Schlagwort: Frauenarzt

  • Sind Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll?

    Sind Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll?

    Abgesehen von der Schwangerschaftsvorsorge und den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder sind in den letzten Jahren viele der zahlreichen Vorsorgeuntersuchungen in die Kritik geraten. Es wird über den Sinn von bestimmen Vorsorgeuntersuchungen diskutiert, so zum Beispiel über die Tastuntersuchung bei Prostatakrebs und das Screening für die Hautkrebsuntersuchung. Die Bundesärztekammer möchte alle Vorsorgeuntersuchungen überprüfen lassen, die in Deutschland angeboten werden, und das gilt unter anderem auch für den Check-up, den in regelmäßigen Abständen jeder machen sollte, der über 35 Jahre alt ist.

    Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll – In der Kritik – der Check-up

    Besonders beim sogenannten Check-up stellt sich immer wieder die Frage, ob Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind oder eher nicht. Die Krankenkassen bezahlen allen, die über 35 Jahre sind, alle zwei Jahre eine solche Untersuchung, bei der unter anderem die Herz- und Lungentätigkeit, der Blutdruck und die Nierenfunktion überprüft werden. Dazu kommt ein großes Blutbild, womit zum Beispiel Mangelerscheinungen oder Diabetes erkannt werden können. Ob diese Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind, daran haben Kritiker ernste Zweifel.

    Ist beispielsweise der Blutdruck beim Check-up ein wenig erhöht, dann wird der Arzt ein Medikament verschreiben, das den Blutdruck wieder senkt. Daran ist im Grunde nichts auszusetzen, außer vielleicht die Tatsache, dass der Arzt von einer Pharmafirma gesponsert wird und deshalb ein bestimmtes Präparat verschreibt, obwohl es bei einem leicht erhöhten Blutdruck auch Alternativen geben würde. Diese Praktiken haben die Check-up Vorsorgeuntersuchungen immer wieder in Verruf gebraucht. Zwar handeln nicht alle Ärzte so, aber diejenigen, die es tun, werfen die Frage auf, ob Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind.

    Von der Vorsorge zum Patienten

    Ob Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind, diese Frage wird auch immer öfter bei der Prostatavorsorge gestellt. Nach dem Gesetz können alle Männer ab dem 45. Lebensjahr einmal im Jahr eine Prostatavorsorge in Anspruch nehmen. In der Regel macht der Arzt eine Tastuntersuchung und diese Form der Untersuchung ist umstritten. Der Arzt muss schon viel Erfahrung haben, um richtig urteilen zu können. Wenn es tatsächlich einen kleinen Tumor geben sollte und dieser in den Darm gewandert ist, dann ist er nicht mehr tastbar. Viele Ärzte gehen auf Nummer sicher und überweisen ihren Patienten an einen Radiologen für weitere sehr teure Untersuchungen, die oftmals vollkommen überflüssig sind.

    Das Gleiche gilt für die Krebsvorsorge bei Frauen. Nicht selten sehen Ärzte bei einer Mammografie etwas, das sie dann falsch interpretieren. In der Folge wird eine Gewebeprobe entnommen, was für jede Frau eine Tortur ist, denn sie hat schließlich Angst, an Brustkrebs erkrankt zu sein. Auch hier stellt sich einmal mehr die Frage, ob Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind.

    Aus politischen Motiven wurde das Haut Screening als Vorsorgeuntersuchung eingeführt, aber es gibt keinen einzigen wissenschaftlich belegten Erfolg für diese Untersuchung, die Hautkrebs erkennen soll. Kurioserweise gibt es in Australien, einem Land, das besonders heftig unter der kaputten Ozonschicht leidet, keine Vorsorgeuntersuchungen per Screening. Dieser Test vermittelt nur eine eher trügerische Sicherheit, er kann zwar den weißen Hautkrebs erkennen, aber diese Form von Hautkrebs lässt sich sehr gut behandeln und endet selten tödlich.

