Schlagwort: Essen

  • Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Immer wenn der Sommer in den Startlöchern steht, dann haben Diäten Hochkonjunktur, denn schließlich möchte sich jeder mit einer schlanken Figur am Strand oder im Freibad präsentieren. Eine der Diäten, die in jedem Sommer wieder zu den heißen Trends gehört, ist die Low-Carb-Diät, bei der an Kohlenhydraten gespart wird, dafür aber Fett und Eiweiß die Hauptrollen spielen. Auch wenn eine Low-Carb-Diät vielleicht relativ schnell für eine schicke Bikinifigur sorgt, gesund sind diese Diäten nicht, denn ihnen fehlt ein sehr wichtiger Baustein, den der Körper unbedingt braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, nämlich Kohlenhydrate. Was passiert, wenn es zu einem Mangel an Kohlenhydraten kommt und wie gefährlich kann dieser Mangel werden?

    So wichtig sind Kohlenhydrate für die Gesundheit

    Die Kohlenhydrate sind so etwas wie der Motor, der den Organismus antreibt und ihn ständig mit neuer frischer Energie versorgt. Alle, die gesund leben wollen, sollten zwischen 55 % und 60 % der benötigen Energie durch Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen pro Kilogramm Körpergewicht eine tägliche Dosis von mindestens zwei Gramm an Kohlenhydraten, bei einem durchschnittlichen Gewicht sind das zwischen 250 Gramm und 360 Gramm, die den Bedarf abdecken. Energie wird aber auch durch Zucker gewonnen, hier liegt die Empfehlung jedoch bei maximal 60 Gramm pro Tag, was deutlich macht, wie wichtig Kohlenhydrate für die Ernährung sind.

    Wer zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, der läuft Gefahr an Mangelerscheinungen zu erkranken, denn wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr bekommt, dann verbrennt er einfach die Proteine, die Folgen machen sich sehr schnell bemerkbar. Zwar braucht der Körper nicht zwingend Kohlenhydrate, er kann auch aus Eiweiß Energie gewinnen, aber auf den Stoffwechsel und die Verdauung hat das Fehlen von Kohlenhydraten beträchtliche Auswirkungen.

    Zu viel Fett, zu viele Proteine

    In der heutigen Zeit stehen bei immer mehr Menschen hauptsächlich Fett und Proteine auf der Speisekarte, die wichtigen Kohlenhydrate spielen eine immer kleinere Rolle. Das kann negative Auswirkungen auf den Körper haben, denn wer zu viel fetthaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Käse, Fleisch oder Butter zu sich nimmt, der isst auch zu viel ungesättigte Fettsäuren. Das lässt die Cholesterinwerte nach oben schnellen und ein zu hoher Cholesterinspiegel sorgt dafür, dass die Gefäße schneller verkalken und auch das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu bekommen, steigt drastisch an.

    Wird die Ernährung auf Eiweiß aufgebaut, wie das bei einer Low-Carb-Diät der Fall ist, dann steigt auch der Harnsäurespiegel, was wiederum die Gicht begünstigt. Osteoporose stellt ebenfalls eine große Gefahr dar und auch die Nieren leiden, wenn die Ernährung zu sehr auf Eiweiß und damit auf Proteine aufgebaut wird. So gehen wertvolle Bausteine für die Gesundheit der Knochen verloren und auch die Bildung von schmerzhaften Nierensteinen wird durch zu viel Eiweiß begünstigt.

    Warum sind Kohlenhydrate so wichtig?

