Schlagwort: Frau

  • 34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    In der 34. SSW sind es nur noch sechs Wochen bis zur Geburt, wenn alles nach Plan läuft und das Kind zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Für die Mutter beginnt jetzt eine ganz besondere Phase, denn sie kann in den Mutterschutz gehen, wenn sie möchte und die verbleibenden sechs Wochen dazu nutzen, Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken. Sie hat Zeit für sich, kann das Kinderzimmer fertig einrichten und alles das kaufen, was das Baby noch benötigt. Auch für das Baby ist die 34. SSW eine entscheidende Woche, denn es bereitet sich auf seine Art vor, das Licht der Welt zu erblicken.

    Das Baby in der 34. SSW

    45 cm groß und etwa 2.250 Gramm schwer ist das Baby in der 34. SSW. Es wird nur noch in den kommenden zwei Wochen weiter wachsen und an Gewicht zulegen, danach ist das Wachstum abgeschlossen. Wie die Mutter, so sammelt auch das Kind in der 34. SSW Kraft und Energie für die Geburt. Das Baby hat in der 34. SSW alle wichtigen Phasen seiner Entwicklung bereits durchlaufen, die es braucht, um auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zurechtzukommen. Seine Lungen haben sich weitgehend entfaltet und sind ausgereift, auch das Gehör ist jetzt feiner. Das Baby lauscht der Mutter, die ihm etwas vorliest, es mag Musik und auch die Babygespräche, die die meisten Mütter mit ihrem ungeborenen Kind führen, werden jetzt deutlicher wahrgenommen. Das Baby hört aber nicht nur besser, Studien haben nachgewiesen, dass das Kind auch auf bestimmte akustische Reize reagiert.

    In der 34. SSW werden noch einige Feinarbeiten vorgenommen und die Entwicklung des Gehirns ist fast abgeschlossen. Der Bedarf an Kalzium ist in der 34. SSW besonders hoch und das Kind nimmt davon so viel wie eben möglich, aus dem Blut der Mutter auf. Es ist wichtig, dass sich die Mutter in der 34. SSW besonders kalziumreich ernährt, denn das ist für den Aufbau des kindlichen Skeletts unabdingbar. Optimal ist es, wenn in der 34. SSW der Gehalt an Kalzium beim Baby höher ist als bei der Mutter.

    In der 34. SSW wird es eng

    Langsam wird der Platz für das Baby in der Gebärmutter eng. In der 34. SSW kann es sich nur noch nach links oder rechts drehen, Purzelbäume sind nicht mehr möglich. Aber es kann noch seine Dehnübungen machen und die nehmen die endgültige Beckenendlage 34. SSW ein. Zum ersten Mal kann das Kind in der 34. SSW die Wände der Gebärmutter direkt berühren und die Mutter kann deutlich sehen, ob gerade ein Fuß, der Po oder eine Hand oben oder unten ist. In der 34. SSW sind Kinder zum Leidwesen der werdenden Mutter besonders in der Nacht aktiv und verschlafen gerne den Tag.

    Ist das ungeborene Kind ein kleiner Junge, dann befinden sich in der 34. SSW die Hoden bereits im Hodensack und auf den Ultraschallbildern, die in der 34. SSW gemacht werden, erscheinen die Hoden überproportional groß. Das Bild täuscht allerdings, denn es handelt sich dabei lediglich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die von selbst wieder verschwindet.

    Die körperlichen Veränderungen in der 34. SSW

    Nicht nur das Baby verändert sich in der 34. SSW, auch die Mutter spürt viele körperliche Veränderungen. Ist in der 34. SSW Druck nach unten zu spüren, ist es vollkommen normal und besonders zierlich gebaute Frauen merken in der 34. SSW Größe und Gewicht des Babys sehr deutlich. Auch der obere Rand der Gebärmutter macht der Mutter in der 34. SSW zu schaffen, denn er erreicht seinen höchsten Stand und drückt unangenehm gegen die Rippen, den Magen und auf das Zwerchfell. Viele Frauen haben in dieser Phase der Schwangerschaft nur noch wenig Appetit und sollten auf kleine leckere Mahlzeiten und gesunde Snacks umsteigen. Nicht selten spannt sich in der 34. SSW der Bauch so sehr, dass der Nabel sich nach außen wölbt oder abflacht, und in der Mitte des Bauchs zeigt sich eine dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra. Immer wenn in der 34. SSW das Gewicht des Baby auf den Beckennerv drückt, dann ist auch ein taubes Gefühl oder ein leichtes Kribbeln in der Beckenregion keine Seltenheit.

