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  • Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    42 km sind die Läufer bei einem Marathonlauf unterwegs und für viele Läufer ist die Faszination für diese lange Strecke ungebrochen. Der Marathonlauf ist so etwas wie die Königsdisziplin im Laufsport und immer mehr Menschen nehmen die Qualen und die Mühen dieser 42 km in Kauf, ohne zu wissen, dass sie dabei vielleicht mit ihrem Leben spielen. Vor allem für Hobbyläufer, die sonst nur drei bis vier Kilometer durch den Park laufen, kann ein Marathonlauf sehr gefährlich werden, denn diese lange Strecke verlangt dem Körper alles ab.

    Marathonlauf – Ein Lauf mit Geschichte

    Es war ein Bote mit Namen Pheidippides, der im Jahre 490 vor Christus in nur zwei Tagen von Athen nach Sparta gelaufen sein soll, um die Spartaner um Unterstützung im Kampf gegen die Perser zu bitten. Die Perser wurden in der Schlacht von Marathon geschlagen und der Läufer lief die 40 km zurück nach Athen, wo er im Ziel tot zusammenbrach. Der Geschichtsschreiber Herodot hat diese Geschichte aufgeschrieben und sie wurde zur Legende. Der Marathonlauf geriet in Vergessenheit und wurde erst im 18. Jahrhundert wieder modern, an den historischen Ursprung dachte allerdings niemand mehr, denn in England, wo es die ersten Marathonläufe der Neuzeit gab, standen die Wetten im Vordergrund. 1896 wurde der Marathonlauf olympisch und seit 1984 dürfen auch die Frauen bei Olympischen Spielen auf die Marathonstrecke gehen.

    Nicht gesundheitsfördernd

    Sportmediziner stehen dem Marathonlauf sehr kritisch gegenüber, denn sie sehen in dieser langen Laufstrecke eine komplette Überanstrengung für den Körper, die keinesfalls gesundheitsfördernd ist. Studien beweisen, dass während eines Marathonlaufs vorübergehend sogar der Herzmuskel Schaden nimmt und dass viele Läufer bereits Vernarbungen am Herzen haben und unter Vorhofflimmern leiden. Der Herzmuskel erholt sich zwar wieder, aber nicht bei jedem Marathonläufer und das führt zu Verletzungen und nicht selten auch zum Tod.

    Marathonlauf nur mit Gesundheitscheck

    Es ist vielfach der Ehrgeiz, der die Läufer antreibt, um auf die Marathonstrecke zu gehen. Mediziner raten deshalb allen, die über 35 Jahre alt sind und die bisher nur nach Feierabend gelaufen sind, vor einem Marathonlauf einen Gesundheitscheck beim Arzt machen zu lassen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die der Meinung sind, dass diese Gesundheitschecks wenig Sinn machen, denn es werden bei diesen Untersuchungen lediglich die Patienten aussortiert, die eine Schädigung am Herzen haben. Über die tatsächliche Fitness sagen diese Checks nichts aus, das kann nur ein Leistungstest, der von einem Sportmediziner vorgenommen werden kann.

    Mehr fürs Ego

    Die Läuferweisheit „Der Halbmarathon ist für die Gesundheit, der Marathon ist nur fürs Ego“ ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, denn jeder Kilometer, der mehr gelaufen wird, schadet der Gesundheit, aber es stärkt das Selbstbewusstsein des Läufers. Auch der Halbmarathon kann der Gesundheit schaden, vor allem dann, wenn der Läufer zu ehrgeizig ist. Ein Marathonlauf ist Wettkampfsport und damit nichts für Hobbyläufer, die sich etwas beweisen möchten.

