Schlagwort: Familie

  • Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Viele Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden, zu welchen auch Brustwarzen Schmerzen zählen. Hormonell bedingte, meistens gutartige Brustgewebsveränderungen erzeugen hierbei oft Beschwerden, welche Frauen zunächst schlecht einordnen können. Zu diesen teilweise periodisch auftretenden, schmerzhaften Begleiterscheinungen (Mastopathy, auch prämenstruelles Syndrom) gehören außerdem: Stimmungsschwankungen, Schweregefühl, Traurigkeit, leichte Gewichtszunahme aufgrund von Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und Kreislaufprobleme. Frauen, welche erheblich unter ihrer Monatsperiode leiden berichten über stechende, brennende Spannungsgefühle in Brustwarzengegend. Auch über direkte Brustwarzen Schmerzen, welche das Überstreifen von BH und Pulli erschweren. Jede noch so sanfte Berührung der empfindlichen Brustwarzen schmerzt. Die Tage zwischen den Tagen – manchmal auch schon zwei Wochen vor Eintritt der Periode – werden zur Hölle.

    Brustwarzen Schmerzen: Gründe und Hilfe

    Neben hormonellen Gründen kommen auch psychische entscheidend zum Tragen. Selbst Reizungen von außen, wie zum Beispiel: ein zu enger BH, Prellungen, Unverträglichkeit gegen Waschmittel, Body Lotion, auch Sonnenbrand oder zu trockene Haut haben massive Auswirkungen auf die Brustwarze. Fallen uns solche Überempfindlichkeiten auf, sollten wir die Ursachen schmerzhafter Brustwarzen schnellstmöglich beheben.

    Gehen Brustwarzen Schmerzen auf ein seelisches Ungleichgewicht zurück, helfen eingehende Gespräche mit versierten Psychotherapeuten oder Fachärzten, welche sich mit dieser diffizilen Materie bestens auskennen. Oft helfen Entspannungsübungen, Hobbys, Gespräche mit Freundinnen, den Brustwarzen-Schmerz zu lindern.

    Manchmal kommen diffuse Brustwarzen Schmerzen über Nacht. Frau wacht morgens auf und klagt über Schmerzen in einer Brust oder sogar gleich beiden Brüsten. Grund für dieses Missempfinden kann eine falsche Schlafhaltung sein. Etliche orthopädische Ursachen sind bei Schmerzen im Brustwarzenbereich nie ganz auszuschließen. Halten die Beschwerden länger an und treten diese auch außerhalb der Menstruation auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Weiterführende Untersuchungen sind wichtig, denn das beschriebene Beschwerdebild kann auf eine ernste Erkrankung hinweisen, welche schnellstmöglich behandelt werden sollte.

    Brustwarzen Schmerzen: Kontrolluntersuchungen retten Leben

    Bösartige Veränderungen der Brust rufen mitunter auch Brustwarzen Schmerzen hervor. Sie betreffen ältere Frauen – aber auch junge! Frauen über 40 Jahren sollten generell keine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen auslassen. Zudem wächst die Gefahr im Alter selbst  an Brustkrebs zu erkranken, wenn es in der Familie schon Brustkrebsfälle gab. Frühzeitig erkannter Brustkrebs gilt als sehr gut therapierbar. Da unsere Medizin immer weiter Fortschritte macht, ist eine Frau nach einem Brustkrebseingriff immer noch ganz Frau. Die operierte Brust wird der natürlichen Form der gesunden nachempfunden. Dies hilft seelische Tiefs nach der OP zu mildern bzw. ganz zu vermeiden.

    Brustwarzen Schmerzen: monatliches Abtasten der Brust beruhigt

    Brustschmerzen verunsichern und belasten. Sicher kann letztlich nur ein guter Gynäkologe sagen, ob wir uns Sorgen machen müssen oder nicht. Trotzdem haben wir die Chance, uns selbst zu beruhigen und durch  monatliches Abtasten beider Brüste ein gutes Stück Sicherheit zu schenken. Wie Frau ihre Brust richtig abtastet, was dabei zu beachten ist, erklärt am besten der Arzt vor Ort. Mit ein wenig Übung bekommt Frau ein Gefühl dafür und merkt selbst, wenn etwas nicht stimmt. Früher galt die Regel: verschiebbare Verhärtungen oder Knötchen sind in der Regel von harmloser Natur. Mag mitunter auch stimmen. Doch gibt es immer wieder Ausnahmen, welche diese alte „medizinische Weisheit“ eben doch nicht ganz unterstreichen und zu mehr Vorsicht, auch Achtsamkeit aufrufen!

    Brustwarzen Schmerzen: Schwangerschaft und Stillzeit

    Ganz natürlich hingegen ist der Brustwarzen-Schmerz, auch der allgemeine Brustschmerz während und nach der Schwangerschaft. „Die Milch schießt“ ein und sorgt zunehmend für Schwellung und erhöhtes Schmerzempfinden im ganzen Brustbereich. Auch wunde Brustwarzen während der Stillzeit melden sich mit brennenden oder stechenden Schmerzen. Dies ist dann aber kein Grund zur Beunruhig. Mutter Natur will es eben so!

    Tipp:
    Kühlende Umschläge, leichte Massagen, Entspannung und pflegende Salben schaffen das Brustschmerz-Problem schnell aus der Welt!

    Bild: © Depositphotos.com / Forgiss

  • Nicht ohne mein Smartphone – Internetsucht bei Kindern

    Nicht ohne mein Smartphone – Internetsucht bei Kindern

    30 Minuten oder eine halbe Stunde sind ein relativ kurzer Zeitraum, für viele Kinder und Jugendliche sind 30 Minuten eine kleine Ewigkeit, wenn sie in dieser Zeit auf ihr Smartphone verzichten müssen. Nach einer halben Stunde ist Schluss mit der Enthaltsamkeit, denn dann drängt es 60 % der Neun- bis Zehnjährigen wieder ins Internet. Welche Folge dieser enorme Konsum für die Kinder hat, das ist bis heute noch nicht wissenschaftlich erforscht, zum Leidwesen der Eltern und Kinderärzte, die die Politik in die Pflicht nehmen wollen, etwas gegen die kindliche Internetsucht zu unternehmen.

    Die Zahlen steigen

    Immer mehr Menschen, Kinder wie auch Erwachsene, leiden heute unter Internetsucht. Das sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler von der CSU. Ihrer Meinung nach kann eine frühzeitige Internetsucht nur bekämpft werden, wenn die Kinder schon früh einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Internet lernen, denn nur so kann eine Internetsucht in späteren Jahren verhindert werden. Für die Kinderärzte steht bei der Internetsucht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Sie kritisieren, dass heute schon Kinder im Vorschulalter ein teures Smartphone besitzen und dass die meisten Zwölfjährigen stundenlang ohne Unterbrechung mit ihrem Smartphone oder mit dem Tablet beschäftigt sind.

    Die Eltern als Vorbilder

    Es sind die Eltern, die der Verband der Kinder- und Jugendärzte in die Pflicht nehmen will, denn sie sind schließlich die unmittelbaren Vorbilder für die Kinder. Vor allem kleine Kinder orientieren sich an Vater und Mutter, wenn die Eltern zum Beispiel viel lesen, dann wird auch bei Kindern das Interesse an Büchern angeregt. Eltern, die nur zu bestimmten Zeiten ins Internet gehen, leben ihren Kindern ein richtiges Verhalten vor, das die Kinder nachmachen. Wenn die Kinder lernen, dass sie nicht mehr den ganzen Tag online sein müssen, dann wird die Internetsucht bereits im Keim erstickt. Kinderärzte plädieren auch dafür, dass sich die Kinder mehr bewegen müssen. In den Schulen kommt der Sportunterricht vielfach zu kurz und es liegt an den Eltern, ihre Kinder in einem Sportverein anzumelden und sie zu animieren, draußen zu spielen und Sport zu treiben.

    Teure Studien

    Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung liefert erschreckende Zahlen: Über eine halbe Million Deutsche zwischen 14 und 64 Jahren leidet bereits unter Internetsucht. Für die Kinderärzte ist das ein Alarmsignal und sie planen jetzt Fragebögen in ihren Praxen auszulegen, um mehr über das Internetverhalten von Eltern und Kindern zu erfahren. Eine Studie, die über die Internetsucht bei Kindern Auskunft geben könnte, ist schwer zu realisieren, denn eine solche Studie würde rund 600.000 Euro kosten. Um diese Summe zu bekommen, müsste sich der Bund beteiligen, was bisher leider nicht der Fall war.

    Die Symptome der Internetsucht

    Wann ist ein Kind süchtig und wie wird Internetsucht überhaupt definiert? Diese Fragen lassen sich nicht so einfach beantworten, denn der Prozess ist schleichend und eine einfache Faustregel gibt es leider nicht. Psychologen nutzen einen Kriterienkatalog, um die Sucht nach dem Internet zu diagnostizieren. Die Verhaltensauffälligkeiten ähneln denen anderer Suchterkrankungen. Kinder, die den ständigen Drang verspüren, im Internet zu surfen, sind gefährdet oder bereits süchtig und auch wenn die Kontakte zu Freunden vernachlässigt werden, dann ist das ein Zeichen für die Sucht nach dem Medium Internet. Wenn das Interesse am Hobby mehr und mehr nachlässt, dann ist das ein Signal, und wenn sich Entzugserscheinungen zeigen, falls kein Internetzugang besteht, dann ist das ein deutliches Suchtkriterium. Als hochgradig süchtig bezeichnen Kinder- und Jugendpsychologen Heranwachsende, die in der Schule absacken und die es auch nicht weiter kümmert, wenn sie schlechte Zensuren und Zeugnisse nach Hause bringen.

    Eltern die befürchten, dass ihre Kinder gefährdet oder schon internetsüchtig sind, können sich an die Familien- und Suchtberatungsstellen wenden und sich beraten lassen.

    Bild: © Depositphotos.com / olly18

  • Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Menschen, die unter Allergien leiden, haben es nicht leicht. Es kann dauern, bis das passende Medikament gefunden wird, das tatsächlich hilft und gegen einige Allergien ist gar kein Kraut gewachsen. Diese Tatsache machen sich viele Heilpraktiker und selbst ernannte Wunderheiler zunutze und bieten eine Eigenblutbehandlung als Retter in der Not an. Gegen eine Eigenblutbehandlung ist im Grunde nichts einzuwenden, aber nicht jeder Arzt oder Heilpraktiker führt eine Eigenblutbehandlung auch so korrekt durch, wie sie eigentlich gedacht ist. Der Fall einer Ärztin, die ihre Patienten mit ihrem eigenen Blut behandelt hat, stand jetzt vor Gericht, denn sie hat die Therapie sehr eigenwillig angewandt und ihren Patienten mehr geschadet, als geholfen.

    Was ist eine Eigenblutbehandlung?

    Bei einer Eigenblutbehandlung wird aus einer Vene Blut entnommen, das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und dann wieder in den Körper zurückgeführt. Auf diese Weise werden Reize ausgelöst, um das Immunsystem zu aktivieren. Das Ziel einer Eigenblutbehandlung ist immer, die Abwehrkraft des Körpers zu steigen und den Organismus zu stabilisieren. Für Menschen, die häufig unter Erkältungen, grippalen Infekten oder unter Allergien leiden, ist die Eigenblutbehandlung eine klassische Therapie, auch wenn viele Schulmediziner den Nutzen dieser Behandlung nach wie vor anzweifeln.

    Eine Alternative zum Kortison?

    Schwere Allergien werden in der Schulmedizin gerne mit Kortison behandelt, denn das Medikament ist wirksam, aber nicht ungefährlich. Vor allem bei der Behandlung von Kindern ist Kortison umstritten, denn Kortison kann das Wachstum hemmen, Osteoporose oder das sogenannte Cushing-Syndrom auslösen. Das hat zur Folge, dass ein Vollmondgesicht, Stiernacken und ein alarmierend erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten können. Das alles sind Gründe, Kortison abzulehnen und eine Eigenblutbehandlung vornehmen zu lassen. Auch eine Familie aus Westfalen wollte keine Chemiekeule und ging deshalb zu einer Ärztin, die, so wurde berichtet, wahre Wunder mit Eigenblutbehandlungen bewirken konnte.

    Ein Wunder mit Nebenwirkungen

    Die Familie war von Allergien geplagt. Die Kinder litten unter Neurodermitis und Asthma, die Mutter unter starkem Heuschnupfen. Bekannte hatten den Eltern eine Ärztin empfohlen, die bei der Behandlung von Allergien aller Art Wunder vollbringen konnte, und tatsächlich, nach nur wenigen Eigenblutbehandlungen ließen die Beschwerden bei den Kindern nach. Die Familie hatte sich bewusst gegen eine klassische Behandlung mit Kortison entschieden, denn die Mutter war bereits mit dem Hormon behandelt worden, und leidet jetzt unter einer sehr schmerzhaften Hüftkopfnekrose, die auf eine Kortisonbehandlung zurückzuführen ist. Nun also die Eigenblutbehandlung, in die die Familie ihre ganze Hoffnung setzte.

    Was die Familie und andere Patienten, die von der Ärztin mit einer vermeintlichen Eigenblutbehandlung „geheilt“ wurden, nicht wussten: Nach der Blutabnahme mischte die Medizinerin heimlich Kortison unter das Blut der Patienten und spritzte ihnen diese Mischung dann wieder in die Vene. So ging das acht Jahre lang, bis eine Ärztin mit ihrem von Allergien geplagten Sohn zu ihrer Kollegin ging, um eine Eigenbluttherapie durchführen zu lassen. Auch die Allergie des fünfjährigen Jungen ließ schnell nach, zu schnell nach Ansicht der Mutter. Sie wurde misstrauisch und ließ den Urin ihres Sohnes untersuchen. Die Analyse brachte die Wahrheit ans Licht und die Wunderheilerin vor Gericht. Jetzt wurde die Ärztin vom Paderborner Landgericht wegen Körperverletzung in 1773 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einem dreijährigen Berufsverbot verurteilt. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde, er ging in Berufung und nun hat der Bundesgerichtshof das letzte Wort.

    Eigenblut – eine wirksame Therapie?

    Mediziner der Universitätsklinik in Marburg haben die Behandlung mit Eigenblut unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Wirkungsprinzip nicht nachvollziehbar ist“. Sie setzen weiter auf Kortison, wenn auch bei Kindern nur als Salbe und nicht als Injektion. Wer mit Eigenblut behandelt wurde und seine Beschwerden los ist, der wird wahrscheinlich anders darüber denken.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Wenn sich auf der Mundschleimhaut kleine runde oder ovale Flecken und Pickelchen bilden, die bei jeder Mundbewegung schmerzen, dann steht die Diagnose relativ schnell fest, es handelt sich um Aphten. Aphten gehören zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten im Mundbereich, sie sind störend, sie schmerzen, aber sie sind harmlos. Was Aphten so unangenehm macht, das ist die Tatsache, dass sie immer wieder auftreten können. Warum es Aphten gibt, ist bis heute unklar und auch wenn sie nicht gesundheitsschädlich sind, so können sie das Wohlbefinden doch sehr beeinträchtigen.

    Wie sehen Aphten aus?

    In der Regel haben Aphten die Größe einer Linse und sind entweder leicht rötlich oder weiß-gelblich. Rund 20 % der Deutschen ist mindestens einmal in ihrem Leben an Aphten erkrankt, bei einigen treten die kleinen Geschwüre im Mundraum und am Gaumen allerdings immer wieder auf. Frauen leider deutlich öfter unter Aphten als Männer, und wenn es in der Familie schon Fälle gab, dann besteht das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

    Welche Ursachen haben Aphten?

    Es gibt viele Ursachen, die Aphten auslösen können, aber in den meisten Fällen bleibt die Ursache unklar. Bei Säuglingen kann es beim Saugen an der Flasche zu kleinen Verletzungen kommen, die sich dann in Aphten verwandeln. Wenn die Aphten immer wiederkehren, dann ist die Ursache meist unbekannt, aber viele Ärzte vermuten, dass es sich hierbei um eine Reaktion des Immunsystems handelt. Eisenmangel oder der Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink werden als Ursachen für Aphten diskutiert und auch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel könnte der Auslöser sein. Wer auf Tomaten, Nüsse oder auch auf Zitrusfrüchte und Alkohol allergisch reagiert, der läuft Gefahr, auch Aphten zu bekommen.

    Der monatliche Zyklus kann der Auslöser sein, aber auch Stress und schwere psychische Belastungen können dafür sorgen, dass sich Aphten im Mund bilden. Viele klagen auch nach einem Besuch beim Zahnarzt über Aphten, denn es kann während der Behandlung zu kleinen Verletzungen kommen, die dann zu Aphten werden. Ob Viren oder bestimmte Bakterien die Mundkrankheit auslösen, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Menschen, die mit HIV infiziert sind, leiden häufig unter Aphten, aber hier liegen die Ursachen bei den Medikamenten, die eingenommen werden.

    Welche Therapien gibt es?

    In den meisten Fällen müssen Aphten nicht behandelt werden, denn so lästig und auch schmerzhaft sie auch sind, sie verschwinden in der Regel ganz von alleine wieder. Eine Therapie kommt immer nur dann infrage, wenn die Schmerzen stark sind, und auch bei Kindern ist eine Therapie zu empfehlen, denn sie leiden darunter besonders oft. Um die Schmerzen zu lindern, hilft meist ein lokales Betäubungsmittel, das mittels einer Lösung aufgetragen wird. Ratsam ist auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte und Obstsäfte sowie auf scharfe Gewürze und alkoholische Getränke, damit die Schleimhaut nicht unnötig gereizt wird.

    Mundspülungen mit Kamille helfen dabei, die Schmerzen zu lindern und die Aphten schneller abheilen zu lassen. Der Zahnarzt kann ebenfalls dabei helfen, dass die lästigen Geschwüre im Mund wieder verschwinden, denn eine Bestrahlung mit einem speziellen Rotlicht sorgt dafür, dass die Aphten schnell wieder weg sind.

    Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

    Leider kann Aphten nur sehr begrenzt vorgebeugt werden, da die Ursachen noch nicht restlos geklärt sind. Wer schon einmal Aphten hatte, der sollte Stress abbauen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden, besonders auf seine Mundhygiene achten und von Zeit zu Zeit eine medizinische Mundspülung verwenden. Empfehlenswert sind Mundspülungen mit den Wirkstoffen Betamethason, Chlorhexidin und auch Hexetidin. Um die Schmerzen zu lindern, ist eine Lösung die Lidocain enthält, die beste Wahl, denn das Lidocain betäubt den Schmerz für mehrere Stunden.

    Wenn die Aphten in einem relativ kurzen Zeitraum immer wieder kommen oder wenn sie besonders groß sind, dann sollte der Arzt eine Blutuntersuchung machen.

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  • Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Hausstaubmilben – Untermieter, die gefährlich werden können

    Sie gehören zur Familie der Spinnen, sie werden zwischen 0,1 und 0,5 Millimeter groß, sie fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20° und 30° Grad besonders wohl, sie schätzen eine Luftfeuchtigkeit von 70 % und sie ernähren sich für ihr Leben gerne von Hautschuppen – die Hausstaubmilben. Jeder zehnte Deutsche reagiert mittlerweile auf die kleinen lästigen Tiere allergisch, vielen wissen es aber nicht, erst dann, wenn sich zu einer Allergie auch Asthma gesellt, dann wird schnell klar, die Hausstaubmilbe ist daran schuld. Was können Betroffene tun, um die Milben und damit auch die Allergie wieder loszuwerden?

    Was löst eine Hausstaubmilben Allergie aus?

    Es ist nicht der Staub, der die Allergie auslöst, es sind die Milben, die in diesem Staub leben. Die kleinen Insekten an sich sind völlig harmlos, denn sie beißen und stechen nicht und sie übertragen auch keine Krankheiten, wie das bei anderen Insekten der Fall sein kann. Was die Hausstaubmilbe aber gefährlich macht, das sind ihre Ausscheidungen. Der Kot der Hausstaubmilbe enthält bestimmte Eiweißstoffe und das sind die eigentlichen Übeltäter, die eine Allergie auslösen können. Die Allergene sind recht schwer und können daher auch nicht in der Luft schweben, sie sinken vielmehr nach unten. Das ist auch der Grund, warum sie auf Teppichen, auf Polstermöbeln und vor allem aber auch auf Matratzen zu finden sind. In Betten halten sich die Staubmilben besonders gerne auf, denn nur dort finden sie hervorragende Lebensbedingungen und ihr Hauptnahrungsmittel, die menschlichen Hautschuppen.

    Welche Anzeichen gibt es?

    Wie viele andere Allergien, so beginnt auch eine Allergie gegen Hausstaubmilben mit einem leichten Jucken der Nase oder der Augen. Diese anfänglichen Beschwerden werden von den meisten Menschen kaum oder gar nicht wahrgenommen und nicht selten vergehen Jahre, bis die Betroffenen sich endlich entschließen, zu einem Arzt zu gehen. Dabei haben Allergien in den letzten Jahren mehr und mehr zugenommen und es ist zu befürchten, dass in der Zukunft immer mehr Menschen auf alle möglichen Stoffe allergisch reagieren. Auch die Zahl der Hausstaubmilben Allergiker wird nach Einschätzung von Experten zunehmen. Warum aber immer noch so wenig Betroffene frühzeitig zum Arzt gehen, liegt daran, dass sich keiner so recht vorstellen kann oder will, dass der Auslöser der Allergie in unmittelbarer Nähe, nämlich im eigenen Haus befindet.

    Wenn die Beschwerden wie eine immer juckende Nase und tränende Augen besonders in der Nacht oder am Morgen auftreten, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt. Ein Blut- und Hauttest gibt aber dann die Gewissheit, denn wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern befindet, dann wurde das wichtigste Indiz für die Form der Allergie gefunden. Beweisen lässt sich die Allergie gegen Milben aber auch durch den sogenannten Provokationstest, bei dem der Patient die Allergene der Milben direkt einatmen muss. Nur so lässt sich eine andere Allergie ausschließen.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Wer nachweislich unter einer Hausstaubmilben Allergie leidet, der hat Pech, denn bei dieser Diagnose ist es wichtig, dass die komplette Wohnumgebung saniert wird. Alle Staubfänger müssen entfernt werden, die Matratze und das Bettzeug werden ausgewechselt und stattdessen kommt eine Matratze speziell für Allergiker ins Bett. Viele müssen sich sogar von ihren Teppichen trennen und PVC Böden oder Laminat verlegen. Wenn die Symptome dann immer noch auftreten, dann kann der Arzt durch die Gabe eines Sprays mit Cortison das Leben des betroffenen Patienten ein wenig erträglicher machen. Antihistaminika, wie sie normalerweise bei Allergien gegeben werden, sind bei einer Allergie gegen Milben leider nutzlos. Neu auf dem Markt ist eine Lösung, die auf Polstermöbel und Matratzen gesprüht wird, denn der pflanzliche Wirkstoff des Sprays verdirbt den Milben den Appetit und sie verhungern.

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  • Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen. Dazu gehören unter anderem die Bulimie und auch die Anorexie, weniger bekannt ist hingegen die Binge-Eating-Störung. Bei dieser Form der krankhaften Essstörung erinnert vieles an Bulimie, aber es gibt einen Unterschied, denn die Betroffenen erbrechen sich nach dem Essen nicht zwanghaft, sie nehmen auch keine Abführmittel oder treiben in übermäßiger Form Sport, um an Gewicht zu verlieren. Trotzdem ist die Binge-Eating-Störung eine gefährliche Sache, denn wer unter dieser Störung leidet, der riskiert an krankhafter Fettsucht, der sogenannten Adipositas zu erkranken, was schwere gesundheitliche Folgen sowohl für den Körper als auch für die Seele haben kann.

    Worum handelt es sich bei der Binge-Eating-Störung?

    Menschen, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, haben Heißhungerattacken, die sie nicht mehr kontrollieren oder steuern können. Die Betroffenen können nicht mehr aufhören zu essen, ganz gleich, ob sie Hungergefühle haben oder nicht. Sie verlieren den Einfluss auf ihr Verhalten und essen unglaubliche Mengen und das in einem relativ kurzen Zeitrahmen. Aber nicht nur die gewaltige Menge an Kalorien gehört zu den Symptomen einer Binge-Eating-Störung, auch die Schuldgefühle und der Ekel vor sich selbst sind ein Teil dieser Krankheit. Bei den meisten Betroffenen treten die Heißhungerattacken mindestens einmal pro Woche auf, bei anderen dauert es aber bis zu einem Vierteljahr, bis sich eine neue Attacke ankündigt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Bis heute gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was eine Binge-Eating-Störung auslöst. Ärzte sind sich aber sicher, dass es mehrere Faktoren sind, die die krankhafte Störung auslösen können. Bei vielen Betroffenen liegt die Ursache schon in der Kindheit, denn sie waren schon als Kinder übergewichtig und mussten nicht selten mit Hänseleien von anderen Kindern leben. Die Reaktion auf diese Zurückweisung ist nicht selten übermäßiges Essen, und beim Erwachsenen bildet sich dann eine Binge-Eating-Störung. Die meisten Betroffenen leben in einer Art Teufelskreis. Auf der einen Seite leiden sie unter ihren Heißhungerattacken, auf der anderen Seite hilft ihnen das Essen über das fehlende Selbstwertgefühl hinweg zu kommen. Auch Menschen, die als impulsiv gelten, neigen zu unter einer Binge-Eating-Störung, denn sie handelt schnell und ohne lange über die möglichen Konsequenzen nachzudenken, was dem Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung entspricht.

    Die Betroffenen leiden heimlich

    Experten schätzen, dass ca. zwei bis vier Prozent der Deutschen unter einer Binge-Eating-Störung leiden. Frauen sind von dieser speziellen Essstörung deutlich häufiger betroffen als Männer, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein, denn viele Betroffene schämen sich, zu einem Arzt zu gehen. Da die Binge-Eating-Störung erst sehr spät als Krankheit eingestuft worden ist, gibt es bis heute kaum Studien, die über die genauen Ursachen der Störung Auskunft geben können. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und viele, die betroffen sind, können ihre Krankheit lange vor der Familie und den Freunden geheim halten. Anders als Bulimie oder Anorexie gibt es lange Zeit keine gravierenden Veränderungen, was das äußere Erscheinungsbild angeht und das macht es noch schwerer, die Krankheit zu diagnostizieren.

    Wie kann eine Binge-Eating-Störung behandelt werden?

    Kurzfristig lässt sich die krankhafte Essstörung meist sehr gut und problemlos behandeln, allerdings ist die Rückfallquote sehr groß. Gefährlich ist, dass bei jedem Rückfall in alte Verhaltensmuster die Wahrscheinlichkeit wächst, dass die Binge-Eating-Störung einen chronischen Verlauf nimmt. Im Schnitt so schätzen Experten, dauert die Erkrankung 14 Jahre, denn wenn die Betroffenen älter und reifer werden, dann sind sie eher in der Lage, ihre Situation zu hinterfragen und die Konsequenzen zu erkennen, und sie sind bereit, ihr Verhalten zu ändern.

    Wer von einer Binge-Eating-Störung betroffen ist, der sollte sich entweder an eine Selbsthilfegruppe wenden oder an einen Therapeuten und Spezialisten für Essstörungen wenden. Mithilfe einer gezielten Therapie bestehen gute Chancen, die Essstörung endgültig und auch ohne Rückfälle zu besiegen.

    Bild: © Depositphotos.com / gwolters