    Wenn die Belastung für die Mutter zu groß wird, dann können lauwarme Bäder, Massagen oder auch eine sanfte Form des Yoga für Erleichterung sorgen. In der 34. SSW wird es langsam aber sicher Zeit, nach einem geeigneten Krankenhaus oder Geburtshaus zu suchen. Frauen, die zu Hause entbinden wollen, sollten mit der Hebamme alle wichtigen und relevanten Dinge besprechen. Selbst wenn es bis zur Geburt noch sechs Wochen sind, kann es nicht schaden, die Tasche für die Klinik schon mal zu packen, denn es gibt Babys, die halten sich nicht an vereinbarte Termine.

    Welche Vorbereitungen kann die Mutter noch treffen?

    Um zu verhindern, dass der Damm während der Geburt geschnitten werden muss oder reißt, sollte in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Massage des Damms begonnen werden, um ihn elastisch zu machen. Möglich sind eine äußere oder eine innere vaginale Massage, deren Wirkung sich mit einem milden, naturbelassenen Öl noch verstärken lässt. Täglich fünf bis maximal zehn Minuten Dammmassage reichen aus, um die Durchblutung anzuregen. Vor der 34. SSW sollte mit der Massage des Damms allerdings nicht begonnen werden, dann das kann im schlimmsten Fall Wehen auslösen.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche?

    Sind in der 34. SSW Senkwehen zu spüren, dann ist das kein Grund zur Panik, denn wenn das Kind bereits in der Beckenendlage liegt, dann drückt das Köpfchen nach unten. Eine Frühgeburt in der 34. SSW ist keine Seltenheit, aber wenn das Kind die durchschnittlichen Werte beim Gewicht und der Größe mitbringt, dann gilt es zwar offiziell als 34. SSW Frühchen, aber es hat alle Chancen, gesund auf die Welt zu kommen. Nicht selten kommen Zwillinge in der 34. SSW auf die Welt und da in diesem Fall beide Kinder meist recht leicht sind, müssen sie für einige Zeit in den Brutkasten.

    Die körperliche Entwicklung des Kindes ist in der 34. Schwangerschaftswoche beinahe abgeschlossen und da die Lungen bereits gut entwickelt sind, überlebt der überwiegende Teil der Kinder die frühe Geburt.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr

  • 35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    35. SSW – Die 35. Schwangerschaftswoche

    Wenn der neunte Monat in seine zweite Hälfte geht, dann beginnt die 35. SSW und das heißt für Mutter und Kind, bald ist es so weit. Es ist die 35. SSW, die viele Frauen besonders belastet, die meisten sehnen sich danach, dass es endlich losgeht und das Kind geboren wird. In der 35. Schwangerschaftswoche beginnt auch der gesetzliche Mutterschutz und die meisten werdenden Mütter nutzen die verbleibende Zeit vor der Entbindung, um das zu Hause in ein behagliches Heim für den Nachwuchs zu verwandeln. Körperlich ist diese Phase der Schwangerschaft eher belastend, denn in der 35. SSW nimmt der Druck nach unten immer weiter zu und das macht vielen Schwangeren zu schaffen.

    Was macht das Baby in der 35. SSW?

    In der 35. SSW misst das Baby durchschnittlich 46 cm und ist im Schnitt 2.550 Gramm schwer. Bis zu seiner Geburt wird das Kind noch kräftig an Gewicht zulegen, denn die Gewichtszunahme in der 35. SSW ist sehr wichtig, da das Baby viele Energiereserven für die anstehende Geburt und die ersten Lebenstage dringend braucht. Die Bewegungen des Kindes werden in der 35. SSW immer koordinierter, allerdings fehlt jetzt langsam der Platz, um sich bewegen zu können. Die 35. SSW Kindsbewegungen werden von der Mutter daher nicht mehr so stark wahrgenommen, wie das in den vergangenen Monaten der Fall war.

    Die Sinneswahrnehmungen sind in der 35. SSW ausgeprägter und auch die Reflexe werden immer besser. So wendet sich das Kind einer Lichtquelle automatisch zu und dieser natürliche Reflex gilt als eine sehr wichtige Vorbereitung für das eigenständige Leben außerhalb des Mutterleibs. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass Babys in der 35. SSW intensiv träumen und dass bereits REM-Schlafphasen vorhanden sind, die sich mit den Träumen abwechseln.

    Die eigene Körpertemperatur kann das Kind in der 35. SSW immer besser regulieren und das kindliche Immunsystem funktioniert jetzt auch unabhängig vom Immunsystem der Mutter. Trotzdem ist das Immunsystem immer noch sehr sensibel und empfindlich. Um ausreichend Abwehrstoffe für die ersten Lebenswochen zu bekommen, ist das Kind nach wie vor von der Mutter abhängig, denn die eigentlichen Antikörper gegen ganz unterschiedliche Krankheitserreger werden erst in den ersten Lebensjahren ausgebildet.

