Schlagwort: Fieber

  • Erkältungen mit Hausmitteln kurieren

    Erkältungen mit Hausmitteln kurieren

    Welche Mittel bei Erkältung helfen

    Erkältungen oder auch grippale Infekte sind Erkrankungen, die besonders häufig vorkommen. Im Schnitt haben Erwachsene zwei bis drei Mal im Jahr eine Erkältung, Kinder sind mit vier bis acht Mal pro Jahr noch häufiger krank. Unter einer Erkältung versteht der Arzt eine Erkrankung der oberen Atemwege, die durch Viren ausgelöst werden. Aber auch starke Kälteeinwirkung, die das Immunsystem des Körpers schwächt, kann ein Grund für eine Erkältung sein.

    Auf Erkältungen mit Antibiotika zu reagieren wäre so, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber es gibt eine Reihe von sehr wirksamen Hausmitteln, die jeder Erkältung schnell und einfach ein Ende bereiten.

    Die Symptome

    Erkältungen haben sichere Symptome und dazu gehören:

    • Husten
    • Schnupfen
    • Halsschmerzen
    • Heiserkeit
    • Kopf- und Gliederschmerzen

    Wenn diese Symptome auftreten, dann wird es Zeit für die Mittel, die schon die Großmutter kannte und die bis heute nichts von ihrer Effektivität verloren haben. Wirken können diese alten bewährten Hausmittel aber nur dann, wenn der Körper zur Ruhe kommt. Daher ist es sehr wichtig, sich bei Erkältungen hinzulegen und auszuruhen.

    Welche Hausmittel helfen bei Erkältungen?

    Wenn der Hals schmerzt, die Nase läuft und der Kopf brummt, dann ist eine heiße Hühnersuppe eine sehr gute Wahl. Die Suppe sollte heiß getrunken werden und dann geht es ab ins Bett, um tüchtig zu schwitzen. Wer sich nicht mit einer Hühnersuppe anfreunden kann, der ist auch mit heißem Holundersaft auf der richtigen Seite. Der Saft wird mit einem Drittel Wasser verdünnt, heiß gemacht und dann auch heiß getrunken. Wer möchte, der kann auch noch einen Teelöffel Honig in den Saft rühren, denn Honig ist ein wunderbarer Virenkiller. Nach dem heißen Holundersaft geht es wieder ab ins Bett zum Schwitzen.

    Halschmerzen sind unangenehm und bekämpft werden können sie mit Salz und Wasser. Zwei Teelöffel normales Speisesalz in Wasser auflösen und dann mit dieser Mischung gurgeln sorgt dafür, dass die Halsschmerzen verschwinden. Ein heißer Halswickel mit zerdrückten Kartoffeln ist ebenfalls eine gute Idee, denn auch die Kartoffel kann Viren den Garaus machen.

    Effektive Hilfe bei Husten

    Auch ein hartnäckiger Husten gehört bei den meisten Menschen zu den unangenehmen Begleiterscheinungen, wenn sie eine Erkältung haben. Die Viren sorgen dafür, dass die oberen Luftwege und die Bronchien verschleimen und dieser Schleim löst einen Hustenreiz aus, der für schlaflose Nächte sorgt. Um den Husten mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen und zu besiegen, muss nur eine klein geschnittene Zwiebel mit Kandiszucker zu einem zähen Brei verkocht werden. Dieser Brei sollte nach Möglichkeit immer warm stehen, zum Beispiel auf der Heizung, und dann löffelweise über den Tag verteilt eingenommen werden. Die Zwiebel hat eine antibakterielle Wirkung und der Kandis befreit die Bronchien vom Schleim. Auch heiße Milch mit Honig ist für die oberen Atemwege eine gute Sache, denn die Milch beruhigt, und der Honig wirkt wie die Zwiebel auch, als Antibiotikum.

    Grippe oder Erkältung?

