in der Nase verteilt, kann die Schleimhäute beruhigen.

    Sitz das Sekret recht fest, weil es sich verdickt hat, helfen feucht-heiße Umschläge auf der Nasenregion. Auch die Rotlichtlampe kann hier kleine Wunder bewirken. Fest sitzendes Sekret sollte man auch nicht mit aller Gewalt ausschnauben, weil dann die Gefahr besteht, dass es in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird. So eklig das auch klingt, die HNO-Ärzte empfehlen hier das „Hochziehen“ und Ausspucken als den wesentlich förderlicheren Weg, das Sekret aus der Nase los zu werden.