Schlagwort: Ernährung

  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

    Bild: © Depositphotos.com / yanc

  • Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    Die 40 Schwangerschaftswochen (SSW) im Überblick

    SSW Entwicklung des Kindes und der Mutter
    1. SSW In der 1 SSW ist die Frau noch nicht schwanger. In dieser Zeit beginnt der weibliche Zyklus wie in jedem Monat: Die unbefruchtete Eizelle wird abgestoßen und die erneute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft beginnt. In der 1. Schwangerschaftswoche bildet der Körper eine dicke Gebärmutterschleimhaut, die gut durchblutet wird. Diese Umgebung stellt den perfekten Sitz für eine befruchtete Eizelle dar. Während der 1 SSW weist die Frau noch keine typischen Schwangerschaftssymptome auf. Wer gezielt schwanger werden kann, kann die ersten Schwangerschaftswochen, in denen es noch nicht zur Befruchtung kam, dazu nutzen, um sich gezielt auf die Schwangerschaft vorzubereiten. Eine effektive Vorbereitung umfasst folgende Punkte:
     
    ·         Gesunde Ernährung
    ·         Vermeiden von Stress
    ·         Viel Schlaf
    ·         Verzicht auf Alkohol und Nikotin
    2. SSW Auch die 2 SSW steht ganz im Zeichen der Schwangerschafts-Vorbereitung. Auch in diesem Zeitraum fand noch keine Befruchtung der weiblichen Eizelle statt, weswegen noch nicht die Rede von einer Schwangerschaft im eigentlichen Sinne sein kann. Der weibliche Organismus ist in dieser Zeit noch immer damit beschäftigt, die Schleimhaut der Gebärmutter aufzubauen.
    3. SSW Das Ende der 2 SSW und der Beginn der 3 SSW sind perfekte Zeitpunkte zur Zeugung eines Kindes. In dieser Zeit befinden sich die fruchtbaren Tage der Frau, in denen eine Zeugung möglich ist. Konnte ein Spermium die Eizelle befruchten, wandert diese von den Eierstöcken in die Gebärmutter, wo sie sich schließlich in der zuvor gebildeten Schleimhaut einnistet. Bis zum Ende der 3. Schwangerschaftswoche bildet sich der Embryo (so wird das ungeborene Kind in den nächsten Schwangerschaftswochen genannt) und die Plazenta, die für die Versorgung des neuen Lebens verantwortlich ist.

    Die meisten Frauen merken in dieser Zeit noch nicht, dass sie schwanger sind – und das, obwohl der Körper bereits auf Hochtouren arbeitet und viele Veränderungen durchmacht. Wenige werdende Mütter spüren in der 3 SSW ein Spannen oder Ziehen in den Brüsten, nehmen dies jedoch häufig nicht als Anzeichen für eine Schwangerschaft wahr.

    4. SSW Während dieser SSW entschlüpft der Embryo der Eizelle und nistet sich in der Gebärmutter ein. In der gleichen Zeit bilden sich die Plazenta, der Dottersack und die Fruchtwasserhöhle vollkommen aus. Der Embryo wird also hervorragend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

    Diese Phase der Schwangerschaftswochen ist eine ganz entscheidende. Hat der Organismus zuvor keine ausreichend dicke Schleimhaut gebildet, kann sich der Embryo dort nicht festsetzen. Er wird dann während der nächsten Periode unbemerkt ausgeschieden.

    Kommt es jedoch zu einer Einnistung, spüren viele Frauen ab der 4 SSW, dass sie schwanger sind. Typische Anzeichen in dieser Zeit sind:
     
    ·         Einnistungsblutung
    ·         Übelkeit
    ·         Stimmungsschwankungen
    ·         Müdigkeit
    ·         Wachstum der Brüste

    5. SSW Während die vorhergehenden Schwangerschaftswochen eine Art Vorbereitung waren, beginnt die tatsächliche Schwangerschaft in der 5 SSW. Der Embryo, der sich erfolgreich in der Gebärmutter eingenistet hat, entwickelt sich nun schnell. In der 5. SSW ist der Embryo etwa so groß wie ein Mohnkorn und entwickelt bereits die ersten Gesichtszüge. Außerdem hat er bereits einen Herzschlag. Dieser kann durch Ultraschall-Untersuchungen ermittelt werden. Der Herzschlag des Embryos ist etwa doppelt so schnell wie der der Mutter.

    Die Frau spürt in dieser SSW ein vermehrtes Spannen der Brüste. Außerdem wird die Schwangerschaft hier meist festgestellt, da die Periode ausbleibt.

