Schlagwort: Erkrankungen

  • Wenn der Job die Gesundheit gefährdet

    Wenn der Job die Gesundheit gefährdet

    Der richtige Job ist ausschlaggebend dafür, ob man mit einem Lächeln oder einem Weinen zur Arbeit geht. Im Idealfall ist der Beruf eine Bereicherung und beschert einem lustige Stunden mit den Kollegen. Im schlimmsten Fall macht der Job nicht nur keinen Spaß, sondern er hat auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Faktoren hierfür können vielseitig sein, doch die folgenden vier Einflüsse spielen in der Regel immer die Hauptrolle.

    Schlafstörungen

    Ein gesunder Schlaf ist das Fundament für jede Gesundheit. In dieser Zeit schaltet der Körper einen Gang zurück und tankt neue Energie. Raubt einem nun die Arbeit die Ruhephase, dann kann es zu Schlafstörungen oder gar zur Schlaflosigkeit kommen. Das passiert häufig dann, wenn die Tätigkeiten zu Hause am Schreibtisch landen. Auch die ständige Erreichbarkeit hat Einfluss darauf. Um ein solches Szenario zu verhindern, muss ein Ausgleich her. Viele wählen dafür den Sport, der auch gleichzeitig die Gesundheit fördert. Außerdem ist man in der Natur und an der frischen Luft.

    Schnelles Essen

    Die Mittagspause ist kurz und schreit nach einem schnellen Essen. Selber kochen kommt deshalb für viele nicht infrage, stattdessen wird zum Imbiss oder zu Fast Food gegriffen. So ähnlich geht es auch in der Früh zu, die Lust/Zeit für ein gesundes Frühstück fehlt. Ein Fehler, denn beim Essen sollte man sich immer Zeit lassen. Gute Tipps sind Snacks für zwischendurch und die Zubereitung am Vorabend.

    Stress

    Eine hohe Arbeitsbelastung stresst den Körper und die Psyche. Das kann zu Burnout, Depressionen oder zu einem Herzinfarkt führen. Damit es nicht so weit kommt, muss man lernen „Nein“ zu sagen und die ständige Erreichbarkeit einzuschränken. Nach Feierabend kann das Firmenhandy ruhig ignoriert werden, auch wenn es anfangs ungewohnt ist. Kleine Pausen während des Arbeitstages helfen ebenfalls das Stresslevel zu minimieren.

    Zu wenig Anerkennung

    Mit einem Lob zwischendurch lässt es sich wesentlich besser arbeiten. Das zeigen auch Studien, die bei einer fehlenden Anerkennung auch psychische Erkrankungen nicht ausschließen. Es schädigt also die Gesundheit, wenn die Wertschätzung des Vorgesetzten nicht vorhanden ist. Stimmt das Verhältnis zum Chef, dann kann ein sachliches Gespräch zu diesem Thema Abhilfe schaffen.

     

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  • Späte Schwangerschaft – die Risiken steigen

    Späte Schwangerschaft – die Risiken steigen

    Schwanger zu werden kennt wortwörtlich keine Altersgrenze. Der Durchschnitt liegt zwar bei etwa 30 Jahren beziehungsweise knapp darunter, doch immer öfters wird der Wunsch nach einem Kind nach hinten verschoben. Die Gründe sind vielseitig, häufig steht die Karriere im Vordergrund. Aber auch die Medizin gibt es her, dass man heute im höheren Alter Nachwuchs bekommen kann. Ganz so ungefährlich ist es aber nicht, denn insgesamt steigen die Risikofaktoren mit jedem weiteren Geburtstag. Das betrifft in erster Linie lebensbedrohliche Komplikationen. Diese Aussagen kommen von kanadischen Forschern, die eine Analyse von mehr als 800.000 Frauen durchgeführt haben. Alle lebten im US-Bundesstaat Washington und waren schwanger. Die Daten reichten von 2003 bis 2013 zurück.

