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  • Die 29. SSW – das letzte Trimester beginnt

    Die 29. SSW – das letzte Trimester beginnt

    Die 29. SSW ist welcher Monat? Richtig, es ist der Beginn des achten Monats und mit der 29. SSW beginnt auch das dritte und damit letzte Trimester der Schwangerschaft. In der 29. SSW starten die meisten Müttern mit den konkreten Vorbereitungen für die Geburt und die organische Entwicklung des Babys ist fast abgeschlossen. Die Zeit, die das Baby jetzt noch im Mutterleib hat, nutzt es effektiv, um zu wachsen und an Gewicht zuzulegen.

    Was macht das Baby in der 29. SSW?

    In der 29. SSW liegt das Gewicht des Babys bei ungefähr 1.250 Gramm und es misst zwischen 39 und 40 cm. Rein äußerlich wird sich das Kind ab der 29. SSW nicht mehr groß verändern, aber es wird ab jetzt stetig weiter wachsen. Die Entwicklung der Organe ist in der 29. SSW weitgehend abgeschlossen, aber bis zum errechneten Geburtstermin werden sich die Funktionen der einzelnen Organe noch weiter differenzieren. Vor allem das Nervensystem und auch das Gehirn entwickelt sich in der 29. SSW besonders deutlich. Aber nicht nur das Gehirn wächst, auch das Skelett des Kopfes durchläuft in der 29. SSW eine sehr intensive Phase des Wachstums. Das Immunsystem wird weiter ausgebaut und durch die Plazenta sowie das mütterliche Blut gibt es einen ständigen Transfer mit Antikörpern.

    In der 29. SSW steigt die Gewichtszunahme, das Baby legt sich seinen berühmten Babyspeck zu und der Fötus nimmt immer mehr das Aussehen eines Babys an. Durch die stetig wachsende Fettschicht ist das Baby in der 29. SSW auch in der Lage, seinen Wärmehaushalt alleine zu regulieren. Wenn die Mutter Bilder in der 29. SSW auf dem Ultraschall sieht, dann kann sie zum ersten Mal das Kind erkennen, das sie nur wenige Wochen später in den Armen halten wird. Wird das Baby ein Junge, dann wandern in dieser Phase der Schwangerschaft die Hoden aus ihrer bisherigen Lage in der Nähe der Nieren durch die Leiste in den Hodensack. Wenn das Baby beim Ultraschall richtig liegt, dann kann der Arzt erkennen, ob es ein Mädchen wird. Die Klitoris ist schon deutlich zu sehen, denn die Schamlippen noch zu klein sind, um die Klitoris vollständig zu bedecken.

    Nicht selten haben Kinder in der 29. SSW schon einen dichten Haarschopf und auch die Wimpern sind schon zu sehen. Die Wimpern und auch die Kopfhaare, bleiben aber anders als die Körperbehaarung, die sogenannte Lanugo-Behaarung, bis zur Geburt erhalten. Wenn sich bei der Mutter in der 29. SSW ein harter Bauch zeigt, dann kann es sein, dass das Kind schon jetzt die Beckenendlage einnimmt und sie auch bis zur Geburt beibehält. Viele Babys lassen sich mit der Beckenendlage jedoch noch ein bisschen Zeit und turnen, so weit der immer enger werdende Raum es zulässt, noch ein wenig herum.

    Wenn sich das Baby bis zur 36. Schwangerschaftswoche nicht gedreht hat, dann müssen der Arzt oder die Hebamme eine äußere Wendung durchführen, um eine Quer- oder Steißlage zu verhindern. Diese beiden ungünstigen Positionen machen eine natürliche Geburt oftmals unmöglich und es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden, damit das Baby gesund zur Welt kommen kann.

    Wie geht es der Mutter in der 29. SSW?

    Noch rund elf Wochen dauert es bis zur Geburt und die meisten Frauen wünschen sich in der 29. SSW ihr vertrautes Körpergefühl zurück. Zwar lassen in der 29. SSW die Beschwerden nach, wie zum Beispiel die morgendliche Übelkeit, aber mit dem Baby wachsen in der 29. SSW auch die Belastungen. Frauen, die zum ersten Mal ein Baby erwarten, bekommen nicht selten einen „Schwangerschaftsblues“, und auch wenn diese depressiven Stimmungen unangenehm sind, sie gehen in der Regel schnell wieder vorbei. Viele werdende Mütter haben in der 29. SSW großen Appetit, aber da der Druck nach unten auf den Uterus immer stärker wird, macht das Verdauungssystem schon mal Probleme. Es ist daher empfehlenswert, ab der 29. SSW nur kleine Portionen und viele Ballaststoffe zu essen, um Probleme mit dem Magen und dem Darm zu verhindern.

