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  • Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz: Die Gefahr der falschen Diagnose

    Nagelpilz, also eine Infektion der Haut unterhalb der Fuß- oder Fingernägel, ist zwar eine unangenehme Angelegenheit, aber in den wenigsten Fällen gefährlich. Verschiedene Tinkturen und Tabletten können dabei helfen, den Infekt zu beseitigen. Das wahre Problem von Nagelpilz ist eher, dass er oft falsch diagnostiziert wird. Häufig wird Hautkrebs unter dem Nagel für eine Pilzinfektion gehalten. Wird dieser nicht richtig behandelt, kann es im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten führen.

    Vorsorge ist besser als Nachsorge

    Die Vermutung, man könne unter den Nägeln keinen Hautkrebs bekommen, ist ein Trugschluss. Tatsächlich können auch diese Hautpartien von Krebszellen befallen werden. Wird der Krebs nicht rechtzeitig entdeckt oder fälschlicherweise als Nagelpilz diagnostiziert, kann dies schwerwiegende Folgen für den Patienten haben. Immer wieder erreichen Meldungen die Öffentlichkeit, dass Krebspatienten aufgrund der Fehldiagnose verstorben sind.

    Wichtig ist daher, dass Sie Veränderungen Ihrer Haut stets von einem Arzt untersuchen lassen. Auch wenn es nach einem harmlosen Nagelpilz aussieht, ist eine medizinische Beratung immer ratsam.

    Woran erkennt man einen Nagelpilz?

    Ein Nagelpilz ist die Infektion der Haut unterhalb der Fuß- und Fingernägel. Meistens sind Fadenpilze für die Erkrankung verantwortlich. Nagelpilz äußert sich durch verschiedene Symptome. Diese sind:

    • Verfärbungen (weißlich bis gelblich-braun)
    • Brüchigkeit der Nägel und Verformungen
    • Entzündung des Nagelbetts
    • Verdickung der Nagelplatte

    Da sich der Erreger der Infektion am wohlsten fühlt, wenn es warm und feucht ist, tritt Nagelpilz mehr an den Füßen als an den Händen auf.

    Der Befall äußert sich meist zunächst am vorderen Rand des Nagels und breitet sich dann über die gesamte Fläche aus. Dabei zerstören die Sporen des Pilzes die Nagelsubstanz Keratin. Das wiederum führt dazu, dass sich die Struktur des Nagels sichtbar verändert. Bei vielen Patienten spalten sich die einzelnen Nagelschichten auf. Fast immer kommt es zu einer Verfärbung und Verdickung der Nagelplatte. Manchmal lockert sich die Platte sogar vom Nagelbett.

    Die Behandlung von Nagelpilz

    Wer von einem Nagelpilz-Befall betroffen ist, hat verschiedene Möglichkeiten, diese zu behandeln. Ein Mittel, das Pilze gezielt abtötet, ist das Antimykotikum. Ist der Nagel nur oberflächlich befallen, reicht es, wenn Sie spezielle Tinkturen und Nagellacke mit diesem Inhaltsstoff anwenden. Die Behandlung erfordert Geduld, da Pilzsporen in den Zwischenräumen der einzelnen Nagelschichten oft Monate und sogar Jahre überleben können.

    Sitzt die Infektion im Nagelbett – was häufig der Fall ist – sind diese Mittel aus der Apotheke wirkungslos. Der gesunde Nagel wird dann immer wieder von den Pilzsporen angegriffen. In diesem Fall ist eine im wahrsten Sinne des Wortes tiefgreifende Behandlung nötig. Beliebt sind in diesem Fall besonders Tabletten und Kapseln mit dem Wirkstoff Antimykotikum. Die Einnahme ermöglicht es, dass der Stoff in das Blut gelangt und somit den Fußpilz effektiv bekämpfen kann.