    6. SSW Der Embryo wächst schnell und ist jetzt schon so groß wie eine Linse.

    Viele Frauen leiden ab der 6 S SSW unter starken Stimmungsschwankungen. Während sie sich in der einen Minute über die Schwangerschaft freuen, sind sie in der anderen von Ängsten geplagt. Grund hierfür sind die hormonellen Veränderungen im Körper. Vielen Frauen hilft es in dieser und den kommenden Schwangerschaftswochen, wenn sie mit dem Embryo sprechen und sich auf diese Weise an den Gedanken, schwanger zu sein, gewöhnen.

    7. SSW Die 7 SSW ist der Beginn der Beweglichkeit des Embryos. Die Bewegungen sind zunächst noch unkontrolliert und nicht spürbar. Dennoch können sie mithilfe des Ultraschalls genau beobachtet werden. Für viele Eltern ist dies ein Moment, in dem sie zum ersten Mal bewusst wahrnehmen, dass Leben in der Gebärmutter der Frau heranwächst. Der heranwachsende Säugling ist nun so groß wie eine Bohne und besitzt bereits einen Kopf und Gliedmaßen. Der Ultraschall zeigt außerdem Augen, Mund und Nase.

    In der 7 SSW gehen die meisten Frauen zur ersten Vorsorgeuntersuchung. Bei dieser erhalten sie auch ihren Mutterpass.

    8. SSW In der 8 SSW entwickelt sich der Embryo zum Fötus. Dieser ist nun 1,5 cm groß und sorgt dafür, dass sich die Gebärmutter immer weiter ausbreitet. Für viele Frauen bedeutet dies, dass sie deutlich öfter Harndrang verspüren, da die Gebärmutter auf die Blase drückt. Auch die Brüste wachsen in dieser Zeit merklich.
    9. SSW Die Schwangerschaftswoche 9 ist für viele Eltern besonders spannend, da nun auch ermittelt werden kann, ob vielleicht Zwillinge unterwegs sind. Der Fötus ist nun so groß wie eine Erdbeere. Er verliert den Schwanzteil und entwickelt mehr und mehr menschliche Züge. So sind ab der 9 SSW auch Finger und Zehen erkennbar.

    Werdende Mütter spüren in dieser SSW deutlich, dass sie schwanger sind. Die Brüste werden immer empfindlicher und schwerer, da die Milchproduktion bereits beginnt. Außerdem sind viele Frauen in dieser Zeit empfindlich gegen Gerüche und andere äußerliche Faktoren und entwickeln die typischen Heißhunger-Attacken.

    10. SSW Eine Schwangerschaft bedeutet für werdende Mütter nicht nur Beeinträchtigungen. Ab der 10. SSW entwickeln viele Frauen ein sehr gesundes und gutes Aussehen. Die Haut strahlt und das Haar wirkt voller. Es ist keine Einbildung, dass schwangere Frauen ein natürliches Strahlen entwickeln, das auch ihren Mitmenschen nicht verborgen bleibt.

    Der Fötus entwickelt sich in der 10 SSW selbstverständlich auch immer weiter. Er beginnt nun damit, sich gezielt zu bewegen.

    11. SSW In der 11 SSW können die meisten Eltern das erste Ultraschallbild ihres Kindes in den Händen halten. Viele nutzen diesen Zeitpunkt, um die Schwangerschaft öffentlich zu machen.

    Das Kind ist nun ca. 3 cm groß und beginnt damit, wichtige Organe wie das Gehirn auszubilden.

    12. SSW Die 12 SSW wird häufig auch als eine „magische Grenze“ bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt schwindet die Gefahr einer Fehlgeburt erheblich. Andererseits sollten werdende Mütter ab jetzt auch unbedingt auf Alkohol und Nikotin verzichten.
    13. SSW Während die ersten Schwangerschaftswochen für viele Mütter eher schwierig waren, beginnt nun das sogenannte Wohlfühltrimester. Die Frau fühlt sich merklich wohler, da sich der Körper nun vollständig auf die Schwangerschaft eingestellt hat.

    Der Fötus ist nun ca. 6 cm groß. Trotz des schnellen Wachstums verändert sich der Kopf nun nur noch sehr langsam. Das führt dazu, dass sich die Proportionen von Kopf und Körper nach und nach angleichen.