    Wie arbeiten die kindlichen Organe in der 35. SSW?

    Die Organe des Babys sind in der 35. SSW schon vollständig entwickelt. Die Nieren und die Leber arbeiten und auch der Darm funktioniert bereits und lagert immer stärker das sogenannte Mekonium, das Kindspech ab. Dieses Kindspech ist eine zähe, dunkle Masse, die in der Hauptsache aus Hautzellen, aus Schleim, Haaren, Käseschmiere und auch aus eingedickter Gallenflüssigkeit besteht. Der erste richtige Stuhlgang wird aber erst 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Da das Baby ständig vom Fruchtwasser trinkt, ist sein Magen immer gut gefüllt und die Verdauungsorgane werden auf diese Weise optimal trainiert.

    Die Mutter in der 35. SSW

    Da in der 35. SSW der Mutterschutz beginnt, hat die Mutter endlich genug Zeit, um ihre Kraftreserven zu bündeln und sich auf die Geburt zu konzentrieren. Da die Gebärmutter in den 35. SSW stark gegen den Rippenbogen drückt, haben viele werdende Mütter das unangenehme Gefühl, aus allen Nähten zu platzen. In dieser Phase der Schwangerschaft hat die Mutter bereits zwischen elf und 13 Kilogramm zugenommen, alleine die Gebärmutter bringt in der 35. SSW 1.500 Gramm auf die Waage. Aber auch das Gewicht des Kindes sorgt dafür, dass der Bauch immer schwerer wird.

    Herz und Kreislauf müssen in der 35. SSW wahre Schwerstarbeit leisten, denn das Blutvolumen hat mit 5,5 Litern sein Maximum erreicht, und ist damit um das anderthalbfache größer als noch zu Beginn der Schwangerschaft. Bei vielen Frauen macht sich der eigene Herzschlag in der 35. SSW immer mehr bemerkbar und sie spüren, dass ihr Kreislauf nicht mehr allzu stabil ist. Die stärkste Belastung geht aber vom Beckenboden aus und nicht selten stellt sich in der 35. SSW eine Blasenschwäche ein, jedes Niesen, Husten oder auch Lachen kann Folgen haben. Um solche peinlichen Situationen zu vermeiden, ist es ratsam, eine Slipeinlage oder eine dünne Binde zu tragen. Um das Becken zu stärken und gleichzeitig für die Geburt zu trainieren, ist eine gezielte Beckenbodengymnastik in der 35. SSW eine sinnvolle Sache.

    Ist eine Geburt in der 35. SSW eine Frühgeburt?

    Vor allem bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, sind in der 35. SSW Senkwehen keine Seltenheit. Die meisten Frauen fürchten sich vor einer Geburt in der 35. SSW, aber wenn es zu einer Frühgeburt in der 35. SSW kommt, dann sind die Chancen für das Kind gut. Vorwehen müssen aber nicht zwingend auf eine Geburt in der 35. SSW hinweisen, denn die Gebärmutter fängt langsam aber sicher an, sich auf die Entbindung vorzubereiten. Möglich sind aber auch Senkwehen, die die Aufgabe haben, den Kopf des Kindes in das kleine Becken zu schieben. Beide Wehenformen, sowohl Vorwehen als auch Senkwehen werden von den meisten Schwangeren nicht als eine eigentliche Wehentätigkeit wahrgenommen, sie erinnert eher an die Beschwerden während der Menstruation.

    Stärker sind da schon die Leisten- und Rückenschmerzen in der 35. SSW, die von einem immer härter werdenden Bauch begleitet werden. Diese Schmerzen treten anders als echte Geburtswehen, in unregelmäßigen Abständen auf, sie werden aber immer schwächer und verschwinden dann ganz wieder.

    Wenn ein Kind in der 35. SSW geboren wird, dann ist das für die Ärzte keine Frühgeburt im eigentlichen Sinne, denn das Kind ist voll lebensfähig, die restlichen Wochen werden lediglich zum Sammeln von Energiereserven genutzt. Dazu kommt, dass sich eine Geburt in der 35. Schwangerschaftswoche nicht mehr aufhalten lässt, deshalb werden wehenhemmende Mittel auch nur in Ausnahmefällen gegeben. Wenn das Baby beim Gewicht und bei der Größe im Plan ist, dann steht einer Geburt nichts mehr im Weg und das Kind kann ohne Probleme zur Welt kommen.

    Kinder, die in der 35. SSW geboren werden und die weniger als 2.400 wiegen, müssen für einige Tage ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Ist das Kind aber gesund und munter, dann wird es keine Probleme geben und die Eltern können ihren Sohn oder ihre Tochter nach einer Woche in der Klinik wie geplant mit nach Hause nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • 39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    39. SSW – Die 39. Schwangerschaftswoche

    In der 39. SSW, am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, läuft salopp gesagt, für Mutter und Kind der Countdown. Die Geburt steht in der 39. SSW unmittelbar bevor, und wenn es in der 39. SSW Anzeichen Geburt gibt, dann steht einer Entbindung nichts mehr im Wege. Nur 5 % der Kinder kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt, die meisten Babys lassen sich entweder noch Zeit oder erblicken eben in der 39. SSW das Licht der Welt. In der 39. SSW können Mutter und Kind nichts anderes tun als zu warten, bis es endlich losgeht.

    Wie geht es dem Baby in der 39. SSW?

    Zwischen 50 und 51 cm groß ist das Baby in der 39. SSW und es wiegt im Schnitt 3.250 Gramm. In den vergangenen Wochen hat sich sein Wachstum immer mehr verlangsamt, denn bei den meisten Babys ist das Wachstum schon in der 36. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Kinder, die klein und eher zart sind, bringen in der 39. SSW nur 3.000 Gramm auf die Waage, aber es gibt auch kleine Schwergewichte, die in der 39. SSW schon vier Kilogramm wiegen. Wenn die Mutter in der 39. SSW Rückenschmerzen plagen, dann kann das durchaus ein Zeichen für ein schweres Baby sein.

    In der 39. SSW ist die Lunge des Babys voll ausgereift und hat bereits damit begonnen, Kortison zu produzieren. Das Kortison sorgt nach der Geburt dafür, dass sich die Lunge entfalten kann und dass der Rhythmus der Atmung stabil bleibt. Wenn sich das Baby in der 39. SSW Woche noch Zeit lässt, dann wird diese Zeit genutzt, um Fettreserven anzusammeln. Die Mutter spürt ihr Kind in der 39. SSW kaum noch, denn in der Gebärmutter wird es langsam aber sicher eng. Das Baby schläft jetzt viel, wohl auch um Kraft für die anstehende Geburt zu tanken. Die sogenannte Lanugo-Behaarung ist in der 39. SSW kaum noch vorhanden, bei einigen Babys ist lediglich ein zarter Flaum zu sehen, der aber in den ersten beiden Lebenswochen vollständig verschwindet.

    Im Zahnfleisch des ungeborenen Kindes zeichnen sich in der 39. SSW Furchen ab, sie sind die Anlagen für die Milchzähne, deren erste Konturen sich bereits abzeichnen, aber erst im sechsten Lebensmonat werden die Zähne durch den Kiefer brechen. In der 39. SSW ist das Fruchtwasser nicht mehr klar, sondern hat eine weiße, leicht milchige Farbe angenommen. Dafür ist die Käseschmiere verantwortlich, die sich im Fruchtwasser löst. Auch die Haut des Babys verändert sich in diesem Stadium der Schwangerschaft, die obere Schicht schält sich ab und wird durch eine neue Hautschicht ersetzt. Als Vorbereitung für die Geburt produziert das Kind in der 39. SSW viele Hormone, denn das endokrine System wird während der Geburt mehr Stresshormone ausschütten. Diese Hormone helfen dem Kind dabei, seine Körperfunktionen außerhalb der Gebärmutter in Gang zu bringen.

    Die Mutter in der 39. SSW – das Nest bauen und warten

    Putzen, alles in Ordnung bringen, das Kinderzimmer fertig einrichten und dekorieren – Frauen, die in der 39. SSW sind, haben den Nestbautrieb. Im Grunde ist der Drang alles perfekt zu gestalten, damit das Baby in ein schönes Zuhause kommt, nichts anders als die Überbrückung der Wartezeit bis zur Geburt. Bei 15 % aller Frauen kommt es in dieser Zeit zum Blasensprung, was in der 39. SSW Wehen auslösen kann. Es bleibt aber immer noch ausreichend Zeit, die Hebamme zu verständigen und ins Krankenhaus zu fahren, denn bis zur Geburt vergehen meist noch mehrere Stunden.

    98 % der Kinder, die in Deutschland geboren werden, erblicken in einem Krankenhaus das Licht der Welt, die restlichen zwei Prozent kommen in einer Arztpraxis, zu Hause oder in einem Geburtshaus zur Welt.

    Wie lange kann eine Geburt dauern?

    Wie lange die Entbindung tatsächlich dauert, das ist immer sehr individuell und es gibt lediglich Durchschnittswerte. Früher hieß es, wenn in der 39. SSW Schleim vermehrt abgeht, dann ist das ein Zeichen für eine schnelle Geburt, aber diese Weisheit gilt heute nicht mehr. Das Gleiche gilt auch für den 39. SSW Schleimpfropf, denn wenn sich dieser löst, dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht, aber es deutet nicht an, wie lange die Geburt dauern wird. Wenn der 39. SSW Ausfluss allerdings zäh fließend und leicht gelblich ist, dann ist das ein Zeichen, dass das Kind wahrscheinlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Im Durchschnitt dauert die Geburt des ersten Kindes zwischen 13 und 20 Stunden, Frauen, die schon einmal geboren haben, müssen hingegen mit durchschnittlich acht Stunden rechnen.