    Darüber hinaus kann man Nagelpilz auch mit Laser behandeln (Quelle: nagelwohl.de). Diese Methode ist noch sehr neu, dafür aber sehr effektiv. Das Geheimnis der Therapie ist, dass der Nagel mit 60° warmen  Laserstrahlen behandelt wird. Diese wiederum töten die Pilze ab und heilen damit den befallenen Nagel. Vorteile dieser Behandlungsform sind, dass sie sehr schnell vorbei ist und Frauen sich direkt danach wieder die Nägel lackieren können. Die Lasertherapie, die überraschend günstig ist, wird alle zwei bis vier Wochen wiederholt, bis der Pilz-Befall vollkommen beseitigt ist. Meist ist das nach drei bis vier Sitzungen der Fall.

    Behandlungsmaßnahmen gegen Nagelpilz sind:

    • Tinkturen
    • Nagellacke
    • Tabletten
    • Kapseln
    • Laser-Therapie

    Nagelpilz ist eine unangenehme Angelegenheit, die in der Regel gut behandelt werden kann. Verschiedene Therapie-Maßnahmen wie Tinkturen, Tabletten oder Laser-Behandlungen sorgen dafür, dass der Nagel nach einer Weile wieder gesund ist. Wichtig ist, dass Sie eine mögliche Pilz-Infektion der Nägel immer von einem Arzt untersuchen lassen. Dieser kann feststellen, ob es sich bei der Erkrankung tatsächlich um Nagelpilz oder vielleicht Hautkrebs handelt.

    Bild: © Depositphotos.com / danr13

  • Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Wie sie entstehen und was Sie dagegen tun können

    Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine wundervolle Erfahrung, die mit vielen schönen Momenten und Erlebnissen verbunden ist. Trotzdem kann nicht davon gesprochen werden, dass die neun Monate ausschließlich positiv verlaufen. Einer dieser negativen Aspekte sind Dehnungsstreifen, die in der Fachsprache auch Striae gravidarum genannt werden. Rund 70 bis 90 % aller schwangeren Frauen sind von den unliebsamen Streifen an Bauch, Schenkeln und Hüften betroffen. Interessanterweise sind junge Mütter mehr von Schwangerschaftsstreifen betroffen als ältere. Das liegt unter anderem an dem unterschiedlichen Hormonspiegel. Außerdem haben junge Frauen einen instabileren Kollagenspiegel als ältere.

    Die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen

    Dehnungsstreifen entstehen durch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Wenn der Körper innerhalb kurzer Zeit zunimmt – wie es nun einmal in der Schwangerschaft der Fall ist – dehnt sich die Haut und bildet dabei die meist vertikal verlaufenden Streifen, die auch als Dehnungsstreifen bezeichnet werden. Schwangerschaftsstreifen heben sich deutlich von der restlichen Haut ab, da sie zum Teil intensiv rosa oder auch rot sein können. Das kommt daher, dass die Haut im Bereich der Schwangerschaftsstreifen dünner geworden ist und nun die Blutgefäße durchschimmern können. Das Problem: Wer einmal Schwangerschaftsstreifen hatte, bekommt diese nie wieder los. Auch wenn die Farbe die Schwangerschaftsstreifen mit der Zeit verblassen, werden sie immer als schmale weiße Streifen zu sehen sein.

    Hautpartien, die besonders von Dehnungsstreifen betroffen sind:

    • Bauch (Unterbauch)
    • Oberschenkel
    • Unterschenkel
    • Po
    • Hüften
    • Brüste
    • Oberarme

    Generell gilt: Je mehr Sie während der Schwangerschaft zunehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Auch bei Müttern, die mehr als nur ein Kind erwarten, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Ebenfalls problematisch ist ein schwaches Bindegewebe.

    Wie kann man Schwangerschaftsstreifen verhindern?

    Vorweg gleich die schlechte Nachricht: Wer für Schwangerschaftsstreifen prädestiniert ist, wird es schwer haben, die Streifen zu verhindern. Cremes und Öle, die häufig in der Werbung angepriesen werden, können daran auch nichts ändern, da sie nur auf der oberen Hautschicht wirken. Schwangerschaftsstreifen bilden sich jedoch in der Schicht darunter. Trotzdem gibt es einige Tipps, die Sie befolgen können, um das Risiko der Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

    Die effektivste Methode gegen Schwangerschaftsstreifen ist es, auf seine Ernährung zu achten. Wenn Sie während der Schwangerschaft nicht wie ein Hefekloß aufgehen, besteht auch die Chance, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie neun Monate lang hungern soll. Das wäre nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Baby lebensgefährlich. Viel sinnvoller ist es, auf seine Ernährung zu achten und ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Auf diese Weise verhindern Sie die zusätzliche Ablagerung von Fett und können die Dehnung der Haut zumindest ein Stück weit beeinflussen.

    Darüber hinaus sollten Sie auch immer darauf achten, Ihrem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Wasser sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig und elastisch bleibt. Auch das kann dabei helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Wenn Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun wollen, sollten Sie daher täglich mindestens acht Gläser Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

    Neben der Ernährung können auch andere Anwendungen mitunter geringe Erfolge versprechen. Eine Erfolgs-Garantie kann jedoch nicht ausgesprochen werden. Viele werdende Mütter schwören dennoch auf unterschiedliche Methoden, um Ihre Haut elastisch zu halten und die Durchblutung zu fördern.

    Eine der gängigsten Anwendungen ist die sogenannte Zupf-Massage, bei der kleine Hautpartien zupfartig massiert werden. Diese Anwendung ist jedoch in der letzten Phase der Schwangerschaft – dann wenn die Schwangerschaftsstreifen am meisten entstehen – eher ungeeignet. Eine andere Methode ist das Bürsten der betroffenen Hautpartien. Hierzu können unter anderem ein Massagenhandschuh oder ein Luffaschwamm verwendet werden. Auch Peelings können kleine Erfolge mit sich bringen.

    Methoden, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern:

    • Ausgewogene Ernährung
    • Viel trinken
    • Zupf-Massage
    • Bürsten mit Massagehandschuh oder Luffaschwamm
    • Peelings

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  • Massage ohne Rezept / Streit zwischen Ärzten und Physiotherapeuten um eine geplante Reform

    Baierbrunn (ots) – Patienten sollen künftig bei bestimmten Beschwerden ohne Rezept zum Physiotherapeuten gehen können, oder vom Arzt ein Blanko-Rezept bekommen, so dass der Physiotherapeut die Behandlung festlegt. Das sieht ein Positionspapier der Unionsfraktion im Bundestag vor. Die Krankenkassen sind interessiert, Fachärzte aber wehren sich. „Ein Arzt braucht ein sechsjähriges Studium, um eine gefährliche Erkrankung zu erkennen. Dieses Wissen können sich Fachfremde nicht einfach mit ein paar Zusatzkursen aneignen“, erklärt Professor Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, in der „Apotheken Umschau“. Erfahrungen aus den Niederlanden und erste Ergebnisse einer noch laufenden Studie der Krankenkasse BIG und des Berufsverbandes selbstständiger Physiotherapeuten sprechen eher für positive Effekte. Bis aus der Idee ein Gesetz wird, ist noch viel Streit zu erwarten.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3102186
  • Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist dran an Mythen?

    Ernährung in der Schwangerschaft: Was ist dran an Mythen?

    Schwangere Frauen haben es schwer. Als wäre es nicht aufregend genug, sich auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen und darauf umfangreich vorzubereiten, werden sie täglich mit neuen Informationen überhäuft. Besonders beliebt sind die Do’s und Don’ts, die jede werdende Mutter scheinbar aus dem FF beherrschen sollte. Nicht nur Sport, Beauty und Arbeit, sondern auch die Ernährung in der Schwangerschaft ist hierbei ein sehr beliebtes Themenfeld. „Was darf ich als Schwangere essen?“, „Worauf muss ich verzichten?“ und „Was ist besonders gefährlich für mein Kind?“ sind Fragen, die sich jede schwangere Frau stellen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, verraten wir Ihnen hier, was an den bekanntesten Mythen rund um das Thema Ernährung in der Schwangerschaft dran ist.

    Mythos #1: In der Schwangerschaft muss Frau für zwei essen

    Viele Frauen, die sich über die Ernährung in der Schwangerschaft informieren, bekommen meist einen Satz zu hören: „Na, ab jetzt musst du ja für zwei essen.“ Was für die meisten eine willkommene Ausrede ist, um so richtig zuzuschlagen, ist in der Tat großer Unfug. Schwanger sein bedeutet nicht, dass Sie die doppelte Menge an Nahrung zu sich nehmen. Es ist nämlich nicht entscheidend, wie viel, sondern was Sie essen.

    Bis zum Beginn des vierten Monats können Sie sich erst einmal vollkommen normal ernähren. Erst ab dann benötigt Ihr Baby zusätzliche Energie. Bevor Sie Ihre Ernährung in der Schwangerschaft jedoch sofort komplett umstellen, sei Ihnen eines mit auf den Weg gegeben: Zusätzliche Energie für das Baby bedeutet, dass Sie pro Tag lediglich 250 Kilokalorien mehr zu sich nehmen.

    Mythos #2: Verzichten Sie auf rohe Lebensmittel

    Es ist doch immer das gleiche: Sobald man etwas verboten bekommt, will man es umso mehr. Besonders tückisch ist dieses Phänomen, wenn es ums Essen geht. Eines der größten Verbote im Hinblick auf die Ernährung in der Schwangerschaft ist rohes Fleisch und Fisch. Und tatsächlich: Salami, Rohschinken, Tartar, Hackepeter, Sushi …. auf all diese Köstlichkeiten sollten Sie eher verzichten, wenn Sie schwanger sind. Der Grund hierfür: Rohe Lebensmittel sind ein El Dorado für Keime und Bakterien und damit ein No Go für die Ernährung in der Schwangerschaft. Krankheitserreger können nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Kind schädlich und sogar gefährlich werden. Übrigens: Das gleiche gilt auch für Roh-Käse und rohe Milch. Doch keine Angst: Diese Produkte müssen laut EU-Richtlinie ausdrücklich als Roh-Erzeugnisse gekennzeichnet werden.

    Mythos #3: Pilze sind tabu

    Mal ganz davon abgesehen, dass Pilze eh nicht jedermanns Geschmack sind, gilt in diesem Fall: Genießen Sie die Pflanzen des Waldes in Maßen, nicht in Massen. Wer während der Schwangerschaft hin und wieder ein paar Pilze isst, geht damit keine Gefahr ein. Größere Mengen Pilze enthalten jedoch eine bedenkliche Menge Schadstoffe. Wer seinen Heißhunger stillen und trotzdem auf Nummer Sicher gehen will, sollte während der Schwangerschaft lieber auf Zuchtpilze aus dem Supermarkt zurückgreifen.

    Mythos #4: Folsäure unterstützt die Entwicklung des Kindes

    Kein Mythos, sondern absolut wahr! Folsäure ist ein Vitamin, das besonders während der ersten drei Monate der Schwangerschaft von großer Wichtigkeit ist. Ein Mangel an Folsäure kann unter anderem dazu führen, dass sich das zentrale Nervensystem des Fötus nicht normal entwickeln kann. Auch Missbildungen sind unter Umständen die Folgen eines Folsäure-Mangels.

    Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Folsäure sind:

    • Eier
    • Vollkornprodukte
    • Grünkohl
    • Blattsalate
    • Sojabohnen

    Darüber hinaus können Folsäure-Tabletten für schwangere Frauen dabei helfen, den Bedarf ausreichend abzudecken. Folsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung in der Schwangerschaft.

