Schlagwort: Erkrankungen

  • Schmerzbehandlung mit Augenmaß / Warum nicht jedes Wehwehchen bei Kindern behandelt werden muss

    Baierbrunn (ots) – Schmerzen, die sich Kinder etwa bei Stürzen oder Stößen auf dem Spiel- oder Bolzplatz zuziehen, sollten nur so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie verdienen. Dazu rät Prof. Dr. med. Boris Zernikow, Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums in Datteln, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Er hält nichts davon, kleine Wehwehchen mit Globuli, Salben oder kühlenden Stiften zu behandeln. Das lenke die Aufmerksamkeit der Kinder erst recht darauf. Demgegenüber rät er, bei Krankheiten oder nach Operationen Schmerzen konsequenter zu behandeln und kritisiert, dass viele Eltern, aber auch Ärzte aus Angst vor Nebenwirkungen selbst bei schmerzhaften Erkrankungen wie einer Mittelohrentzündung Medikamente nur zögerlich geben. Die Folge könnten bei den Kindern eine auf Dauer niedrige Schmerzschwelle und auch chronische Schmerzen ohne nachweisbaren Auslöser sein.

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    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3110618
  • Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz wird langsam aber sicher zu einer Volkskrankheit, denn die Zahl der Erkrankten steigt dramatisch an. Der aktuelle Alzheimer-Bericht legt Zahlen vor, die erschrecken, denn alle 3,2 Sekunden erkrankt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Demenz. Aber nicht nur die Anzahl der Kranken steigt drastisch, auch die Kosten, die die Krankheit nach sich zieht, explodieren.

    Demenz vorbeugen und investieren

    Bis zum Jahr 2050, so schätzen Experten, wird sich die Zahl derjenigen, die an Demenz erkrankt sind, verdreifacht haben. Aktuell leben fast 50 Millionen Menschen weltweit mit Demenz, 2030 werden es 74 Millionen sein. 60 % der Erkrankten lebt in armen Ländern und hier wird sich die Lage in den nächsten Jahren drastisch zuspitzen. Die Kosten von 711 Milliarden Euro, die für die Behandlung und die Früherkennung von Demenz jedes Jahr anfallen, werden kaum noch zu stemmen sein. Damit die Sozial- und Gesundheitssysteme nicht an ihre Grenzen stoßen, raten die Experten, die jetzt in London den neuen Alzheimer-Bericht vorgestellt haben, besser vorzubeugen und noch mehr in Präventivmaßnahmen gegen Alzheimer zu investieren.

    Eine Herausforderung auch für Deutschland

    In Deutschland leben momentan über 1,5 Millionen an Demenz erkrankte Menschen. Die meisten der Betroffenen sind an Alzheimer erkrankt und über die Hälfte ist älter als 60 Jahre. Auch wenn es verschiedene Formen der Demenz gibt, alle Erkrankungen haben eines gemeinsam: Die Nervenzellen im Gehirn sterben ab, geistige Fähigkeiten wie Motorik und Sprache lassen immer mehr nach, die Kranken sind bald nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen und ihren Alltag zu bewältigen. In der Folge müssen mehr Heimplätze geschaffen werden und auch die Zahl der benötigten Pflegekräfte müsste dementsprechend erhöht werden. Da die Ursachen für Demenz nach wie vor noch unbekannt sind, wird es schwer, präventive Maßnahme zu finden, und genau hier sehen Wissenschaftler die größte Herausforderung.

    Hohe Kosten

    Zwar wird es kaum möglich sein, die Zahl der Demenzkranken zu reduzieren, aber die Forschung braucht deutlich mehr Geld, um der immer noch geheimnisvollen Krankheit auf die Spur zu kommen. Es gibt nach wie vor keine Medikamente, die effektiv dabei helfen Demenz zu heilen oder der Krankheit vorzubeugen. Aber nicht nur die Forschung ist gefordert, auch die Gesundheitssysteme werden ihre Schwierigkeiten bekommen, für die an Demenz oder Alzheimer erkrankten Menschen lebenswürdige Bedingungen zu schaffen. Mit dem Bau neuer Heime ist es leider nicht getan, es müssen auch Fachkräfte gefunden werden, die sich um die Erkrankten kümmern.

    Die Folgen der Demenz für die Familien

    Sollte sich der jetzt vorgestellte Alzheimer-Bericht bewahrheiten, dann kommen auch auf immer mehr Familien immer größer werdende Herausforderungen zu. Nicht alle Familien können es sich leisten, die Mutter oder den Vater in ein Heim zu geben, oftmals muss die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen von zu Hause aus gemanagt werden. Ob das neue Pflegegesetz, das zum ersten Mal auch die Demenzkranken berücksichtigt, die Familien wirklich entlasten kann, das muss sich zeigen. Es ist für viele Familien nicht nur ein zeitliches und finanzielles Problem einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu pflegen, auch die physischen und psychischen Herausforderungen sind enorm groß.

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  • Ständige Müdigkeit – normal oder bedenklich?

    Ständige Müdigkeit – normal oder bedenklich?

    Besonders zum Start in die neue Woche sind viele Menschen davon betroffen: Müdigkeit sorgt für schlechte Laune und mangelnde Konzentration. Vor allem am Arbeitsplatz kann das zu großen Schwierigkeiten führen. Doch auch wenn der Alltag von einer ständigen Müdigkeit bestimmt wird, bringt das langfristige Folgen mit sich. Diese reichen von der Gesundheit bis hin zum sozialen Umfeld. Denn eines steht fest: Wer müde ist, kann sein Leben nicht in vollen Zügen genießen.

    Was für die einen ein Zeichen für mangelnden Schlaf ist, ist für die anderen ein Vorbote für schwere Krankheiten. Müdigkeit – besonders wenn sie sehr häufig auftritt – ist in jedem Fall ein Warnsignal des Körpers, das es zu beachten gilt. Ein Grund zur Panik ist es hingegen erst einmal nicht.

    Generell stimmt es, dass Müdigkeit die Reaktion des Körpers auf Schlafmangel ist. Müdigkeit ist ein Schutzmechanismus. Das Bedürfnis, zu schlafen, sorgt dafür, dass wir uns nicht überanstrengen und regelmäßige Ruhephasen einlegen. Wäre der Mensch niemals müde, würde er wahrscheinlich nie schlafen und an Erschöpfung sterben. Wer also regelmäßig schläft und sich Ruhe gönnt, wirkt der Müdigkeit entgegen.

    Bedenklich wird es erst, wenn die Müdigkeit öfter auftritt oder sogar chronisch wird. In diesem Fall kann davon ausgegangen werden, dass sie ein Symptom für eine Mangelerscheinung oder Krankheit ist. Wenn Sie bemerken, dass Sie überdurchschnittlich oft müde sind, sollten Sie sich auf jeden Fall an Ihren Hausarzt werden.

    Gründe für ständige Müdigkeit sind unter anderem

    • Schlafapnoe
    • Eisen-Mangel
    • Vitamin-Mangel
    • Depressionen
    • Krebs
    • Andere Erkrankungen

    Um herauszufinden, was der Grund für Ihre Müdigkeit ist, sollten Sie sich umfangreich untersuchen lassen. Wenn eine Mangelerscheinung festgestellt wird, hilft häufig schon die Umstellung der Ernährung, um Ihrem Leben wieder mehr Schwung zu verleihen. Wenn eine Krankheit aufgrund ständiger Müdigkeit diagnostiziert wurde, sind andere Schritte nötig.

    Wichtig bei der Frage, ob die Müdigkeit normal oder besorgniserregend ist, ist Ihr persönliches Empfinden. Solang Sie selbst Ihre Müdigkeit als verständnisvoll empfinden (weil Sie zum Beispiel mal wieder nachts um die Häuser gezogen sind oder einen anstrengenden Tag hatten), besteht kein Grund zur Besorgnis. Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Müdigkeit als anstrengend empfinden und sich dabei nicht wohlfühlen. In diesem Fall sollten Sie sich vorsichtshalber an einen Arzt werden.

    Was hilft gegen ständige Müdigkeit?

    Um ein Problem zu lösen, ist es immer wichtig, die Ursache herauszufinden. Versuchen Sie daher, festzustellen, ob Ihre Müdigkeit eine Folge von Schlafmangel, Stress, Nährstoffmangel oder Krankhit ist. Danach wird es Ihnen leichter fallen, das Gefühl der ständigen Erschöpfung zu behandeln.

    Übrigens muss Müdigkeit nicht immer nur eine Folge von Schlafmangel sein. Auch eine „Extra-Portion“ Schlaf kann dazu führen, dass Ihr Körper schnell erschöpft ist. Zu viel Schlaf sorgt dafür, dass er mit den alltäglichen Anforderungen überfordert ist und mit Müdigkeit reagiert.

    Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihre Schlafdauer in gesundem Maße regulieren. Experten sind sich einig, dass sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht ausreichend sind.

    Darüber hinaus hilft auch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung gegen Müdigkeit. Besonders wichtig: Obst, Gemüse, Wasser und ballaststoffreiche Kost. Dieser Mix sorgt für die ideale Vitalisierung Ihres Körpers und versorgt Sie mit ausreichend Vitaminen, Nährstoffen und Energie.
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    Auch ein „eingeschlafener“ Kreislauf kann der Ausschlag für Ihre Müdigkeit sein. Daher gilt: Bringen Sie ihn in Schwung. Eine kalte Dusche am Morgen oder eine Sport-Einheit vor der Arbeit wirken wahre Wunder.

    Weitere Maßnahmen gegen Müdigkeit:

    • Regelmäßige Entspannungs- und Ruhephasen über den Tag verteilt
    • Frische Luft
    • Sonnenlicht
    • (schwungvolle) Musik, die zum Mitsingen und Tanzen animiert
    • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke

    Ständige Müdigkeit beeinflusst das komplette Leben. Darum sollten Sie sie auf keinen Fall missachten. Oft helfen schon kleine Tricks wie eine kalte Dusche oder ein Spaziergang an der frischen Luft, um richtig wach zu werden. Lässt sich die Müdigkeit absolut nicht bekämpfen, könnte sie ein Anzeichen für eine Krankheit sein. In diesem Fall sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Tödlicher Pfropf aus dem Bein / Wer gefährdet ist, eine Venenthrombose zu bekommen und was dagegen zu tun ist

    Baierbrunn (ots) – Dass Venenthrombosen mit nachfolgender Lungenembolie nicht nur ein Problem älterer Menschen sind, hat der tragische Tod des jungen Politikers Philipp Mißfelder kürzlich gezeigt. Leider sind die ersten Symptome oft unspezifisch. „Thrombosen können völlig unbemerkt verlaufen“, sagt Professor Markus Stücker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (Venenerkrankungen) und leitender Arzt am Venenzentrum Bochum, in der „Apotheken Umschau“. Ein erhöhtes Risiko haben zum Beispiel Frauen mit Krampfadern, die rauchen und mit der Pille verhüten. In manchen Familien treten Thrombosen zudem gehäuft auf. Und wer schon einmal eine Thrombose hatte, bleibt sein Leben lang gefährdet. Wer um sein Risiko weiß, kann vorbeugen: Krampfadern behandeln lassen, nicht rauchen, viel bewegen.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3103402
  • Gesundheit vor Schönheit – Umfrage: Altern ohne Krankheiten und körperliche Einschränkungen ist für die Bundesbürger wichtiger als jugendliches Aussehen

    Baierbrunn (ots) – Gesundheit ist bekanntlich ein hohes Gut – besonders im Alter. Welche Bedeutung sie für die meisten Menschen hat, zeigen auch die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins „Senioren Ratgeber“. Fast allen Befragten (92,7 Prozent) ist Gesundheit bis ins hohe Alter laut eigener Aussage viel wichtiger als ein jugendliches Aussehen. Dass die Angst vor möglichen Erkrankungen und Einschränkungen im Alter viele mehr belastet als die Sorge um Abstriche bei der Schönheit, zeigen auch weitere Ergebnisse. 63,2 Prozent der Befragten haben laut eigener Aussage große Angst, später einmal unter starken körperlichen Beschwerden zu leiden, fast genauso viele (60,3 Prozent), nicht mehr „geistig fit“ zu sein. Deutlich geringer ist die Zahl derjenigen, die es beunruhigt, mit zunehmenden Jahren eventuell weniger attraktiv auszusehen. Dies befürchtet nur jeder Vierte (24,6 Prozent). Viele sehen das Altwerden auch entspannt. Mehr als drei Viertel (77,3 Prozent) finden, dass es dabei „auch“ viele positive Seiten gibt und jeder zweite Befragte (50,8 Prozent) macht sich darüber eigenen Angaben zufolge „jetzt“ noch keine Gedanken.

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Senioren Ratgeber“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.096 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

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    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52278/3101364
  • Macht Kita krank? Überdurchschnittlich hohe Fehlzeiten bei der Kinderbetreuung

    Hamburg (ots) – Ob Postboten, Zugführer oder Erzieher: Im ersten Halbjahr des Jahres 2015 wurde so viel gestreikt wie lange nicht mehr. Und zumindest für die Erzieher ist noch kein Ende in Sicht: Gerade hat die nächste Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Sollten diese scheitern, drohen ab Oktober weitere Streiks.

    Die Techniker Krankenkasse (TK) hat das zum Anlass genommen, die Krankheitsdaten der knapp 100.000 bei ihr versicherten Erzieherinnen und Erzieher im Jahr 2014 auszuwerten. Das Ergebnis: Im letzten Jahr war diese Berufsgruppe vier Tage mehr krankgeschrieben als der Bundesdurchschnitt. Die 18,9 Fehltage pro Kopf resultieren vor allem aus psychischen Störungen (4,1 Tage) und Krankheiten des Atmungssystems (3,3 Tage).

    „Dass Erzieher überdurchschnittlich von diesen Erkrankungen betroffen sind, ist nicht verwunderlich. Zum Beispiel psychische Störungen, zu denen auch Überlastungen gehören: Ein hoher Lärmpegel, immer komplexer werdende Aufgabenbereiche und zuletzt auch Auseinandersetzungen mit den Eltern – Kindererziehung kann stressig sein“, erklärt Gudrun Ahlers, Präventionsexpertin der TK. Und: Hohe Krankenstände müssen von den arbeitsfähigen Erzieherinnen und Erziehern kompensiert werden. „Das bedeutet für sie oft noch größere Gruppen und damit noch mehr Stress und gesundheitliche Belastung – ein Teufelskreis“, so die Spezialistin.

    Auch dass Erzieher oft an Atemwegserkrankungen leiden, sollte niemanden überraschen. Gudrun Ahlers erläutert die Situation: „Kindertagesstätten sind quasi Sammelbecken für Viren und Bakterien. Das macht nicht nur die Kinder krank, sondern natürlich auch die Erwachsenen.“

    Hinweise für die Redaktionen:

    Die Daten stammen aus dem Gesundheitsreport 2015. Dafür wertete die TK die Krankschreibungen der 4,4 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I, von denen mehr als jeder Siebte bei der TK versichert ist.

    Der Report steht unter www.tk.de zum kostenlosen Download (Webcode 718618) bereit.

    Pressekontakt: TK-Pressestelle Für Rückfragen: Katharina Borgerding Tel. 040-6909 1783 E-Mail pressestelle@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/tk_presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3097085