    Warum Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind

    Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten, auch wenn sich die Frage stellt, ob einige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind. Die Krankenkassen bieten diese Untersuchungen an, weil besonders der Krebs auf dem Vormarsch ist. Alle, die auf ihre Gesundheit achten, sollten nicht fragen, ob Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind oder nicht, sie sollten sich einfach in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen.

  • Teenager und Sexualität – wie sag ich´s meinem Kind?

    Teenager und Sexualität – wie sag ich´s meinem Kind?

    Wenn Kinder in die Pubertät kommen, dann werden die meisten Eltern unruhig, denn zum Erwachsen werden gehört auch der Sex. Die Eltern sehen sich dann in der Pflicht, ihre heranwachsenden Kinder aufzuklären, und das ist damals wie heute ein eher heikles Thema. Das Bienchen und Blümchen ist schon lange nicht mehr zeitgemäß, und viele Eltern müssen nicht selten mit Erschrecken feststellen, dass ihr Nachwuchs mehr über Sex weiß, als den Eltern lieb ist.

    Das Internetzeitalter macht es möglich, dass Kinder heute schon mit zwölf Jahren Bescheid wissen, aber auch wenn sie sich auskennen, gibt es trotzdem einige Dinge, über die die Eltern mit ihren Kindern offen sprechen sollten.

    Nicht ausreichend informiert

    Die Kinder von heute kommen früher in die Pubertät als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Sie haben schon früh ganz genaue Vorstellungen, wie das „erste Mal“ aussehen soll und wissen auch über den Verlauf einer Schwangerschaft bestens Bescheid. Zwischen 14 und 17 verlieren in Deutschland die meisten Teenager ihre Unschuld, aber auch wenn sie vielleicht körperlich schon reif sind, der Kopf ist es noch lange nicht. So informieren sich laut einer Studie nur sehr wenige Teenager über die unterschiedlichen Geschlechtskrankheiten, und auch das Thema Verhütung kommt in den Überlegungen und Fantasien über Sex nur eher selten vor.

    Hier sollte die Aufklärung der Eltern ansetzen, sie sollten ihren Kindern klar machen, was es bedeutet, mit 14 oder 15 ein Kind zu bekommen. Auch die Gefährlichkeit von HIV und Geschlechtskrankheiten sollte zu den Dingen gehören, über die gesprochen wird, denn nur wer ausreichend informiert ist, der weiß sich auch vor diesen Krankheiten zu schützen.

    Der kleine Unterschied

    Wenn es um die Aufklärung von Teenagern geht, dann ist es ein großer Unterschied, ob es sich um die Tochter oder um den Sohn handelt. Bei angehenden Männern spielt zum Beispiel die Größe des Penis eine wichtigere Rolle als die richtige Handhabung eines Kondoms. Pubertierende Machos gehen einem Gespräch sehr gerne aus dem Weg, sie behaupten zwar gerne, sie wüssten über alles Bescheid, was mit Sex zu tun hat, aber bei näherem Nachfragen blocken sie ein Gespräch gerne ab. Eltern, die ihre Söhne aufklären wollen, müssen den passenden Zeitpunkt erwischen und auch bereit sein, zu warten. Ein Gespräch aufzwingen lässt sich ein junger Mann nur sehr selten, es siegt in der Regel die Oppositionshaltung.

    Bei jungen Mädchen spielen bei der Aufklärung andere Aspekte eine Rolle. Eine zu frühe Schwangerschaft ist ein Thema, das bei einem Gespräch zur Sprache kommen sollte, aber auch die Gefahr einer Vergewaltigung sollte kein Tabu sein, wenn Eltern mit der Tochter über die Sexualität reden.

