Schlagwort: Gefühl

  • Mann im Kreißsaal

    Werdende Väter sollten laut Experten besser auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet werden

    Baierbrunn (ots) – Mehr als 90 Prozent der werdenden Väter sind bei der Geburt ihrer Kinder dabei – Experten zufolge müssten sie viel besser auf das Geschehen im Kreißsaal vorbereitet werden. Leider fehle es bei Geburtsvorbereitungskursen „oft an systematischen männerspezifischen Konzepten“, beklagt der Kölner Soziologe Rainer Neutzling im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Die Hebamme und Vorsitzende des Vereins „Neue Kölner Elternschule“, Heidi Bernard, teilt diese Einschätzung: „Oft herrscht noch die Annahme vor, dass die Väter lediglich Begleiter und nicht Teil des Ganzen sind.“ Dabei sind in Zeiten, in denen Hebammen in der Regel mehrere Gebärende gleichzeitig betreuen, oftmals die Partner die wichtigste emotionale und körperliche Stütze der Frauen. „Wer seine Rolle während der Geburt kennt und weiß, was gerade geschieht, ist am besten vor übermäßigem Stress, Ohnmachtsgefühlen und Überforderungen geschützt“, erklärt Neutzling. Laut Professor Achim Wöckel vom Universitätsklinikum Würzburg erzielen die positivsten Effekte reine Männerkurse, „in denen auch der Dozent ein Mann und bestenfalls sogar ein Fachmann ist“. Allerdings sind Männerkurse in Deutschland immer noch kaum verbreitet. Neutzling zufolge ist vor allem wichtig, dass der Mann ernst genommen und wertgeschätzt wird. „Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Geburt ganz normal-heftig verläuft.“ Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 4/2016 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3313213
  • Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Die Mehrheit der Menschen, die einen veganen Lebensstil führen, achten insbesondere im Bereich Ernährung darauf, nicht mit tierischen Produkten in Kontakt zu kommen. Andere machen auch bei ihrer Kleidungswahl Abstriche und verzichten auf Leder, Pelz und Co. Veganismus ist längst mehr als nur ein Trend. Es ist zu einer Lebenseinstellung geworden, die in immer mehr Bereichen des Alltags Einzug hält. So legen auch immer mehr Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kosmetik vegan ist. Doch was genau versteht man eigentlich unter veganen Kosmetikprodukten?

    Ein hoher Preis für verträgliche Kosmetik

    Es ist der Alptraum eines jeden Kosmetik-Herstellers: Das neue Produkt, das frisch auf dem Markt ist und die Massen begeistern soll, löst bei etlichen Menschen allergische Reaktionen aus. Juckreiz, Rötungen und ein spannendes Gefühl sind alles andere als gute Werbung und so wird schon im Vorfeld genau überlegt, wie Szenarien wie diese vermieden werden können.

    Bevor ein Kosmetik- oder Pflegeprodukt auf den Markt kommt, werden die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Regel Tierversuchen auf ihre Verträglichkeit getestet. Vom Duschgel über Make Up bis hin zum Lippenstift – die unterschiedlichsten Produkte werden zum Beispiel an Mäusen und Kaninchen getestet. Die Tiere leiden meist stark unter den Versuchen und sterben nicht selten auch dabei.

    Das erschüttert nicht nur Tierschützer, sondern ruft auch immer mehr überzeugte Veganer auf den Plan. Die Forderung ist klar: Stoppt Tierversuche und kauft vermehrt vegane Kosmetik.

    Wodurch zeichnet sich vegane Kosmetik aus?

    Damit Kosmetik als vegan bezeichnet werden kann, muss sie selbstverständlich verschiedene Kriterien erfüllen.

