Schlagwort: Gefühl

  • Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Was ist eine Binge-Eating-Störung?

    Es gibt verschiedene Arten von Essstörungen. Dazu gehören unter anderem die Bulimie und auch die Anorexie, weniger bekannt ist hingegen die Binge-Eating-Störung. Bei dieser Form der krankhaften Essstörung erinnert vieles an Bulimie, aber es gibt einen Unterschied, denn die Betroffenen erbrechen sich nach dem Essen nicht zwanghaft, sie nehmen auch keine Abführmittel oder treiben in übermäßiger Form Sport, um an Gewicht zu verlieren. Trotzdem ist die Binge-Eating-Störung eine gefährliche Sache, denn wer unter dieser Störung leidet, der riskiert an krankhafter Fettsucht, der sogenannten Adipositas zu erkranken, was schwere gesundheitliche Folgen sowohl für den Körper als auch für die Seele haben kann.

    Worum handelt es sich bei der Binge-Eating-Störung?

    Menschen, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, haben Heißhungerattacken, die sie nicht mehr kontrollieren oder steuern können. Die Betroffenen können nicht mehr aufhören zu essen, ganz gleich, ob sie Hungergefühle haben oder nicht. Sie verlieren den Einfluss auf ihr Verhalten und essen unglaubliche Mengen und das in einem relativ kurzen Zeitrahmen. Aber nicht nur die gewaltige Menge an Kalorien gehört zu den Symptomen einer Binge-Eating-Störung, auch die Schuldgefühle und der Ekel vor sich selbst sind ein Teil dieser Krankheit. Bei den meisten Betroffenen treten die Heißhungerattacken mindestens einmal pro Woche auf, bei anderen dauert es aber bis zu einem Vierteljahr, bis sich eine neue Attacke ankündigt.

    Welche Ursachen gibt es?

    Bis heute gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was eine Binge-Eating-Störung auslöst. Ärzte sind sich aber sicher, dass es mehrere Faktoren sind, die die krankhafte Störung auslösen können. Bei vielen Betroffenen liegt die Ursache schon in der Kindheit, denn sie waren schon als Kinder übergewichtig und mussten nicht selten mit Hänseleien von anderen Kindern leben. Die Reaktion auf diese Zurückweisung ist nicht selten übermäßiges Essen, und beim Erwachsenen bildet sich dann eine Binge-Eating-Störung. Die meisten Betroffenen leben in einer Art Teufelskreis. Auf der einen Seite leiden sie unter ihren Heißhungerattacken, auf der anderen Seite hilft ihnen das Essen über das fehlende Selbstwertgefühl hinweg zu kommen. Auch Menschen, die als impulsiv gelten, neigen zu unter einer Binge-Eating-Störung, denn sie handelt schnell und ohne lange über die möglichen Konsequenzen nachzudenken, was dem Krankheitsbild der Binge-Eating-Störung entspricht.

    Die Betroffenen leiden heimlich

    Experten schätzen, dass ca. zwei bis vier Prozent der Deutschen unter einer Binge-Eating-Störung leiden. Frauen sind von dieser speziellen Essstörung deutlich häufiger betroffen als Männer, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein, denn viele Betroffene schämen sich, zu einem Arzt zu gehen. Da die Binge-Eating-Störung erst sehr spät als Krankheit eingestuft worden ist, gibt es bis heute kaum Studien, die über die genauen Ursachen der Störung Auskunft geben können. Der Prozess der Erkrankung ist schleichend und viele, die betroffen sind, können ihre Krankheit lange vor der Familie und den Freunden geheim halten. Anders als Bulimie oder Anorexie gibt es lange Zeit keine gravierenden Veränderungen, was das äußere Erscheinungsbild angeht und das macht es noch schwerer, die Krankheit zu diagnostizieren.

    Wie kann eine Binge-Eating-Störung behandelt werden?

    Kurzfristig lässt sich die krankhafte Essstörung meist sehr gut und problemlos behandeln, allerdings ist die Rückfallquote sehr groß. Gefährlich ist, dass bei jedem Rückfall in alte Verhaltensmuster die Wahrscheinlichkeit wächst, dass die Binge-Eating-Störung einen chronischen Verlauf nimmt. Im Schnitt so schätzen Experten, dauert die Erkrankung 14 Jahre, denn wenn die Betroffenen älter und reifer werden, dann sind sie eher in der Lage, ihre Situation zu hinterfragen und die Konsequenzen zu erkennen, und sie sind bereit, ihr Verhalten zu ändern.

    Wer von einer Binge-Eating-Störung betroffen ist, der sollte sich entweder an eine Selbsthilfegruppe wenden oder an einen Therapeuten und Spezialisten für Essstörungen wenden. Mithilfe einer gezielten Therapie bestehen gute Chancen, die Essstörung endgültig und auch ohne Rückfälle zu besiegen.

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  • Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Zu wenig Kohlenhydrate machen krank

    Immer wenn der Sommer in den Startlöchern steht, dann haben Diäten Hochkonjunktur, denn schließlich möchte sich jeder mit einer schlanken Figur am Strand oder im Freibad präsentieren. Eine der Diäten, die in jedem Sommer wieder zu den heißen Trends gehört, ist die Low-Carb-Diät, bei der an Kohlenhydraten gespart wird, dafür aber Fett und Eiweiß die Hauptrollen spielen. Auch wenn eine Low-Carb-Diät vielleicht relativ schnell für eine schicke Bikinifigur sorgt, gesund sind diese Diäten nicht, denn ihnen fehlt ein sehr wichtiger Baustein, den der Körper unbedingt braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, nämlich Kohlenhydrate. Was passiert, wenn es zu einem Mangel an Kohlenhydraten kommt und wie gefährlich kann dieser Mangel werden?

    So wichtig sind Kohlenhydrate für die Gesundheit

    Die Kohlenhydrate sind so etwas wie der Motor, der den Organismus antreibt und ihn ständig mit neuer frischer Energie versorgt. Alle, die gesund leben wollen, sollten zwischen 55 % und 60 % der benötigen Energie durch Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen pro Kilogramm Körpergewicht eine tägliche Dosis von mindestens zwei Gramm an Kohlenhydraten, bei einem durchschnittlichen Gewicht sind das zwischen 250 Gramm und 360 Gramm, die den Bedarf abdecken. Energie wird aber auch durch Zucker gewonnen, hier liegt die Empfehlung jedoch bei maximal 60 Gramm pro Tag, was deutlich macht, wie wichtig Kohlenhydrate für die Ernährung sind.

    Wer zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, der läuft Gefahr an Mangelerscheinungen zu erkranken, denn wenn der Körper keine Kohlenhydrate mehr bekommt, dann verbrennt er einfach die Proteine, die Folgen machen sich sehr schnell bemerkbar. Zwar braucht der Körper nicht zwingend Kohlenhydrate, er kann auch aus Eiweiß Energie gewinnen, aber auf den Stoffwechsel und die Verdauung hat das Fehlen von Kohlenhydraten beträchtliche Auswirkungen.

    Zu viel Fett, zu viele Proteine

    In der heutigen Zeit stehen bei immer mehr Menschen hauptsächlich Fett und Proteine auf der Speisekarte, die wichtigen Kohlenhydrate spielen eine immer kleinere Rolle. Das kann negative Auswirkungen auf den Körper haben, denn wer zu viel fetthaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Käse, Fleisch oder Butter zu sich nimmt, der isst auch zu viel ungesättigte Fettsäuren. Das lässt die Cholesterinwerte nach oben schnellen und ein zu hoher Cholesterinspiegel sorgt dafür, dass die Gefäße schneller verkalken und auch das Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu bekommen, steigt drastisch an.

    Wird die Ernährung auf Eiweiß aufgebaut, wie das bei einer Low-Carb-Diät der Fall ist, dann steigt auch der Harnsäurespiegel, was wiederum die Gicht begünstigt. Osteoporose stellt ebenfalls eine große Gefahr dar und auch die Nieren leiden, wenn die Ernährung zu sehr auf Eiweiß und damit auf Proteine aufgebaut wird. So gehen wertvolle Bausteine für die Gesundheit der Knochen verloren und auch die Bildung von schmerzhaften Nierensteinen wird durch zu viel Eiweiß begünstigt.

    Warum sind Kohlenhydrate so wichtig?

    Wenn dem Körper Kohlenhydrate fehlen, dann fehlen im auch die lebensnotwendigen Vitamine. Diese wichtigen Vitamine stecken vor allem in Getreide und in Kartoffeln, aber auch in Gemüse und Obst. Wer auf diese Lebensmittel verzichtet, der verzichtet aber nicht nur auf Vitamine und Kohlenhydrate, sondern auch auf wertvolle Ballaststoffe und Mineralstoffe. Das kann unter anderem zu einer Verstopfung führen, auch das Sättigungsgefühl leidet, denn es bleibt nicht lange bestehen und man hat das Gefühl mehr essen zu müssen, was sich dann auch auf der Waage bemerkbar macht. Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann aber auch das Herz schädigen, was Studien beweisen. Alle, die eine Low-Carb-Diät machen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese Diät das kardiovaskuläre Risiko ansteigen lässt.

    Wer mit einer Low-Carb-Diät abnehmen möchte, der sollte sich nur über einen sehr begrenzten Zeitraum ohne Kohlenhydrate ernähren, denn alles andere ist schädlich für die Gesundheit.

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  • Hörsturz – taub aus heiterem Himmel

    Hörsturz – taub aus heiterem Himmel

    Ein Hörsturz tritt praktisch wie aus heiterem Himmel und oftmals ohne jede Vorwarnung auf. Die Betroffenen haben das Gefühl, als hätten sie einen Stöpsel oder Watte im Ohr und können nur noch schlecht oder gar nichts mehr hören. In vielen Fällen gesellt sich zur plötzlichen Taubheit auch ein Schwindelgefühl und es kommt zu einem dumpfen Schmerz im Ohr. Es ist immer noch nicht restlos geklärt, was einen Hörsturz auslösen kann, nicht selten haben die Betroffenen aber zuvor unter einem Tinnitus, also unter Ohrensausen gelitten. Bei den meisten tritt der Hörsturz jedoch unvermittelt auf.

    Welche Ursachen gibt es für einen Hörsturz?

    Auch wenn nicht klar ist, warum der Hörsturz so plötzlich auftreten kann, die möglichen Ursachen sind aber bereits gefunden. So wird vermutet, dass eine akute Durchblutungsstörung im Innenohr für einen Hörsturz verantwortlich ist. Im Innenohr, oder genauer gesagt in der sogenannten Hörschnecke sind die Haarzellen zu finden und diese Zellen haben die besondere Aufgabe, alle ankommenden Schallwellen, die in das Ohr dringen, in elektrochemische Signale umzuwandeln. Diese Signale werden dann über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet, so sie dann verarbeitet werden. Anschließend werden sie dann als Sprache, Musik oder auch Lärm wahrgenommen.

    Wenn aber die Haarzellen nicht mehr mit ausreichend Blut und mit Sauerstoff versorgt werden, dann wird das Hörvermögen eingeschränkt und das kann eventuell einen Hörsturz auslösen. Aber es gibt noch andere mögliche Ursachen, die für einen Hörsturz verantwortlich sein könnten. Chronische Entzündungen können ebenso schuld sein wie auch eine Autoimmunerkrankung. Eine Erkrankung der Halswirbelsäule kann vielleicht einen Hörsturz auslösen und auch ein Tumor im Bereich des Kopfes kommt infrage.

    Wie wird ein Hörsturz behandelt?

    Auch wenn es für die Betroffenen sehr unangenehm ist, aus medizinischer Sicht ist ein Hörsturz kein Notfall, denn bei ungefähr der Hälfte der Fälle verschwinden die Symptome nach 24 Stunden wieder und der Betroffene kann wieder normal hören. Als Faustregel gilt: Je geringer der Verlust des Gehörs ausfällt, um so besser ist die Prognose, dass der Hörsturz wieder von selbst verschwindet.

    Trotzdem sollte nach einem Hörsturz ein Arzt aufgesucht werden, denn hinter dem plötzlichen Verlust des Hörvermögens kann sich unter Umständen eine ernste Erkrankung verbergen, die schnell behandelt werden muss. Welche Therapie bei einem Hörsturz die beste ist, das ist ebenfalls noch nicht geklärt. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Therapieformen, die in den vergangenen Jahren erprobt worden sind, aber welche der Therapien erfolgreich ist, das hängt immer von der Schwere des Hörsturzes ab.

    Welche Therapien versprechen Erfolge?

    Handelt es sich um eine leichte Form des Hörsturzes, dann raten die Ärzte den Patienten, einfach ein paar Tage abzuwarten. Wenn sich die Symptome nach drei Tagen immer noch nicht gebessert haben, dann werden in der Regel Medikamente verordnet, die bei einer möglichen Entzündung und einem Abschwellen des Innenohrs helfen sollen. Die Medikamente können wahlweise in Form von Tabletten eingenommen werden, aber es ist auch möglich, den Wirkstoff direkt ins Ohr zu spritzen.

    Kann man einem Hörsturz vorbeugen?

    Eine gesunde Lebensweise ist die beste Vorbeugung, um keinen Hörsturz zu erleiden, nach Möglichkeit sollten auch Stress und belastende Situationen vermieden werden. Wer Probleme damit hat, Stress abzubauen, der sollte Yoga oder autogenes Training machen. Auch übermäßiger Lärm ist eine Gefahr, denn wenn die empfindlichen Haarzellen im Innenohr ständig überreizt werden, dann kann das einen Hörsturz begünstigen oder sogar auslösen.

    Menschen deren Blut verdickt ist und sehr schnell gerinnt, laufen ebenso Gefahr einen Hörsturz zu bekommen, und auch die Fettwerte im Blut können dafür verantwortlich sein, wenn es zu einem Hörsturz kommt, denn hohe Blutfettwerte können die Fließeigenschaften des Bluts verändern. Wer einen Hörsturz vermeiden will, der sollte sich zudem ballaststoffreich und fettarm ernähren.

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  • Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Ein Piepen, Summen oder auch ein permanentes Rauschen im Ohr ist nicht nur störend, es kann für die Betroffenen auch zur Qual werden. Tinnitus heißen diese Symptome, die auch unter dem Oberbegriff Ohrensausen zusammen gefasst werden. Ein Tinnitus ist wie ein Schmerz, er tritt plötzlich und wie aus dem Nichts auf und er kann viele verschiedene Ursachen haben. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, aber es kann sehr schnell sehr lästig werden und ist in den meisten Fällen das erste Anzeichen für eine Erkrankung.

    Immer wieder anders

    Ein Tinnitus wird von jedem Betroffenen auf eine andere Art wahrgenommen. Für die einen klingt es wie das stetige Surren einer Mücke, andere vergleichen ihre Ohrgeräusche mit dem Rattern eines Zuges und wieder andere fühlen sich an das Kreischen eines Zahnarztbohrers erinnert. Ein Tinnitus kann gleichmäßig und intensiv sein, aber auch in einem bestimmten Rhythmus an- wieder abschwellen. Nervig ist ein Tinnitus aber immer und fast jeder hat diese Geräusche, die aus dem Inneren des Ohres kommen, schon einmal vernommen. Meist bleibt das Ohrensausen nicht lange und verschwindet wieder, bei einigen Betroffenen wird es aber zum Dauerzustand. Immer wenn das der Fall ist, dann kann sich hinter dem an sich harmlosen Tinnitus eine Krankheit verbergen.

    Wenn das Hörvermögen gestört ist

    Der Ohrenarzt versteht unter einem Tinnitus ein gestörtes Hörvermögen und spricht in diesem Zusammenhang von einem subjektiven Tinnitus. Das Piepen und Surren im Ohr ist keine Einbildung, aber das man die Töne hören kann, das liegt an einer Täuschung des Ohrs. Anders sieht das bei einem objektiven Tinnitus aus, denn in diesem Fall lassen sich die Geräusche im Ohr mit einem speziellen Untersuchungsgerät feststellen. Bei einem subjektiven Tinnitus ist das Innenohr für die Geräusche verantwortlich, und die Ursache kann unter anderem eine Gefäßveränderung sein.

    Neben dem subjektiven und dem objektiven Tinnitus gibt es noch zwei weitere Formen, den akuten und den chronischen Tinnitus. Akut ist der Tinnitus immer dann, wenn er weniger als drei Monate anhält, in der chronischen Form ist er länger als drei Monate vorhanden. Ein akuter Tinnitus verschwindet meistens spontan wieder, was bei einem chronischen Verlauf gar nicht oder nur sehr selten der Fall ist.

    Die Schweregrade des Tinnitus

    Ohrenärzte teilen den Tinnitus in unterschiedliche Schweregrade ein. Beim ersten Grad ist der Tinnitus gut kompensiert und wird vom Betroffenen nicht als Störung wahrgenommen. Beim zweiten Grad ist der Tinnitus weitgehend kompensiert und wird nur bei Stille wahrgenommen. Kommt der Betroffene unter Stress oder befindet sich in einer belastenden Situation, dann ist der Tinnitus störend. Ein Tinnitus des dritten Grades stellt eine Belastung dar, und zwar im beruflichen wie auch im privaten Leben und das Ohrgeräusch hat emotionale wie auch körperliche Beschwerden zur Folge. Die Patienten leiden zum Beispiel unter massiven Schlafstörungen, sie haben Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und sie fühlen sich hilflos. In der Folge kann es zu Ängsten und auch zu Depressionen kommen.

    Die Lebensqualität ist gestört

    Betroffene, die unter einem Grad drei oder vier des Tinnitus leiden, haben nicht selten einen hohen Leidensdruck und fühlen sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Wenn das der Fall ist, dann wird aus den Symptomen des Tinnitus eine Krankheit, mit Folgen für den Körper und auch für die Seele. Zu den körperlichen Beschwerden gehören eine latente Müdigkeit, Herz- und Kreislaufbeschwerden, sexuelle Störungen, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, auch Schmerzen und Erschöpfungszustände sind keine Seltenheit.

    Dazu kommen emotionale Störungen wie Konzentrationsschwäche und das Gefühl, langsam aber sicher die Kontrolle zu verlieren sowie ein Gefühl der Hilflosigkeit, und auch depressive Stimmungen und der Verlust des Selbstwertgefühls können die Folgen eines Tinnitus sein. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Hilfe, aber eine Psychotherapie kann Linderung bringen.

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  • Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Allein die Vorstellung, dass sich im Darm Würmer aufhalten könnten, verursacht bei den meisten Menschen ein Ekelgefühl. Aber so schrecklich das auch klingen mag, Gesundheitsexperten vermuten, dass jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit schon einmal Würmer im Darm hatte. Wurmbefall im Darm ist unangenehm und kann gefährlich werden, je nachdem, welcher Wurm sich im Darm befindet. In der Regel werden Menschen von drei verschiedenen Wurmarten aufgesucht, dem Spulwurm, dem Madenwurm und dem bekannten Bandwurm. Alle diese Helminthen, wie die Würmer mit medizinischem Namen heißen, leben als Parasiten, also als Schmarotzer, die im Verlauf ihres Lebens immer mal wieder den Wirt oder den Zwischenwirt wechseln.

    Wie kommen die Würmer in den Darm?

    Verunreinigte Speisen oder auch der direkte Kontakt mit Tieren verursachen einen Wurmbefall im Darm. Sind die Würmer dann im Darm angekommen, dann vermehren sie sich und legen Eier, aus denen dann später Larven werden. Es gibt aber auch Wurmarten, die von Mücken oder Fliegen übertragen werden und durch den Hautkontakt in den Darm gelangen. Diese Würmer sind allerdings nicht in Europa zu finden, sie können aber ein unschönes Mitbringsel aus dem Urlaub in den Tropen sein.

    Welche Symptome sind für einen Wurmbefall typisch?

    Ist der Wurm im Darm, dann stellen sich auch schnell die ersten Symptome ein. Die Betroffenen verspüren besonders am Abend und in der Nacht einen starken Juckreiz am After, denn die Würmer legen ihre Eier am liebsten in den Falten des Afters ab. In diesem Stadium sind die weißen, ca. einen Zentimeter langen Würmer dann auch im Kot sichtbar. Neben dem Juckreiz, der nach relativ kurzer Zeit wieder abklingt, gibt es kaum Beschwerden und viele, die Würmer haben, nehmen die Symptome nicht sonderlich ernst.

    Wenn der After aber stark juckt, dann kann es durch das Kratzen zu Rissen kommen und wenn diese Risse sich entzünden, dann wird es für die Betroffenen unangenehm. Helfen kann in diesen Fällen oft ein Sitzbad mit Kamillenblüten, die die Entzündung abklingen lassen. Kommt es zu einem starken Befall durch Würmer, dann verlieren die Betroffenen häufig an Gewicht, es kommt zu Durchfall, zu Bauchschmerzen und auch rektale Blutungen sind keine Seltenheit.

    Befall durch Band- und Spulwürmer

    Im Gegensatz zu den Madenwürmern, die lediglich einen starken Juckreiz auslösen, kann ein Befall mit Spul- und Bandwürmern schon einen größeren Schaden anrichten. Spulwürmer sind rosa und können, wenn sie ausgewachsen sind, bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Larven des Schmarotzers können schwere allergische Reaktionen auslösen und da die Würmer sehr groß werden, gelangen sie auch ohne Probleme in die Gänge der Bauchspeicheldrüse und in die Galle, wo sie Koliken auslösen können. Bei einem starken Befall kann es sogar zu einem Darmverschluss oder zu einer Darmlähmung kommen. Wenn es den Würmern gelingt, in die Blutbahn zu kommen, dann dringen sie nicht selten bis zur Lunge vor und das führt zu Atembeschwerden, Fieber, Husten und in Einzelfällen auch zu asthmatischen Anfällen.

    Bandwürmer gehören zur Familie der Plattwürmer und sie können je nach Art, zwischen drei Millimetern und 20 m lang werden. Ist ein Bandwurm im Darm, dann kommt es zu heftigen Bauchschmerzen, zu einem starken Gewichtsverlust und häufig auch zu migräneartigen Kopfschmerzen.

    Wie wird Wurmbefall behandelt?

    Anders als in früheren Zeiten können Würmer im Darm heute gezielt und auch sehr effektiv behandelt werden. Die Patienten müssen eine Wurmkur machen, das heißt, sie müssen je nach Stärke des Wurmbefalls eine entsprechend lange Kur mit verschiedenen Medikamenten machen. Zu 90 % sind die Würmer dann verschwunden. Damit sich aber erst gar keine Würmer im Darm ansiedeln können, sollte man auf den Verzehr von rohem Fleisch wie zum Beispiel Tatar verzichten, denn im rohen Hackfleisch können sich Eier oder Larven der Würmer befinden.

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  • Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Müssen Babys unbedingt gestillt werden?

    Rund 90 % der werdenden Mütter haben die Absicht nach der Geburt zu stillen, denn schließlich ist Stillen die gesündeste, einfachste, preiswerteste und bequemste Art, um das Baby sattzubekommen. Kinderärzte und Hebammen unterstützen das Ziel der Mütter die Kinder zu stillen und empfehlen eine Stillzeit von mindestens einem halben Jahr. Aber nicht immer klappt es auch mit dem Stillen und nicht jede Mutter ist bereit, ihrem Kind die Brust zu geben. Diese Mütter werden schnell als Rabenmütter bezeichnet, aber das wäre zu voreilig, denn es gibt Gründe, die gegen das Stillen sprechen.

    Eine interessante Studie

    Eine neue Studie zum Thema Stillen bringt interessante Zahlen. Von 28.000 befragten Frauen war knapp ein Viertel, rund 23 % der Meinung, dass eine gute Mutter ihr Kind stillt, so lange es eben geht. Über die Hälfte (50,5 %) der werdenden Mütter, die für die Studie befragt wurden, waren der Ansicht, dass jede frisch gebackene Mutter es wenigstens mal versuchen sollte und 5 % möchten ihren Nachwuchs sogar ein ganzes Jahr lang stillen. 6 % lehnen das Stillen komplett ab.

    Diese 6 % der werdenden Mütter, die sich gegen das Stillen entschieden haben, gelten als Rabenmütter, als kalte und gefühllose Mütter, die ihre Kinder nicht lieben. Viele Frauen, die ihren Kindern statt der Brust die Flasche geben, müssen mit Vorurteilen, bösen Kommentaren und abschätzigen Blicken rechnen, besonders von den Müttern, die Stillen zur Weltanschauung erklärt haben. Schnell wird auf diese Weise Druck aufgebaut, besonders bei den Müttern, die sich noch nicht sicher sind, ob sie stillen sollen oder nicht. Dabei hat jede Frau das Recht selbst zu entscheiden, ob sie ihrem Kind die Brust geben soll. Alle Frauen, die der Meinung sind, dass das Stillen nicht gut für sie ist, sollten es lassen, denn wenn es der Mutter nicht gut geht, dann fühlt sich auch das Kind nicht wohl.

    Warum wollen Frauen nicht stillen?

    Die meisten Frauen, die sich gegen das Stillen entscheiden, begründen das mit dem Wunsch, körperlich unabhängig zu bleiben. Sie fürchten nur noch für das Kind da sein zu müssen und haben nicht selten Angst, dass eine zu tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht, und der Vater dabei zu kurz kommt. Auch Änderungen im Essverhalten möchten viele Frauen nicht, denn sie haben bereits in den vergangenen neun Monaten auf vieles verzichten müssen und möchten jetzt wieder tun und lassen können, was sie gerne möchten.

    Aber auch Frauen, die so schnell wie möglich wieder in den Beruf einsteigen wollen, entscheiden sich häufig gegen das Stillen, denn sie sind durch den Beruf nicht mehr ständig verfügbar. Auch der Aspekt sexuell nicht mehr attraktiv zu sein, ist ein Grund, warum Frauen darauf verzichten, ihre Kinder zu stillen. Diese Argumente klingen auf den ersten Blick egoistisch, aber wie alle anderen Menschen, so haben auch frisch gebackene Mütter das Recht, Prioritäten zu setzen.

    Stillen oder Flasche – was ist gesünder?

    Es gibt vieles was für die Muttermilch spricht, aber die Ersatzmilch, die heute angeboten wird, enthält ebenso viele Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente wie die Muttermilch. Keine Frau muss also ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihrem Kind die Flasche gibt. Trotzdem gibt es Vorteile, die die Muttermilch hat, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Kinder, die gestillt werden, im ersten Lebensjahr nicht so häufig krank werden. Auch dass Kinder, die die Brust bekommen haben, später weniger häufig zu Herz- und Kreislauferkrankungen neigen, ist eine Tatsache und auf Allergien hat das Stillen ebenfalls einen positiven Einfluss. Muttermilch schützt die noch unreife Schleimhaut des Darms und Krankheitserreger haben so keine Chance mehr. Auch für die Mütter hat das Stillen Vorteile, denn es kostet Energie und das hilft dabei, überflüssige Pfunde loszuwerden.

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