Schlagwort: Essstörungen

  • Intermittent Fasting – Fasten und Essen (periodisches Fasten)

    Intermittent Fasting – Fasten und Essen (periodisches Fasten)

    Besonders im Fitness-Bereich sind viele Sportler von Intermittent Fasting überzeugt und begeistert. Es handelt sich bei Intermittent Fasting um periodisches Fasten. Das heißt, nach einer Fastenperiode von mehreren Stunden folgt eine Zeit, in der gegessen werden darf.

     

    Beispielsweise lässt sich eine 16-stündige Fastenzeit mit einer achtstündigen Ess-Phase kombinieren. Dieses Timing zwischen Fasten und Essen ist der Inhalt des Intermittent Fasting Konzepts. Dabei muss jeder Intermittent Fasting Teilnehmer selbst die Zusammensetzung der Nahrung festlegen.

     

    Gründe für das Intermittent Fasting

    Doch weshalb wird dieses spezielle periodische Fasten überhaupt angewendet? Das hat mehrere Gründe, unter anderem:

    • Gewichtsabnahme fällt den Teilnehmern leichter
    • niedriger Körperfettanteil
    • Erhalten der Muskelmasse
    • Glucose-Anteil während des Fastens im Blut ist sehr niedrig
    • hoher Ausstoß an Wachstumshormonen
    • Kontrolle des Hungers – kaum Hunger in der Fasten-Phase
    • psychologische Vorteile und Motivation – Essen in einer Diät-Phase steht bevor
    • einfach durchführbar
    • Aufwand für Essenszubereitung ist geringer – weniger Essen muss zubereitet werden
    • Zubereitung von Frühstück und Mittagessen fällt weg – es bleibt mehr Zeit für andere Dinge
    • kein ständiges Denken ans Essen
    • erhöhte Konzentrationsfähigkeit
    • Wegfall von Müdigkeitsanfällen nach den Mahlzeiten
    • Steigerung der Produktivität
    • gesundheitliche Vorteile (in Tierversuchen lebensverlängernde Wirkungen von Intermittent Fasting nachgewiesen, unter anderem geringer Blutdruck und kognitive Gehirnfunktionen bleiben länger erhalten, reduziertes Krebswachstum, Überlebenswahrscheinlichkeit nach schweren Operationen erhöht sich, Reduzierung der Symptome von Diabetes, Verringerung der Symptome von Alzheimer)
    • weitere Vorteile für die Gesundheit (in Studien an Menschen positive Auswirkungen, unter anderem Reduktion von LDL und Triglyceride sowie Erhöhung des HDL, Erhöhung der Immunabwehr)
    • Verringerung des oxidativen Stresses
    • Resistenz von Zellen gegenüber Stress erfährt Verringerung
    • Festessen, Feiern und Essen gehen – können mühelos durchgeführt werden
    • großes Kalorien-Polster durch die Fasten-Phase beim Intermittent Fasting.

     

    Die Umstellung auf Intermittent Fasting

    Sicherlich werden viele Menschen den Effekt kennen, dass gerade kurz vor den erwarteten Mahlzeiten das Hungergefühl besonders groß ist. Dies liegt an dem Hormon Ghrelin. Wenn eine baldige Essensaufnahme vermutet wird, steigt der Hormonspiegel automatisch an.

     

    Dieses Hormon gewöhnt sich natürlich an den alltäglichen Verlauf der Mahlzeiten. Sofern jetzt die Umstellung der Mahlzeiten-Frequenz erfolgt, dauert es einige Zeit, bis sich der Hormonspiegel an Ghrelin ebenfalls umgestellt hat. Bei vielen Menschen löst diese Umstellungsphase beim Intermittent Fasting deshalb Hungergefühle aus. Allerdings verschwinden diese nach wenigen Tagen der Eingewöhnung wieder.

     

    Wenn das Fastenmuster konstant gehalten wird, kann mit den Hungergefühlen noch besser umgegangen werden. Dadurch muss sich der Körper nicht ständig immer wieder neu umstellen. Manche Menschen kennen diese Umstellungsprobleme gar nicht. Auch sind ihnen Probleme mit Hungergefühlen unbekannt.

     

    Verschiedene Formen des Intermittent Fasting

    Es lassen sich hauptsächlich zwei Formen von Intermittent Fasting unterscheiden:

    • die tägliche Fasten- und Essensphase
    • das Fasten über 24 Stunden.