    Das richtige Verhütungsmittel

    Es gibt kaum eine junge Frau, die nicht weiß, was die Pille ist, aber wenn man einen weiblichen Teenager nach der Pille danach fragt, dann blickt man nicht selten in ratlose Gesichter. Es ist wichtig, dass Jugendliche, die ihre Sexualität entdecken auch wissen, was sie tun müssen, wenn mit der Verhütung mal etwas schief geht. Wo bekommt man die Pille danach? In welchem Zeitraum muss sie eingenommen werden? Das sind Fragen, die zwischen Eltern und heranwachsenden Kindern geklärt werden müssen. Dass die Pille nur regelmäßig eingenommen vor einer Schwangerschaft schützen kann, auch das sollte besprochen werden, und dass sie nicht vor Geschlechtskrankheiten und einer Infektion mit HIV schützt, auch das ist wichtig.

    Hat die Tochter einen festen Freund, mit dem sie schlafen möchte, dann ist es keine schlechte Idee, wenn die Mama mit zum Frauenarzt geht, denn das gibt ein Gefühl von Sicherheit. In diesem Fall wird die Mutter zur besten Freundin, mit der man einfach alles besprechen kann.

  • Gebärmuttersenkung – was tun?

    Gebärmuttersenkung – was tun?

    Die meisten Frauen, die ein Kind geboren haben, verspüren danach keine Veränderungen, es gibt aber auch Frauen, deren Gebärmutter sich nach der Niederkunft senkt und das führt dann zu einer Reihe von Problemen. Eine Gebärmuttersenkung ist harmlos, aber sie kann das alltägliche Leben beeinflussen.

    Was ist eine Gebärmuttersenkung?

    Die Gebärmutter senkt sich im Laufe der Jahre und das ist auch vollkommen natürlich. Besonders Frauen die geboren haben, müssen mit einer Senkung ihrer Gebärmutter rechnen, und mit jedem Kind oder auch mit einem sehr schweren Kind sinkt die Gebärmutter weiter ab. Aber nicht nur Geburten sind der Auslöser für eine Gebärmuttersenkung, auch Frauen, die Zeit ihres Lebens körperlich schwer gearbeitet haben, sind häufig betroffen. Vor allem schweres Heben beeinflusst die Gebärmutter, denn wer über einen langen Zeitraum Schweres tragen muss, der erhöht den Druck auf den Beckenboden.

    Werden der Rücken und der Unterbauch mehr angespannt als die Oberschenkel, was immer dann der Fall ist, wenn Lasten in einer gebeugten statt in einer gebückten Haltung angehoben werden, dann macht das der Gebärmutter zu schaffen. Sie gibt dem Druck des Beckenbodens nach und senkt sich nach unten. Auch starkes Übergewicht kann zu einer Gebärmuttersenkung führen und Frauen, die vielleicht bedingt durch starkes Rauchen ständig husten müssen, riskieren, dass sich ihre Gebärmutter weiter senkt. Da der Beckenboden eine Schwachstelle im weiblichen Körper ist, sollten Frauen immer darauf achten, dass sie Lasten richtig heben.

    Wie macht sich eine Gebärmuttersenkung bemerkbar?

    Die Gebärmutter senkt sich nicht von heute auf morgen, es bedarf schon einer gewissen Zeit, bis die ersten typischen Symptome einer Gebärmuttersenkung auftreten. Ein Zeichen für eine Senkung der Gebärmutter ist eine leichte Inkontinenz, beim Husten, Niesen oder sogar beim Lachen gehen einige Tröpfchen Urin ab. Aber auch der umgekehrte Fall, wenn die Blase auf der Toilette nicht mehr komplett geleert werden kann, deutet auf eine Gebärmuttersenkung hin. Einige Frauen verspüren auch einen stechenden Schmerz, wenn sie nach langem Sitzen aufstehen oder sie haben ein Fremdkörpergefühl im Unterleib.