    Ab dem 39sten Lebensjahr steigt die Rate

    Die Ergebnisse basieren auf Vergleichsdaten von Frauen zwischen 25 und 29 Jahren. Die Auswertung hat unter anderem ergeben, dass das Risiko einer schweren Kreislaufstörung mit Schock ab dem 40sten Lebensjahr während der Geburt steigt. Auch eine erhöhte Gefahr einer Fruchtwasserembolie und für Nierenversagen ist vorhanden. Besonders schlimm ist die Fruchtwasserembolie, da sie lebensbedrohlich ist und häufig tödlich endet. Grundsätzlich kann man sagen, dass ab 39 Jahren die Risiken für Komplikationen steigen. Frauen zwischen 40 und 44 Jahren sind etwa ein Prozent eher gefährdet (als die 25- bis 29-Jährigen). Sechs Mal so hoch liegt die Zahl nach dem Erreichen des 50sten Lebensjahres, es sind also sechs Prozent. Experten sind der Meinung, dass der Trend zur Schwangerschaft im höheren Alter so schnell nicht verschwinden wird. Es ist also davon auszugehen, dass die mütterlichen Erkrankungen weiter steigen.

    Es kann auch gut ausgehen

    Die Forschung der kanadischen Wissenschaftler bestätigt zwar ein höheres Risiko ab 39 Jahren, es muss aber freilich nicht immer zutreffen. Viele werdende Mütter bekommen auch mit 40 oder 42 Jahren problemlos ein Kind. Es soll nur aufzeigen, dass eine Schwangerschaft in jüngeren Jahren aus medizinischer Sicht klüger ist. In Deutschland gilt man übrigens ab 35 Jahren als Risikoschwangere. Außerdem stieg die Quote bei der Altersgruppe über 40 in den letzten Jahren deutlich an. 2000 waren es zwei Prozent, 2015 waren es schon rund fünf Prozent. Wer in diese Gruppe fällt, der sollte unbedingt die zusätzlichen Vorsorgetermine wahrnehmen. Nur so ist man bestens auf die Geburt vorbereitet.

     

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  • Antibiotika werden oft falsch eingesetzt

    Antibiotika werden oft falsch eingesetzt

    Wer öfters Antibiotika nimmt, der hat ein hohes Risiko für resistente Bakterien. Das heißt, dass Bakterien mit der Zeit immun gegen die Tabletten werden. Dadurch wiederum sind Krankheiten schwerer zu behandeln. Ein Teufelskreis, der zum größten Teil von uns Menschen ausgelöst und betrieben wird. Geht es nach der Arzneimittelplattform „Gute Pillen – Schlechte Pillen“, dann greifen Mediziner viel zu oft zu Antibiotika. Das Problem sind auch die Pharmafirmen, da für sie die Antibiotikaforschung zu wenig lukrativ ist. In diesem Zusammenhang fehlt es an neuen Präparaten. Die Alternativen sind also begrenzt, sodass Ärzte und Krankenhäuser zu dieser Lösung greifen. Freilich nicht immer gerechtfertigt.

    Hausärzte sind zu wenig ausgebildet

    Am häufigsten gehen Antibiotika durch den Hausarzt über die Theke. Dabei ist dies aber nicht immer nötig, denn jedes dritte Rezept ist aus medizinischer Sicht unangemessen. Bereits bei harmlosen Erkrankungen, wie einer von Viren ausgelösten Erkrankung, kommt es zur Ausstellung dieses Medikaments. Dabei ist es in so einem Fall machtlos. Es geht sogar so weit, dass viele Patienten gezielt nach Antibiotika fragen. Der Hintergrund dafür liegt in der Hoffnung, schneller gesund zu werden. Auch der Einsatz von Breitbandantibiotika ist ein Problem, denn diese sollten immer nur die letzte Waffe sein. Bei einer Harnwegsinfektion zum Beispiel wäre ein gezielter Einsatz von dafür ausgelegten Antibiotika die richtige und wesentlich bessere Lösung.

