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  • Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank zu sein ist nicht angenehm, aber über die Feiertage krank zu werden, das kann unter Umständen sogar richtig gefährlich werden. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind denkbar ungünstig für alle, die sich verletzen oder krank werden, denn die ärztliche Versorgung an den Feiertagen lässt bundesweit sehr zu wünschen übrig. Wenn es sich irgendwie verhindern lässt, dann sollte man mit einem verdorbenen Magen oder einem anderen Unwohlsein nicht ins Krankenhaus gehen, denn das kann sehr gefährlich werden.

    Überfüllte Notaufnahmen

    Die Notaufnahmen der deutschen Krankenhäuser sind ohnehin chronisch überlastet, aber über die Feiertage ist dort die Hölle los. Stundenlange Wartezeiten sind keine Seltenheit und auch die Gefahr der fehlerhaften Behandlungen steigt über die Feiertage drastisch an. Nicht umsonst sterben zwischen Weihnachten und Neujahr überdurchschnittlich viele Menschen, die Ursache liegt vor allem an der unzureichenden medizinischen Versorgung. In Deutschland fehlen erfahrene Ärzte, deshalb sind in den Notaufnahmen der Kliniken in der Regel junge Assistenzärzte zu finden, die frisch von der Universität kommen. Diesen Ärzten fehlt es nicht nur an Erfahrung, sie sind auch hilflos und vollkommen überlastet, angesichts der vielen Patienten, die über die Feiertage in den Notaufnahmen sitzen. Ober- und Chefärzte sind zwischen Weihnachten und Neujahr nur selten in der Notfallambulanz zu finden, sie schicken stattdessen die jungen Kollegen an die Front, die noch keine Familien haben.

    30 % mehr Patienten über die Feiertage

    Zwischen Weihnachten und Neujahr sind in den Notaufnahmen der Krankenhäuser rund 30 % mehr Patienten zu finden, als das an normalen Tagen der Fall ist. Eltern mit ihren Kindern sind dort ebenso zu finden wie auch Menschen, die zu Weihnachten einfach nur zu viel gegessen und getrunken haben. Gallenschmerzen und Magendrücken gehören zu den am häufigsten behandelten Krankheiten über die Feiertage, aber auch schwer kranke Menschen finden sich in den Notaufnahmen ein. Es sind meist Krebskranke, die Weihnachten gerne zu Hause bei der Familie verbringen möchten, aber deren Zustand sich dann so sehr verschlechtert hat, dass sie wieder ins Krankenhaus müssen. Es ist diese Mischung aus leichten und schweren Fällen, die die Situation in den Notaufnahmen noch verschärft, denn Assistenzärzten fehlt die nötige Erfahrung, die ernsten Erkrankungen von den harmlosen gesundheitlichen Problemen zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

    Der Bereitschaftsdienst – nicht viel besser

    Wer über die Feiertage krank wird, der hat neben den Notaufnahmen noch eine andere Möglichkeit, medizinische Hilfe zu finden. Es gibt den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte, aber der ist über Weihnachten und Neujahr nicht sonderlich gut besetzt. So gibt es zum Beispiel in der Millionenstadt Berlin nur eine einzige allgemeinmedizinische Praxis, die in diesen Tagen Bereitschaft hat. Allerdings schließt diese Praxis am Wochenende um 22:00 Uhr, wer danach krank wird, der hat Pech und muss in eine der überfüllten Notaufnahmen gehen. Zwar gibt es die bundesweit gültige Rufnummer 116 117, unter der jeder erfragen kann, wo es einen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, aber man muss Glück haben, eine offene Praxis in der näheren Umgebung zu finden. Wer auf dem Land wohnt, der muss lange Anfahrtswege in die nächst größere Stadt in Kauf nehmen.

    Unterfinanzierte Rettungsstellen

    Die deutschen Rettungsstellen wie die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind permanent in Finanznot. Sie haben kein eigenes Budget und müssen von den anderen Abteilungen der Kliniken mitfinanziert werden. Die innere oder auch die chirurgische Abteilung benötigen naturgemäß ein großes Budget und das wirkt sich nachteilig auf die Notaufnahmen aus. In der Folge muss nicht nur bei der Ausstattung kräftig gespart werden, auch bei den Kosten für das medizinische Personal sieht es schlecht aus.

    Wer über die Festtage gesund bleiben will, der sollte nicht zu fett essen, nicht zu viel trinken und seinem Magen öfter mal eine Pause gönnen.