    Schon die ersten Vorwehen können sehr schmerzhaft sein, bei vielen Frauen fallen diese Wehen jedoch aus, sie haben direkt Eröffnungswehen. Hat die werdende Mutter vor der Geburt große Angst, dann ist in der 39. SSW starke Übelkeit möglich, manche Frauen übergeben sich sogar noch im Kreißsaal. Ein in der 39. SSW harter Bauch ist nichts Ungewöhnliches, es wird aber von den meisten Frauen als unangenehm wahrgenommen. Ein Bad im lauwarmen Wasser kann für Entspannung sorgen. Wenn dieses Gefühl hingegen anhält, dann ist es sicherer ins Krankenhaus zu fahren, denn dann kann es sein, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt.

    Müssen in der 39. SSW Wehen stimuliert werden?

    Geburten in der 39. SSW sind keine Seltenheit und auch nicht gefährlich, aber wenn sich die Herztöne des Kindes verändern, dann werden die Wehen auch zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft stimuliert. Auch wenn die Eröffnungswehen in der 39. SSW zu schwach sind oder wenn zu wenig Prostaglandine, die sogenannten Eröffnungshormone freigesetzt werden, dann werden die Wehen stimuliert, um die Geburt voranzutreiben. Das Gleiche gilt auch dann, wenn es zwar schon Wehentätigkeit gibt, aber die Fruchtblase noch nicht geplatzt ist. In diesem Fall werden Arzt oder Hebamme die Fruchtblase manuell öffnen, damit die Wehen stärker werden.
    Weitere Möglichkeiten, um die Wehen in der 39. SSW zu forcieren, sind Vaginalzäpfchen oder ein Gel, das am Muttermund aufgetragen wird. Wenn das alles nicht hilft, dann wird die Gebärende in den meisten Fällen an den Wehentropf gehängt. Das hat allerdings den Nachteil, dass die Wehen danach sehr plötzlich, in sehr kurzen Abständen und auch sehr schmerzhaft einsetzen.

    Bild: © Depositphotos.com / Astroid

  • Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Wenn es mit dem Abnehmen nicht so klappt wie gewünscht, dann greifen immer mehr Menschen zu Diät-Pillen, die teilweise auch aus illegalen und gefährlichen Substanzen bestehen. So gibt es Diät-Pillen, die aufputschen und den Stoffwechsel ankurbeln und auch von Schilddrüsenhormonen versprechen sich viele eine bessere Figur. Vor allem die Präparate, die eigentlich für die Behandlung der Schilddrüse gedacht sind, erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das geht zumindest aus einem neuen Gesundheitsbericht der Techniker Krankenkasse hervor.

    Diät-Pillen – der neue Renner in Fitnessstudios

    Vor allem die TK in Niedersachsen schreibt im hauseigenen Gesundheitsbericht darüber, dass immer mehr verschreibungspflichtige Hormonpräparate auftauchen und dass es vor allem junge Frauen sind, die diese Medikamente einnehmen. Es ist der stoffwechselsteigernde Effekt, der zur Gewichtsabnahme führt, und immer mehr Frauen hoffen mithilfe dieser Diät-Pillen innerhalb kurzer Zeit, viel an Gewicht zu verlieren. Schon seit längerer Zeit werden diese Hormone als Diät-Pillen in einigen Fitnessstudios unter der Hand verkauft, und auf zahlreichen Internetportalen gibt es die passenden Tipps und Tricks, wie das Abnehmen mit diesen fragwürdigen Mitteln funktionieren soll. Ebenfalls sehr beliebt sind Pillencocktails aus Ephedrin, Aspirin, Koffein und Levothyroxin, die genauso schnell schlank machen sollen wie Hormone.

    Diät-Pillen als Fatburner?

    Auch wenn Pillencocktails und Hormonpräparate gefährlich sind und viele Nebenwirkungen haben, sie sind auch echte Fatburner. Bei einigen Wirkstoffen zeigt sich aber nur in der ersten Woche der gewünschte Effekt, denn die Diät-Pillen steigern die Leistung und putschen zudem stark auf. Wer sich von diesen Diät-Pillen allerdings die allumfassende Lösung für seine Gewichtsprobleme erwartet, der sollte sich im Vorfeld die gravierenden Nebenwirkungen ansehen, denn diese massiven Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich werden.