    14. SSW Ab jetzt können Frauen nur noch selten eine Schwangerschaft verheimlichen. Der Babybauch wächst nun unaufhaltsam. Das ist auch gut so, denn das ungeborene Kind braucht nun immer mehr Platz in der Gebärmutter. Wenn der Fötus nun bei der Ultraschall-Untersuchung günstig liegt, kann das Geschlecht bestimmt werden.
    15. SSW In dieser SSW spüren viele werdende Mütter zum ersten Mal die Bewegung ihres Kindes. Dieser Moment ist sehr wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind und bleibt daher meist in guter Erinnerung. Väter und andere Personen können die Bewegungen des Kindes allerdings noch nicht durch Handauflegen spüren.

    Eine weitere gute Nachricht in der 15 SSW ist, dass die Entwicklung des Herzens nun vollständig abgeschlossen ist.

    16. SSW Nun kann das Geschlecht des Kindes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bestimmt werden.

    Frauen fällt es ab dieser Zeit zunehmend schwerer, sich frei zu bewegen. Die Gewichtszunahme macht sich nämlich nun mehr und mehr bemerkbar.

    17. SSW Die 17. SSW zeichnet sich vor allem durch das Wohlbefinden der Mutter aus. Deren Körper hat sich nun voll und ganz an die Schwangerschaft gewöhnt und reagiert auch nicht mehr mit morgendlicher Übelkeit.

    Das Kind im Bauch wächst unaufhörlich und hat einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Dieser kann ab dieser SSW auch von anderen Personen gespürt werden.

    18. SSW Der Fötus hat nun ein sehr entspanntes Leben im Bauch der Mutter. Der Platz ist noch ausreichend, sodass er sich gut bewegen kann. Die übrige Zeit verbringt er mit Schlafen und Essen. Das ungeborene Kind wiegt nun rund 200 Gramm und ist 12 bis 14 cm groß. In der 18 SSW entwickeln sich die Brustwarzen des Kindes.
    19. SSW Der gesamte Körper des Fötus ist nun von einem weichen, flaumartigen Haar bedeckt. Außerdem entwickelt er nun verschiedene Hirnleistungen und reagiert zunehmend auf Geräusche und Licht.
    20. SSW Der Fötus ist nun schon größer als 20 cm und wächst unaufhaltsam weiter.

    Das bedeutet insbesondere für die werdende Mutter eine Umstellung des bisherigen Lebens. Der wachsende Bauch und die rasche Gewichtszunahme führen dazu, dass die Bewegungsabläufe der Frau stark beeinträchtigt werden.

    21. SSW Auch wenn viele Frauen bereits in den vorhergehenden Schwangerschaftswochen gelitten haben, wird der ständige Harndrang nun noch stärker. Das liegt daran, dass der Fötus permanent auf die Blase der Mutter drückt. Wichtig ist, dass Frauen nun nicht beginnen, weniger zu trinken, um seltener auf Toilette gehen zu müssen. Es ist wichtig, dass die Flüssigkeitszufuhr nach wie vor gewährleistet wird.
    22. SSW Der Bauch der Mutter wächst nun weiter. Wie beim Trinken gilt auch beim Essen: Bloß nicht einschränken. Es ist normal, dass Frauen während einer Schwangerschaft zunehmen – und zwar nicht nur am Bauch. Die Bildung von Fett ist ganz natürlich und dient der Gesundheit des Kindes. Frauen sollten aus diesem Grund keinesfalls eine Diät während der Schwangerschaftswochen machen.
    23. SSW Das Baby ist nun 30 cm groß und wiegt rund 600 Gramm. Außerdem ist es von Kopf bis Fuß mit der schützenden Käseschmiere bedeckt. Dieses Sekret wird von den Talgdrüsen des Kindes gebildet. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Geburt, da das Baby durch die Käseschmiere besser durch den Geburtskanal rutschen kann.
    24. SSW In dieser SSW steigt die Gefahr der Schwangerschaftsdiabetes. Vor allem übergewichtige Frauen sind hiervon betroffen und sollten sich unbedingt umfangreich untersuchen lassen. Schwangerschaftsdiabetes ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind gefährlich.
    25. SSW Nachdem sich die werdende Mutter in den letzten Schwangerschaftswochen sehr wohl gefühlt hat, können ab der 25 SSW wieder vermehrt Stimmungsschwankungen auftreten. Diese sind normal und nicht besorgniserregend, sollten jedoch nicht ignoriert werden. Es ist wichtig, dass die Mutter über ihre Gefühle und Ängste spricht, anstatt diese zu verbergen. Häufig hilft dies auch, um den Vater mehr in den Prozess der Schwangerschaft einzubinden.
    26. SSW In der 26 SSW steht die Fruchtwasseruntersuchung an. Diese ist besonders wichtig, um sicherzustellen, ob sich das Kind richtig entwickelt. Bei der Fruchtwasseruntersuchung kann folgendes festgestellt werden:
     