    • Frei von tierischen Produkten: Vegane Kosmetik kommt selbstverständlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Was in unseren Breitengraden (zum Glück) als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Ländern Gang und Gäbe. Vor allem im asiatischen Raum sind tierische Produkte wie Hörner, Krallen oder Fell fester Bestandteil der Kosmetik.
    • Verzicht auf Tierversuche: Ein zweiter wichtiger Faktor, der vegane Kosmetik auszeichnet, ist der Verzicht auf die bereits angesprochenen Tierversuche. Wenn ein Kosmetikprodukt als vegan eingestuft werden soll, dürfen im Vorfeld keine Tiere dafür leiden müssen.

    Vegane Kosmetik im Laden erkennen

    Wenn Sie Ihre Pflegeprodukte auf vegane Kosmetik umstellen wollen, bedeutet das natürlich, beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit einzuplanen und wählerischer zu sein. Die meisten Kosmetikprodukte, die das Prädikat „vegan“ verdient haben, tragen dieses meist auch stolz und gut sichtbar auf der Verpackung. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, kann hierzu ein praktisches Hilfsmittel einsetzen.

    Die App barcoo ist ein Barcode-Scanner für das Smartphone. Wenn Sie ein Produkt mit der Anwendung scannen, spuckt diese anschließend zahlreiche interessante Infos aus. So wird unter anderem auch auf einen Blick klar, ob es sich hierbei um vegane Kosmetik handelt oder nicht.

    Sind Tierversuche in Deutschland noch erlaubt?

    Wenn die Rede von veganer Kosmetik und ethisch mehr als zweifelhaften Tierversuchen ist, dann stellen sich viele Menschen die gleiche Frage: Sind Tierversuche in Deutschland überhaupt noch erlaubt?

    Tatsächlich lautet die Antwort: Nein. Am 11. März 2013 entschied das Europäische Parlament, Kosmetikfirmen zu verbieten,

    • Tierversuche durchzuführen
    • Tierversuche in Auftrag zu geben
    • Tierversuch-Produkte innerhalb der EU zu vermarkten

    Auch wenn es sich hierbei um einen großen Erfolg für Tierschützer und einen Meilenstein in der Geschichte der veganen Kosmetik handelt, wird die Freude getrübt. Wie jedes Gesetz hat auch dieses typische Schlupflöcher, die natürlich von den Herstellern genutzt werden:

    • Das Gesetz gilt ausschließlich für neue Produkte, d.h. dass bereits getestete Produkte weiterhin verkauft werden dürfen
    • Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die speziell für Kosmetika eingesetzt werden, d.h. andere Inhaltsstoffe – beispielsweise Duft- und Farbstoffe – dürfen weiterhin getestet werden

    Vegane Kosmetik ist auf dem Vormarsch. Der stark ausgeprägte und omnipräsente Aspekt des Tierschutzes sorgt dafür, dass auch Menschen, die eigentlich gar nicht vegan leben, auf diese Pflegeprodukte zurückgreifen – und dass, obwohl vegane Kosmetik häufig teurer als herkömmlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / annakhomulo

  • Hyposensibilisierung gegen Allergie – effektive Immuntherapie?

    Hyposensibilisierung gegen Allergie – effektive Immuntherapie?

    Wenn die Temperaturen wieder ansteigen, dann fliegen auch wieder die Pollen durch die Luft. Für Millionen Menschen bedeutet das, sie können den Frühling und den Sommer nur eingeschränkt genießen, weil ihnen eine Allergie das Leben schwer macht. Tränende Augen, eine stets laufende Nase und das ständige Gefühl von Müdigkeit sind nicht eben das, was man sich unter Frühlingsgefühlen vorstellt. Um diesem Dilemma zu entgehen, entscheiden sich immer mehr Betroffene für eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie. Aber wie sinnvoll und effektiv ist diese „Impfung“ gegen Allergien und kommt sie für jeden Allergiker infrage?

    Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie?

    Eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie ist eine Immuntherapie gegen Allergien, die durch Antikörper der Klasse E hervorgerufen werden. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um eine klassische Impfung, denn anders als bei einer Impfung wird nicht sofort ein Schutz aufgebaut, die Immuntherapie dauert länger. In der Regel spritzt der Arzt für die Dauer von drei Jahren jeden Monat ein sogenanntes Allergenextrakt in das Fettgewebe unter die Haut des Oberarms. Zu Beginn der Therapie wird die Dosis des Allergens jede Woche erhöht, denn nur auf diese Weise kann sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnen. In der Folge lassen die Reaktionen beim Kontakt mit dem jeweiligen Allergen nach und die Entstehung von Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Asthma, werden vermieden.

    Für wenn kommt eine Hyposensibilisierung infrage?

    Eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie wird vor allem bei einer Unverträglichkeit gegen Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze und auch gegen eine Allergie gegen Insektengifte eingesetzt. Diese Hyposensibilisierung gegen die Allergie ist immer dann sinnvoll, wenn sich der Auslöser der Allergie nicht vermeiden lässt, wie das bei Hausstaubmilben der Fall ist. Auch dann, wenn die Betroffenen besonders schwer unter den allergischen Reaktionen leiden und wenn der Nutzen einer Therapie größer ist als das Risiko, dann kommt eine Hyposensibilisierung gegen die Allergie infrage. Sinnvoll ist eine Immuntherapie ebenfalls, wenn sich die Allergie mit Medikamenten nur sehr schwer oder gar nicht mehr behandeln lässt.

    Die erste Phase der Behandlung

    Bevor der Arzt mit einer Hyposensibilisierung gegen die Allergie beginnt, wird er einen Allergietest machen, um zu erfahren, auf welche Stoffe der Patient besonders heftig reagiert. Handelt es sich um ein Allergen, dem der Betroffene ständig ausgesetzt ist, dann wird die Hyposensibilisierung gegen die Allergie gestartet. Reagiert der Patient jedoch auf ein Allergen, das sich vermeiden lässt, wie beispielsweise Hunde- oder Katzenhaare, dann kommt eine Hyposensibilisierung nicht infrage. Das gilt auch für Patienten, die gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel allergisch sind. Eine Hyposensibilisierung wird in zwei Phasen eingeteilt. Sie beginnt mit der Anfangsbehandlung oder Steigerungsphase, bei der der Arzt einmal in der Woche ein Allergenextrakt subkutan, also unter die Haut spritzt. Die Dosis wird von Woche zu Woche bis zur maximalen Dosis gesteigert. Wenn der Patient die Therapie ohne Nebenwirkungen verträgt, dann folgt die zweite Phase der Behandlung.

    Die zweite Phase

    Während der zweiten Phase, der sogenannten Erhaltungstherapie, spritzt der Arzt nur noch einmal im Monat das Allergenextrakt unter die Haut oberhalb des Ellenbogens, um das Immunsystem an den Stoff zu gewöhnen und um das Allergen zu stabilisieren. Die Erhaltungsphase dauert drei Jahre lang, dann sollte der Patient beschwerdefrei sein. Neben der klassischen Immuntherapie gibt es noch die sogenannte präsaisonale Therapie oder Kurzzeittherapie, in der die Patienten nur einige Spritzen bekommen, zum Beispiel während der Pollenflugsaison. Diese Form der Sensibilisierung wird einmal im Jahr über einen Zeitraum von drei Jahren angewandt. Noch relativ neu ist die sublinguale Immuntherapie, kurz SLIT genannt. Bei dieser Therapie muss der Patient selbst jeden Tag Tropfen oder eine Tablette auf der Zunge platzieren, ein paar Minuten warten und sie dann schlucken.

