Schlagwort: Fettsäuren

  • Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Amarant – eine der wichtigsten Eiweißquellen für Vegetarier

    Wer sich gesund und ausgewogen ernähren möchte, der muss neben Fett, Kohlehydraten und zahlreichen Mineralstoffen auch ausreichend Proteine in der Form von Eiweiß zu sich nehmen. Das geschieht bei einer „normalen“ klassischen Ernährung vor allem durch Fleisch, Fisch, Milchprodukte wie Käse oder Quark und auch durch Eier. Menschen, die vegetarisch oder vegan leben, können nicht auf diese wertvollen Proteinquellen zurückgreifen, sie müssen das lebensnotwendige Eiweiß durch pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen. Das ist nicht immer ganz so einfach. Eine neue Getreidesorte, die jetzt vom Institute of Food Technologists in Chicago vorgestellt wurde, sorgt dafür, dass der Speiseplan für Vegetarier und Veganer noch breiter gefächert werden kann.

    Amarant – ein gesundes Getreide

    Die Natur kennt viele hervorragende Eiweißquellen, zu denen unter anderem auch die bekannten Getreidesorten wie Hafer, Dinkel und auch Weizen gehören. Reis und Soja sind ebenfalls eine gute Alternative zu den tierischen Eiweißlieferanten und bieten viele Möglichkeiten, um sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Mit Amarant ist jetzt ein weiteres Getreide dazu gekommen, das sich sehr gut eignet, die vegane und vegetarische Küche zu ergänzen. Amarant ist ein sogenanntes Pseudogetreide, das zu den Fuchsschwanzgewächsen zählt und dessen Samen an Hirse erinnert. Es gibt 70 verschiedene Amarant Arten und die größte Vielfalt ist auf dem nordamerikanischen Kontinent zu finden.

    Amarant ist nicht nur ein sehr guter Lieferant für Proteine, das Pseudogetreide ist auch ideal für alle, die eine Glutenunverträglichkeit haben. Auch für Schwangere ist Amarant perfekt, denn Amarant enthält viel wichtiges Eisen.

    Wie kann Amarant zubereitet werden?

    Vor allem die Blätter der meisten Amarant Arten schmecken sehr lecker. Die Blätter sind zart wie Mangold oder Spinat, sie werden wie die beiden bekannten Gemüsesorten zubereitet und auch der Geschmack erinnert ein wenig an Spinat und Mangold. Sehr gesund sind die jungen Blätter, die ein leicht nussiges Aroma haben und selbst die Wurzel der Pflanzen lässt sich in der Küche verwenden und schmeckt angenehm mild nach Rote Bete. Amarant hat seinen Weg auch in die Baby- und Kindernahrung gefunden und wird zum Beispiel in Form von Keksen und Brei angeboten. Als Gebäck schmeckt Amarant ebenso gut wie auch als Müsli, es kann als Zutat für Kuchen und Omeletts verwendet werden und im Fast Food Bereich wird Amarant als Riegel oder als kleiner Snack angeboten.

    Perfekt für die vegetarische Küche

    Nicht jeder, der sich vegan oder vegetarisch ernährt, lebt auch gesund, viele, die sich für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden haben, leiden unter Mangelerscheinungen. Amarant ist eine Garantie für eine gesunde pflanzliche Ernährung, denn der Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen ist deutlich höher als bei den traditionellen Getreidesorten und auch Soja kann mit Amarant nicht mithalten. Amarant wurde schon bei den Ureinwohnern Amerikas sehr geschätzt, denn es enthält Zink und Magnesium, Eisen und ungesättigte Fettsäuren, auch als Lieferant für Kohlehydrate ist Amarant eine gute Wahl.

    Im Mittelalter hatte Amarant eine ganz besondere Bedeutung und wurde als die „immerwährende“ Pflanze bezeichnet, die angeblich magische Kräfte hat. Heute ist Amarant eine gute Wahl für alle, die sich rein pflanzlich, aber immer auch gesund ernähren wollen.

    Bild: © Depositphotos.com / bhofack2

  • Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Immer wenn der Sommer in den Startlöchern steht, dann haben Diäten Hochkonjunktur, denn schließlich möchte sich jeder mit einer schlanken Figur am Strand oder im Freibad präsentieren. Eine der Diäten, die in jedem Sommer wieder zu den heißen Trends gehört, ist die Low-Carb-Diät, bei der an Kohlenhydraten gespart wird, dafür aber Fett und Eiweiß die Hauptrollen spielen. Auch wenn eine Low-Carb-Diät vielleicht relativ schnell für eine schicke Bikinifigur sorgt, gesund sind diese Diäten nicht, denn ihnen fehlt ein sehr wichtiger Baustein, den der Körper unbedingt braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, nämlich Kohlenhydrate. Was passiert, wenn es zu einem Mangel an Kohlenhydraten kommt und wie gefährlich kann dieser Mangel werden?