    Lange trainieren

    Freizeitläufer, die unbedingt an einem Marathonlauf teilnehmen wollen, sollten diesen Lauf sehr genau planen und gezielt in diese Richtung trainieren. Sportmediziner empfehlen mindestens ein Jahr Trainingszeit, und in diesen zwölf Monaten sollte regelmäßig dreimal pro Woche trainiert werden. Für die Vorbereitung auf einen Marathon sollte die Länge der Strecke kontinuierlich gesteigert werden, auch kleinere Wettkämpfe zum Beispiel über die Distanz von zehn Kilometern, sind eine gute Vorbereitung auf einen klassischen Marathonlauf. Am Ende des gezielten Trainings sollte ein Halbmarathon stehen, denn wenn der Läufer über die halbe Distanz läuft, dann bekommt er ein Gefühl für die lange Strecke und kann seinen Rhythmus finden.

    Wer also im nächsten Jahr am Berlin Marathon teilnehmen will, der sollte schon heute mit dem Training beginnen, um für die 42 km durch die Hauptstadt fit zu sein.

    Bild: © Depositphotos.com / blasbike

  • Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Die meisten Menschen, die zu viele Kilos auf die Waage bringen, sind sehr versiert, wenn es um Ausreden geht. Mal sind die Gene schuld, mal ist die Beleuchtung gerade etwas ungünstig und sehr gerne sind es schwere Knochen, die das Übergewicht verursachen. Nur die wenigsten geben freimütig zu, dass sie eben gerne kalorienreich essen und deshalb zu viel wiegen. Aber wie ist das eigentlich mit den Knochen, können die wirklich zu schwer sein oder ist das nur eine faule Ausrede?

    Schwere Knochen – Das Gewicht kann variieren

    Natürlich wiegt das menschliche Skelett einiges, bei einem erwachsenen Mann machen die Knochen sogar 15 % des Gesamtgewichts aus, bei Frauen sind es immerhin noch 12 %. Ein Mann, der 80 Kilogramm wiegt, hat also alleine schon zwölf Kilogramm, die nur auf die Knochen entfallen, bei einer Frau, die 60 Kilogramm wiegt, sind es immerhin 7,2 Kilogramm, die alleine das Skelett auf die Waage bringt. Allerdings beschränkt sich dieses Gewicht auf die Knochendichte und die kann variieren. Wie dicht die Knochen sind, das ist von Mensch zu Mensch verschieden und von mehreren Faktoren abhängig. Die Masse und Dichte der Knochen variiert in der Regel um etwa zehn Prozent, je nachdem, wie sportlich derjenige ist. Auch die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle, denn wer Eltern oder Großeltern hat, die eine hohe Knochendichte haben, der muss sich darauf einstellen, ebenfalls schwere Knochen zu haben.

    Schwere Knochen – Die Knochen passen sich an

    Knochen bestehen zu 23 % aus Mineralien, zu 15 % aus Fett, zu 12 % aus Knorpel und zu 50 % aus Wasser. Es sind die Knochen, die den Körper stützen und daher passt sich die Knochendichte auch dem Körpergewicht an, damit dieser stützende Effekt erhalten bleibt. Diese Anpassung hat jedoch ihre Grenzen, denn bei Menschen, die stark übergewichtig sind, wird der Stützeffekt immer geringer, die Knochen können das Wasser und das Fett des Körpers immer schwerer tragen und werden in der Folge instabil und zunehmend brüchig. Schwere Knochen sind nicht am Übergewicht schuld, eher das Gegenteil trifft zu, denn wenn eine bestimmte Knochendichte erreicht wird, dann werden die Knochen nicht schwerer.

    Wie kann die Knochendichte vermehrt werden?

    Wer schwere Knochen hat, der verfügt über ausreichend Knochendichte und damit über ein gutes „Gerüst“ für seinen Körper. Um die Dichte der Knochen zu erhöhen, ist Kalzium sehr wichtig und das setzt voraus, dass mit der Nahrung viel Vitamin D gegessen wird. Wer viel Vitamin D zu sich nimmt, der lagert das so wichtige Kalzium in den Knochen und die Knochenmasse verdichtet sich. Regelmäßige Bewegung kann ebenso für schwere Knochen sorgen, denn wenn die Muskeln ausreichend bewegt werden, dann regt das auch das Wachstum der Knochen an. Wer sich für regelmäßige sportliche Aktivitäten entscheidet, wie zum Beispiel laufen oder Tennis spielen und das Training einige Monate durchhält, der kann dann auf einem Röntgenbild sehen, wie sehr die Knochendichte zugenommen hat.