    ·         Ist das Kind von Erbkrankheiten betroffen?
    ·         Leidet das Kind am Down-Syndrom?
    27. SSW In dieser SSW passiert das Kind die 1 kg-Grenze. Es entwickelt sich also prächtig. Werdende Mütter leiden in dieser Zeit häufig unter Wassereinlagerungen. Diese beeinträchtigen die Bewegungen zusätzlich und sorgen dafür, dass jeder Schritt schwerfällt. Das zunehmende  Gewicht hindert viele Frauen außerdem daran, ruhig und durchgehend zu schlafen.
    28. SSW Das Baby nimmt in dieser Zeit immer mehr Licht-Signale wahr. Das liegt unter anderem auch daran, dass es nun die Augen gezielt öffnen und schließen kann. Außerdem entwickelt das Kind nun einen regelmäßigen Wach-Schlaf-Rhythmus – der nicht selten genau entgegengesetzt dem der Mutter ist.
    29. SSW In der 29 SSW beginnt gewissermaßen der Endspurt der Schwangerschaft. Das Kind ist nun weitestgehend entwickelt und muss nur noch an Gewicht und Größe zulegen. Für viele Mütter bedeutet dies, dass sie nun immer öfter an ihre körperliche und nervliche Grenze geraten. Vielen hilft es, in dieser Zeit spezielle Sportangebote für Schwangere in Anspruch zu nehmen.
    30. SSW Der Fötus ist nun rund 40 cm groß und wiegt etwa 1400 Gramm. Da der Platz im Bauch allmählich enger wird, nimmt er die typische Fötus-Stellung ein, sprich: Die Knie werden angezogen und die Arme vor der Brust überkreuzt.

    Außerdem ist das Ungeborene nun sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse. So kann es beispielsweise auch Schmerzen empfinden.

    31. SSW In der 31. SSW beginnt der gesetzliche Mutterschutz. Die Frau muss nun nicht mehr arbeiten gehen und kann sich voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentrieren sowie auf die anstehende Geburt vorbereiten.
    32. SSW Da der Platz im Bauch immer enger für das Kind wird, kann es sich nun auch nicht mehr wie zuvor bewegen. Für die Mutter bedeutet dies, dass sie das Kind seltener spürt. Doch keine Angst – das bedeutet nicht, dass sich der Fötus nicht ausgiebig auf die Geburt und das Leben vorbereitet. In der 32 SSW übt es beispielsweise, den Kopf zu drehen. Außerdem entwickelt sich in dieser Zeit das Immunsystem des Kindes.

     

    33. SSW Das Kind wächst weiter und ist nun schon überlebensfähig. Die Mutter sollte sich langsam auf die Geburt vorbereiten und beispielsweise  die Tasche für das Krankenhaus packen. In dieser Zeit besuchen viele Eltern auch den Kreißsaal, in dem das Kind auf die Welt kommen soll.
    34. SSW Fast alle Knochen des Kindes sind nun vollständig ausgebildet und hart. Die Ausnahme bildet der Schädel des Kindes, der aus mehreren Platten besteht, die nicht miteinander verbunden sind. Das ist wichtig, damit das Kind während der Geburt durch den Geburtskanal passt. Auch nach der Entbindung dauert es noch eine Weile, bis der Schädel geschlossen und hart ist.
    35. SSW Ab jetzt gilt höchste Alarmbereitschaft. Auch wenn eine Frühgeburt ab der 35. SSW keine großen Risiken mit sich bringt, sollte sie dennoch vermieden werden. Für die werdende Mutter bedeutet dies: Stress vermeiden und viele Ruhe-Phasen einlegen. Außerdem sollten die werdenden Eltern diese letzten Wochen zu zweit intensiv nutzen.
    36. SSW Der Fötus ist nun rund 50 cm groß und wiegt knapp 3 kg. Außerdem bereitet sich das Kind nun langsam seinerseits auf die Geburt vor – es wandert langsam mit dem Kopf voran in Richtung des Geburtskanals. Wenn das Kind mit den Beinen nach unten liegt, besteht die Gefahr einer Steißgeburt. Hier ist ein Kaiserschnitt oft unvermeidbar. Dennoch sollte man in der 36. SSW noch nicht in Panik verfallen. Noch hat das Kind Zeit, um sich zu drehen.
    37. SSW Die Geburt steht unmittelbar bevor. Es kann jeden Tag soweit sein.
    38. SSW Viele werdende Mütter besuchen unmittelbar vor der Entbindung spezielle Geburtsvorbereitungskurse. Diese helfen dabei, sich auf die Entbindung vorzubereiten.
    39. SSW Schlaf wird nun langsam zur Mangelware. Das Gewicht des Kindes und des Körpers hindert viele Frauen daran, ruhig zu schlafen. Außerdem steigt nun die Aufregung immer mehr.
    40. SSW Mediziner sprechen von einer Termingeburt, wenn das Kind innerhalb von drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt. In der letzten SSW ist die regelmäßige Kontrolle durch den Frauenarzt unerlässlich. Viele Frauen werden in dieser Zeit auch schon vorsorglich ins Krankenhaus eingewiesen.