    Bild: © Depositphotos.com / Feverpitch

  • Die 5. SSW – das Herz beginnt zu schlagen

    Die 5. SSW – das Herz beginnt zu schlagen

    Die 5. Schwangerschaftswoche ist sowohl für die Mutter als auch für das Kind eine sehr spannende Woche. Viele Frauen spüren in der 5. SSW die ersten Anzeichen der Schwangerschaft und machen einen Test um festzustellen, ob sie schwanger sind oder nicht. Es passiert nicht selten, dass in der 5. SSW der Test negativ ist und wenn das der Fall ist, dann heißt das aber noch lange nicht, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Die Schwangerschaftstests, die in der Apotheke oder in der Drogerie verkauft werden, sind nicht zu 100 % sicher, erst ein Blut- und Urintest beim Arzt bringt endgültig Gewissheit.

    Wie sieht das Baby in der 5. SSW aus?

    In der 5. SSW macht das Baby einen gewaltigen Sprung in seiner Entwicklung. War das Baby in der vergangenen Woche noch ein Zell-Cluster, so ist es jetzt klar als Embryo zu erkennen. Die Anlagen für die wichtigen Organe bilden sich in der 5. SSW aus und zum ersten Mal sind die Gesichtszüge erkennbar. Am Anfang der 5. SSW war das Kind ein kleiner rundlicher Zell-Cluster, der aus einer Eizelle mit drei zellulär verschiedenen Keimblättern gewachsen ist. In der 5. SSW verändert das Baby seine Form und aus dem rundlichen Kern wird ein länglicher Embryo, der jetzt zwei Millimeter misst.

    Wenn der Arzt in der 5. SSW einen Ultraschall macht, dann kann die Mutter zum ersten Mal den Herzschlag ihres Kindes hören. Die ersten Herzschläge des neuen Lebens sind doppelt so schnell wie die der Mutter, und da der Körper noch sehr klein ist, wirkt das Herz unverhältnismäßig groß. Wenn die Eltern in der 5. SSW Bilder des Embryos sehen, dann wirkt es auf dem Ultraschall so, als würde das riesige Herz außerhalb des kleinen Körpers schlagen. Auf dem Ultraschall kann der Arzt in der 5. SSW sehen, ob es Zwillinge werden, denn wenn zwei schwarze Punkte rhythmisch pulsieren, dann ist klar, dass in der Gebärmutter mehr als ein Kind ein Zuhause auf Zeit gefunden hat.

    Die Leber und die Nieren bilden sich in der 5. SSW aus, ebenso wie das Neuralrohr, aus dem sich später das Rückenmark und das Gehirn entwickeln werden. Auch die Fruchtblase bildet sich in der 5. SSW aus und wird drei Wochen später fertig sein. Der Embryo schwimmt bereits im Fruchtwasser und diese klare und wasserartige Flüssigkeit schützt das Kind vor Lärm, Druck und Stößen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 5. SSW?

    Frauen, die in der 5. SSW ein Ziehen im Unterleib verspüren, denken zunächst, dass sie ihre Periode bekommen, so wie jeden Monat. Die meisten Frauen fühlen sich zudem schlapp und müde, auch die Brüste spannen unangenehm. Das alles hat aber nichts mit den typischen Problemen zu tun, unter denen viele Frauen kurz vor der Monatsblutung leiden, es sind vielmehr die ersten Beschwerden in der 5. SSW. Das Ziehen im Unterleib wird durch die Lockerung des Bindegewebes verursacht, denn die Mutterbänder beginnen sich zu dehnen. Bleibt zu diesem Zeitpunkt die Periode aus, dann ist das ein erstes relativ sicheres Zeichen dafür, dass ein Baby unterwegs ist.

    Die 5. SSW ist für das Baby eine sehr empfindliche Phase, denn wenn es jetzt negativen Einflüssen ausgesetzt wird, dann kann das weitreichende Folgen für seine Entwicklung haben. Frauen, die sich ein Baby wünschen und davon ausgehen müssen, dass sie schwanger sind, sollten bei den ersten Anzeichen auf Alkohol und Nikotin verzichten. Auch Medikamente dürfen nur noch nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Besonders Nikotin und jede Art von Alkohol kann beim Baby zu schweren Schäden an den Organen führen. Ausfluss ist in dieser frühen Phase der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches, aber wenn in der 5. SSW gelber Ausfluss zu sehen ist, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn dann kann es sein, dass die Mutter eine Infektion hat.

    Worauf muss die Mutter in der 5. SSW achten?

    Wenn bei der ersten Untersuchung das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wird, dann ist es amtlich: Ein Baby ist auf dem Weg. Besonders jetzt, im ersten Trimester der Schwangerschaft, ist eine gesunde Lebensweise sehr wichtig. Das Baby braucht in dieser Entwicklungsphase vor allem Nährstoffe und eine ausgewogene vollwertige Ernährung, entsprechend sollte der Speiseplan der Mutter aussehen. Frauen, die in diesem Stadium der Schwangerschaft unter Verstopfung leiden, sollten statt drei großer Mahlzeiten am Tag, fünf kleine Mahlzeiten essen und viel trinken. Ideal sind Mineralwasser, Fruchtschorlen oder auch Tees mit Kamille und Fenchel.