    Wenn dem Körper Kohlenhydrate fehlen, dann fehlen im auch die lebensnotwendigen Vitamine. Diese wichtigen Vitamine stecken vor allem in Getreide und in Kartoffeln, aber auch in Gemüse und Obst. Wer auf diese Lebensmittel verzichtet, der verzichtet aber nicht nur auf Vitamine und Kohlenhydrate, sondern auch auf wertvolle Ballaststoffe und Mineralstoffe. Das kann unter anderem zu einer Verstopfung führen, auch das Sättigungsgefühl leidet, denn es bleibt nicht lange bestehen und man hat das Gefühl mehr essen zu müssen, was sich dann auch auf der Waage bemerkbar macht. Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann aber auch das Herz schädigen, was Studien beweisen. Alle, die eine Low-Carb-Diät machen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Diät das kardiovaskuläre Risiko ansteigen lässt.

    Wer mit einer Low-Carb-Diät abnehmen möchte, der sollte sich nur über einen sehr begrenzten Zeitraum ohne Kohlenhydrate ernähren, denn alles andere ist schädlich für die Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / elenathewise

  • Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Sommerzeit ist Zeckenzeit und wer von einer Zecke befallen wird, der macht sich natürlich auch Gedanken darüber, ob die Zecke nicht vielleicht eine gefährliche Krankheit übertragen hat. Borreliose und auch Gehirnhautentzündung heißen die Gefahren, die ein Zeckenbiss mit sich bringt. In den USA wurde jetzt ein weiterer Erreger gefunden, der für Aufsehen sorgt und den Zeckenbiss noch gefährlicher macht. Der sogenannten Bourbon-Erreger hat einem Mann im US-Bundesstaat Kansas das Leben gekostet und erst die US-Seuchenbehörde ist diesem Erreger nach langen Untersuchungen auf die Spur gekommen.

    Gefahren bei der Gartenarbeit

    Der 50 Jahre alte Mann aus Kansas arbeitete wie so oft in seinem Garten und fing sich gleich mehrere Zecken ein. Er entdeckte einen der kleinen Parasiten aber erst, als dieser an seiner Schulter deutlich sichtbar Blut gesaugt hatte. Einige Tage später fühlte sich der Mann krank, er bekam Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und auch Fieber. Als sich Schüttelfrost dazu gesellte, suchte er einen Arzt auf. Dieser verschrieb die bei Zeckenbissen häufig verwendeten Antibiotika, denn er vermutete, dass es sich um eine der typischen Infektionen handelt, die durch den Biss einer Zecke entstehen.

    Doch das Antibiotikum braucht keine Linderung, im Gegenteil, der Patient war am vierten Tag der Behandlung nicht mehr ansprechbar und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort stellten die Ärzte einen seltsamen Ausschlag im Bereich des Rumpfes fest und bei einer Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass sich die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen drastisch verringert hatte.

    Keine Besserung

    Die Ärzte waren ratlos und setzten die Therapie mit Antibiotika fort, allerdings ohne dass sich der Zustand des Patienten verbesserte. Das Fieber stieg, er fühlte sich nach wie vor krank und verlor seinen Appetit. Alle Tests, die normalerweise auf eine durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionskrankheit hinweisen, waren negativ. Der Patient litt weder unter dem Rocky-Mountain-Fleckfieber oder unter Lyme-Borreliose und auch auf Ehrlichiose gab es keine Hinweise. Q-Fieber kam nicht infrage und auch Brucellose und Tularämie wurden mit negativem Ergebnis getestet.

    Am achten Tag der Erkrankung stieg das Fieber auf beinahe 40° Grad an und der Patient musste in eine Spezialklinik verlegt werden. Der Ausschlag hatte sich mittlerweile ausgebreitet und war neben dem Rumpf auch am Bauch, auf dem Rücken und auf der Brust sichtbar. An den Armen und Beinen sowie im Rachenraum stellten die Ärzte sogenannte Petechien fest, kleine rote Punkte, die auf eine Blutung in den kleinen Gefäßen hindeuten. Der Patient hatte Schwierigkeiten zu atmen und in beiden Lungenflügeln waren Rasselgeräusche zu hören.