    Mythos #5: Ab und zu ein Gläschen Rotwein schadet nicht

    Befasst man sich mit der Ernährung in der Schwangerschaft, stolpert man immer wieder über Infos wie „Alkohol ist absolut tabu… aber ein gelegentliches Glas Rotwein ist erlaubt“. Was denn nun? Rotwein in der Schwangerschaft wird durchaus kontrovers bewertet. Während die einen Verfechter der Null-Toleranz sind (sprich: Während der kompletten Schwangerschaft keinen Alkohol empfehlen), sind die anderen der Meinung, dass ein Glas ab und zu (!) durchaus vertretbar ist und dem Kind nicht schadet. Wissenschaftler aus Italien wollen herausgefunden haben, dass die Rotwein-Inhaltsstoffe Polyphenole und Anthocyane dem Alkohol antioxidativ entgegenwirken. Letztendlich müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie das Gläschen Rotwein unbedenklich finden oder doch lieber darauf verzichten wollen.

    Mit der Aufdeckung dieser fünf Mythen sind Sie perfekt auf die Ernährung in der Schwangerschaft vorbereitet.

    Bild: © Depositphotos.com / photo-deti

  • „Gefährlicher Humbug“ beim Kaiserschnitt / Wie ein Experte den „mütterlich assistierten Kaiserschnitt“ beurteilt

    Baierbrunn (ots) – Immer mehr Kinder werden per Schnittentbindung geboren. Kürzlich gab es den ersten „mütterlich assistierten“ Kaiserschnitt. Eine Frau half mit, das Kind aus ihrem aufgeschnittenen Bauch zu ziehen. Prof. Dr. med. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig findet das „absolut unseriös“, wie er dem Apothekenmagazin „Baby und Familie“ sagte. Die Mutter könne aus praktischen Gründen gar nicht mithelfen, dazu fehle ihr die Kraft und der nötige Überblick über die Geburtssituation. „Medizinisch ist das Risiko viel zu groß, weil Keime in den Bauch gelangen können“, so sein Urteil. Auch in seiner Klinik bemühe man sich um einen frühen Kontakt von Mutter und Kind. Die Mutter könne beim Kaiserschnitt, „meist gleich nach der OP“, das Neugeborene auf die Brust nehmen. „Sie hört den ersten Schrei und hat ihr Kind von Anfang an bei sich.“

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3093837
  • Was hilft gegen Wadenkrämpfe?

    Was hilft gegen Wadenkrämpfe?

    Wer häufig unter Wadenkrämpfen leidet, weiß, wie unangenehm und schmerzvoll diese sein können. Besonders tückisch: Krämpfe in den Waden kommen meist ohne jede Vorwarnung und besonders gern in der Nacht, wenn Sie entspannt im Bett liegen und fest schlafen. Doch auch Sportler leiden häufig unter Wadenkrämpfen, wenn sie gerade trainieren. Woher die Wadenkrämpfe kommen, wieso Sie sie besonders in der Nacht und beim Sport bekommen und was Sie gegen die Wadenkrämpfe unternehmen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

    Die gute Nachricht vorweg: Wadenkrämpfe sind meist harmlos. Sie tun zwar höllisch weh, sind jedoch in der Regel kein Anzeichen für eine ernstzunehmende Erkrankung. Es handelt sich bei einem Wadenkrampf lediglich um ein plötzliches Zusammenziehen des Muskels in der Wade, der sich dann für einige Sekunden oder gar Minuten verhärtet. Nachdem der Wadenkrampf verschwunden ist, bleibt manchmal ein drückendes Gefühl zurück, das stark an Muskelkater erinnert. Andere (ernstzunehmende) Folgen von Wadenkrämpfen sind nicht bekannt.

    Wadenkrämpfe: Dadurch werden sie verursacht

    Die Ursachen für Wadenkrämpfe sind vielseitig und nicht selten kommt es vor, dass Menschen scheinbar ohne erkennbaren Grund unter Wadenkrämpfen leiden. Man spricht in diesem Fall von sogenannten idiopathischen Wadenkrämpfen. Treten diese nur selten auf und legen sich schnell wieder, besteht kein Grund zur Sorge. In der Regel sind die Wadenkrämpfe dann familiär bedingt und harmlos.

    Darüber hinaus gibt es verschiedene Ursachen für Wadenkrämpfe, die sich bestimmen und dadurch auch behandeln lassen. Hierzu zählen:

    • Überanstrengung der Muskulatur (beim Sport)
    • Unterforderung der Muskulatur (und daraus resultierende Verkürzung der Muskeln)
    • Geringe Flüssigkeitszufuhr
    • Geringe Mineralstoffzufuhr
    • Unbequemes Schuhwerk
    • Alter
    • Schwangerschaft

    Der Grund, aus dem Sportler häufig Wadenkrämpfe haben, ist eindeutig: Sie überanstrengen ihre Muskeln und gönnen ihnen keine Ruhephasen. Die Quittung kommt meist flott und ohne Ankündigung: Besonders Jogger, Marathonläufer und andere Sportler, die vorrangig ihre Beine belasten, leiden häufig unter Wadenkrämpfen. Unter Schwimmern sind die Wadenkrämpfe, die durch meist kaltes Wasser begünstigt werden, gefürchtet, da sie zu schweren Unfällen führen können.

    Zu der Überbelastung beim Sport gesellen sich auch häufig noch eine Unterversorgung mit Wasser und Mineralien. Wer sportlich aktiv ist, muss viel trinken, um nicht zu dehydrieren. Andernfalls drohen Wadenkrämpfe und wesentlich ernstere Folgen.

    Besonders betroffen: Sportler, Schwangere und alte Menschen

    Ein Mangel an Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium tritt nicht nur bei Sportlern auf. Jeder Mensch muss darum bemüht sein, sich ausgewogen zu ernähren, um seinen Körper mit allen Stoffen zu versorgen, die dieser braucht. Ein Symptom der Mineralstoff-Unterversorgung sind schmerzhafte Wadenkrämpfe.

    Ein besonders hohes Risiko der Wadenkrämpfe besteht bei Menschen, die einen erhöhten Mineralstoff-Bedarf haben. Hierzu gehören vor allem schwangere Frauen und alte Menschen. Frauen, die ein Kind erwarten, leiden besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft unter vermehrten Wadenkrämpfen. Bei alten Menschen kommt hinzu, dass diese meist zu wenig trinken. Das verstärkt das Risiko von Wadenkrämpfen zusätzlich.

    Eine andere, ganz profane Ursache für Wadenkrämpfe sind unbequeme Schuhe – allen voran die bei Frauen sehr beliebten High Heels. Durch die unnatürliche Stellung der Füße werden die Muskeln der  Wade sehr beansprucht. Wadenkrämpfe sind dann eine häufige, jedoch keinesfalls gefährliche Folge.

    Was tun gegen Wadenkrämpfe?

    Die meisten Menschen reagieren instinktiv, wenn sie ein Wadenkrampf überkommt. Sie überdehnen die Wadenmuskulatur, indem sie die Ferse nach vorn und die Fußspitzen nach oben ziehen. Wer nachts von einem Wadenkrampf überrascht wird, sollte aufstehen, um das betroffene Bein durchzustrecken.

    Wer sich langfristig vor Wadenkrämpfen schützen will, sollte darauf achten, seine Muskulatur weder zu unter- noch zu überfordern. Auch die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und Mineralstoffen trägt maßgeblich dazu bei, Wadenkrämpfe zu verhindern.

    Mineralstoffreiche Lebensmittel sind unter anderem:

    • Quinoa
    • Haferflocken
    • Hülsenfrüchte, z.B. Kidneybohnen
    • Vollkornprodukte
    • Nüsse
    • Trockenfrüchte, z.B. Bananen
    • Zartbitterschokolade

    Auch wenn Wadenkrämpfe zum Teil sehr wehtun können und Ihnen den Schlaf rauben, sind sie in der Regel ungefährlich. Dennoch sollten Sie genau beobachten, wie oft Sie Wadenkrämpfe haben und wie lang diese anhalten. Wenn Sie dabei verschiedene Auffälligkeiten feststellen, ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden.

    Bild: © Depositphotos.com / blasbike