    Auch wenn Erkältungen grippale Infekte genannt werden, mit einer echten Grippe haben sie nichts zu tun. Eine Grippe oder Influenza ist leicht an ihren typischen Symptomen zu erkennen:

    • Hohes Fieber über 39° Grad
    • Schüttelfrost
    • Heftige Gliederschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Muskelschmerzen

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-heart-broken“ size=“32″ icon_color=“#dd3333″ icon_bg=“circle“ hover_animation=“border_increase“ ]Gegen eine echte Grippe helfen keine Hausmittel mehr, hier muss mit Antibiotika geholfen werden. Eine verschleppte Grippe, die nicht rechtzeitig und richtig behandelt wird, kann zu einer Herzmuskelentzündung und damit auch zum Tod führen.

  • Bewährte Durchfall Hausmittel

    Bewährte Durchfall Hausmittel

    Durchfall kann viele Ursache haben, aber eines bleibt Durchfall immer: sehr unangenehm. Eine Magen-Darm Grippe kann schuld sein, wenn es zu Durchfall kommt, aber auch wenn etwas Falsches gegessen wurde, dann ist Durchfall keine Seltenheit. Ist die Aufregung groß, auch dann ist der Durchfall oft nicht weit, denn auch physische Ursachen können eine Diarrhoe auslösen.

    Aber ganz gleich, was der Auslöser für den Durchfall ist, man möchte ihn so schnell wie möglich wieder loswerden und dabei können viele unterschiedliche Hausmittel sehr effektiv helfen. Es muss nicht immer ein Mittel aus der Apotheke sein.

    Viel trinken bei Durchfall

    Die meisten Durchfälle verschwinden nach wenigen Tagen wieder von alleine, wichtig ist es aber, immer ausreichend zu trinken. Mit dem wässrigen Stuhlgang verliert der Körper Flüssigkeit und wenn diese Flüssigkeit nicht wieder aufgefüllt wird, dann kann es zu Problemen mit dem Kreislauf kommen, im schlimmsten Fall droht sogar ein Kreislaufkollaps. Tees sind eine gute Wahl, um den Kreislauf auf Trab zu halten, besonders Kamille, Fenchel und auch Kümmel sind Teesorten, die den Darm beruhigen und den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht halten.

    Äpfel und Möhren bei Durchfall

    Zu den bewährten Durchfall Hausmitteln gehören Äpfel und Möhren. Bei akutem Durchfall wird ein Apfel sehr fein gerieben und gegessen. Äpfel enthalten Pektin, das im Darm aufquillt und den Stuhlgang verdickt. Außerdem wirkt Pektin wie ein Schutzfilm, der sich über die Darmwand legt, eventuelle Gift- und Schadstoffe können damit nicht in die Darmschleimhaut eindringen.

    Einen hohen Anteil an Pektin haben aber auch Möhren, und wer Durchfall wirkungsvoll bekämpfen will, der sollte Möhren in Stücke schneiden, sie dann in Wasser kochen und anschließend zu einem Brei pürieren. Diesen Brei am besten über den Tag verteilt löffeln und der Durchfall verschwindet schnell wieder.

    Was darf bei Durchfall gegessen werden?

    Wer unter Durchfall leidet, der sollte fette und gut gewürzte Speisen meiden, denn sie reizen den Darm noch mehr und lassen sich nur schwer verdauen. Ist der Durchfall akut, dann ist trockener Zwieback ebenso erlaubt wie auch eine zerdrückte Banane und weich gekochte Nudeln oder Reis. Knäckebrot füllt den Magen, aber belastet den Darm nicht und auch ein Rührei, das mit Wasser statt mit Milch gerührt wurde, hilft dem Darm wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

    Süßigkeiten wie Schokolade sind tabu und auch Hülsenfrüchte sind kein geeignetes Durchfall Hausmittel, und das gilt auch für dunkle Schokolade, die zu Unrecht ein Durchfall Hausmittel ist. Ein weiterer Irrtum ist, dass Salzstangen und Cola dabei helfen können den Durchfall zu besiegen, denn Cola enthält jede Menge Zucker. Zucker hat die Eigenschaft, dass noch mehr Wasser an den Darm abgegeben wird und das macht den Stuhlgang noch flüssiger. Vor allem bei Kindern ist die sogenannte „italienische Diät“ aus Salzstangen und Cola als Durchfall Hausmittel nicht zu empfehlen, denn sie kann zu einem Kalziummangel führen.

