Schlagwort: Entzündung

  • Tipps für eine optimale Verdauung

    Tipps für eine optimale Verdauung

    Oft bemerkt man es nach dem Mittagessen: Der Magen grummelt und im Darm rumort es. Die dabei entstehenden Gase suchen sich auf unangenehme Art und Weise den Weg nach draußen. Doch woran liegt es und wie kann man Blähungen vermeiden?

    Dr. Peter n: Meier, Experte der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie weiß um die Probleme, die viele nach einer reichhaltigen Mahlzeit betreffen. „Es ist kein Wunder, dass Menschen gerade nach dem Mittagessen Beschwerden mit der Verdauung bekommen, denn oft ist das die einzige große Mahlzeit am Tag“. Damit ist auch die sogenannte Verdauungsfalle nicht weit, in die man geraten kann.

    Für die Verdauung ist regelmäßig essen wichtig

    Jeder kennt die Situation: man hetzt vormittags von Termin zu Termin und beachtet seinen Magen in keinster Weise. Wenn es dann zum Mittagessen geht, ist der Hunger meist groß und riesige Portionen landen auf dem Teller. Doch genau darin liegt der Fehler, denn wenn der Magen leer ist, wird er träge. Wird er plötzlich mit einer großen Menge Essen konfrontiert, zeigt er Symptome einer Überforderung, womit Blubbern und Rumoren nicht mehr lange auf sich warten lässt. Besser und ratsam ist es daher, gleichmäßig über den Tag verteilt und kleine Portionen gesunder Nahrung zu sich zu nehmen.

    Drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind für den Magen zu wenig. Denn der Körper braucht kontinuierlich Zufluss an Nahrung um genügend Energie für den ganzen Tag produzieren zu können. Schließlich sollen ja auch die Heißhungerattacken vermieden werden. Essen und Trinken sollte dann am Tagesprogramm stehen, wenn man Hunger und Durst entsprechend verspürt. Mediziner empfehlen, mindestens eine Mahlzeit am Tag in Gesellschaft einzunehmen. Das fördert nicht nur den Appetit, sondern die betreffenden essen automatisch langsamer und kauen bewusster. Zudem wirkt der soziale Aspekt für das Wohlfühlen unterstützend.

    Zusätzlich macht es Sinn, sich genügend Zeit zum Essen zu lassen. Denn das gewährleistet nicht nur Freude an der Speise, sondern sorgt auch dafür dass der Magen und sein Darm entsprechend gut arbeiten können. Ausreichend Kauen zerkleinert einerseits das Essen, sorgt aber auch dafür, dass es mit genügend Speichel vermengt wird. Das ist eine wichtige Unterstützung für das gesamte Verdauungssystem. Abgesehen davon schluckt man bei hastigem Essen verhältnismäßig viel Luft – und damit diese wieder aus dem Körper entweicht, kommt es entweder zum unangenehmen Aufstoßen oder eben zu Blähungen.

    Abwechslungsreiche Ernährung hilft der Verdauung

    Ein gravierender Ernährungsfehler ist, wenn man sich zu einseitig ernährt. Zu empfehlen ist etwa die mediterrane Küche, die nur wenig Fleisch enthält, dafür umso mehr Obst, Gemüse, Fisch und gesunde Öle. Wer mag, kann sich nach dem Essen auch ein Glas Rotwein oder aber ein kleines Gläschen Schnaps gönnen. Denn das schadet gewiss nicht, es kommt einfach auf die Dosis an. Während Schnaps die Verdauung aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe durchaus anregt, kann ein Zuviel des alkoholischen Getränkes die Darmflora zerstören.

    Wer seiner Darmflora etwas ganz Gutes tun möchte, der sollte Joghurt essen. Das hilft der Verdauung optimal auf die Sprünge, wobei natürlich weißer Joghurt gemeint ist. Ein kleiner Becher täglich reicht schon aus um den Darm wieder in Schwung zu bringen. Vor allem dann, wenn jemand zum Beispiel gerade Antibiotika einnehmen musste. Im Joghurt sind natürliche Milchsäurebakterien enthalten, die die Darmflora bei der Regeneration entsprechend unterstützen. Zeigt ein handelsübliches Produkt keine Wirkung bei der Unterstützung der Verdauung, kann es helfen spezielle Bakterienkulturen zu konsumieren. Diese sind in Kapselform in den Apotheken erhältlich.