    Wie hoch ist die Gefahr einer Fehlgeburt in der 5. SSW?

    Für die Mutter ist es auch wichtig, sich möglichst viel zu bewegen. Spezielle Yogakurse für Schwangere sind nun eine gute Idee, auch schwimmen stärkt die Muskulatur und macht zudem noch viel Spaß. Körperlich anstrengende Sportarten sind aber nicht zu empfehlen, denn besonders zwischen der vierten und der fünften Schwangerschaftswoche ist das Risiko groß, eine Fehlgeburt zu erleiden. Rund 50 % der Schwangerschaften enden ungewollt in der 5. SSW und Frauen, die noch nicht wissen, dass sie anderen Umständen sind, verlieren ihr Kind ohne es zu bemerken, sie gehen von einer starken Monatsblutung aus.

    Für den Körper ist eine Fehlgeburt in der 5. SSW so etwas wie ein Schutz, denn in der Regel ist das Kind nicht lebensfähig. Auch das Alter der Mutter spielt eine nicht unwichtige Rolle, denn Frauen, die älter als 45 Jahre sind, verlieren ihr Kind in dieser frühen Phase der Schwangerschaft zu 80 %. Frauen, die in der Vergangenheit bereits eine oder auch mehrere Fehlgeburten hatten, müssen ebenfalls mit einem frühen natürlichen Abbruch rechnen. Bei Frauen, die nur eine Fehlgeburt hatten, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 21 %, bei Frauen, die schon zweimal ein Kind verloren haben, liegt das Risiko bei 29 % und bei drei Fehlgeburten sind es 33 %.

    Die häufigste Ursache für eine Fehlgeburt in der 5. SSW ist eine Anomalie bei der Anzahl der Chromosomen, aber auch wenn die Struktur der Chromosomen nicht stimmt, dann kommt es zu einem natürlichen Abbruch der Schwangerschaft. Ab der sechsten Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko einer Fehlgeburt auf 18 %, und ab der 17 % liegt die Gefahr nur noch bei drei Prozent, dass es zu einer Fehlgeburt kommt.

    Bild: © Depositphotos.com / Smile19

  • Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Kalte Luft und eisiger Wind sorgen bei vielen Menschen in den Wintermonaten für unangenehme Ohrenschmerzen. Immer wenn in den Ohren ein ziehender oder stechender Schmerz zu spüren ist, dann sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Ohrenarzt aufsuchen. Hinter diesen Schmerzen kann sich eine Mittelohrentzündung verbergen, die im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Hörvermögens führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

    Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

    Am Anfang einer Mittelohrentzündung steht in der Regel eine Erkältung oder ein grippaler Infekt. Selbst wenn die Erkältung harmlos ist, kann sich nach ein paar Tagen ein stechender oder ziehender Schmerz bemerkbar machen, oftmals hören die Betroffenen auch nicht mehr so gut wie gewohnt. Ausgelöst wird eine Mittelohrentzündung durch Viren oder Bakterien, die sich eigentlich im Nasen-Rachen-Raum angesiedelt haben und von dort aus ins Mittelohr wandern. Handelt es sich um einen starken Schnupfen, dann kann es auch passieren, dass das Ohr von einer zur anderen Minute plötzlich zu ist. Der Nasen-Rachen-Raum werden durch die sogenannte Eustachischen Röhre und die Ohrtrompete miteinander verbunden. Hat man eine Erkältung, dann schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an und das Mittelohr wird nicht mehr ausreichend belüftet, in der Folge kommt es zu einer Mittelohrentzündung.

    Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

    Wenn die Schmerzen im Ohr immer schlimmer werden und wenn das Hörvermögen immer mehr nachlässt, dann wird es höchste Zeit zu einem HNO-Arzt zu gehen, denn eine Mittelohrentzündung muss auf jeden Fall behandelt werden. Wie jede andere Infektion, so lässt sich auch eine Mittelohrentzündung mit Schmerzmitteln und mit Medikamenten, die die Entzündung hemmen, gut behandeln, vorausgesetzt die Betroffenen gehen auch rechtzeitig zum Arzt. Wenn eine Infektion durch Bakterien nachgewiesen wird, dann wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Das ist auch immer dann der Fall, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht komplett abklingen. Selbst wenn Antibiotika in der Kritik sind, bei einer bakteriellen Infektion können auf diese Weise schwere Komplikationen verhindert werden.

    Welche Folgen kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung haben?

    Wird eine Mittelohrentzündung nicht rechtzeitig und mit den richtigen Mitteln behandelt, dann kann das schwerwiegende Folgen haben. So ist es zum Beispiel möglich, dass die Mittelohrentzündung den Gleichgewichtssinn in einem erheblichen Maß beeinträchtigt, und auch ein Gesichtsnerv kann beschädigt werden. Eine Mittelohrentzündung kann zu einem Abszess mit einem Warzenfortsatz, einer sogenannten Mastoiditis führen, und wenn das der Fall ist, dann muss das betroffene Ohr auf jeden Fall operiert werden. Breitet sich die Entzündung des Mittelohrs bis ins Innenohr aus, dann führt das im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verlust des Hörvermögens. Noch schlimmer ist es, wenn die Entzündung bis ins Gehirn durchbricht, denn das kann lebensgefährlich werden.

    Keine Hausmittel verwenden

    Bekanntlich ist in der Natur gegen jede Krankheit das passende Kraut gewachsen, bei einer akuten Mittelohrentzündung raten Ärzte jedoch dringend davon ab, zu alten Hausmitteln wie etwa einem Säckchen zu greifen, das mit Zwiebeln gefüllt ist. Der Betroffene hat zwar starke Schmerzen, aber er weiß nicht, warum ihm das Ohr solche Schmerzen bereitet. Wenn es bei einer Mittelohrentzündung zu einem typischen Krankheitsbild wie zum Beispiel einem vorgewölbten und geröteten Trommelfell kommt und wenn ein eitriges Sekret auf eine bakterielle Ursache schließen lässt, dann kann das nur der Arzt im Rahmen einer gründlichen Untersuchung sehen. Besonders unangenehm ist eine Mittelohrentzündung bei Kindern, die den Schmerz noch nicht lokalisieren können. Eine Mittelohrentzündung macht sich bei kleinen Kindern fast immer durch hohes Fieber und starke Schmerzen bemerkbar. In diesem Fall sollten Eltern sofort einen HNO-Arzt oder einen Kinderarzt aufsuchen, der das Trommelfell untersucht. Kinder unter zwölf Jahren werden aber selten mit Antibiotika behandelt, eine Ausnahme machen nur Säuglinge, denn für sie kann eine Mittelohrentzündung gefährlich werden.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    In der 11. SSW haben Mutter und Kind die ersten nicht selten schwierigen Wochen der Schwangerschaft hinter sich gelassen und befinden sich jetzt in der Mitte des dritten Monats. Für das Baby ist die 11. Schwangerschaftswoche eine bedeutende Zeit, denn es lässt die embryonale Phase hinter sich, und wenn ein Ultraschallbild in der 11. SSW gemacht wird, dann sind bereits deutliche Konturen zu erkennen. Die Mutter kann in der 11. SSW aufatmen, denn die Beschwerden und auch die Belastungen, die die ersten zweieinhalb Monate mit sich bringen, sind vorbei und das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW ist deutlich kleiner als in den vergangenen Wochen.

    Wie sieht das Baby in der 11. SSW aus?

    Ungefähr vier bis sechs cm ist das Baby jetzt groß und es bringt zwischen elf und 15 Gramm auf die Waage. Die Gesichtskonturen des Kindes werden in der 11. SSW immer menschlicher, aber immer noch ist der Kopf deutlich größer als der Körper. Arme und Beine sind jetzt auch auf dem Ultraschall in ihren Ansätzen zu sehen und so ganz allmählich werden die Proportionen immer deutlicher. Jeder Mensch hat aus der Evolution die Anlage eines Schwanzes „mitgenommen“, aber diese Anlage verschwindet in der 11. SSW komplett.

    Das Kind erlebt in der 11. Schwangerschaftswoche eine sehr intensive Phase des Wachstums und wird in den kommenden drei Wochen seine Körpergröße verdoppeln. Die wichtigen Organe sind bereits angelegt worden und auch die Zehen und Finger sind in der 11. SSW schon sehr klar voneinander getrennt. Die sogenannten Zahnknospen und auch die Anlagen für die Geschlechtsorgane sind schon vorhanden. Die 11. SSW gehört der Feinarbeit, denn die Ohren bekommen nun ihren endgültigen Platz und an den Zehen sowie den Fingern beginnen die Nägel zu wachsen. Die ersten Milchzähnchen sind schon unter dem Zahnfleisch vorhanden, der kindliche Brustkorb schließt sich in der 11. SSW und aus der knorpeligen Struktur des Skeletts werden langsam Knochen.

    Da sich neue Hautschichten gebildet haben, wirkt das Baby in der 11. SSW nicht mehr ganz so durchsichtig wie in den Wochen zuvor. Die ersten feinen Härchen zeigen sich und es dauert nicht mehr lange, und der ganze Körper des Kindes wird mit einem weichen Flaum bedeckt sein. Die Lider der Augen sind voll ausgebildet und noch geschlossen, öffnen wird das Baby seine Augen erst im sechsten Monat der Schwangerschaft.