    Die Knochen werden schwerer

    Alle, sich die gesund und vor allen Dingen kalziumreich ernähren und dazu viel Sport treiben, die können damit rechnen, dass die Knochen im Verhältnis zum eigentlichen Körpergewicht ein wenig schwerer werden. Alle, die aber mit Sport nicht viel am Hut haben, sich dazu ungesund und kalorienreich ernähren, die werden zunehmen, schwere Knochen haben damit jedoch nichts zu tun. Schwere Knochen sind also für alle, die zu viele Problemzonen haben, keine logische Ausrede mehr. Wer abnehmen will, der sollte sich auch nicht darauf verlassen, dass die Knochendichte abnimmt und damit der Zeiger der Waage immer weiter nach unten zeigt. Die Dichte der Knochenmasse nimmt zwar ab, aber was viel wichtiger ist, die Menge an Fett muss schmelzen, denn nur dann verschwinden auch die überflüssigen Kilos.

    Bild: © Depositphotos.com / AY_PHOTO

  • NATUREHOME – alles für die natürliche Sauberkeit

    NATUREHOME – alles für die natürliche Sauberkeit

    Auch wenn alle Hausfrauen und Hausmänner es vielleicht nicht gerne hören, aber Putzen muss sein. Die Küche muss ebenso blitzen wie das Bad, und auch das Geschirr muss immer sauber auf den Tisch kommen. Das Angebot an Putzmitteln ist heute unendlich groß und jeder Hersteller verspricht einen noch besseren Glanz und einen noch besseren Duft. Leider sind nicht alle Putzmittel, die heute die Regale im Supermarkt füllen, auch gesundheitsverträglich. Nicht selten sind die Putzmittel im wahrsten Sinne des Wortes ätzend und können sogar Allergien auslösen. Nicht so bei NATUREHOME, denn dort finden alle, die großen Wert auf die Gesundheit der Familie und auf ein sauberes Zuhause legen, die Bio-Putzmittel, die garantiert nicht schaden können.

    Nachhaltig und ökologisch

    Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Modewort oder ein Trend, Nachhaltigkeit bedeutet vielmehr, sich um die Umwelt und die Gesundheit Gedanken zu machen. Wer ganz bewusst auf aggressive Reinigungs- und Putzmittel verzichten will, der findet im Onlineshop von NATUREHOME ein breit gefächertes Angebot an nachhaltigen und ökologischen Reinigungsmitteln. Alle Reinigungsmittel haben rein pflanzliche Inhaltsstoffe und wurden ohne Tierversuche hergestellt. So sorgt zum Beispiel der Bio-Klarspüler dafür, dass die Gläser, das Besteck und das Porzellan in der Spülmaschine wieder glänzen, und das ganz ohne die üblichen Parabene und Duftstoffe. Der Bio-Klarspüler, sowieso alle anderen Bio-Reinigungsmittel im Sortiment, ist zu 100 % biologisch abbaubar, er belastet die Umwelt nicht und alles wird schlierenfrei sauber.

    Natürlich sauber

    Der Bio-Klarspüler für die Spülmaschine ist nur ein Beispiel für die Bio Reinigungsmittel von NATUREHOME. Auch alle, die ihre Wäsche natürlich und schonend waschen wollen, finden hier das passende Waschmittel. Zitrone und Minze, Lavendel und Rhododendron sorgen in der Waschmaschine schon bei 30° Grad für Sauberkeit und einen herrlich frischen Duft. Ganz natürlich ist auch der Glasreiniger mit einer perfekten Mischung aus Zitronengras und Lavendel, um spiegelnden Flächen und Fenstern zu strahlendem Glanz zu verhelfen.