    Mangelnde Darmtätigkeit nicht unterschätzen

    Wer trotz dieser Tipps und unterstützenden Maßnahmen seinen Darm auch nach einem längeren Zeitraum nicht in Schwung bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn dann kann hinter den Beschwerden und der nicht funktionierenden Verdauung eine ernsthafte Krankheit stecken, etwa eine Entzündung dieses Organs. Vor allem wenn sich Symptome wie Krämpfe oder Blutungen mit einem nicht geregelten Stuhlgang in Kombination zeigen, muss eine medizinische Diagnose gestellt werden.

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  • Der Bierbauch – die Problemzone Nummer Eins

    Der Bierbauch – die Problemzone Nummer Eins

    Bei Männern gefährlicher als gedacht

    Bierbauch, Plauze oder neumodisch Dadbod – geht es um das mehr oder weniger ausgeprägte Bäuchlein des männlichen Geschlechts gibt es viele Namen und noch mehr Ausreden, warum es ihn denn überhaupt gibt. Tatsache ist, dass er gesundheitlich nicht zu unterschätzen ist und deshalb vor allem mit einer Ernährungsumstellung entsprechend bekämpft werden sollte.

    Problemzone Nummer Eins: Der Bierbauch

    Der Bierbauch ist bei vielen deutschen Männern die Problemzone Nummer Eins. Dennoch tragen ihn die meisten mit einem gewissen Stolz vor sich her und machen sich nicht einmal Mühe, ihn unter entsprechend weiter Kleidung zu verstecken. Unter der neuen Bezeichnung Dadbod, also Papakörper, erlebt der Bierbauch derzeit quasi eine Aufwertung und wird damit fast vorzeigbar. Fragt man jedoch Ärzte um ihre Einschätzung, so sehen die diese Entwicklung eher skeptisch. Denn eines ist klar, einen so gemütlichen Eindruck die Plauze auch macht, in ihrem Inneren kann sich gefährliches Fett ansammeln und dieses sogar zwischen den Organen ablagern. Damit ist das Risiko gegeben, früher oder später an einer ernsthaften Erkrankung zu leiden.

    Wer sich jetzt fragt, wie so ein Bierbauch entstehen kann, der sei darauf hingewiesen, dass der namensgebende Gerstensaft damit relativ wenig zu tun hat. Professor Andreas Fritsche unterrichtet Ernährungsmedizin und Prävention an der Uni Tübingen erklärt, dass die Plauze einfach dadurch entsteht, dass zu viele Kalorien konsumiert werden, die der Körper anschließend nicht mehr verbrennt. Damit ist der – übermäßige – Genuss von Bier eigentlich nur zweitrangig für den Bierbauch verantwortlich. Denn klar ist auch, dass jemand der gerne ein gutes Kölsch oder ein kleines Helles konsumiert, meist auch etwas dazu isst. Deshalb ist doch in gewisser Weise ein Zusammenhang mit dem Namen Bierbauch herzustellen.

    Der Bierbauch – typisch männlich

    Warum eigentlich nur Männer einen Bierbauch bekommen, hat weniger damit zu tun, dass Frauen kein Bier trinken. Es liegt vielmehr am individuellen Fettverteilungstyp. Während Männer diesbezüglich Typ Apfel sind, neigen Frauen zur birnenförmigen Figur – also einer Fettansammlung vor allem an den Oberschenkeln und am Po. Der Bierbauch beim Mann besteht aus unterschiedlichen Fettarten, zum Einen wäre das das subkutane, das sich direkt unter der Haut befindet und das viszerale, das sich tief im Bauchinneren sammelt. Und genau dieses ist besonders gefährlich, da es eine andere Zusammensetzung der Fettzellenstruktur hat als das subkutane. Und zusätzlich produziert es bestimmte Hormone, die zu einer weiteren Appetitsteigerung beitragen. Damit isst man noch mehr und noch mehr Fett lagert sich ab. Matthias Blüher, Adipositas- und Fettgewebeforscher an der Universität Leipzig ergänzt, dass das viszerale Bauchfett zudem Entzündungsstoffe aussendet, die sich schädlich auf die Blutgefäße auswirken und Fettstoffwechselstörungen begünstigen. Damit besteht die Gefahr, in der Folge an Diabetes zu erkranken.

