Schlagwort: gesunde Ernährung

  • Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Jeder möchte so gesund wie eben möglich leben, und zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung. Noch nie war es so einfach, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum immer mehr Menschen an Orthorexie erkranken. Orthorexie ist mehr als der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, es ist vielmehr der Zwang, nur das zu essen, was vermeintlich für den Körper nicht schädlich ist. Aber wo hört gesunde Ernährung auf und wo beginnt der Zwang? Die Grenzen sind fließend und das macht die Behandlung dieser Krankheit so schwierig.

    Orthorexie – eine Definition

    Wer unter Orthorexie leidet, der leidet unter einer Fixierung, die sich ausschließlich auf eine gesunde Ernährung beschränkt. Allerdings gibt es dabei ein großes Problem, denn die Definition, was gesund ist und was nicht, ist immer individuell verschieden. Daher besteht oft die Gefahr, dass die Ernährung nicht nur gesund, sondern irgendwann auch sehr einseitig ist. Veganer sind besonders gefährdet, an Orthorexie zu erkranken, aber auch Menschen, die sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die ohne Zusätze hergestellt werden. Die Paleo-Diät birgt die Gefahren der zwanghaft gesunden Ernährung, denn wer sich wie die Menschen in der Steinzeit ernährt, der wird früher oder später schwere Mangelerscheinungen bekommen.

    Ein Blog, der Angst macht

    Essstörungen bei jungen Frauen sind heute keine Seltenheit mehr, aber eine Essstörung, wie sie die US-Amerikanerin Jordan Younger auf ihrem Blog „The Balanced Blonde“ beschreibt, ist erschreckend. Jordan Younger war von einer veganen Lebensweise überzeugt und ernährte sich rein pflanzlich, später dann noch glutenfrei, zuckerfrei und mehlfrei. Sie nahm kaum noch Fett zu sich und verzichtete letztendlich auch darauf. Das komplette Leben war schließlich nur noch darauf ausgerichtet, was sie essen durfte und was nicht. Die bittere Erkenntnis der jungen Frau lautet heute, sie habe in einer „Blase aus Verzicht“ gelebt und ein Leben geführt, was eigentlich überhaupt nicht mehr lebenswert war. Jordan Younger ist nicht alleine, es gibt immer mehr Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren und dabei nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

    Die Krankheit dominiert den Alltag

    Menschen, die unter Orthorexie leiden, verlieren immer mehr den sozialen Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten. Sie können kein Restaurant mehr besuchen, denn dort können sie nicht sicher sein, dass das Essen auch wirklich ihren Essgewohnheiten entspricht. Einkaufen wird zur Schwerstarbeit, weil auf jeder Packung zunächst einmal die Zutaten studiert werden müssen. Die psychische Störung dominiert schließlich den Alltag und lässt den Betroffenen keine Pause mehr. Neben den mentalen Problemen sorgt Orthorexie aber auch für schwerwiegende körperliche Probleme. Die einseitige Ernährung führt in den meisten Fällen zu Untergewicht, der Hormonhaushalt stellt sich komplett um und es kommt zu massiven Mangelerscheinungen und die Haut leidet ebenso wie die Haare, die Zähne und die inneren Organe.

    Orthorexie – Keine anerkannte Krankheit

    Noch ist Orthorexie keine anerkannte Krankheit, aber nach Ansicht von Experten kann diese Erkrankung der Anorexie zugeordnet werden. In beiden Fällen sind die Betroffenen nur noch damit beschäftigt, ihr Essen wieder und wieder zu selektieren. Sie streichen immer mehr Lebensmittel von ihrer Speisekarte und der Wunsch nach stetiger Kontrolle und Gesundheit bestimmt mehr und mehr das tägliche Leben. Psychologen sind der Meinung, dass der Wunsch nach dem perfekten Essen auch mit den zahlreichen Lebensmittelskandalen zusammenhängt. Aktuell sind ca. drei Prozent der Deutschen von Orthorexie betroffen, es sind vor allem junge Frauen, die mit dieser speziellen psychischen Erkrankung zu kämpfen haben. Rund ein Prozent verhält sich extrem und sollte daher psychologisch intensiv behandelt werden.