    Mit Koffein abnehmen

    Viele Frauen, die nicht zu Hormonen greifen wollen, vertrauen lieber einem nicht ungefährlichen Tablettencocktail. Einer der Bestandteile dieses Cocktails ist Koffein, ein Wirkstoff, der tatsächlich in der Lage ist, Fett abzubauen. Leider gewöhnt sich der Körper sehr schnell an das Koffein und um den gleichen Effekt immer wieder zu erzielen, muss die Dosis ständig gesteigert werden. Wer aber zu viel Koffein zu sich nimmt, der reagiert relativ schnell mit innerer Unruhe und Zittern, sogar Krämpfe sind nicht selten. Dazu kommt, dass das Koffein dem Körper Kalzium entzieht, und wer einen zu hohen Blutdruck oder eine Herzschwäche hat, der überlastet sein Herz und das ist auf Dauer gefährlich.

    Aspirin als Schlankmacher?

    Mit Aspirin alleine kann keiner abnehmen, denn der Wirkstoff Acetylsalicylsäure lindert lediglich die Schmerzen, senkt das Fieber und verdünnt das Blut. Viele Frauen, die schnell abnehmen wollen, setzen Aspirin daher zusammen mit Koffein ein, denn auf diese Weise kann das Koffein schneller wirken, es macht wach und hat einen aufputschenden Effekt. Wer die Kombination aus Aspirin und Koffein als Diät-Pillen einnimmt, ist streng genommen High und in einem euphorischen Zustand. Dieser Zustand belastet das Herz gleich doppelt und das macht diesen Pillencocktail umso gefährlicher.

    Der Dritte im Bunde – Ephedrin

    Ephedrin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der munter macht, er treibt den Blutdruck in die Höhe, er lässt die Herzfrequenz ansteigen und die Nasenschleimhaut abschwellen. Aber Ephedrin kann noch mehr, denn der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Appetit gebremst wird und er ist mit dieser Eigenschaft als dritter Wirkstoff im Tablettencocktail sehr willkommen. Ephedrin ist hochgefährlich, denn es versetzt den Organismus in eine Art Dauerstress und kann sehr schnell süchtig machen. Unruhe, Angstzustände und Herzrasen bis hin zum Herzstillstand können die Folgen sein, wenn Ephedrin zusammen mit Aspirin und Koffein eingenommen wird.

    Bild: © Depositphotos.com / Klanneke

  • 40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    In der 40. SSW, also am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, können es die meisten Frauen kaum noch erwarten, dass ihr Kind endlich zur Welt kommt. Der errechnete Termin für die Geburt rückt immer näher, aber ob sich das Kind auch an diesen Termin hält, das kann niemand vorhersagen, denn nicht selten lassen sich die Babys Zeit. Aus medizinischer Sicht ist gegen ein bisschen Trödelei auch nichts einzuwenden, wenn es dem Kind dabei gut geht. In der 40. SSW werden Mutter und Kind aber besonders genau überwacht, damit nichts mehr schiefgehen kann. In der letzten Schwangerschaftswoche muss die Mutter alle zwei Tage zum Arzt, Ende der 40. SSW sogar jeden Tag.

    Wie sieht das Baby in der 40. SSW aus?

    Ein Baby in der 40. SSW misst im Durchschnitt vom Scheitel bis zur Sohle 51 cm und es wiegt rund 3.440 Gramm. Mit diesen Maßen hat das Kind seine endgültige Körperlänge und sein Gewicht erreicht, es ist vollständig ausgewachsen. Natürlich hat jedes Kind seinen ganz eigenen Rhythmus, wenn es ums Wachstum geht und der Arzt kann bei den letzten Untersuchungen vor der Geburt das Wachstum nur noch schätzen, da das Baby vom Ultraschall nicht mehr komplett erfasst werden kann. Die Größe und das Gewicht machen in der 40. SSW Druck nach unten, was für viele Frauen der erste Vorgeschmack auf die bevorstehenden Wehen ist.

    Das Baby hat in der 40. SSW nicht nur die optimale Größe und das richtige Gewicht erreicht, es ist auch mit allem ausgestattet, was es für die Geburt und die ersten Tage seines eigenen Lebens braucht. Die Fettreserven haben in den letzten Wochen um rund 15 % des Körpergewichts zugelegt und die Leber hat damit begonnen Stärke zu speichern, die nach der Geburt zu Glukose wird. Auch die Flüssigkeitsreserven werden in der 40. SSW noch einmal aufgefüllt. Mit dieser Ausstattung kommt das Kind ohne Probleme durch die ersten Tage seines Lebens.

