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  • 39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    In der 39. SSW, am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, läuft salopp gesagt, für Mutter und Kind der Countdown. Die Geburt steht in der 39. SSW unmittelbar bevor, und wenn es in der 39. SSW Anzeichen Geburt gibt, dann steht einer Entbindung nichts mehr im Wege. Nur 5 % der Kinder kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt, die meisten Babys lassen sich entweder noch Zeit oder erblicken eben in der 39. SSW das Licht der Welt. In der 39. SSW können Mutter und Kind nichts anderes tun als zu warten, bis es endlich losgeht.

    Wie geht es dem Baby in der 39. SSW?

    Zwischen 50 und 51 cm groß ist das Baby in der 39. SSW und es wiegt im Schnitt 3.250 Gramm. In den vergangenen Wochen hat sich sein Wachstum immer mehr verlangsamt, denn bei den meisten Babys ist das Wachstum schon in der 36. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Kinder, die klein und eher zart sind, bringen in der 39. SSW nur 3.000 Gramm auf die Waage, aber es gibt auch kleine Schwergewichte, die in der 39. SSW schon vier Kilogramm wiegen. Wenn die Mutter in der 39. SSW Rückenschmerzen plagen, dann kann das durchaus ein Zeichen für ein schweres Baby sein.

    In der 39. SSW ist die Lunge des Babys voll ausgereift und hat bereits damit begonnen, Kortison zu produzieren. Das Kortison sorgt nach der Geburt dafür, dass sich die Lunge entfalten kann und dass der Rhythmus der Atmung stabil bleibt. Wenn sich das Baby in der 39. SSW Woche noch Zeit lässt, dann wird diese Zeit genutzt, um Fettreserven anzusammeln. Die Mutter spürt ihr Kind in der 39. SSW kaum noch, denn in der Gebärmutter wird es langsam aber sicher eng. Das Baby schläft jetzt viel, wohl auch um Kraft für die anstehende Geburt zu tanken. Die sogenannte Lanugo-Behaarung ist in der 39. SSW kaum noch vorhanden, bei einigen Babys ist lediglich ein zarter Flaum zu sehen, der aber in den ersten beiden Lebenswochen vollständig verschwindet.

    Im Zahnfleisch des ungeborenen Kindes zeichnen sich in der 39. SSW Furchen ab, sie sind die Anlagen für die Milchzähne, deren erste Konturen sich bereits abzeichnen, aber erst im sechsten Lebensmonat werden die Zähne durch den Kiefer brechen. In der 39. SSW ist das Fruchtwasser nicht mehr klar, sondern hat eine weiße, leicht milchige Farbe angenommen. Dafür ist die Käseschmiere verantwortlich, die sich im Fruchtwasser löst. Auch die Haut des Babys verändert sich in diesem Stadium der Schwangerschaft, die obere Schicht schält sich ab und wird durch eine neue Hautschicht ersetzt. Als Vorbereitung für die Geburt produziert das Kind in der 39. SSW viele Hormone, denn das endokrine System wird während der Geburt mehr Stresshormone ausschütten. Diese Hormone helfen dem Kind dabei, seine Körperfunktionen außerhalb der Gebärmutter in Gang zu bringen.

    Die Mutter in der 39. SSW – das Nest bauen und warten

    Putzen, alles in Ordnung bringen, das Kinderzimmer fertig einrichten und dekorieren – Frauen, die in der 39. SSW sind, haben den Nestbautrieb. Im Grunde ist der Drang alles perfekt zu gestalten, damit das Baby in ein schönes Zuhause kommt, nichts anders als die Überbrückung der Wartezeit bis zur Geburt. Bei 15 % aller Frauen kommt es in dieser Zeit zum Blasensprung, was in der 39. SSW Wehen auslösen kann. Es bleibt aber immer noch ausreichend Zeit, die Hebamme zu verständigen und ins Krankenhaus zu fahren, denn bis zur Geburt vergehen meist noch mehrere Stunden.