    Der überwiegende Teil der Deutschen nennt nach einer neuen Befragung die Gesundheit als das höchste Gut, und das gibt Auskunft darüber, wie wichtig vielen Menschen das Essen geworden ist.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • Welche Brotsorten sind besonders gesund?

    Welche Brotsorten sind besonders gesund?

    Gesunde Ernährung hat in der heutigen Zeit einen besonders hohen Stellenwert. Bio ist mehr als ein Trend und rund die Hälfte der Deutschen möchte Fleisch und Wurst aus der Region auf dem Teller haben. Auch beim Brot legen immer mehr Verbraucher Wert auf eine gute Qualität und kaufen ihr Brot und ihre Brötchen mittlerweile lieber beim Bäcker um die Ecke, als bei einem der großen Backdiscounter, die heute in den meisten Orten zu finden sind. Aber welche Brotsorte ist besonders gesund und welches Brot essen die Deutschen gern?

    • Pumpernickel

    Schon 1570 wurde im westfälischen Soest das erste Pumpernickel gebacken und bis heute gehört das dunkle leicht feuchte Brot zu den beliebtesten Brotsorten in Deutschland. Zu seinem Namen kam das Brot allerdings erst einige Jahrhunderte später, als die Soldaten Napoleons nach Westfalen kamen, das Schrotbrot probierten und danach ausgerufen haben: „bon pour Nickel“, was übersetzt so viel heißt wie: Das Brot ist gerade gut genug für Napoleons Pferd Nickel. Echtes Pumpernickel wird aus Roggenschrot, Wasser und Salz hergestellt, es hat einen kräftigen Geschmack und gehört zu den gesündesten Brotsorten, die man kaufen kann.

    • Dinkelvollkornbrot

    Auch Dinkelvollkornbrot gehört zu den gesunden Brotsorten und kann eine ebenso lange Geschichte wie das Pumpernickel vorweisen. Dinkel ist eine der ältesten Getreidesorten, die Menschen zu Brot verarbeiten und da Dinkel besser verträglich ist als Roggen oder Weizen, gehört Dinkelvollkornbrot zu den Brotsorten, die auch Menschen mit einem empfindlichen Magen gut vertragen können. Wenn es ums Abnehmen geht, dann sollte Dinkelvollkornbrot ebenfalls auf dem Speiseplan stehen, denn es hat wenig Kalorien, dafür aber viele Ballaststoffe.

    • Hafervollkornbrot

    Alle, die ein Brot mit einem extravaganten Geschmack zu schätzen wissen, sollten Hafervollkornbrot zu ihrer Lieblingsbrotsorte machen. Hafer ist reich an Eisen und Vitamin B, es hat wenig Kalorien und ist eine wunderbare Alternative zu Roggen- oder Weizenbrot. In früheren Zeiten galt Haferbrot als Brotsorte der armen Leute, denn Hafer kostete wenig und füllte trotzdem den Magen.

    • Sonnenblumenkernbrot

    Wer auf der Suche nach einem wirklich gesunden Brot ist, der sollte ein Sonnenblumenkernbrot kaufen. Zwar gibt es jede Menge Mehrkornbrote, die Sonnenblumenkerne in der Kruste haben, wenn das Brot allerdings gesund sein soll, dann müssen die Kerne der Sonnenblume auch im Teig zu finden sein. Kleiner Tipp, gutes Sonnenblumenkernbrot gibt es im Bioladen oder im Reformhaus.