     

    Dabei können die Teilnehmer von Intermittent Fasting beispielsweise einen Tag lang essen und einen Tag fasten. Oder es besteht die Möglichkeit des Fastens zum Beispiel von 18 Uhr bis 18 Uhr am nächsten Tag. Danach kann jeder Teilnehmer essen, was auf dem Diätplan steht.

     

    Fasten fällt vielen Menschen leichter, da sie sich auf das kommende Essen freuen können. Diese Methode garantiert Erfolg. Während der Fastenphasen macht sich übrigens nur ein Verzicht auf das Essen erforderlich. Wasser kann und muss sogar getrunken werden. Zu den drei ganz bekannten Intermittent Fasting Systemen zählen:

    • 16/8
    • 20/4
    • 1 – 2 Tage in der Woche.

     

    Die beliebteste und bekannteste Variante von Intermittent Fasting im Kraftsport ist 16/8. Dies bedeutet, dass auf einer 16-stündigen Fasten-Phase ein achtstündiges Essensfenster folgt. Bei 20/4 gibt es eine 20-stündige Fasten-Phase, die durch eine vierstündige Essens-Phase Ablösung erfährt. In diesen vier Stunden darf dann alles gegessen werden, worauf instinktiv Lust besteht.

     

    Wichtig ist, solange zu essen, bis das Sättigungsgefühl eintritt. Dabei gilt 20/4 als Urernährungsprinzip der Menschheit. Die Fasten-Phase ist hierbei mit der früheren Phase des Jagens gleichgesetzt. Dahingegen ist die Essensphase mit der früheren Zeit des Essens der Beute vergleichbar.

     

    Bei Bodybuildern hat sich das System des Fastens von einem bis zwei Tage in der Woche am wenigsten durchgesetzt. Dennoch funktioniert es, weil die fehlenden Kalorien der zwei Tage insgesamt in einer Woche fehlen.

     

    Mythen

    Zahlreiche Menschen nehmen an, sie verlieren durch einen 16-stündigen Verzicht auf jegliches Essen sofort an Muskelmasse. Jedoch ist dem nicht so. Nach einer Mahlzeit konzentriert sich der Körper erst einmal auf die Nährstoffversorgung und den Verdauungsprozess. Besonders große Mahlzeiten liefern auch noch viele Stunden nach dem Essen Nährstoffe, die der menschliche Körper für den Muskelaufbau und Fettabbau verwendet.

     

    Diesen Mythos können wir auch durch die Menschheitsgeschichte entkräften. Wenn wir die Jäger und Sammler betrachten, können wir feststellen, dass damals die Männer viele Stunden lang auf Beutejagd gingen. Nicht immer war die Jagd von Erfolg gekrönt. In dieser Zeit gab es nichts zu essen. Dennoch wiesen die Männer ausreichend Muskelmasse auf, um die nächsten Jagd-Einsätze erfolgreich absolvieren zu können. Es wäre fatal gewesen, wenn innerhalb weniger Stunden Muskeln abgebaut wären. Denn dann hätte die Menschheitsgeschichte wohl keine Chance gehabt, eine erfolgreiche Entwicklung zu durchlaufen.

     

    Regeln beim Intermittent Fasting

    Es gibt mehrere Regeln beim Intermittent Fasting, die unbedingt Beachtung finden sollten. Denn nur beim Einhalten dieser Regeln lassen sich Erfolge beim Abnehmen verbuchen.

    • Das Intermittent Fasting sollte immer zur selben Zeit eines jeden Tages durchgeführt werden.
    • Ein Zeitplan ist besonders wichtig für den Erfolg.
    • Während des Fastens sind nur wenige Getränke erlaubt: Wasser, Kaffee, Getränke mit Zero Kalorien, Grün-Tee.
    • Während der Fasten-Phase am Anfang sollte die Zeit gut genutzt werden. Ablenkung ist erlaubt, beispielsweise durch Sport.
    • Während der Essens-Phase kann der Teilnehmer selbst entscheiden, wie viele Mahlzeiten er zu sich nimmt. Wichtig ist aber die Einhaltung aller wichtigen Makro-Nährstoffe während der Essens-Phasen.
    • Nach dem Training ist der Körper ganz besonders aufnahmefähig für Makro-Nährstoffe.
    • Vor dem Training sollte während der Essens-Phasen eine kohlenhydratreiche Mahlzeit gegessen werden.
    • Wenn kein Training während der Essens-Phasen erfolgt, sollte die erste Mahlzeit die größte sein und viel Eiweiß enthalten.

