Schlagwort: gefährlich

  • Vorsicht vor gefälschten Medikamenten

    Vorsicht vor gefälschten Medikamenten

    Der Zoll schlägt Alarm, denn immer mehr gefälschte Medikamente kommen auf den deutschen Markt. Der Zollfahndung Essen ist jetzt ein ganz großer Fisch ins Netz gegangen, die Zöllner konnten eine Bande dingfest machen, die mit gefälschten Potenzmitteln, Schmerzmitteln und Antibiotika einen Millionenumsatz gemacht hat. Aber leider ist dieser Fang nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn das Geschäft mit gefälschten, gefährlichen Medikamenten boomt.

    Internationale Banden

    Es sind zunehmend international agierende Banden, die dem Zoll zu schaffen machen. Die eigentlichen Drahtzieher sitzen in der Regel im Ausland und sie verkaufen die gefälschten Medikamente über Onlineapotheken, die keine Zulassung haben, aber auch über Webseiten an private Kunden. Für die Banden lohnt sich das Geschäft, denn mit gefälschten Medikamenten wird mittlerweile mehr Geld verdient als im Drogenhandel.

    Nahezu perfekt

    Die meisten gefälschten Medikamente kommen aus Asien oder aus Osteuropa und sie werden dort in Fälscherwerkstätten oftmals in Betonmischern zusammengemischt, und zwar mit Substanzen, die gerade verfügbar sind. Während vor einigen Jahren vor allem mit Potenz- und Haarwuchsmitteln Geld verdient wurde, werden heute Medikamente aller Art hergestellt. Die Auswahl reicht von der Tablette gegen Allergien über Medikamente gegen Herzinfarkte, bis hin zu Impfstoffen. Der 3-D-Drucker macht es zudem möglich, dass die Verpackungen kaum noch von den Originalen zu unterscheiden sind. Der Zoll arbeitet heute sehr eng mit den Pharmaunternehmen zusammen, um Fälschungen besser identifizieren zu können.

    Eine tödliche Gefahr

    Die gefälschten Medikamente sind in jedem Fall lebensgefährlich, in Großbritannien sind bereits sechs Menschen an diesen Fälschungen gestorben. Ob es in Deutschland schon Fälle gab, wo Menschen zu Schaden gekommen sind, ist nicht bekannt, da es sehr schwer ist, einen Nachweis zu erbringen. Wer Medikamente einnimmt und Nebenwirkungen verspürt, der geht selten zum Arzt, sondern setzt das Medikament wieder ab. Wer ganz bewusst gefälschte Medikamente kauft, der macht sich zudem nach dem Arzneimittelgesetz strafbar.

    Bild: © Depositphotos.com / garyphoto

  • Tropenkrankheit Gelbfieber – Lebensgefahr durch Mückenstiche

    Tropenkrankheit Gelbfieber – Lebensgefahr durch Mückenstiche

    Noch nie war Reisen so einfach wie heute, wir steigen in ein Flugzeug und kommen nur Stunden später an den exotischsten Plätzen der Welt an. Aber selbst wenn der Strand noch so schön und der Urwald noch so faszinierend sind, es lauern viele Gefahren. Eine dieser Gefahren trägt den wohlklingenden Namen Aedes aegypti oder Ägyptische Tigermücke, ein kleines unscheinbares Insekt, das eine lebensgefährliche Krankheit auslösen kann – Gelbfieber. Ein einziger Stich der Mücke reicht, um das Virus der Tropenkrankheit Gelbfieber auszulösen, eine Krankheit, an der jeder zweite Patient stirbt.

    Die Tropenkrankheit Gelbfieber – eine globale Krankheit

    Schätzungen zufolge erkranken jedes Jahr weltweit rund 200.000 Menschen an der Tropenkrankheit Gelbfieber und 30.000 Menschen sterben daran. 90 % aller Erkrankungen werden aus Afrika gemeldet, aber auch in Südamerika ist Gelbfieber ein sehr großes Problem. Auch wenn nur der Verdacht einer Infektion besteht, dann muss das den Gesundheitsbehörden gemeldet werden, trotzdem geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von einer sehr großen Dunkelziffer aus. Besonders in den Ländern der Dritten Welt, in denen es an medizinischer Infrastruktur fehlt, wird die Tropenkrankheit Gelbfieber entweder nicht richtig erkannt oder die Krankheitsfälle werden nicht gemeldet. Wer seine Ferien in Südamerika oder in Afrika verbringen will, der sollte sich auf jeden Fall vorher erkundigen, ob eine Impfung notwendig ist.

    Welche Symptome gibt es?

    Die Tropenkrankheit Gelbfieber wird in zwei Arten unterschieden, dem Dschungel-Gelbfieber und dem Stadt-Gelbfieber. Gemeinsam haben beide Arten aber die Symptome, die sich meist drei bis sechs Tage nach der Ansteckung zeigen. In 85 % aller Fälle nimmt die Erkrankung einen eher milden Verlauf und die Symptome entsprechen hier denen einer Grippe und die Betroffenen fühlen sich nach wenigen Tagen wieder wohl. In den restlichen 15 % nimmt die Tropenkrankheit Gelbfieber aber einen schweren Verlauf. Besonders gefährlich ist das Versagen von Leber und Nieren, was schließlich zu einem kompletten Organversagen und damit zum Tod führt. In den leichten Fällen haben die Patienten Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schüttelfrost, ebenso gehört Fieber von bis zu 40° Grad zu den Symptomen des Gelbfiebers.

    Der Krankheitsverlauf in schweren Fällen

    Kommt es zu einem schweren Verlauf, dann gibt es zwei Krankheitsphasen. In der ersten Phase sind es wieder grippeähnliche Symptome, in der zweiten Phase kommen aber Durchfall, das Erbrechen von Galle, sehr starker Durst, Blutungen des Gaumens und eine Gelbsucht dazu. Die Patienten können kaum oder gar kein Wasser mehr lassen, die Haut und die Schleimhäute bluten, der Durchfall ist blutig und das Erbrochene hat das Aussehen von Kaffeesatz. In der Folge kann es bedingt durch den hohen Verlust an Flüssigkeit zu einem lebensbedrohlichen Schock kommen, und auch akutes Nierenversagen gehört zu den Symptomen der zweiten Phase. Der Tod tritt meistens am sechsten oder siebten Tag ein, entweder durch einen Zusammenbruch des Kreislaufs oder durch das Versagen der Nieren.

    Wie wird Gelbfieber behandelt?

    Es gibt bis heute keine wirksame Therapie gegen die Tropenkrankheit Gelbfieber, behandelt werden können nur die Symptome. Antivirale Mittel helfen nicht und gegen den Erreger gibt es kein Medikament. Die Ärzte werden zunächst versuchen, mit Infusionen den Verlust an Flüssigkeit auszugleichen und das Fieber zu senken. Zudem wird die Atmung unterstützt, wenn es nötig ist, auch durch eine Intubation. Antibiotika kommen zum Einsatz, um eine zusätzliche Infektion durch Bakterien zu verhindern und die Patienten müssen auf einer Intensivstation behandelt werden.

    Um eine Infektion mit Gelbfieber zu vermeiden, ist eine Impfung zwingend notwendig und in einigen Ländern sogar vorgeschrieben. Neben einer Impfung sollte man auf Reisen nach Afrika und Südamerika für einen effektiven Mückenschutz sorgen. Am Tag sorgen Mückenschutzmittel für die Tropen und helle lange Kleidung für Schutz, in der Nacht sollte es ein imprägniertes Moskitonetz über dem Bett sein.

    Bild: © Depositphotos.com / ellandar

  • Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Eine Infektion mit Chlamydien ist die häufigste Form der Geschlechtskrankheiten. Betroffen sind vor allem die Geschlechtsorgane, aber auch die Atemwege und die Augen können von dieser Krankheit befallen sein, die von Bakterien ausgelöst wird. Chlamydien sind, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt werden, heilbar, aber es kann auch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Daher sollte eine Chlamydien-Infektion auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Eine Infektion und drei Erreger

    Für eine Infektion mit Chlamydien gibt es drei verschiedene Verursacher: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Diese drei Erreger teilen sich dann noch einmal in verschiedene Untergruppen. So kann Chlamydia pneumoniae Infektionen der Atemwege auslösen, während Chlamydia trachomatis in erster Linie die Geschlechtsorgane, aber auch die Augen betreffen kann. Die drei Erreger und ihre zahlreichen Untergruppen haben nur eines gemeinsam, die Inkubationszeit, also die Zeit, in der die Chlamydien-Erreger ansteckend sind, in der Regel sind das ein bis vier Wochen.

    Eine unterschätzte Gefahr

    Die meisten Menschen haben nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Angst, sich mit dem HIV-Erreger oder mit Syphilis infiziert zu haben, nur die wenigsten denken dabei an eine Infektion mit Chlamydien. Wie hoch die Zahl der Infektionen ist, lässt sich leider nur sehr schwer schätzen, denn in Deutschland müssen diese Infektionen nicht dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Eine Ausnahme bildet aber das Land Sachsen, denn dort werden die Fälle seit 2001 ohne die Nennung des Patientennamens gemeldet. Eine Infektion mit Chlamydien ist eine unterschätzte Gefahr, denn in Deutschland stecken sich jedes Jahr rund sechs Prozent Frauen und Männer mit Chlamydien an. Vor allem junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren sind betroffen, bei den männlichen Patienten ist es die Gruppe zwischen 20 und 24 Jahren, weltweit schätzt die WHO die Zahl der Infizierten auf über 100 Millionen Menschen.

    Welche Symptome hat eine Infektion mit Chlamydien?

    Welche Symptome bei einer Infektion mit Chlamydien auftreten können, das richtet sich immer nach der jeweiligen Körperregion, die von der Infektion betroffen ist. In 80 % aller Fälle, in denen Frauen infiziert wurden, spüren die Betroffenen gar keine Symptome, bei den Männern sind es rund 50 %. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmierblutungen, die darauf hindeuten, dass die Gebärmutter von der Infektion betroffen ist. Im weiteren Verlauf können Schmerzen im Becken und Unterbauch dazukommen, aber auch Fieber und eine Schwellung des Unterbauches sind möglich. Krämpfe, Juckreiz und auch ein blutiger Stuhl sind Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Chlamydien auftreten können. Wenn die Erreger das Auge befallen, dann sind Bindehautentzündungen die Folge, zudem sind die Augen stark gerötet und es kommt zu eitrig-schleimigen Absonderungen.

    Welche Folgen kann eine Infektion haben?

    Eine Infektion mit Chlamydien kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Eine Lungenentzündung kann die Folge einer Chlamydien-Infektion sein, wobei auch die Nasennebenhöhlen und die Bronchien in Mittelleidenschaft gezogen werden. Gefährlich ist auch eine sogenannte Ornithose, bei der die Patienten plötzlich sehr hohes Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen und Schüttelfrost bekommen, nicht selten zeigt sich auch ein Ausschlag auf der Haut und es kommt zu einem anhaltenden Reizhusten. Betrifft die Infektion mit Chlamydien die Augen, dann kann das im schlimmsten Fall zur völligen Erblindung führen. Bei schwangeren Frauen kann es zu einer Fehlgeburt kommen, auch die Gefahr, dass das Kind krank oder behindert zur Welt kommt, ist bei einer Chlamydien-Infektion sehr groß.

    Wie wird die Infektion behandelt?

    Wenn der Verdacht auf eine Infektion mit Chlamydien besteht, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Frauen wenden sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen. Um die Erreger nachweisen zu können, muss eine Blutuntersuchung gemacht werden. Zur Behandlung der Infektion werden Antibiotika eingesetzt, wobei der Sexualpartner ebenfalls behandelt werden muss, um weiteren Infektionen effektiv vorzubeugen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak

  • Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Morbus Hodgkin – eine seltene, aber gefährliche Krebsart

    Wenn der Arzt einen bösartigen Tumor im Lymphsystem diagnostiziert, dann handelt es sich um Morbus Hodgkin, eine sehr seltene Krebsart, die vor allem Männer zwischen 30 und 60 Jahren betrifft. Obwohl dieser Krebs selten ist, bleibt er gefährlich und ob eine Therapie erfolgreich verläuft, das hängt immer vom Stadium der Krankheit ab. Was diesen speziellen Tumor so gefährlich macht, ist die Tatsache, dass es zwar typische Symptome gibt, aber die Betroffenen sie nicht spüren.

    Was genau ist Morbus Hodgkin?

    Vereinfacht gesagt ist Morbus Hodgkin Krebs im Lymphsystem. Das Lymphsystem hat im Körper eine sehr wichtige Aufgabe, denn es bildet die weißen Blutkörperchen. Zudem transportieren die Lymphgefäße die Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe wieder zurück ins venöse System und auf diesem Weg wird die Flüssigkeit in den Lymphknoten gefiltert. In den Lymphknoten werden alle Zellen gesammelt, die nicht in Ordnung sind und daher zeigen sich auch in den Lymphknoten die ersten Morbus Hodgkin Symptome. Für die Diagnose ist eine sogenannte Biopsie erforderlich, um die Krebszellen in den Lymphknoten nachzuweisen, bei einem gesunden Menschen sind keine entarteten Zellen zu finden.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Hodgkin zeigt sich in der Regel an den geschwollenen Lymphknoten meist im Halsbereich, die allerdings keine Schmerzen verursachen. Es können aber auch Lymphknoten in anderen Körperbereichen wie an der Leiste oder unter den Achseln betroffen sein. Schwierig wird es, wenn die Knoten im Brustbereich sind, denn sie kann der Arzt nicht ertasten, es muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Anders als bei einer Erkältung, sind die Lymphknoten bei Morbus Hodgkin dauerhaft vergrößert und sie werden im Verlauf der Krankheit immer mehr an Umfang zunehmen. Ein weiteres typisches Symptom ist, dass sich die vergrößerten Knoten nur sehr schwer verschieben lassen. Ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, dann verlieren die Betroffenen deutlich an Gewicht, es kommt zu extremem nächtlichem Schweiß und auch plötzliche Fieberschübe über 38° Grad können zu den Symptomen gehören.

    Risikofaktoren und Ursachen

    Warum es zu Morbus Hodgkin kommt, ist noch nicht eindeutig geklärt, eine Verbindung mit Virusinfektionen ist aber sehr wahrscheinlich. So gilt zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, welches das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, als ein möglicher Verursacher von Morbus Hodgkin. Bei rund 50 % der Patienten, die am Krebs des Lymphsystems leiden, gab es einen Zusammenhang mit dem Drüsenfieber. Auch eine HIV-Infektion kann die seltene Krebsform auslösen, denn die Viren erhöhen die Anfälligkeit der Zellen und es kommt schneller zu einer Entartung. Bestrahlungen sowie eine Chemotherapie erhöhen das Risiko, dass sich ein Tumor in den Lymphknoten bilden kann, ebenso wie verändertes Erbmaterial in den Zellen.

    Die Stadien der Krankheit

    Der Lymphdrüsenkrebs ist in vier Stadien aufgeteilt. Im ersten Stadium ist nur ein Bereich der Lymphknoten befallen, im zweiten Stadium sind es bereits zwei Bereiche, meist im Bauchraum oder im Brustbereich. Beide Seiten des Zwerchfells sowie Bauchraum und Brustkorb sind beim dritten Stadium betroffen und im vierten Stadium können die Knochen und auch das Gehirn betroffen sein. Je höher das Stadium, umso schlechter ist die Prognose, dass der Krebs geheilt werden kann.

    Die Behandlung

    Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten, die aggressive Chemotherapie und die gezielte Bestrahlung. Beide Möglichkeiten haben die komplette Heilung zum Ziel. Wenn es sich um einen lokal begrenzten Tumor handelt, dann ist eine Bestrahlung die beste Wahl, ist die Krankheit aber schon weiter fortgeschritten, dann hilft nur noch eine Chemotherapie. Die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen, trotzdem ist es wichtig, dass der Krebs schon in einem sehr frühen Stadium erkannt wird. Handelt es sich um Non-Hodgkin-Lymphome, dann besteht eine gute Heilungschance von 60 %, beim lymphozytenarmen Typus liegt die Rate allerdings leider nur bei einem Prozent.

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  • Wann wird Alkohol zum Suchtproblem?

    Wann wird Alkohol zum Suchtproblem?

    Alkohol ist zwar eine legale, aber trotzdem eine sehr gefährliche Droge. Wo hört das gemütliche Bierchen zum Feierabend auf und wo fängt die Suche an? Die Grenzen verschwimmen sehr schnell, aber ein neuer Ratgeber der Deutschen Krebshilfe zeigt jetzt sehr genau auf, wer gefährdet ist in die Alkoholsucht abzurutschen und wer nicht.

    Zwei Tage ohne Alkohol

    Millionen Menschen trinken gerne mal ein Glas Bier oder Sekt, einen Wodka oder einen bunten Cocktail, und die meisten werden sich dabei keine Gedanken darüber machen, wie schnell das Genusstrinken zur Sucht führen kann. Der neue Ratgeber der Deutschen Krebshilfe „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol“ zeigt, wie einfach es ist festzustellen, ob eine Suchtgefahr vorliegt. Zunächst sollte man sich einen Überblick verschaffen, wie viel im Verlauf einer Woche an Alkohol getrunken wird. Wer es keine zwei Tage ohne einen Tropfen Alkohol aushält und während dieser 48 Stunden stark schwitzt und nervös wird, der sollte einen Arzt aufsuchen, denn in diesem Fall ist das Suchtrisiko sehr groß. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die Gedanken ständig um Alkohol kreisen.

    Auf die Höchstmengen achten

    Neben wichtigen Informationen und vielen hilfreichen Tipps ist in der neuen Broschüre der Deutschen Krebshilfe, die übrigens auch als kostenlose App für Android und iOS zur Verfügung steht, eine Tabelle zu finden, in der die maximale Menge Alkohol pro Tag empfohlen wird. Für Frauen liegt die Grenze bei zwölf Gramm, das entspricht einem kleinen Glas Bier mit 0,3 Liter Füllmenge, beim Wein sind es nicht mehr als zehn Gramm oder 0,125 Liter, Männer sollten nicht mehr als 0,6 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein pro Tag trinken.

    Alle, die feststellen, dass ihr Alkoholkonsum zu groß geworden ist, sollten eine Art Protokoll oder ein Tagebuch führen. Auf diese Weise lässt sich schnell ablesen, wie groß die Gefahr einer Alkoholsucht tatsächlich ist.

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  • Wassereinlagerungen im Gewebe – immer ein Fall für den Arzt?

    Wassereinlagerungen im Gewebe – immer ein Fall für den Arzt?

    Fast jeder kennt das, an heißen Sommertagen oder nach einer langen Wanderung bei warmem Wetter schwellen plötzlich die Füße an und sie werden so dick, dass die Sandalen nicht mehr passen. Bei Menschen, die unter Allergien leiden, sind geschwollene Augen keine Seltenheit, aber ganz gleich, ob es sich um Beine, Füße oder Augen handelt, die Schwellungen werden immer von Wassereinlagerungen im Gewebe, sogenannten Ödemen verursacht. Sind diese Ödeme immer ein Fall für den Arzt und müssen behandelt werden oder kann jeder selbst etwas dagegen tun?

    Wie entstehen Wassereinlagerungen im Gewebe?

    Der menschliche Körper besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser und der größte Teil der Flüssigkeit wird in den Zellen gespeichert. Aber auch im Bindegewebe zwischen den einzelnen Organen, in der Unterhaut und selbst in den Knochen sind Wasseransammlungen zu finden. Streng genommen ist auch das Blut ein Organ aus unterschiedlichen Zellen, in denen sich Wasser befindet. Um die Flüssigkeit im Gleichgewicht zu halten, gibt es feinste Mechanismen und wenn diese nicht mehr richtig funktionieren, dann bilden sich Wassereinlagerungen im Gewebe. Wenn zum Beispiel der Druck in den feinen Äderchen steigt, dann wird immer mehr Wasser in das umliegende Gewebe gepresst und es entstehen Ödeme. Auch bei einem Mangel an Eiweiß, einer hohen Durchlässigkeit der Zellwände, beispielsweise bei Allergien, oder bei Problemen des Lymphabflusses kann es zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommen.

    Die häufigste Form – Lymphödeme

    Der Körper wird von einem feinen Netz von Lymphgefäßen durchzogen, die die Flüssigkeit aus dem Gewebe in alle Teile des Körpers verteilen. Die feinsten Lymphgefäße, die Kapillaren, fließen mit den großen Lymphgefäßen zusammen und münden schließlich in den Venen. Bevor das Wasser aus dem Gewebe in den Blutkreislauf eintritt, müssen mehrere große Lymphknoten passiert werden, die das Wasser reinigen und filtern. Wenn aber mehr Flüssigkeit ins Gewebe ein- als abfließt, dann kommt es zu einem Lymphödem, der häufigsten Form von Wassereinlagerungen im Gewebe. Diese Lymphödeme treten entweder an bestimmten Körperteilen oder am ganzen Körper auf. Vor allem diese generalisierte Form des Lymphödems kann schnell gefährlich werden und muss in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Die Anzeichen eines Ödems

    Wassereinlagerungen im Gewebe sind nicht immer einfach zu erkennen, denn es dauert eine bestimmte Zeit, bis ein Ödem sichtbar wird. Die Betroffenen verspüren verschiedene Symptome, die auf ein Lymphödem hinweisen und anhand der Symptome lässt sich ablesen, wie gefährlich ein Ödem ist. Zu den Symptomen gehören unter anderem:

    • Kribbeln, leichte Stiche und ein Taubheitsgefühl in den betroffenen Körperteilen
    • Spannungs- und Druckgefühl
    • Die betroffenen Körperteile ermüden sehr schnell
    • Es kommt zu Hautverfärbungen
    • Hautfalten an den Fingergelenken und Zehen verbreitern sich
    • Schwellungen fühlen sich fest und prall an und lassen sich auf Druck eindellen

    Die Schweregrade eines Ödems

    Unterteilt werden Wassereinlagerungen im Gewebe in vier Schweregrade. Im Stadium 0 ist noch keine Schwellung zu sehen, im ersten Stadium entsteht bereits eine leichte Schwellung, die auf Druck nachgibt. Die Wassereinlagerungen im Gewebe können in diesem Stadium wieder zurückgehen und es gibt keine Veränderungen des Gewebes. Das zweite Stadium nennen Mediziner eine irreversible Schwellung, die sich im betroffenen Bereich nicht mehr eindrücken lässt und selbst wenn der Fuß oder das Bein hoch gelagert werden, geht die Schwellung nicht mehr zurück. Im dritten und letzten Stadium kommt es zu einer sogenannten Elephantiasis, und wie der Name es schon verrät, können vor allem Beine so unförmig anschwellen, dass sie an die Beine eines Elefanten erinnern. Die Haut fühlt sich derb und hart an, es entstehen Hautwülste und das Risiko, dass sich die Haut entzündet, ist sehr groß. In diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, denn diese Ödeme sind gefährlich und können zu bleibenden Schäden führen.

    Bild: © Depositphotos.com / obencem