    In der 40. SSW wird der Platz eng

    Die Kindsbewegungen 40. Schwangerschaftswoche sind nicht mehr so intensiv wie in den Monaten vorher, denn das Baby hat in der 40. SSW kaum noch Platz in der Gebärmutter und das schränkt die Bewegungsfreiheit des Kindes natürlich enorm ein. Es liegt jetzt zusammengekauert im Uterus, und diese sogenannte fötale Stellung mit angezogenen Knien, verschränkten Armen und einem runden Rücken wird das Baby auch nach der Geburt noch öfter einnehmen. Noch steht dem Kind in der 40. SSW neben den eigenen Nahrungsreserven auch das Kolostrum, die Vormilch zur Verfügung. Diese Milch ist besonders nahrhaft und sie enthält wichtige Antikörper, die unter anderem dafür sorgen, dass das Kindspech ausgeschieden werden kann. Die eigentliche Muttermilch schießt erst nach zwei bis vier Tagen nach der Entbindung ein.

    Was erlebt das Baby während der Geburt?

    Wenn sich in der 40. SSW Anzeichen der Geburt zeigen, dann geht es auch wirklich los und nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby beginnen sehr anstrengende Stunden. Die natürliche Geburtseinleitung zeigt dem Baby, dass es Zeit wird, die angeborenen Reflexe zu aktivieren, die während der Geburt eine große Rolle spielen werden. Wenn es in der 40. SSW Geburtsanzeichen gibt, dann sind das bereits die Eröffnungswehen, wenn sich die Gebärmutter in immer kürzeren Abständen zusammenzieht. Für das Baby sind diese Kontraktionen eine Art Massage und es fängt an, sich von oben nach unten zu bewegen. In der Phase bewegt es den Kopf und stößt sich mit den Füßen von der Wand der Gebärmutter ab, um sich so in den Geburtskanal zu schieben.

    Damit der Kopf geboren werden kann, muss das Kind im Becken der Mutter eine Biegung passieren, die fast rechteckig ist, und wenn das geschehen ist, dann lässt der erste Schrei des kleinen Menschen nicht mehr lange auf sich warten. Es gibt aber auch Babys, die schreien schon, wenn sie zur Hälfte noch im Geburtskanal stecken, andere schreien gar nicht, sondern jammern leise, seufzen hörbar oder holen erst einmal tief Luft. Auch Babys, die sich nicht durch lautes Schreien bemerkbar machen, sind vollkommen gesund und den berühmten Klaps der Hebamme auf den Po des Babys, gibt es heute nicht mehr.

    Die 40. SSW – die Vorbereitungen der Mutter

    In der 40. SSW beginnt auch für die Mutter die heiße Phase. Optimal ist es, wenn sie in dieser Zeit eine perfekte Mischung aus Aktivitäten und Ruhezeiten findet, denn das ist die beste Vorbereitung für die anstehende Geburt. Leichte körperliche Arbeiten sind erlaubt und wer in der 40. SSW Wehen fördern will, der sollte lange Spaziergänge machen, denn das verstärkt den Druck der Gebärmutter und des Babys auf den Muttermund. Auf diese Weise kann die Geburt auf sanfte Art in Gang gebracht werden. Auch ein warmes Bad kann wehenfördernd sein und es sorgt zudem dafür, dass die werdende Mutter sich entspannen kann. Da das warme Wasser auch die Wehen lindern kann und die Elastizität des Geburtskanals erhöht, bieten viele Krankenhäuser und Geburtshäuser auch eine Entbindung im warmen Wasser an.

    In der 40. SSW überprüfen entweder Arzt oder aber die Hebamme alle zwei Tage die Menge des Fruchtwassers und hören die Herztöne des Kindes ab. Wenn in der 40. SSW keine Wehen zu spüren sind, dann ist das kein Grund zur Panik, denn Ärzte und Hebammen rechnen zehn Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin als eine Art Kulanzzeit. In der 40. SSW kann das Baby kommen, ohne dass es Probleme gibt. Bei Frauen, die schon einmal geboren haben, wird das Baby wahrscheinlich etwas früher als errechnet kommen, bei Erstgebärenden kann es hingegen manchmal etwas länger dauern. Ein sicheres Zeichen, dass die Geburt kurz bevorsteht, ist in der 40. SSW Ausfluss, denn wenn dieser Ausfluss gelblich-weiß, zäh und klumpig ist, dann ist das der sogenannte Schleimpfropf, der sich löst und damit deutlich macht, das Baby will geboren werden.

    In der 40. SSW sollte die Tasche für die Klinik schon fertig gepackt sein, denn jetzt es kann jeden Moment losgehen. Für die Mutter und auch für das Kind gehen in der 40. SSW neun ereignisreiche Monate zu Ende und beide können es nicht mehr abwarten, sich endlich kennenzulernen.

