Schlagwort: Fruchtzucker

  • Isoglukose – schädlich für die Gesundheit?

    Isoglukose – schädlich für die Gesundheit?

    Einsatz findet Isoglukose hauptsächlich in den USA. Dort ist sie als high fructose corn syrup – HFCS – bekannt.  In den USA hat Isoglucose traditionellen Zucker größtenteils abgelöst.

     

    Was genau ist Isoglukose?

    Der in unseren Landen aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnene Haushaltszucker – auch Saccharose genannt – besteht zu gleichen Teilen aus Glukose und Fruktose. Gegensätzlich hierzu wird Isoglukose aus Weizenstärke oder auch Mais hergestellt. Dabei besteht Isoglukose aus 45 % Glukose sowie 55 % Fruktose. Also aus Zucker. Aus diesem Grund hat es im Gegensatz zu Zuckeraustausch- oder Süßstoffen einen ähnlich hohen Kalorienwert. Da das Produkt größtenteils günstiger herstellbar ist, findet es vorzugsweise in der Lebensmittelindustrie seinen Einsatz.

     

    Isoglucose – wirklich schädlich für die Gesundheit?

    Wie das Max-Rubner-Institut (MRI) mitteilt, ist Isoglucose für die menschliche Gesundheit nicht gefährlicher als weitere Zuckerarten. Zu diesem Schluss kam das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel auf Grund durchgeführter Untersuchungen. Da allerdings Untersuchungen zur Auswirkung von Isoglukose mit höherem Fruktoseanteil fehlen, warnen Experten. Demzufolge können durch Fruchtzucker Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes, koronare Herzerkrankungen sowie Verfettung der Leber auftreten.

     

    Wie können Sie sich schützen?

    Mehr als 70 unterschiedliche Namen für Zuckerarten existieren. Aus diesem Grund haben Sie es schwer, ein gesundes Produkt zu erkennen. Wenn Sie sich gesund ernähren wollen, nehmen Sie stets zahlreiche Nahrungsmittel natürlicher Quellen in Ihren Speiseplan auf. Basierend auf die inflationären Zuckerdeklarationen gestaltet sich die Kontrolle relativ schwierig. Deshalb kann sich, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, versehentlich an mehreren Stellen ein erheblicher Zuckergehalt in Ihre Ernährung einschleichen.

    Nehmen Sie am besten an, von Krankenkassen finanzierten, Gesundheitsprogrammen teil. Denn diese können Sie dabei bei einem Abnehmwunsch erfolgreich unterstützen. Innerhalb dieser Programme lernen Sie, wo sich ungewollte Zuckerquellen verstecken. Wenn Sie sich allgemein zuckerreduziert ernähren, bleibt das natürliche Geschmacksempfinden lange erhalten. Sofern in Produkten Isoglukose enthalten ist, weisen diese einen extrem künstlichen und süßen Geschmack auf. Daran lassen sie sich leicht erkennen.

    Doch Isoglucose ist nicht einzig verantwortlich für einen weniger guten Gesundheitszustand. Ebenfalls von erheblicher Bedeutung sind eine abwechslungsreiche Ernährung sowie ausreichend Bewegung. Zudem ist es ratsam, auf den Genuss von zu viel Fruktose zu verzichten.

  • Zucker – die süße Verführung

    Zucker – die süße Verführung

    Woran liegt es, dass uns Zucker so verdammt gut schmeckt? Ist Zucker wirklich so schädlich wie man immer öfter lesen kann? Sind die vorhandenen Alternativen wirklich ein brauchbarer Ersatzstoff für den Zucker?