     

    Vorsicht:  Nicht für alle Menschen ist Intermittent Fasting geeignet. Besondere Vorsicht ist für folgende Personengruppen geboten:

    • Menschen mit Essstörungen (beispielsweise Essstörung mit periodischen Heißhungerattacken)
    • Personen, die nicht gerne viel zu wenigen Mahlzeiten essen
    • All jene, die Konzentrationsschwierigkeiten oder eine Verminderung der geistigen Leistung während der Fastenphase haben
    • viele Frauen, die sich mit kürzeren Fasten-Phasen wohler fühlen.

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  • Essstörung Magersucht – Anorexie (Appetitverlust bzw. Minderung)

    Essstörung Magersucht – Anorexie (Appetitverlust bzw. Minderung)

    Die Essstörung Magersucht erkennt man oft daran, dass das Gewicht des Betroffenen extrem abnimmt. Zudem ist diese Person sehr fixiert auf das Gewicht und ein Hunger tritt zudem immer wieder auf. Sie wird in der Fachsprache auch als Anorexie bezeichnet und häufig bei den Modellen entdeckt. Eigentlich heißt das Wort Anorexie übersetzt Appetitverlust bzw. die Minderung davon. Hier ist jedoch nicht der Appetit gestört, sondern eher das Essverhalten ist falsch.

     

    Magersucht Presse und Hollywood

    Besonders in der Presse liest man oft von der Essstörung Magersucht. Es ist schon eine Hollywoodkrankheit, so heißt es, denn immer mehr Promis verfallen den Schönheitswahn und nehmen ab, wo schon gar kein Gramm mehr zu viel ist. Was Prominente vormachen, ahmen leider viele – vor allem junge Menschen – nach. Die vorzugsweise weiblichen Fans steigern sich ebenfalls in diese Hysterie hinein und beginnen mit dem schließlich lebensgefährlichen Hungern. Es entwickelt sich eine Sucht, mit der Betroffene nicht einfach so aufhören können, selbst wenn sie das gern wollen.

    Magersucht oder Bulimie?

    Neben der Essstörung Magersucht gibt es auch noch die Bulimie. Diese erkennt man häufig daran, dass der Betroffene unter Heißhunger leidet und sich dann nach der Essattacke übergeben muss. Fingernägel, trockene Haut und ausfallende Haare können dabei ein Anzeichen sein, woran man erkennen kann, ob eine Person an Bulimie leidet. Oft ist aber eine Abgrenzung schwierig. Um aus diesen Teufelskreisen auszubrechen bedarf es einer auf lange Sicht ausgelegten psychologischen Betreuung und Verhaltenstherapie – Erfolg leider nicht garantiert.

    Nehmen Sie Hilfe in Anspruch

    Egal ob es eine Essstörung, Anorexie, Bulimie oder ein gestörtes Essverhalten feststellen, nehmen Sie externe Hilfe in Anspruch. Dabei ist Ihr Hausarzt sicherlich eine gute Anlaufstelle. Zudem gibt es zahlreiche Anlaufstellen. Einige davon haben wir Ihnen hier aufgelistet.

    Deutschland: Klinik, Beratungsstellen Selbsthilfegruppen

    Schweiz: Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES

    Österreich: Österreichische Gesellschaft für Essstörungen

     

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  • Asperger-Syndrom bei Erwachsenen

    Asperger-Syndrom bei Erwachsenen

    Unter dem Asperger-Syndrom wird eine eher milde Variation des Autismus-Spektrums verstanden. Charakteristisch für das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen sind insbesondere Schwächen in den Bereichen der Kommunikation wie der sozialen Interaktion. Ergänzend macht sich das auch als tiefgreifende Entwicklungsstörung bekannte Phänomen durch stereotype Verhaltensweisen und eingeschränkte Spezialinteressen bemerkbar.

     

    Hauptsächliche Beeinträchtigungen beim Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter

    Asperger-Autismus gilt als eine angeborene Störung, die bislang nicht heilbar ist. Erste Anzeichen machen sich ab dem dritten Lebensjahr bemerkbar.