    So wichtig sind Kohlenhydrate für die Gesundheit

    Die Kohlenhydrate sind so etwas wie der Motor, der den Organismus antreibt und ihn ständig mit neuer frischer Energie versorgt. Alle, die gesund leben wollen, sollten zwischen 55 % und 60 % der benötigen Energie durch Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen pro Kilogramm Körpergewicht eine tägliche Dosis von mindestens zwei Gramm an Kohlenhydraten, bei einem durchschnittlichen Gewicht sind das zwischen 250 Gramm und 360 Gramm, die den Bedarf abdecken. Energie wird aber auch durch Zucker gewonnen, hier liegt die Empfehlung jedoch bei maximal 60 Gramm pro Tag, was deutlich macht, wie wichtig Kohlenhydrate für die Ernährung sind.

    Wer zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, der läuft Gefahr an Mangelerscheinungen zu erkranken, denn wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr bekommt, dann verbrennt er einfach die Proteine, die Folgen machen sich sehr schnell bemerkbar. Zwar braucht der Körper nicht zwingend Kohlenhydrate, er kann auch aus Eiweiß Energie gewinnen, aber auf den Stoffwechsel und die Verdauung hat das Fehlen von Kohlenhydraten beträchtliche Auswirkungen.

    Zu viel Fett, zu viele Proteine

    In der heutigen Zeit stehen bei immer mehr Menschen hauptsächlich Fett und Proteine auf der Speisekarte, die wichtigen Kohlenhydrate spielen eine immer kleinere Rolle. Das kann negative Auswirkungen auf den Körper haben, denn wer zu viel fetthaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Käse, Fleisch oder Butter zu sich nimmt, der isst auch zu viel ungesättigte Fettsäuren. Das lässt die Cholesterinwerte nach oben schnellen und ein zu hoher Cholesterinspiegel sorgt dafür, dass die Gefäße schneller verkalken und auch das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu bekommen, steigt drastisch an.

    Wird die Ernährung auf Eiweiß aufgebaut, wie das bei einer Low-Carb-Diät der Fall ist, dann steigt auch der Harnsäurespiegel, was wiederum die Gicht begünstigt. Osteoporose stellt ebenfalls eine große Gefahr dar und auch die Nieren leiden, wenn die Ernährung zu sehr auf Eiweiß und damit auf Proteine aufgebaut wird. So gehen wertvolle Bausteine für die Gesundheit der Knochen verloren und auch die Bildung von schmerzhaften Nierensteinen wird durch zu viel Eiweiß begünstigt.

    Warum sind Kohlenhydrate so wichtig?

    Wenn dem Körper Kohlenhydrate fehlen, dann fehlen im auch die lebensnotwendigen Vitamine. Diese wichtigen Vitamine stecken vor allem in Getreide und in Kartoffeln, aber auch in Gemüse und Obst. Wer auf diese Lebensmittel verzichtet, der verzichtet aber nicht nur auf Vitamine und Kohlenhydrate, sondern auch auf wertvolle Ballaststoffe und Mineralstoffe. Das kann unter anderem zu einer Verstopfung führen, auch das Sättigungsgefühl leidet, denn es bleibt nicht lange bestehen und man hat das Gefühl mehr essen zu müssen, was sich dann auch auf der Waage bemerkbar macht. Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann aber auch das Herz schädigen, was Studien beweisen. Alle, die eine Low-Carb-Diät machen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Diät das kardiovaskuläre Risiko ansteigen lässt.

    Wer mit einer Low-Carb-Diät abnehmen möchte, der sollte sich nur über einen sehr begrenzten Zeitraum ohne Kohlenhydrate ernähren, denn alles andere ist schädlich für die Gesundheit.

    Bild: © Depositphotos.com / elenathewise

  • Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Wetterfühligkeit – Meteoropathie

    Oft unscheinbar treibt das Wetter außerhalb geschlossener Türen und Fenster sein Unwesen. Dass es uns auch innerhalb unserer vier Wände beeinflussen kann, wissen nicht viele. Man kennt es: Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, schlechte Laune, all das ist oft Ursache des Wetters. Dieses Phänomen nennt man im Volksmunde auch gerne die Wetterfühligkeit. Im Fachwesen spricht man von Meteoropathie. Besonders nach Operationen oder Unfällen, die Narben verursacht haben, wird man anfälliger für plötzliche und heftige Wetterumschwünge.