    98 % der Kinder, die in Deutschland geboren werden, erblicken in einem Krankenhaus das Licht der Welt, die restlichen zwei Prozent kommen in einer Arztpraxis, zu Hause oder in einem Geburtshaus zur Welt.

    Wie lange kann eine Geburt dauern?

    Wie lange die Entbindung tatsächlich dauert, das ist immer sehr individuell und es gibt lediglich Durchschnittswerte. Früher hieß es, wenn in der 39. SSW Schleim vermehrt abgeht, dann ist das ein Zeichen für eine schnelle Geburt, aber diese Weisheit gilt heute nicht mehr. Das Gleiche gilt auch für den 39. SSW Schleimpfropf, denn wenn sich dieser löst, dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht, aber es deutet nicht an, wie lange die Geburt dauern wird. Wenn der 39. SSW Ausfluss allerdings zäh fließend und leicht gelblich ist, dann ist das ein Zeichen, dass das Kind wahrscheinlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Im Durchschnitt dauert die Geburt des ersten Kindes zwischen 13 und 20 Stunden, Frauen, die schon einmal geboren haben, müssen hingegen mit durchschnittlich acht Stunden rechnen.

    Schon die ersten Vorwehen können sehr schmerzhaft sein, bei vielen Frauen fallen diese Wehen jedoch aus, sie haben direkt Eröffnungswehen. Hat die werdende Mutter vor der Geburt große Angst, dann ist in der 39. SSW starke Übelkeit möglich, manche Frauen übergeben sich sogar noch im Kreißsaal. Ein in der 39. SSW harter Bauch ist nichts Ungewöhnliches, es wird aber von den meisten Frauen als unangenehm wahrgenommen. Ein Bad im lauwarmen Wasser kann für Entspannung sorgen. Wenn dieses Gefühl hingegen anhält, dann ist es sicherer ins Krankenhaus zu fahren, denn dann kann es sein, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt.

    Müssen in der 39. SSW Wehen stimuliert werden?

    Geburten in der 39. SSW sind keine Seltenheit und auch nicht gefährlich, aber wenn sich die Herztöne des Kindes verändern, dann werden die Wehen auch zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft stimuliert. Auch wenn die Eröffnungswehen in der 39. SSW zu schwach sind oder wenn zu wenig Prostaglandine, die sogenannten Eröffnungshormone freigesetzt werden, dann werden die Wehen stimuliert, um die Geburt voranzutreiben. Das Gleiche gilt auch dann, wenn es zwar schon Wehentätigkeit gibt, aber die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist. In diesem Fall werden Arzt oder Hebamme die Fruchtblase manuell öffnen, damit die Wehen stärker werden.
    Weitere Möglichkeiten, um die Wehen in der 39. SSW zu forcieren, sind Vaginalzäpfchen oder ein Gel, das am Muttermund aufgetragen wird. Wenn das alles nicht hilft, dann wird die Gebärende in den meisten Fällen an den Wehentropf gehängt. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Wehen danach sehr plötzlich, in sehr kurzen Abständen und auch sehr schmerzhaft einsetzen.

    Bild: © Depositphotos.com / Astroid

  • Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Was Veganer mögen – Skurriles zum Weltvegantag

    Sie verzichten auf Fleisch, Wurst, Milch, Eier und Honig. Sie tragen keine Schuhe aus Leder und meiden alles, was irgendwie einen tierischen Ursprung hat – Veganer sind sehr konsequente Menschen. Am gestrigen Weltvegantag haben die vielen Veganer, die es mittlerweile gibt, auf sich und ihre Lebensweise aufmerksam gemacht. In Deutschland leben knapp eine Million Veganer und es werden immer mehr. Ihr Alltag wird immer einfacher, denn es gibt immer mehr Produkte, die ohne tierische Zutaten auskommen, einiges aus der veganen Welt ist allerdings etwas skurril.