     

    Zu den sich im Vordergrund der Entwicklungsstörung drängenden Beeinträchtigungen zählen insbesondere Schwierigkeiten in den Bereichen der Mimik, Gestik und des Blickkontakts. So haben Erwachsene mit Asperger-Syndrom Schwierigkeiten diese nonverbalen Signale ihrer Mitmenschen zu deuten und selbst einzusetzen. So erscheinen erwachsene Personen mit dem Asperger-Syndrom im Kontakt mit ihrer Umwelt anderen Menschen gegenüber als merkwürdig und tollpatschig.

     

    Da Asperger-Autisten jedoch im Großen und Ganzen mit einer normalen bis sehr hohen Intelligenz ausgestattet sind, nimmt ihre Umwelt sie zumeist eher als etwas wunderlich wahr. Verschiedentlich fallen Menschen mit dem Asperger-Syndrom durch eine Hoch- oder auch Inselbegabung auf.

     

    Hieraus wird bereits ersichtlich, dass das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen nicht ausschließlich von negativen Aspekten geprägt ist. Häufig ist das Syndrom mit gewissen Stärken verbunden, die sich unter anderem auf den Gebieten der

    • Aufmerksamkeit
    • Gedächtnisleistung
    • Selbstbeobachtung
    • Wahrnehmung

    bemerkbar machen.

     

    Diagnosestellung des Asperger-Syndroms bei Erwachsenen

    Maßgeblich für die Diagnosestellung ist das Alter. So ist es von Bedeutung, dass die Diagnostik möglichst frühzeitig im Kindesalter erfolgt. Die Diagnostik bei Erwachsenen mit Asperger-Syndrom gestaltet sich äußerst schwierig.

     

    Dies liegt einerseits an dem teilweise lückenhaften Erinnerungsvermögen an die zurückliegende Kindheit, in der die Symptome stärker ausgeprägt sind als im Erwachsenenalter. Andererseits können sich schwierige Verhaltensweisen im Laufe des Lebens ändern. Dies liegt an dem Bemühen der vom Asperger-Autismus Betroffenen, sich möglichst an die Gesellschaft anzupassen, um nicht stärker aufzufallen.

     

    Zahlreiche Erwachsene mit Asperger-Autismus führen ein nahezu unauffälliges Leben. Sie haben eine Arbeit und mitunter sogar einen Partner und eigene Kinder. Einen Arzt suchen Erwachsene mit Asperger-Syndrom in der Regel nur dann auf, wenn sich Folgeerkrankungen bemerkbar machen. Dies können unter anderem

    • Ängste
    • Depressionen
    • Essstörungen
    • Zwänge

     

    sein. Verfügt der aufgesuchte Arzt über die notwendige Kompetenz, ist dieser durchaus in der Lage, das Asperger-Syndrom bei erwachsenen Personen zu diagnostizieren.

     

    Auffällig ist in solchen Fällen zumeist, dass Betroffene ärztlichen Anweisungen nicht Folge leisten. Sie erscheinen unbeholfen und können sich kaum orientieren. Darüber hinaus kann sich das Asperger-Syndrom auch bei Erwachsenen ähnlich wie bei Kindern äußern. So fällt nicht selten eine monotone Sprache – sofern vorhanden – sowie eine Erzählweise auf, die bis ins kleinste Detail geht.

     

    Der Gesichtsausdruck ist bei Erwachsenen mit Asperger-Syndrom ebenso wie beim Kind starr, Blickkontakt wird zumeist vermieden. Ein Lächeln kann nicht erwidert werden. Die Fähigkeit zu einer humorvollen Bemerkung fehlt.

     

    Probleme im beruflichen und sozialen Umwelt

    Erwachsene mit Asperger-Syndrom leben zumeist sehr zurückgezogen und verfügen über wenig echte Sozialkontakte. Dieser Personenkreis tauscht sich sehr gerne mit anderen Betroffenen in Asperger-Foren online aus.

     

    Die Thematik Partnerschaft wird beim Asperger-Syndrom maßgeblich durch den Mangel an Empathie beeinflusst. Asperger-Autisten strahlen oftmals Egoismus und Distanziertheit aus. Das Knüpfen von Kontakten zu eventuellen Partnern fällt vielen von ihnen schwer. Sofern es mit einer Beziehung klappt, entstehen oftmals weitere Probleme in Bezug stetiger Anteilnahme und Kommunikation mit dem Partner.