    Wie macht sich die Wetterfühligkeit bei Narben bemerkbar?

    Durch den operativen Eingriff oder den Unfall an der vernarbten Stelle, wurden Nerven durchtrennt und das Hautgewebe beschädigt. Bei heftigen oder plötzlichen Wetterveränderungen kann es sein, dass die Narbe anfängt zu schmerzen. Meistens ist es ein Stechen oder eine verspanntes Gefühl an der Narbe, welches sehr unangenehm werden kann. Starke Temperaturabstürze wie z.B.: von 30 Grad auf 10 Grad oder aber auch Veränderung des Luftdruckes oder der Luftfeuchtigkeit spielen hierbei eine große Rolle. Denn die durchtrennten Nervenbahnen sind beschädigt worden und nehmen nun fast Veränderung des Wetters wahr und leiten diese an das Gehirn als Schmerz weiter. Häufig kommt die schmerzliche Anfälligkeit auf diese Wetterumschwünge nicht direkt nach dem Unfall oder nach der Operation, sondern erst Monate oder Jahre später.

    Was hilft dagegen?

    In erster Linie sollte man auf den Vitaminhaushalt achten. Vitamin B, Zink und Eiweiße sind optimal geeignet um den Heilungsprozess der Narben innerlich so wie äußerlich zu unterstützen und zu beschleunigen. Bei starken und häufigen Schmerzen war in vielen Fällen eine Neuraltherapie aus dem Bereich der Alternativmedizin sehr erfolgreich. Jene Therapie behandelt genau die beschädigten Nervenbahnen an den Narben und befreit sie von Wetterfühligkeit.

    Wetterfühligkeit – Hohe Belastung für die Gelenke

    Viele Arthrose Patienten haben im Winter kältebedingt Probleme. Den Winter kann man leider nicht umgehen, daher hilft nur, den Umgang mit diesen Problemen zu erlernen. In den Wintermonaten kommt es immer wieder zu sehr frostigen Kälteeinbrüchen. Die eisige Luft aus Osteuropa strömt mehr und mehr nach Deutschland. Innerhalb weniger Stunden fallen die Temperaturen um mehr als 15 Grad. Diese Kälteeinbrüche bringen bei Arthrose-Patienten oft große Gelenkprobleme. Nicht die Kälte ist die Ursache für die Arthrose, sondern die Kälte verstärkt ihre Symptome. Die Patienten leiden unter drei Faktoren. Die Temperaturen sinken, der Luftdruck fällt und die Luftfeuchtigkeit steigt.  Durch diese kalte Umgebung ziehen sich die Sehnen und Muskeln fester zusammen. Dies hemmt die Beweglichkeit und verankert den Schmerz. Da feuchte Luft die Kälte besser überträgt kühlen die Gelenke schneller aus. Aufgrund des erhöhten Luftdrucks geht man davon aus, dass die entzündeten Gelenke anschwellen und Schmerzen verursachen. Passt man sich dem Wetter an, kann man aber furchtlos durch den Winter kommen. Jeder kann sich dem Wetter anpassen. Egal wie alt man ist.

    Die Wärmeregulation des Körpers lässt sich trainieren. Beispielsweise Anwendungen nach Kneipp mit Wechselduschen und Saunabesuchen stärken die Abwehr. Auch ein leichtes Ausdauertraining ist hilfreich. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Besonders geeignet sind Sportarten wie Nordic Walking, Gymnastik oder Ski-Langlauf.  Auch warme Winterkleidung verhindert das Eindringen der Kälte in den Körper. Wärme ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig. Daher müssen die Wohnräume auch immer gut temperiert sein. In der kalten Jahreszeit hilft auch ein Urlaub in warmen Ländern. Die Temperaturen entlasten die Knochen. Ein Umzug ist allerdings nicht empfehlenswert, denn der Körper würde sich voraussichtlich an die neuen Temperaturen schnell gewöhnen. Mit Mitteln wie Ibuprofen und Diclofenac kann man den Schmerz auf chemische Art und Weise unterbinden. Aber auch pflanzliche Mittel wie Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Goldrute oder Pappel lindern die Schmerzen. Mit Hilfe von Wärmekompressen und Umschlägen kann man die Schmerzen ebenfalls in den Griff bekommen. Als Nahrungsergänzung empfiehlt sich Glucosamin, Kollagenhydolysat oder Vitamine E, Omega 3-Fettsäuren oder Gelatine. Diese Mittel verhindern