    Ein kleines Stück Schokolade, ein herrlich knuspriger Keks, ein kleiner Teelöffel voll Marmelade – es braucht nicht viel, um einen kleinen Stimmungskick zu haben. Schade ist, dass dieses Glück dann in der Regel nicht sehr lange anhält, denn das schlechte Gewissen meldet sich zu Wort. Zucker liefert nur leere Kalorien, ist der Kariesverursacher Nummer 1 und Mineralstoffe oder gar Vitamine findet man darin sowieso nicht. Deshalb hat dieser liebgewonnene Süßmacher auch einen überaus schlechten Ruf. Es gibt Artikel, die den Zucker sogar ganz in der Nähe von Drogen und Alkohol verorten, um ihn als die größte Gefahr für die Gesundheit zu verkaufen. Haben solche Artikel denn Recht? In der Tat ist es so, dass sich viele Menschen geradezu „magisch“ von zuckerhalten Speisen und Getränken angezogen fühlen. Laut einer unlängst gemachten Erhebung hat beinahe die Hälfte aller Deutschen eine ausgeprägte Schwäche für Kuchen, Kekse und sonstige süße Sachen, wobei Frauen noch anfälliger sind als ihre männlichen Gattungsvertreter.

     

    Man hat im Zuge diverser Forschungen auch herausgefunden, dass die Lust auf zuckerhaltige Lebensmittel bereits im Mutterleib geweckt wird. Isst die Mutter während der Schwangerschaft zuckerhaltige Lebensmittel, schmeckt das Fruchtwasser ebenfalls süß. Da das ungeborene Kind in dieser Phase regelmäßig wesentlich häufiger Fruchtwasser schluckt als sonst gilt der Beweis, dass das ungeborene Kind diesen Geschmack mag. Süßes spricht außerdem auch das Belohnungssystem im Gehirn an – es zeigt an, dass es uns gut geht. Evolutionär spricht ebenfalls viel für die Süßigkeit: unsere Vorfahren mussten teilweise mit sehr wenig Nahrung auskommen. Süße Speisen sättigten schnell und waren ziemlich sicher nicht vergiftet. Aber was ist mit der heutigen Zeit?

    Die Menge macht das Gift

    Andreas Pfeiffer, ein Potsdamer Ernährungsforscher, meint, dass Zucker an sich nicht schädlich ist. Es sagt, Zucker sei der hauptsächliche Treibstoff des Körpers der erst dann zum Problem wird, wenn der Organismus zu viel davon bekommt. Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass es schon die Regel ist, dass der Körper zu viel Zucker bekommt. Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass rund 10% der täglichen Kalorienmenge in Form von raffiniertem Zucker eingenommen werden kann, ohne gesundheitliche Bedenken haben zu müssen. Für einen erwachsenen Mann bedeutet das pro Tag rund 50g Zucker, für Frauen im Mittel rund 40g. Betrachtet man die realistische Einnahmemenge pro Tag in Deutschland so stellt man fest, dass die regelmäßig zugeführte Menge Zucker bei rund 100g liegt – und damit deutlich zu hoch.

    Überall lauern die Zuckerfallen

    Das „Zuviel“ an Zucker kommt aber nicht nur aus dem Zuckerstreuer – aus diesem führen wir im Schnitt nur rund ein Sechstel der täglichen Menge zu (in der Regel über Kaffee oder Tee). Den größten Anteil am täglichen Zuckerkonsum haben die kleinen Naschereien. Auch in den Speisen, in denen man nicht zwingend Zucker vermutet, ist dieser in teilweise beträchtlichen Mengen vorhanden. Pizza und Feinkostsalate sind gute Beispiele für Lebensmittel, die Zucker enthalten, ob wohl man es nicht vermutet. Es bleibt aber immer noch die eine Frage: Macht Zucker nun wirklich dick oder nicht? Fachleute wagen es nicht, hier eine konkrete Antwort zu geben. Es gibt aber Studien die belegen, dass zuckerhaltige Getränke dick machen. Die Forscher halten sich ansonsten an das ökonomisch wohl korrekte Prinzip: Zucker macht nur dann dick, wenn die Gesamtbilanz nicht stimmt. Dick wird jeder, der mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht. Es spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, aus welcher Quelle die Kalorien stammen. Kekse und Kuchen sind aber nicht nur zuckerhaltig, sondern bringen auch jede Menge Fett mit – und das macht sie zu echten Kalorienbomben. Bei süßen Lebensmitteln verlieren wir oft auch die Kontrolle über die Menge – Zucker ist nämlich sehr tückisch: hat man einmal damit angefangen, etwas zu Naschen, verlangt das Gehirn ständig Nachschub. Selbst wenn man alt wird und die Geschmacksnerven allmählich ihren Dienst einstellen – intensiv schmecken kann man süße Speisen am längsten.