    Vitamine und Spurenelemente sind in der 29. Schwangerschaftswoche sehr wichtig, denn das Baby wächst jetzt sehr intensiv und braucht eine Menge Nährstoffe. Zwar darf die werdende Mutter ihrem Heißhunger auch mal nachgeben und Süßigkeiten und Fast Food essen, aber eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte immer im Vordergrund stehen. Bei der Ernährung sollte die Mutter vor allem auch auf ausreichend Eisen achten, damit die Sauerstoffversorgung des Babys gewährleistet ist. Der Arzt macht bei jeder Vorsorgeuntersuchung auch eine Blutuntersuchung und wenn Eisen fehlen sollte, dann muss die Mutter entsprechende Medikamente bekommen, die den Vorrat an Eisen wieder auffüllen.

    Um körperlich fit zu bleiben, sollte in der 29. SSW mit der Schwangerschaftsgymnastik begonnen werden und wer möchte, der kann sich auch zum Yoga für Schwangere anmelden. Zusätzlich können tägliche Dehnübungen dabei helfen, um optimal auf die Geburt vorbereitet zu sein. Die meisten Hebammen bieten auch Kurse an, in denen die Schwangeren die richtige Atemtechnik lernen können, die während der Geburt unerlässlich ist.

    Ist das Baby in der 29. SSW schon lebensfähig?

    Wenn in der 29. SSW das Baby auf die Welt drängt, dann ist es immer ein Frühchen, das entsprechend behandelt werden muss. Selbst wenn es in der 29. SSW zu einer Frühgeburt kommt, dann ist das kein so großes Drama, denn das Baby ist fast ausgewachsen, und kann mit der Hilfe der modernen Medizin durchaus überleben. Die Chancen, dass das Kind gesund überlebt, liegen zwischen 96 % und 98 %, das Einzige, was Probleme machen könnte, das sind die noch nicht voll ausgereiften Lungen des Kindes. Zwar ist das Immunsystem schon gut ausgebildet, trotzdem sind Babys, die in der 29. Schwangerschaftswoche zu Welt kommen, noch deutlicher anfälliger für Infekte als Babys, die zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommen.

    Da das Baby aufgrund seiner Fettreserven seinen Wärmehaushalt schon selbstständig regulieren kann, muss es meist nur für kurze Zeit ins Wärmebettchen oder in den Brutkasten. Da Babys in der 29. SSW noch wenig Gewicht auf die Waage bringen, müssen sie manchmal durch eine Nasensonde ernährt werden, durch die eine spezielle Nährlösung fließt. Wenn das Baby kräftig genug ist, dann kann es aber auch gestillt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Angel_a

  • Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen, wenn es um den Herzinfarkt geht. Zum einen ist das der sogenannte laute Infarkt mit den bekannten Symptomen, die keiner übersehen kann, und zum anderen ist da der stumme Herzinfarkt, bei dem Betroffenen keine Schmerzen verspüren und den die Ärzte nicht selten sogar übersehen. Es ist der stumme Herzinfarkt, der besonders tückisch ist und der sehr gefährlich werden kann, wenn der Betroffene nicht sofort richtig behandelt wird.

    Der stumme Herzinfarkt – ein Infarkt ohne Drama

    Normalerweise sorgt ein Herzinfarkt für eine dramatische Situation. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, sie leiden unter schrecklicher Atemnot und haben das Gefühl, dass ihr Brustkorb in einem Schraubstock steckt, der immer wieder angezogen wird. Aber diese Form des Herzinfarkts kommt seltener vor, als viele vielleicht denken, deutlich häufiger kommt der stumme Herzinfarkt vor. 80 % der Herzinfarkte sind stumme Infarkte, zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue US-Studie. Stumme Herzinfarkte sind aber nicht nur so gefährlich, weil sie keine Schmerzen verursachen, stumme Herzinfarkte sind auch auf dem EKG selten sichtbar. Aber was macht einen solchen Herzinfarkt dann so gefährlich?

    Warum ist der stumme Herzinfarkt so gefährlich?

    Der stumme Herzinfarkt kann ebenso wie der schmerzhafte Infarkt zum Tod führen und schuld daran ist nicht selten altes Narbengewebe. Diese Vernarbungen schwächen das Muskelgewebe des Herzens und das kann zum Herztod führen. Bei jedem Herzinfarkt kommt es immer zu einer akuten Durchblutungsstörung im Herzmuskelgewebe. Schuld ist meist ein Blutgerinnsel, das mehrere oder auch nur ein einziges Blutgefäß entweder nur verengt oder verstopft. Auf diese Weise werden die Muskelzellen des Herzens nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt, sie sterben schließlich ab und der Herzmuskel wird auf Dauer beschädigt. Nach einem Herzinfarkt entsteht Narbengewebe, das sich nicht mehr ausdehnen kann und das gilt als das größte Risiko für einen stummen Herzinfarkt.

    Viele bemerken den Infarkt gar nicht

    Der stumme Herzinfarkt wird nach Schätzungen von US-Medizinern von 78 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie haben keine Symptome wie plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Arm, und auch die starken Schweißausbrüche und die Übelkeit, die Herzinfarkte oftmals begleiten, sind bei einem stummen Infarkt nicht vorhanden. Die Betroffenen verspüren zwar einen leicht ziehenden Schmerz in der Herzgegend, aber der Allgemeinzustand ist gut und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass es sich eventuell um einen Herzinfarkt handeln könnte.