    Bild: © Depositphotos.com / realinemedia

  • Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Die als ungesunden Dickmacher bezeichneten Fette erfüllen in unserem Körper wichtige Funktionen. Fett ist Energielieferant. Neun Kilokalorien entsprechen einem Gramm Fett. Somit liefert diese Menge doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Verbrennt der Körper nicht das gesamte Fett, legt er es in Depots an und bildet somit Energiereserven.

    Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren für den Körper. Diese sind für Stoffwechselvorgänge wichtig. Außerdem gelten sie als Wärmeschutz, Geschmacksträger und Träger für Vitamine A, D, E und K. Der Mensch sollte täglich 30 % der Kalorien aufnehmen, die aus Fett bestehen. Hierbei sollte allerdings auf die Art der Fette geachtet werden, denn wichtig sind Omega 3 und Omega 6.
    Hierbei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper im richtigen Verhältnis zu einander benötigt. In Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind beispielsweise zu viel Omega 6 Fettsäuren enthalten. Dies fördert unter anderem Entzündungen. Alternativ sollte man auf Rapsöl zurückgreifen, denn hier ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren ausgeglichen. Besonders gut ist kaltgepresstes Öl, da es viele Inhaltstoffe hat, die wertvoll sind.

    Wer es richtig machen möchte, mischt die ungesättigten und die gesättigten Fettsäuren. Wer also ein Fleischgericht mit einem Salt kombiniert, der mit Rapsöl-Dressing angemacht ist, macht alles richtig. Vorsichtig sollte man aber mit Frittierfett oder fettigen Backwaren sein. Diese Fette können sich negativ auf den Kreislauf und auf das Herz auswirken.

    Wichtig ist nicht, wieviel Fett man ist, sondern wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Verbrennt man weniger Kalorien, als man aufgenommen hat, dann nimmt man zu. Wer fettreich ist, ist schneller gesättigt. Treibt man dazu noch Sport regt man die Fettverbrennung zu dem noch an. Denn wer versucht Fett zu sparen greift automatisch zu Kohlenhydraten, diese steigern den Blutzucker.

    Kohlenhydrate steigern den Blutzuckergehalt und die Insulinproduktion

    Insulin – ein Hormon – wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Ist diese erkrankt, leiden Betroffene unter Diabetes mellitus, landläufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten, aber auch ballaststoffreiche Nahrung enthält Zucker und viele Produkte, bei denen man es nicht erwartet, wie z. B. Müsli, Joghurt oder Ketchup.
    Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Im Zuge der Verdauung werden sie zu Zucker umgewandelt und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel. Mithilfe (körpereigenen) Insulins wird der Zucker dann als Energieträger in die Körperzellen transportiert. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen den Zucker überhaupt aufnehmen können.

    Unsere moderne Kohlenhydrat reiche Ernährung erzwingt eine sehr hohe Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse. Das Stück Brot oder Schokolade, ein Powerriegel oder ein Stück Obst, das Glas Saft und der kleine Snack zwischendurch, führt zu einem ständig leicht erhöhten konstanten Zuckerspiegel. Auch ein Ernährungsplan mit 5 kleinen Mahlzeiten am Tag (anstatt nur 3) führt zu diesem Ergebnis.

    Verschiedene Lebensmittel bei gleicher Menge an Kohlenhydraten verursachen eine durchaus sehr unterschiedliche Steigerung des Blutzuckerspiegels mit Blick auf die Geschwindigkeit bzw. Steigerungsrate. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als Blutzuckerwirksamkeit eines Nahrungsmittels, wofür extra der glykämische Index eingeführt wurde.
    Ein hoher Indexwert steht für ein Lebensmittel, das den Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe treibt. Als Beispiele seien hierzu der Industriezucker und alle mit ihm gesüßten Lebensmittel sowie Getränke genannt, aber auch Weißbrot oder weißer Reis gehören dazu. Lebensmittel mit geringerem glykämischen Index sind z. B. Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse, Salate oder Hülsenfrüchte. Grundsätzlich gilt, dass Ballaststoffe die Zuckeraufnahme verlangsamen.

    Sport ist die beste Lösung, wenn man abnehmen möchte. Ausdauersport regt die Fettverbrennung an. Die Fettzellen schmelzen, verschwinden aber nicht. Sie werden kleiner. Wer also die Fettzellen loswerden möchte, muss sich das Fett absaugen lassen. Hierbei läuft man aber Gefahr, dass die Fettzellen sich später an einer anderen Stelle neu ansiedeln.
    Fett lässt sich nicht gezielt verbrennen. Doch das richtige Sportprogramm führt zum gewünschten Erfolg. Muskelaufbau-Trainings sind hier sinnvoll, denn diese Kraftwerke sind für die Fettverbrennung unerlässlich.

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  • Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Zunächst ist es für alle Sportler wichtig, eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten über die Nahrung aufzunehmen. Aus diesen bildet der Körper Glykogen, das den Muskeln Energie liefert. Auch die Nerven und das Gehirn decken ihren Energiebedarf fast ausschließlich durch Kohlenhydrate (Dextrose). Wird dem Körper eine zu geringe Menge an Kohlenhydraten zugeführt, leiden die Koordination und Konzentration darunter.

    Ausgeglichener Glykogenhaushalt

    Vor allem Hochleistungssportler sollten daher stets auf einen ausgeglichenen Glykogenhaushalt achten. Ein gut gefüllter Speicher spendet je nach Intensität und Dauer des Trainings für 1 bis 1,5 Stunden Energie. Um ausreichend große Vorräte anzulegen, empfiehlt es sich, täglich zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen.

    Komplexe Kohlenhydrate, die vorwiegend in Brot, Reis, Teigwaren und Getreide sowie in Gemüse, Obst und Kartoffeln vorkommen, sind dabei besser als einfache Zucker (Fruchtzucker, Traubenzucker). Die Kohlenhydrate versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen, stellen kontinuierlich und langsam ihre Energie zur Verfügung und halten auch den Blutzuckerspiegel aufrecht.

    Proteine für Abwehr und Muskelaufbau

    Der menschliche Körper benötigt Proteine in seinem Abwehr- und Enzymsystem sowie zum Muskelaufbau. Eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht genügt für eine ausreichende Versorgung. Eine Kombination aus pflanzlichen und tierischem Eiweiß, zum Beispiel aus Milch, Kartoffeln, Getreide, Ei und Fisch ist empfehlenswert. Bei tierischen Eiweißlieferanten ist es ratsam, fettarme Produkte zu bevorzugen.

    Flüssigkeit und Mineralstoffe

    Der Verlust an Mineralstoffen beim Sport (über den Schweiß) ist zum Teil nicht unerheblich und muss regelmäßig ausgeglichen werden. Geeignet sind hierfür Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, fettarme Gemüsebrühe sowie Früchte- und Kräutertees. Gleichermaßen benötigen Sportler viel Eisen und Magnesium für einen optimalen Sauerstoff-Transport. Hier gibt es trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme häufig einen Mangel. Durch eine Blutuntersuchung kann ein solcher Mangel nachgewiesen und mit einer ausgewogenen Ernährung wieder behoben werden.

    Pro Stunde können je nach Anstrengungsgrad und Art der sportlichen Betätigung zwischen einem und 1,5 Liter ausgeschwitzt werden. Der Körper holt sich zunächst die fehlende Flüssigkeit aus dem Gewebe und dem Blut zurück. Die Folge: Das Blut „dickt ein“. Dadurch fließt es langsamer, die Versorgung der Muskelzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff verschlechtert sich und damit steigt die Gefahr von Muskelzerrungen und -krämpfen. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts vermindert die Leistungsfähigkeit. In Einzelfällen kommt es zu Schwindel und Übelkeit oder sogar zum Kreislaufzusammenbruch.

    Tipp: Sportgetränke dürfen nicht zu kalt sein und sollten möglichst wenig Kohlensäure und Zucker enthalten. Koffeinhaltige und alkoholische Getränke sind ungeeignet. Prinzipiell sollte getrunken werden, bevor der Körper Durst signalisiert, in der Regel vor der sportlichen Betätigung. Während des Trainings ist es ratsam, immer wieder kleine Mengen Flüssigkeit aufzunehmen (je nach Trainingsdauer etwa alle 15 bis 30 Minuten).