     

    Ebenfalls zeigt das Asperger-Syndrom bei Erwachsenen Auswirkungen auf das Sexualleben. Manche haben kaum ein Bedürfnis nach körperlicher Nähe, andere hingegen hegen den Wunsch nach sexueller Aktivität. Letztere sind meistens unsicher, da zu einer sexuellen Intimität auch gegenseitige Empathie gehört. Trotzdem bedeutet dies nicht, dass erwachsene Asperger-Autisten keine stabile Partnerschaft und eigene Familie gründen können.

     

    Im Berufsleben äußert sich das Asperger-Syndrom einerseits in einer schnellen Überforderung beim Umgang mit Kunden oder den Kollegen. Erwachsene mit Asperger-Syndrom haben Probleme, flexibel zu reagieren. Sie ecken oftmals mit ihrer überaus ehrlichen Art an und wirken teilweise unhöflich.

     

    Auf der anderen Seite können Erwachsene von ihrem Asperger-Syndrom im beruflichen Alltag aber auch profitieren. Spezialinteressen – beispielsweise im Informatikbereich – lassen diesen Personenkreis beachtliche Leistungen erbringen.

     

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  • Jedes vierte Kind hat Probleme mit der Psyche

    Jedes vierte Kind hat Probleme mit der Psyche

    Matheklausuren, viele Hausaufgaben, Reiten, Schwimmen, Musikunterricht, Sprachkurse und vieles mehr sorgt bei vielen Kindern für Leistungsdruck, Angst und körperliche Schmerzen. Immer mehr Kinder werden gemobbt oder sie müssen die Trennung ihrer Eltern verkraften und das bleibt nicht ohne Folgen. Alleine in Bayern hat mittlerweile jedes vierte Kind psychische Probleme, wie eine Studie beweist, die die bayrische Gesundheitsministerin jetzt vorgelegt hat.

    Alarmierende Zahlen

    Das sind Zahlen, die alarmieren, denn nach den Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns hat rund ein Viertel der Kinder entweder bereits psychische Störungen oder ist auffällig. Viele Kinder klagen über regelmäßige Alpträume, sie fürchten sich aber nicht nur vor dem alltäglichen Stress, sie haben auch Angst vor Kriegen und Attentaten. Haben sich Hänseleien in früheren Zeiten auf den Schulhof beschränkt, so birgt heute das Internet die Gefahr, gemobbt zu werden, und das macht vielen Kindern und Heranwachsenden schwer zu schaffen.

    Schon Kinder haben Depressionen

    Laut der neuen Studie aus Bayern sind bei den Kindern, die noch in den Kindergarten oder in die Vorschule gehen, vor allem Störungen in der Entwicklung zu beobachten. In der Gruppe der sieben bis 14-jährigen zeigen sich nicht nur Verhaltensstörungen, sondern auch massive Störungen im emotionalen Verhalten. Das Aufmerksamkeitssyndrom ADHS wird bei der Hälfte der untersuchten Kinder diagnostiziert, aber die Ärzte warnen in diesem Zusammenhang, dass die Grenze zwischen einer Überlastung und einem echten Krankheitsbild schwimmend ist. Auch depressive Störungen sind heute keine Seltenheit mehr, und was besonders erschreckend ist, es trifft immer mehr kleine Kinder.

    Prävention ist wichtig

    Nach der bayrischen Studie liegt es an den Eltern, wie sie ihre Kinder schützen können. Die Familien müssen die Kinder und Jugendlichen nicht nur schützen, sondern auch stärken und unterstützen. Es gilt, die Belastungen in der Schule zu mindern, auf Antriebsschwächen zu achten sowie Essstörungen und auch Lern- und Schlafprobleme immer ernst zu nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / altanaka

  • Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat, der kennt auch die Heißhungerattacken, die es immer wieder schwierig machen, die Diät auch durchzuhalten. Tagsüber ist es nicht ganz so schwer, den akuten Heißhunger zu bekämpfen, aber am Abend, wenn der Stress des Alltags vorbei ist, dann wächst die Sehnsucht nach einem Stück Torte, nach einer Tafel Schokolade oder nach richtig fettigem und kalorienreichem Essen. Heißhunger entsteht immer dann, wenn es zu einem Leerlauf kommt, es langweilig ist oder wenn Frust entsteht. Aber nicht nur während einer Diät kann akuter Heißhunger zu einem Problem werden, auch Menschen, die unter Essstörungen leiden, kennen das Gefühl.

