Schlagwort: Gesundheit

  • Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Jedes Jahr können 100.000 Menschen weltweit dank einer Hornhauttransplantation wieder sehen. Da die Keratoplastik eine Erfolgsquote von bis zu 95 % hat, ist sie die erfolgreichste Transplantationsmethode der Welt. Es gibt jedoch ein Problem, es fehlen Spender. Bislang wurde für eine Hornhauttransplantation die Hornhaut von Verstorbenen verwendet, da die Zahl der Spender aber immer weiter zurückgeht, muss sich die Medizin etwas einfallen lassen. Bei der Suche nach einer geeigneten Alternative stießen die Forscher jetzt auf einen kleinen unscheinbaren Fisch, dessen Schuppen die Rettung für alle sein können, die wieder sehen möchten.

    Die Hornhaut – eine ganz besondere Haut

    Die Cornea, wie die Hornhaut medizinisch heißt, hat salopp gesagt, für das Auge die Funktion einer Windschutzscheibe. Diese äußere, transparente Haut ist sehr berührungsempfindlich und besteht aus mehreren Zelllagen, die aber nur 0,6 mm dünn sind. Diese Zelllagen weisen jedoch eine biologische Besonderheit auf, denn sie haben keine Blutgefäße, sie werden vielmehr von einem System aus Gefäßen in der Nachbarschaft ernährt. So kommen die Nährstoffe unter anderem aus dem Tränenfilm auf der Vorderseite und dem sogenannten Kammerwasser auf der Rückseite der Hornhaut. Alle Medikamente, die in der Blutbahn zirkulieren, können die Hornhaut nur schwer erreichen, aber das hat einen großen Vorteil. Da es keine Gefäße und auch keinen Kontakt zu den Immunzellen gibt, kommt es bei einer Hornhauttransplantation kaum zu Abstoßreaktionen gegen die fremde Hornhaut. Die Immunabwehr des Empfängers erkennt und bekämpft das fremde Gewebe daher nicht.

    Wann ist eine Hornhauttransplantation erforderlich?

    Immer wenn die Hornhaut verletzt wird, sich eintrübt oder Vernarbungen aufweist, dann kann eine Hornhauttransplantation dafür sorgen, dass das Sehvermögen erhalten bleibt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund zehn Millionen Menschen unter einer Erkrankung der Hornhaut, sie sind sehbehindert oder sogar komplett blind. Bei einem Grauen Star ist eine Hornhauttransplantation eine Hilfe, um das Sehvermögen wieder zu erlangen, wie auch bei Verletzungen oder Verätzungen der Hornhaut. Unter Vollnarkose wird die gesunde, klare Hornhaut dem Empfänger eingepflanzt. Während der Operation wird die verletzte oder kranke Hornhaut zunächst in kleinen Scheibchen von sieben bis acht Millimeter Durchmesser abgeschliffen und dann durch die fremde Hornhaut ersetzt. Schon kurz nach der Operation kann der Patient deutlich besser sehen und nach wenigen Wochen ist die Sehkraft dann wieder hergestellt.

    Fischschuppen ersetzen die Hornhaut

    Der Tilapia-Fisch lebt bevorzugt in asiatischen und lateinamerikanischen Gewässern, er ist sehr schmackhaft und er hat ganz besondere Schuppen. Diese Schuppen enthalten einen Rohstoff, der eine Hornhauttransplantation auch ohne einen menschlichen Spender möglich macht. Die Schuppen des Fisches bestehen beinahe ausschließlich aus einem Kollagen, was der menschlichen Hornhaut sehr ähnlich ist. Wissenschaftler aus Taiwan sind auf die Idee gekommen, die Schuppen des Fisches aus der Familie der Buntbarsche als Hornhaut zu verpflanzen. Die ersten Tierversuche waren sehr vielversprechend, denn die fremde Hornhaut wurde gut angenommen und es gab kaum Abstoßungsreaktionen.