    Zusätzliche Vitaminzufuhr

    Für Gelegenheitssportler ist eine zusätzliche Vitaminzufuhr in der Regel nicht notwendig, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Bei Höchstleistungssportlern (Leistungssport) kann der Einsatz von entsprechenden Vitaminpräparaten sinnvoll sein. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

    Nahrungsergänzungen für Hochleistungssportler

    Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die in Form von Dragees, Kapseln, Kau-, Lutsch- oder Brausetabletten, Pulver, Granulat, Flocken oder Saft angeboten werden. Sie enthalten verschiedene Substanzen in konzentrierter Form, darunter

    • Ballaststoffe,
    • Mineralstoffe,
    • Vitamine,
    • essentielle Fettsäuren,
    • Spurenelemente sowie,
    • Eiweiße (Aminosäuren)

    Bei Hochleistungssportlern, die während des Trainings sehr viele Kalorien und Mineralstoffe verlieren und einen erhöhten Bedarf an den genannten Inhaltsstoffen haben, können Nahrungsergänzungen unterstützend wirken und sinnvoll sein. Die zusätzliche Gabe sollte möglichst mit einem Arzt abgestimmt werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Gleichermaßen muss abgeklärt werden, ob eventuelle Allergien gegen die Inhaltsstoffe der Nahrungsergänzungen vorliegen.

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  • Kältereize und Bewegung

    Kältereize und Bewegung

    Wenn aus der Bewegung Schmerz wird

    Ein Training des Wärmeregulationssystems härtet den Körper ab und schützt ihn vor den Unbilden des Wetters. Zudem kann es die überempfindlichen Schmerzrezeptoren wetterfühliger Menschen wieder desensibilisieren. Regelmäßige Kaltwasseranwendungen nach Kneipp, Wechselduschen und Saunabesuche bringen die Abwehrkräfte und das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Für Arthrose-Patienten ist jedoch Vorsicht geboten. Ihre Gelenke sind geschädigt, so dass die Abhärtung behutsam und dosiert erfolgen muss.

    Ein sanftes körperliches Ausdauertraining verstärkt den Effekt. Bewegung ist für Arthrose-Patienten besonders wichtig: Jeder Schritt regt die Bildung von Gelenkschmiere an und bewirkt, dass diese sich besser verteilt. Das bremst den Knorpelverschleiß. Doch auch hier gilt es, Maß zu halten und sich zwar möglichst viel draußen zu bewegen, die Gelenke dabei aber nicht zu überlasten. Ideal sind Spaziergänge, Nordic-Walking, Ski-Langlauf und Gymnastik. Damit die Kälte erst gar nicht „in die Knochen kriecht“, tragen Sie dabei unbedingt warme Winterkleidung.

    Wärme ist ohnehin das A und O für empfindliche Gelenke. Daher müssen auch die Wohnräume von Arthrose-Patienten angenehm temperiert sein. Wer Gelenkprobleme hat, sollte seine Wohnung stets gut heizen und trocken halten. Versagt die Heizung, hilft dicke Kleidung – oder die Flucht in südliche Länder. Ein Urlaub dort entlastet schmerzgeplagte Menschen. Ein Umzug in mildere Klimazonen dagegen will gut überlegt sein. Denn: Der Körper gewöhnt sich rasch an die neuen Bedingungen und die alten Probleme treten erneut auf.

     

    Dauerhaft ausweichen kann man den Sprüngen zwischen Hochs und Tiefs, Kälte und Wärme also nicht. Und sollten bei extremen Kälteeinbrüchen die erwähnten Maßnahmen nicht helfen, bleibt immer noch die herkömmliche symptomatische Behandlung mittels Wärme- und Schmerztherapie.

    Unterstützung aus der Apotheke

    Chemische Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen oder Proxicam in Salben und Gels lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen. Rezeptfreie Schmerzmittel zum Einnehmen enthalten Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac in niedriger Dosis.

    Pflanzliche Auszüge aus Teufelskralle, Brennnessel, Weidenrinde, Pappel und Goldrute sind ebenfalls zur Hemmung von Schmerzen und Entzündungen gedacht und stehen als Präparate zum Einnehmen zur Verfügung. Für äußerliche Anwendungen eignen sich Salben, Pflaster sowie Badezusätze mit Beinwell, Arnika, Capsaicin oder ätherischen Ölen aus Latschenkiefer, Wacholder oder Rosmarin. Sie fördern die Durchblutung.

    Heiße Kompressen und Umschläge lindern ebenfalls Schmerzen; ebenso warme Bäder mit ätherischen Ölen. Angorawäsche hilft, die Gelenke warm zu halten.

    Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Glucosamin, Chondroitinsulfat, Kollagenhydrolysat, Gelatine, Vitamin E oder Omega-3-Fettsäuren sollen den Abbau des