    Gesunder Maßstab von Taille- und Hüftumfang

    Ein Bierbauch ist ja eigentlich klar ersichtlich, also braucht man nicht lange zu eruieren, wann man selbst gefährdet ist, an Folgeerkrankungen zu leiden. Wer es genauer wissen möchte, der sollte das sogenannte „Waist-to-Hip-Ratio“ überprüfen. Damit gemeint ist das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang. Optimalerweise ist bei Frauen die Taille schmäler als die Hüfte und bei Männern besteht in etwa der gleiche Umfang. Damit Männer den Bierbauch weg bekommen, gilt es eine längerfristige Lebensstiländerung durchzuführen. In erster Linie bedeutet dies, natürlich gesünder und weniger zu essen. Experten empfehlen den Umstieg auf mediterrane Kost, die vor allem

    • Viel Gemüse
    • Nüsse
    • Olivenöl bzw. Pflanzenöle generell
    • Fisch
    • Wenig Fleisch

    umfasst. Wichtig ist dabei, dass der Betroffene vor allem das Bauchfett abbaut, eine Gewichtsreduktion ist nicht das Entscheidende. Wer zu hungern beginnt, tut sich selbst und seinem Körper nichts Gutes, vor allem aber trägt er den Bierbauch nicht ab. Denn der Körper verliert dabei vor allem Wasser und subkutanes Fett. Viel entscheidender ist regelmäßig Bewegung, wobei Experten von mindestens drei Mal wöchentlich ausgehen. Wer öfter joggt oder eine andere Ausdauersportart betreibt, darf sich dann vielleicht zur Feier des Tages auch wieder das eine oder andere Bierchen gönnen.

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  • Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Fast jeder war mit diesem Problem schon einmal konfrontiert: Tränensäcke, die die Augen verquollen und müde wirken lassen. Es gibt verschiedene Gründe warum sie auftreten und viele kleine Tipps, um sie zu kaschieren oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht immer ist es im Übrigen ein unsteter Lebenswandel, der zu dieser beeinträchtigenden Optik führt, manchmal ist es auch einfach Veranlagung.

    Die Haut um die Augenpartie ist sehr dünn, ja fast durchscheinend. Damit ist sie besonders empfindlich und auch nicht fest mit der Unterhaut verwachsen. So kann sich gerade hier gut sichtbar Flüssigkeit ansammeln. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum sich Tränensäcke bilden. Eines ist jedoch klar, mit ungeweinten Tränen haben die Ausbuchtungen unter dem Auge nichts zu tun.

    Ursachen für Tränensäcke sind vielfältig

    Vor allem, wenn der Lymphfluss nicht richtig funktioniert oder einfach aus seinem normalen Rhythmus kommt, entstehen Tränensäcke. Die Flüssigkeit sammelt sich unter dem Auge, wobei sich quasi im Laufe des Tages die dabei entstandene Schwellung wieder zurück bildet. Auslöser können zum Beispiel Allergien oder zu wenig Schlaf sein, aber auch individuelle Entzündungen am Auge oder aber Flüssigkeitsmangel und in der Folge trockene Augen, Es spielt aber auch das Alter eine Rolle, vor allem dann, wenn etwa die Schwellung nicht mehr ganz so leicht und rasch verschwindet. Liegt zudem eine erbliche Belastung vor, verliert das Bindegewebe an Straffheit und das Fettgewebe rund um das Auge sackt ab. Diese „hängenden Unterlider“ werden ebenfalls oft als Tränensäcke bezeichnet.

    Auf der Liste der gewünschten Schönheitsoperationen steht das Entfernen dieser Augenfalten für viele Betroffene ganz oben. Doch eigentlich muss man nicht gleich das Skalpell zum Einsatz kommen lassen, mit einfachen Tricks und einem gesunden Lebensstil lassen sich die Schwellungen unter dem Auge, die erhebliche optische Auswirkungen haben und damit auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen beeinträchtigen, korrigieren.