    Von der Fischschuppe zur Hornhaut

    Für eine Hornhauttransplantation müssen die Fischschuppen zunächst gründlich mit Salpeter- und Essigsäure gereinigt, entkernt und dann entkalkt werden. Dann werden die Nukleinsäuren DNS und RNS vollständig entfernt, denn das minimiert das Risiko, dass bei einer Hornhauttransplantation Viren, Bakterien oder auch Parasiten auf die Hornhaut gelangen. So entsteht bei der sogenannten BioCornea eine sehr hohe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Licht, die beste Voraussetzung für eine künstliche Hornhaut. Noch ist die Alternative zur Spenderhornhaut kein Massenprodukt und noch immer werden viele Menschen erblinden, weil es nicht genug Spender gibt. Wer seine Hornhaut nach dem Tod spenden möchte, der sollte einen Organspendeausweis haben, denn nur dann kann die Hornhaut noch bis zu 72 Stunden nach dem Tod für eine Transplantation entnommen werden. Die Hornhaut des Verstorbenen wird dann durch eine Kunststoffschale ersetzt, damit ein Abschiednehmen am offenen Sarg möglich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Rangizzz

  • Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank über die Feiertage – warum das gefährlich werden kann

    Krank zu sein ist nicht angenehm, aber über die Feiertage krank zu werden, das kann unter Umständen sogar richtig gefährlich werden. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind denkbar ungünstig für alle, die sich verletzen oder krank werden, denn die ärztliche Versorgung an den Feiertagen lässt bundesweit sehr zu wünschen übrig. Wenn es sich irgendwie verhindern lässt, dann sollte man mit einem verdorbenen Magen oder einem anderen Unwohlsein nicht ins Krankenhaus gehen, denn das kann sehr gefährlich werden.

    Überfüllte Notaufnahmen

    Die Notaufnahmen der deutschen Krankenhäuser sind ohnehin chronisch überlastet, aber über die Feiertage ist dort die Hölle los. Stundenlange Wartezeiten sind keine Seltenheit und auch die Gefahr der fehlerhaften Behandlungen steigt über die Feiertage drastisch an. Nicht umsonst sterben zwischen Weihnachten und Neujahr überdurchschnittlich viele Menschen, die Ursache liegt vor allem an der unzureichenden medizinischen Versorgung. In Deutschland fehlen erfahrene Ärzte, deshalb sind in den Notaufnahmen der Kliniken in der Regel junge Assistenzärzte zu finden, die frisch von der Universität kommen. Diesen Ärzten fehlt es nicht nur an Erfahrung, sie sind auch hilflos und vollkommen überlastet, angesichts der vielen Patienten, die über die Feiertage in den Notaufnahmen sitzen. Ober- und Chefärzte sind zwischen Weihnachten und Neujahr nur selten in der Notfallambulanz zu finden, sie schicken stattdessen die jungen Kollegen an die Front, die noch keine Familien haben.

    30 % mehr Patienten über die Feiertage

    Zwischen Weihnachten und Neujahr sind in den Notaufnahmen der Krankenhäuser rund 30 % mehr Patienten zu finden, als das an normalen Tagen der Fall ist. Eltern mit ihren Kindern sind dort ebenso zu finden wie auch Menschen, die zu Weihnachten einfach nur zu viel gegessen und getrunken haben. Gallenschmerzen und Magendrücken gehören zu den am häufigsten behandelten Krankheiten über die Feiertage, aber auch schwer kranke Menschen finden sich in den Notaufnahmen ein. Es sind meist Krebskranke, die Weihnachten gerne zu Hause bei der Familie verbringen möchten, aber deren Zustand sich dann so sehr verschlechtert hat, dass sie wieder ins Krankenhaus müssen. Es ist diese Mischung aus leichten und schweren Fällen, die die Situation in den Notaufnahmen noch verschärft, denn Assistenzärzten fehlt die nötige Erfahrung, die ernsten Erkrankungen von den harmlosen gesundheitlichen Problemen zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

    Der Bereitschaftsdienst – nicht viel besser

    Wer über die Feiertage krank wird, der hat neben den Notaufnahmen noch eine andere Möglichkeit, medizinische Hilfe zu finden. Es gibt den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte, aber der ist über Weihnachten und Neujahr nicht sonderlich gut besetzt. So gibt es zum Beispiel in der Millionenstadt Berlin nur eine einzige allgemeinmedizinische Praxis, die in diesen Tagen Bereitschaft hat. Allerdings schließt diese Praxis am Wochenende um 22:00 Uhr, wer danach krank wird, der hat Pech und muss in eine der überfüllten Notaufnahmen gehen. Zwar gibt es die bundesweit gültige Rufnummer 116 117, unter der jeder erfragen kann, wo es einen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, aber man muss Glück haben, eine offene Praxis in der näheren Umgebung zu finden. Wer auf dem Land wohnt, der muss lange Anfahrtswege in die nächst größere Stadt in Kauf nehmen.

    Unterfinanzierte Rettungsstellen

    Die deutschen Rettungsstellen wie die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind permanent in Finanznot. Sie haben kein eigenes Budget und müssen von den anderen Abteilungen der Kliniken mitfinanziert werden. Die innere oder auch die chirurgische Abteilung benötigen naturgemäß ein großes Budget und das wirkt sich nachteilig auf die Notaufnahmen aus. In der Folge muss nicht nur bei der Ausstattung kräftig gespart werden, auch bei den Kosten für das medizinische Personal sieht es schlecht aus.

    Wer über die Festtage gesund bleiben will, der sollte nicht zu fett essen, nicht zu viel trinken und seinem Magen öfter mal eine Pause gönnen.

    Bild: © Depositphotos.com / Feverpitch

  • Gesundheitsrisiko Anti-Baby-Pille – Pharmakonzern vor Gericht

    Gesundheitsrisiko Anti-Baby-Pille – Pharmakonzern vor Gericht

    Dass die Anti-Baby-Pille nicht nur die Verhütung revolutioniert hat, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt, das ist seit langem bekannt. Neu ist allerdings, dass jetzt eine Frau einen Pillenhersteller verklagt, denn sie hat die Einnahme der Anti-Baby-Pille fast das Leben gekostet. In den USA laufen schon einige Klagen gegen den Pharmariesen Bayer, in Deutschland ist der Prozess, der jetzt angelaufen ist, aber ein Novum. Das Landgericht in Waldshut-Tiengen in Baden-Württemberg muss darüber entscheiden, ob Bayer fahrlässig gehandelt hat oder nicht.

    Worum geht es im Prozess?

    200.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz – so lautet die Forderung von Felicitas Rohrer aus Willstätt an den Pharmakonzern Bayer aus Leverkusen. 2009 hat die heute 31-jährige die Anti-Baby-Pille „Yasminelle“ eingenommen und der in dieser Pille enthaltene Wirkstoff Drospirenon hat bei der Tierärztin eine lebensgefährliche Lungenembolie ausgelöst, die sie fast das Leben kostete. Nur eine Notoperation rettete das Leben der jungen Frau, die bis heute unter den Folgen der Thrombose und der anschließenden Embolie zu leiden hat. Felicitas Rohrer ist dauerhaft körperlich eingeschränkt und kann keine Kinder mehr bekommen. Mit dem Prozess gegen Bayer will sie nun erreichen, dass Bayer die umstrittene Pille vom Markt nehmen muss.

    Die Anti-Baby-Pille als Verkaufsschlager

    Die Pille ist schon lange nicht mehr einfach nur ein Mittel zur Verhütung, die Pille ist vielmehr zu einer Art Lifestyle-Artikel geworden. Schönes Haar, einen makellosen Teint und ein besseres Lebensgefühl versprechen die Pharmahersteller wie Bayer und bewerben so ihre Anti-Baby-Pillen. Die Gefahren werden dabei geschickt heruntergespielt oder wie im Fall der Pille „Yasminelle“, überhaupt nicht erwähnt. Auf diese Weise ist das Geschäft mit den Pillen der neuen Generation zu einem Milliardengeschäft geworden, auf das die Pharmakonzerne natürlich nicht mehr verzichten wollen. Vor allem das Traditionsunternehmen Bayer verdient mit dem Verkauf der neuen Anti-Baby-Pille ein Vermögen und ein schlechtes Image ist diesem Geschäft nicht sonderlich zuträglich. Wissenschaftliche Daten, so Bayer, haben bestätigt, dass keine Gefahr besteht, wenn die Pille korrekt eingenommen wird. Beispiele aus anderen Ländern beweisen jedoch genau das Gegenteil.