    Bei vielen Frauen, die eine Gebärmuttersenkung haben, stellen sich aber überhaupt keine Symptome ein, es ist von Frau zu Frau individuell verschieden. Handelt es sich um einen schweren Fall von Gebärmuttersenkung, dann kann es passieren, dass sich sogar Organe verschieben, denn der Druck auf die Gebärmutter kann so stark werden, dass die Scheide, die Blase und der auch der Darm ihren ursprünglichen Platz verlassen. Die Scheide kann sich zum Beispiel nach vorne wölben, und wenn die Blase nach unten gedrückt wird, dann droht Inkontinenz.

    Muss eine Senkung der Gebärmutter behandelt werden?

    Solange keine Beschwerden auftreten, besteht kein Anlass, eine Gebärmuttersenkung zu behandeln. Kommt es aber zu unangenehmen Symptomen wie beispielsweise Inkontinenz, dann gibt es Behandlungsmöglichkeiten. Eine Operation ist nur sehr seltenen Fällen notwendig, es gibt alternative Methoden, die ebenso wirksam sind. Die Alternative heißt Pessar, was besonders bei älteren Frauen sehr hilfreich ist und die Symptome verschwinden lässt. Ein Pessar aus medizinischem Silikon oder Kunststoff kann schalenförmig oder rund sein und wird vom Frauenarzt zwischen der Gebärmutter und der Scheide eingesetzt. Auch wenn ein Pessar ein sehr wirksames Mittel gegen die Senkung der Gebärmutter ist, es gibt einen gravierenden Nachteil, denn das Pessar muss alle sechs bis acht Wochen ausgetauscht werden. Effektiv ist aber auch ein gezieltes Beckenbodentraining, was jede Frau auch bequem zu Hause machen kann. Besonders nach der Geburt hat sich das Training des Beckenbodens bewährt, damit es erst gar nicht zu einer Gebärmuttersenkung kommen kann.

  • Zwischenblutung gefährlich?

    Zwischenblutung gefährlich?

    Beinahe jede Frau hat irgendwann mal mit einer Zwischenblutung zu tun, also einer Blutung, die außerhalb der monatlichen Regel auftritt. Ob eine Zwischenblutung gefährlich ist, das hängt immer von der Struktur der Blutung ab. Es gibt Schmierblutungen, die oftmals einen harmlosen Hintergrund haben und es gibt starke Blutungen, die auf einen ernsten Hintergrund hindeuten. Ob eine Zwischenblutung gefährlich ist oder nicht, das sollte auf jeden Fall ein Arzt abklären, besonders dann, wenn es zu einer Blutung in der Schwangerschaft kommt.

    Welche Ursachen gibt es für Zwischenblutungen?

    Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für Zwischenblutungen. Einige der Ursachen sind gefährlich, andere aber nicht. Aber immer dann, wenn die Blutungen plötzlich auftreten und wenn sie heftig sind, dann ist eine Zwischenblutung gefährlich und es muss sofort ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden. Mögliche Ursachen sind:

    • Hormonelle Störungen, zum Beispiel in den Wechseljahren
    • Verletzte Blutgefäße nach dem Geschlechtsverkehr
    • Entzündungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke
    • Gutartige Gewebeveränderungen am Muttermund
    • Tumore an den inneren oder den äußeren Geschlechtsorganen
    • Myome und Polypen
    • Eileiterschwangerschaften
    • Stoffwechselerkrankenungen der Schilddrüse oder Diabetes mellitus
    • Erkrankungen der Leber und Nieren

    Zwischenblutungen können Frauen in jedem Alter treffen, aber sehr häufig sind davon ältere Frauen in den Wechseljahren betroffen. Auch in diesem Fall kann eine Zwischenblutung gefährlich sein und der Arzt sollte die Ursache abklären.

    Zwischenblutungen durch Hormonstörungen

    Häufig werden Zwischenblutungen von hormonellen Störungen ausgelöst. In der Regel sind es leichte Blutungen oder Schmierblutungen, die bei einer Hormonstörung auftreten können. Bei vielen betroffenen Frauen kommt es während des Eisprungs ungefähr in der Mitte des Zyklus zu Blutungen, die zwei bis drei Tage anhalten und die auch mit leichten Schmerzen verbunden sein können. Schuld daran ist ein Absinken des Östrogenspiegels nach dem Eisprung. Diese Zwischenblutungen sind zwar nicht gefährlich, aber es sollte trotzdem ein Arzt aufgesucht werden.