    Wichtige Entwicklungsschritte in der 11. SSW

    Zwar bildet sich bei Jungen in der 11. SSW schon der Penis aus, aber eine genaue Bestimmung des Geschlechts mittels Ultraschall ist erst in den nächsten Wochen möglich. In der 11. SSW wächst aber das Darmsystem, das in dieser Phase der Schwangerschaft noch bis zur Nabelschnur reichen kann, in den nächsten zwei Wochen finden die Därme jedoch ihre richtige Position. Das Rückenmark und das Gehirn haben sich in der 11. SSW aus dem sogenannten embryonalen Neuralrohr gebildet und damit besteht auch keine Gefahr mehr, dass es durch einen Mangel an Folsäure zu einer Spina bifida, zu einem offenen Rücken kommen kann. Trotzdem sollte die Mutter bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels weiter Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen.

    Auch wenn das Baby noch sehr klein ist, es ist in der 11. SSW schon sehr aktiv. Zielgerecht kann das Kind schon seine Bewegungen steuern, es ist in der Lage zu schlucken und es kann die Hand bereits zu einer Faust ballen. Spüren kann die Mutter ihr Baby aber noch nicht, die ersten deutlichen Kindsbewegungen sind erst zwischen der 16. und der 20. SSW möglich.

    So fühlt sich die Mutter in der 11. SSW

    Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und das unangenehme morgendliche Erbrechen – diese Beschwerden haben die Mutter in den ersten Wochen der Schwangerschaft begleitet. In der 11. SSW gehören diese Beschwerden der Vergangenheit an. In der 11. SSW wird der Bauch vor allem bei sehr schlanken Frauen sichtbar, aber in der 11. SSW ist die Gewichtszunahme nicht allzu groß. Einige Frauen leiden in dieser Phase unter Kreislaufproblemen und auch unter einem erhöhten Puls.

    Der Körper beginnt in der 11. SSW mehr und mehr Blut zu produzieren, um das Baby und die Gebärmutter mit allem zu versorgen, was sie brauchen. Wenn die Schwangerschaft zu Ende geht, dann wird die Mutter ihr Blutvolumen fast verdoppelt haben. Die Probleme mit dem Kreislauf lassen in der Regel nach kurzer Zeit wieder nach, sollte das nicht der Fall sein, dann muss die Mutter unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das vergrößerte Blutvolumen hat aber auch einen Vorteil, vor allem für Frauen, die oft kalte Hände und Füße haben, denn die vermehrte Blutmenge sorgt für eine sehr gute Durchblutung in den Extremitäten und das sorgt für wohlige Wärme in den Füßen und Händen.

    Viel Blut heißt auch viel trinken und am Tag dürfen es in der 11. SSW schon mal bis zu drei Litern sein. Viel trinken ist aber nicht nur in der 11. Schwangerschaftswochen wichtig, in der gesamten Schwangerschaft ist ein ausreichendes Flüssigkeitsvolumen unbedingt erforderlich. In den ersten Schwangerschaftswochen leiden viele Frauen bedingt durch die hormonellen Veränderungen unter Verstopfung, in der 11. SSW klingt auch dieses Problem ab. Auch wenn es in der 11. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, dann ist das kein Warnzeichen, es zeigt vielmehr, dass die Mutterbänder zunehmend durch die immer größer werdende Gebärmutter beansprucht werden.

    Die Risiken in der 11. SSW

    Bei Frauen, die 35 oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen, handelt es sich nicht selten um eine Risikoschwangerschaft. Zu den Risiken einer späten Erstgebärenden gehört auch eine Plazenta praevia, eine Fehllage des Mutterkuchens. Wenn der Arzt eine Plazenta praevia in der ersten Hälfte der Schwangerschaft feststellt, dann ist das kein Grund zur Besorgnis, denn zu diesem Zeitpunkt kann die Plazenta noch nach oben und weg vom Muttermund wandern. Wenn das allerdings nicht passiert, dann muss das Kind mit einem Kaiserschnitt entbunden werden, da durch die viel zu tief liegende Plazenta keine natürliche Geburt mehr möglich ist.

    Sollten in der 11. SSW Blutungen auftreten, dann kann eine Plazenta praevia die Ursache sein. In diesem Fall muss die Mutter auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gebracht werden.

    Bild: © Depositphotos.com / tiplyashin

  • 17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    Frauen, die noch kein Kind geboren haben, fragen sich in der 17. SSW vielleicht, welcher Monat jetzt angebrochen ist. Die Antwort lautet: Die 17. SSW ist der Beginn des fünften Monats. Die Mehrzahl der Frauen hat sich zu diesem Zeitpunkt mit der Schwangerschaft arrangiert und auf die körperlichen Veränderungen eingestellt. Da in der 17. SSW der Bauch noch nicht allzu rund ist, sind die meisten Frauen noch sehr aktiv, sie arbeiten, treiben Sport und haben Spaß am gesellschaftlichen Leben. Auch das Kind empfindet diese Zeit als ruhig und sehr erholsam, es fängt an seine Fettschichten aufzubauen und kann jetzt zum ersten Mal seine Bewegungen gut koordinieren.

