Schlagwort: Hausmittel

  • Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Jeder hat schon einmal die eine oder andere Situation erlebt, in der der Mund vermeintlich austrocknet und ein pelziges Gefühl am Gaumen bleibt. Der Mediziner spricht in diesem Fall von der sogenannten Mundtrockenheit, auch Xerostomie, genannt. Die Ursachen sind vielfältig, meist aber rasch wieder zu beheben.

    Hauptursache Flüssigkeitsmangel

    Meistens entsteht die Mundtrockenheit, wenn jemand zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit ist auch klar, dass bei Zufuhr von Wasser oder anderen Getränken das Gefühl schnell wieder vergeht und die Trockenheit behoben ist. Wer bei sportlicher Betätigung über das pelzige Gefühl im Mund klagt, der sollte sich selbst genau beobachten. Eventuell atmet er während der Belastung durch den Mund und nicht durch die Nase, womit eine Erklärung gefunden ist. Natürlich kann auch hier Flüssigkeitsmangel als Ursache vorliegen, womit auch in diesem Fall mit Trinken das Problem gelöst ist und die Speicheldrüsen wieder genügend Speichel produzieren.

    Altersbedingte unterschiedliche Ursachen als Auslöser

    Auch bei einer starken Erkältung kann es zu einer Xerostomie kommen. Ursache ist auch hier meist das Verhalten, dass man nicht durch die Nase, sondern den Mund atmet. Viele ältere Menschen klagen ebenfalls über die Trockenheit im Mundbereich, wobei hier nur selten eine Ursache wie ein schlecht sitzender Zahnersatz oder aber mangelnde Mundhygiene vorliegen. Denn es ist einfach die Natur der Sache, dass im Alter weniger Speichel hergestellt wird und es damit zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommt. Meist hilft auch hier, wenn die Trinkmenge entsprechend erhöht und damit das Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen wird.

    Der Gang zum Arzt ist nicht zwingend notwendig

    Die Mundtrockenheit an sich ist kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erst wenn sie gemeinsam mit Sprachschwierigkeiten, Kauproblemen oder Schluckbeschwerden auftritt, ist eine medizinische Diagnose notwendig. Auch das Auftreten mit weiteren Symptomen wie häufigem Harndrang oder starkem Durst und Gliederschmerzen, sind Gründe, sich medizinischen Rat zu holen. Ansonsten kann man der Mundtrockenheit auf unterschiedliche Weise selbst entgegen wirken. Wichtig ist in jedem Fall, die Speichelbildung zu fördern, was am besten durch Lutschen eines sauren Drops oder aber Kauen von Kaugummi geschieht.

    Ausreichend Trinken sorgt für notwendige Befeuchtung

    Wichtig ist natürlich, dass der Mundraum gut befeuchtet ist. Das kann man am besten durch Trinken von Mineralwasser, Wasser oder zuckerfreiem Tee bewerkstelligen. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sind in sparsamer Menge zu konsumieren, da sie aufgrund der Säure die Trockenheit im Mundbereich eher fördern. Wer raucht, sollte den Tabakkonsum besser einstellen, da dadurch die Mundhöhle noch trockener wird. Wer zu Hausmitteln greifen möchte, der sollte Speisen mit scharfen Gewürzen wie Cayennepfeffer essen. Dieses Gewürz hat die Eigenschaft, die Speichelbildung anzuregen. Während der Nacht kann es auch unterstützend wirken, wenn der Betroffene ein feuchtes Tuch auf die Heizung legt. Auch das wirkt einem stärkeren Austrocknen des Mundes entgegen. Wer aufgrund der Einnahme von Medikamenten die Mundtrockenheit entwickelt, kann mit seinem Arzt entsprechende Rücksprache halten und sollte auf ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff umsteigen. Xerostomie infolge einer Grippeerkrankung oder eines grippalen Infektes sollte während des Krankheitsverlaufs einfach mit viel Trinken behandelt werden. Normalerweise verschwindet mit dem Schnupfen, Husten und der Heiserkeit auch das trockene Gefühl im Mund wieder.

    Selbstgemachte Mundspülung hilft

    Ein probates Mittel, um gegen die Mundtrockenheit vorzugehen, ist das regelmäßige Gurgeln mit einer Mundspülung. Die kann ohne weiteres selbst hergestellt werden. Man nimmt dazu einfach eine Tasse mit lauwarmen Wasser und gibt einen halben Teelöffel Bikarbonat und einen halben Teelöffel Salz dazu. Morgens und abends sollte man damit vor dem Zähneputzen gurgeln. Die Spülung neutralisiert nämlich die Säuren im Mundraum und bekämpft gleichzeitig schädliche Keime. Klar ist auch, dass eine konsequente Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt. Denn da es dabei an Speichel weitgehend mangelt, sind die Zähne höherer Gefahr durch Bakterienbefall ausgesetzt. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen sollte auch Zahnseide zur Reinigung der Zwischenräume zur Anwendung kommen.

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  • Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Wenn nach einem schweren und üppigen Essen plötzlich Schmerzen im Bereich des Oberbauchs unterhalb des rechten Rippenbogens auftreten, dann ist das sehr wahrscheinlich die Galle, die sich über das allzu fette Essen beschwert. Die Beschwerden sind sehr schmerzhaft, denn die Galle reagiert auf zu fettes schweres Essen, in dem sie Gallensteine produziert. Wer häufig unter Gallenschmerzen leidet, der sollte über die Umstellung seiner Nahrung nachdenken und zu fettes Essen meiden. Eine Operation, bei der die Gallenblase entfernt wird, ist heute ohne große Probleme möglich, aber bevor es so weit kommt, können verschiedene Hausmittel effektiv dabei helfen, die Gallenschmerzen zu lindern.

    Wann treten Gallenschmerzen auf?

    Immer dann, wenn die Galle gereizt wird, dann reagiert sie mit heftigen Schmerzen. Fettes Essen reizt die Galle ebenso, wie hastig zu essen, denn wer seine Mahlzeiten im Eiltempo zu sich nimmt, der sollte sich anschließend nicht darüber beschweren, dass die Galle Probleme macht. Jeder, der mit Gallenschmerzen zu tun hat, ist gut beraten, sein Essen nicht schnell im Stehen herunterzuschlingen, sondern sich Zeit für die Mahlzeit zu nehmen. Auch zu süßes Essen kann für heftige Gallenkoliken sorgen, und wer für eine Zeit lang auf zu süßes und zu fettes Essen verzichtet, der wird schnell feststellen, dass die Galle Ruhe gibt und die Schmerzen verschwinden. Ist die Galle aber chronisch gereizt, dann gibt es die Möglichkeit, mit Hausmitteln etwas gegen die Gallenschmerzen zu tun.

    Artischocken und Schöllkraut

    Viele kennen das Schöllkraut als wirksames Hausmittel gegen Warzen, aber auch bei Beschwerden mit der Galle hat sich das Heilkraut bewährt. In Form von Tabletten oder als Lösung eingenommen, lindert Schöllkraut die Gallenschmerzen. Nicht zu empfehlen ist ein Tee aus Schöllkraut, denn Tees enthalten einen zu hohen Wert an Chelidonin, und dieser Wirkstoff kann bei einer zu hohen Dosis die Leber schwer schädigen. Auch Artischocken haben einen guten Ruf als Hausmittel gegen Gallenschmerzen. In der mediterranen Küche spielt das Gemüse eine große Rolle, denn die Blätter und die Böden der Artischocke schmecken gekocht oder gebraten, einfach köstlich. Die Artischocke senkt zudem die Fettwerte im Blut und schützt die Leber vor freien Radikalen. Wer jeden Tag fünf Gramm getrocknete Artischockenblätter vor den Mahlzeiten isst, der wird keine Gallenschmerzen mehr haben.

    Löwenzahn und Bockshornklee

    Um die Gallenbeschwerden in den Griff zu bekommen, haben sich auch der Löwenzahn und der Bockshornklee bewährt. Die Bitterstoffe im Löwenzahn regen die Gallentätigkeit an und wirken sich zudem auch noch positiv auf den Darm aus. Für einen Tee wird ein Esslöffel der Löwenzahnwurzel zerkleinert und mit kochendem Wasser übergossen. Das Ganze muss dann ca. zehn Minuten ziehen und wird anschließend in kleinen Schlucken zweimal am Tag getrunken. Auch wenn sich über den Geschmack streiten lässt, die heilsame Wirkung des Löwenzahns ist unbestritten. Kommt Bockshornklee gegen Gallenschmerzen zum Einsatz, dann sind es die Samen der Pflanze in der Form von feinem Pulver, das fertig gekauft werden kann. 25 Gramm des Pulvers werden in ein Glas Wasser gerührt und dann getrunken.

    Was ist bei Gallenschmerzen zu beachten?

    Wer einem guten Essen nicht widerstehen kann, aber keine Beschwerden mit der Galle riskieren möchte, der sollte vor dem Essen einen gehäuften Esslöffel Wermutkraut mit 250 ml Wasser übergießen, den Tee fünf Minuten ziehen lassen und dann eine Tasse trinken. Gallenschmerzen sollten auf gar keinen Fall mit Wärme, wie zum Beispiel mit einer Wärmflasche oder einem Heizkissen behandelt werden, denn das macht die Beschwerden nur noch schlimmer und verstärkt die Schmerzen. Bei akuten Schmerzen sollte auch nichts gegessen werden, denn das reizt die Galle noch mehr. Zudem gilt: Hände weg vom Alkohol, denn das kann eine gereizte Galle noch mehr in Wallung bringen und das gilt auch für den beliebten Magenbitter nach einer üppigen Mahlzeit.

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  • Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Kaum eine andere Hautkrankheit kommt weltweit so häufig vor, wie die Nesselsucht. Experten schätzen, dass jeder Vierte mindestens einmal in seinem Leben an Urtikaria erkranken wird. Immer dann, wenn sich auf der Haut leicht rötliche Quaddeln bilden, die unangenehm jucken, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Nesselsucht. Die akute spontane Nesselsucht tritt besonders häufig auf und sie wird durch einen Vireninfekt ausgelöst. Seltener ist die chronische Form der Nesselsucht, der in den meisten Fällen ein bakterieller Infekt voraus geht. Auch bestimmte Zusätze in Lebensmitteln wie Aroma- und Farbstoffe können eine Nesselsucht auslösen, mit den richtigen Hausmitteln lässt sich die Hautkrankheit jedoch einfach behandeln.

    Backpulver und Essig gegen den Juckreiz

    Nesselsucht ist relativ harmlos und kann mit Cremes und Lotionen, die entweder frei in der Apotheke verkauft oder aber vom Arzt verschrieben werden, erfolgreich behandelt werden. Wer nicht zur „chemischen Keule“ greifen will, der sollte die Nesselsucht mit Backpulver bekämpfen. Nesselsucht schmerzt nicht, aber die oft handtellergroßen Quaddeln können unerträglich jucken. Backpulver enthält natürliches Natron und das hilft nicht nur dabei den Juckreiz zu lindern, durch das Backpulver können die Hautausschläge auch ganz verschwinden. Das Backpulver wird mit ein wenig Wasser zu einer dicken Paste verrührt, dann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und muss dort einwirken.

    Ein weiteres sehr effektives Mittel gegen den Juckreiz bei Nesselsucht ist Essig. Der Essig wird mit Wasser in einem Verhältnis von 1 : 2 gemischt, dann wird ein sauberes Tuch, am besten aus reinem Leinen, in die Mischung getaucht und das Tuch dann auf die Haut gelegt. Der Essig kühlt nicht nur sehr angenehm, er ist auch entzündungshemmend.

    Kräuter, die helfen können

    Es gibt zwei Sorten Kräuter, die sich ebenfalls als gutes Hausmittel gegen Nesselsucht bewährt haben. Eines dieser Kräuter ist die als Zaubernuss bekannte Pflanze Hamamelis, die entzündungshemmende Wirkstoffe hat und auch den quälenden Juckreiz lindern kann. Die Ringelblume ist das zweite Mittel aus der Natur, das im Kampf gegen die Nesselsucht große Erfolge erzielen kann. Die Ringelblume wird als Creme auf die Haut aufgetragen und damit sie wirksam ist, sollte die Creme einen hohen Anteil an Ringelblumen haben. Viele Apotheker stellen Ringelblumensalbe auch selbst her, und daher sind diese Salben besonders zu empfehlen.

    Mit Kälte und Ingwer gegen Nesselsucht

    Auch Kälte hat sich einen guten Namen gemacht, wenn es darum geht, die Nesselsucht zu besiegen. Die betroffenen Hautstellen werden entweder mit einer kalten Kompresse oder mit einem Kühlpack aus dem Gefrierfach behandelt, das mit einem Geschirrhandtuch umwickelt wurde. Schon nach 20 Minuten stellt sich eine Linderung ein und das Jucken lässt nach. Ein kurzes kaltes Bad oder eine regelmäßig kalte Dusche ist ebenfalls erfolgversprechend, um den Juckreiz zu besiegen, und auch ein altes Hausmittel aus China kann die Nesselsucht erträglicher machen. Dazu werden 200 ml Essig, 60 g brauner Zucker und 30 g geriebener Ingwer fünf Minuten gekocht. Anschließend werden 150 ml Wasser dazugegeben, das Ganze muss abkühlen und wird dann mit einem sauberen Tuch auf die Hautstellen aufgetupft, die ganz besonders jucken. Helfen können auch Brennnesselkapseln in einer Dosierung von 400 mg täglich.

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  • Bewährte Hausmittel gegen Insektenstiche

    Bewährte Hausmittel gegen Insektenstiche

    Immer wenn es Sommer wird, dann werden auch diverse Insekten zu echten Plagegeistern. Bienen und Wespen stechen immer nur dann zu, wenn sie sich bedroht fühlen, Bremsen und Mücken stechen, weil sie sich vom Blut anderer Lebewesen ernähren. Streng genommen stechen Mücken und Bremsen auch nicht, sie beißen ihr Opfer, aber auch das ist sehr schmerzhaft und kann für Menschen, die allergisch auf Insektengifte reagieren, sogar lebensgefährlich werden. In der Regel sind aber sowohl die Insektenstiche als auch die Insektenbisse harmlos, aber wie gesagt, unangenehm und schmerzhaft. Wer gerade keine kühlende Salbe zur Hand hat, der kann mit bewährten Hausmitteln den Schmerz lindern.

    Zwiebeln, Essig und Zitronen

    Essig, eine Zitrone und auch Zwiebeln sind in jedem Haushalt zu finden und diese drei sind besonders wirksame Mittel, wenn zum Beispiel eine Wespe oder eine Biene zugestochen haben. Die Zwiebel wird halbiert und anschließend gitterförmig eingeschnitten. Dann wird der Saft herausgepresst und das sollte direkt über dem Stich passieren. Auch eine frisch aufgeschnittene Zwiebel mit der Schnittfläche nach unten auf den Stich legen sorgt dafür, dass der Schmerz nachlässt und die Einstichstelle zudem auch desinfiziert wird.

    Das Gleiche gilt für eine Zitrone, die ebenfalls halbiert und dann auf die Einstichstelle gelegt wird. Nach nur wenigen Minuten wird der Schmerz nachlassen und der Stich schwillt nicht mehr so stark an. Ein sehr altes Rezept ist Essig oder genauer gesagt Apfelessig. Hat die Biene zugestochen, dann sollte sofort ein sauberes Papiertaschentuch oder Küchenpapier mit Essig getränkt und auf den Stich gelegt werden. Der Essig kühlt angenehm, er nimmt den lästigen Juckreiz und hat die Fähigkeit, das Insektengift unter der Haut aufzulösen. Bei hartnäckigen Stichen sollte mehrmals am Tag ein kleiner Lappen mit Essig auf die Einstichstelle gelegt werden.

    Quark, Beeren und Kräuter

    Neben Schmerzen verursachen Insektenstiche und Insektenbisse auch einen starken Juckreiz, und um diesem Juckreiz entgegenzuwirken, können Quark und Kräuter sehr hilfreich sein. Breit- und Spitzwegerich ist perfekt, um den Stich abheilen zu lassen und den Juckreiz zu nehmen. Spitzwegerichtee gibt es in der Apotheke oder im Reformhaus und wer selbst Spitz- und Breitwegerich im Wald pflücken möchte, der muss, wenn die Wespe zugestochen oder die Mücke zugebissen hat, einfach die Blätter zerreiben oder zerkauen und dann auf den Stich geben. Alle, die häufig Probleme mit Insektenstichen haben, sollten an heißen Sommertagen vorsorglich eine Kanne Spitzwegerichtee kochen und bei Bedarf einen Lappen damit tränken und diesen dann auf den Stich legen.

    Quark ist ein Hausmittel, das vielfältig zum Einsatz kommen kann, denn Quark kühlt, nimmt den Schmerz und wirkt entzündungshemmend. Bei einem Insektenstich einfach den Quark auf eine Mullkompresse packen, die Kompressen dann auf den Stich legen und das Ganze mit einem Geschirrtuch umwickeln. Die Kompresse sollte, solange sie feucht ist, auf der Wunde bleiben. Um den Stich zu kühlen und den Schmerz zu lindern, kann es auch helfen, eine Johannisbeere zu zerdrücken und sie auf die Wunde zu legen. Wer ein Fläschchen Kölnisch Wasser in der Tasche hat, der kann auch das Parfüm als Erste Hilfe Maßnahme gegen Insektenstiche verwenden.

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  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Schluckauf – das unangenehme Dauer-Hicksen

    Jeder kennt es und wer davon betroffen ist, der hat nicht selten die Lacher auf seiner Seite. Gemeint ist der Schluckauf, eine Art Hicksen, was sehr lästig sein kann, besonders dann, wenn es länger anhält. Bis 100 zählen, ein Glas Wasser trinken, einen Kopfstand machen oder einen Löffel Zucker essen – es gibt viele Vorschläge, um den Schluckauf wieder loszuwerden, aber nicht alle sind auch hilfreich. Woher kommt der Schluckauf? Was ist für das Dauer-Hicksen verantwortlich und wie wird man es möglichst schnell wieder los?

    Der Übeltäter ist das Zwerchfell

    Singultus – so heißt der Schluckauf mit medizinischem Namen, und der hat seine Ursache im Zwerchfell, einer Muskelplatte, die die Brust- von der Bauchhöhle trennt und die für die Zwerchfellatmung verantwortlich ist. Beim Einatmen wird das Zwerchfell nach unten gezogen und das Volumen des Brustkorbs nimmt zu. So entsteht ein Unterdruck, bei die Luft durch die jetzt geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt wird. Wenn das Zwerchfell sich dann wieder entspannt, dann weicht die Luft wieder aus der Lunge.

    Für das typische Hicksen ist aber der sogenannte Nervus phrenicus verantwortlich, denn immer dann, wenn dieser Nerv gereizt wird, dann reagiert das Zwerchfell mit Hicksen. Kommt es zum Schluckauf, dann verkrampft sich das Zwerchfell und die Stimmritze wie auch die Stimmbänder verschließen sich. In der Folge kann die Luft die in der Lunge ist, nicht mehr entweichen und es baut sich Druck auf. Dieser Druck entlädt sich dann und es kommt zu jenem unangenehmen Hicksen.

    Was verursacht einen Schluckauf?

    Es gibt verschiedene Ursachen für einen Schluckauf. Zu schnelles und hastiges Trinken kann einen Schluckauf auslösen, denn dann gelangt zu viel Luft in den Magen. Auch zu kaltes oder zu heißes Essen und Getränke lösen einen Schluckauf aus, ebenso wie zu große Portionen auf der Gabel. Wer gerne stark kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Mineralwasser trinkt, der muss sich nicht wundern, wenn es zu einem Schluckauf kommt. Rauchen und Alkohol, aber auch Nervosität und Stress können einen Schluckauf auslösen. Warum es aber überhaupt zu einem Schluckauf kommt, das konnte medizinisch bisher noch nicht nachgewiesen werden.

    Was hilft gegen das Hicksen?

    Es gibt wie schon erwähnt viele Hausmittel, aber sie alle sind keine Garantie dafür, dass der Schluckauf auch wirklich verschwindet. Da diese Hausmittel aber auch nicht schaden können und das Zwerchfell auch beruhigen, ist es keine schlechte Idee, sie einfach mal auszuprobieren. Ärzte empfehlen unter anderem, ein Glas Leitungswasser in kleinen schnellen Zügen zu trinken oder in eine Zitrone zu beißen. Aber auch gurgeln kann hilfreich sein, und wer die Luft anhält, der kann vielleicht auch auf diese Weise seinen Schluckauf loswerden. Erschrecken ist für viele eine gute Methode, und wer ein wenig Zeit mitbringt, der sollte jemanden bitten, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, denn das lenkt ab und mit ein bisschen Glück ist der Schluckauf dann verschwunden.

    Auch Babys hicksen

    Selbst Babys im Mutterleib hicksen bereits und sie trainieren mit diesem Schluckauf ihr Zwerchfell für den Zeitpunkt, wenn sie die schützende Fruchtblase verlassen. Neugeborene bekommen häufig einen Schluckauf unmittelbar nach dem Stillen, dieses Hicksen ist vollkommen unbedenklich, denn das Baby reagiert mit einem natürlichen Reflex, damit keine Muttermilch in die Lunge gelangen kann. Gleichzeitig wird auch durch der sogenannte Reflux, der Rückfluss der Milch aus dem Magen in die Speiseröhre verhindert. Auch wenn der Schluckauf beim Baby keine Schmerzen verursacht, kann die Mutter dennoch dafür sorgen, dass er wieder aufhört. Während des Fütterns sollte das Kind auf den Arm genommen werden, und zwar so, dass der Kopf auf der Schulter der Mutter liegt. Nach dem Füttern sollte die Mutter dann dem Kind leicht auf den Rücken klopfen, damit es aufstoßen kann.

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