    Dicker Körper bringt auch dicke Beschwerden

    Je mehr Kilos der Körper stemmen muss, desto fataler wird es auch für den gesundheitlichen Gesamtzustand des Körpers. Es sind nicht nur die Gelenke, die unter dem Übergewicht teilweise massiv zu leiden haben – auch der Blutdruck steigt massiv an und das Risiko, an Herzerkrankungen zu leiden, steigt rapide an. Selbst der Stoffwechsel ist durch Übergewicht häufig angegriffen. Die Zuckerkrankheit beispielsweise wird nicht durch Zucker direkt verursacht – sie ist ein Ergebnis langjährigen Übergewichts. Die Zellen, die eigentlich für die Aufnahme des Zuckers zuständig sind und ihn wieder verbrauchen sollen, stumpfen geradezu ab, wenn die überflüssigen Kilos langfristig bleiben. Damit einher geht auch das Problem, dass das Insulin, welches für die Zellmembran für den Zucker ein- und Auslass zuständig ist, zunehmend schlechter wirkt. Ganz unabhängig davon ist es im Alter so, dass die Produktion von Insulin allmählich nachlässt, wodurch der zugeführte Zucker doppelt schlecht verwertet wird. Man geht davon aus, dass rund 2/3 aller Menschen über 70 mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel zu kämpfen haben, bei rund jedem 3. davon kann man bereits von echter Diabetes sprechen.

     

    Spätestens dann wird der Zucker, der mit der Nahrung aufgenommen wird, wirklich gefährlich. Nicht behandelte Diabetes schädigt langfristig die Gefäße und in der Folge dann auch Augen, Nieren, Kreislauf und das Herz selbst. Früher hat man Menschen, die an Diabetes erkrankt waren, Fruchtzucker als Ausweichmöglichkeit empfohlen, da Fruchtzucker auch dann vom Körper verarbeitet werden kann, wenn kein Insulin vorhanden ist. Fruchtzucker steht allerdings im Verdacht, das Verlangen nach Nahrung zu steigern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, Fruchtzucker für gesüßte Lebensmittel zu verwenden. Das hat zur Folge, dass es seit dem letzten Quartal 2012 keine speziellen Lebensmittel mehr gibt, die für Diabetiker geeignet sind. Erstaunlicherweise ist der Zucker insgesamt kein Tabu mehr für Diabetes-Kranke: man gesteht Diabetikern rund 30g pro Tag zu – das ist nicht viel weniger als bei gesunden Menschen.

    Der Süßstoff-Markt ist enttäuschend

    Dass Kaugummis und Bonbons in der zuckerfreien Variante in den Regalen bleiben, hängt mit der Zahnfreundlichkeit zusammen. In diesen Produkten wurde der raffinierte und/oder Fruchtzucker durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt – wodurch zwar die Zahnsubstanz tatsächlich geschont wird, aber kaum Kalorien eingespart werden. Kalorien einsparen UND die Zahngesundheit schützen – das geht nur mit Süßstoffen, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit unangenehmerweise ebenfalls und in manchen Fällen gerechtfertigt zur Debatte steht. Neben dem rein gesundheitlichen Aspekt ist auch die Psyche mit einem neuen Problem konfrontiert: durch das Wissen, dass es sich bei mit Süßstoff gesüßten Speisen um ebensolche handelt, schlemmt man häufig deutlich mehr. Da stellt sich die Frage, ob Süßstoffe überhaupt geeignet sind, wenn man Gewicht reduzieren möchte. Eine US-Forscherin hat vor kurzem die bisherigen Studien in diesem Zusammenhang ausgewertet und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: auch die Süßstoffe sind Dickmacher. Das Problem scheint zu sein, dass sie das innere Verlangen nach Süßem nicht stillen können. In verschiedenen Versuchen gierten die Versuchstiere nach der Gabe von Süßstoff geradezu nach besonders süßem, kalorienreichem Futter. Die einzig logische Schlussfolgerung, die daraus erwachsen kann ist, dass die Tendenz zu „weniger süß“ gehen muss.