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Warum die 10-20-Regel bei Migräne so wichtig ist

    Warum die 10-20-Regel bei Migräne so wichtig ist

    Wer unter Migräneattacken leidet, der hat nicht einfach nur Kopfschmerzen. Migräne, das sind stechende, bohrende oder heftig pochende Schmerzen im Kopf, die nicht selten von Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit begleitet werden. Migräneattacken können einen normalen Tagesablauf unmöglich machen und die Betroffenen nehmen in ihrer Verzweiflung dann zu viele Medikamente, die schnell in einen Teufelskreis der Abhängigkeit führen können. Neurologen haben jetzt wieder davor gewarnt, die sogenannte 10-20-Regel zu überschreiten.

    Schmerzen durch Schmerzmittel

    Der Griff zur Tablette ist einfach, aber wer zu oft zur Kopfschmerztablette greift, der muss mit sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerzen rechnen. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei diesem Schmerzen um Schmerzen, die immer dann entstehen, wenn zu viele Medikamente eingenommen werden. Daher raten Neurologen in einem aktuellen Ratgeber dazu, auf die 10-20-Regel zu achten. Diese Regel besagt, dass an maximal zehn Tagen im Monat Schmerzmittel eingenommen werden dürfen, an den restlichen 20 Tagen sollten Schmerzmittel tabu sein.

    Eine Pause einlegen

    Um die Migräne in den Griff zu bekommen, gibt es nur eine wirklich wirksame Strategie: Es muss eine Medikamentenpause eingelegt werden. Allerdings hat diese Strategie einen großen Nachteil, denn es kann zu einem Rückschlagkopfschmerz kommen, der von den meisten Migränepatienten als besonders quälend beschrieben wird.

    Den Schmerzen vorbeugen

    Viele Migränepatienten spüren, wenn eine neue Attacke unmittelbar bevorsteht: Es kommt zu depressiven Verstimmungen, die Betroffenen sind ohne einen ersichtlichen Grund gereizt, sie sind unruhig, manchen haben auch Heißhungerattacken oder sind sehr durstig. Möglich ist auch eine sogenannte Aura, eine Phase, in der es zu neurologischen Ausfallerscheinungen kommt. Arme und Beine fühlen sich taub an oder beginnen zu kribbeln, es kommt zu Sehstörungen und zu einem allgemeinen Schwächegefühl. Diese Phase dauern zwischen 15 Minuten und einer Stunde, bevor dann die eigentliche Schmerzphase beginnt. Neurologen raten dazu, in der Vorphase eines Migräneanfalls Triptane einzunehmen, um der Attacke die Heftigkeit zu nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / rinderart

  • Wassereinlagerungen im Gewebe – immer ein Fall für den Arzt?

    Wassereinlagerungen im Gewebe – immer ein Fall für den Arzt?

    Fast jeder kennt das, an heißen Sommertagen oder nach einer langen Wanderung bei warmem Wetter schwellen plötzlich die Füße an und sie werden so dick, dass die Sandalen nicht mehr passen. Bei Menschen, die unter Allergien leiden, sind geschwollene Augen keine Seltenheit, aber ganz gleich, ob es sich um Beine, Füße oder Augen handelt, die Schwellungen werden immer von Wassereinlagerungen im Gewebe, sogenannten Ödemen verursacht. Sind diese Ödeme immer ein Fall für den Arzt und müssen behandelt werden oder kann jeder selbst etwas dagegen tun?

    Wie entstehen Wassereinlagerungen im Gewebe?

    Der menschliche Körper besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser und der größte Teil der Flüssigkeit wird in den Zellen gespeichert. Aber auch im Bindegewebe zwischen den einzelnen Organen, in der Unterhaut und selbst in den Knochen sind Wasseransammlungen zu finden. Streng genommen ist auch das Blut ein Organ aus unterschiedlichen Zellen, in denen sich Wasser befindet. Um die Flüssigkeit im Gleichgewicht zu halten, gibt es feinste Mechanismen und wenn diese nicht mehr richtig funktionieren, dann bilden sich Wassereinlagerungen im Gewebe. Wenn zum Beispiel der Druck in den feinen Äderchen steigt, dann wird immer mehr Wasser in das umliegende Gewebe gepresst und es entstehen Ödeme. Auch bei einem Mangel an Eiweiß, einer hohen Durchlässigkeit der Zellwände, beispielsweise bei Allergien, oder bei Problemen des Lymphabflusses kann es zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommen.

    Die häufigste Form – Lymphödeme

    Der Körper wird von einem feinen Netz von Lymphgefäßen durchzogen, die die Flüssigkeit aus dem Gewebe in alle Teile des Körpers verteilen. Die feinsten Lymphgefäße, die Kapillaren, fließen mit den großen Lymphgefäßen zusammen und münden schließlich in den Venen. Bevor das Wasser aus dem Gewebe in den Blutkreislauf eintritt, müssen mehrere große Lymphknoten passiert werden, die das Wasser reinigen und filtern. Wenn aber mehr Flüssigkeit ins Gewebe ein- als abfließt, dann kommt es zu einem Lymphödem, der häufigsten Form von Wassereinlagerungen im Gewebe. Diese Lymphödeme treten entweder an bestimmten Körperteilen oder am ganzen Körper auf. Vor allem diese generalisierte Form des Lymphödems kann schnell gefährlich werden und muss in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Die Anzeichen eines Ödems

    Wassereinlagerungen im Gewebe sind nicht immer einfach zu erkennen, denn es dauert eine bestimmte Zeit, bis ein Ödem sichtbar wird. Die Betroffenen verspüren verschiedene Symptome, die auf ein Lymphödem hinweisen und anhand der Symptome lässt sich ablesen, wie gefährlich ein Ödem ist. Zu den Symptomen gehören unter anderem:

    • Kribbeln, leichte Stiche und ein Taubheitsgefühl in den betroffenen Körperteilen
    • Spannungs- und Druckgefühl
    • Die betroffenen Körperteile ermüden sehr schnell
    • Es kommt zu Hautverfärbungen
    • Hautfalten an den Fingergelenken und Zehen verbreitern sich
    • Schwellungen fühlen sich fest und prall an und lassen sich auf Druck eindellen

    Die Schweregrade eines Ödems

    Unterteilt werden Wassereinlagerungen im Gewebe in vier Schweregrade. Im Stadium 0 ist noch keine Schwellung zu sehen, im ersten Stadium entsteht bereits eine leichte Schwellung, die auf Druck nachgibt. Die Wassereinlagerungen im Gewebe können in diesem Stadium wieder zurückgehen und es gibt keine Veränderungen des Gewebes. Das zweite Stadium nennen Mediziner eine irreversible Schwellung, die sich im betroffenen Bereich nicht mehr eindrücken lässt und selbst wenn der Fuß oder das Bein hoch gelagert werden, geht die Schwellung nicht mehr zurück. Im dritten und letzten Stadium kommt es zu einer sogenannten Elephantiasis, und wie der Name es schon verrät, können vor allem Beine so unförmig anschwellen, dass sie an die Beine eines Elefanten erinnern. Die Haut fühlt sich derb und hart an, es entstehen Hautwülste und das Risiko, dass sich die Haut entzündet, ist sehr groß. In diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, denn diese Ödeme sind gefährlich und können zu bleibenden Schäden führen.

    Bild: © Depositphotos.com / obencem

  • Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Gesunder Schlaf – wichtig für ein gesundes Leben

    Heinrich Heine war der Ansicht, dass „Schlaf eine köstliche Erfindung“ ist, ein deutsches Sprichwort hält den Schlaf aber für den größten Dieb, denn er raubt uns das halbe Leben. Beide, der Dichter und der deutsche Volksmund haben recht, denn Schlafen ist erholsam und gesund, aber gut die Hälfte des Lebens wird tatsächlich verschlafen. Gesunder Schlaf ist wichtig, um gesund leben zu können, denn im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist, die Batterien werden wieder aufgetankt, um für den nächsten Tag fit zu sein.