    Das Baby in der 17. SSW

    In der 17. SSW beobachtet der Arzt das Baby sehr genau, und nicht selten wird bei der Untersuchung der bisher errechnete Geburtstermin noch einmal korrigiert. Der Arzt berechnet die Größe in der 17. SSW und wenn alles nach Plan verläuft, dann misst das Baby jetzt zwischen elf und 13 Zentimetern. Da das Baby in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat, wiegt es nun zwischen 100 und 140 Gramm. Auch der Umfang der Brust und des Kopfes, aber auch die Länge des Oberschenkels spielt jetzt eine wichtige Rolle, denn sie geben verlässliche Informationen über den Stand der Schwangerschaft.

    Auf die Eltern wartet in dieser Woche der Schwangerschaft erstmals ein besonders schönes Erlebnis, denn sie können durch das Ultraschallgerät die Herztöne des Babys hören, auch die Ultraschallbilder in der 17. SSW machen den Eltern klar, dass sie in Zukunft nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt sein werden. Das Baby beschäftigt sich derweil mit seinem Wachstum, denn in der 17. SSW wächst das Baby nicht nur in der Länge, aus einer knorpelartigen Substanz bilden sich in dieser Phase der Schwangerschaft auch langsam die Skelettknochen. Auch die Nägel an den Fingern und Zehen prägen sich nun aus und um das Rückenmark und die Nervenzellen legt sich eine schützende Hülle.

    Die Reizleitungen, die sich durch die Nervenbahnen ziehen, nehmen jetzt Gestalt an, und in der 17. SSW wird das sogenannte Myelin gebildet, was in der Zukunft wichtige Aufgaben übernimmt. Besonders spannend ist aber, dass sich in der 17. SSW die Gesichtszüge des Kindes bilden. Die Augen sind jetzt nicht mehr an der Seite, sondern vorne und auch die Ohren haben ihre Position gefunden. Wenn in der 17. SSW die Bewegungen des Kindes sehr lebhaft sind, dann ist das vollkommen in Ordnung, denn das Baby freut sich über seine Beweglichkeit und trainiert seine Reflexe und auch seine Muskeln. Die immer besser funktionierende Koordination der Bewegungen zeigt deutlich, dass das Gehirn und die Nervenbahnen jetzt schon aktiv arbeiten.

    Gut ausgeprägt ist in der 17. SSW bereits das Gehör, wenn es zum Beispiel zu einem lauten Geräusch wie einem plötzlichen Knall kommt, dann zuckt das Baby zusammen. Es kann jetzt auch Berührungen wahrnehmen und freut sich, wenn die Mutter den Bauch sanft streichelt. Dieses Streicheln beruhigt das Baby und es trainiert gleichzeitig auch seinen Gleichgewichtssinn. Die Mutter sollte daher jeden Tag mit ihrem Kind eine kleine Kuschelstunde einlegen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 17. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in dieser Schwangerschaftswoche sehr wohl. Frauen, die schon ein Baby geboren haben, fühlen in der 17. SSW die ersten Bewegungen und da die Gebärmutter kontinuierlich an Größe zunimmt, machen sich die Mutterbänder erstmals bemerkbar. Schwanger in der 17. Woche heißt aber auch, dass sich jetzt äußerlich ebenfalls einiges verändert. So färben sich die Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkelbraun und auf der Mitte des Bauches zeigt sich die sogenannte Linea Negra, eine dunkle schmale Linie, die ungefähr vom Nabel bis hin zum Schambein reicht. Auch an anderen Stellen des Körpers sind Pigmentierungen zu erkennen, die aber nach der Entbindung immer blasser werden und dann irgendwann ganz verschwinden werden.

    Der Ischias-Nerv, der genau unter der Gebärmutter verläuft, kann sich in der 17. SSW schmerzhaft bemerkbar machen. Vor allem bei einseitigen Bewegungen kommt es nicht selten zu sehr heftigen Schmerzen, daher sollten langes Stehen und Laufen nach Möglichkeit vermieden werden. Um nachts besser und erholsamer schlafen zu können, ist es eine gute Idee, ein Stillkissen mit ins Bett zu nehmen, denn dieses speziell geformte Kissen sorgt für eine spürbare Entlastung.

    Die meisten Frauen verzeichnen in der 17. SSW keine große Gewichtszunahme, aber sie kommen deutlich schneller ins Schwitzen als sonst. Das liegt an der permanent größer werdenden Blutmenge, die die Körpertemperatur nach oben steigen lässt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene, vollwertige Ernährung ist ab jetzt ein Muss für die Mutter, denn das Baby braucht vor allem reichlich Jod, Eisen und Kalzium. Frisches Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, aber auch Fleisch, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sollten in der 17. SSW auf dem Speiseplan stehen. Wenn die Versorgung mit Eisen durch die Ernährung nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben.

    So wichtig ist die Pflege der Venen in der 17. SSW

    Da die Gebärmutter und das Kind tüchtig wachsen, muss der Kreislauf der Mutter in den kommenden Wochen und Monaten wahre Höchstleistungen vollbringen. Das führt wiederum zu einem verstärkten Druck auf die Venen und rund die Hälfte der Schwangeren leidet unter Varizen, einer Erweiterung der Venen. Vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten oder die vielleicht durch ihren Beruf bedingt, lange stehen müssen, die können Krampfadern oder Hämorrhoiden bekommen. Auch Krampfadern im Schambereich sind möglich, die aber nach der Entbindung recht schnell wieder verschwunden sind. Bilden sich in den Beinen Krampfadern, dann haben die betroffenen Frauen leider noch länger damit zu tun. Eine Erweiterung der Venen kann unangenehm und auch schmerzhaft sein, eine regelmäßige Pflege der Venen ist daher unerlässlich.

    Sport ist eine gute Möglichkeit, um das Venenleiden zu bekämpfen, aber es sollte sich um einen sanften Sport handeln. Vitamin C hat die Fähigkeit, die Venen elastisch zu erhalten und auch Beckenbodengymnastik stärkt die Venen und bereitet zudem den Körper auf die kommenden Belastungen durch die Schwangerschaft optimal vor. Salben auf Kräuterbasis sind perfekt für die Pflege der Venen, und auch Stützstrümpfe leisten in der Schwangerschaft gute Dienste.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33

  • Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW – aus dem Embryo wird ein Baby

    Die 19. SSW ist welcher Monat? In der 19. SSW beginnt die zweite Hälfte des fünften Monats, und sowohl für die Mutter als auch für das Kind ist diese Woche ein kleiner Meilenstein. Aus dem Embryo wird in dieser Phase der Schwangerschaft ein Baby, und die Mutter muss mit einem neuen vermehrten Schub an Schwangerschaftshormonen leben. Die Eltern können in der 19. SSW die Entwicklung anhand von Fotos plastisch sehen, denn das Baby bekommt in der 19. SSW Gesichtszüge, die es individuell machen. Mit ein wenig Glück „winkt“ das Baby seinen Eltern auf dem Ultraschallbild zu und die Eltern können sehen, wie ihr Kind sich sehr aktiv bewegt, wie es spielt und an seinen Reflexen trainiert.

    Wie sieht das Baby in der 19. SSW aus?

    Der Arzt wird in der 19. SSW die Gewichtszunahme anhand einer Tabelle vergleichen und wenn alles in Ordnung ist, dann wiegt das Baby zwischen 200 und 240 Gramm. Gemessen wird das Baby ab der 19. SSW nicht mehr vom Scheitel bis zum Steißbein, sondern vielmehr vom Scheitel bis zur Ferse, und in der 19. SSW misst das Kind rund 24 cm. Der ganze Körper des Babys ist jetzt noch mit dem feinen sogenannten Lanugohaar und einer dicken Schicht Käseschmiere bedeckt. Die Hautschichten bilden sich ganz allmählich aus, aber noch ist die Haut durchscheinend und transparent.

    Zum ersten Mal in der Schwangerschaft spielen die Geschlechtsorgane eine Rolle. Wenn es ein Mädchen wird, dann sind in der 19. SSW schon rund sechs Millionen sehr primitive Eizellen vorhanden. Bis zur Geburt wird sich die Zahl dieser Zellen aber um rund eine Million verringern. Wenn es ein kleiner Junge wird, dann wird in der 19. SSW in den Hoden bereits das Hormon Testosteron produziert, und während in der 15. Schwangerschaftswoche schon der Penis ausgebildet ist, kommt in der 19. SSW auch der Hodensack dazu. Die Hoden selbst werden aber erst kurz vor dem errechneten Geburtstermin verlagert.

    In der 19. SSW machen die Organe, aber vor allen die Sinneswahrnehmungen einen großen Sprung nach vorn. Die Gehirnregionen, die für das Schmecken, das Riechen, das Sehen, Hören und für das Fühlen zuständig sind, arbeiten jetzt auf Hochtouren und an den Organen werden weitere Feinarbeiten vorgenommen. Die Milz und die Leber nehmen ihre Arbeit auf und es werden zum ersten Mal Gallenflüssigkeit und weiße Blutkörperchen produziert. Die Zahnleisten sind in der 19. SSW auf dem Ultraschallbild schon sehr gut zu sehen und das Immunsystem bildet sich langsam aber sicher aus. Zu voller Stärke werden die körpereigenen Abwehrkräfte aber erst nach der Geburt auflaufen.

    Wie das Baby in der 19. SSW trainiert

    Das Baby nutzt die Zeit jetzt immer häufiger für ein intensives Training. Also wenn die Mutter in der 19. SSW starke Kindsbewegungen spürt, dann ist das beste Zeichen dafür, dass mit dem Nachwuchs alles in bester Ordnung ist. Noch hat das Baby reichlich Platz zur Verfügung, um zu turnen, besonders aktiv ist es immer dann, wenn die Mutter gerne schlafen möchte. Da die Nervenbindungen immer komplexer werden, ist das Gehör schon sehr gut ausgebildet. Das Baby kann erstmals Geräusche außerhalb des Mutterleibs wahrnehmen und hört die gedämpften Stimmen der Eltern ebenso wie Musik, auch der Tastsinn macht große Fortschritte und das Baby berührt mit den Händen die Wände der Gebärmutter.

    Das Kind trainiert in der 19. SSW auch das Schlucken des Fruchtwassers und bereitet damit den Verdauungstrakt auf seine Aufgabe vor. Im Darm werden zum ersten Mal Stoffwechselprodukte abgelegt, die nach der Geburt als sogenanntes Kindspech in der Windel zu finden sind. Die Nieren, die Blase und das komplette Harnsystem sind bereits sehr kompakt und arbeiten.

    So fühlt sich die Mutter in der 19. SSW

    Vor allem bei schlanken Frauen zeichnet sich in 19. SSW deutlich ein Bäuchlein ab, und der obere Teil der Gebärmutter ist jetzt auf der Höhe des Nabels tastbar. Ab der 19. SSW wird die Gebärmutter in jeder Woche um rund einen Zentimeter wachsen, und mit diesem rasanten Wachstum verspürt die Mutter einen immer stärker werdenden Druck auf ihre inneren Organe. Der Stoffwechsel arbeitet in der 19. SSW auf Hochtouren, und das mit einer stetig steigenden Tendenz. Die Körpertemperatur ist ab der 19. SSW immer leicht erhöht und es beginnt die Zeit der Heißhungerattacken. In der 19. SSW ständig Hunger zu haben, ist nichts Ungewöhnliches, aber die werdende Mutter sollte nicht jeder Attacke nachgeben und auch in der 19. SSW auf die Gewichtszunahme achten, denn Schwangerschaftspfunde sind Pfunde, die später mühsam wieder abtrainiert werden müssen.

    Viele Frauen verspüren neben ständigem Hunger auch großen Durst und diesem Verlangen sollten sie auch nachgeben. Ideal ist eine Menge von zwei bis drei Litern am Tag. Die besten Durstlöscher sind stilles Mineralwasser, erfrischende Schorlen mit Fruchtsaft und auch Kräutertees, wie zum Beispiel Kamille oder Fenchel. Der hohe Flüssigkeitsbedarf ist gesund, denn er hält den Körper in Balance und versorgt Mutter und Kind mit vielen wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen.

    Welche Beschwerden können in der 19. SSW auftreten?

    Die vermehrte Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen macht vielen Frauen in der 19. SSW immer mehr zu schaffen. Die Schnupfennase gehört in der 19. SSW zu den Beschwerden, die als unangenehm empfunden wird, die aber viele Frauen bis zum Ende der Schwangerschaft begleiten wird. Das Gefühl erkältet zu sein, ist aber keine Infektion mit Erkältungsviren, vielmehr werden die Nasenschleimhäute durch die Schwangerschaftshormone aufgelockert und ein größeres Blutvolumen lässt die Schleimhaut anschwellen.

    Um dieses Symptom zu bekämpfen, ist ein Nasenspray mit Meersalz eine gute Idee, denn das lässt die Nasenschleimhaut schnell wieder abschwellen. Normale Nasensprays, wie sie bei einer echten Erkältung zum Einsatz kommen, und auch Medikamente sind nicht zu empfehlen.

    Die 19. SSW macht Frauen schöner

    Die meisten Frauen fühlen die Schwangerschaftshormone besonders in der 19. SSW sehr intensiv. Sie haben zunehmend dichteres und wunderschön glänzendes Haar, die Haut ist straff und der Teint rosig. Viele Frauen fühlen sich in der Phase der Schwangerschaft sehr weiblich und sie erleben ihren Körper bewusster als früher. Die Hormone durchbluten die Haut besser und Frauen, die vielleicht mit Hautunreinheiten zu kämpfen hatten, können sich jetzt über eine schöne Haut freuen.

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