    Gewissheit erst nach dem Tod

    Nur die wenigsten Menschen, die diese leichten Symptome erleiden, gehen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Wer aber hingeht, der wird nicht selten falsch behandelt, da die Ärzte den stummen Herzinfarkt nicht feststellen konnten. Meist wird nur ein EKG gemacht, eine weiterführende Untersuchung im Herzkatheterlabor, die einen Herzinfarkt deutlich macht, wird selten angeordnet, weil die Verdachtsmomente nicht ausreichend sind. Wenn der stumme Herzinfarkt aber zum Tod führt, dann wird erst in der Pathologie deutlich, was wirklich geschehen ist. Bei einer Autopsie wird klar, dass es am Herz Vernarbungen gibt und dass diese alten Narben für einen nicht erkannten Herzinfarkt verantwortlich sind. So kann es immer wieder passieren, dass es zu einem stummen Herzinfarkt kommt und der Betroffene nicht behandelt wird. Passiert das mehr als einmal, dann steigt durch immer wieder neue Vernarbungen das Risiko, dass der nächste stumme Herzinfarkt der finale Infarkt sein kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die Übergewicht haben oder die viel rauchen, denn hier ist das Herz meist schon vorbelastet, wenn es tatsächlich zu einem stummen Infarkt kommt.

    Alle, die immer wieder einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite verspüren, sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, der die möglichen Ursachen gründlich untersucht, um einen Herzinfarkt ausschließen zu können.

    Bild: © Depositphotos.com / stevanovicigor

  • 31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    Die 31. SSW, welcher Monat ist das eigentlich? In der 31. SSW beginnt die zweite Hälfte des achten Schwangerschaftsmonats und in der Gebärmutter wird es für das Baby langsam eng. Die Bewegungen des Kindes sind jetzt nicht mehr so markant, wie das in den vergangenen Wochen der Fall war und viele werdende Mütter machen sich deshalb Sorgen, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Diese Sorge ist allerdings unbegründet, denn tatsächlich ist das Baby in der 31. SSW besonders munter, aber der Bewegungsradius wird kleiner und daher fühlen sich die Bewegungen auch schwächer an. In der 31. SSW wächst außerdem der Druck auf das Zwerchfell der Mutter und das macht viele Frauen kurzatmig und sie fühlen sich schneller erschöpft und müde.

    Das Baby in der 31. SSW

    In der 31. SSW liegt das Gewicht des Babys im Durchschnitt bei 1.600 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Ferse rund 42 cm. Bis es zur Welt kommt, wird es aber das Doppelte an Gewicht zunehmen, aber die Gewichtszunahme in der 31. SSW spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle. Ist das 31. SSW Gewicht eher gering, dann wird das Kind bei der Geburt auch kein Schwergewicht werden. Wiegt es hingegen mehr als der Durchschnitt, dann muss die Mutter mit einem eher schwergewichtigen Baby rechnen.

    Auch wenn es um die Organe geht, dann macht das Kind in der 31. SSW einen großen Schritt, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Lungen bereits in der Lage, sich vollkommen aufzublähen. Der Grund ist das Surfactant, ein Oberflächenprotein, das die Lungen daran hindert zu verkleben oder zusammenzufallen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist in der 31. SSW ebenfalls schon ausgeprägt, allerdings sind Babys in dieser Phase der Schwangerschaft echte Langschläfer, denn sie schlafen zwischen 15 und 20 Stunden am Tag. Während der langen Schlafphasen bewegt sich das Kind kaum und das beunruhigt vor allem die Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind.

    In der 31. SSW wird das Baby zum Boxer und Fußballspieler, denn da der Platz in der Gebärmutter knapp wird, beschränken sich die Bewegungen auf gezielte Tritte und das Baby schlägt auch mit der Faust gegen die Bauchdecke der Mutter. Das Training wird durch Greif- und Atemübungen intensiviert und vor allem nach den Mahlzeiten der Mutter bewegt sich das Baby sehr stark. Der Grund für dieses verstärkte Training ist, dass das Baby einen Energieschub bekommt, wenn der Blutzuckerspiegel der Mutter ansteigt.

    Wie geht es der Mutter in der 31. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in der 31. SSW noch sehr fit, aber jetzt kommt es vermehrt zu Kurzatmigkeit, zu Rückenschmerzen und auch die Beine werden schneller müde. Am Gefühl der müden Beine sind Wassereinlagerungen schuld, die in der 31. SSW für geschwollene Gelenke an den Fußknöcheln und an den Handgelenken sorgen. Öfter mal die Füße hochzulegen und eine Ruhepause einzulegen, ist in dieser Phase der Schwangerschaft immer eine sehr gute Idee.