    Der Supermarkt für Veganer

    Noch vor wenigen Jahren gab es Vegetarier, aber nur sehr wenige Veganer. Die wenigen Veganer, die es damals gab, mussten weite Wege gehen, um die passenden Lebensmittel zu finden. Heute sieht das anders aus, denn immer mehr Supermärkte nur für Veganer schießen praktisch wie die berühmten Pilze aus dem Boden. In Berlin, oder genauer gesagt am Prenzlauer Berg wurde der erste der veganen Supermärkte eröffnet, und mittlerweile gibt es auch Ableger in vielen anderen Städten, wie München, Essen oder Leipzig. Die Auswahl in diesen Supermärkten reicht von einem reichhaltigen Angebot an Gemüse und Obst über den veganen Brotaufstrich bis hin zum milchfreien Käse.

    Fitnessstudios und Stadtführungen für Veganer

    Wenn Veganer verreisen, dann möchten sie natürlich auch eine Stadtführung machen. In Köln werden jetzt diese Stadtrundgänge nur für Veganer angeboten. Hier wird das Augenmerk aber nicht auf die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelenkt, es wird vielmehr auf Restaurants, auf neue Lebensmittelläden und auch vegane Bekleidungsgeschäfte aufmerksam gemacht, und auch vor dem Fitnessstudio macht der vegane Hype nicht halt. In der Hauptstadt gibt es heute Studios, deren Trainingsgeräte nicht mehr mit Leder bezogen sind, und wer an einen Energieriegel möchte, der bekommt Sojaprodukte. Die Proteinshakes sind natürlich auch vegan und bei Facebook haben die veganen Fitnessfreunde unter dem Namen „Berlin Strength“ sogar eine eigene Gruppe.

    Vegan beim Friseur und im Tattoostudio

    Es klingt ein wenig absurd, aber viele sehr konsequente Veganer haben tatsächlich Probleme damit, einen passenden Friseur zu finden. So darf zum Beispiel kein Bienenwachs zum Haarstyling benutzt werden und Shampoos, die an Tieren getestet wurden, kommen selbstverständlich auch nicht infrage. Einen Salon zu finden, der komplett auf die Wünsche der Veganer eingeht, ist jedoch schwer. Eine Ausnahme ist das Haarstudio Weinhönig in Berlin, denn dort ist wirklich alles zu 100 % vegan. Auch Veganer, die sich tätowieren lassen möchten, müssen oftmals sehr lange suchen, bis sie das passende Tattoostudio gefunden haben. So darf die rote Farbe nicht von Blattläusen stammen und auch die Vaseline für die Haut sollte frei von tierischen Inhaltsstoffen sein. Angeboten wird dieser vegane Service bislang aber nur in zwei Tattoostudios in Berlin.

    Vegan wohnen – Hotels für Veganer

    Die schlechte Nachricht ist, laut dem Hotelverband Deutschland gibt es nur sehr wenige Hotels, in denen Veganer sich rundherum wohlfühlen. Im westfälischen Hamm gab es das Veganalina, ein Hotel, das ganz auf die Wünsche und Vorstellungen der veganen Gäste eingegangen ist. Die Bettwäsche im veganen Hotel enthielt keine Daunen und die Seife wurde nicht an Tieren getestet. Trotzdem hat das Konzept nicht wie geplant funktioniert und heute gibt es nur noch ein veganes Café, das sich allerdings großer Beliebtheit erfreut. Ebenfalls Probleme haben die Biergärten für Veganer, denn statt Brathendl und Weißwürste werden dort vegane Brezel mit Humus serviert, was nicht bei allen gut ankommt.

    Wie skurril der vegane Trend zuweilen ist, das beweisen auch die Kondome für Veganer. Normalerweise enthalten Kondome das Milcheiweiß Casein, aber die Industrie hat reagiert und es werden jetzt auch Kondome angeboten, die diesen Inhaltsstoff nicht enthalten und die auch von Veganern die korrekt verhüten wollen, ohne Gewissensbisse verwendet werden können.

    Bild: © Depositphotos.com / haveseen

  • Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wer gerne Wurst und Schinken isst, wird die Nachricht der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Schrecken gehört haben, denn die WHO warnt vor dem Verzehr von Wurst und Schinken, weil diese krebserregend sein können. Aber nicht nur Wurst und Schinken stehen im Kreuzfeuer, auch rotes Fleisch vom Rind und Schwein soll nicht gesund sein, und das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, steigt demnach mit jedem gegessenen Steak. Müssen sich jetzt alle Sorgen machen, die gerne Steaks, Wurst und Schinken essen?

    Wurst und Schinken sind beliebt

    Am Morgen die Scheibe Salami aufs Frühstücksbrötchen, zum Mittagessen eine leckere Brat- oder Currywurst und am Abend vielleicht noch ein saftiges Rumpsteak mit Beilagen – Fleisch, Wurst und Schinken gehören bei vielen Menschen bei der Ernährung einfach dazu. Pro Jahr essen die Deutschen rund 38,1 % Schweinefleisch und 12,9 % Rindfleisch, genauso beliebt ist der Schinken vom Schwein, sowie diverse Wurstsorten wie Fleischwurst, Salami oder Leberwurst. 85 % der Deutschen essen beinahe jeden Tag Wurst und Schinken, wobei Männer mit 42 % beim Fleisch- und Wurstkonsum weit vorne liegen. Bei den Damen sind es 23 %, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen.

    800 Studien

    Die WHO hat für ihren neuen Bericht 800 unterschiedliche Studien ausgewertet, die sich mit einem eventuellen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Wurst und Schinken und einem erhöhten Krebsrisiko beschäftigt haben. Das Ergebnis ist, dass die Gefahr an Krebs zu erkranken, sehr gering ist, selbst für diejenigen, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen. Es kommt nach Ansicht der WHO jedoch auf die Menge an und auch die Verarbeitung der Fleisch- und Wurstwaren spielt eine entscheidende Rolle, ob die Gefahr besteht, an Krebs zu erkranken oder eher nicht. Die WHO musste allerdings einräumen, dass es nicht nur Fleisch- und Wurstwaren sind, die Krebs erzeugen können, auch viele andere Faktoren spielen dabei eine Rolle.

    Wurst und Schinken – es kommt auf die Verarbeitung an

    Um Fleisch, Wurst und Schinken haltbar zu machen, werden sie gepökelt, gesalzen, geräuchert oder auch fermentiert. Und genau das ist es, was Fleisch, Wurst und Schinken nach Ansicht der WHO gefährlich macht. Besonders gilt das für Würstchen, Dosenfleisch, Trockenfleisch und Soßen, die auf der Basis von rotem Fleisch hergestellt werden. Die WHO geht sogar noch einen Schritt weiter und stuft diese Fleisch- und Wurstwaren als genauso gefährlich ein, wie Tabak und Asbest.

    Was empfiehlt die DGE zum Thema Wurst und Schinken?

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, hat sich Gedanken zum Verzehr und zur Gefahr von Wurst und Schinken gemacht. Die DGE sieht das Risiko jedoch deutlich geringer als die WHO, ihrer Ansicht nach sollten es nicht mehr als maximal 600 Gramm Fleisch, Wurst und Schinken am Tag sein. Es ist vor allem der männliche Teil der Bevölkerung, der deutlich mehr isst. 61 % der Männer gaben bei einer Umfrage an, jeden Tag und zu jeder Mahlzeit Wurst und Schinken zu essen, bei den Frauen sind es nur 31 %. Diese Zahlen zeigen, dass Fleisch- und Wurstwaren bei den Deutschen einfach zur Ernährung gehören.

    Das vegane Angebot wird größer

    Rund die Hälfte der Deutschen kann sich nicht nur vorstellen, den Fleisch- und Wurstkonsum zu senken, 49 % versuchen es sogar. Immer mehr Deutsche sind bereit, ihre Essgewohnheiten bei Fleisch, Wurst und Schinken grundlegend zu ändern. Auch die Zahl derer, die sich zukünftig vegetarisch oder sogar vegan ernähren wollen, steigt stetig an. Ein Grund für diesen Trend ist auch das immer größer werdende Angebot der Industrie an veganen oder vegetarischen Lebensmitteln. Wie groß das Angebot ist, das zeigte auch die Ernährungsmesse Anuga in Köln, denn knapp die Hälfte der Aussteller hatte vegane oder vegetarische Lebensmittel im Programm.

    Bild: © Depositphotos.com / dar19.30

  • Clean Eating – warum sauberes Essen im Trend ist

    Clean Eating – warum sauberes Essen im Trend ist

    Gemüse putzen, Salat und Obst gründlich waschen und die Arbeitsfläche in der Küche hygienisch sauber halten, dass alles ist für die meisten Hausfrauen und Hausmänner selbstverständlich, mit dem neuen Trend Clean Eating hat das jedoch gar nichts zu tun. Clean Eating kommt, wie sollte es auch anders sein, aus den USA und bedeutet nichts anderes als reines Essen oder anders gesagt, natürliches Essen, was ohne künstliche Zutaten und Inhaltsstoffe auskommt.

    Alles natürlich beim Clean Eating

    Clean Eating bedeutet, es wird naturbelassen gegessen, alle Zutaten sind aus unverarbeiteten, natürlichen Rohstoffen, und es wird auf Dinge wie synthetischen Zucker, Geschmacksverstärker, künstliche Aromastoffe und ungesunde Transfette verzichtet. Als Faustregel für das Clean Eating gilt: Je kürzer die Liste der Zutaten ist, umso gesünder ist das Essen. Junkfood und Fast Food haben mit Clean Eating nichts zu tun, denn beim Clean Eating wird auf die Qualität der Lebensmittel großen Wert gelegt. Streng genommen ist Clean Eating nichts anderes als die gute alte Küche der Großmutter, wo Obst und Gemüse noch aus dem Garten kamen und das Fleisch noch aus der Hausschlachtung stammte.

    Keine wissenschaftlichen Belege

    Der Clean Eating Trend ist ein Hype, der aus den USA kommend, sich rasant schnell verbreitet hat. Mittlerweile gibt es unzählige Blogs und Plattformen, auf denen sich die Clean Eater aus aller Welt austauschen und Rezepte online stellen. Die Gemeinde der Clean Eater verspricht etwas vollmundig, dass die Ernährung mit natürlichen Lebensmitteln nicht nur das Gewicht reduzieren kann, sondern auch das Hautbild verbessert und für mehr Energie sorgt. Sogar die Leistungsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen sollen steigen und wer öfter Kopfschmerzen hat, kann sie mit Clean Eating erfolgreich bekämpfen. Wissenschaftlich bewiesen ist nichts davon und einen fundierten Background gibt es bis jetzt auch noch nicht. Im Grunde ist Clean Eating nichts anders als gesunde Mischkost, und diese Form der Ernährung ist gesund.

    Was macht Clean Eating so besonders?

    Wer sich näher mit dem Clean Eating befasst, der wird sehr schnell feststellen, dass alles, was bei dieser Ernährungsform erlaubt ist, auch zu einer gesunden, abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung gehört. Verboten sind hingegen folgende Dinge:

    • Keine Softdrinks oder gesüßte Getränke
    • Keine künstlich hergestellten Süßstoffe, wie zum Beispiel Aspartam
    • Keine ungesättigten und damit bösen Fette
    • Keine Fertiggerichte
    • Kein Junkfood und Fast Food
    • Kein Mehl und auch kein Zucker
    • Kein Alkohol

    Das klingt auf den ersten Blick sehr langweilig, kann aber mit viel Kreativität und den richtigen Zutaten zu einer leckeren Mahlzeit werden. Eine Mousse aus Buchweizenmehl und Spaghetti aus Zucchini können zum Beispiel auf der Speisekarte stehen und auch eine Pizza aus Pekannüssen soll recht lecker schmecken.