    • Amaranthbrot

    Amaranthbrot gehört zu den neuen Brotsorten, obwohl dieses besondere Brot eine sehr lange Geschichte hat. Schon die Inkas in Mittelamerika nutzen das Getreide Amaranth, um daraus ein schmackhaftes Brot zu backen. Heute weiß man, dass Amaranth viel mehr Magnesium, Vitamin B und vor allem Eisen hat, als alle traditionellen Getreidesorten. Wer ein Amaranthbrot kauft, der sollte allerdings darauf achten, dass der Gehalt an Amaranth bei mindestens zehn Prozent liegt, nur einige der Körner im Teig machen leider noch kein gesundes Brot aus.

    • Grahambrot

    Nicht jeder mag Vollkornbrot, wer also auf der Suche nach einem hellen, gesunden Weizenbrot ist, der sollte ein Grahambrot kaufen. Alle, die eine erfolgreiche Diät machen möchten und deshalb auf kalorienreiches klassisches Weißbrot verzichten müssen, können als Alternative Grahambrot nehmen, das zwar wenig Kalorien hat, aber beim Geschmack an Weißbrot erinnert.

    • Hirsebrot

    Immer mehr Menschen leiden unter Glutenunverträglichkeit und das macht die Suche nach geeigneten Brotsorten schwierig. Eine gute Wahl ist Hirsebrot, das auch von denjenigen gut vertragen wird, die aufgrund einer Zöliakie keine Brotsorten mit Weizen, Dinkel oder Roggen vertragen. Wenn der örtliche Bäcker kein Hirsebrot hat, dann sind der Bioladen und das Reformhaus auch in diesem Fall eine gute Adresse.

    • Rheinisches Vollkornbrot

    Auch das Rheinische Vollkornbrot gehört zu den besonders gesunden Brotsorten, denn es ist reich an Mineral- und Ballaststoffen, bringt die Verdauung in Schwung und beugt effektiv Diabetes vor.

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  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

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  • Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Gesunde Ernährung steht für viele Menschen immer mehr im Vordergrund. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte Superfood aus exotischen Früchten und Pflanzen, wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa oder auch Acai-Beeren. Dieses Superfood soll besonders gesund und nahrhaft sein, es soll das Herz schützen und die Verdauung in geregelte Bahnen lenken. Vielfach ist exotisches Superfood allerdings sehr teuer und so stellt sich die Frage, ob der gleiche Effekt nicht mit heimischem Superfood erzielt werden kann. Tatsächlich wachsen praktisch vor der Haustür viele gesunde Alternativen zum exotischen Superfood, die wenig kosten und sehr gesund sind.

    Superfood mit exotischem Flair

    Chia-Samen – das klingt besser als Weißkohl, und das, obwohl beide in die Rubrik Superfood gehören. Der Unterschied besteht darin, dass Chia-Samen aus Lateinamerika kommen und ziemlich teuer sind und der Weißkohl, der in Deutschland wächst, immer frisch zu haben ist und deutlich weniger kostet. Chia-Samen oder auch Acai-Beeren sind ohne Zweifel sehr gesund, aber sie verdanken ihre Beliebtheit vor allem ihrem exotischen Flair. Viele sind der Ansicht, dass alles, was vom anderen Ende der Welt importiert wird, zwangsläufig auch gut sein muss. Dabei wird gerne vergessen, dass auch in Deutschland viele Nahrungsmittel wachsen, die nicht weniger gesund sind. Exotisches Superfood ist im Trend, aber wer sich gesund ernähren will, der muss dazu nicht in die Ferne schweifen.

    Kohl – das lokale Superfood

    Jeder hat schon mal Weißkohl, Rotkohl oder Grünkohl gegessen, aber nur die wenigsten wissen, wie gesund sie in diesem Moment gegessen haben. Wissenschaftler haben sich jetzt mit dem Grünkohl und dem Weißkohl beschäftigt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Ein heimlicher Star unter dem deutschen Superfood ist der Kohl. Grünkohl, Rotkohl und auch Weißkohl sind reich an Omega-3-Fettsäuren und hat jede Menge Vitamin K. Da Kohl auch viel Kalzium enthält, kann er für viele, die eine Laktoseintoleranz haben, eine Alternative zur Milch sein. Wenn der Weißkohl gerieben, gesalzen und dann gestampft wird, dann wird daraus Sauerkraut, ebenfalls ein Superfood aus deutschen Landen. Sauerkraut ist fermentiert und daher ein guter Lieferant für probiotische Kulturen, die die Verdauung unterstützen und die Fähigkeit haben, die Darmflora zu regenerieren. Auch der Rotkohl ist ein Superfood, das mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen der Acai-Beere in nichts nachsteht.