    [button width=“full“ color=“orange“ link=“http://www.amazon.de/gp/product/3902647450/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3902647450&linkCode=as2&tag=amazon-gm-21&linkId=PSSO2JZN7UWSCZDW“ align=“center“ icon=“fa-icon-heart-empty“ target=“_blank“]In diesem Buch gibt es Informationen zu Zwischenblutungen! Werbung[/button]

    Zwischenblutungen durch Myome und Polypen

    Myome und Polypen gehören zu den harmlosen Geschwulsten, aber sie können Zwischenblutungen auslösen. Vor allem Myome können für länger andauernde Blutungen sorgen, die nicht selten auch von Unterleibskrämpfen begleitet werden. Ob eine solche Zwischenblutung gefährlich ist, das kann nur der Arzt herausfinden, aber nur in seltenen Fällen kommt es zu einem operativen Eingriff, bei dem die Myome entfernt werden müssen. Das Gleiche gilt auch für Polypen, die zwar für Zwischenblutungen sorgen können und beobachtet werden müssen, aber nicht gefährlich sind.

    Zwischenblutungen durch Krebs

    Blut im Ausfluss und auch starke Blutungen außerhalb der Periode können auch ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung wie Krebs sein. Wenn es zu den Blutungen noch Schmerzen im Unterbauch oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs kommt, dann ist eine solche Zwischenblutung gefährlich und muss sofort von einem Arzt untersucht werden. Für Frauen zwischen 30 und 50 kann eine starke Zwischenblutung gefährlich werden, denn in diesem Zeitraum ist das Risiko besonders groß, dass Zellen mutieren.

    Nicht selten handelt es sich dabei um Gebärmutter- oder einen Gebärmutterhalskrebs. Die sogenannten humanen Papilloma-Viren, auch Warzenviren genannt, können sich schon in jungen Jahren in der Gebärmutter einnisten, ohne dass es zu Beschwerden kommt. Allerdings mutieren nicht alle Viren und werden bösartig, bei vielen Frauen werden die Viren nicht aktiv.

    Ob eine Zwischenblutung gefährlich oder harmlos ist, das kann nur eine ärztliche Untersuchung feststellen. Frauen, die regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen, können die Gefahr minimieren, ernsthaft zu erkranken.

    Zwischenblutung – Was ist zu tun?

    Wohl jede Frau im gebärfähigen Alter kennt das Problem. Kommt sonst die monatliche Regelblutung regelmäßig, tritt plötzlich eine Zwischenblutung auf. Davon spricht man, wenn eine Blutung innerhalb der sonstigen 28 Tage des Regelzyklus auftritt.

    Normalerweise beginnt mit dem 1. Blutungstag der neue Zyklus. Etwa fünf bis sieben Tage dauert eine normale Monatsblutung, bei manchen Frauen auch nur drei. Ungefähr am 10. bis 16. Tag des Zyklus ist die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft am höchsten, denn während dieser Zeit findet der Eisprung statt und das Ei nistet sich in die Gebärmutter ein. Samenzellen überleben bis zu zwei Tage im Inneren der Frau, weshalb zur Sicherheit nicht der 14. Tag als der letzte Tag der fruchtbaren Zeit zählt, sondern der 16. Am 28. Tag tritt üblicherweise die Monatsblutung wieder ein.

    Eine Zwischenblutung kann nach 14 Tagen auftreten, aber auch an jedem beliebigen anderen Tag außerhalb der eigentlichen Monatsblutung. Entweder ist sie schwächer als eine normale Blutung (Schmierblutung), sie kann aber auch gleich intensiv oder stärker ausfallen. Möglich sind als Auslöser Zysten oder andere krankhafte Veränderungen, aber ebenso Stress, eine unvorhergesehene Belastung, wie beispielsweise ein Verkehrsunfall oder ähnliches. In jedem Fall ist es immer sinnvoll, den Frauenarzt aufzusuchen. Ganz wichtig ist ein Frauenarzt-Besuch, wenn die Zwischenblutung in der Schwangerschaft auftritt. Denn dann kann eine Fehlgeburt drohen!

    [button width=“full“ color=“green“ link=“http://www.amazon.de/gp/product/3902647450/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3902647450&linkCode=as2&tag=amazon-gm-21&linkId=PSSO2JZN7UWSCZDW“ align=“center“ icon=“fa-icon-heart-empty“ target=“_blank“]In diesem Buch gibt es Informationen zu Zwischenblutungen! Werbung[/button]

  • Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsvergiftung?

    Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsvergiftung?

    Es gibt bis heute kaum Studien und keine gesicherten Erkenntnisse, warum es überhaupt zu einer Gestose, besser bekannt unter dem Namen Schwangerschaftsvergiftung kommt. Eins ist aber sicher, wird eine Gestose nicht rechtzeitig erkannt, dann stellt sie eine große Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind dar.

    Es gibt viele unterschiedliche Symptome, die auf eine Schwangerschaftsvergiftung hindeuten. Wenn werdende Mütter eines dieser Symptome bei sich feststellen, dann sollten sie keine Minute zögern und sofort ihren Frauenarzt aufsuchen. Je eher eine Gestose festgestellt wird, umso einfacher und effektiver wird es, sie zu behandeln.

    Die unterschiedlichen Formen der Gestose

    Ärzte unterscheiden eine Schwangerschaftsvergiftung in eine Früh- oder in eine Spätgestose. Die Frühgestose tritt nur im ersten Drittel der Schwangerschaft auf, die Spätgestose in den letzten sechs Wochen. In der frühen Form muss sich die Schwangere häufig übergeben und nicht selten ist ihr den ganzen Tag übel. Nach der zwölften Woche verschwinden diese Symptome in der Regel wieder und es besteht keine Gefahr mehr für Mutter und Kind.

    Deutlich gefährlicher ist aber die späte Form der Schwangerschaftsvergiftung, die meist im letzten Drittel der Schwangerschaft auftritt. In Deutschland trifft eine Spätgestose 5 % bis 10 % aller schwangeren Frauen.

    Welche Symptome gibt es?

    Die deutlichsten Anzeichen, dass eine Spätgestose oder auch eine Präeklampsie vorliegt, sind Wassereinlagerungen, zum Beispiel in den Beinen, ein viel zu hoher Blutdruck und auch ein überhöhter Eiweißgehalt im Urin. Starke Kopfschmerzen können ebenso ein Zeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung sein. Schwangere Frauen, die unter Kopfschmerzen leiden oder beobachten, dass sich Wasser in den Beinen einlagert, die sollten nicht zögern, und sofort ihren Arzt aufsuchen.

    Die Eklampsie ist die schwerste Form der Schwangerschaftsvergiftung. In dieser Form kommt es zu Krampfanfällen und es können sich lebensgefährliche Thrombosen bilden. Auch ein Versagen der Nieren und Hirnödeme sind keine Seltenheit. Tritt eine Eklampsie wenige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ein, dann entscheiden sich die Ärzte meist für einen Kaiserschnitt, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. Nach der Geburt erholt sich die Mutter meist schnell von den Symptomen und auch Organschäden sind selten.

