Schlagwort: Erkrankungen

  • Wie viele Schritte am Tag

    Wie viele Schritte am Tag

    Trend zum Schrittzähler – wie viele Schritte sollten täglich erreicht werden?

    Während die Menschheit bis vor Kurzen noch Kalorien zählte, werden mit dem Einzug der Schrittzähler Schritte gezählt. Das neue Ziel von gesundheitsbewussten Menschen lautet nun 10000 Schritte am Tag. Fraglich ist, ob nicht auch weniger Schritte ausreichen, um den Körper fit zu halten oder Personen mit weniger Bewegung ein schlechtes Gewissen haben müssen.

     

    Neues Motto gesundheitsbewusster Menschen

    Das Motto der Bewegungsfans besteht darin, dass mit einer zunehmenden Schrittanzahl ein gesünderer Lebensstil entsteht. Selbst faule Menschen werden mit dem Schrittzähler motiviert und wollen erst ihr Ziel erfüllen, bevor sie sich anderen Tätigkeiten widmen. Auch Suchergebnisse in Google bestärken den neuen Trend. Unter dem Suchbegriff „10000 Schritte“ findet sich eine Vielzahl von Artikel, die die Anhänger des Trends unterstützen.

     

    Bewegung für die Gesundheit

    Christine Graf, welche Professorin am Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft der Deutschen Sporthochschule in Köln ist, stimmt dem Grundprinzip zu. Sie äußert, dass Bewegung ein Heilmittel gegen alle Erkrankungen sei. Jedoch muss es sich dabei nicht nur um Schritte handeln. Vielmehr sollten sich Menschen generell bewegen. Mit einer ausreichenden körperlichen Betätigung soll vor allem die Durchblutung angeregt werden. Auch der Stoffwechsel wird mit Bewegung in Gang gehalten und das Immunsystem verstärkt. Wer nicht gerne läuft, kann also beispielsweise auch Schwimmen gehen.

     

    Krankheiten mit Bewegung bekämpfen

    Mit einem gesunden Maß an Bewegung wird nicht nur die Durchblutung gefördert, auch der Stoffwechsel wird in Gang gehalten. Somit lassen sich zahlreiche Krankheiten mit einem gesunden Lebensstil, zu dem ausreichend körperliche Betätigung gehört, vorbeugen. Dazu zählen:

    • Tumore
    • Diabetes
    • Herzinfarkte
    • Schlaganfälle
    • Depressionen

     

    Graf macht klar: „Nach 500 Schritten haben Sie etwa einen Würfelzucker verbrannt“.

     

    10000 Schritte sind etwa 5 km

    10000 Schritte sind ein hohes Ziel. Etwa 5 km Fußmarsch können nur wenige in ihren Alltag integrieren. Dennoch müssen die Menschen, die dieses Pensum nicht schaffen, kein schlechtes Gewissen haben. Graf äußert: „Aber diese Angabe hat sich als eine wichtige Größenordnung herausgestellt, auch in der Kommunikation von Bewegungsempfehlungen. Alternativ kann man aber auch von 150 Minuten Bewegungszeit pro Woche sprechen.“ Auf einen Tag umgerechnet sind dies 30 Minuten Bewegung pro Werktag. Dieses Ziel sei nicht nur machbar, sondern erstrebenswert, um sich selbst gesund zu halten.

     

    Motivation durch Ziele

    10000 Schritte können allerdings auch motivieren. Mit einem Ziel vor Augen halten sich Vorhaben länger durch. Um die Anzahl der Schritte zu erreichen, gibt Graf folgenden Tipp: „Es ist durchaus möglich, am Tag 10.000 Schritte zu gehen, wenn man bewusst darauf achtet und zum Beispiel mal das Auto stehen lässt, weiter weg parkt oder abends nochmal eine Runde spazieren geht.“ 1000 Schritte nehmen in der Regel zehn Minuten in Anspruch. Schrittzähler eignen sich besonders für jene, die sich nicht nur an der Zeit orientieren wollen. Durch die Quantifizierung der Bewegung in Form von Schritten haben die Menschen ein Ziel vor Augen und sind bestrebt dieses einzuhalten. Graf bestätigt: „Wir haben mit den Zählern sehr gute Erfahrungen für die Motivation gemacht.“

     

    Den passenden Schrittzähler finden

    Auf dem Markt der Schrittzähler finden sich zahlreiche Produkte, die keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Aus diesem Grund empfiehlt Graf einen Schrittzähler mit piezoelektrischen Elementen. Mit dieser Technologie wird die Spannung zur Messung der Bewegung erfasst. Somit werden nicht nur Erschütterungen während des Gehens gemessen, auch vertikale und seitliche Bewegungen werden erkannt. Damit ist das Ergebnis beim Schrittzählen genauer. Um den perfekten Schrittzähler zu finden, ist eine Beratung daher unerlässlich.

     

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  • Borderline-Persönlichkeitsstörung

    Borderline-Persönlichkeitsstörung

    Von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung wird bei Menschen mit instabiler Persönlichkeit gesprochen, die innerem Druck verschiedener Ursachen nicht standhalten können. Meist kommt es zur Entladung dieses inneren Drucks bei Selbstverletzungen, wie Schneiden, Ritzen, Verbrennen und mehr. Die Störung umfasst eine Vielzahl psychischer Faktoren.

     

    Borderline-Persönlichkeitsstörung immer ernst nehmen

    Zu den grundlegenden Faktoren der Borderline-Persönlichkeitsstörung gehören eine instabile Persönlichkeit, mangelhafte Fähigkeit mit Emotionen umzugehen, ein gestörtes Selbstbild und eine ganze Reihe von Faktoren, die auch Depressionen zuzuordnen sind. Dazu zählen u. a. Verlassensangst, Selbstmordgedanken, Halluzinationen, Fehlinterpretationen der Realität, manchmal auch Suchtverhalten und mehr. Sichtbares Zeichen ist verbreitet die Selbstverletzung. Besonders bei Jugendlichen und jungen Menschen unter 25 Jahren sollten solche Merkmale immer sehr ernst genommen und mit einem Psychiater oder Jugendpsychologen besprochen werden.

     

    Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine sehr tief gehende Erkrankung, deren Behandlung und erfolgreiche Heilung teils über mehrere Jahre dauern kann. Vielfach sind Klinikaufenthalte notwendig. Die Ursachen sind immer ganz unterschiedlich. Es können nicht verarbeitete traumatische Kindheitserlebnisse sein, soziale Instabilität, das Fehlen von festen Bezugspersonen in Kindheit und Jugend, Verlusterlebnisse und andere Dinge, die den Menschen einschneidend beeinträchtigt haben. Parallel kann eine Veranlagung zu bipolaren Erkrankungen (manisch-depressiv) vorliegen.

    Behandlung von Borderline durch Fachärzte

    Die genaue Diagnose und Behandlung gehört ausschließlich in die Hände von Fachärzten und von Fachpsychologen. Dabei wird ergründet werden, wo die Anfänge und eventuellen Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung individuell zu suchen sind. Dann kann mit einer Behandlung begonnen werden. Wie bei allen psychischen Erkrankungen leiden Angehörige mit. Darum werden Eltern, Geschwister und andere enge Angehörige meist in die Behandlung und Besprechung mit einbezogen.

     

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  • Tödliche Parasiten im menschlichen Gehirn

    Tödliche Parasiten im menschlichen Gehirn

    Kommt es zu einem Überschuss an Acetylcholin, kann dies das Hirngewebe entsprechend auflockern und Amöben tief in das Innere leiten. Erst vor kurzem starben wieder zwei junge Frauen an den Folgen. Die Amöben haben sich so tief in das Hirn gefressen, dass es nicht die geringste Chance auf Heilung gab.

    Neue Erkenntnisse zu Amöben im Gehirn von Menschen

    Forscher haben nun endlich herausgefunden, weshalb es die Parasiten auf das Gehirn abgesehen haben. Vor allem Menschen, die gerne in Seen baden, zählen zur Risikogruppe einer Ansteckung. Die Parasiten, die es auf das Gehirn des Menschen abgesehen haben, lauern in den Gewässern. Es reicht vollkommen aus, wenn nur ein paar Wasserspritzer über die Nase in den Menschen eindringen. Schnell arbeiten sich die Parasiten über das Nervengewebe vor. Ist dies geschehen, werden in wenigen Tagen die Gehirnzellen komplett zersetzt. Dies bringt den Opfern den sicheren Tod.

     

    Geringe Überlebensrate

    Lange war es ungewiss, weshalb sich die Parasiten ausgerechnet das Hirn ausgesucht haben. Aber nun endlich sind Wissenschaftler auf des Rätsels Lösung gekommen. Serotonin, Dopamin und Glutamat sind Botenstoffe, gleichzeitig jedoch auch Lockstoffe der tödlichen Parasiten. Festgestellt wurde, dass das Erbmaterial der Einzeller ähnliche Proteine wie die Struktur des menschlichen Acetylcholins besitzt. Und genau daran orientieren sich die hirnfressenden Amöben. Sie können nach dem Eindringen in den Körper weit in das Hirn vordringen.

    Grundsätzlich könnte hier ein sehr wichtiger Ansatzpunkt gefunden sein. Doch das große Problem liegt darin begründet, dass eine Erkrankung erst sehr spät entdeckt werden kann. Dies geschieht in der Regel erst dann, wenn die Symptome auftreten. Dann ist es in der Regel jedoch schon zu spät für eine rechtzeitige Hilfe. Die Schädlinge sind dann normalerweise bereits zu weit vorgedrungen. Symptome können in

    • starken Kopfschmerzen
    • sehr hohem Fieber

     

    bestehen. Die Klimawandlung könnte dazu führen, dass es bald mehr Erkrankungen geben wird. Die Einzeller lieben das warme Klima und können sich bestens vermehren.

  • Bachblüten bei Depressionen

    Bachblüten bei Depressionen

    Hierzulande leiden viele Betroffene unter Depressionen. Auch die Angehörigen sind in Mitleidenschaft gezogen. Man will dem Depressiven helfen, ist jedoch machtlos gegen plötzlich auftretende Weinkrämpfe, Anfälle von Lustlosigkeit und innerer Unruhe. Depressionen müssen unbedingt behandelt werden, da sie meist gesundheitliche Probleme nach sich ziehen und bestehende Erkrankungen, wie Diabetes, Herzkrankheit, Schlaganfall oder Krebs begünstigen oder verstärken können.

     

    Depressionen – Die Wohlstandskrankheit?

    In unseren zivilisierten Industrienationen ist nahezu jeder mindestens einmal in seinem Leben von einer Depression betroffen. Die Schwere des Leidens kann verschieden sein, manchmal sind es nur leichte Stimmungsschwankungen, die noch nicht wirklich als Depression bezeichnet werden können. Doch tiefe seelische Krisen, wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen und andere Schicksalsschläge können zu einer hartnäckigen Depression führen, aus der man nicht ohne professionelle Hilfe entfliehen kann.

     

    Vor allem in den Vereinigten Staaten gehört der Besuch beim Psychologen dazu, wie für uns der Besuch eines Physiotherapeuten oder einer Kosmetikerin. 21,3 Prozent aller US-Amerikaner – so eine Studie der Gesundheitskontrollbehörde, entwickeln in ihrem Leben irgendwann einmal eine Depression. Man hat jedoch den Eindruck, dass die Dunkelziffer sehr viel höher liegt – und das nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch hierzulande.

     

    Eine echte Depression erkennt man daran, dass bei den neurochemischen Vorgängen eine Disharmonie vorliegt. Aus diesem Teufelskreist kommt man oft nicht aus eigener Kraft wieder heraus, auch wenn man einen sehr starken Willen besitzt. Wird eine Depression nicht behandelt, können sich ernsthafte Gefahren entwickeln.

     

    Anzeichen von negativen Zuständen

    Deutliche Wesenszüge sind Lustlosigkeit, schlechte Laune, Griesgrämigkeit, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Wehmütigkeit, Verzweiflung, Melancholie und Weltschmerz, wobei manche Menschen eine besondere Neigung zu diesen Zuständen haben. Im Extremfall entwickelt sich aus einer solchen Stimmungslage eine Depression. Doch soweit muss es nicht kommen.

     

    Bachblüten helfen

    Dr. Bach hat 39 klassische Blüten beschrieben, die nach ihm benannt wurden und heute fester Bestandteil der Naturmedizin sind. Als Mittel gegen Depressionen beschreibt Dr. Bach die Pflanze Sinapis arvensis, auch als Mustard, Wilder Senf oder Ackersenf bekannt, die als Essenz Nr. 21 bekannt ist. Sie soll gegen Schwermütigkeit, Interessenlosigkeit und tiefe Traurigkeit helfen. Denken und Fühlen werden komplett von tiefer Traurigkeit und Antriebslosigkeit überschattet, ein ansonsten froher und ausgeglichener Mensch ist dieser negativen Stimmung völlig ausgeliefert. Vernünftige Argumente gehen ins Leere. Fühlen sich Erkrankte verzweifelt und melancholisch mit oder ohne Erklärung für diese Stimmungslage, so können die Blüten von Ackersenf Linderungen bringen. Laut Dr. Bach soll die Blüte des Ackersenfs die Trübsal vertreiben und die Freude ins Leben zurückbringen.

     

    Ackersenfblüten helfen bei schlechter Laune, Lustlosigkeit, Freud- und Humorlosigkeit, Depressionen ohne erkennbaren Grund und endogenen Depressionen. Sie erleichtern bei Traurigkeit und Weltschmerz, Schwermut, Verstimmung und Niedergeschlagenheit. Körperliche Anzeichen sind Störungen im Bereich von Leber und Galle, Hormonunterfunktion, Immunschwäche, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen sowie Kreislaufschwäche und Antriebslosigkeit.

     

    Weitere Bachblüten gegen Schwermut und eine negative Stimmungslage sind Blüten der wilden Rose, Stern von Behtlehem, Edelkastanie, Herbstenzian, Stechginster und der Waldtrespe.

     

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  • Gassigehen für die Gesundheit

    Gassigehen für die Gesundheit

    Ausreichend Bewegung gehört zu einem gesunden Lebensstil. Wer sich genug bewegt, trägt nicht nur zum eigenen Wohlbefinden bei. Auch kann körperliche Betätigung Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose lindern. Somit fördern vor allem Hundebesitzer, welche ihren vierbeinigen Freund regelmäßig ausführen, ihre Gesundheit.

     

    Fit mit Gassigehen

    Hunde benötigen regelmäßige Spaziergänge nicht nur, um ihr Geschäft zu erledigen. Vielmehr bekommen sie in einer Wohnung nicht genügend Auslauf, um gesund zu bleiben. Sie benötigen den Auslauf, um körperlich fit zu bleiben. Eben diesen Nutzen können auch Hundebesitzer aus den regelmäßigen Rundgängen ziehen. Neue Studien haben gezeigt, dass das Gassigehen gut für die Gesundheit ist. Zudem haben Umfragen ergeben, dass regelmäßige Spaziergänge mit dem Hund in der Nachbarschaft ein gewisses Sicherheitsgefühl auslösen.

     

    Studien zum Gassigehen

    Um die positive Auswirkung auf die Gesundheit von Hundehaltern zu untersuchen, wurden über tausend Besitzer aus dem australischen Perth untersucht. Während dieser Studien hat sich herausgestellt, dass Besitzer von kleinen Hunden täglich mindestens 30 Minuten Bewegung erlangen. Somit erreichen sie mehr Bewegung als die Empfehlung von 150 Minuten körperlicher Betätigung in der Woche.

     

    Sicherheitsgefühl in der Nachbarschaft

    Weiterhin fühlten sich 60 % der Probanden sicherer, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Freund unterwegs sind. Besonders in Frauen löst der Spaziergang mit dem Hund ein Gefühl von Sicherheit aus. Dr. Hayley Christian, welche an der School of Population der UWA tätig ist und die Studie betreute, äußerte, dass Hundebesitzer im eigenen Viertel zu Augen und Ohren der Nachbarschaft werden. Dadurch würde ein Sicherheitsgefühl in der kompletten Nachbarschaft ausgelöst werden. Auch nahmen vor allem die Hundehalter in den US-Standorten ein erhöhtes Maß an Wachsamkeit wahr. Somit wirke sich das Gassigehen also nicht nur auf die Gesundheit der Hundehalter aus, auch löse der Spaziergang mit dem vierbeinigen Freund ein Sicherheitsgefühl im Umfeld der Gassigeher aus.

  • Konkrete Formulierung bei Patientenverfügung notwendig

    Konkrete Formulierung bei Patientenverfügung notwendig

    Schwerkranke Menschen können oft keine Entscheidungen selbst treffen. Damit Angehörige im Interesse der Patienten handeln, ist es unabdingbar eine Patientenverfügung zu erstellen. Diese muss nicht nur schon vor der Erkrankung erstellt worden sein, auch erfordern die Formulierungen in den Verfügungen eine gewisse Präzision. Vor allem das jüngste Urteil lässt an dieser Notwendigkeit keine Zweifel mehr. Aus diesem Grund will nun die Ärzteschaft Bayerns zunehmend aktiv werden, so Max Kaplan, welcher Präsident der Landesärztekammer ist.

     

    Funktion von Patientenverfügungen

    In erster Linie sollen Patientenverfügungen regeln, inwieweit schwer erkrankte Patienten medizinisch und pflegerisch behandelt werden dürfen. Dazu formulieren Menschen vor ihrer Erkrankung ihren Willen, falls sie diesen nicht mehr äußern können. Allerdings werden Menschen trotz ausreichender Beratungsstellen zunehmend verunsichert. Es entstehen immer mehr Fragen hinsichtlich konkreter Formulierungen.

     

    Patienten informieren

    Um Menschen dennoch ausreichend zu informieren, will May Kaplan dieses heikle Thema auf dem 75. Bayrischen Ärztetag thematisieren. Dieser findet am Freitag in Schweinfurt statt. Seine Empfehlung lautet, bei dem Formulieren von Patientenverfügungen einen medizinischen Rat einzuholen. Kaplan äußert: „Es genügt nicht, so vage Vorgaben wie etwa, keine lebenserhaltenden Maßnahmen‘ zu formulieren“. Diese Aussage wird auch von der aktuellen Rechtsprechung unterstützt. Die meisten Formulierungen seien zu ungenau. Der Wille, wenn es um die medizinische Behandlung bei schweren Erkrankungen geht, sei oft nicht erkennbar. Gerade der Zeitpunkt, ab wann Maßnahmen wie künstliche Beatmung oder Ernährung eingestellt werden sollen, ist oftmals unklar.

     

    Soziale Hintergründe beachten

    Neben dem Willen sollte eine Patientenverfügung auch auf religiöse und ethische Belange der Patienten eingehen, so Kaplan. Zudem bestehe eine Frage darin, ob der Patient bei einer Erkrankung noch alles miterleben möchte. Dies sei beispielsweise wichtig, um herauszufinden, welche Schmerzmittel eingesetzt werden können. Diese Punkte sollen beim 75. Ärztetag in Schweinfurt ebenfalls thematisiert werden. Weiterhin ist eine Frage, mit der sich die Ärzte befassen sollten, ob bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Demenz für Medikamentenversuche im Interesse der Allgemeinheit ausgeführt werden sollte.

    Patientenverfügung zum Ausdrucken (PDF)