    Bild: © Depositphotos.com / pedro2009

  • Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Wer kennt sie nicht, die Geschichten, in denen ein Schlafwandler mit ausgestreckten Armen seelenruhig auf einem schmalen Dachfirst balanciert. Zwar ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Mensch, der zum Schlafwandeln neigt, auf dem First seines Hausdaches im Mondschein spazieren geht, aber schlafwandeln kann die Betroffenen in ungewöhnliche und auch gefährliche Situationen bringen. Da gibt es den Schlafwandler, der am Morgen nicht mehr weiß, warum alle Schokoladenvorräte samt Verpackung verschwunden sind, und auch wer morgens mit schmerzhaften Schürfwunden aufwacht und nicht weiß, woher diese stammen, der kann davon ausgehen, dass das Schlafwandeln daran schuld ist.

    Schlafwandeln – bei Kinder besonders häufig

    Bis heute ist Somnambulismus, wie schlafwandeln medizinisch korrekt heißt, ein ungeklärtes Krankheitsbild, das bislang nur sehr wenig erforscht wurde. Was im Gehirn von Schlafwandlern vor sich geht, das weiß keiner so genau, fest steht aber, dass besonders häufig Kinder von diesem Phänomen betroffen sind. Geschätzt sind es 30 % der Kinder, die mindestens einmal Schlafwandeln und bei Jungen tritt das Phänomen häufiger auf als bei Mädchen. Rund drei Prozent der Erwachsenen, die nachts unerklärliche Dinge tun, haben in der Kindheit bereits Erfahrungen mit dem Schlafwandeln gemacht.

    Schlafen und Wachen

    Es muss im Gehirn eines Schlafwandlers irgendetwas geben, was normal Schlafende nicht haben, aber was das ist, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz im Klaren. Schlafwandeln findet ausschließlich in der Tiefschlafphase statt und die meisten Betroffenen wandern besonders in der ersten Nachthälfte umher. Schlafwandler verhalten sich wie Menschen, die hellwach sind, aber das EEG zeigt eindeutig an, dass sie sich im Tiefschlaf befinden. Kinder schlafen meist tiefer als erwachsene Menschen und das kann ein Grund sein, warum schlafwandeln bei Kindern öfter vorkommt als bei Erwachsenen. Im Schlaflabor fanden Forscher heraus, dass beim Schlafwandeln die eine Hälfte des Gehirns tief und fest schläft, während die andere Hälfte aufgewacht ist. Dieses Phänomen nennt man partielles Erwachen, und in der Hälfte des Gehirns, die wach ist, befinden sich die Areale für die Muskelspannung und die Bewegung, was zu den ungewollten Aktivitäten in der Nacht führt.

    Komplexe Handlungen

    Schlafwandeln beginnt meist damit, dass sich die Betroffenen plötzlich in ihrem Bett aufrichten, anschließend aufstehen, das Bett verlassen und dann komplexe Handlungen verrichten. In der Regel dauert dieser Vorgang meist nur wenige Sekunden oder Minuten, manche Schlafwandler sind aber auch für Stunden umtriebig. Sie nehmen Handlungen vor, die sie aus dem Alltag kennen und die sie sehr routiniert beherrschen. Es gibt Frauen, die bereiten während einer Schlafwandelphase ein komplettes Essen zu und Schreiner setzen Schränke zusammen, obwohl sie eigentlich tief schlafen. Schlafwandler steigen Treppen hinauf und hinunter, sie schließen und öffnen Türen und sie können sich sogar unterhalten. In den USA sorgte der Film „Sleep driving“ für Aufsehen, in dem Schlafwandler ein Auto sicher durch den Straßenverkehr steuern.

    Warum Schlafwandeln gefährlich werden kann

    Schlafwandeln birgt viele unterschätzte Gefahren. So ist beim Schlafwandeln die Koordination nicht sehr gut, die Betroffenen stolpern leichter und wenn sie in der Nacht das Haus verlassen, dann wird es ebenso gefährlich wie der Versuch, aus dem Fenster zu steigen. Wer einen Schlafwandler in der Familie hat, der sollte Türen und auch Fenster verriegeln und scharfkantige Gegenstände wegschließen. Schlafwandeln ist keine psychische Störung, aber es gibt nach neusten Erkenntnissen wohl eine genetische Veranlagung. 80 % der Schlafwandler haben mindestens ein Familienmitglied, das ebenfalls nachts unterwegs und aktiv ist. Wer mit dem Schlafwandeln Probleme hat, der sollte in ein Schlaflabor gehen, um feststellen zu lassen, wie stark dieses Schlafwandeln ausgeprägt ist. Medikamente helfen den Betroffenen nicht, denn sie leiden ja nicht unter Schlafstörungen. In Schlaflaboren wurde zudem festgestellt, dass ein Schlafwandler, der ein Medikament bekommen hatte, ebenso nachts umher ging wie der Schlafwandler, der keine Tablette genommen hatte.

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