    Keine Hilfe

    Einen Tag später wurden die Atembeschwerden so dramatisch, dass der Patient künstlich beatmet werden musste und in der Lunge hatte sich Flüssigkeit gesammelt. In der Folge versagten schließlich das Herz und die Nieren. Nach mehreren vergeblichen Reanimationen verstarb der Mann aus Kansas, elf Tage nachdem die ersten Symptome aufgetreten waren.

    Die Ärzte der Klinik wollten nun wissen, was für den rasanten und tödlichen Verlauf der Krankheit zuständig war und schickten eine Blutprobe an die US-Seuchenbehörde CDC. Die Wissenschaftler dort befassen sich schon lange mit den von Zecken übertragenen Krankheitserregern und ihr erster Verdacht, dass es sich vielleicht um den Heartland-Virus handeln könnte, wurde nicht bestätigt. Stattdessen fanden sie etwas ganz anders, nämlich ein Virus-Erbgut, das zu keinem der bisher bekannten Erreger passte.

    Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, züchteten die Wissenschaftler im Labor Viren und glichen sie dann mit dem Erbgut von anderen Viren ab. So kamen sie auch zur Gruppe der sogenannten Thogotoviren, sie wurden fündig und benannten den neuen Virus nach dem County in Kansas, wo er zum ersten Mal aufgetreten war – Bourbon-Virus. Mit diesem Virus gibt es jetzt eine neue Gefahr, die durch den Biss einer winzigen Zecke entsteht.

    Bild: © Depositphotos.com / Erik_Karits

  • Praxis ohne Grenzen – medizinische Versorgung für alle

    Praxis ohne Grenzen – medizinische Versorgung für alle

    Viele kennen die Ärzte ohne Grenzen, eine Organisation, die weltweit Menschen medizinische Hilfe zukommen lässt. Die Ärzte ohne Grenzen helfen ohne Bezahlung und sie behandeln alle, die ihre Hilfe brauchen, die sie sich aber aus finanzieller Sicht nicht leisten können. Für dieses Engagement bekam Ärzte ohne Grenzen unter anderem bereits den Friedensnobelpreis. Praxis ohne Grenzen ist eine sehr ähnliche Organisation, die sich wenn auch in einem sehr viel kleineren Rahmen, um Menschen kümmert, die zwar in einem der reichsten Länder dieser Welt lebt, sich aber trotzdem keine angemessene medizinische Versorgung leisten kann.

    Ein Arzt mit Engagement

    Dr. Uwe Denker ist 77 Jahre alt und mit Leib und Seele Arzt. Der Allgemeinmediziner, der früher eine eigene Praxis hatte, hat die Organisation Praxis ohne Grenzen ins Leben gerufen, weil es nach seiner Ansicht einfach nicht sein kann, dass es in Deutschland so viele Menschen gibt, die sich eine medizinische Behandlung nicht mehr leisten können, weil ihnen die passende Krankenversicherung fehlt. In Deutschland leben nach Schätzungen fast eine Million Menschen, die nicht krankenversichert sind. Unter diesen Menschen sind immer mehr Menschen aus dem Mittelstand und viele Scheinselbstständige, die die Beiträge für die Krankenversicherung nicht mehr bezahlen können, aber auch Handwerker, die unverschuldet in Not geraten sind, weil ihre Kunden nicht zahlen. Auch Versicherungsvertreter und Marktbeschicker fallen immer öfter durch die soziale Lücke und können sich die Beiträge für eine Krankenversicherung einfach nicht mehr leisten. Für diese Menschen wurde Praxis ohne Grenzen ins Leben gerufen.

    Wie funktioniert die Praxis ohne Grenzen?