    Nüsse und Maronen – gesund und lecker

    Wem auf dem Weihnachtsmarkt der verführerische Duft von frisch gerösteten Maronen in die Nase steigt, der sollte nicht zögern, sondern eine Portion kaufen. Die Edelkastanie enthält viel Vitamin B und da Maronen auch Tryptophan enthalten, einen Baustein für das Glückshormon Serotonin, haben sie eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung. Auch Walnüsse sind ein echtes Superfood, denn die Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Kalium und Magnesium, die das Herz, die Muskeln und den Kreislauf stärken und schützen. Die ebenfalls enthaltenen Vitamine C und K schützen die Haut vor vorzeitiger Alterung und sie senken den Blutdruck.

    Die gesunde Hagebutte

    Hagebutten sind die Scheinfrüchte der Heckenrose, und neben dem Sanddorn gibt es kein anderes heimisches Superfood, das so viel Vitamin C enthält. Auf 100 g Hagebutten kommen 1500 mg Vitamin, im Vergleich dazu bringt es die Zitrone nur auf 50 mg auf 100 g Früchte. Hagebutten stärken das Immunsystem, sie sind bei der Wundheilung sehr hilfreich und sie enthalten Gerbstoffe, die die Verdauung regulieren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Hagebutten auch bei Arthrose und der Behandlung von Rückenschmerzen eine gute Wahl sind, denn die kleinen roten Früchte enthalten wertvolle Galaktolipide. Bei Erkältungen, Darmbeschwerden und auch bei einer Entzündung der Harnwege haben sich Hagebutten bestens bewährt. Damit die Hagebutten ihre ganze Kraft und ihren aromatischen Geschmack entfalten können, müssen sie einmal dem Frost ausgesetzt sein, erst dann können die Früchte zu leckerem Mus oder auch zu Marmelade verarbeitet werden.

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  • Weihnachtszeit ist Abnehmzeit

    Weihnachtszeit ist Abnehmzeit

    Seit September bereits locken die Supermärkte lange vor der Weihnachtszeit mit süßen Leckereien wie Gebäck, Marzipankartoffeln, Schokolade oder Pfeffernüssen, die zwar echt gut schmecken, aber den eigenen Körper wie einen Hefekeks auseinander gehen lassen. Stattdessen sollte man auf die Köstlichkeiten verzichten und sich gesunden, aber dennoch schmackhaften Nahrungsmitteln widmen, um die beginnnende Weihnachtszeit zu genießen.

    Abnehmzeit positiv für die Gesundheit

    Eine Abnehmzeit wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und die Weihnachtszeit ist der ideale Zeitpunkt. Statt Schlemmen steht eine gesunde Ernährung und der weites gehende Verzicht auf weihnachtliche Köstlichkeiten auf dem Plan. Die Kunst des Abnehmens besteht darin eine ausgeglichene Kalorienbilanz zu haben. Der Kalorienverbrauch muss geringer sein als die Kalorienaufnahme und resultiert langfristig in einer Gewichtsreduzierung.