    Wann sollte der Arzt aufgesucht werden?

    Auch wenn es viele effektive Durchfall Hausmittel gibt, wenn folgende Symptome auftreten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden:

    • Wenn zum Durchfall Fieber kommt
    • Wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält
    • Wenn Blut im Stuhl ist
    • Wenn man sich müde und erschöpft fühlt

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-heart-broken“ size=“32″ icon_color=“#dd3333″ icon_bg=“circle“ hover_animation=“border_increase“ ]Alle diese Symptome können einen ernsten Hintergrund haben. Daher ist es wichtig zum Arzt zu gehen und die Ursache für den Durchfall abklären zu lassen.

  • Hausmittel bei starkem Husten

    Hausmittel bei starkem Husten

    Bei Husten muss man nicht gleich zu Chemie greifen, denn es gibt eine Reihe toller Hausmittel, welche den Husten natürlich besiegen können. Natürlich sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, wenn der Husten dann überhaupt nicht nachlassen will, aber zuerst ist der Versuch mit den Hausmitteln, immer der bessere Weg. Denn der Arzt wird vermutlich ein Antibiotika verordnen und das ist nicht immer unbedingt das Beste.

    Was passiert bei Husten

    Bei Husten handelt es sich um keine Erkrankung, denn Husten ist ein Symptom. Tritt Husten auf, dann ist das nichts anders, als eine Abwehrreaktion unseres Körpers. Damit wird versucht, Eindringlinge aus den Atemwegen herauszubefördern. Deshalb ist es oft ja auch so, dass Husten von Auswurf begleitet wird. Husten ist immer ein Symptom einer Erkältungskrankheit. Bei Husten ist es einfach so, dass es immer zu einer vermehrten Schleimbildung in den Bronchien kommt. Der Husten hat oft immer den selben Verlauf, er fängt mit einem trockenen Reizhusten an. Im Laufe der Zeit wird es dazukommen, dass aus dem Reizhusten ein Husten wird, der von Schleim begleitet ist und dabei wird es auch zum Auswurf kommen. Der Hustenreiz kann wirklich extrem nerven, aber nicht immer sollten Medikamente zur Regulierung eingesetzt werden. Viel besser ist es, den Husten mit sinnvollen Hausmitteln zu bekämpfen. Hausmittel können dafür sorgen, dass sich der Schleim, der in den Bronchien ganz zäh sitzt, verflüssigt und dadurch fällt auch das Abhusten bedeutend einfacher. Sollte sich aber Fieber zum Husten gesellen, dann ist es Zeit, den Arzt aufzusuchen. Spätestens nach 5 Tagen ohne Besserung des Hustens mit Hausmitteln, muss der Arzt die Lunge und die Bronchien abhören.

     

    Welche Hausmittel bei Husten

    Wer sich eine straken Husten eingefangen hat, der muss seinen Körper nun unterstützen. Und zwar dabei, dass der Körper den Schleim aus den Bronchien absondern kann. Ganz wichtig ist es ganz viel zu trinken, am besten warmen Tee. Kräutertee ist eine wundervolle Unterstützung und dieser sollte in großen Mengen getrunken werden. Denn der Flüssigkeitsbedarf muss unbedingt ausgeglichen werden. Wer Kräutertee nicht so gerne trinkt, der kann auch mit Zucker oder Honig süßen. Auch Spitzwegerich ist als Tee getrunken eines der besten Hausmittel gegen einen hartnäckigen Husten. Zudem kann es auch sehr gut helfen, in getrockneten Spitzwegerichblättern, ein heißes Vollbad zu nehmen. Außerdem hilft auch ein Erkältungsbad, denn die ätherischen Öle, machen die Atemwege frei. Heiße Gesichtsbäder können auch wahre Wunder vollbringen, denn der warme Dampf reinigt und beruhigt die Atemwege. Der warme Dampf befeuchtet gleichzeitig die Schleimhäute.