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  • Wie gesund ist Kefir?

    Wie gesund ist Kefir?

    Jeder möchte alt werden und dabei gesund bleiben, aber das ist leider nicht ganz so einfach. Wer gesund leben will, der sollte auf seine Ernährung achten, denn sie ist der Schlüssel für ein langes Leben. Eine große Rolle kann dabei Kefir spielen, denn das Milchgetränk wird in seinem Herkunftsland dem Kaukasus, auch das Getränk der Hundertjährigen genannt. Auch hierzulande ist bekannt, dass Kefir gesund ist, denn Kefir stärkt zum einen das Immunsystem und wirkt sich zum anderen positiv auf die Verdauung aus. Aber was macht Kefir gesund und was ist das Geheimnis dieses leckeren Getränks?

    Was ist Kefir eigentlich?

    Kefir kann man in jedem Supermarkt und auch jedem Discounter finden. Vor allem an heißen Sommertagen ist Kefir sehr beliebt, weil er herrlich erfrischt, den Durst löscht und dazu auch noch sehr wenig Kalorien hat. Kefir ist ein Getränk, das aus sauerer Milch hergestellt wird, die gären muss, damit sich in Verbindung mit der Milch die Kefirpilze entwickeln können. Im Kaukasus wurde und wird bis heute Kefir aus Stutenmilch gewonnen, in Westeuropa wird aber in der Regel Kuhmilch verwendet, um Kefir herzustellen. Kefir ist leicht dickflüssig und erinnert mit seinem säuerlichen Geschmack ein wenig an Buttermilch. Da Kefir aber Kohlensäure enthält, sprudelt das Milchgetränk, wenn es in eine Tasse oder in ein Glas geschüttet wird. Je nach Art der Herstellung hat Kefir einen kleinen Anteil Alkohol, und wer keinen Kefir mit Milch mag oder Milch nicht vertragen kann, der sollte Wasserkefir probieren, das der aus einer zuckerhaltigen Wasserlösung hergestellt wird. Im Geschmack erinnert Wasserkefir übrigens an Kombucha.

    Warum sind Kefirpilze so wichtig?

    Für die Herstellung von Kefir sind die Kefirpilze oder die Kefirknollen unerlässlich. Kefirpilze sind eine Mischung aus Hefen und Bakterien, die für die nötige Gärung des Getränks sorgen, wenn sie sich mit dem Milchzucker, der Laktose in der natürlichen Milchsäure verbinden. Während des Gärungsprozesses wird die Milchsäure zum einen in Alkohol und zum anderen in Kohlensäure umgewandelt. Kefirpilze sind sehr ergiebig und können mehrfach zur Herstellung von Kefir verwendet werden.

    Wie gesund ist Kefir?

    Dass Kefir gesund ist, das ist steht außer Frage. Kefir ist gesund für den Darm, denn er regt die Darmtätigkeit an. Menschen, die mit Verstopfungen zu tun haben, sind daher immer gut beraten, regelmäßig Kefir zu trinken. Kefir enthält viel Eiweiß, die Vitamine A, B und D sowie Folsäure, die vor allem für schwangere Frauen sehr wichtig ist. Aber auch die Knochen, die Muskeln, Nerven und die Zähne profitieren von der im Kefir enthaltenen Folsäure. Auch die probiotische Wirkung macht Kefir gesund, denn im Gegensatz zu anderen Milchprodukten wie Joghurt oder auch Buttermilch, sind in den Milchsäurebakterien im Kefir auch Essigsäurebakterien und Hefe enthalten. Die Mikroorganismen unterstützen die Arbeit des Dickdarms, sie bekämpfen erfolgreich Krebserreger und sie stärken zudem das Immunsystem und damit die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers.