     

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  • Süßen ohne Zucker

    Süßen ohne Zucker

    Süßungsmittel möglichst naturbelassen verwenden

    Besonders Ernährungsbewusste wählen die naturbelassenen Süßungsmittel, um ihre Speisen zu veredeln. Dazu nutzen sie in der Regel Sirup, Honig oder braunen Zucker. Honig ist, wie jeder weiß, der Wintervorrat der Bienen, den man auch als Hausmittel verwenden kann. Dicksäfte und Sirupe sind, einfach ausgedrückt, einfach nur eingedickte Pflanzensäfte aus Birnen, Äpfeln oder Zuckerrüben. Sie können auch aus den Knospen von Agaven oder dem Stamm des Ahornbaums stammen. Wenn von Vollrohrzucker gesprochen wird, handelt es sich um den getrockneten und dann vermahlenen Saft aus Zuckerrohr, der nicht nur süß, sondern auch würzig schmeckt. Häufig wird vor dem Trocknen zunächst die Melasse abgetrennt, was dann zum sogenannten Roh-Rohrzucker als Endprodukt führt, der weniger karamellisiert schmeckt.

     

    Eignung als Süßungsmittel

    Die meisten als Dicksaft oder Sirup bezeichneten Süßungsmittel bringen rund ein Viertel weniger Kalorien mit als Honig, haben dafür aber auch keine Vitamine oder Mineralstoffe. Als vollständiger Ersatz für raffinierten Zucker kann weder Honig noch Dicksaft oder Sirup dienen – als Ergänzung auf dem Speiseplan sind sie aber durchaus geeignet.

    Süßen auf zahnfreundliche und kalorienreduzierte Weise

    Bei Sorbit, ylit, Mannit, Maltit, Laktit und Isomalt handelt es sich um sogenannte Zuckeraustauschstoffe, die im Mund nicht von Bakterien zu Säure umgewandelt werden – was sehr schonend für die Zähne ist. Die Kaloriendichte liegt hier bei rund 50% des normalen raffinierten Zuckers, süßen in der Regel aber auch schwächer. Setzt man auf Fruchtzucker, spart man keine Kalorien ein, begünstigt Karies und gilt mittlerweile sogar als Dickmacher.

     

    Eignung als Süßungsmittel

    Zuckeraustauschstoffe sollten nicht zu reichlich genossen werden, da sie sonst abführend wirken können. Da es viele Menschen gibt, die Fruchtzucker und/oder Sorbit überhaupt nicht vertragen können müssen Lebensmittel mit solchen Zuckeraustauschstoffen genau begutachtet werden, um die Inhaltsstoffe exakt zu bestimmen.

    Starke Süßkraft bei kleiner Menge

    Süßstoffe können sowohl natürlich gewonnen werden als auch chemisch hergestellt werden. Sie sind quasi frei von Kalorien und können, zumindest theoretisch, unbegrenzt konsumiert werden. Die Süßkraft ist, je nach Sorte des Süßstoffes, zwischen 35 – 2500 Mal stärker als die von einfachem Zucker. Nachteilig ist, dass Süßstoffe in der Regel einen unangenehmen Beigeschmack haben, den die Hersteller aber durch einen Mix verschiedener Süßstoffe auszugleichen versuchen. Auch ist bei einigen Süßstoffen nicht geklärt, ob sie langfristig gesundheitsschädlich sein können. Aspartam als Süßstoff steht beispielsweise in der Kritik, krebserregend zu sein.

     

    Eignung als Süßungsmittel

    Jeder Süßstoff wird vor seiner Zulassung dahingehend geprüft, dass er gesundheitlich unbedenklich ist. Auch muss er zugelassen werden, bevor er in den Handel gelangt. Das Urteil, dass einige Experten der Prüfbehörden abgeben, ist aber häufig nicht gänzlich unumstritten – man unterstellt häufig Lobbyarbeit und kann sie gelegentlich auch nachweisen.

     

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  • 8 Diät-Mythen – was ist wahr und was ist Unsinn?

    8 Diät-Mythen – was ist wahr und was ist Unsinn?

    Wenn die Hose zwickt, die Waage mal wieder in die falsche Richtung zeigt und die Laune auf den Tiefpunkt sinkt – dann wird es Zeit für eine Diät, um die überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden. Diäten gibt es viele, aber nicht jeder kann sich damit anfreunden, über Wochen auf Kohlehydrate zu verzichten, Kalorien zu zählen, nur Kohlsuppe oder hart gekochte Eier zu essen. Viele versuchen daher auf eigene Faust abzunehmen, ohne festes Konzept oder exakten Diätplan. In diesem Zusammenhang kommen immer wieder Diät-Mythen ins Spiel, von denen viele nicht der Wahrheit entsprechen. Hier nun die acht größten Diät-Mythen und was dahinter steckt:

    • Wer Sport treibt, nimmt immer ab

    Eine der größten Diät-Mythen ist, dass jeder, der viel Sport treibt, auch automatisch abnimmt. Wahr ist, dass bei sportlichen Aktivitäten Kalorien verbrannt und die Muskeln gestärkt werden, aber Sport alleine macht nicht schlank. Vor allem dann nicht, wenn man sich nach der Runde auf dem Rad mit einer Pizza belohnt.

    • Zartbitterschokolade ist nicht figurgefährlich

    Der Verzicht auf Süßigkeiten macht den meisten Diätwilligen schwer zu schaffen. Vielleicht gehört deshalb der Satz „Zartbitterschokolade macht nicht dick“, zu den beliebtesten Diät-Mythen. An diesem Mythos ist was dran, denn durch den leicht bitteren Geschmack setzt der Sättigungs-Effekt schneller ein und man isst weniger, jedoch durch die Kakaobutter hat Zartbitterschokolade ebenso viele Kalorien wie Vollmilchschokolade.

    • Weniger essen – schneller abnehmen

    Eine der größten Diät-Mythen lautet: Wer weniger isst, nimmt schneller ab. Leider stimmt das nicht, denn wer seinen Körper zum Abnehmen zwingen will, der versetzt ihn in permanente Alarmbereitschaft und greift seine Reserven an, schließlich kommt es zu Mangelerscheinungen. Zudem kommt es zu einem Jo-Jo-Effekt, denn wer großen Hunger hat, der wird auch viel essen.

    • Das Abendessen weglassen

    Wer nicht mehr zu Abend isst, nimmt garantiert ab – so lautet eine der hartnäckigsten Diät-Mythen. Das Abendessen entscheidet aber leider nicht darüber, ob eine Diät gelingt oder nicht, was zählt, ist die Zahl der Kalorien, die über den Tag verteilt gegessen wurden. Alles, was der Körper nicht verwerten kann, legt er in Fettpolstern an, auch ohne Abendessen.

    • Obst essen macht schlank

    Obst hat kaum Kalorien, es ist gesund und es macht vor allen Dingen schlank, wer allerdings bei einer Diät nur auf Obst setzt, der wird sich wundern. Besonders Früchte wie Pfirsiche, Nektarinen und auch Fruchtsäfte enthalten jede Menge Fruchtzucker, was sich auf der Waage sehr schnell negativ bemerkbar macht.

    • Light Produkte machen schlank

    Light ist IN. Zum modernen Diät-Mythos gehört daher auch die Aussage, dass alles, was Light ist, auch schlank macht. Die vermeintlich perfekten Alternativen zur normalen Nahrung sind eine Mogelpackung, denn das fehlende Fett wird durch Dickmacher wie Zucker, künstliche Aromastoffe und Bindemittel ersetzt. Nur so bekommen Light-Produkte erst Geschmack, gesund sind sie deshalb aber nicht.

    • Ananas ist ein Fettkiller

    Ananas sind ohne Zweifel gesund, aber wer auf Ananas vertraut, um abzunehmen, der wird enttäuscht. Es gehört zu den Diät-Mythen, dass das in Ananas enthaltene Enzym Bromelain die Verbrennung des überschüssigen Körperfetts ankurbelt. Zahlreiche Studien konnten dafür bisher noch keinen Beweis finden. Ananas hat aber, ähnlich wie auch Spargel, eine harntreibende Wirkung.

    • Auf Fett verzichten

    Wer Fett isst, der wird auch fett, aber ganz ohne Fett geht es leider nicht. Fett hat zwar eine sehr hohe Energiedichte, aber im Vergleich zu Eiweiß ist Fett ein echtes Leichtgewicht. Fett erleichtert den Blutfluss und schützt so vor schädlichen Ablagerungen in den Blutgefäßen, es stärkt das Immunsystem und beugt effektiv Entzündungen vor. Es sollte aber gutes Fett sein, zum Beispiel Raps- oder Olivenöl oder fettreicher Fisch, wie Lachs, Makrele oder Hering.

    Diät-Mythen sollten für alle, die ernsthaft abnehmen wollen, kein Thema sein. Besser ist ein Plan für eine ausgewogene Ernährung.

    Bild: © Depositphotos.com /

  • Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern ist ein Problem, vor allem die Gruppe der unter Dreijährigen ist besonders von Karies betroffen. Während in allen Altersgruppen die Zahl der kariösen Zähne zurückgeht, steigt sie bei Kindern unter drei Jahren kontinuierlich an. Zahnärzte schlagen jetzt Alarm und empfehlen Karies bei Kindern schon im Babyalter zu behandeln. Kritiker sehen das anders und werfen den Zahnärzten vor, dass sie mit dem Problem Karies bei Kindern Geld verdienen wollen.

    Karies bei Kindern – das Problem heißt Nuckelflaschenkaries

    Im Mund sind nur noch schwarze Stummeln zu sehen, das Zahnfleisch ist entzündet, es eitert und ist angeschwollen – dieser Anblick bietet sich den Zahnärzten immer öfter, wenn sie Kindern unter drei Jahren in den Mund schauen. Meist müssen die Zähne dann unter Vollnarkose vollständig gezogen werden und bis die bleibenden Zähne nachwachsen, müssen die Kinder zahnlos bleiben. Ein Grund für diese katastrophalen Zustände ist der sogenannte Nuckelflaschenkaries, der durch zu zuckerhaltige Getränke ausgelöst wird, die Eltern ihren Kindern in die Nuckelflasche füllen. Rund 15 % aller Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren haben laut einer neuen Studie mindestens einen kariösen Zahn, in einigen Bundesländern sind es sogar noch mehr. Beim bleibenden Gebiss ist Karies bei Kindern seit einigen Jahren rückläufig, aber Kleinkinder sind immer öfter betroffen.

    Ab wann muss Karies bei Kindern behandelt werden?

    Nicht nur Zahnärzte sind heute der Ansicht, dass schon Kinder ab dem sechsten Monat zahnärztlich untersucht werden sollen, auch viele Kinderärzte befürworten diesen Vorschlag. Gerade die Milchzähne sind sehr empfindlich und besonders anfällig. Wenn der Zahnarzt die Zähne des Kindes regelmäßig kontrolliert, dann kommt es später nicht so häufig zu Karies bei Kindern. Leider werden die Zähne der Kinder bei den Eltern nicht so sehr berücksichtigt und sie gehen erst dann mit dem Kind zu einem Zahnarzt, wenn es schon zu spät ist. Eine wichtige Rolle kann in diesem Zusammenhang das bekannte gelbe Untersuchungsheft spielen, das alle Eltern nach der Geburt eines Kindes bekommen.

    Karies schon bei den U-Untersuchungen feststellen

    Karies bei Kindern entsteht, wie bei den meisten Erwachsenen auch, durch die falsche Nahrung, die falschen Getränke und auch durch mangelnde Zahnhygiene. Der gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte, Zahnärzte und Krankenkassen will jetzt etwas unternehmen und Kinder bereits im Säuglingsalter zahnärztlich behandeln lassen. Für den Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer Dietmar Oesterreich, ist Karies bei Kindern die am häufigsten auftretende degenerative Erkrankung bei kleinen Kindern. Er schlägt vor, dass die Eltern zum Zahnarzt geschickt werden sollen, wenn der Kinderarzt bei einer der sogenannten U-Untersuchungen Karies entdeckt. Es gibt zehn von diesen Untersuchungen für Kinder unter sechs Jahren. Wenn die Eltern nicht zum vereinbarten Termin erscheinen, dann werden sie einer zentralen Stelle gemeldet und dann schriftlich aufgefordert, ihr Kind einem Kinderarzt vorzustellen.

    Wie kann Karies bei Kindern verhindert werden?

    Es gibt vieles, was Eltern falsch machen können, wenn es um die Zähne ihrer Kinder geht. So sollten sie den Kleinen zum Beispiel am Abend keine süßen Getränke mehr in die Flasche füllen und das Kind damit ins Bett legen. Obst ist bekanntlich sehr gesund, aber der im Obst enthaltene Fruchtzucker kann Karies bei Kindern auslösen. Zahnärzte empfehlen daher, Kindern nicht über den Tag verteilt immer mal wieder ein Stück Banane oder Apfel anzubieten, besser ist es, wenn die Kinder einmal am Tag eine Portion Obst bekommen. Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien sind von Karies betroffen, und das liegt nicht nur an der falschen Ernährung. Nach Meinung von Gesundheitsexperten ist es die fehlende gesundheitliche Chancengleichheit, die immer wieder dafür sorgt, dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen in der Schule, in der Kita oder im Kindergarten immer öfter bei Vorsorgeuntersuchungen durch den Rost fallen.

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  • 5 gesunde Alternativen zum Zucker

    5 gesunde Alternativen zum Zucker

    Es ist ein angeborenes Verhaltensmuster: Was süß ist, schmeckt uns. Grund hierfür: Süße Nahrungsmittel sind in der Regel nicht giftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Es ist also evolutionär bedingt, dass wir süße Speisen bevorzugen, da sie uns suggerieren, ungefährlich und gesund zu sein. Auf viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, trifft dies auch zu. Süß bedeutet jedoch nicht in jedem Fall gesund. Ein Beispiel hierfür ist Einfachzucker, den wir vorrangig als weißen Haushaltszucker zu uns nehmen. Er ist Bestandteil unzähliger Lebensmittel und verursacht unter anderem Diabetes, Übergewicht und Karies. Glücklicherweise gibt es verschiedene Alternativen zum ungesunden Zucker. Fünf davon sollen hier vorgestellt werden.

    #1: Honig – Das Produkt der Bienen

    Denkt man an Alternativen zum Zucker, fällt den meisten Menschen als erstes Honig ein. Das Naturprodukt schmeckt herrlich süß und ist in der Tat auch sehr gesund. Es wirkt antibakteriell und wird deswegen gern als Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Doch auch gesunde Menschen profitieren vom Honig-Konsum. Antioxidantien und Nährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen und Magnesium liefern dem Körper alles, was er braucht.