     

    Weitere wertvolle Hausmittel bei Husten

    Es gibt eine ganze Reihe an hilfreicher Hausmittel, die sich hervorragend bei Husten bewähren. Wer unter einem starken Husten leidet, der kann sich heiße Kartoffelwickel machen. Dafür werden Kartoffeln gekocht. Sind diese weich, dann sollten diese so schnell wie möglich in ein Handtuch gewickelt werden und die Kartoffeln werden zerstampft. Das Handtuch mit den zerstampften Kartoffeln wird nun direkt auf die Brust gelegt und solange dort belassen, bis diese wieder kalt sind. Aber Vorsicht, dass die Kartoffeln nicht zu heiß sind, denn ansonsten könnte es zu Verbrennungen kommen. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber sehr wirkungsvoll ist ein Tee aus Zwiebeln. Dafür werden die Zwiebeln geschält und ich feine Streifen geschnitten. Dann werden die geschnittenen Zwiebeln in einen Topf mit Wasser gegeben und auf dem Herd aufgekocht. Das Ganze lässt man nun etwa eine halbe Stunde köcheln. Danach wird der Sud abgegossen und ziemlich zügig getrunken. Eine Weiteres sehr gutes und hilfreiches Hausmittel, ist einen schwarzen Rettich zu kaufen und der Saft, der damit produziert werden kann, hilft so gut wie bei jedem Husten. Dazu wird der Rettich ausgehöhlt, aber nicht komplett, es sollte auf jeden Fall noch etwas von dem Fleisch des Rettichs übrig bleiben. Dann wird der Rettich mit Kandiszucker befüllt und der Rettich beginnt, nun Saft zu ziehen. Schon nach wenigen Stunden hat der Rettich Saft und dieser sollte dann immer wieder löffelweise getrunken werden.

  • Wadenwickel als Hausmittel – Umschläge, Wickel und Co

    Wadenwickel als Hausmittel – Umschläge, Wickel und Co

    Viele der Leser kennen Wickel, Kompressen und Umschläge aus der eigenen Kindheit. Insbesondere dann, wenn die Großeltern besucht wurden und plötzlich Halsschmerzen oder Fieber auftraten, dann wurden diesen Wehwehchen schnell mit Umschlägen und Wickel den Garaus gemacht. Was Oma noch wusste, ist bei den meisten von uns leider mittlerweile fast in Vergessenheit geraten. Dabei können diese alten Hausmittel eine wertvolle Hilfe, nicht nur bei Fieber, sein.

    Wadenwickel sind auch heute noch das bekannteste Hausmittel

    Viele Wickel und Umschläge sind zwar heute zu einem großen Teil in Vergessenheit geraten, doch Wadenwickel sind nach wie vor präsent. Sie gelten als besonders schonende Methode dem Körper, bei Fieber, Wärme zu entziehen. Wadenwickel bestehen in der Regel aus zwei unterschiedlichen Lagen. Zum einen aus einem Innentuch aus Leinen und zum andern aus einem Außentuch aus Baumwolle das als Nässeschutz dient. Viele Menschen machen bei den Wadenwickeln allerdings einen Fehler, sie machen die Wickel zu kalt. Dabei soll das Innentuch in Wasser getaucht werden, welches nur ein bis fünf Grad kühler ist als die eigentliche Körpertemperatur. Dann wird das Tuch leicht ausgewrungen und um die Waden geschlungen.

    Diverse Wickel werden aber auch mit Lebensmitteln gemacht. So können beispielsweise Wickel mit gekochten Kartoffeln Linderung bei Muskelverspannungen in Rücken oder der Schulter verschaffen. Für einen solchen Wärmewickel werden die Kartoffeln zerdrückt und auf einem trockenen Zwischentuch ausgebreitet. Bei Gelenkschmerzen haben sich schon oft Wickel mit Kohlblättern bewährt. Dafür werden Kohlblätter ohne den Strunk so lange gewalkt bis der Saft austritt. Die so bearbeiteten Blätter werden dann entweder direkt oder aber leicht temperiert auf die betroffenen Stellen ausgelegt.

    Kompressen mit Heilerde: Wirksam bei Prellungen und Quetschungen

    Heilerde gibt es mittlerweile nicht nur in Apotheken, sondern auch in Drogerien oder online zu kaufen. Das unscheinbare Lehmpulver hat so einiges auf dem Kasten wenn es darum geht Prellungen oder auch Quetschungen zu lindern. Kompressen mit Heilerde schaffen Linderung bei rheumatischen Beschwerden, Prellungen, Verstauchungen, Quetschungen und entzündeten Gelenken. Für eine Heilerde Kompresse, wird etwas Heilerdepulver mit lauwarmem Wasser zu einem dicken Brei angerührt, der dann zwischen zwei Gazetüchern aufgetragen wird.

    Nicht zu unterschätzen: Die richtige Wickeltechnik

    Eine ganz wichtige Grundregel beim Wickeln lautet, dass Plastikfolie auf der Haut nichts zu suchen hat. Auch zum Abdichten der Außenschicht ist Plastikfolie total überflüssig, denn wenn Umschläge richtig vorbereitet werden, dann nässen diese auch nicht durch. Nutzt man Plastikfolie, egal in welcher Art und Weise, dann führt dies zur Bildung von Staunässe, was wiederrum als sehr unangenehm empfunden wird. Weiterhin sollte bei Wickeln darauf geachtet werden, dass die Tücher stramm und ohne Falten aufliegen. Denn sonst entstehen Luftpolster. Diese fühlen sich insbesondere bei warmen Wickeln schnell unangenehm kühl an.

    Wer Interesse hat die richtigen Wickeltechniken zu erlernen, der sollte bei Landrauenvereinen oder Kneipp-Verbänden nachfragen. Hier werden häufig Einführungskurse gehalten, die in das Geheimnis des richtigen Wickelns einführen. Auch bei den Volkshochschulen kann man von Zeit zu Zeit Glück haben, dass ein solcher Kurs angeboten wird.

  • Wehen: Wie erkennt man sie?

    Wehen: Wie erkennt man sie?

    Alles über Wehen und wie man sie erkennt

     

    Wenn der Geburtstermin näher rückt, dann machen sich viele schwangere Frauen darüber Gedanken ob und wie Sie die Wehen erkennen. Denn pauschale Aussagen darüber, wie sich Wehen anfühlen können nicht gemacht werden, da jede Frau Geburtswehen anders empfindet.

    Doch was passiert eigentlich wenn der Zeitpunkt gekommen ist und Ihr Baby endlich auf die Welt möchte? Haben die Geburtswehen eingesetzt, dann können eines oder mehrere, der genannten 5 Dinge, auftreten:

    • Der Muttermund wird stufenweise dünner und weitet sich. Dieser Vorgang wird auch „Auflösung“ genannt. Schrittchen weise weitet er sich auf 10 Zentimeter.
    • Die Wehen kommen regelmäßig und in stetig kürzeren Intervallen. Außerdem nehmen die Wehen an Intensität zu und dauern länger an.
    • Viele Schwangere haben dann auch anhaltende Schmerzen im Bereich des unteren Rückens. Die Rückenschmerzen werden zudem von krampfartigen Schmerzen, wie sie auch bei der Periode auftreten, begleitet.
    • Vielleicht entdecken Sie auch Blut im Slip. Dies spricht dann für die Ablösung des Schleimtropfens, der zuvor den Muttermund verschlossen hat. In diesem Fall können die Wehen kurz bevorstehen, es können aber auch noch einige Tage ins Land gehen, bevor Wehen auftreten.
    • Ihre Fruchtblase platzt und die Wehen setzen gleichzeitig ein.