    Die Ursachen für eine Schwangerschaftsvergiftung

    Bis heute haben Mediziner keine hinreichende Erklärung dafür, warum es überhaupt zu einer Schwangerschaftsvergiftung kommt. Fest steht aber, dass eine Gestose nicht während der Schwangerschaft geheilt werden kann. Gefährdet sind Frauen, die zu einem hohen Blutdruck leiden, und auch stark übergewichtige Frauen trifft es öfter als normalgewichtige Frauen. Auch bei Frauen, die sehr jung schwanger werden, wird häufig eine Schwangerschaftsvergiftung festgestellt, und zur Risikogruppe gehört auch, wer über 35 ist und schwanger wird.

    Wie wird eine Gestose behandelt?

    Wenn typische Symptome auftreten, dann muss so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Kommt es zu hohem Blutdruck, dann kann der Arzt entsprechende Medikamente verordnen, aber auch Ruhe und die Vermeidung von Stress können hilfreich sein, um den Blutdruck dauerhaft zu senken.

    Lagert sich Wasser ein, dann kann ein Hochlegen der Beine ebenso hilfreich sein, wie auch eine gezielte Bürstenmassage oder Wechselduschen. Das regt die Durchblutung an und lässt die betroffenen Körperpartien wieder abschwellen. Um den Eiweißgehalt im Urin zu senken, sollten eiweißreiche Speisen wie zum Beispiel Käse, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Milch vom Speiseplan gestrichen werden.

    Nicht in jedem Fall sind Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen oder ein erhöhter Blutdruck ein Anzeichen für eine Schwangerschaftsvergiftung, trotzdem sollte jede schwangere Frau auf Nummer sicher gehen und sich vom Arzt untersuchen lassen.

     

  • Plazentainsuffizienz – Wie gefährlich?

    Plazentainsuffizienz – Wie gefährlich?

    In der Schwangerschaft wird das Kind im Bauch der Mutter vom Mutterkuchen, der sogenannten Plazenta ernährt und bekommt so alles, was es braucht, um gesund heranzuwachsen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die Plazenta perfekt arbeitet. Wenn es zu einer verringerten Stoffwechselleistung des Mutterkuchens kommt, dann handelt es sich um eine Plazentainsuffizienz, und eine solche Plazentainsuffizienz kann, wenn sie nicht richtig behandelt wird, für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden.

    Plazentainsuffizienz – Welche Symptome treten auf?

    Eine Plazentainsuffizienz ist niemals nur vorübergehend und nur sehr selten akut, sie ist immer chronisch. In der Regel wird eine Plazentainsuffizienz im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt erkannt. Wenn die Mutter nur wenig zunimmt und wenn das Wachstum des Kindes nicht vorangeht, dann sind das Anzeichen für eine Plazentainsuffizienz. Eine zu geringe Menge an Fruchtwasser kann ebenfalls ein Symptom dafür sein, dass eine Plazentainsuffizienz vorliegt.

    Ein sicheres Anzeichen ist aber, wenn der Arzt auf dem Ultraschallbild sieht, dass der Kopf des ungeborenen Kindes im Vergleich zu seinem Körper proportional zu groß ist. Der Grund für dieses Missverhältnis ist, dass alle Nährstoffe, die für die Entwicklung des Kindes wichtig sind, in die Organe wie das Herz oder das Gehirn fließen, um die Versorgung dieser lebenwichtigen Organe zu gewährleisten. Für die Muskeln und die Haut bleibt dann kaum noch etwas übrig, sie bleiben in ihrer Entwicklung zurück.

    Wenn der Frauenarzt die Diagnose Plazentainsuffizienz stellt, dann muss die werdende Mutter in kurzen Abständen zur Vorsorgeuntersuchung kommen. Um die Plazentainsuffizienz genau zu beobachten, reicht ein normales Ultraschallbild nicht mehr aus, in diesem Fall wird zum Beispiel auch eine Doppler-Sonografie gemacht oder die Plazentainsuffizienz wird mit einem Wehenbelastungstest kontrolliert. Für den Arzt ist es wichtig, wie viele Reservekapazitäten der Mutterkuchen noch hat und ob diese für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft ausreichen.

    Plazentainsuffizienz – Welche Ursachen sind verantwortlich?

    Für eine Plazentainsuffizienz gibt es ganz verschiedene Ursachen. Ein zu hoher Blutdruck kann ein Grund sein, aber auch ein Nierenproblem kann eine Plazentainsuffizienz auslösen. Wenn die Mutter eine Infektion bekommt oder wenn sie unter einer Schwangerschaftsdiabetes leidet, dann kann das ebenfalls zu einer Plazentainsuffizienz führen, und auch eine Präeklampsie ist für eine Plazentainsuffizienz verantwortlich.

    Frauen, die in der Schwangerschaft rauchen, haben ein deutlich höheres Risiko, das gilt auch für Frauen, die stark untergewichtig sind. Aber selbst wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt, untersucht der Gynäkologe eine schwangere Patientin immer auf Plazentainsuffizienz. Selten kommt es zu einer akuten Form, die hauptsächlich dann vorliegt, wenn eine vorzeitige Ablösung des Mutterkuchens zu erwarten ist. Auch Probleme mit der Nabelschnur können zu einer akuten Plazentainsuffizienz führen und wenn das der Fall ist, dann droht eine Unterversorgung des Kindes und es ist höchste Eile geboten, denn dann muss das Kind in der Regel vorzeitig das Licht der Welt erblicken.

    Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Plazentainsuffizienz?

    Wird eine Plazentainsuffizienz diagnostiziert, dann handelt es sich immer um ein ernstes Problem, das nicht unterschätzt werden sollte. Die werdende Mutter sollte sich dann schonen, denn jede Art von Stress oder Belastung kann gefährlich werden. Wichtig ist auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, denn nur so kann das Kind mit allen Nährstoffen versorgt werden, die es dringend braucht, um gesund zu wachsen.

    Immer dann, wenn ein Wehenbelastungstest auffällige Ergebnisse zeigt, dann ist das Kind akut gefährdet, denn das Baby bekommt zu wenig Sauerstoff, die Mutter muss sofort in eine Klinik eingewiesen werden. Wenn es zwischen der 24. und der 35. Schwangerschaftswoche zu alarmierenden Anzeichen kommt, dann droht eine Frühgeburt. Der Schwangeren wird dann in der Regel Kortison verabreicht, damit das Wachstum der kindlichen Lungen beschleunigt wird. Hat die Mutter vorzeitige Wehen, dann werden wehenhemmende Mittel gegeben, die die drohende Frühgeburt verhindern sollen.

    In der Klinik werden zudem regelmäßige CTG Untersuchungen und Ultraschallkontrollen gemacht, denn sie geben Auskunft darüber, ob das Kind vor dem errechneten Termin eventuell mit einem Kaiserschnitt geholt werden muss. Wenn bei der Mutter eine Plazentainsuffizienz vorliegt, dann kann sie ihr Kind trotzdem auf dem normalen Weg und zum errechneten Termin zur Welt bringen und sogar eine spontane Geburt ist bei der Diagnose Plazentainsuffizienz durchaus möglich. Möglich ist das aber immer nur dann, wenn das Kind die Wehen verkraftet und die Herztöne nicht verringert sind. Etwas anders sieht es allerdings bei einer akuten Plazentainsuffizienz aus, denn in diesem Fall zählt jede Minute und es muss sofort ein Kaiserschnitt gemacht werden, der dem Kind das Leben rettet.

    Jede Frau, die ein Baby erwartet, sollte unbedingt alle Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, denn nur im Rahmen einer solchen Untersuchung kann eine Plazentainsuffizienz festgestellt werden. Sieht der Arzt auf dem Ultraschallbild, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt, dann kann sofort gehandelt werden. Eine Plazentainsuffizienz kann einfach, aber effektiv behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Droht bei einer Plazentainsuffizienz eine Gefährdung des Kindes, dann muss schnell reagiert werden. Eine Plazentainsuffizienz darf niemals auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann das Leben des ungeborenen Kindes gefährden.