    Perfekt für die Diät

    Wer sich für Magermilchkefir entscheidet, der wählt eine Kefirsorte, die reich an Proteinen ist, die satt macht, wenig Fett und damit auch sehr wenig Kalorien hat. Kefir ist also nicht nur gesund, er ist auch sehr hilfreich, wenn es um eine Diät geht. Wer mag, der kann den Kefir pur trinken, aber auch zu frischem Obst, als leckerer Shake und zu püriertem Gemüse schmeckt Kefir besonders gut. Während einer Diät profitiert die Darmflora vom Kefir, und er wirkt sich auch sehr positiv auf den Energiestoffwechsel aus, was bei einer Diät immer wichtig ist. Kefir kann aber auch für eine schöne Haut sorgen, denn wenn die Darmflora gesund ist, dann haben Hautprobleme wie Mitesser und Pickel keine Chance mehr. Für eine Gesichtsmaske, die reinigt und Feuchtigkeit spenden soll, ist Kefir ebenfalls ein hervorragendes Mittel.

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  • Obst und Gemüse – das Beste für die Gesundheit

    Obst und Gemüse – das Beste für die Gesundheit

    Fast jeder denkt darüber nach, wie er sich am besten gesund ernähren kann, aber welche Lebensmittel wirklich gesund sind, darüber streiten sich die Ernährungsexperten schon sehr lange. Unstrittig ist jedoch, dass frisches Obst und Gemüse unbedingt zu einer gesunden Ernährung gehören, denn sie bieten alles das, was Körper und Geist brauchen. Frisches Obst und Gemüse sind aber nicht nur gesund, sie bieten auch eine sehr große Vielfalt, denn Obst und Gemüse können auf unzählige Arten zubereitet werden, und schmecken auch roh hervorragend.

    Warum eine ausgewogene und gesunde Ernährung so wichtig ist

    Es sind ganz unterschiedliche Lebens- und Nahrungsmittel, die eine gesunde und ausgewogene Ernährung möglich machen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, die gesunde Ernährung wie eine Pyramide zusammenzustellen. Den Sockel der Pyramide bilden Vollkornprodukte, dann folgen auf der ersten Stufe frisches Obst und Gemüse, gefolgt von Fisch, Milch, Milchprodukten und Käse. Auf der nächsten Stufe sind Fleisch und Wurst zu finden und ganz oben, dort wo die Pyramide spitz zuläuft, da sind alle die Dinge, die ungesund sind. Dazu gehören Fast Food, Süßigkeiten, Salzgebäck und süße Erfrischungsgetränke, aber auch Alkohol. Wer sich nach den Prinzipien dieser Pyramide ernährt, der wird sich immer gesund und ausgewogen ernähren.

    Ohne Hungergefühl gesund essen

    Frisches Gemüse und Obst stellen nicht nur eine gesunde Hauptmahlzeit dar, sie sind auch die perfekten Snacks. Täglich fünf kleine Portionen Obst stillen nicht nur den Hunger, sie machen auch fit für den Tag und da sie wenig Kalorien haben, muss auch die Figur nicht leiden. So kann der Tag mit einem Müsli mit Früchten beginnen, als Zwischenmahlzeit gibt es einen Apfel oder eine Banane und zum Mittagessen dann frisches Gemüse, was ganz nach Geschmack zubereitet wird. Ein bunter Obstsalat kann den Kuchen zum Nachmittagskaffee ersetzen und am Abend gibt es dann wieder frisches Gemüse, vielleicht aus dem Wok oder vom Grill. Statt Chips, Erdnüssen oder Salzstangen werden zum Fernsehen Weintrauben oder Erdbeeren genascht, und wer mag, der kann auch rohe Kohlrabi oder Minikarotten mit einem leckeren Joghurtdip genießen.  Mittlerweile ist es auch möglich sich frisches Obst & Gemüse einfach nach Hause zu bestellen. So lässt sich das gesunde Frühstück, Mittag- oder Abendessen bequem von der Couch aus zusammenstellen und liefern lassen.

    Welches Obst ist besonders gesund?