    Der persönliche Kalorienbedarf kann auf einfache Art errechnet werden. Erforderlich ist die Angabe des Geschlechts, des Alters, Gewichts, Körpergröße und wie viele Minuten für bestimmte tägliche Tätigkeiten investiert werden. Die Summe der Tätigkeiten sich exakt auf 1440 Minuten (24 Stunden) belaufen. Bei den Tätigkeiten handelt es sich um Schlafen, Essen/Sitzen, Gehen, leichte Aktivität, Fahrrad fahren, Laufen, Schwimmen, Fitnesstraining und Laufen. Die Angabe ob eine Schwangerschaft vorliegt, gestillt wird oder keines von beiden existent muss ebenfalls erfolgen. Basierend auf den eigenen Daten errechnet sich der Kalorienbedarf und auf dieser Grundlage sollten die Lebensmittel ausgewählt werden. Einen Kalorienbedarfsrechner stellen zahlreiche Krankenkassen auf ihren Webseiten kostenlos zur Verfügung.

    Sättigende Lebensmittel

    In der schlemmerreichen Weihnachtszeit ist die Versuchung enorm groß zur kalorienreichen Kost zu greifen, vor allem weil sie so gut schmeckt. Hier können Nahrungsmittel mit einem hohen Sättigungseffekt helfen die tägliche Kalorienaufnahme auf den persönlichen Kalorienbedarf zu limitieren.

    Äpfel, Zitrusfrüchte, Sellerie, Chia-Samen, Leinsamen und Beeren sollten auf jeden Fall fester Bestandteil des Speiseplans sein. Der Genuss eines Apfels vermindert das Hungergefühl und spart rund 200 Kalorien pro Mahlzeit. Der Apfel gilt außerdem als eine natürliche Apotheke mit einem hohen Anteil an Vitaminen und dem sättigenden Pektin. Empfehlenswert ist ein Apfel vor jeder Mahlzeit wie dem Mittagessen oder Abendessen. Zusätzlich fungiert er als echter Fettschmelzer. Die anderen Nahrungsmittel wie die Chia-Samen sorgen für ein hohes Sättigungsgefühl, welches stundenlang anhalten kann und den Appetit bremst.

    Beim Einkauf im Supermarkt gilt es die Auslagen der leckeren Weihnachtskost gekonnt zu ignorieren. Mit leeren Magen sollte der Lebensmitteleinkauf vermieden werden, weil dabei mehr im Einkaufswagen landet als man eigentlich wollte und dies führt zu einer Verteuerung des Einkaufs. Ein festes Budget und Einkaufzettel helfen zusätzlich nur die Lebensmittel einzukaufen, die wirklich sinnvoll und gesund sind.

    In der Weihnachtszeit Bewegung statt Couch

    Die Weihnachtszeit verleitet wegen der Kälte dazu im Haus zu bleiben und es sich auf der Couch bei Lebkuchen gemütlich zu machen. Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, weshalb Kälte, Schnee, Regen, Wind und Glätte nicht als Ausrede gelten sollten.

    Ein Spaziergang an der Luft bringt den Körper und Kreislauf in Schwung. Wer es sportlicher mag, kann einen Jogginglauf unternehmen, Ski fahren, eine Wanderung unternehmen oder das Schwimmbad besuchen. Daheim bieten sich Indoor-Aktivitäten an, die nicht unbedingt sportlich sein müssen. Normale Tätigkeiten im Haushalt wie das Treppensteigen, Putzen, Waschen und Küchenarbeit verbrennen je nach Dauer ausreichend Kalorien. Die Haushaltstätigkeiten sollten zur Steigerung des Kalorienverbrauchs bei Bedarf mit sportlichen Aktivitäten ergänzt werden. Sportliche Bewegungen, die jeder beherrscht sind der Hampelmann, Kniebeugen, Schulterheben mit Wasserflaschen, der Ausfallschritt, Sprünge und das Wippen.

    Die Kombination aus gesunder Ernährung, Verzicht auf kalorienreiche Köstlichkeiten, regelmäßiger Bewegung und sättigenden Lebensmittel führt nicht nur in der Weihnachtszeit zu einer langsamen Reduzierung des Gewichts. Der Körper und die Gesundheit wird es einem danken, wenn die Tipps befolgt und umgesetzt werden.

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