    Eine Wohltat für die Haut

    Immer mehr Menschen leiden unter Allergien und immer öfter sind die falschen Hautpflegeprodukte und Reinigungsmittel daran schuld. Wer seine Haut ganz natürlich verwöhnen will, der kann das unter anderem mit den Handseifen des Markenherstellers. Die Handseife aus Rosmarin, Kokos und Olivenöl pflegt die Haut auf sanfte Art und das mit einem angenehmen Duft. Wer einen blumigen Duft mag, der sollte die Handseife mit Rosenblüten versuchen, herb und frisch hingegen duften die Handseifen mit Zitronengras, Lavendel und sieben Kräutern.

    Die Pur-Serie für alle Allergiker

    Mit der Pur-Serie bietet der Online-Shop spezielle Seifen und Reinigungsmittel für Allergiker an. Die vegane Handseife aus biologischem Oliven- und Kokosöl ist frei von Enzymen, Konservierungsstoffen sowie Duft- und Farbmitteln, und auch Gentechnik spielt bei dieser Seife aus der Pur-Serie keine Rolle. Das Gleiche gilt auch für die Reinigungs- und Waschmittel aus der Pur-Serie. Der Universalreiniger für den Haushalt und auch das pflegende Feinwaschmittel werden von denjenigen, die unter einer Allergie leiden, sehr gut vertragen. Alle Inhaltsstoffe sind perfekt aufeinander abgestimmt und sorgen für Reinheit, Sauberkeit und Frische. Nicht nur für Allergiker ist die Pur-Serie ideal, auch für die sehr empfindliche Babyhaut sind die Hautpflegemittel von NATUREHOME optimal. Kleine Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und nehmen alles gerne in den Mund. Mütter und Väter, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten das Spielzeug mit dem Reiniger aus der Pur-Serie abwaschen und so für die nötige Sauberkeit und Sicherheit sorgen. Alle, die sich sehr oft die Hände waschen müssen, wie zum Beispiel Ärzte und Pflegepersonal, treffen mit der Seife der Pur-Serie eine gute Wahl, denn auch bei häufigem Waschen bleibt die Haut weich und wird immer gepflegt.

    Bild: © Depositphotos.com / Natvishenka

  • Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Sex-Roboter auf Vormarsch – Moralisch verwerflich oder nicht?

    Die Wissenschaft schlägt Alarm, weil sich die Sex-Roboter auf dem Vormarsch befinden und die ethische Sicht des Menschen auf den Sex radikal verändern könnten. Die heutigen Sex-Roboter sind mit den so genannten Gummipuppen nicht mehr vergleichbar, weil sie technisch hochentwickelt und mit einer weichen synthetischen Haut überzogen sind. Aktuelle Generationen derartiger mechanischer Sex-Dienerinnen können sich mittlerweile realistisch bewegen und wie echte Menschen agieren. In den USA plant ein Roboterhersteller für das Jahr 2016 die Markteinführung eines Sex-Roboters, der in der Lage sein soll zu sprechen. Diese Entwicklung finden vor allem Technikbegeisterte faszinierend, aber auch sehr schüchterne verschlossene Menschen betrachten diesen Trend mit großer Erwartungshaltung.

    Ethische Diskussion über Sex-Roboter

    Die Ethikveranstaltung Ethicomp 2015 diente als Diskussionsplattform bezüglicher ethischer Fragen zur Computertechnik. Auf der Konferenz wurde von Wissenschaftlern die Kampagne »Campaign Against Sex Robots« präsentiert verbunden mit dem Ziel ethische Regeln für Roboter festzulegen. Die Robotikexperten Kathleen Richardson (DeMofort University, Leicester) und Erik Billing (Universität Skövde, Schweden) zeichnen verantwortlich für die Kampagne.

    Der Hintergrund der Kampagne ist der, dass die Mehrzahl der Kunden von Herstellern für Sex-Roboter vor allem Männer sind, die künstliche Frauen erwerben. Das Bild der Frau als Sexobjekt würde durch diesen Trend eine Verstärkung erfahren. Die Ethiker wollen mit ihren Aufruf besonders Programmierer und Informatiker ansprechen. Sie fordern die IT-Experten dazu auf keine Software für Sex-Roboter zu programmieren oder keine Hardware entwickeln. Nach Ansicht der beiden Roboterexperten würden Frauen zu Objekten degradiert. Das Mitgefühl des Menschen würde negativ beeinflusst, weil Sex-Roboter stets willig seien und dafür keine wechselseitige Partnerschaft erforderlich sei. Gegen die Gewalt gegen Prostituierte könnten künstliche Wesen, die der sexuellen Befriedigung dienen, nicht entgegenwirken und das Gewaltproblem nicht lösen.

    Sex-Roboter werden menschlicher

    Die Roboter werden mit jeder Generation und dem technologischen Fortschritt immer menschlicher. Diese Entwicklung gilt als besorgniserregend, weil einige Wissenschaftler damit rechnen, dass die künstliche Intelligenz der Roboter und Maschinen in bereits 20 bis 50 Jahren höher sein könnte als beim Menschen. In Zukunft könnten Sex-Roboter, Roboter in Altenheimen und robotische Sicherheitskräfte zu einem normalen Bild in den Städten gehören. Die Robotik wird sich weiterentwickeln und hier gilt Japan als führendes Land. Ein japanisches Altenheim setzt bereits Pflegeroboter ein und verzichtet fast völlig auf menschliches Personal.

    Die dystopische Sichtweise sieht Roboter als gefährlich an, weil vor allem autonome selbstdenkende Maschinen in Zukunft beim Militär eingesetzt werden könnten. Zum Beispiel entwickelt das US-Unternehmen Boston Dynamics seit Jahren hochentwickelte Robotermaschinen, die eines Tages menschliche Soldaten ersetzen sollen. Die Integration ethischer Grundsätze in die Steuersoftware aller Arten von Robotern kann helfen die Skepsis gegenüber der Robotik abzubauen.

    Normale Haushalte mit einem durchschnittlichen Einkommen können sich derzeit keine Roboter leisten, weil sie sehr teuer sind und einige 100.000 Euro kosten können. In Wohnungen und Häusern könnten Haushaltsroboter uns Menschen allerdings entlasten, damit wir den wirklich wichtigen Dinge des Lebens widmen können. Die Robotik hat mit Staubsaugerrobotern und Roboter-Räsenmähern zumindest in wohlhabenden Haushalten schon Einzug gehalten. Die Beziehungen und Erotik könnte durch Sex-Roboter massiv beeinflusst werden, weshalb unbedingt ethische Regeln in der Programmierung eingestellt werden sollten, damit derartige künstliche Gespielinnen auch mit einem gewissen Respekt begegnet wird.

    Die Roboterindustrie wird sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer wichtigen Branche mit Milliardenumsätzen und Millionen Beschäftigten entwickeln. Der Film »Der 200 Jahre Mann« und die Filmreihe »Terminator« haben zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Robotik. Die erste Sichtweise ist utopisch positiv verbunden mit ethischen Fragen wie menschlich ein Roboter sein darf, während »Terminator« die Welt finster zerstörerisch dystopisch sieht.

    Bild: © Depositphotos.com / Lukatme1

  • Brustkrebs-Screening – überschätzt oder nützlich?

    Brustkrebs-Screening – überschätzt oder nützlich?

    Das Brustkrebs-Screening steht nicht erst seit gestern in der Kritik, jedoch jetzt werden die Stimmen immer lauter, die von einer Überdiagnostik sprechen. Sicher ist das Screening, das den Brustkrebs erkennen soll, eine gute Sache, ob es aber wirklich nützlich ist, alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre flächendeckend zu untersuchen, daran zweifeln immer mehr Experten. Eine Studie der Harvard Universität in Cambridge ist jetzt zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Wenn es nach dieser Studie geht, dann wird das Brustkrebs-Screening deutlich überschätzt, denn es rettet weniger Leben als bisher angenommen wurde.