    Tränensäcke können auch auf Krankheiten hinweisen. Wer also bemerkt, dass sich die Schwellungen, die meist prall und voll mit Flüssigkeit sind, nicht zurück bilden, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn eine mögliche Ursache könnte in diesem Fall dann eine Herz- oder Nierenschwäche sein.

    Tränensäcke und Augenringe beeinträchtigen das Lebensgefühl

    Neben den Tränensäcken sind es aber auch Augenringe, die so manchen alt und gestresst aussehen lassen. Bläuliche Schatten bilden sich dann an und um die Augen, diese können entweder durch eine starke Pigmentierung der Haut entstehen. In diesem Fall wäre es schlicht und einfach Veranlagung. Doch die Ursache dafür kann auch anatomisch bedingt sein. Denn es ist eigentlich klar und bestens bekannt, dass Nikotin, Alkohol sowie Schlaf- und Flüssigkeitsmangel die Konsistenz des Blutes verändern können. Damit kann die Region um die Augen dunkler erscheinen, wogegen am besten ein im Hautton abgestimmter Concealer, also ein Abdeckstift, helfen kann.

    Tipps, die noch helfen oder vorbeugend wirken:

    • ausgiebige Nachtruhe von knapp 6 Stunden in einem nicht zu warm temperierten Raum
    • richtige Liegeposition, bei der der Kopf nicht zu hoch auf einem Polster gebettet ist; eine waagrechte Lage verhindert den Lymphfluss
    • bei Frauen, die Make-up nutzen: immer abschminken
    • aufs Rauchen verzichten, denn Nikotin schwächt die Kollagenbildung in der Haut
    • ausgiebige Feuchtigkeitspflege mit einer entsprechenden Creme, die morgens und abends aufgetragen wird. Inhaltsstoffe wie Koffein, grüner Tee oder chinesische Süßholzwurzel sind perfekt geeignet
    • eine leichte Massage der Augen regt die Mikrozirkulation an und sorgt für Entschlackung
    • Gurkenmasken hin und wieder auflegen, denn die verschaffen den Augen Kühlung und wirken entzündungshemmend
    • wer gerade keine Gurken im Kühlschrank hat, kann auch kleine kalte Metalllöffel oder eine Kühlbrille aus der Apotheke auf die Augen legen
    • Lauwarme Teebeutel mit Schwarztee wirken beruhigend auf geschwollene Augen

    Wer diese Tipps beherzigt, und zugleich darauf achtet, dass er gerade an heißen Tagen genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, der tut genau das Richtige für schön glänzende Augen und einen klaren Blick.

    Bild: © Depositphotos.com / nelka7812

  • Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Beim Auftreten mit dem Fuß durchzuckt den einen oder anderen ein starker Schmerz. Das könnte an einem Fersensporn liegen, der fast als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Welche Ursachen und Behandlungen Abhilfe bzw. Linderung verschaffen und wann eine Operation unumgänglich ist, lesen Sie im nachfolgenden Bericht.

    Betroffene können sich den Fersensporn fast wie einen zusätzlichen kleinen Knochen am Fuß vorstellen, der sich nachträglich gebildet hat. Grundsätzlich kommt das sehr häufig vor und ist auch weder schmerzhaft, noch macht es Probleme. Nur wenn sich die Plantarsehen an der Fußsohle entzündet und es zu einer sogenannten Plantarfsziitis kommt, kommt auch der Schmerz beim Auftreten. Fast jeder dritte Mensch leidet an einem Fersensporn, wobei die Häufigkeit bei älteren Personen, die über 50 Jahre alt sind, stark zunimmt.

    Zwei Arten der Erkrankung

    Mediziner unterscheiden zwei Varianten der schmerzhaften Fußerkrankung. Es gibt den oberen Fersensporn, der sich unmittelbar an der Hacke bildet und der untere, der sich unter der Fußsohle bildet. Letzter ist der häufigere. Die Symptome sind unterschiedlich, wobei manche Betroffene gar nicht erst merken, wenn sie einen Fersensporn haben. Sogar wenn er in einer Röntgenaufnahme deutlich zu erkennen ist, muss es nicht heißen, dass er Schmerzen verursacht. Klar ist, dass die Tatsache, dass er beim Röntgen zu sehen ist, darauf hinweist, dass die Erkrankung bereits schon länger besteht. Grundsätzlich ist sie nämlich ein Indiz dafür, dass es an dieser Stelle am Fuß bereits einmal eine entzündliche Veränderung, die meist den Muskel-Sehnen-Ansatz betroffen hat, gegeben hat. Typisch für den Fersensporn ist die Tatsache, dass die ersten Schritte nach dem morgendlichen Aufstehen am meisten Schmerzen verursachen. Das liegt daran, dass die Füße während der Nacht meist in einer Beugestellung waren, sich die Wadenmuskulatur morgens aber dehnt. Und ist die Plantasehne entzündet, tut genau das weh.

    Risikofaktoren und Therapiemaßnahmen

    Frauen leiden wesentlich häufiger an Fersensporn als Männer. Wobei Patienten mit Rheuma überdurchschnittlich oft betroffen sind. Auch Menschen, die von Natur aus Senk- oder Plattfüße haben, sind gefährdet, nach einigen Jahren das Überbein am Fuß zu erleiden. Neben dem weiteren Risikofaktor Übergewicht, gibt es einen äußeren Faktor, der die Krankheit fördert. Die Rede ist von der Schuhmode, die vor allem dann zur Gefahr wird, wenn sie auf hohe Absätze setzt. Denn so wird die Verkürzung der Wadenmuskulatur gefördert, womit die Gefahr für eine Plantarfasziitis steigt.
    Optimale Therapien sehen vor allem eine Dehnung der Wadenmuskulatur durch geeignete Physiotherapie vor. Diese bringen meist schon nach kurzer Zeit eine Besserung. Sinnvoll ist es, wenn gewisse Dehnübungen über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden, bis die Schmerzen abklingen. Eine operative Behandlung des Fersensporn ist eher selten. Wird sie dennoch durchgeführt, erfolgt dabei eine Ablösung der Sehne vom Knochen. Eine weitere Möglichkeit der Therapie sind Kortisonspritzen, die vor allem gegen die Entzündung helfen.

    Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig

    Wer einmal an Fersensporn gelitten hat, ist immer wieder gefährdet. Deshalb macht es Sinn, wenn man zu einer der Risikogruppen zählt oder aber gerne hohe Schuhe trägt, sich beim Orthopäden entsprechende Einlagen mit sogenannten Softspots für die Schuhe zu besorgen. Diese sorgen für optimalen Komfort im Schuh und sind quasi Wellness für die Füße. Wer bereits an der entzündlichen Erkrankung im Fuß leidet, für den kommen diese Einlagen zu spät. Bei der Plantarfasziitis gibt es eine Selbstheilungstendenz, das heißt früher oder später klingen die Symptome wieder ab, wobei man durchschnittlich ein Dreiviertel Jahr dafür rechnen muss. Wer den Heilungsprozess unterstützen möchte, der sollte viel Aktivität machen, am besten solche, die die Wadenmuskulatur trainiert. Auch Joggen wäre eine Option, um dem Fersensporn den Kampf anzusagen. Wer auch nach Monaten noch nicht beschwerdefrei ist und Schmerzen hat, der leidet vermutlich an einem Nervenkompressionssyndrom, das sich beim Fersensporn gebildet hat. Das ist eine sehr spezielle Form dieser Fußerkrankung, bei der nur mehr eine Operation hilft.

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  • Bakterienalarm im Schwimmbad

    Bakterienalarm im Schwimmbad

    Was kann an heißen Tagen schöner sein, als ins Schwimmbad zu gehen und sich in die erfrischend kühlen Fluten zu stürzen? Immer wenn die Sonne vom Himmel knallt, dann lockt das Freibad mit Abkühlung, aber so ganz ungefährlich ist der Spaß in den meisten Freibädern leider nicht, denn im Wasser lauern unsichtbare Feinde, die das Vergnügen trüben können – Bakterien. Viele werden jetzt vielleicht sagen: Bakterien im Wasser sind überhaupt kein Thema, denn schließlich ist das Wasser im Schwimmbad gechlort, aber auch wenn das Wasser mit Chlor behandelt wurde, heißt das leider noch lange nicht, dass das Wasser auch wirklich frei von Keimen ist.

    Nur mit Schwimmbrille

    Augenärzte weisen jedes Jahr in den Sommermonaten immer wieder darauf hin, dass im Wasser Bakterien sind, die es besonders auf die Augen abgesehen haben. Auch wenn das Wasser regelmäßig ausgetauscht und mit Chlor versetzt wird, es gibt Keime, die sind resistent gegen Chlor. Diese Keime können zusammen mit winzigen Schmutzpartikeln die Hornhaut des Auges angreifen und über die Bindehaut in das Auge eindringen. Ist das einmal geschehen, dann kommt es nicht selten zu unangenehmen Entzündungen der Bindehaut und das kann sehr schmerzhaft sein. Alle, die gerne im Schwimmbad sind, sollten auf jeden Fall eine Schwimmbrille tragen, denn die eng anliegende Brille sorgt dafür, das sich keine schädlichen Eindringlinge im Auge verirren können.

    Die schmerzhaften Folgen

    Auch wenn das Wasser im Freibad gechlort ist, kann man darin trotzdem noch Schweiß, Urin und vor allem Schmutz finden. Wenn das alles zusammen auftritt, dann kommt es zu einer chemischen Verbindung. Diese Verbindung sorgt nach Ansicht der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft dafür, dass der Tränenfilm, der das Auge eigentlich schützen soll, angegriffen wird. Die Folge sind stark gerötete Augen, die brennen und ohne Unterlass tränen. In der Regel klingen diese Symptome schon nach wenigen Stunden wieder vollkommen ab, aber alle, die empfindliche Augen haben, müssen einen Augenarzt aufsuchen, der dann Tropfen verschreibt, die das Brennen und Tränen lindern.

    Wichtig für Kontaktlinsenträger

    Gegenüber Brillenträgern haben alle diejenigen die Kontaktlinsen tragen, im Schwimmbad einen großen Vorteil, denn sie können auch noch im Wasser klar sehen. Aber auch Kontaktlinsenträger müssen beim Besuch des Freibades aufpassen, denn im Wasser saugen sich die Linsen am Auge fest und das kann im schlimmsten Fall zu Abschürfungen auf der empfindlichen Hornhaut führen. Eine andere Gefahr sind Pilze und Keime wie Akanthamöben, die sich vom Träger unbemerkt in der Kontaktlinse einnisten und dort auch vermehren. Ist das der Fall, dann kann es unter Umständen sogar zu bleibenden Sehschäden und zur völligen Erblindung kommen. Um das zu vermeiden, sind auch die Träger von Kontaktlinsen immer gut beraten, beim Schwimmen im Freibad eine Schwimmbrille zu tragen, die möglichst eng anliegt.

    Die Wasserqualität entscheidet

    Jedes Freibad wird von sich behaupten, sauberes und keimfreies Wasser zu haben. Bei den meisten Bädern ist das auch der Fall, aber nicht überall wird auf Sauberkeit großen Wert gelegt. Wer wissen möchte, ob das Freibad vor Ort wirklich sauber ist, der kann das schnell und einfach im Internet erfahren, denn dort werden auch Freibäder auf ihre Qualität getestet.

    Bild: © Depositphotos.com / cookelma

  • Wenn die Schulter schmerzt – Auslöser für das Symptom

    Wenn die Schulter schmerzt – Auslöser für das Symptom

    Grundsätzlich ist die Schulter das beweglichste Körpergelenk, das dank seines Aufbaus als Kugelgelenk für den großen Bewegungsspielraum sorgt. Damit wird sie allerdings auch anfällig für Verletzungen und Verschleißerscheinungen. Nachfolgend sind die häufigsten Auslöser für diese Beschwerden aufgelistet.

    Überlastung und Verletzung lösen plötzlichen Schmerz aus

    Erleidet jemand einen Unfall oder überlastet er das Schultergelenk stark, kann es zu einem plötzlich auftretenden Schmerz im Schulterbereich kommen. Hier liegt die Ursache meist in einer Überdehnung oder in einem Einriss der Gelenkkapsel bzw. einer Sehne. Wer sich die Schulter ausrenkt, also eine Luxation erleidet oder sich das Schlüsselbein bricht, muss ebenso mit starken Schmerzen rechnen, abgesehen davon dass der betroffene Arm kaum mehr beweglich ist. Reißen die Bänder zwischen Schlüsselbein und Schulterdach, kann das sogenannte Klaviertastenphänomen auftreten. Das heißt nichts anderes als dass das äußere Ende des Schlüsselbeins nach oben steht und sich wie Klaviertasten ach unten drücken lässt.

    Rotatorenmanschettenriss durch Verletzung bzw. Verschleiß

    Ursache für Schulterschmerzen können auch Schäden an der sogenannten Rotatorenmanschette sein. Darunter versteht man die Sehne von vier Muskeln, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf verlaufen. Sie sind zuständig für die Drehbewegungen im Schultergelenk sowie für das seitliche Anheben des Armes. Eine Schädigung kann hier entweder aufgrund einer akuten Verletzung oder aber durch allmähliche Abnutzung entstehen. Typische Symptome sind Schmerzen am Oberarm bzw .der Schulter, je nachdem wo genau die Sehne liegt, die betroffen ist.

    Enge im Schultergelenk als Auslöser für Schmerzen

    Ist die Rotatorenmanschette geschädigt, ist oft das sogenannte Impingement-Syndrom, auch als Schulterengpasssyndrom bekannt, der Auslöser dafür. Dabei ist einfach zu wenig Platz zwischen Oberarmkopf und Schulterdach gegeben, womit die Sehnen entsprechend eingeengt werden. Schmerzen verursacht hier vor allem, wenn der Betroffene den Arm zwischen 60 und 120 Grad anheben möchte. Wird dieses Symptom nicht behandelt, kann es in der Folge zu einer Entzündung oder sogar einem Riss der Supraspinatus-Sehne führen.

    Auch die Schleimbeutelentzündung löst Schmerzen aus

    Entzündet sich der Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches kann dies etwa durch eine dauerhafte mechanische Reizung, zum Beispiel beim Sport, ausgelöst werden. Andere Auslöser können etwa Arthritis, Gicht oder aber eine Ablagerung von Kalziumkristallen im Schultergelenk sein. Neben den Schmerzen klagt der Betroffene auch über eine Einschränkung der Beweglichkeit sowie einer Überwärmung der Schulter.

    Die Bizepssehne entsteht durch falsches Training beim Bodybuilding

    Die lange Sehne des Bizeps-Muskels entspringt am oberen Rand der Schultergelenkpfanne und kann im Fall einer Reizung oder Verletzung starke Schulterschmerzen verursachen. Ursache dafür ist oft falsches oder aber auch zu intensives Training. Wer sich beim Training die Bizepssehne reißt, klagt neben den Schmerzen über Kraftlosigkeit in der Armbeuge.

    Auch Abnutzung führt zu schmerzhaften Schulterproblemen

    Bei der sogenannten Kalkschulter findet eine Einlagerung von Kalziumkristallen in der Sehne der Rotatorenmanschette statt. Als Auslöser dafür gilt eine verschleißbedingte Mangeldurchblutung der Sehne. Der Schmerz äußert sich als Druckschmerz an der Vorderseite des Oberarmkopfes in Verbindung mit dem Anheben des Armes.

    Einsteifung und Schmerzen in der Nacht

    Als „frozen Shoulder“ bezeichnet der Mediziner eine Erkrankung bei dem die Gelenkkapsel verklebt, wodurch eine Versteifung der Schulter entsteht. Die Ursachen dafür sind weitgehend ungeklärt, doch es dürfte einen Zusammenhang mit der Erkrankung an Diabetes geben. Auch nach Verletzungen oder Operationen kann es zu diesen Symptomen kommen. Grundsätzlich sind im Verlauf drei Phasen erkennbar. Erst kommt es zu Schulterschmerzen während der Nacht, anschließend tritt eine Bewegungseinschränkung auf, die vor allem bei Drehbewegungen und Seitwärtsheben des Armes zu spüren sind. Während der dritten Phase klingen die Beschwerden von selbst wieder ab.

    Klar ist, dass Schulterschmerzen nie zu unterschätzen sind und ärztlicher Hilfe benötigen. Dies gilt vor allem dann, wenn sie auf der linken Körperseite auftreten. Haben sie keine erkennbare Ursache, sollte auch immer ein Herzinfarkt angedacht werden. Denn klar ist, dass sich diese lebensbedrohende Krankheit längst nicht mehr durch Brustschmerzen, sondern durch unspezifische Beschwerden ausdrückt.

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