    Frisches Obst ist immer gesund, aber es gibt einige Obstsorten, die sich besonders positiv auf die Gesundheit auswirken. Dazu gehören unter anderem Bananen, die mit viel Kalzium und Kohlenhydraten das Immunsystem unterstützen. Birnen sind hervorragend geeignet, wenn es um eine gesunde Verdauung geht, und sie sind ein bewährtes Mittel gegen Verstopfung. Ein englisches Sprichwort sagt: One apple a day, keeps the doctor away, ein Apfel am Tag und man braucht keinen Arzt mehr – diese Weisheit trifft es auf den Punkt, denn kaum eine Obstsorte ist so gesund wie der Apfel. Äpfel enthalten viel Vitamin C, Eisen und viele Mineralstoffe, von denen die Zähne ebenso wie auch die Blutbildung profitieren. Äpfel entgiften aber auch die Leber und das natürliche Pektin regt den Darm an. Da Äpfel keine Kalorien haben, sind sie auch ideal für jede Diät.

    Gesundes Gemüse

    Frisches Gemüse ist knackig, lecker und vor allen Dingen gesund. Die meisten Gemüsesorten enthalten die Vitamine C und K, Phosphor und Magnesium, Kohlehydrate und viele Mineralstoffe. Dazu kommt, dass man Gemüse auf vielfache Art und Weise zubereiten kann, denn gekocht, geschmort, gegrillt und auch überbacken ist Gemüse einfach köstlich. Auberginen stärken den Kreislauf, Avocados halten jung und Brokkoli beugt gegen Krebs vor. Kartoffeln machen fit und alle Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen, senken dauerhaft den Cholesterinspiegel. Alle Kohlarten wie Rosenkohl, Wirsing oder Rotkohl beruhigen die Nerven, Tomaten enthalten viele Vitamine und bekämpfen die freien Radikalen. Wer unter Vitaminmangel leidet, der sollte Möhren essen und wer gerne Paprika isst, wird kaum Probleme mit Thrombosen haben. Spinat ist blutbildend und gegen Mundgeruch gibt es nichts Besseres als Sellerie.

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  • Immer mehr Kinder leiden unter Alterszucker

    Immer mehr Kinder leiden unter Alterszucker

    Pummelige Kinder sind niedlich, sie sind „gut im Futter“, wie man früher sagte und Kinder, die ein paar Pfund zu viel auf den Rippen haben, die sind gesund, rund und munter. Wer so denkt, der begeht einen folgenschweren Irrtum, denn dicke Kinder sind alles andere als gesund. Immer mehr Kinder unter zehn Jahren sind viel zu dick für ihr Alter und die Folge der falschen Ernährung ist immer häufiger sogenannter Alterszucker, also Diabetes Typ 2.

    Die Patienten werden immer jünger

    Vor allem in den USA gibt es immer mehr Kinder, die unter Alterszucker leiden. Jedes Jahr kommen mehr Eltern mit ihren Kindern zum Arzt, weil sie viel zu dick sind, und immer öfter stellen die Ärzte die verheerende Diagnose. So auch bei einem kleinen Mädchen, das ständig über Durst klagte, ständig auf die Toilette musste und mit seinen Eltern in die Notaufnahme des Gesundheitszentrums in Houston kam. Das kleine Mädchen war drei Jahre alt, es wog aber bereits 35 Kilogramm und die Ärzte stellten die Diagnose Diabetes Typ 2. Das Kind hatte aber keine angeborene Diabetes, sondern eine besondere Variante der Stoffwechselstörung, sie hatte Alterszucker. Das Mädchen war die jüngste Patientin des Gesundheitszentrums, die anderen Kinder, bei denen Alterszucker festgestellt wurde, waren im Schnitt zwischen acht und zehn Jahre alt, also viel zu jung, um an einer Form der Diabetes zu leiden, die sonst nur ältere Menschen trifft.

    Nicht nur die Eltern sind schuld

    Amerikanische Wissenschaftler, die dem Problem Alterszucker bei kleinen Kindern auf den Grund gehen, sehen die Schuld nicht nur bei den Eltern, sondern auch in der Nahrungsmittelindustrie, die nach wie vor fett- und zuckerhaltige Lebensmittel auf den Markt bringt und sie als gesunde Kost für Kinder anpreist. Vor allem in den unteren sozialen Schichten ist starkes Übergewicht bei Kindern keine Seltenheit, denn die Auswahl an ungesunder Nahrung ist günstig und überall zu bekommen. Gesunde Kinder bringen im Alter von drei Jahren normalerweise zwischen 14 und 15 Kilo auf die Waage, die Kinder, die in den Vereinigten Staaten für eine Studie untersucht wurden, hatten im Schnitt 20 Kilogramm zu viel.

    Alterszucker – Bei Kindern heilbar

    Normalerweise ist Diabetes eine chronische Erkrankung, die zwar mit Medikamenten behandelt werden kann, die aber nur dann in Schach gehalten werden kann, wenn die Patienten diese Medikamente einnehmen und ihre Ernährung umstellen. Erkranken Kinder an Alterszucker, dann ist die Krankheit heilbar, aber auch hier führt der Weg zum gesunden Leben nur über die richtigen Medikamente und über eine gesunde Ernährung. Mit dem Medikament Metformin wurden bislang sehr gute Erfolge erzielt, aber Metformin allein kann keine Erfolge erzielen, wenn nicht die Ernährung komplett umgestellt wird und das Kind keinen Sport treibt. Wenn aber alles zusammenpasst, dann ist Alterszucker bei Kindern heilbar und kommt nicht wieder.

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  • Kommt bald die Zuckersteuer?

    Kommt bald die Zuckersteuer?

    Die Deutschen werden immer dicker und die Zahl derjenigen, die aufgrund ihres Übergewichts an Diabetes erkranken, steigt sprunghaft an. Um diesen Trend auszubremsen, gibt es jetzt wieder eine heftige Diskussion, eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer einzuführen. Vor allem Mediziner drängen darauf, in Zukunft für Chips, Fast Food, Softgetränke und auch für Schokolade die Preise anzuheben. Mit der Zuckersteuer und der Fettsteuer soll das Verhalten der Verbraucher geändert werden, und so zu einem Trend zur gesünderen Ernährung werden.

    Zuckersteuer – Schuld sind die niedrigen Preise

    Chips, Schokolade und auch Fertiggerichte werden gerne gekauft, denn diese Lebensmittel sind günstig und in einer großen Auswahl immer verfügbar. Auch Fast Food kostet wenig Geld, ein Burger oder auch eine Tüte Pommes frites sind schon für einen Euro zu bekommen. Diese fragwürdige Preispolitik ist einer der Gründe, warum die Menschen immer dicker werden. Viele machen sich nicht mehr die Mühe, selbst zu kochen, sondern schieben eine tiefgekühlte Pizza in den Backofen oder ein Fertiggericht in die Mikrowelle. In vielen Familien fehlt auch das Geld für eine gesunde Ernährung und das hat zur Folge, dass immer mehr Kinder unter Übergewicht leiden.

    Ungesundes soll teurer werden

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert zum einen, sowohl Zucker, Salz und auch Fett in Lebensmitteln zu reduzieren und zum anderen die ungesunden Lebensmittel durch eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer auch teurer zu machen. In anderen Ländern gibt es die Zuckersteuer bereits, so müssen zum Beispiel die Dänen seit 2009 25 % mehr für Süßwaren bezahlen und auch in Ungarn gibt es seit 2011 eine Sondersteuer auf alle Lebensmittel, die zu viel Salz, Fett und Zucker enthalten. Ebenfalls 2011 hat Finnland die Zuckersteuer auf Eiscreme, Softgetränke und Süßigkeiten eingeführt und in Frankreich muss schon seit 2012 mehr für süße Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola bezahlt werden.

    Welche Lebensmittel sollen besteuert werden?

    In Italien, Rumänien und auch in Belgien und England wird darüber nachgedacht, für bestimmte Lebensmittel eine Zuckersteuer einzuführen. Diese Steuer soll immer dann erhoben werden, wenn ein Produkt mehr als zwölf Prozent Zucker hat, die Fettsteuer betrifft alle Lebensmittel, die einen Anteil von 20 % Fett haben. Auch Nahrungsmittel, die mehr als 1,5 % Salz enthalten, sollen besteuert werden.

    Gesunde Lebensmittel werden günstiger

    Wenn eine Zuckersteuer und eine Fettsteuer eingeführt werden, dann sollen im Gegenzug gesunde Nahrungsmittel günstiger werden. So sollen Gemüse und Obst, aber auch Milch und alle Vollkornprodukte günstiger angeboten werden, um auch denjenigen, die wenig Geld haben, die Möglichkeit zu geben, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Die Idee einer Fett- und Zuckersteuer ist nicht neu, denn schon seit einigen Jahren warnen Ärzte davor, dass die Menschen in Deutschland immer dicker werden. Aktuell sind zwei Drittel der Männer und jede zweite Frau in Deutschland übergewichtig und dieses Übergewicht fördert Diabetes und Herzerkrankungen.

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