    Anti-Baby-Pille – Klagen weltweit

    Die Tierärztin aus Baden-Württemberg ist kein Einzelfall, weltweit haben Frauen bereits gegen Pharmaunternehmen geklagt, weil sie nach der Einnahme der neuen Anti-Baby-Pille krank geworden sind. Mehrere Tausend Frauen sind es alleine in den USA. Bayer hat dort in den vergangenen Jahren rund 9000 Vergleiche geschlossen, um einem drohenden Urteil zu entgehen und bislang 1,9 Milliarden Dollar an die Geschädigten gezahlt. Besonders tragisch ist ein Fall aus der Schweiz, dort nahm 2009 eine damals 16-jährige die Pille „Yaz“, die von Bayer hergestellt wird und ähnliche Inhaltsstoffe wie die umstrittene „Yasminelle“ hat. Das Mädchen erlitt eine lebensgefährliche Lungenembolie und ist heute schwerbehindert. Die verzweifelten Eltern klagten auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, aber das Schweizer Bundesgericht wies die Klage 2015 ab.

    Die Situation in Deutschland

    Die Techniker Krankenkasse (TK) schreibt in ihrem „Pillenreport“, der Anfang Dezember 2015 veröffentlicht wurde, dass die Pillen der dritten und vierten Generation ein Thrombose-Risiko haben, was deutlich höher ist, als es bei den Pillen der zweiten Generation der Fall war. Die TK rät Frauen daher, eine Anti-Baby-Pille der zweiten Generation zu nehmen, denn diese Präparate schützen ebenso gut und sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft, aber das Thrombose-Risiko ist deutlich geringer. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte bereits im März 2014 auf das Risiko einer Thrombose hingewiesen und die Hersteller wie Bayer aufgefordert, dies in den Beipackzetteln zu erwähnen. Es wurden zwar neue Studien angeordnet, aber das Bundesinstitut sieht bis heute keinen Grund, die umstrittenen Pillen vom Markt zu nehmen.

    Frauen, die die Pille nehmen möchten, sollten sich vorher mit ihrem Arzt besprechen und ihn fragen, welche Risiken es gibt. Das gilt besonders dann, wenn es in der Familie bereits Fälle von Thrombosen gab.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Die Kassenbeiträge steigen – das sollten Versicherte wissen

    Die Kassenbeiträge steigen – das sollten Versicherte wissen

    Es ist mal wieder so weit, die gesetzlichen Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge und das auf breiter Front. Von dieser Erhöhung der Kassenbeiträge sind einmal mehr nur die Arbeitnehmer betroffen, denn sie müssen ab nächstes Jahr wieder tiefer für ihre Gesundheit in die Tasche greifen, die Arbeitgeber tragen die erneute Erhöhung nicht mit. Was können die Versicherten tun, die einen höheren Kassenbetrag nicht mitmachen wollen? Kann die Kasse einfach so gekündigt werden oder gibt es wie bei der Kfz-Versicherung ein Sonderkündigungsrecht?

    Höhere Kassenbeiträge für mehr Wettbewerb

    Aktuell betragen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse 14,6 %, die je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern getragen werden. Seit Anfang des Jahres haben die Krankenkassen aber die Möglichkeit, einen zusätzlichen Betrag von ihren Kunden zu verlangen, und zwar immer dann, wenn sie der Meinung sind, dass sie mit den 14,6 % nicht auskommen. Diese Möglichkeit wurden den Kassen vom Gesetzgeber an die Hand gegeben, denn die Politik möchte einen größeren Wettbewerb unter den Anbietern haben. Im ersten Jahr der neuen Regelung 2015, wurden die Kassenbeiträge im Schnitt um 0,9 % nach oben korrigiert, aber keine der Kassen wagte einen deutlichen Ausflug nach oben. Im zweiten Jahr, also 2016, wird ein Anstieg der Kassenbeiträge für die Arbeitnehmer um 1,1 % erwartet, aber es zeichnen sich schon heute sehr große Differenzen zwischen den einzelnen Krankenkassen ab.