    Wie akuter Heißhunger entsteht

    Immer wenn wir Hunger haben, dann signalisiert der Körper, dass er Nachschub an Energie und Nährstoffen braucht. Mit dem Hungergefühl bewegt sich aber auch der Insulinspiegel, besonders wenn etwas Süßes gegessen wird, dann steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an, um kurze Zeit später wieder in den Keller zu rauschen. In der Folge steigt der Drang, wieder etwas zu essen, und das macht Menschen, die unter Diabetes oder unter Adipositas leiden, anfällig für Heißhungerattacken. Akuter Heißhunger kann schnell zur Gewohnheit werden, vor allem dann, wenn es ums Abnehmen geht. Während einer Diät wird der Körper praktisch nur mit dem Nötigsten an Nährstoffen versorgt, er kocht sozusagen auf Sparflamme. In dieser Situation wächst der Wunsch nach Essen, wobei besonders süßes, salziges oder fettiges Essen dabei im Mittelpunkt stehen.

    Den Heißhunger bekämpfen

    Akuter Heißhunger ist lästig und es fällt schwer, dem Drang etwas zu essen, nicht nachzugeben. Aber genau das sollten die Betroffenen tun, denn selbst wenn es Disziplin verlangt, wer dem Heißhunger nicht nachgibt, der ist auf dem richtigen Weg. Damit akuter Heißhunger wieder verschwindet, sollte man etwas Eiweißhaltiges oder etwas mit leicht verdaulichen Kohlehydraten essen, denn das macht für einen längeren Zeitraum angenehm satt. Akuter Heißhunger kann auch erfolgreich bekämpft werden, wenn man sich auf das Essen konzentriert, sehr bewusst jeden Bissen kaut und langsam isst, denn auf diese Weise wird das Sättigungsgefühl gefördert. Akuter Heißhunger hält rund eine Viertelstunde an und mit ein wenig Selbstdisziplin ist es möglich, diese 15 Minuten durchzuhalten und standhaft zu bleiben.

    Tipps und Tricks

    Es gibt einige wirkungsvolle Tipps und Tricks, damit akuter Heißhunger nicht zu einem Problem wird. Wenn die Lust auf Schokolade übermächtig wird, dann sollte man sich ein Stückchen von der Tafel abbrechen und den Rest ganz tief im Schrank verstecken. Versteckt werden sollte die Tafel aber immer bevor das Stückchen gegessen wird, denn dann ist die Gefahr nicht so groß, die restliche Tafel auch noch zu essen. Wenn der Heißhunger kommt, ist es auch eine gute Idee sich abzulenken, bis die kritischen Minuten vorbei sind, oder der Hunger mit dem richtigen Essen gestillt wurde. Um dem Heißhunger ein Schnippchen zu schlagen, kann auch hilfreich sein, die Zähne zu putzen oder einen Kaugummi zu kauen.

    So wichtig ist die richtige Ernährung

    Wer sportlich aktiv ist, der leidet seltener unter Heißhunger, denn Sport lenkt ab und gibt das Gefühl, für den Körper etwas Gutes zu tun. Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, wenn um die Bekämpfung des Heißhungers geht. So ist es zum Beispiel wichtig, keine der täglichen Mahlzeiten auszulassen, denn nur dann kann der Blutzuckerspiegel ein gleichmäßiges Niveau halten und der Heißhunger stellt sich erst gar nicht ein. Viel zu trinken ist ebenfalls wichtig, 1,5 bis zwei Liter Wasser, ungesüßter Tee oder Fruchtschorle sollten es am Tag schon sein. So wird der Appetit gezügelt und der Stoffwechsel gefördert, der Heißhunger hat keine Chance mehr. Besonders wichtig ist es jedoch, immer gut zu frühstücken, denn das bremst den Heißhunger am Vormittag.

    Bild: © Depositphotos.com / runzelkorn

  • Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Der Speiseplan der Stars – verrückt, miserabel, ungesund?

    Wenn es um einen verrückten Speiseplan geht, dann sind die Stars aus Hollywood immer vorne mit dabei. So trank Marilyn Monroe jeden Morgen ein Glas warme Milch mit zwei rohen Eiern, das eigentliche Frühstück beschränkte sich auf zwei Vitaminpillen. Jetzt sorgt die Diät von Topmodell Gisele Bündchen für Schlagzeilen, denn die schöne Brasilianerin tut einiges, um die Figur in Topform zu halten. Wer sich jedoch den Speiseplan von Gisele anschaut, der wird sich mit Sicherheit fragen, wie gesund diese Form der Ernährung ist.