    Honig wird besonders gern zum Süßen von Tee, Kuchen und Desserts verwendet. Doch Vorsicht: Die gesunde Alternative zum Zucker enthält ebenfalls viele Kalorien und steigert leider auch den Blutzuckerspiegel. Daher sollte Honig immer in Maßen verzehrt werden.

    #2: Ahornsirup – Die Leckerei aus Nordamerika

    Weniger kalorienhaltig, dafür genauso süß wie Honig ist Ahornsirup. Aus diesem Grund gilt auch er als eine Alternative zum Zucker. Das wohl traditionellste Einsatzgebiet des dickflüssigen Sirups, der aus Nordamerika stammt: Die Verfeinerung von Pfannkuchen. Doch auch andere Speisen vom Herd und aus dem Backofen lassen sich mit der Zucker-Alternative Ahornsirup verfeinern. Einen weiteren Pluspunkt erhält Ahornsirup, weil er sehr mineralstoffreich ist und damit sogar Honig übertrifft.

    Dennoch gilt auch hier: Ahornsirup ist nicht frei von Zucker und sollte daher nie in übermäßigen Mengen gegessen werden.

    #3: Xylit – Der Birkenzucker

    Xylit ist vielen Menschen noch kein Begriff. Daher soll diese Alternative zum Zucker hier etwas genauer beschrieben werden. Es handelt sich bei dem Stoff um ein natürliches Süßungsmittel, das aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen wird. Da die Herstellung des „Birkenzuckers“ sehr aufwendig ist, ist dieses Süßungsmittel etwa zehnmal teurer als herkömmlicher Haushaltszucker. Außerdem ist Xylit nur in Apotheken und Online-Shops erhältlich.

    Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Vorteile. So verursacht die Zuckeralternative beispielsweise kein Karies und besitzt rund 40 % weniger Kalorien als raffinierter Haushaltszucker.

    #4: Stevia – Unschädlich für die Zähne

    Auch Stevia ist noch recht neu auf dem Speiseplan vieler Deutscher. Das Süßungsmittel, das eigentlich eine Pflanze aus Paraguay ist, ist bereits in vielen fertigen Produkten enthalten und ersetzt dort den Einfach-Zucker. Außerdem kann Stevia auch rein gekauft und zum Backen und Kochen verwendet werden.

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    Die Pflanze wird aus verschiedenen Gründen als Alternative zum Zucker gefeiert: Sie ist günstiger als Xylit, süßer als einfacher Zucker und obendrauf auch noch frei von Kalorien. Darüber hinaus ist Stevia unschädlich für die Zähne und hat auch keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Einzig der Geschmack, der ein wenig bitter ist, stört manche Konsumenten. Trotzdem ist Stevia eine echte Zuckeralternative.

    #5: Agavensirup – Vorsicht bei Diabetes

    Die Agave ist eine Pflanze, die den meisten aufgrund ihrer stacheligen Blätterenden bekannt ist. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Dort haben die Einwohner den Sirup beziehungsweise Saft der Pflanze als Süßungs- und auch Heilmittel genutzt. Agavensirup lässt sich gut einsetzen, um damit Joghurt, Müslis, Marmeladen und Getränke zu süßen.

    Da dieses Süßungsmittel sehr viel Fruchtzucker enthält, sollten Diabetiker eher sparsam damit umgehen. Ein regelmäßiger Konsum führt zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

    Letztendlich gilt für alle gesunden Alternativen zum Zucker: Immer in Maßen und nicht in Massen konsumieren – denn Zucker bleibt nun mal Zucker. Auch wenn Stevia, Honig und Co. gesünder als reiner Haushaltszucker sind, bringen Sie keinesfalls nur Vorzüge mit sich.

    Bild: © Depositphotos.com / jianghongyan