    Schuld an dem Ganzen sind auch fehlende Aus- und Fortbildungen, sodass Mediziner nicht immer den richtigen Umgang kennen. Dann wird entweder zu früh zum Rezeptblock gegriffen, oder eine falsche Dosierung ist die Folge. Ärzte müssten demnach viel besser geschult sein, und das auf Dauer.

    Antibiotikaverbrauch im Krankenhaus

    Besonders schlimm ist es im Krankenhaus. Hier wird nämlich noch öfters zu diesen Pillen gegriffen, sodass unnötige Resistenzen entstehen können. Und da Patienten nach einer OP oder aufgrund einer Krankheit so oder so schon geschwächt sind, ist es für resistente Keime wie ein Torschuss ohne Tormann. Auch ernsthafte Folgen, wie eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung, können die Folge sein. Mangelnde Hygiene ist ein weiterer Faktor, denn bei neun von zehn Infektionen erfolgt die Übertragung über das Personal. Zeitdruck und fehlende Kontrollen sind hier ganz klar zu nennen. Letztendlich ist es daher so, dass auch in Zukunft viel zu oft Antibiotika verschrieben werden.

  • Flohsamenschalen – Anwendung und Wirkungsweise

    Flohsamenschalen – Anwendung und Wirkungsweise

    Flohsamenschalen sind klein und unscheinbar. Trotzdem zählen sie zu den Superfoods mit der größten Wirkung. Zahlreiche Menschen profitieren von den Schalen als praktische Nahrungsergänzung.

     

    Positive Wirkungen von Flohsamenschalen auf den Darm

    Größtenteils bestehen Flohsamen aus Ballast- und Schleimstoffen, die nicht verdaulich sind. Durch den enormen Gehalt an Polysacchariden sind die Schalen in der Lage, erhebliche Mengen Wasser aufzunehmen. Dadurch können Flohsamenschalen ihr Volumen um zehn bis 15 Prozent vergrößern.

     

    Menschen, die unter Durchfall leiden, wissen diese Eigenschaft sehr zu schätzen. So binden Flohsamenschalen den größten Flüssigkeitsanteil im Darm. Damit tragen sie zur Stuhlverfestigung bei. Ferner weisen die kleinen Schalen eine entzündungshemmende wie auch antibakterielle Wirkung auf. Gerade bei bakteriell bedingten, entzündlichen Darmerkrankungen hilft das Superfood bei der Bindung und Unschädlichmachung der Bakterien. Infolgedessen erfahren der entzündete Darm Linderung, die Darmflora einen Schutz gegen weitere Schäden.

     

    Aber auch bei Verstopfungen haben sich Flohsamenschalen bestens bewährt. Durch den Verzehr der aufgequollenen Samen erhöht sich im Darm das Volumen. Dies regt die Darmtätigkeit an. Darüber hinaus kommt es zur Verdünnung des Stuhls, was sich hilfreich bei Verstopfungen auswirkt.

     

    Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten

    Neben Durchfallerkrankungen und Verstopfungen finden Flohsamenschalen auch Anwendung bei

    • anal-rektalen Eingriffen
    • Ausstülpungen im Bereich der Darmwand
    • Hämorrhoiden
    • Heilfasten zur Darmreinigung
    • Personen mit künstlichem Darmausgang
    • Reizdarm

     

    sowie zur unterstützenden Behandlung bei Patienten mit Morbus Crohn. In verschiedenen Studien konnte ferner nachgewiesen werden, dass die kleinen Schalen weitaus mehr können. Weitere informative Ausführungen können Sie bei iNutro: Flohsamenschalen Wirkung und Anwendung nachlesen.