    Welche Kasse verlangt welchen Zusatzbeitrag?

    Viele gesetzliche Krankenversicherte sind irritiert und auch beunruhigt, denn sie wissen nicht, um wie viel ihre Kasse die Beiträge erhöht. Es sind die Versicherten der Deutschen Angestellten Krankenkassen (DAK), die ab dem kommenden Jahr am tiefsten in die Tasche greifen müssen, denn die DAK, die einen Beitragssatz von 16,1 % hat, wird 2016 ihre Kassenbeiträge um 1,5 % erhöhen. Aber auch die anderen Kassen verlangen von ihren Versicherten deutlich höhere Beiträge:

    • Barmer GEK – 1,1 %
    • Techniker Krankenkassen TK – 1,0 %
    • KKH – 1,2 %
    • IKK Nord – 1,3 %
    • AOK Baden-Württemberg – 1,0 %
    • AOK Bremen – 1,1 %
    • AOK Bayern – 1,1 %
    • AOK Niedersachsen – 0,8 %
    • AOK Nordost – 0,9 %
    • AOK Nordwest – 1,1 %
    • AOK Rheinland-Pfalz – 1,1 %
    • AOK Sachsen-Anhalt – 0,3 %

    Nur die AOK Hessen hat bis jetzt die Kassenbeiträge noch nicht erhöht. Die IKK Classic ist sich noch nicht einig, ob oder um wie viel sie die Kassenbeiträge der Versicherten in diesem Jahr erhöhen wird, die Entscheidung darüber fällt erst am 21. Dezember.

    Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?

    Wenn die Kassenbeiträge steigen, dann wollen das nicht alle Versicherten mitmachen und sie suchen nach einer Krankenkasse, die weniger Beiträge verlangt. Wer heute seine Krankenkasse wechseln möchte, der kann sich auf sein Sonderkündigungsrecht berufen, was immer dann gilt, wenn die Kassen die zusätzlichen Beiträge neu festlegen. In diesem Fall muss die jeweilige Kasse ihre Mitglieder in schriftlicher Form über den vom Gesundheitsministerium ermittelten durchschnittlichen Zusatzbeitrag informieren, zudem muss die Kasse die Versicherten immer auf die Beitragsliste beim GKV-Spitzenverband hinweisen. Sollte der zusätzliche Beitrag einer Krankenkasse über dem durchschnittlichen Jahreswert liegen, dann muss die Kasse explizit darauf hinweisen und den Versicherten zudem mitteilen, dass es günstigere Angebote gibt. Das alles muss die Kasse immer bis zum Ende des Monats tun, der der Erhöhung der Beiträge vorangeht. Aktuell müssen die Versicherten von ihren Kassen noch vor dem 1. Januar 2016 darüber informiert werden, dass die Beiträge steigen werden.

    Wer jetzt die Krankenkasse wechseln möchte, der sollte sich im Vorfeld sehr genau darüber informieren, ob die neue Kasse ihre Beiträge nicht doch noch erhöhen wird. Eine Zusammenfassung der neuen Beiträge gibt es auf der Seite des GKV-Spitzenverbandes unter www.gkv-zusatzbeitraege.de, ab dem 1. Januar 2016 werden dort alle gesetzlichen Krankenkassen und ihre Betragserhöhungen aufgelistet.

    Bild: © Depositphotos.com / photooasis

  • Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Frische Luft in Flaschen – Chinas Mittel gegen Smog

    Der Umweltgipfel in Paris ist gerade zu Ende gegangen, da meldet China Smogalarm und empfiehlt seinen Bürgern, doch besser zu Hause zu bleiben. Umweltverbände sprechen von der schlechtesten Luftqualität, die es jemals in China gegeben hat, denn in Großstädten wie Peking oder Shenyang wurden bis zu 1400 Mikrogramm des besonders gefährlichen Feinstaubs PM2.5 gemessen, dass 50-fache dessen, was die WHO als Obergrenze angibt. Aber viele Chinesen wissen sich zu helfen, sie kaufen frische Luft in Flaschen, die aus dem sauberen Kanada importiert wird.