    Empfehlenswert ist auch sanfter Sport zum Beispiel durch Yoga, auch Schwimmen empfinden viele Frauen in der 31. SSW als sehr angenehm. Durch regelmäßiges Schwimmen oder Yoga lösen sich Verspannungen und auch die Schmerzen im Rücken und in den Gelenken lassen nach. Zudem ist Sport eine gute Idee, um den Körper für die Geburt fit und elastisch zu machen. Für eine weitere Erleichterung in der 31. SSW sorgen außerdem flache Schuhe.

    In der 31. SSW beginnen die Brüste damit, die Vormilch zu produzieren, das sogenannte Kolostrum, und Frauen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben, müssen nicht selten schon Stilleinlagen im BH tragen. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Schwangerschaft ist die werdende Mutter so anfällig für Infektionen wie in der 31. SSW, und wenn sich zum Beispiel die ersten Zeichen einer Erkältung bemerkbar machen, dann ist ein Besuch beim Arzt eine Notwendigkeit. Während der 31. SSW bekommt das Baby einen enormen Schub an Aufbau- und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter. Das macht es Krankheitserregern noch einfacher, in die Blutbahn einzudringen, und sie können die natürliche Schranke leichter durchbrechen, die von der Plazenta aufgebaut wird.

    Während der 31. SSW entwickeln Mutter und Kind eine enge Bildung zueinander und in diese Phase wird es Zeit, Geburtsvorbereitungskurse zu besuchen, die diese Bindung noch intensiveren.

    Was passiert bei einer Geburt in der 31. SSW?

    Wenn eine Frau in der 31. SSW Senkwehen bekommt, dann wächst auch die Sorge vor einer Frühgeburt in der 31. SSW. Wie weit ist die 31. SSW Entwicklung des Kindes? Kann das Baby in dieser Schwangerschaftsphase überhaupt außerhalb des Mutterleibes überleben? Kommt es zu einer Entbindung in der 31. SSW, dann hat das Baby sehr gute Chancen, gesund und munter zur Welt zu kommen. Aber wie bei allen Geburten vor der 36. Schwangerschaftswoche kann die Atmung des Kindes Probleme machen. Es kann sein, dass noch nicht ausreichend Surfactant produziert wurde, ein Protein, das den Lungen hilft, sich zu entfalten. Wenn das der Fall sein sollte, dann kann es zu einem Atemnotsyndrom beim Baby kommen.

    Das Baby wird dann unmittelbar nach der Geburt an die künstliche Beatmung angeschlossen. Dazu werden schmale Schläuche in die Nase des Kindes eingeführt, die die Atmungsorgane mit Sauerstoff versorgen. Während die Babys, die in der 31. SSW mit Atemproblemen geboren wurden, früher intubiert wurden, um dem kleinen Organismus mittels eines Luftröhrenschnitts Sauerstoff zuzuführen, setzen die Ärzte heute auf die sanfte Beatmung. Eine Intubation gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Die Sauerstoffzufuhr dauert in der Regel nicht länger als einige Stunden oder maximal zwei Tage, dann sind die meisten Babys in der Lage, selbstständig zu atmen. Wichtig ist es, einen ständigen positiven Druck in den Lungen zu erzeugen. Wenn das geschehen ist, dann werden die Schläuche aus der Nase des Babys wieder entfernt.

    Die meisten Babys, die in der 31. SSW auf die Welt kommen, nehmen schnell an Gewicht zu und können von ihren Müttern auch ganz normal gestillt werden. Sie bleiben allerdings in einem Brutkasten auf der Säuglingsstation, denn nur dort haben die Kinderärzte die besten Überwachungsmöglichkeiten, und wenn es zu einem unverhofften Zwischenfall oder zu einem Problem kommen sollte, dann ist schnell Hilfe zur Stelle.

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  • 32. SSW – das Ende des achten Monats

    32. SSW – das Ende des achten Monats

    Mutter und Kind nehmen in der 32. SSW mehr und mehr an Gewicht zu und für die Mutter wird die Kurzatmigkeit immer mehr zu einem Problem. Da das Baby jetzt noch genug Platz in der Gebärmutter hat, sind in der 32. SSW starke Kindsbewegungen keine Seltenheit. Die Kindbewegungen 32. SSW können so stark sein, dass der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegbleibt. Das ist immer dann der Fall, wenn das Kind sich bereits gedreht hat und in der Beckenlage liegt. Es kann passieren, dass es von Zeit zu Zeit der Mutter kräftig ins Zwerchfell tritt und das sorgt dafür, dass der Atem stockt.

    Auch Übungswehen, die Braxton-Hicks-Kontraktionen, können in der 32. SSW schon sehr intensiv sein. In der 32. SSW hören die meisten Mütter sehr genau in sich hinein und das Bedürfnis nach Ruhe wächst stetig an. Aber noch liegen knapp acht Wochen vor Mutter und Kind und diese Zeit nutzen beide auf recht unterschiedliche Art und Weise.

    Wie geht es dem Baby in der 32. SSW?

    Wer in der 32. SSW die Gewicht Baby Tabelle anschaut, der wird sehen, dass das Baby schon rund 1.800 Gramm wiegt und im Durchschnitt 43 cm misst. Rasant ist in der 32. SSW die Gewichtszunahme des Babys, denn im Schnitt nimmt es ab jetzt jede Woche 200 Gramm zu. Der Mutter macht in der 32. SSW das Baby Gewicht noch nicht allzu viel aus, denn da sich das Kind relativ gut bewegen kann, verlagert sich das kindliche Gewicht nicht nur nach unten, wie das in den kommenden Wochen der Fall sein wird.

    Für ein Leben außerhalb der Gebärmutter fehlen dem ungeborenen Kind in der 32. SSW nur noch zwei Dinge. Zum einen die schützende Fettschicht, die sowohl als Wärmeregulator als auch als Energiereserve dient und zum anderen eine ausreichende Menge an Surfactant, einem Oberflächenprotein, das die Aufgabe hat, ein Kollabieren der Lungenbläschen zu verhindern.

    Wenn das Baby in der 32. SSW schon die Beckenendlage, also die Geburtslage einnimmt, dann heißt das leider nicht, dass es in den kommenden Wochen auch in dieser Lage bleibt. Viele Kinder wechseln bis zum errechneten Geburtstermin noch mehrmals die Position, meist zum Leidwesen der Mutter, der diese Salti nicht immer angenehm sind. Auch außerhalb machen sich die Drehungen des Babys in der 32. SSW bemerkbar und das sieht nicht selten unfreiwillig komisch aus.

    In der 32. SWW wird die Gebärmutter noch einmal mit rund einem Liter Fruchtwasser gefüllt und dieser Vorgang kann dabei helfen, das Baby in seine endgültige Geburtslage zu bringen. Die große Menge an Fruchtwasser, die das Baby jetzt schluckt, sorgt immer öfter für einen Schluckauf, der ebenfalls außerhalb zu sehen ist. Dieser Schluckauf ist für das Baby aber sehr wichtig, denn damit kann es seine Atemwege optimal trainieren. Das Baby hat nur noch in der 32. SSW die Möglichkeit seine Lungen zu trainieren, denn nach der 32. SSW nimmt die Menge an Fruchtwasser immer weiter ab.

    Mögliche Probleme in der 32. SSW

    Wird das Kind ein Junge, dann wandern in der 32. Schwangerschaftswoche die Hoden in den Hodensack. Es kann allerdings passieren, dass einer der Hoden bei der Geburt noch im Inneren des Körpers ist, aber das ist für die Eltern kein Grund, sich Sorgen zu machen. Meist sind hormonelle Störungen oder auch eine körperliche Blockade die Ursache. In 75 % dieser Fälle wird das Problem innerhalb des ersten Lebensjahrs von ganz alleine behoben. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann wird mit einer speziellen Hormonbehandlung entweder durch Injektionen oder durch ein Nasenspray nachgeholfen. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen sollten, dann wird ein kleiner operativer Eingriff unter einer leichten Vollnarkose vorgenommen und alles wieder an seinen Platz gebracht.

    Die Mutter in der 32. SSW

    Wie das Baby, so nimmt auch die Mutter in der 32. SSW kontinuierlich zu. Rund 500 Gramm sind es pro Woche und 250 Gramm gehen dabei an das Baby, die anderen 250 Gramm braucht die Mutter als Energiereserve für die bevorstehende Geburt. Die meisten Babys sind in der 32. SSW am Tag sehr ruhig, erst wenn die Mutter ins Bett geht, dann wird der Nachwuchs so richtig munter. Schlafstörungen in dieser Phase der Schwangerschaft sind also keine Seltenheit. Auch ein vermehrter Harndrang kann die Mutter um ihre Nachtruhe bringen. Sex ist in der 32. SSW noch ohne Probleme und auch ohne Gefahr möglich. Das Baby wird zum einen durch die Muskulatur der Gebärmutter und zum anderen durch die Fruchtblase optimal geschützt. Viele medizinische Studien haben nachgewiesen, dass sexuelle Aktivitäten in der 32. SSW weder zu einer Frühgeburt noch zu vaginalen Infektionen führen können.

    Wenn das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt, dann lagert sich bei vielen Frauen Wasser im Gewebe ein und das kann im schlimmsten Fall zum sogenannten Karpaltunnelsyndrom führen. Die werdende Mutter verspürt in der 32. SSW oft ein taubes Gefühl oder ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern. Schuld daran sind Wassereinlagerungen im Handwurzelkanal und besonders in der Nacht sind diese Symptome sehr stark. Wenn die Schmerzen der Mutter zu sehr zu schaffen machen, dann kann es hilfreich sein, eine Handschiene zu tragen, die das Handgelenk ruhig stellt. Helfen können aber auch Injektionen in die betroffenen Nervenbahnen, und wer keine Injektionen mag, der sollte versuchen, die Schmerzen in der Hand mit Akupunktur zu bekämpfen.

    In der 32. SSW kann bereits das Elterngeld beantragt werden, die Geburtsurkunde muss dann später nur noch nachgereicht werden. Kommt es zu einer verfrühten Geburt, dann erspart das den Eltern eine Menge Stress.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 32. SSW?

    Kommt es zu einer Entbindung in der 32. SSW, dann gilt das Kind aus medizinischer Sicht zwar als 32. SSW Frühchen, aber es hat die besten Chancen, ein gesundes Leben auch außerhalb der schützenden Gebärmutter zu führen. Die meisten Kinder, die als 32. SSW Frühgeburt auf die Welt kommen, wachsen ohne gesundheitliche Störungen auf und es zeigen sich auch in den ersten Lebensjahren keine großen Unterschiede zu den Kindern, die termingerecht das Licht der Welt erblickt haben. Es gibt nur in sehr seltenen Fällen körperliche, motorische oder auch geistige Differenzen oder Störungen.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

    Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

    Die meisten Frauen fühlen, dass sie schwanger sind, noch bevor ein Test darüber Auskunft gibt. Vor allem Frauen, die bereits Kinder haben, spüren sehr wahrscheinlich schon kurz nach der Empfängnis, dass sie wieder schwanger sind. Frauen, die noch nie geboren haben, werden in der Regel aber erst bemerken, dass sie ein Kind erwarten, wenn die Eizelle befruchtet wurde und sich in der Gebärmutter eingenistet hat.

    Aber es gibt einige deutliche Anzeichen die keinen Zweifel daran lassen, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Diese Seite hilft allen Frauen dabei zu erkennen, ob sie schwanger sind oder nicht.

    Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, können es nicht abwarten, bis sie die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft verspüren. Es gibt jedoch viele verschiedene Anzeichen, die nicht alle unbedingt auf eine Schwangerschaft hindeuten. Ein ziemlich sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Vor allem Frauen, die sich auf ihren Zyklus verlassen können, dürfen davon ausgehen, dass sie ein Kind erwarten, wenn die monatliche Blutung nicht mehr wie gewohnt pünktlich einsetzt. Aber das Ausbleiben der Monatsblutung ist nicht bei jeder Frau ein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Frauen, die kurz vor Beginn der Wechseljahre stehen, bekommen ihre Periode nicht selten sehr unregelmäßig und sie denken häufig nicht darüber nach, ob sie vielleicht schwanger sein könnten, denn dafür fühlen sie sich nicht mehr jung genug. Wenn die Periode ausbleibt und wenn nicht verhütet wurde, dann ist es eine gute Idee, entweder einen Schwangerschaftstest zu machen oder zu einem Frauenarzt zu gehen.

    Ein anderes Anzeichen einer Schwangerschaft ist die berühmte morgendliche Übelkeit, die vielen Frauen besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft schwer zu schaffen macht. Bei einigen Frauen ist die Übelkeit aber nicht am Morgen spürbar, sondern den ganzen Tag, und wieder andere spüren überhaupt nichts. Wenn die Übelkeit über mehrere Tage anhält, dann wird es Zeit einen Schwangerschaftstest zu machen, denn dann ist daran selten ein verdorbener Magen schuld, es handelt sich vielmehr höchstwahrscheinlich um das Anzeichen einer Schwangerschaft.

    Aber nicht nur Übelkeit kann ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein, auch wenn die Lust auf eine Tasse Kaffee plötzlich schwindet und wenn allein schon der Gedanke an das Lieblingsessen für einen Würgereflex sorgt, dann kann auch das ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Einige Frauen verspüren auch einen metallischen Geschmack im Mund, wenn sie schwanger werden. Wenn das der Fall ist, dann sollte ein Test gemacht werden, der Auskunft darüber, gibt ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht.

    Eine Schwangerschaft kann sich auch mit Schmerzen bemerkbar machen, denn auch Krämpfe im Unterleib können Anzeichen einer Schwangerschaft sein. In den meisten Fällen beginnen diese Krämpfe ungefähr acht Tage, nachdem es zum Eisprung gekommen ist. Viele Frauen kennen diese Krämpfe, die normalerweise darauf hindeuten, dass die Periode kurz bevorsteht. Wenn jedoch die schmerzhaften Krämpfe im Unterleib auftreten, ohne dass es zur Monatsblutung kommt, dann kann das ein deutliches Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Wer jetzt auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sich in der Apotheke einen Schwangerschaftstest kaufen oder zum Gynäkologen gehen.

    Es besteht kein Grund zur Panik, wenn zu den Krämpfen leichte Schmierblutungen kommen, denn auch diese Blutungen können ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Wie die Unterleibskrämpfe, so beginnen auch die Blutungen ca. acht bis zehn Tage, nachdem es zum Eisprung und damit auch zur Einnistung des Eis in der Gebärmutter gekommen ist. Diese Schmierblutungen sind für viele Frauen ein Zeichen, dass die Periode beginnt, und vor allem dann, wenn kein Kind geplant ist, wird dieses Anzeichen einer Schwangerschaft gerne mal übersehen.