     

    Abnehmen mithilfe von Flohsamenschalen

    Sie möchten gesund abnehmen? Dann sind Flohsamenschalen genau das Richtige für Sie. Dank ihrer Quelleigenschaften stellt sich bei ihrem Verzehr ein schnelleres Sättigungsgefühl ein. Dadurch essen Sie automatisch weniger. Ferner enthalten die kleinen Schalen kaum Kalorien.

     

    Wirksame Hilfe gegen das metabolische Syndrom

    Auch beim metabolischem Syndrom haben sich Flohsamenschalen bewährt. Hierbei treffen vier unterschiedliche Krankheitsbilder zusammen:

    • Bluthochdruck
    • hohe Blutzuckerwerte
    • starkes Übergewicht
    • Störungen im Fettstoffwechsel

     

    Unterschiedliche klinische Studien zeigen, dass Flohsamenschalen hierbei eine wirksame Hilfe leisten können. Blutzucker und Cholesterin können von den, aus den Samen herrührenden, Polysacchariden gebunden werden. Daraus resultiert eine Senkung des Blutzuckerspiegels sowie des Cholesterinwerts. Selbst eine Regulierung des Blutdrucks ist mit Flohsamenschalen möglich.

     

    Ersten Studien zufolge sollen Flohsamenschalen auch vorbeugend gegen Krebserkrankungen wirken.

     

    Zeigen Flohsamenschalen Nebenwirkungen?

    Im Allgemeinen zeigen die kleinen Körner keine Nebenwirkungen. Allerdings kann es gelegentlich vorkommen, dass sie Appetitlosigkeit, Blähungen oder ein Völlegefühl verursachen. Beobachten Sie diese Effekte bei sich, genügt es, die zu verzehrende Menge der Schalen zu reduzieren. Seltener treten allergische Reaktionen auf. Beispielsweise bei nicht gereinigten Flohsamenschalen.

     

    Sofern Sie schon einmal einen Darmverschluss hatten, sollten Sie keine Flohsamenschalen einnehmen. Ferner sollten Menschen, die an einer

    • Erkrankung der Speiseröhre
    • Krankhaft bedingten Verengung der Speiseröhre
    • Schädigung des Magen-Darm-Traktes

     

    leiden, auf die Einnahme der Schalen verzichten. Bei der Medikamenteneinnahme ist vor dem Verzehr unbedingt der Arzt zu konsultieren. Ebenfalls bei Kindern empfiehlt es sich, zuvor einen Arzt zu befragen.

     

    Einnahme und Dosierung von Flohsamenschalen

    Zur Vermeidung von Nebenwirkungen und Entfaltung der vollen positiven Eigenschaften sollte der Verzehr der Flohsamenschalen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Empfehlenswert ist eine Einnahme zwischen zehn bis 30 g je Tag, bestenfalls über den gesamten Tag verteilt. Also ein- bis dreimal am Tag. Damit der Stuhl geschmeidig wird, hat sich eine Einnahme von einem bis zwei Teelöffel je Tag bewährt. Das Beachten der Packungsbeilage ist essentiell.

     

    Wie Sie die Flohsamenschalen einnehmen, ist dabei Ihnen überlassen. Wahlweise können diese unter ein Müsli gerührt oder über einen Salat gestreut werden. Aber auch in selbst gebackenem Brot bieten sie sich als ballaststoffreiche Ergänzung an. Eine Vielzahl von Personen rührt die Schalen jedoch einfach in ein Glas Saft oder Wasser ein. Dabei quillt das Superfood vor dem Verzehr auf. Liegt eine chronische Verstopfung vor, ist jedoch von einem Vorquellen der Samen abzusehen.

     

    Im Grunde genommen werden Flohsamenschalen in etwa 150 ml Flüssigkeit – Saft, Tee oder Wasser – eingeführt. Allerdings sollte keine Milch Verwendung finden, da diese das Aufquellen der Samen verhindert. Nach dem Verzehr müssen zwingend weitere 200 ml Flüssigkeit nachgetrunken werden. Ausschließlich durch das ausreichende Trinken in Verbindung mit der Einnahme der Schalen kann sich die positive Wirkung positiv entfalten.

  • Arztbesuch – Richtige Vorbereitung das A und O

    Arztbesuch – Richtige Vorbereitung das A und O

    Irgendwann muss jeder zum Arzt. Damit dieser Termin aber nicht unnötig stresst und sich in die Länge zieht, ist die richtige Vorbereitung das A und O. Darüber freut man sich dann nicht nur selbst, sondern auch der Doktor kann besser und effektiver arbeiten. Selbstverständlich gilt die Vorbereitung nicht bei lebensbedrohlichen Krankheiten, ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall gibt einfach nicht die Zeit dafür her. Außerdem ist es oft so, dass viele erst nach einer gefühlten Ewigkeit zum Arzt gehen. In so einem Fall kommt die Unsicherheit zum Vorschein, ob medizinischer Rat tatsächlich richtig ist oder nicht. Trifft es so ein, dann wird meist auch noch vieles vergessen. Grundsätzlich gilt deshalb, dass ein Besuch zu viel besser als einer zu wenig ist.

    Ordnung sorgt für optimale Hilfe

    Jeder Mediziner kann nur dann seinen Beruf optimal ausführen, wenn er den Patienten beziehungsweise dessen Vorerkrankungen kennt. Das erleichtert die Diagnose und erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Therapie. Wer zum ersten Mal eine Praxis aufsucht, der sollte unbedingt vorhergehende Befunde (zum Beispiel Entlassungsbrief, Laborergebnisse oder Röntgenbilder) mitbringen. Des Weiteren sind auch der Mutterpass, der Implantatpass, der Allergieausweis und der Impfpass zu empfehlen. Mit dieser Ausstattung ist man bereits super ausgestattet und muss sich keine Sorgen über fehlende Unterlagen machen.

    Der Medikamentenplan

    Mit einer Liste aller Medikamente, die man einnehmen muss, rundet man die Vorbereitung ab. Diese ist sogar sehr wichtig, da sich ansonsten ein neues Rezept mit einem bereits bestehenden nicht vertragen könnte. Entweder wird die Liste einfach selbst geschrieben, oder man holt sich einen Medikamentenplan. Darauf hat jeder Anspruch, der mindestens drei Medikamente benötigt. Der Vorteil: Die Liste der Tabletten besteht in elektronischer Form und dem Patienten steht ein Ausdruck zu. Diese Aufgabe erledigt der Hausarzt, sodass anschließend Apotheker und Ärzte mithilfe eines Barcodes auf die Liste zugreifen können. Ein effektiver Tipp ist auch die Erstellung von Notizen, um eventuelle Fragen und/oder Anregungen nicht zu vergessen. Manche fühlen sich aber zum Beispiel auch mit einem Begleiter besser. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, mit der richtigen Vorbereitung erspart sich jeder viel Ärger.

     

  • Gesundheit am Arbeitsplatz – darauf ist zu achten

    Gesundheit am Arbeitsplatz – darauf ist zu achten

    Von Januar bis Dezember 2015 ereigneten sich in Deutschland mehr als 866.000 Arbeitsunfälle, die meldepflichtig waren und eine Arbeitsunfähigkeit (AU) der Betroffenen von wenigsten drei Tagen nach sich zogen. Diese Zahl der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unterstreicht, wie wichtig Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist. Denn im Vergleich mit früheren Jahren ist das Arbeitsunfallgeschehen deutlich zurückgegangen. Beispiel: 1995 ereigneten sich in der Bundesrepublik mehr als 1,65 Millionen Arbeitsunfälle. Der Rückgang ist einerseits Zeichen für das gestiegene Maß an Gesundheitsfürsorge der Unternehmen. Auf der anderen Seite lässt sich die Entwicklung auch auf den über Jahre verbesserten Arbeitsschutz zurückführen.

    Arbeitsunfälle sind am Ende aber nur eine Seite der Medaille. In der Betrachtung der Gesundheitsfelder müssen auch Erkrankungen eine Rolle spielen, die nicht durch ein plötzlich von außen wirkendes Ereignis entstehen – sondern Ergebnis eines lange andauernden Prozesses sind. Und nicht immer fallen diese Einschränkungen in die Gruppe der Berufskrankheiten. Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule oder der Knie gehen nicht selten schlicht auf Fehlhaltungen der Betroffenen am Arbeitsplatz zurück. Seit einigen Jahren spielen auch psychische Erkrankungen immer wieder eine Rolle.

     

    Rückenschmerzen
    Abbildung 1: Rückenschmerzen im Büro können zu einem echten gesundheitlichen Problem werden – mit entsprechender Vorsorge lässt sich dieses Problem zumindest abmildern.

    Rückenschmerzen im Büro

    Grundsätzlich lassen sich gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz nicht verallgemeinern. Dafür sind die Profile der verschiedenen Tätigkeiten zu speziell. Wer einen Bürojob hat, kann genauso unter Rückenbeschwerden leiden wie der Maurer oder Dachdecker auf dem Bau. Allerdings sind die Ursachen unterschiedlich.

    In körperlich sehr fordernden Berufen macht sich irgendwann der Verschleiß bemerkbar. Im Büro sind es sehr häufig Fehlhaltungen vor dem Bildschirm, die zu einem Problem werden. Einfaches Beispiel: Nach einer Fahrt zum Arbeitsplatz von circa 45 Minuten wird der Rechner hochgefahren, sich der Kaffee geschnappt – und bis zur Mittagspause vor dem Bildschirm gesessen.

    Drei bis vier Stunden am Stück vornübergebeugt sitzen, den Kopf leicht gesenkt und die Schultern hängen lassen – die typische Haltung während der Büroarbeit. Kein Wunder, dass ohne Ausgleich Muskeln verspannen und sich der Rücken irgendwann einfach zu Wort meldet. Welche Tricks helfen gegen den „Bürorücken“?

    • Position regelmäßig wechseln: Selbst die korrekte Sitzhaltung wirkt irgendwann starr. Am besten beugen regelmäßige Wechsel der Sitzposition Rückenschmerzen vor. Dabei können Haltung und Position gewechselt werden.
    • Sich von der Hardware unterstützen lassen: Bürostühle sind in aller Regel höhenverstellbar. Beine und Arme sollten beim Sitzen einen rechten Winkel bilden können. Ideal sind im Übrigen Tische mit höhenverstellbarer Mechanik. Auf diese Weise kann im Stehen gearbeitet werden.
    • Bewegungspausen einbauen: Eine Ursache für den schmerzenden Rücken ist der fehlende Ausgleich. Gerade im Büro wird nicht mehr im Zimmer, sondern über den Netzwerkdrucker am Ende des Gangs gedruckt. Oder statt Fahrstuhl wird einfach mal die Treppe auf dem Weg ins Archiv genutzt.

     

    Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

    Lange stand beim Thema Gesundheit am Arbeitsplatz die Physis im Vordergrund. Seit einigen Jahren fokussiert sich das Interesse auch auf psychische Erkrankungen, die mit dem Stress am Arbeitsplatz in Verbindung stehen.

    Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes entsteht aus dem beruflichen Stress für etwa 16 Prozent der Beschäftigten ein gewisser Leidensdruck. Sehr häufig ist ein Missverhältnis aus zur Verfügung stehender Zeit und den übertragenen Aufgaben eine Ursache. Allerdings leidet ein Teil der Erwerbstätigen auch unter Aspekten wie:

    • Mobbing
    • Sexueller Belästigung
    • Gewaltandrohung.

    Dieser Bereich ist natürlich wesentlich schwieriger zu kontrollieren. Beispiel Mobbing: Geht es von Kollegen aus, sind nicht selten mehrere Personen involviert. Sobald Vorgesetzte einzelne Mitarbeiter zum Ziel für Mobbing machen, wird es für die Betroffenen nicht nur schwer, sich erfolgreich zu Wehr zu setzen. Kollegen schauen in dieser Situation sehr oft weg – aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz. Vertrauensbildende Maßnahmen von Seiten des Betriebsrates können in einem solchen Fall jedoch sehr hilfreich sein.

     

    Weitere wichtige Gesundheitsfelder am Arbeitsplatz

    Gesundheitsförderung hat in den letzten Jahren in vielen Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Wie diese im Detail aussieht, richtet sich nach sehr unterschiedlichen Faktoren. Ein Punkt kann beispielsweise das Thema Ernährung sein.

    Hier richtet sich der Fokus zum Beispiel auf ein gesundes und ausgewogenes Kantinenessen. Oder die Frage, ob Obst oder Salate und Nussmischungen als Snack nicht vielleicht doch Vorteile haben. Parallel kann ein Gesundheitsfeld natürlich darin liegen, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass körperliche Belastungen reduziert werden.

    Technische Hilfsmittel wie in ihrer Höhe anpassbare Transportwagen sind ein solcher Aspekt. Mit deren Hilfe befördern Mitarbeiter Lasten von A nach B in der Produktionshalle. Oder das Unternehmen sorgt für Arbeitsgeräte, welche die Belastungen durch Arbeiten über Kopf reduzieren. Letztlich sind die Gesundheitsfelder am Arbeitsplatz aber eines: Die Summe der arbeitsplatzspezifischen Anforderungen und individuellen Rahmenbedingungen jedes einzelnen Mitarbeiters.

     

    Arbeitsunfälle: Welcher Versicherer ist zuständig

    Egal, wie gut:

    • Arbeitsschutz
    • Gesundheitsmanagement
    • Eigeninitiative

    auch sind – Unfälle auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz werden sich nie verhindern lassen. Zur Fürsorge der Unternehmen sollte am Ende auch die gezielte Schulung einzelner Mitarbeiter im Hinblick auf die Maßnahmen der Sofort- und Ersthilfe sein.

    Wie geht es dann aber weiter? Und wer ist eigentlich für die Kosten zuständig, die sich aus einer Behandlung nach einem Arbeitsunfall ergeben? In Deutschland greift hier die gesetzliche Unfallversicherung – kurz DGUV. Diese ist für:

    • Arbeitsunfälle
    • Wegeunfälle (direkter Arbeitsweg)
    • Berufskrankheiten
    • Wiedereingliederung

    zuständig. Finanziert werden die Leistungen aus den Beiträgen, welche allein die Unternehmer zu tragen haben.

    Mobbing
    Abbildung 2: Mobbing kann im Büro zu einem echten Problem werden und am Ende die Leistungsfähigkeit ganzer Abteilungen mindern. Entsprechende Gegenmaßnahmen helfen allen Beteiligten.

    Fazit: Gesundheitsmanagement im Job hat viele Gesichter

    Mitarbeiter auf Verschleiß fahren – von dieser Haltung haben sich Unternehmen in der Vergangenheit verabschiedet. Zielgerichtet Gesundheitsmanagement umzusetzen ist aber aller andere als einfach. Es kommt auch auf die Initiative und Mitarbeit der Beschäftigten an. Gerade in der Umsetzung hinsichtlich eines rückenschonenden Arbeitens oder des Arbeitsschutzes geht es nicht ohne die Mitarbeiter. Andere Aspekte kontrolliert primär das Unternehmen – etwa im Hinblick auf den Stress am Arbeitsplatz. Und auch beim Thema Mobbing halten Unternehmen die Fäden mit in der Hand.

     

    Bildquellen:

    Abbildung 1: @ Clker-Free-Vector-Images (CC0-Lizenz) / pixabay.com

    Abbildung 2: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com