    Mythen rund um den Schlaf

    Schläft man bei Vollmond schlechter? Kann man mit Schlafentzug Depressionen heilen und ist es möglich, im Schlaf zu lernen? Es gibt viele Schlafmythen, aber entsprechen sie auch der Realität? Wenn der Mond rund und voll am Himmel steht, dann haben 40 % der Deutschen das Gefühl, schlechter zu schlafen, vor allem Frauen fällt es schwerer, in Vollmondphasen in den Schlaf zu finden und durchzuschlafen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Erdtrabant den Schlaf nicht stört, was vielen Probleme macht, ist die Helligkeit des vollen Mondes. Viele Menschen, die unter Depressionen leiden, haben Schlafstörungen, die sogenannte Wachtherapie soll dabei helfen, dass sich die Stimmung bessert und gesunder Schlaf wieder möglich ist. Tatsächlich ist diese unterstützende Therapie erfolgreich, denn bei den Patienten, die während der Therapie eine ganze Nacht lang wach bleiben, verändert sich die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn, was die Stimmung positiv beeinflusst.

    Was macht das Gehirn in der Nacht?

    Gesunder Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, auch das Gehirn erholt sich in der Nacht. So werden unter anderem auch Informationen abgespeichert, die das Gehirn am Tag bekommen hat. Das wirft die Frage auf, ob man in der Nacht lernen kann. Das Mathebuch unters Kopfkissen zu legen ist allerdings weniger hilfreich, aber das, was am Tag erlernt wird, das geht in der Nacht nicht verloren. Je tiefer der Schlaf ist, umso mehr Daten werden gespeichert, eine schlaflose Nacht vor einer Prüfung ist daher nicht zu empfehlen. Wenn gesunder Schlaf sehr tief ist, dann wandern Teile der Daten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis und das am Tag gelernte bleibt über einen Zeitraum von mehreren Tagen fest im Gedächtnis verankert.

    Powernapping – das gesunde Nickerchen

    Gesunder Schlaf ist nicht nur in den Nachtstunden effektiv, auch beim sogenannten Powernapping können Energievorräte getankt werden. Albert Einstein und Karl der Große schätzten die kleine Schlafpause nach dem Essen, heute ist der Mittagsschlaf leider etwas aus der Mode gekommen. Viele Menschen überkommt um die Mittagszeit Müdigkeit, aber sie arbeiten trotzdem weiter. Dabei ist es gesünder dem Schlafbedürfnis nachzugeben, denn gesunder Schlaf, der nur zehn oder 15 Minuten dauert, ist besser als krampfhaftes Wachbleiben. Die Japaner haben die Kunst des Nickerchens kultiviert und auch in Südeuropa hat die Siesta einen hohen Stellenwert. Powernapping ist mit natürlichem Doping zu vergleichen, denn nach der kurzen Schlafpause steigen Wohlbefinden und auch Konzentration.

    Schlafstörungen – wenn gesunder Schlaf nicht möglich ist

    Die Gedanken drehen sich im Kreis, man wälzt sich von einer Seite auf die andere und der Schlaf will einfach nicht kommen. Geschätzt leiden 20 von 100 Deutschen unter Schlafstörungen und wenn gesunder Schlaf auf Dauer gestört wird, dann leiden Körper und Geist. Schlaf dient nicht nur der Erholung vom Tag, er ist auch wichtig für das Immunsystem und das Gedächtnis. Nicht immer sind Schlafstörungen problematisch, wenn der Schlaf aber anhaltend und regelmäßig gestört ist, dann wird es Zeit, etwas zu unternehmen. Schlafmittel sind nur eine Möglichkeit, um die Störungen in den Griff zu bekommen, Tabletten sind auf lange Sicht aber keine Lösung. Autogenes Training, verschiedene Entspannungstechniken und auch progressive Muskelentspannung können effektiv dabei helfen, wieder gesund und tief zu schlafen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia