Schlagwort: Gesetz

  • Roboter in Altenheimen bald Realität?

    Roboter in Altenheimen bald Realität?

    In Deutschland wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden 35 Jahren auf 4,5 Millionen Menschen in den Alters- und Pflegeheimen steigen. Die Heime sehen sich bereits heute mit einem Personalmangel konfrontiert und müssen dieser Entwicklung mit moderner Technik entgegenwirken. Das Land der aufgehenden Sonne, Japan, gilt als Vorreiter in der Robotertechnik und Pflegeroboter gehören in den dortigen Alten- und Pflegeheimen zum Alltagsbild. Der demografische Wandel ist in Japan deutlich weiter als in Deutschland, weshalb dort immer stärker auf Roboter in der Pflege alter Menschen gesetzt wird.

    Zahl der Pflegebedürftigen steigt

    Zur Zeit gibt es in Deutschland über 2,6 Millionen Pflegebedürftige und diese Zahl wird sich Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2050 auf 4,5 Millionen Menschen erhöhen, wie das statistische Bundesamt berichtet. Die Zahl der Pflegekräfte sinkt, während die Pflegebedürftigen zunehmen und eine Herausforderung für die Betreiber von Alten- und Pflegeheimen bedeutet. Rund 33 Prozent aller Pflegebedürftigen erhalten eine Betreuung in einem Heim. Die Akzeptanz von Robotern in der Pflege ist in Deutschland niedrig. Die Pflegekosten steigen jährlich und zwingt sowohl die Heimbetreiber als auch die Krankenkassen zu massiven Sparmaßnahmen.

    Japan als Vorbild

    Der japanische Technologiekonzern Panasonic baute 2002 ein Hochtechnologie-Pflegeheim in Osaka auf. Die Senioren wurden dort mit aller verfügbarer Technik überwacht und mussten sogar Halsketten tragen, die sie daran hindern sollte zu verschwinden. Die umstrittenen Halsketten wurden nicht mehr eingesetzt, aber das hochmoderne Pflegeheim besteht bis heute.

    Die Pflegeheime sehen Japan als Vorbild, aber sehen sich mit der fehlenden Bereitschaft der Menschen konfrontiert, sich bei Tätigkeiten des Alltags, wozu etwa das Waschen oder Trinken gehört, von einer Maschine helfen zu lassen. Bisher plant Panasonic wegen der deutschen Vorbehalte gegen Roboter in der Pflege hierzulande nicht den Einsatz seiner Robotertechnik.

    Roboter – Moderne Technik Pflegeheimen

    Die moderne Technik hält in deutschen Pflegeheimen nur schleichend Einzug, indem kleine technische Hilfen verbaut werden, welche die Bewohner in ihrem Alltag unterstützen. Die Technik, wie zum Beispiel Bewegungssensoren in der Wand, soll Pflegekräfte wie Senioren helfen den Alltag besser zu bewältigen. Bislang gibt es keinen einzigen Roboter, der beiden unterstützend zur Seite steht.

    Der Roboterhersteller Kuka plant Serviceroboter in Pflegeheimen einzusetzen, die dann Aufgaben wie die Essens- und Medikamentenausgabe übernehmen sollen. Der Einsatz von solchen und anderen Robotern würde viel Zeit sparen und das Gesundheitssystem finanziell entlasten. Bis Roboter allgemein in der Altenpflege akzeptiert werden, dürfte es noch 10 bis 20 Jahre dauern.

    Bild: © Depositphotos.com / sarah5

  • Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Das Zähneknirschen wird fachlich als Bruxismus bezeichnet. Die Ursachen dafür sind Stress, nicht korrekt eingesetzte Zahn-Implantate und Bissfehlstellungen. Als Konsequenz können Zahnschäden drohen und im schlimmsten Fall müssen die Zähne komplett erneuert werden. Nach Studien wirkt sich das feste Zubeißen der Zähne positiv auf Stress aus. Wer Stress ausgesetzt ist, der nutzt das Zähneknirschen zur Entlastung und dient dem Stressabbau. Die Zahnsubstanz wird bei dauerhaften Zähneknirschen mit der Zeit abgebaut.

    Der Bruxismus äußert sich mit einem Kraftaufwand von 800 Newton auf die Zähne und sind umgerechnet etwa 100 Kilogramm. Sollte die Belastung länger anhalten, so kommt es zu einer Aufweichung des Zahnschmelz und zur Sichtbarkeit des Zahnbeins (Dentin). Das Dentin ist ein Knochengewebe, welches quasi das Gerüst des Zahns bildet. Gegenüber Wärme und Kälte reagieren die betroffenen Zähne auf Grund des Verlust ihres Reliefs mit einer hohen Empfindlichkeit.

    Die Zahnärzte verordnen Bruxismus-Patienten oft eine Kieferschiene. Die Schiene wird in der Nacht getragen und dient dem Schutz der Kauflächen vor Abnutzung. So genannte Okklusionsschienen halten den Oberkiefer und Unterkiefer auf Abstand. Die Muskelspannung und Belastung der Kiefergelenke vermindert sich durch die sehr teuren Okklusionsschienen. Neben Kieferschienen ist eine Physiotherapie bei der Behandlung von Zähneknirschen sinnvoll. Im Rahmen einer Physiotherapie werden spezielle Lockerungsübungen, Dehnübungen und Spezialmassagen durchgeführt. Die Übungen können die Patienten zuhause durchführen und lernen dabei die aktive Muskelentspannung kennen.

    Sollte das Zähneknirschen zu einer vollständigen Zerstörung der Zahnsubstanz geführt haben, ist eine Restauration die Folge. Die Kosten der Restauration können sich je nach Schadensgrad auf mehrere 10.000 Euro belaufen. Die Krankenkassen und die Zahnzusatzversicherungen übernehmen nur einen Teil der Kosten. Der Patient trägt einen Eigenanteil. Nach einer erfolgreichen Restauration fühlen sich Betroffene wohler und haben jahrelang Ruhe.

    Gegen das Zähneknirschen helfen Alternativen, wie das Autogene Training, wo Körper und Geist begleitet von Musik oder einer Stimme vom Band entspannt werden. Die Entspannung hilft beim Stressabbau und verhindert es mit den Zähnen zu knirschen. Die Zahnpflege spielt eine elementare Rolle für die allgemeine Zahngesundheit, weshalb die Zähne mindestens zwei Minuten lang nach jeder großen Mahlzeit geputzt werden sollten. Eine jährliche Zahnreinigung, die zwischen 30 und 50 Euro kostet, unterstützt zusätzlich die Zahngesundheit. Der regelmäßige Zahnarztbesuch sorgt für dauerhaft gesunde Zähne.

    Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist heute unabdingbar, weil die Krankenkassen nur noch die Kosten für die Regelversorgung übernehmen. In der Kostenübernahme sind zum Beispiel Zahnkronen aus Keramik nicht mehr enthalten. Die jährlichen Kosten für eine Zahnzusatzversicherung sind je nach Versicherungsgesellschaft und den gebotenen Leistungen unterschiedlich. Jeder, der an Zähneknirschen leidet, sollte vorsorglich eine derartige Zusatzversicherung für seine Zähne abschließen, damit im schlimmsten Fall bei einer Wiederherstellung der kaputten Zähne keine allzu hohen Kosten drohen. Der Eigenanteil an den Gesamtkosten einer Zahnbehandlung beläuft sich auf 10 bis 20 Prozent und muss an die Zahnzusatzversicherung gezahlt werden, wobei auch eine Ratenzahlung möglich ist.

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  • Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Wechseljahre – mehr als eine hormonelle Umstellung

    Hitzewallungen und Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Schweißausbrüche – das alles erwartet die meisten Frauen, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Das Klimakterium, wie die Wechseljahre medizinisch korrekt heißen, ist die Zeit, in der Hormone bei Frauen völlig aus dem Gleichgewicht kommen. In dieser Zeit verändert sich die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone und vor allem das Östrogen und die Hormone, die Follikel, also die Eizellen stimulieren, sie spielen in den Wechseljahren ein wenig verrückt.

    Wechseljahre – Keine Erkrankung

    Selbst wenn die meisten Frauen in den Wechseljahren leiden, das Klimakterium ist keine Krankheit, aber es gibt jede Menge Symptome. Viele Frauen schlafen schlecht, die Haare werden dünner, die Haut wird welk und auch Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche machen das tägliche Leben nicht eben angenehm. Die Lust auf Sex lässt nach, die Scheidenhaut wird trocken und auch Depressionen sind während der Wechseljahre keine Seltenheit. Viele Frauen haben kaum oder gar keine Beschwerden während der Wechseljahre, bei anderen ist die hormonelle Umstellung so gravierend, dass sie ärztliche Hilfe brauchen.

    Wechseljahre – Die Zeit der Veränderungen

    Vielen Frauen machen aber nicht nur die Wechseljahre zu schaffen, in diese schwierige Zeit fallen noch mehr Veränderungen, die bewältigt werden müssen. Die Kinder sind erwachsen und gehen aus dem Haus, auch in der beruflichen Karriere ist der Zenit bei vielen Frauen bereits überschritten und die Rente kommt langsam, aber sicher in Sichtweite. Diese stetigen Veränderungen im beruflichen und privaten Leben beeinflussen das Wohlergehen selten zum Positiven. Die Wechseljahre sind auch ein Zeichen für schwindende Attraktivität, denn während der Mann auch im hohen Alter noch Kinder zeugen kann, ist bei Frauen, die in die Wechseljahre kommen, der Kinderwunsch nicht mehr möglich. Viele fühlen sich deshalb alt und hadern mit ihrem Schicksal.

    Welche medizinische Hilfe gibt es?

    Frauen müssen sich heute nicht mehr mit den Begleiterscheinungen der Wechseljahre abfinden, es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die bei der Umstellungen der Hormone helfen können. So individuell wie die Beschwerden in den Wechseljahren, so individuell sind auch die Behandlungsmethoden. Die bekannteste Methode, die Anzeichen der Wechseljahre abzuschwächen, ist die Hormonersatztherapie, kurz HET genannt. Mit dieser Therapie bekommt der Körper die Hormone, die er selbst nicht mehr produzieren kann. Jede Hormonersatztherapie wird auf jede Frau nach Maß abgestimmt, aber das Prinzip dieser Therapie ist immer das Gleiche: So wenig Hormone wie möglich, so viel Hormone wie nötig. Auch eine HET mit einer sehr niedrigen Hormondosis kann ein großer Erfolg sein.

    Immer wieder anders

    Hormonpräparate gibt es in Tablettenform, als Gel, als Pflaster und auch als Nasenspray, als Zäpfchen, als Creme und in Form einer Injektion. Beliebt sind vor allem Hormonpflaster, die in vielen verschiedenen Dosierungen angeboten werden. Dieses Pflaster hat aber einen entscheidenden Nachteil, denn es muss zweimal in der Woche gewechselt werden, denn nur so kann ein gleichmäßiger Hormonspiegel auch gewährleistet werden. Zudem darf das Pflaster nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, denn sonst zersetzt sich der Wirkstoff. Welches Hormonpräparat infrage kommt, das hängt vor allem von den Beschwerden ab, denn nicht jede Frau leidet unter Schlafstörungen oder unter Hitzewallungen. Der Arzt kann nach einer Blutuntersuchung entscheiden, was das richtige Pflaster ist, und es ist auch möglich mehrere Möglichkeiten auszuprobieren, bis die passende Therapie gefunden wird.

    Hilfe aus der Natur

    Nicht jede Frau möchte in der Zeit der Wechseljahre der Pharmaindustrie vertrauen, sondern lieber Hilfe aus der Natur in Anspruch nehmen. Auch die sogenannte grüne Apotheke hat einige Mittel gegen die Beschwerden der Wechseljahre, wie zum Beispiel den Mönchspfeffer. Die Traubensilberkerze ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche und schlaflose Nächte vorzugehen. Beide Mittel enthalten Phytohormone, die den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich sind und die deshalb regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen können.

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  • Patientenverfügung – für den Papierkorb?

    Umfrage: Nach wie vor bestehen Zweifel, doch Ärzte sind zur Umsetzung des Dokuments gesetzlich verpflichtet. Aber auch der Bürger ist gefordert

    Baierbrunn (ots) – Seit 2009 ist gesetzlich geregelt, dass Ärzte eine Patientenverfügung umsetzen müssen. Doch tun sie das? Nicht jeder ist davon überzeugt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“. Drei von Zehn (29,8 Prozent) der Interviewten, die keine Patientenverfügung haben, begründen dies mit der Befürchtung, Mediziner würden sich „sowieso nicht daran halten“. Experten wie Professor Georg Marckmann, Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Universität München, glauben, dass die gesetzliche Verpflichtung zur Befolgung der Patientenverfügung Wirkung zeigt. „Ich habe schon den Eindruck, dass Ärzte die Verfügung seit Inkrafttreten des Gesetzes eher umsetzen“, sagt Marckmann in der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“. Laut dem Gesundheitsmagazin können auch die Bürger selbst einiges tun, damit die Verfügung angewendet wird. Sie sollten beispielsweise dafür sorgen, dass sie an einem eindeutigen Ort leicht auffindbar ist. Sinnvoll sei auch ein Dokument im Geldbeutel, auf dem vermerkt ist, dass eine Patientenverfügung vorliegt, und wer informiert werden soll. Weitere Ratschläge, worauf zu achten ist, und viele Infos rund um das Thema Patientenverfügung gibt es in der aktuellen Ausgabe des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ (Oktober A/2015). 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.969 Frauen und Männern ab 14 Jahren, darunter 1.470 Personen, die keine Patientenverfügung haben. 

    Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3136209
  • Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Gefälschte Arzneimittel – die Gefahr steigt

    Das Internet macht das Leben in vielen Bereichen einfacher, aber leider auch gefährlicher. Das trifft besonders auf gefälschte Arzneimittel zu, denn die Zahl der Mittel, die verunreinigt sind, deren Inhalt manipuliert wurde oder die überhaupt keine Wirkstoffe enthalten, wird immer größer. Für Kriminelle wird das Geschäft mit gefälschten Medikamenten immer lukrativer, für diejenigen, die diese Mittel nehmen, kann es lebensgefährlich werden, denn in den USA gab es bereits die ersten Toten durch gefälschte Arzneimittel.

    Eine internationale Aufgabe

    Für die Apotheken wird der Handel mit gefälschten Arzneimitteln zu einem immer größeren Problem. Waren es am Anfang nur dubiose Mittel gegen Haarausfall oder auch Potenz- und Schlankheitsmittel, so kommen jetzt immer mehr teure Medikamente gegen Diabetes, Herzerkrankungen, Hepatitis und auch gegen Krebs auf den Markt, die gefälscht und gefährlich sind. Am kommenden Dienstag beschäftigt sich der internationale Apotheker Kongress, an dem 3000 Apotheker aus 100 Ländern teilnehmen, mit diesem Problem. Da die Gefahr aus dem Internet kommt, streben die Apotheker eine internationale Lösung an.

    Immer besser

    Das größte Problem bei gefälschten Arzneimittel ist, dass die Fälschungen immer besser werden und sich von den Originalprodukten kaum noch unterscheiden lassen. Die meisten gefälschten Mittel enthalten zu wenig oder gar keine Inhaltsstoffe mehr, zudem beinhalten einige Medikamente gesundheitsschädliche Substanzen. Unterschieden werden gefälschte Arzneimittel zwischen den legalen Verteilerketten im pharmazeutischen Großhandel auf der einen Seite und den illegalen Anbietern aus unterschiedlichen Quellen im Internet auf der anderen Seite. So kann es passieren, dass ein gefälschtes Medikament aus dem Großhandel in eine Klinik gelangt, und das ist aus Sicht der Krankenhäuser eine echte Katastrophe. In den USA ist es bereits vorgekommen, dass Krebspatienten gestorben sind, weil sie ein unwirksames Präparat eingenommen haben. In Amerika sind bis jetzt zehn Menschen ums Leben gekommen, unter anderem durch gefälschtes Heparin, ein Mittel, das nach Operationen gegen Thrombosen und Embolien eingesetzt wird.

    Gefälschte Arzneimittel – Nicht im Netz einkaufen

    In Deutschland hat es bis jetzt noch kein Todesopfer durch gefälschte Arzneimittel gegeben, aber die Gefahr wächst. Um die Gefahr zu minimieren, raten Apotheker ihren Kunden, mit dem Rezept, das sie von ihrem Arzt bekommen haben, in eine Apotheke vor Ort zu gehen und das Mittel nicht im Internet zu bestellen. Allerdings wurde jetzt beobachtet, dass gefälschte Arzneimittel immer öfter auch in den legalen Verteilerketten zu finden sind. Damit steigt die Gefahr, dass gefälschte Medikamente auch in deutschen Apotheken landen. Geschehen ist das bereits mit dem Magenmittel Omeprazol, das als Fälschung ohne Wirkstoffe den Weg in die deutschen Apotheken geschafft hat. Der Zoll stößt vermehrt auf gefälschte Arzneimittel, erst vor einigen Tagen wurden 3,5 Millionen Tabletten und Pillen aus Indien sichergestellt, die auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen waren. Unter den sicher gestellten Tabletten befanden sich unter anderem auch gefälschte Viagra und lebensgefährliche Schlaftabletten.

    Bild: © Depositphotos.com / kubais

  • Reiseimpfung für einen erholsamen Urlaub

    Reiseimpfung für einen erholsamen Urlaub

    Reisen bildet, Reisen erschließen neue Horizonte, Reisen machen Spaß, aber Reisen sollten nicht krank machen. Damit Reisen ein Vergnügen wird, ist eine Reiseimpfung unumgänglich, denn in vielen Ländern dieser Erde gibt es Krankheiten, die hierzulande unbekannt oder ausgerottet sind. Um sich vor diesen Krankheiten zu schützen, gibt es die Reiseimpfung. Wer kein Risiko eingehen will, der sollte sich vor einer Reise in exotische Länder darüber informieren, welche Impfungen notwendig sind und sich dann entsprechend impfen lassen.

    Andere Länder, gefährliche Krankheiten

    Die Ferienzeit ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Reisen bedeutet ausspannen, Stress abbauen, neue Menschen und neue Kulturen kennenlernen und sich richtig erholen. Leider vergessen viele vor dem Start in die Ferien, dass es in anderen Ländern gefährliche Krankheiten wie zum Beispiel Malaria oder Hepatitis gibt, und es ist nur eine Spritze, die darüber entscheidet, ob die Reise zum Erfolg wird oder nicht. Als Grundregel für die Reiseimpfung gilt: Je weiter das Ziel, umso sorgfältiger sollte die Vorsorge sein. Es ist immer eine sehr gute Idee, sich vor dem Antritt der Reise über die klimatischen Bedingungen im Urlaubsland zu erkundigen, ebenfalls sollte man in Erfahrung bringen, welche Reiseimpfung für welches Land empfohlen wird. In einigen Ländern werden bestimmte Impfungen vorgeschrieben und wer keinen gültigen Impfpass hat, der darf nicht einreisen.

    Wichtig ist die Basisimpfung

    Einige Impfungen gehören zu den sogenannten Basisimpfungen. Dazu gehört unter anderem die Impfung gegen Polio, also Kinderlähmung und die Impfung gegen Tetanus, den Wundstarrkrampf, auch gegen Diphtherie sollte man sich impfen lassen. Liegen diese Basisimpfungen länger als zehn Jahre zurück, dann ist eine Auffrischung erforderlich. Eine gute Idee ist auch ein Impfschutz gegen vermeintlich harmlose Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Mumps, denn diese Krankheiten grassieren in vielen Ländern immer noch. Für die Reiseimpfung ist es wichtig, sich über das Reiseziel zu informieren, und welche Krankheiten es dort gibt.

    Reiseimpfung für Asien und Afrika

    Wer eine Reise nach Afrika oder nach Asien plant, der sollte sich auf jeden Fall gegen Gelbfieber impfen lassen, denn diese gefährliche Infektionskrankheit ist sowohl in Schwarzafrika und in der Sahel-Zone, aber auch in vielen Ländern Südamerikas noch immer aktiv. Eine Reiseimpfung gegen Cholera ist vor allem bei Reisen nach Asien zu empfehlen, aber auch in Teilen von Nordafrika ist die Cholera noch immer ein Thema. Ebenfalls in Asien und auch im westlichen Afrika besteht die Gefahr, sich mit einer Gehirnhautentzündung, einer Meningokokken-Meningitis zu infizieren, und auch hier ist die entsprechende Reiseimpfung eine Notwendigkeit.

    Impfschutz für die Tropen und das Mittelmeer

    Generell gilt, für alle Länder außerhalb Europas ist eine Reiseimpfung wichtig, besonders wenn es in die Tropen und auch ans Mittelmeer geht, dann kann eine Reiseimpfung unter Umständen sogar das Leben retten. Gelbsucht (Hepatitis A) ist in den Tropen weit verbreitet und auch Typhus stellt bei Reisen in tropische Länder eine Gefahr dar. Die japanische Enzephalitis, eine besondere Form der Hirnhautentzündung, kommt nicht nur in Japan, sondern auch in Thailand, auf den Philippinen und in China vor. Eine Reiseimpfung gegen Tollwut ist in den Tropen erforderlich, aber auch in Russland, Polen und in den Ländern des Baltikums.

    Reiseimpfung – Wann sollte geimpft werden?

    Wer sich vor Antritt der Reise impfen lassen will, der sollte vier Wochen vorher zu einem Arzt gehen, denn der Impfstoff braucht diesen Zeitraum, um einen wirksamen Schutz aufbauen zu können. Eine Reiseimpfung wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, die Kosten muss der Versicherte selbst übernehmen. Anders sieht es allerdings aus, wenn man beruflich in fernen Ländern unterwegs ist, denn in diesem Fall übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die notwendigen Reiseimpfungen. Aber selbst wenn die Impfung selbst bezahlt werden muss, die Gesundheit sollte es immer wert sein.

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