    Smog als Todesursache

    Umweltverschmutzung und der daraus resultierende Smog macht den Chinesen gesundheitlich immer mehr zu schaffen. Die Zahl derjenigen, die an Krebs, an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall sterben, steigt stetig an, aber die Regierung ignoriert dieses große Problem. Zwar versuchen die jeweiligen Bezirksregierungen der schlechten Luft Herr zu werden, aber sie stehen auf verlorenem Posten. In den Wintermonaten werden die Heizungssysteme in den Millionenstädten hochgefahren und das sorgt für Smog, der es den Bewohnern unmöglich macht, weiter als 100 m zu sehen oder tief durchzuatmen. Die Augen brennen, der Rachen schmerzt und viele kaufen deshalb eine Atemmaske, um wenigstens das Gefühl zu haben, sich gegen die buchstäblich dicke Luft schützen zu können. Die Bezirksregierungen rufen die Anwohner auf, die Autos stehen zu lassen und stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, und sie schließen die Schulen, damit wenigstens die Kinder nicht die lebensgefährliche Luft einatmen müssen.

    Mit importierter Luft gegen den Smog

    Auch wenn es wie eine aberwitzige Idee klingt, aber die Chinesen kaufen frische Luft, die in Kanada abgefüllt wurde und meinen, so dem Smog, der sie tagtäglich umgibt, entkommen zu können. Vor allem in der Hauptstadt Peking, das zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer dichten, ungesunden Suppe aus Smog versinkt, steigt die Nachfrage nach frischer Luft in Flaschen sprunghaft an. Auf die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, kam ein Kanadier mit Namen Moses Lam. Seit gut zwei Monaten verkauft er seine Sprühflaschen randvoll mit sauberer kanadischer Luft an die Volksrepublik, und hat seitdem eine mehr als lukrative Einnahmequelle für sich entdeckt. Umgerechnet 22 Euro kostet eine Flasche mit 7,7 Litern garantiert sauberer Luft aus den Rocky Mountains, und 4000 dieser Frischluftflaschen hat Moses Lam bereits nach Fernost versandt. Eigentlich war die Idee, frische Luft in Flaschen zu füllen, eine Schnapsidee, aber als die ersten 500 Flaschen, die Lam bei eBay anbot, in nur wenigen Tagen vergriffen waren, wurde daraus eine Geschäftsidee.

    Frische Luft – der Luxus gegen Smog

    Während die überwiegende Mehrheit der Chinesen weiter im Smog leben und die schlechte Luft ungefiltert einatmen muss, kann sich die chinesische Oberklasse den Luxus leisten, kanadische Luft in Flaschen zu atmen. Es sind vor allem Frauen, die es sich leisten können, Frischluftflaschen zu kaufen, die 50-mal so viel kosten wie eine Flasche Mineralwasser. Sie verwenden die Luft aus Kanada bei sich zu Hause oder verschenken sie an Freunde. Aktuell ist es im Trend, bei einer Party eine Flasche frische Luft dabei zu haben, um seine Freunde damit zu besprühen.

    Ein Problem und keine Lösung

    Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins weltweit, aber Länder wie China sind auf diese ungesunde Art der Energieversorgung angewiesen. Zum Heizen, aber vor allem auch für die Gewinnung von Strom setzt China nach wie vor auf Braunkohle und das führt besonders in der kalten Jahreszeit zu starkem Smog. Die einzige Hoffnung für die leidgeplagten Chinesen in den großen Städten ist das Wetter, denn wenn der Wind dreht und dann aus einer günstigen Richtung weht, dann können die Menschen in den Millionenstädten vorsichtig durchatmen. Leider sieht es im Moment nicht nach einer Wetterveränderung aus.

    Bild: © Depositphotos.com / tomwang

  • Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    „Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen“, sagt ein altes Sprichwort, aber nicht jeder kann unbefangen und strahlend lächeln, wenn die Zähne nicht vorzeigbar sind. Gesunde Zähne machen nicht nur ein schönes Lächeln möglich, gesunde Zähne sind auch ein wichtiger Eckpfeiler, wenn es um die Gesundheit an sich geht. Werden die Zähne krank, dann hat das unschöne Folgen, weil nicht nur das Lächeln verschwindet, auch essen wird zunehmend schwerer, was letztendlich Mangelerscheinungen zur Folge hat.

    Gesunde Zähne von Anfang an

    Die Zähne werden schon im Mutterleib angelegt, aber der erste Zahn bricht erst sechs bis acht Monate nach der Geburt in einem meist schmerzhaften Prozess durch. Zuerst sind die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zu sehen, dann folgen die seitlichen Schneidezähne und schließlich die Eckzähne. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, der erste bleibende Zahn ist der Backenzahn, der sich im sechsten Lebensjahr seinen Weg durch den Kiefer bahnt. Bis zum zwölften Geburtstag verschwinden die Milchzähne nach und nach, die bleibenden Zähne bilden sich aus, und ab dem 17. Lebensjahr wird das bleibende Gebiss durch die Weisheitszähne komplettiert. Insgesamt sind es dann 32 Zähne, die gut gepflegt werden müssen, damit sie ein Leben lang gesund bleiben. Kinder, die gesunde Zähne haben, werden auch als Erwachsene wenig Probleme haben, deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder schon früh lernen, ihre Zähne richtig zu pflegen.

    Gesunde Zähne sind kein Zufall

    Zähne sind widerstandsfähig, aber sie müssen entsprechend gepflegt werden, damit sie gesund bleiben. Tägliches Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und einer speziellen Bürste für die Zahnzwischenräume, sowie regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sollten zur Pflege der Zähne dazugehören. Mit zunehmendem Alter werden die Zähne immer brüchiger und fallen schließlich aus, es beginnt die Zeit der dritten Zähne, wie Zahnersatz und Zahnprothesen auch gerne genannt werden. Während in früheren Zeiten nur eine Vollprothese infrage kam, arbeitet die Zahnmedizin heute mit unterschiedlichen Modellen beim Zahnersatz.

    Das Herz und die Gefäße leiden

    Gesunde Zähne sorgen nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sie sind auch maßgeblich an der allgemeinen Gesundheit beteiligt. Karies und Parodontitis können unter anderem das Herz schädigen, denn die Bakterien, die die Zähne krank machen, dringen in die Blutbahn ein und schädigen die Gefäße. Die empfindlichen Gefäße werden auf diese Weise weniger elastisch, sie können sich nicht mehr ausdehnen und das kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Studien beweisen, dass Menschen mit weniger gesunden Zähnen öfter eine koronale Herzerkrankung haben, als diejenigen, deren Zähne weder Karies noch Parodontitis aufweisen.

    Die Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin

    Keiner möchte mit einer unschönen Zahnlücke durchs Leben gehen, und wenn die Backenzähne fehlen, dann wird das Kauen sehr mühsam. Wurde das menschliche Gebiss früher komplett durch ein künstliches Gebiss ersetzt, so haben die Zahnärzte heute eine breit gefächerte Palette, wenn es um den Ersatz für die natürlichen Zähne geht. Implantate sind zu einem beliebten Zahnersatz geworden, denn die Implantate, die fest im Kieferknochen verankert werden, halten ein Leben lang und sie sind, was die Funktionalität angeht, kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden. Zahnspangen sind nicht nur bei Kindern ein Thema, auch immer mehr Erwachsene lassen sich heute die Zähne mit der Hilfe einer Spange richten. Zahnkliniken wie der DentalPark, bieten eine gesamtheitliche Behandlung der Zähne an. Auch Patienten, die mit einer Dentalphobie, einer extremen Angst vor dem Zahnarzt zu kämpfen haben, müssen sich in einer modernen Zahnklinik keine Sorgen machen. Auf Wunsch werden die Zahnbehandlungen unter Narkose durchgeführt, die von einem erfahrenen Anästhesisten überwacht wird.

    Gesunde Zähne machen das Leben in jeder Hinsicht leichter, und wer bis ins hohe Alter gesunde Zähne haben möchte, der muss sich gut um seine Zähne kümmern.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness