Schlagwort: Forscher

  • Capgras-Syndrom – Doppelgänger-Wahn

    Capgras-Syndrom – Doppelgänger-Wahn

    Ähnlichkeiten mit einem Science-Fiction-Film weist das Capgras-Syndrom auf. Beispielsweise ist eine Frau davon überzeugt, ihr Ehemann sei ein Doppelgänger. Dieser wolle versuchen sie zu töten. Sogar ihren Kindern traut sie nicht mehr. Auslöser derartiger Wahnvorstellungen ist das Capgras-Syndrom.

     

    Entdecker des Capgras-Syndroms

    Benannt wurde die selten auftretende Erkrankung nach Jean Marie Joseph Capgras – einem Psychiater aus Frankreich. Erstmalig entdeckte und beschrieb dieser das Phänomen im Jahre 1923. Demnach hielt eine 29-jährige Frau ihre Kinder sowie ihren Ehemann, aber auch sich selbst und die Mieter des Hauses für Doppelgänger.

     

    Symptome und Ursache vom Capgras-Symptom

    Von dieser Erkrankung Betroffene halten Personen aus der Familie, aber auch Nachbarn und Freunde für Doppelgänger. Zwar können sie deren Gesichter erkennen. Allerdings entwickeln sie keine dazugehörigen Emotionen.

     

    Patienten mit dem Capgras-Syndrom weisen laut Forschern eine Störung der Gesichtserkennung auf. Infolgedessen können beispielsweise

    • Demenzerkrankungen
    • Hirnblutungen
    • Hirnschläge und -traumata
    • Unfälle mit anschließender Schädigung des Hirns

    auftreten.

     

    Noch unklar ist die Ursache, die diese Wahrnehmungsstörung hervorruft. Während Sigmund Freud noch davon ausging, das Syndrom sei Ausdruck der unbewusst stattfindenden Ablehnung der Eltern. Heutige Forscher gehen davon aus, dass eine Verarbeitung visueller Informationen in der Hirnrinde stattfindet. Allerdings kann von dort aus keine Weiterleitung zum Zentrum für Emotionen erfolgen.

     

    Weitere Krankheiten gesellen sich hinzu

    In den seltensten Fällen bleibt das Capgras-Syndrom allein. Des Öfteren kommen weitere psychische Störungen hinzu. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Alzheimer, Demenz oder Schizophrenie.

     

    Da die Erkrankung sehr selten auftritt, sind der Wissenschaft relativ wenige Fälle der Erkrankung bei Kindern bekannt. Dabei wird von einer grundlegenden Ablehnung der Eltern ausgegangen. Auf Grund gegebener Medikamente besteht die Möglichkeit, das Kind von diesen Wahnvorstellungen zu befreien. Dann kann es seine Eltern wiedererkennen.

     

    Allerdings birgt die Therapie gehäuft schwere Nebenwirkungen. Patienten befällt eine große Müdigkeit, manche weisen motorische Störungen auf. Daraus resultierend ergibt sich eine nicht mehr vorhandene Kontrolle über den eigenen Körper.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Weihnachtsferien – größeres Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben

    Weihnachtsferien – größeres Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben

    Die Weihnachtsferien sollen in erster Linie für Entspannung und für schöne Stunden mit der Familie sorgen, doch eine Statistik geht genau in die andere Richtung. Es ist nämlich erwiesen, dass die Gefahr einer Herzkrankheit mit Todesfolge in diesen Tagen höher ist. Doch warum ist das so? Liegt es am Essen? Bislang gibt es zumindest keine eindeutige Erklärung dafür, es konnte lediglich eine Ursache ausgeschlossen werden.

     

    Neuseeland als Beweis

    In Neuseeland ist es auch zu Silvester und Weihnachten Sommer, eine ideale Grundlage, um die Kälte als Ursache auszuschließen. Eine Studie sollte Klarheit bringen, ob diese Mitschuld hat oder nicht. Das Ergebnis ist dabei eindeutig, denn auch in diesem Land ist das Risiko in dieser Zeit höher. Der sogenannte Winter-Effekt kann es also nicht sein. Das Projekt wurde übrigens von amerikanischen Forschern durchgeführt, die entsprechende Daten ausgewertet haben.

     

    Die Details

    Josh Knight (an der University of Melbourne tätig) wertete die Daten mit seinen Kollegen aus. Die Sterberate im Jahresverlauf ergab in den letzten 25 Jahren 197.109 Todesfälle, die aufgrund von Herzkrankheiten aufgetreten sind. Insgesamt waren es 738.409 Todesfälle. Zwischen 25. Dezember und 7. Januar erhöhte sich die Rate um 4,2 Prozent, verglichen mit den anderen Zeiten im Jahr. Bezüglich des Alters liegt der Durchschnitt bei 76,8 Jahren, also ein Jahr unter dem sonstigen Jahresverlauf.

     

    Genaue Ursache ungewiss

    Obwohl die Kälte als Hauptverdächtiger ausgeschlossen werden kann, haben die Forscher keine Erklärung dafür. Es wird lediglich vermutet, dass medizinische Engpässe und erhöhter Alkoholkonsum in dieser Zeit eine Rolle spielen. Auch der Stress ist sicherlich nicht unschuldig, denn ein paar Tage vor Weihnachten ist die stressige Stimmung einfach nicht zu leugnen. Egal ob in der Stadt oder im Alltag. Ebenfalls ausgeschlossen wird dagegen der verstärkte Feinstaub, der durch die Heizperiode entsteht. Unterm Strich muss es wohl noch weitere Forschungen und Studien geben, um die Ursache ausfindig machen zu können.

  • Veränderungen im Erbgut durch Übergewicht – Verfettung

    Veränderungen im Erbgut durch Übergewicht – Verfettung

    Ausgiebiges Schlemmen an den Festtagen bleibt nicht ohne Folgen für unser Erbgut. Letztlich finden sich die Pfunde zu viel nicht nur an den Hüften wieder. Auch die menschliche DNA wird vom Übergewicht beeinflusst.

     

    Erbgut geht von Eltern auf Kinder über

    Liegt bei uns Übergewicht vor, führt dies unweigerlich auch zu Veränderungen an unserem Erbgut. Und zwar an nahezu 200 verschiedenen Stellen. Dies enthüllte eine aktuelle Studie. Jene Muster von Anlagerungen tragen zur Beeinflussung von Genen und unserer Gesundheit bei.

     

    Dabei erben wir die Gene von unseren Eltern. Der individuelle DNA-Code ändert sich im gesamten Leben marginal. Jedoch verhält es sich mit den Anlagerungen an der DNA ein wenig anders. Mitgestaltet werden diese durch unseren Lebensstil, unter anderem durch

    • Bewegung
    • Ernährung
    • Rauchen
    • umweltbedingte Einflüsse

     

    Suche in über 10000 Blutproben

    Bislang gab es kaum Untersuchungen, ob und wie ein Zusammenhang zwischen diesen Anlagerungen und Übergewicht besteht. Jedoch ist bekannt, dass Übergewicht zahlreiche gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich zieht. Beispielsweise gehören Erkrankungen wie

    • Diabetes
    • Stoffwechselkrankheiten
    • Herz-Kreislaufkrankheiten

    hierzu.

     

    Forscher untersuchten zu diesem Zweck über 10000 Blutproben aus unterschiedlichen europäischen Teilen. Im Rahmen dieser Untersuchung sind die Anlagerungen am menschlichen Erbgut verglichen worden. Dabei wurden Frauen und Männer mit Normalgewicht und einem erhöhten BMI berücksichtigt.

     

    200 Veränderungen feststellbar

    Das Resultat der Studie fiel stärker aus als zunächst gedacht. Die Anlagerungen beeinflussen insbesondere bei Personen mit erhöhtem Body-Maß-Index nahezu 200 Stellen im Erbgut. Weitere Tests erwiesen, dass eine Vielzahl dieser Veränderungen in der Tat auf dem Übergewicht beruhte.

     

    Hauptsächlichste Veränderungen waren in den Bereichen des Erbguts feststellbar, die verantwortlich für den Fettstoffwechsel und den Stofftransport zeichneten. Allerdings waren auch Entzündungsgene hiervon betroffen. Ferner stellten die Forscher ein erhöhtes Risiko zur Erkrankung an Diabetes Typ 2 fest.

     

    In Zukunft wollen die Forscher herausfinden, welche Auswirkungen jene Veränderungen auf die Beweglichkeit der darunterliegenden Gene haben.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

    Quelle: Epigenome-wide association study of body mass index, and the adverse outcomes of adiposity (English)

  • Lesen für die Gesundheit – die positive Wirkung von Büchern

    Lesen für die Gesundheit – die positive Wirkung von Büchern

    Auch wenn sich nicht alle Menschen für das Lesen von dicken Schmökern begeistern können, steht eines fest: Lesen für die Gesundheit kann diese nachhaltig überstützen. Doch weshalb ist das eigentlich so? Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen einer gesteigerten Leselust und einem langen Leben? Genau dieser Meinung sind zumindest amerikanische Forscher.

     

    Lesen für die Gesundheit – Wie wirkt sich Lesen auf den Körper aus?

    Waren es früher noch die Klassiker:

    • Sport
    • Ernährung
    • der Verzicht auf Rauchen und das Trinken von Alkohol,

    wurde die Liste nunmehr um einen wichtigen Punkt erweitert. Die Uni Yale prognostiziert Menschen, die öfter zum Buch greifen ein geringeres Sterberisiko, als solchen, die nur sporadisch oder überhaupt nicht lesen. Die Studie zeigte zudem auf, dass es vor allem das Lesen von Büchern sei, das einen positiven Einfluss auf die Menschen habe.

    Keine Frage: die Studie ist interessant. Noch spannender ist allerdings die Frage danach, weshalb das Lesen so gesund sein soll. Viele Forscher sind hier der Ansicht, dass es einen Zusammenhang zwischen der Lebenserwartung und dem Training der kognitiven Fähigkeiten gäbe.

     

    Bildung und Lesen auch als Schutz vor Demenz?

    Eine weitere Studie aus Rochester unterstützt die These aus Yale. Sie besagt, dass Bildung vor Demenz schützen könne und unterstreicht damit ebenfalls die positiven Auswirkungen des Lesens. Eventuelle Ausfälle im Gehirn könnten durch ein regelmäßiges Training damit ausgeglichen werden. Interessant ist jedoch auch eine andere These. Diese besagt, dass Menschen, die gerne lesen und gebildet sind, ohnehin einen gesünderen Lebensstil führen. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass nicht die trainierten kognitiven Fähigkeiten, sondern eben ein Bündel aus vielen weiteren Bereichen für die gesteigerte Lebenserwartung verantwortlich sei.

    Wie auch immer: das Lesen schützt sicherlich nicht vor dem Tod, kann das Leben jedoch offensichtlich angenehmer und länger, in jedem Falle jedoch kreativer werden lassen. Gesundes Entspannen bei einem guten Buch ist doch immer noch am schönsten.

     

    Hier haben wir Ihnen ein paar der Bestseller zu dem Thema Ernährung, Sport und Nichtrauchen zusammengestellt. Sicherlich ein schönes Geschenk für sich selber oder zu Weihnacht.

    [content-egg-block template=offers_list]

  • USB-Stick erkennt HIV – Imperial College London neuen HIV Test

    USB-Stick erkennt HIV – Imperial College London neuen HIV Test

    USB-Stick erkennt HIV, ist das wirklich möglich? Wissenschaftler vom Imperial College London konnten einen neuen HIV-Test entwickeln. Mit dessen Hilfe ist eine verbesserte Therapie von Patienten möglich.

     

    Neuer HIV-Test USB-Stick erkennt HIV auf Datenträger

    In Zusammenarbeit mit Fachleuten der Firma DNA Electronics fanden die Wissenschaftler des Imperial College London eine neuartige Möglichkeit, einen HIV-Test schnell durchzuführen. Hierfür wird einzig ein Tropfen Blut benötigt. Dieser gelangt auf einen simplen USB-Stick. Der neue Test weist Ähnlichkeiten mit dem bekannten Blutzuckertest auf.

     

    Das Positive daran ist nicht nur das handliche Format des HIV-Tests, sondern auch seine geringe Dauer. Während ein bisheriger Test bislang eine Dauer von bis zu drei Tagen hatte, genügen mit der neuen Methoden 30 Minuten.

     

    Einfache Funktionsweise des neuen Tests

    Dabei befindet sich in diesem USB-Stich ein CMOS-Chip. Dieser Chip zeigt Reaktionen auf einen veränderten pH-Wert im Blut. Verursacht wird dieser durch HI-Viren. Durch die Änderung des pH-Werts wird ein elektrisches Signal ausgelöst. Jenes kann der USB-Stick an einen Computer oder ein weiteres beliebiges Empfangsgerät weitergeben. Die genaue Funktionsweise des neuartigen Tests wird seitens der Wissenschaftler in einer Studie beschrieben.

     

    Durchgeführte Laboruntersuchungen erzielten eine 95%ige Genauigkeit. Neben seiner besonderen Schnelligkeit weist der Test weitere Vorteile auf:

     

    • bestens für abgelegene Gebiete geeignet
    • preisgünstiger als andere HIV-Tests
    • Schwerpunkt der Therapie wird in Nähe des Patienten verlegt

     

    Neuartige Technik kann neue Maßstäbe setzen

     

    Der neue HIV-Test gibt nicht ausschließlich über das Positiv- oder Negativresultat an HIV Auskunft. Ferner zeigt dieser die Höhe der Virenkonzentration im Blut an. Dadurch könnten Patienten direkt von zu Hause aus erfahren, wie stark die Therapie bei ihnen wirkt.

     

    Zwar dämpfen bislang die Experten jenes Erwarten noch ein wenig. Denn der Chip wird noch ein wenig Entwicklungszeit benötigen, bis dieser frei erhältlich sein wird. Dennoch zeigen sich die Forscher hoffnungsvoll. Wurden doch bisher für ähnliche Geräte Maschinen in Abmessungen großer Kopiergeräte benötigt. Anders ausgedrückt, künftig passen die Daten auf einen kleinen USB-Stick.

    [content-egg-block template=offers_list]

     

    Quelle: Studie

  • Leichtere Erkrankung durch fehlende Ballaststoffe

    Leichtere Erkrankung durch fehlende Ballaststoffe

    Ballaststoffe sind für die menschliche Gesundheit besonders bedeutsam. Wissenschaftler fanden kürzlich heraus, wie diese den Darm des Menschen schützen.

     

    Ballaststoffe nicht verdaubar

    Obwohl der Mensch Ballaststoffe nicht verdauen kann, nehmen diese eine wichtige Stellung im Rahmen der Ernährung ein. Weshalb sie so wichtig für die Gesundheit des Menschen sind, darauf geht ein internationales Team von Wissenschaftlern ein. In einer Fachzeitschrift namens „Cell“ äußert dieses sich dahingehend, dass es ohne diese wichtigen Stoffe Krankheitserreger leicht haben in unseren Organismus einzudringen. Und zwar durch die Schleimhaut des Darms.

     

    Erhalten Bakterien keine Nahrung durch Ballaststoffe, so greifen diese auf die Darmschleimhaut zurück.

     

    Darmschleimhaut wichtig zur Keimabwehr

    Die Darmschleimhaut des Menschen erfüllt eine wichtige Aufgabe. Sie wehrt magensaftresistente Keime ab. Dies sind Bakterien, die der Magensaft nicht abtöten kann. Deshalb leben sie innerhalb des Darms weiterhin fort.

     

    Manche dieser Bakterien im Darm ernähren sich von den mit der Nahrung zugeführten Ballaststoffen. Sofern keine Ballaststoffe vorhanden sind, machen sich die Bakterien auf die Suche nach einer anderen Nahrungsquelle. Dies ist die Darmschleimhaut. Also ernähren sie sich von Mehrfachzuckern. Diese kommen innerhalb der Schleimhaut des Darms vor. Bedingt durch diesen Vorgang nimmt die Substanz an der Darmschleimhaut ab. Krankheitserregen können leichter eindringen.

     

    Forscher haben für ihre Tests keimfrei aufgezogene Mäuse verwendet. Diese hatten sie mit einer künstlichen Darmflora versehen. In jener waren Bakterien enthalten, wie sie auch im Darm des Menschen leben. Hiermit stellten die Forscher sicher, dass die Resultate sich auf den Menschen übertragen lassen.

     

    Nahrungsmittel mit zahlreichen Ballaststoffen

    Seitens der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird die Empfehlung ausgesprochen, dass Erwachsene zur Gesunderhaltung wenigstens 30 g Ballaststoffe täglich aufnehmen sollten. Allerdings erwies eine vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellte Studie, dass eine Vielzahl von Deutschen zu wenige Ballaststoffe mit der Nahrung aufnehmen.

     

    Enthalten sind diese insbesondere in Vollkornprodukten und Roggen. Aber auch Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Trockenobst sind sehr gut für eine ballaststoffreiche Ernährung geeignet.