    Wann sollte der Arzt oder die Hebamme gerufen werden?

    Insbesondere Erstgebärende scheuen sich Kontakt mit dem Arzt oder der Hebamme aufzunehmen, da sie sich nicht sicher sind ob es sich um echte Geburtswehen handelt oder nicht. Hier sollten Sie jedoch keine falsche Scheu an den Tag legen. Denn Hebammen oder auch Ärzte sind es gewohnt, dass auch mal ein Fehlalarm am Start ist.

    In folgenden Situationen sollten Sie unbedingt Kontakt zur Hebamme oder einem Arzt suchen:

    • Wenn sich das Baby weniger als sonst bewegt
    • Wenn vaginale Blutungen auftreten, selbst dann wenn es nur kleinste Mengen sind oder es sich um kleine Mengen schleim handelt der Blut gefärbt ist
    • Sie an Fieber, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder starken Unterleibsschmerzen leiden
    • Wenn Ihre Fruchtblase platzt oder Sie vermuten das Fruchtwasser austritt

    Die Wehen setzen ein: Was können Sie tun?

    Das hängt natürlich von der jeweiligen Tageszeit ab und von dem was Sie gerne tun möchten. Auf jeden Fall sollten Sie versuchen möglichst ruhig und entspannt zu bleiben. Denn dies unterstützt das Voranschreiten der Wehen und erleichtert mit den Kontraktionen fertig zu werden.

    Zu Beginn der Wehen kann es sein das Sie Appetit haben. Daher sollten Sie etwas essen und trinken, um sich für die bevorstehende Geburt zu stärken. Wechseln Sie zwischen Gehen und Liegen oder Duschen beziehungsweise Baden Sie warm. Viele Frauen hilft das Wasser sich zu entspannen und die Schmerzen besser auszuhalten.

    Gerade zu Beginn der Wehen können Sie noch gut verschiedene Atemtechniken und Positionen ausprobieren die Ihnen Erleichterung bei den Kontraktionen verschaffen können.

    Kontraktionen ohne Wehen: Gibt es das?

    Ja das gibt es, dabei handelt es sich dann um die sogenannten „Senkwehen“. Im Gegensatz zu den echten Wehen wird bei den Senkwehen der Mutterhals nicht dünner und weitet sich auch nicht. Zwar sind auch Senkwehen schmerzhaft aber vollkommen unberechenbar und unregelmäßig.

    Ob es sich um unechte beziehungsweise Senkwehen oder aber um echte Geburtswehen handelt kann der Arzt oder die Hebamme mittels einer Untersuchung schnell feststellen.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Chronischer Durchfall

    Chronischer Durchfall

    Chronischer Durchfall – Erkennen, Behandeln und die Symptome

     

    Das Magen-Darm-Leiden Chronische Diarrhö bezeichnet eine Durchfall-Erkrankung mit so genanntem ‚ungeformtem Stuhl‘ von mehr als drei bis vier Wochen Dauer. In aller Regel spricht man daher von chronischem Durchfall, wenn der Betroffene mindestens dreimal am Tag oder mehr unter wässrigem Stuhlgang leidet und der Stuhl im Schnitt bei über 200 Gramm/Tag liegt.