    Nur ein Lifestyle Trend?

    Wie bei vielen Trends, so stellt sich auch beim Clean Eating die Frage, ob es sich hier nur um einen Lifestyle Trend handelt. Der Eindruck entsteht schnell, wenn man sich die zahlreichen Blogs und die Fotos auf Instagram anschaut. Zu sehen sind dort nur attraktive junge Menschen, die vor appetitlich angerichteten Tellern sitzen und mit der Sonne um die Wette strahlen. Auf diese Weise suggeriert Clean Eating, dass jeder, der sich auf diese Weise ernährt, einem bekannten Schönheitsideal sehr nahe kommt. Es ist vielleicht auch bezeichnend, dass die Clean Eating Restaurants, die momentan wie die berühmten Pilze aus dem Boden schießen, nur in den wohlhabenden Stadtteilen zu finden sind.

    Ernährungsexperten sind der Meinung, dass Clean Eating eine sinnvolle Ernährung sein kann, wenn sie nicht übertrieben wird. Man sollte nicht so weit gehen und alles, was nach Ansicht der überzeugten und kompromisslosen Clean Eater schädlich ist, aus der täglichen Nahrung verbannen. Das kann unter Umständen gefährliche Folgen haben, denn wer beispielsweise komplett auf Zucker verzichtet, der wird über kurz oder lang Mangelerscheinungen bekommen.

    Bild: © Depositphotos.com / GreenArt_Photography

  • Gefährliche Lebensmittel in der Küche

    Gefährliche Lebensmittel in der Küche

    Zahlreiche Lebensmittel beinhalten Giftstoffe und vielen Menschen ist dieser Umstand nicht bewusst. Eine falsche Zubereitung oder Lagerung kann Fleisch, Gemüse oder Obst in gefährliche Lebensmittel verwandeln. Welche gefährliche Lebensmittel es gibt erfahren Sie in unserem Artikel.

    Gefährliche Lebensmittel

    Zu den Lebensmitteln die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen zählen:

    Kichererbsen

    Die Kichererbsen zählen zu den Hülsenfrüchten aus denen die beliebte orientalische Paste Hummus hergestellt wird. Die Falafel ist ein Bällchen aus pürierten Kichererbsen, die frittiert werden und sehr gesund sind. Ungekocht sind Kichererbsen ein echtes Risiko für das körperliche Wohlbefinden, weil das Protein Phasin eine Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und im schlimmsten Fall sogar Krampfanfälle auslösen kann. Das Phasin wird nur durch eine ausreichende Erhitzung aufgelöst. Das Kochen von Kichererbsen ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden und daher empfiehlt sich der Kauf fertiger Kichererbsen aus der Dose.

    Muskatnuss

    Die Muskatnuss wird gerne für Kartoffelgerichte wie Kartoffelpüree verwendet und sollte nur in einem geringen Umfang eingesetzt werden. Eine zu große Menge kann Vergiftungen verursachen, die lebensgefährlich sein können. Der Grund für eine mögliche Vergiftung sind die Phenylpropanoide, wozu auch das krebserregende Safrol zählt. Der ebenfalls enthaltene Stoff Myristicin kann ab vier Gramm einen Rauschzustand, Leberschäden, Schwindelgefühle und Kopfschmerzen verursachen. Generell ist die Muskatnuss ohne Bedenken einsetzbar, wenn sie nur in kleinen Mengen verwendet wird.

    Pilze

    Die Pilze sind als rohes Lebensmittel unbedingt zu meiden, außer es sind Zuchtpilze wie Champignons. Besondere Vorsicht gilt bei Wildpilzen, die generell gegart werden sollten, um einer Vergiftung vorzubeugen. Viele Wildpilze sind mit einem Fuchsbandwurm befallen, der sich im Körper einnisten und gesundheitliche Probleme auslösen kann.

    Zucker, Salz und Fett

    Zucker, Salz und Fett gelten als Hauptverursacher von Diabetes, Fettleibigkeit und Krebs. Alle drei Stoffe stehen im Verdacht den Körper extrem umzubauen. Auf Grund diese zu sogenannten Body Transformation würden. Forschern zufolge werden jährlich Millionen Menschen erkranken oder sterben. Der Verzicht oder Minimierung der drei genannten Stoffe im Ernährungsplan kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

    Gefährliche Lebensmittel-Vergiftungen und deren Vermeidung

    Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts gibt es in Deutschland jährlich 200.000 Lebensmittelvergiftungen, die durch Pilze, Sporen oder Bakterien verursacht werden. In unseren Lebensmitteln befinden sich Dutzende Zusatzstoffe, die den Körper manipulieren und krank machen können. Künstliche Zusatzstoffe sollen teilweise für Depressionen, Alzheimer, Krebs oder Parkinson verantwortlich sein. Die Hersteller verzichten verstärkt auf Zusatzstoffe, aber dennoch sind ein Großteil unserer Lebensmittel mit solchen riskanten Stoffen versehen. In so manchen Nahrungsmittel steckt sogar das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Wie US-Forscher feststellten, befinden sich in einem Menschen über 200 chemische Stoffe.

    Die Lebensmittelindustrie beruft sich auf die erlaubte Tagesdosis (ADI-Wert). Das Prinzip der Tagesdosis ist allerdings 400 Jahre alt und beschreibt die Akzeptanz eines Risikos für die Gesundheit. Der ADI-Wert, wie er auf einer Lebensmittelverpackung steht, gibt keine Auskunft über das Risiko. Stattdessen wird nur die Hinnehmbarkeit genannt.

    Eine Lebensmittelvergiftung kann vermieden werden, indem auf Lebensmittel mit Zusatzstoffen verzichtet, Nahrungsmittel richtet gelagert und zubereitet werden. Wie Lebensmittel richtig gelagert und zubereitet werden, darüber informieren die Verbraucherzentralen, Kochbücher und Ernährungsberater. Beim Einkauf im Supermarkt sollten Nahrungsmittel nicht gekauft werden, die eine Vielzahl Zusatzstoffe enthalten, weil diese wie beschrieben Krankheiten verursachen können.

    Das Ausweichen auf natürliche Lebensmittel, die im Garten selbst gezüchtet, auf dem Markt oder bei einem Landwirt erworben werden, empfiehlt sich als eine gesunde Alternative zur Nahrung aus dem Supermarkt-Regal. Die Kosten für Biolebensmittel sind zwar höher, aber dafür wird das Risiko reduziert Nahrung zu essen, die für den Körper und der Gesundheit riskante Inhalts- und Zusatzstoffe beinhaltet.

    Bild: © Depositphotos.com / Andreus

  • Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Frühstück mit reichlich Eiweiß senkt Gewicht

    Ein Forscherteam der University of Missouri-Columbia hat herausgefunden, dass ein Frühstück mit hohem Eiweißgehalt beim Abnehmen helfen kann. Von dem Ergebnis der Studie profitieren vor allem Jugendliche, die mit einem eiweißhaltigen Frühstück ihr Gewicht reduzieren können. Zugleich führe dies zu einer Verbesserung des Blutzuckerspiegels und vermindert das Hungergefühl.

    Studie zum Thema Frühstück

    Im Rahmen ihrer Studie wurden 57 Jugendliche mit Übergewicht für drei Monate beobachtet. Die Jugendlichen verzichteten in ihrem Leben auf das Frühstück oder ließen es mindestens fünf mal in der Woche aus. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe erhielt während der 12 Wochen täglich ein klassisches Frühstück mit 13 Gramm Eiweiß, welches aus einem Müsli und Milch bestand.

    Die Kontrollgruppe erhielt ein Frühstück mit einem hohen Eiweißanteil, welches sich aus Eiern, Milchprodukten und mageren Fleisch zusammensetzte. Die dritte Gruppe verzichtete wie bisher auch auf ihr tägliches Frühstück. Alle Studienteilnehmer mussten ihre Nahrungsaufnahme und Getränkekonsum aufzeichnen. Das Körpergewicht und alle anderen wichtigen Merkmale des Körpers wurden zu Beginn und am Ende der Studie gemessen. Der Blutzuckerspiegel der Jugendlichen wurde mit einem Gerät gemessen, welches sie am Körper getragen haben.

    Eiweiß verhindert Körperfett-Zunahme

    Am Ende der Studie wurde ermittelt, dass ein eiweißhaltiges Frühstück die Zunahme von Körperfett unterbindet und somit zu einer Gewichtsreduktion führen kann. Das Hungergefühl wurde vermindert, die Nahrungsaufnahme minimiert und der Blutzuckerspiegel verbessert. Nach der Statistik gehen über 50 Prozent der Teenager ohne ein Frühstück gegessen zu haben zur Schule, wie frühere Studien andere Forscher herausfanden. Übergewichtigen jungen Menschen wird von ärztlicher Seite oft empfohlen zu frühstücken. Die Forschung untersuchte bisher aber nicht, welche Auswirkungen die Frühstücksart auf die Gewichtsreduktion hat und war nun Thema der aktuellen hier berichteten Studie.

    Nach Angaben der Studienleiterin Professor Heather Leidy sei ein eiweißreiches Frühstück mit 35 Gramm Eiweiß der richtige Weg, um Erfolg beim Abnehmen zu haben. Wie die Forscherin schreibt, sollte die morgendliche Mahlzeit aus Eiweiß und hochwertigen Proteinen bestehen. Bei der Gruppe mit einem hohen Proteingehalt im Frühstück wurde eine um 400 Kalorien geringere Nahrungsaufnahme festgestellt. Die Körperfettmasse wurde geschmolzen und führte zu weniger Gewicht. Bei den anderen beiden Gruppen hingegen nahm das Körpergewicht zu. Die Professorin führte weiter aus, dass die Jugendlichen, die ein Frühstück mit einem hohen Anteil Eiweiß gegessen hatten, im Verlauf des Tages eine geringere Nahrungsaufnahme verzeichneten. Der Blutzuckerspiegel wurde stabiler. Bei einem schwankenden Blutzuckerspiegel könnte es Prof. Leidy zufolge zu einem höheren Risiko führen an Diabetes Typ-2 zu erkranken.

    Gesundes Frühstück mit viel Eiweiß

    Basierend auf den Ergebnissen der Studie ist ein gesundes Frühstück mit einem hohen Anteil an Eiweiß und hochwertigen Proteinen der Schlüssel zur Gewichtsabnahme. Die Morgenmahlzeit könnte aus einem Frühstücksei, Chia-Leinsamen-Müsli, mageren Hähnchenfleisch und einem Proteinriegel bestehen. Ein Chia-Pudding oder Chia als Bestandteil eines Müslis vermindert das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden, wovon der Körper in Form sinkenden Gewichts profitiert. Langfristig führt ein eiweißhaltiges und proteinhaltiges Frühstück zu einer gesunden Lebensweise. Das Ergebnis ist ein stabiler Blutzuckerspiegel, verringertes Hungergefühl und eine auf dem Tag bezogene geringere Kalorienaufnahme.

    Begleitend zu einem nahrhaften Frühstück sollte regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden. Nur wer sich gesund ernährt, bewegt und im allgemeinen gut auf seine Gesundheit achtet, profitiert von einem positiven körperlichen Wohlbefinden. Ein Ernährungsberater kann helfen einen Speiseplan zu erstellen mit dem das Körpergewicht gesenkt bzw. gehalten und das körperliche wie seelische Wohlbefinden verbessert werden kann. Auf lange Sicht ist eine gesunde ausgewogene Lebensweise von Vorteil.

    Bild: © Depositphotos.com / galina_d