    Gute Diagnostik, gleich hohe Sterberate

    16 Millionen Frauen in den USA wurden für die Studie der Harvard Universität untersucht, ihre Daten wurden gesammelt und mit einem Krebsregister verglichen. Alle diese Frauen hatten zwischen 1998 und 1999 ein Brustkrebs-Screening, also eine Mammografie machen lassen. Die Wissenschaftler verglichen dann die Zahl der Frauen, die eine Brustkrebsdiagnose hatten, mit den Sterberaten. Das Ergebnis: Je häufiger ein Brustkrebs-Screening durchgeführt wurde, umso öfter gab es auch die Diagnose Brustkrebs. Was die Forscher allerdings überraschte, trotz des vermehrten Brustkrebs-Screening sank die Sterberate nicht und das lässt nur einen Schluss zu, dass nämlich das Brustkrebs-Screening keinerlei Einfluss auf die Überlebenschancen bei Brustkrebs hat.

    Brustkrebs-Screening – Die Gefahr der Überdiagnostik

    Die Diskrepanz zwischen einem flächendeckenden Brustkrebs-Screening und einer gleichbleibend hohen Sterberate führen Experten auf die sehr weit verbreitete Überdiagnostik zurück. So werden auch winzig kleine Tumore von weniger als zwei Zentimetern beim Brustkrebs-Screening entdeckt, die aber gutartig sind. Diese Tumore wachsen nicht weiter, sie machen keine Probleme und viele verschwinden von ganz alleine wieder. Das Brustkrebs-Screening schlägt aber Alarm, die Frauen werden in Panik versetzt und die anschließenden aufwendigen Untersuchungen oder Operationen belasten die Krankenkassen und in der Folge auch die gesetzlich Versicherten.

    Früherkennung verbessert die Heilungschancen

    Viele Frauen fragen sich, ob sie auf das Brustkrebs-Screening verzichten sollen. Die Ärzte raten davon nur bedingt ab, denn je früher Brustkrebs erkannt wird, umso besser sind auch die Chancen auf Heilung. Zudem ist die Behandlung in einem frühen Stadium nicht so belastend für die Frauen und die Möglichkeiten die Brust zu erhalten, sind größer. Das Brustkrebs-Screening das von den Krankenkassen angeboten wird, erfüllt alle Qualitätsansprüche und wird von Ärzten durchgeführt, die auf diese Art von Untersuchungen spezialisiert sind. Die digitalen Geräte der Mammografiezentren sind hochmodern und liefern präzise Bilder.

    Brustkrebs-Screening – Eine immer individuelle Entscheidung

    Ein Brustkrebs-Screening wird von den gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre angeboten, aber diese Untersuchungen sind kein Garant dafür, dass sich in diesen zwei Jahren kein Krebs entwickeln kann. Ärzte raten dazu, die Frauen individuell entscheiden zu lassen, ob sie ein Brustkrebs-Screening durchführen lassen oder nicht. Wichtig ist es, sich ausreichend über das Screening zu informieren und die Vorteile wie auch die Nachteile sehr genau gegeneinander abzuwägen. Eine Alternative zum Brustkrebs-Screening ist das regelmäßige Abtasten der Brust, was ein Frauenarzt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung vornimmt. Allerdings werden bei dieser Tastuntersuchung nur Tumore entdeckt, die größer als ein Zentimeter sind und das kann gefährlich werden. Wenn es sich um invasive und sehr aggressive Karzinome handelt, dann kann es nämlich passieren, dass der Krebs zu spät erkannt wird.

    Andere Regeln für Risikogruppen

    Für Frauen, die zu einer sogenannten Risikogruppe gehören, gelten beim Thema Brustkrebs-Screening andere Regeln. Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten oder noch haben, gelten als Sonderfall, denn sie leben nicht selten mit genetischen Mutationen, die zum Brustkrebs führen können. In diesem Fall spielt das Alter keine Rolle und deshalb sollten auch junge Frauen, die erblich vorbelastet sind, regelmäßig ein Brustkrebs-Screening durchführen lassen. Das herkömmliche Verfahren des Abtastens reicht bei dieser Risikogruppe nicht mehr aus, nur das Röntgenverfahren mittels Screening bringt in diesem Fall Gewissheit.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Die Syphilis, die bis heute noch immer als Kavalierskrankheit bezeichnet wird, hat viele Namen und ist bekannt, wie kaum eine andere Krankheit. Franzosenkrankheit, harter Schanker, Lues – das sind nur einige Namen für die Syphilis, gemeint ist aber immer eine Infektionskrankheit, die so gar nichts Galantes hat und die im schlimmsten Fall das zentrale Nervensystem komplett zerstören kann. Mozart soll unter Syphilis gelitten haben und auch der Dichter Hölderlin und der Komponist Franz Schubert. Der Preußenkönig Friedrich II. soll sich schon in seiner Jugend infiziert haben und auch einige französische Herrscher sollen Opfer der Syphilis geworden sein. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, aber sie birgt nach wie vor Gefahren.

    Was genau ist Syphilis?

    Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte übertragen wird und in vier Stadien verläuft. Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die die Schleimhäute befallen. Im ersten Stadium sind deshalb zunächst nur die Schleimhäute betroffen, an denen sich Geschwüre bilden. Im zweiten Stadium schwellen die Lymphknoten an und die Betroffenen verspüren Schmerzen, in den letzten beiden Stadien greifen die Bakterien schließlich das zentrale Nervensystem an und zerstören es. Wenn die Syphilis nicht frühzeitig behandelt und chronisch wird, dann führt sie zum Tod. Was Syphilis so gefährlich macht, das ist die relativ lange Inkubationszeit, die bis zu drei Monate dauern kann. In diesem Zeitraum spüren die Betroffenen nicht und geben die Krankheit unbewusst weiter. In Deutschland erkranken vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren an Syphilis, und in vier von fünf Fällen fand die Ansteckung durch homosexuelle Kontakte statt. Syphilis ist meldepflichtig, jede Erkrankung muss dem Robert-Koch Institut gemeldet werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Wenn das für die Syphilis zuständige Bakterium Treponema pallidum durch Geschlechtsverkehr oder durch küssen übertragen wird, dann zeigen sich nach der Inkubationszeit die ersten Geschwüre in der Mundhöhle, später sind diese Geschwüre auch an dem Lymphknoten zum Beispiel unter den Armen oder am Hals zu sehen. In der Folge treten Veränderungen am Knochenbau und später auch am Herzen auf. Dann befällt das Bakterium die inneren Organe und schließlich das Nervensystem. Unterschieden wird die Krankheit in eine primäre und eine sekundäre Syphilis, es gibt aber auch eine sogenannte latente Form. Ist der Verlauf der Krankheit latent, dann kommt es zu langen Intervallen, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben, bricht die Syphilis dann aber wieder aus, dann ist sie in der Regel schon sehr weit fortgeschritten.

    Ist Syphilis heilbar?

    Syphilis war in den 1990er kaum noch ein Thema. Die meisten Menschen hatten in dieser Zeit Angst vor einer HIV-Infektion und Kondome verhinderten nicht nur eine Ansteckung mit dem HIV-Virus, sondern schützten auch vor Syphilis. Heute hat die Zahl der Erkrankungen wieder stark zugenommen, denn die Hysterie um AIDS ist abgeflaut, die Menschen gehen wieder leichtsinnig mit der Sexualität um. War Syphilis in früheren Zeiten eine Krankheit, die zu einem langsamen und qualvollen Tod führte, so werden heute mit Antibiotika große Erfolge erzielt. Syphilis ist nicht heilbar, wie schwer der Verlauf der Krankheit aber ist, das hängt davon ab, wie schnell sie erkannt wird. Befindet sich die Syphilis in einem frühen Stadium, dann bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen ohne Beschwerden ein langes Leben haben. Wird sie aber zu spät diagnostiziert, dann kann sie auch heute noch zum Tod führen.

    Ein sicherer Schutz

    Die einzige Möglichkeit, einer Ansteckung mit Syphilis zu entgehen, heißt Safer Sex, denn Kondome können eine Ansteckung effektiv verhindern. Auch die Wahl der Sexualpraktiken sollte genau überlegt werden, da Syphilis auch durch oralen Sex übertragen werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur Männer Syphilis bekommen können, Frauen sind ebenso gefährdet und schwangere Frauen können die Krankheit auch auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

    Bild: © Depositphotos.com / gustavofrazao