    Nachdem Dr. Denker seine eigene Praxis aufgegeben hat, kümmert er sich in seiner Praxis ohne Grenzen in Bad Segeberg um alle diejenigen, die durch das Raster der gesetzlichen Krankenversicherung gefallen sind. 400 Patienten hat der Arzt in den vergangenen fünf Jahren in seiner Praxis behandelt und alle waren in der gleichen Notlage, sie hatten keine Krankenversicherung und auch kein Geld, um eine teure Privatbehandlung zu bezahlen. Dazu kommen zwischen 800 und 1.000 telefonische Beratungen und immer wieder Schicksale von Menschen, die krank sind und einfach nicht mehr weiter wissen. Neben der Praxis von Dr. Denker gibt es in Schleswig-Holstein noch neun weitere Praxen und es werden noch mehr dazu kommen, denn der Strom der Patienten reißt nicht ab.

    Ideen für die Zukunft

    Neben seinem Engagement für notleidende Menschen hat Dr. Denker aber auch viele Ideen, wie die ungerechte medizinische Versorgung in Deutschland geändert werden kann. Seine wichtigsten Anliegen sind eine Grundversicherung für alle, die in einkommensabhängigen Berufen arbeiten, mit der Möglichkeit einer zusätzlichen privaten Krankenversicherung. Aber auch die Senkung der Mehrwertsteuer, die für Medikamente immer noch bei 19 % liegt, ist etwas, was der Arzt gerne durchsetzen möchte. Außerdem fordert er einen Zugang zu Krankenhäusern zu einem Notfalltarif, der nur für die Menschen gilt, die keine Krankenversicherung haben. Der Allgemeinmediziner hat ausgerechnet, dass Menschen, die auf Dauer ohne eine Krankenversicherung leben müssen, im Schnitt 14 Jahre eher sterben als diejenigen, die den Schutz einer Krankenversicherung genießen dürfen. Offenbar gibt es in Deutschland Regionen, bei denen die Praxis ohne Grenzen kein Thema ist, denn Dr. Denker musste die Erfahrung machen, dass es in Bayern keinen Bedarf gibt. Aber der Arzt weiß auch, dass es Kollegen in Bayern gibt, die das Problem kennen und die in ihrer Praxis Menschen behandeln, die nicht krankenversichert sind.

    Wie dringend diese Hilfe ist, das haben auch viele Krankenhäuser in Deutschland erkannt. Sie haben ihre normalen Notaufnahmen um sogenannte Hausarztambulanzen erweitert, in der Patienten behandelt werden, die Wochen oder sogar Monate auf einen Termin warten müssen oder die kein Geld haben, um zu einem Arzt zu gehen, der nur noch Privatpatienten aufnimmt, denn von diesen Ärzten gibt es in Deutschland immer mehr.

    Bild: © Depositphotos.com / atholpady

  • Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Nach einer neuen Studie sind immer mehr Frauen, die die 50 hinter sich gelassen haben, bereit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie haben erkannt, dass jedes Kilo mehr auf den Hüften das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen kann und dass Zähneputzen die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann. Woher kommt dieser neue Gesundheitstrend? Vielleicht, weil Frauen mit 50 sich heute fühlen wie mit 30, vielleicht aber auch, weil sie im Schnitt rund fünf Jahre länger leben als die Herren der Schöpfung. Frauen achten mehr auf ihre Gesundheit und sie sind auch bereit, in eine gesunde Lebensform zu investieren.

    Die Zahlen steigen

    In Deutschland werden Frauen im Durchschnitt 83 Jahre alt, Männer sterben hingegen schon mit 78 Jahren. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Frauen, die über 50 Jahre alt sind, immer weiter an. In diesem Alter fangen besonders Frauen an, auf ihren Körper zu hören, denn die Menopause setzt ein und im Bekanntenkreis gibt die eine oder andere Freundin, die schon mit Krebs zu tun hatte. Frauen wird in der Mitte des Lebens bewusst, dass es Zeit wird, sich nicht mehr nur um die Familie und den Mann zu kümmern, sie möchten mehr an sich und ihre Gesundheit denken.

    Können wir 200 Jahre alt werden?

    Nicht nur Frauen können heute sehr alt werden. Forscher sind sich einig, dass es aus medizinischer Sicht kein Problem mehr darstellt, 200 Jahre alt zu werden. In Indonesien soll eine Frau gestorben sein, die angeblich 157 Jahre alt war, und in diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage: Warum ist das Leben immer noch limitiert? Das Leben birgt viele Risiken und das gilt besonders für Frauen um die 50. Sie leiden öfter unter Herz-/Kreislauferkrankungen, sie haben nicht selten Übergewicht und zu wenig Bewegung. Dazu kommen die großen Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol, aber auch Tabletten stellen für Frauen eine größere Suchtgefahr dar als für Männer. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Bildung sorgen ebenfalls dafür, dass Frauen zumindest heute noch nicht in der Lage sind, ihren 200. Geburtstag zu feiern.

    Warum lohnt es sich, in die Gesundheit zu investieren?

    Frauen, die mit über 50 Jahren noch gesund, fit und begehrenswert sein wollen, müssen ein wenig investieren, aber die Geldanlage lohnt sich auf jeden Fall. Experten raten Frauen mit 50, sich mehr zu bewegen und mindestens vier Stunden pro Woche vielleicht in einem Fitnessstudio sportlich aktiv zu sein. Wer möchte, der sollte sich ruhig ein wenig Luxus gönnen, zum Beispiel durch einen persönlichen Trainer. Der Body-Mass-Index sollte nach Möglichkeit nicht über die magische Grenze von 25 steigen, denn ist der BMI über 30, dann wird es für die Gesundheit gefährlich.

    Auch die richtige Ernährung ist eine gute Basis, um ein hohes Alter zu erreichen. Besonders für Frauen um die 50 gilt: Sie sollten sich so gesund wie eben möglich ernähren, ideal ist eine Ernährung, die auf der mediterranen Küche basiert. Viel Fisch, wenig Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst und nur erstklassiges Olivenöl sollten bei den Damen im mittleren Alter auf der Speisekarte stehen. Auch Geflügel sollte unbedingt ein fester Bestandteil der Ernährung sein, denn Geflügel ist eine hervorragende Quelle, wenn es um natürliches Eiweiß geht. Wöchentlich sollten zudem 30 Gramm Nüsse gegessen werden, denn Nüsse sind mehr als nur ein leckerer Snack, sie sind sehr gesund. Die aktuelle Studie aus Spanien hat ergeben, dass Frauen, die sich gesund ernähren, ihre Lebenserwartung um satte 30 % steigern können. Auch ausreichend Schlaf ist für Frauen, die die 50 überschritten haben, mehr als wichtig, denn neun Stunden Schlaf sind gesund und ein bewährtes Mittel gegen Falten.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Phimose – ein oft verschwiegenes Leiden

    Phimose – ein oft verschwiegenes Leiden

    Fast alle männlichen Babys kommen mit einer Phimose zur Welt. Das ist jedoch nichts Ungewöhnliches, denn erst am Ende des ersten Lebensjahres lässt sich bei der Hälfte der Jungen die Vorhaut über den Penis zurückschieben. Im Alter von drei Jahren haben rund 80 % keine Probleme mit der Vorhaut und bis zur Pubertät ist bei 99 % der jungen Männer die Phimose kein Thema mehr. Bleibt das eine Prozent, und bei diesen Männern, bei denen sich die Vorhaut nicht schieben lässt, gibt es einige, die einfach stumm leiden, weil sie sich schämen, einen Arzt aufzusuchen, der das Problem schnell und ohne Komplikationen beheben kann.

    Was ist eine Phimose?

    Normalerweise können Männer die Vorhaut ohne Probleme über den Penis nach hinten schieben. Bei einer Phimose ist das nicht möglich, denn die Vorhaut ist mit dem Penis verwachsen. Diese Verwachsung sorgt nicht nur für eine unzureichende Hygiene, sondern kann auch Entzündungen zur Folge haben. Das Wasserlassen ist bei einer Phimose beeinträchtigt und auch beim Sex kann es zu Schmerzen kommen. Diese Erfahrung musste auch der französische König Ludwig XVI. machen, dessen Ehe mit Marie Antoinette aufgrund einer Phimose neun Jahre kinderlos blieb, bis sein Schwager, der Kaiser von Österreich ihn dazu überredete, sich endlich operieren zu lassen.

    Viele Männer, die keinen Arzt aufsuchen wollen, versuchen nicht selten die Vorhaut mit Gewalt über den Penis zu ziehen, und das kann gefährliche Folgen haben. Wenn die Phimose selbst behandelt wird, dann wird die Eichel ringförmig abgeschnürt und das schränkt den Blutzufluss ein. In der Folge schwillt die Eichel unförmig an und das Ganze bekommt das Aussehen eines spanischen Kragens, was auch der Beiname der sogenannten Paraphimose ist. Wenn das der Fall ist, dann muss ohne Verzögerung ein Arzt aufgesucht werden, denn sonst kann diese Form der Phimose schlimme Folgen haben.

    Welche Symptome gibt es?

    Woran erkennt Mann eine Phimose? Zum einen, wenn die Vorhaut gar nicht oder nur unter starken Schmerzen über die Eichel geschoben werden kann. Auch wenn der Penis häufiger entzündet ist, dann kann es sich um eine Phimose handeln, und wenn der Urinstrahl schwächer wird oder in nur eine Richtung abweicht, auch dann kann es sich um eine Phimose handeln. Zu den Symptomen, die erst später auftreten, gehört eine Erektion, die Schmerzen bereitet und auch das Urinieren wird mit der Zeit immer schwerer. Nicht selten treten auch Infektionen des Harnweges auf.

    Wenn diese Symptome zusammen oder auch einzeln auftreten, dann ist der Gang zum Arzt unaufschiebbar.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Der Arzt wird zunächst den Penis untersuchen und wenn die Phimose noch nicht allzu weit ausgebildet ist, dann ist oftmals kein operativer Eingriff nötig, hier kann eine Salbe hilfreich sein, die Kortison enthält. Ist die Phimose aber stark ausgeprägt, dann gibt es nur als Alternative die Operation, der Arzt muss eine Beschneidung vornehmen. Allerdings raten Ärzte davon ab, diese Beschneidung vor Vollendung des zweiten Lebensjahres machen zu lassen, da sich die meisten Phimosen von ganz alleine wieder lösen.

    Bei Kindern wird der Eingriff, bei dem die Vorhaut entfernt wird, unter Vollnarkose vorgenommen, bei erwachsenen Männern reicht in der Regel eine lokale Narkose aus. Je nachdem wie der Patient es wünscht, wird die Vorhaut entweder komplett oder nur teilweise entfernt. Viele Männer möchten jedoch die vollständige Entfernung der Vorhaut, weil es die Sexualität positiv beeinflussen kann.

    Eine Paraphimose muss sofort behandelt werden, denn sonst kann es zu gefährlichen Durchblutungsstörungen kommen. Der Arzt wird unter örtlicher Betäubung zunächst versuchen, die Schwellung zu massieren und dann die Vorhaut zurückzuschieben. Gelingt das nicht, dann muss die eingeschnürte Vorhaut abgeschnitten werden.

    Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Phimose gibt es leider nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / ilona75

  • Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Jeder kennt es und wer davon betroffen ist, der hat nicht selten die Lacher auf seiner Seite. Gemeint ist der Schluckauf, eine Art Hicksen, was sehr lästig sein kann, besonders dann, wenn es länger anhält. Bis 100 zählen, ein Glas Wasser trinken, einen Kopfstand machen oder einen Löffel Zucker essen – es gibt viele Vorschläge, um den Schluckauf wieder loszuwerden, aber nicht alle sind auch hilfreich. Woher kommt der Schluckauf? Was ist für das Dauer-Hicksen verantwortlich und wie wird man es möglichst schnell wieder los?

    Der Übeltäter ist das Zwerchfell

    Singultus – so heißt der Schluckauf mit medizinischem Namen, und der hat seine Ursache im Zwerchfell, einer Muskelplatte, die die Brust- von der Bauchhöhle trennt und die für die Zwerchfellatmung verantwortlich ist. Beim Einatmen wird das Zwerchfell nach unten gezogen und das Volumen des Brustkorbs nimmt zu. So entsteht ein Unterdruck, bei die Luft durch die jetzt geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt wird. Wenn das Zwerchfell sich dann wieder entspannt, dann weicht die Luft wieder aus der Lunge.

    Für das typische Hicksen ist aber der sogenannte Nervus phrenicus verantwortlich, denn immer dann, wenn dieser Nerv gereizt wird, dann reagiert das Zwerchfell mit Hicksen. Kommt es zum Schluckauf, dann verkrampft sich das Zwerchfell und die Stimmritze wie auch die Stimmbänder verschließen sich. In der Folge kann die Luft die in der Lunge ist, nicht mehr entweichen und es baut sich Druck auf. Dieser Druck entlädt sich dann und es kommt zu jenem unangenehmen Hicksen.

    Was verursacht einen Schluckauf?

    Es gibt verschiedene Ursachen für einen Schluckauf. Zu schnelles und hastiges Trinken kann einen Schluckauf auslösen, denn dann gelangt zu viel Luft in den Magen. Auch zu kaltes oder zu heißes Essen und Getränke lösen einen Schluckauf aus, ebenso wie zu große Portionen auf der Gabel. Wer gerne stark kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser trinkt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einem Schluckauf kommt. Rauchen und Alkohol, aber auch Nervosität und Stress können einen Schluckauf auslösen. Warum es aber überhaupt zu einem Schluckauf kommt, das konnte medizinisch bisher noch nicht nachgewiesen werden.

    Was hilft gegen das Hicksen?

    Es gibt wie schon erwähnt viele Hausmittel, aber sie alle sind keine Garantie dafür, dass der Schluckauf auch wirklich verschwindet. Da diese Hausmittel aber auch nicht schaden können und das Zwerchfell auch beruhigen, ist es keine schlechte Idee, sie einfach mal auszuprobieren. Ärzte empfehlen unter anderem, ein Glas Leitungswasser in kleinen schnellen Zügen zu trinken oder in eine Zitrone zu beißen. Aber auch gurgeln kann hilfreich sein, und wer die Luft anhält, der kann vielleicht auch auf diese Weise seinen Schluckauf loswerden. Erschrecken ist für viele eine gute Methode, und wer ein wenig Zeit mitbringt, der sollte jemanden bitten, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, denn das lenkt ab und mit ein bisschen Glück ist der Schluckauf dann verschwunden.

    Auch Babys hicksen

    Selbst Babys im Mutterleib hicksen bereits und sie trainieren mit diesem Schluckauf ihr Zwerchfell für den Zeitpunkt, wenn sie die schützende Fruchtblase verlassen. Neugeborene bekommen häufig einen Schluckauf unmittelbar nach dem Stillen, dieses Hicksen ist vollkommen unbedenklich, denn das Baby reagiert mit einem natürlichen Reflex, damit keine Muttermilch in die Lunge gelangen kann. Gleichzeitig wird auch durch der sogenannte Reflux, der Rückfluss der Milch aus dem Magen in die Speiseröhre verhindert. Auch wenn der Schluckauf beim Baby keine Schmerzen verursacht, kann die Mutter dennoch dafür sorgen, dass er wieder aufhört. Während des Fütterns sollte das Kind auf den Arm genommen werden, und zwar so, dass der Kopf auf der Schulter der Mutter liegt. Nach dem Füttern sollte die Mutter dann dem Kind leicht auf den Rücken klopfen, damit es aufstoßen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / Raliada