    Ein Koch packt aus

    In der US-Zeitschrift Vanity Fair hat der Koch von Gisele Bündchen verraten, was bei dem Modell, ihrem Mann, dem Footballstar Tom Brady und den gemeinsamen Kindern so alles auf den Tisch kommt. Die Reaktionen der Leserinnen reichen von miserabel über unmöglich und jämmerlich bis zu total verrückt, denn die Familie verzichtet unter anderem auf:

    • Kaffee und alle Lebensmittel, die Koffein enthalten
    • Weißes Mehl
    • Zucker in jeglicher Form
    • Milch und alle Milchprodukte
    • Pilze

    Auch Nachtschattengewächse wie zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen kommen im Haushalt Bündchen/Brady nicht auf den Speiseplan. Tom Brady ist davon überzeugt, dass Tomaten Entzündungen auslösen können, das Gleiche gilt auch für eine der gesündesten Gemüsesorten: Paprika.

    Was darf laut Speiseplan gegessen werden?

    Viel bleibt nicht übrig, was bei Gisele Bündchen und ihrer Familie auf den Tisch kommt. Zu 80 % besteht die Nahrung aus Gemüse wie Kohlrabi, Möhren und Brokkoli, die restlichen 20 % bestehen aus weißem, magerem Fleisch von Huhn und Fisch. Gewürzt wird das Ganze mit Salz aus dem Himalaja, denn nach Ansicht von Gisele Bündchen ist Jodsalz aus dem Supermarkt kaufen sehr schädlich. Auch wenn es ums Öl geht, haben Gisele Bündchen und ihr Ehemann spezielle Vorlieben, denn der Koch darf ausschließlich mit Kokosnussöl kochen. Auch die Kinder des Paares müssen den Speiseplan der Eltern einhalten, Nutella aufs Brot oder mal ein paar Gummibärchen sind streng verboten. Wenn der Nachwuchs mal Appetit auf etwas Süßes hat, dann gibt es lediglich eine Fruchtrolle, die aus getrockneten Algen besteht. Wenn Gisele Bündchen Lust auf etwas Besonderes hat, dann stehen Quinoa mit Grünkohl, gerösteten Mandeln und Knoblauch auf dem Speiseplan, das klingt zwar nahrhafter als das, was Marilyn Monroe aß, aber nicht wirklich gesund.

    Der verrückte Speiseplan der Gwyneth Paltrow

    Gisele Bündchen ist nicht die Einzige, die sich etwas verrückt ernährt, auch andere Stars haben skurril anmutende Speisepläne. So hat die Schauspielerin Gwyneth Paltrow sogar ein Kochbuch über ihre bizarren Essgewohnheiten geschrieben, die von Ernährungswissenschaftlern auch gerne die Armuts-Diät genannt wird. Reis steht bei der Oscar-Preisträgerin ebenso auf dem Speiseplan wie schwarze Bohnen und Erbsen. In Maßen sind Süßkartoffeln, Eier, Auberginen, Tomaten und Avocado erlaubt, und da diese Diät nach Ansicht von Gwyneth Paltrow günstig ist, können sich auch die Bezieher von Lebensmittelkarten diese Ernährung leisten. Experten haben allerdings ausgerechnet, dass die Zutaten zu dieser Diät bei nur einem Einkauf rund 450,- Dollar kosten, und Paltrow musste mit einem gewaltigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken leben.

    Massive Essstörungen

    Jennifer Aniston verzichtet auf die wichtigste Mahlzeit des Tages, das Frühstück und trinkt stattdessen lieber Zitronensaft pur, und wenn sich Victoria Beckham mal was Gutes gönnen will, dann isst sie fünf Hände voll ungesalzene und eiweißreiche Kost. Wird das langweilig, dann steigt Frau Beckham auf die Basen-Diät um und nimmt nur Nahrung zu sich, die nicht sauer ist. Auch Jackie Kennedy hatte ihre spezielle Diät und sie aß, wenn sie abnehmen wollte, nur eine mit Beluga-Kaviar gefüllte Kartoffel am Tag. Alle diese verrückten Diäten sind nach Meinung von Ernährungsexperten die Auslöser von massiven Essstörungen, denn wer wie Liz Hurley sechsmal am Tag Suppen aus Brunnenkresse auf dem Speiseplan stehen hat, der wird garantiert krank.

    Bild: © Depositphotos.com / silatip