    Ursachen von Chronischem Durchfall

    Die Ursachen lassen sich in Untergruppen einteilen, auch müssen Erkrankungen mit ähnlicher oder nahezu identischer Symptomatik bedacht werden. In den meisten Fällen ist eine Darminfektion die Ursache der Diarrhö. Sie kann unterschiedliche Erreger haben. Während im Akutfall Salmonellen vorherrsch, werden beim chronischen Verlauf meist Parasiten oder Viren, aber auch Bakterien wie der Campylobacter jejuni nachgewiesen. Auch vorliegende Grunderkrankungen können als Begleiterscheinung einen chronischen Durchfall auslösen, etwa ein akuter Schub bei Morbus Crohn (chronische Darmkrankheit) oder Colitis ulcerosa (Dickdarmentzündung), aber auch bei Reiz-Darm oder Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit). Letzteres leitet über zum dritten Ursachenbereich der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Viertens kann eine chronische Diarrhö das Anzeichen für Medikamenten-Missbrauch oder -Vergiftung sein. Unsachgemäßer Gebrauch von Abführmitteln oder Entwässerungstabletten (Diuretika) sind hier zu nennen. Aber auch verordnete Antibiotika, Eisenpräparate und Magenmedikamente können kontraproduktiv wirken. Weitere Ursachen sind Intoxikationen mit Umweltgiften wie etwa Kupfer und Quecksilber, aber auch andauernder Stress.

    Symptome Chronischer Durchfall

    Neben dem klassischen Symptom des mehrfach täglichen, wässrigen und ungeformten Stuhls können in unterschiedlicher Ausprägung Übelkeit und Erbrechen mit Magen-Darm-Krämpfen hinzukommen. Auch Fieber ist möglich. Bei fortschreitender Erkrankung leidet der Körper unter Dehydratation und Gewichtsverlust. Je nach vorliegender Differentialdiagnose sind weitere Beschwerden möglich, die der auslösenden Grunderkrankung zuzuordnen sind. Zu nennen wären hier etwa Leberwerterhöhungen, Gelenkbeschwerden oder Lymphknotenvergrößerungen. Ist der chronische Durchfall von bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ausgelöst, kann auch Arthritis hinzukommen.

    Ist der Flüssigkeitsverlust durch die Diarrhöe sehr hoch und kann der Patient diese nicht mehr durch ausreichendes Trinken ausgleichen, kommt es im Verlauf des chronifizierten Durchfalls zur schon erwähnten Dehydration. Der Flüssigkeitsmangel macht sich je nach Austrocknungsgrad an einer sehr trockenen Zunge bemerkbar. Ein kleiner Test gibt weiteren Aufschluss: Bleibt nach leichtem Zwicken die Haut in Falten stehen, ist Alarm angesagt. Dies gilt auch, wenn die Urinmenge abnimmt und der Harn zudem von auffällig dunkler Farbe ist. In diesem fortgeschrittenen Stadium der Diarrhö fühlen sich die Betroffenen durch den Flüssigkeits- wie Nährstoffverlust schläfrig bis benommen. Es drohen ernsthafte Komplikationen wie ein Kreislaufzusammenbruch und/oder Nierenschäden.

    Therapie bei Chronischem Durchfall

    Die individuelle Therapie richtet sich nach der jeweiligen Erkrankungsursache des chronischen Durchfalls, weswegen die Auswertung des Blutbildes und eine Darmspieglung – vor allem bei Blut im Stuhl – sinnvoll sind. Im Fall von offensichtlicher Nahrungsmittelallergie oder Medikamentenunverträglichkeit kann bereits eine entsprechende Diät oder das Absetzen des Medikaments Abhilfe verschaffen. Gegen die Darmkrämpfe können kurzzeitig krampf- und schmerzlösende Heilmittel verabreicht werden, auch Wärme lindert. Medikamente, die den Durchfall bremsen, sind nur bedingt sinnvoll, vor allem, wenn Bakterien die Ursache sein sollte. Anders gesagt: Kohletabletten tragen eben nicht zu einer ursächlichen Behandlung der Diarrhö bei. Antibiotika sind wiederum nur bei bestimmten Erregern sinnvoll.

    Stets sollten die Betroffenen viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wichtig sind die Zufuhr von Elektrolyte und Mineralstoffen. Danach sollte ein langsamer Kostaufbau erfolgen. Probiotika können helfen, die Darmflora wieder herzustellen.

    Bild: © Depositphotos.com / DenisNata