    Hering in Sahnesoße mit Marmelade, Apfelkuchen ohne Ende oder Lakritz gleich tütenweise – Frauen, die plötzlich einen unstillbaren Heißhunger auf verrückte Sache haben, die können das als Anzeichen einer Schwangerschaft werten. Heißhunger, der aus heiterem Himmel einsetzt, hat in der Regel etwas mit den Hormonen zu tun, die in der Schwangerschaft bekanntlich ein wenig verrückt spielen. Wenn sich der Heißhunger nicht legt und wenn dann vielleicht noch die Periode aussetzt, dann sind das sehr sichere Anzeichen einer Schwangerschaft, und der Test wird sehr wahrscheinlich ein positives Ergebnis haben.

    Sind die Brustwarzen dunkler als gewöhnlich? Das kann ebenfalls ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Allerdings kann auch eine hormonelle Störung die Ursache sein, wenn sich die Haut um die Brustwarze herum dunkler färbt. Frauen, die ganz sicher gehen wollen, sollten ihren Arzt aufsuchen oder einen Schwangerschaftstest machen. Wenn der Harndrang zunimmt, dann kann auch das ein Anzeichen einer Schwangerschaft sein, denn wenn sich ein Kind in der Gebärmutter eingenistet hat, dann wird ein bestimmtes Hormon frei gesetzt. Dieses Hormon, das den klangvollen Namen Humanes Chorion Gonadotropin trägt, sorgt dafür, dass der Drang zunimmt, auf die Toilette zu gehen. Bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, senkt sich die Gebärmutter ab, und auch wenn das der Fall ist, dann führt das zu einem vermehrten Harndrang, es muss also nicht zwingend das Anzeichen einer Schwangerschaft sein, wenn Frauen Mitte 40 ständig die Toilette aufsuchen müssen.

    Müdigkeit ist normal, vor allem bei den Frauen, die den ganzen Tag arbeiten gehen oder die sich um die Familie kümmern müssen. Wenn die Müdigkeit aber in eine Erschöpfung übergeht, dann kann es sein, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Frauen, die schon am Vormittag das Gefühl haben, gerade einen Marathon gelaufen zu sein und die zuvor ungeschützten Sex hatten, die sollten die starke Müdigkeit als Anzeichen einer Schwangerschaft sehen und einen Test machen. Im Frühling kann die Müdigkeit aber auch nur eine simple Frühjahrsmüdigkeit sein, und wenn keine sonstigen Anzeichen einer Schwangerschaft verspürt werden, dann ist eine Schwangerschaft nur eine von vielen Optionen.

    Wenn die Brüste anschwellen und wenn sie gegen Berührungen empfindlich werden, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Viele Frauen kennen dieses Gefühl, wenn die Periode unmittelbar bevorsteht, und machen sich daher keine allzu großen Gedanken. Wenn aber die Monatsblutung nicht einsetzt und der Busen trotzdem empfindlich und angeschwollen bleibt, dann ist das als Anzeichen einer Schwangerschaft zu werden und ein Schwangerschaftstest kann Gewissheit bringen.

    Alle Frauen, die mehr über die untrüglichen Zeichen einer Schwangerschaft wissen möchten, die können sich auf dieser Seite ausführlich und detailliert darüber informieren.

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  • 34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    In der 34. SSW sind es nur noch sechs Wochen bis zur Geburt, wenn alles nach Plan läuft und das Kind zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Für die Mutter beginnt jetzt eine ganz besondere Phase, denn sie kann in den Mutterschutz gehen, wenn sie möchte und die verbleibenden sechs Wochen dazu nutzen, Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken. Sie hat Zeit für sich, kann das Kinderzimmer fertig einrichten und alles das kaufen, was das Baby noch benötigt. Auch für das Baby ist die 34. SSW eine entscheidende Woche, denn es bereitet sich auf seine Art vor, das Licht der Welt zu erblicken.

    Das Baby in der 34. SSW

    45 cm groß und etwa 2.250 Gramm schwer ist das Baby in der 34. SSW. Es wird nur noch in den kommenden zwei Wochen weiter wachsen und an Gewicht zulegen, danach ist das Wachstum abgeschlossen. Wie die Mutter, so sammelt auch das Kind in der 34. SSW Kraft und Energie für die Geburt. Das Baby hat in der 34. SSW alle wichtigen Phasen seiner Entwicklung bereits durchlaufen, die es braucht, um auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zurechtzukommen. Seine Lungen haben sich weitgehend entfaltet und sind ausgereift, auch das Gehör ist jetzt feiner. Das Baby lauscht der Mutter, die ihm etwas vorliest, es mag Musik und auch die Babygespräche, die die meisten Mütter mit ihrem ungeborenen Kind führen, werden jetzt deutlicher wahrgenommen. Das Baby hört aber nicht nur besser, Studien haben nachgewiesen, dass das Kind auch auf bestimmte akustische Reize reagiert.

    In der 34. SSW werden noch einige Feinarbeiten vorgenommen und die Entwicklung des Gehirns ist fast abgeschlossen. Der Bedarf an Kalzium ist in der 34. SSW besonders hoch und das Kind nimmt davon so viel wie eben möglich, aus dem Blut der Mutter auf. Es ist wichtig, dass sich die Mutter in der 34. SSW besonders kalziumreich ernährt, denn das ist für den Aufbau des kindlichen Skeletts unabdingbar. Optimal ist es, wenn in der 34. SSW der Gehalt an Kalzium beim Baby höher ist als bei der Mutter.

    In der 34. SSW wird es eng

    Langsam wird der Platz für das Baby in der Gebärmutter eng. In der 34. SSW kann es sich nur noch nach links oder rechts drehen, Purzelbäume sind nicht mehr möglich. Aber es kann noch seine Dehnübungen machen und die nehmen die endgültige Beckenendlage 34. SSW ein. Zum ersten Mal kann das Kind in der 34. SSW die Wände der Gebärmutter direkt berühren und die Mutter kann deutlich sehen, ob gerade ein Fuß, der Po oder eine Hand oben oder unten ist. In der 34. SSW sind Kinder zum Leidwesen der werdenden Mutter besonders in der Nacht aktiv und verschlafen gerne den Tag.

    Ist das ungeborene Kind ein kleiner Junge, dann befinden sich in der 34. SSW die Hoden bereits im Hodensack und auf den Ultraschallbildern, die in der 34. SSW gemacht werden, erscheinen die Hoden überproportional groß. Das Bild täuscht allerdings, denn es handelt sich dabei lediglich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die von selbst wieder verschwindet.

    Die körperlichen Veränderungen in der 34. SSW

    Nicht nur das Baby verändert sich in der 34. SSW, auch die Mutter spürt viele körperliche Veränderungen. Ist in der 34. SSW Druck nach unten zu spüren, ist es vollkommen normal und besonders zierlich gebaute Frauen merken in der 34. SSW Größe und Gewicht des Babys sehr deutlich. Auch der obere Rand der Gebärmutter macht der Mutter in der 34. SSW zu schaffen, denn er erreicht seinen höchsten Stand und drückt unangenehm gegen die Rippen, den Magen und auf das Zwerchfell. Viele Frauen haben in dieser Phase der Schwangerschaft nur noch wenig Appetit und sollten auf kleine leckere Mahlzeiten und gesunde Snacks umsteigen. Nicht selten spannt sich in der 34. SSW der Bauch so sehr, dass der Nabel sich nach außen wölbt oder abflacht, und in der Mitte des Bauchs zeigt sich eine dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra. Immer wenn in der 34. SSW das Gewicht des Baby auf den Beckennerv drückt, dann ist auch ein taubes Gefühl oder ein leichtes Kribbeln in der Beckenregion keine Seltenheit.

    Wenn die Belastung für die Mutter zu groß wird, dann können lauwarme Bäder, Massagen oder auch eine sanfte Form des Yoga für Erleichterung sorgen. In der 34. SSW wird es langsam aber sicher Zeit, nach einem geeigneten Krankenhaus oder Geburtshaus zu suchen. Frauen, die zu Hause entbinden wollen, sollten mit der Hebamme alle wichtigen und relevanten Dinge besprechen. Selbst wenn es bis zur Geburt noch sechs Wochen sind, kann es nicht schaden, die Tasche für die Klinik schon mal zu packen, denn es gibt Babys, die halten sich nicht an vereinbarte Termine.

    Welche Vorbereitungen kann die Mutter noch treffen?

    Um zu verhindern, dass der Damm während der Geburt geschnitten werden muss oder reißt, sollte in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Massage des Damms begonnen werden, um ihn elastisch zu machen. Möglich sind eine äußere oder eine innere vaginale Massage, deren Wirkung sich mit einem milden, naturbelassenen Öl noch verstärken lässt. Täglich fünf bis maximal zehn Minuten Dammmassage reichen aus, um die Durchblutung anzuregen. Vor der 34. SSW sollte mit der Massage des Damms allerdings nicht begonnen werden, dann das kann im schlimmsten Fall Wehen auslösen.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche?

    Sind in der 34. SSW Senkwehen zu spüren, dann ist das kein Grund zur Panik, denn wenn das Kind bereits in der Beckenendlage liegt, dann drückt das Köpfchen nach unten. Eine Frühgeburt in der 34. SSW ist keine Seltenheit, aber wenn das Kind die durchschnittlichen Werte beim Gewicht und der Größe mitbringt, dann gilt es zwar offiziell als 34. SSW Frühchen, aber es hat alle Chancen, gesund auf die Welt zu kommen. Nicht selten kommen Zwillinge in der 34. SSW auf die Welt und da in diesem Fall beide Kinder meist recht leicht sind, müssen sie für einige Zeit in den Brutkasten.

    Die körperliche Entwicklung des Kindes ist in der 34. Schwangerschaftswoche beinahe abgeschlossen und da die Lungen bereits gut entwickelt sind, überlebt der überwiegende Teil der Kinder die frühe Geburt.

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