Schlagwort: Hausmitteln

  • Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Nase und Mund sind beliebte Ziele für Krankheitserreger aller Art, die ihren Weg in den menschlichen Körper suchen. Bevor sie aber in den Körper gelangen können, müssen sie an den Mandeln vorbei, die hinten im Rachenraum an den seitlichen Gaumenbögen liegen. Die Mandel sind so etwas wie Torwächter, die die Aufgabe haben, die oberen Atemwege vor Viren und Bakterien zu schützen, aber wenn das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert oder geschwächt ist, dann kommt es zu einer Angina tonsillaris, zu einer schmerzhaften Mandelentzündung.

    Was löst eine Angina tonsillaris aus?

    Wenn das Immunsystem nicht mehr seiner Funktion nachkommen kann, dann setzen sich die Krankheitserreger einfach an den Rachenmandeln fest und vermehren sich dort explosionsartig. In der Folge schwillt das Gewebe der Mandeln stark an, es beginnt zu schmerzen und das löst schließlich massive Schluckbeschwerden aus. Aus diesem Prozess erklärt sich auch das lateinische Wort Angina, das so viel wie Beklemmung oder auch Enge bedeutet. Ist die Mandelentzündung hingegen akut, dann spricht der Arzt von einer sogenannten Tonsillitis acuta. Die meisten Mandelentzündungen werden von Bakterien ausgelöst, und wenn das der Fall ist, dann gibt es verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt die Scharlach-Angina, die Diphtherie-Angina und auch die Seitenstrang-Angina. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber und bei der Herpangina sind die Auslöser jedoch keine Bakterien, sondern Viren.

    Welche Beschwerden verursacht eine Angina?

    Es sind vor allem die Schmerzen und die Schluckbeschwerden, die eine Angina tonsillaris so unangenehm machen. In der akuten Phase kann auch Fieber dazu kommen und die Betroffenen fühlen sich krank. Ist eine Mandelentzündung chronisch, dann sind die Beschwerden nicht so stark wie bei der akuten Variante, dafür gibt es hier die Gefahr, dass die ständige Entzündung der Mandeln Folgen haben kann. Zu diesen Folgen können eine Herzmuskelentzündung und ein Herzklappenfehler gehören, aber auch eine Nierenentzündung ist keine Seltenheit, wenn die Angina einen chronischen Verlauf nimmt. Besonders bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist das Risiko besonders groß, eine Angina tonsillaris zu bekommen.

    Wie wird eine Angina behandelt?

    Um festzustellen, welche Art der Angina vorliegt, untersucht der Arzt den Rachen- und Nasenraum sowie den Zungengrund mit der Hilfe eines Endoskops. Häufig tritt bei Kindern im Zuge einer Angina tonsillaris auch eine ebenso schmerzhafte Mittelohrentzündung auf. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Steht fest, um welche Angina es sich handelt, dann wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Bei einer leichten Angina tonsillaris helfen in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie spezielle Lutschtabletten. Gesellt sich Fieber zur Angina, dann ist Paracetamol eine gute Wahl, denn das lindert die Entzündung, senkt das Fieber und nimmt die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder wenn sie sich noch verstärken, dann wird ein Breitbandantibiotikum zum Einsatz kommen, ein Mittel, das auch dann hilft, wenn die Angina tonsillaris durch Viren ausgelöst wurde.

    Welche Hausmittel gibt es?

    Nicht jeder möchte ein Mittel aus der Apotheke einnehmen, wenn der Hals schmerzt, und vertraut lieber auf bewährte Hausmittel. Zu diesen Hausmitteln gehört der Salbeitee, der bei einer Mandelentzündung aber nicht getrunken werden sollte, hier reicht es aus, damit zu gurgeln. Auch ein Tee aus Pfefferminze, aus Rosmarin, Kamille oder Ringelblume, der Schluck für Schluck kalt getrunken wird, kann helfen, die Schmerzen zu verringern. Bienenhonig ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel, wenn es um eine leichte Angina geht. Der Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kommt, weil er süß schmeckt, vor allem bei Kindern gut an. Bei Kindern ebenfalls ein Renner ist Eis, denn das kalte Eis lässt die angeschwollenen Rachenmandeln schnell wieder abschwellen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder Wassereis mit Fruchtgeschmack lutschen, denn Milchspeiseeis sorgt dafür, dass die oberen Atemwege verschleimen können.

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  • Salzwasser trinken – alles andere als gesund

    Salzwasser trinken – alles andere als gesund

    Es gibt eine ganz einfache und zudem sehr günstige Methode, um gesund und fit zu bleiben – das behauptet das amerikanische Gesundheitsportal „Sun-Gazing“. Diese Methode ist wirklich ganz einfach, ob sie jedoch gesund ist, das ist eine andere Frage. Ärzte warnen jetzt davor, sieben Tage lang jeden Morgen auf nüchternem Magen ein Glas lauwarmes Wasser mit Salz zu trinken.

    Keine wissenschaftlichen Beweise

    Das US-Gesundheitsportal weist darauf hin, dass das Glas Wasser den Körper entgiftet und zur allgemeinen Stärkung der Gesundheit beiträgt. Mediziner sehen das kritisch, denn es gibt bislang keine Beweise für diese These und auch keine wissenschaftlichen Arbeiten, die nachweisen können, dass Salzwasser tatsächlich einen Effekt hat, der der Gesundheit zu Gute kommt. Im Gegenteil, Mediziner weisen darauf hin, dass der Konsum an Salz in der heutigen Gesellschaft schon deutlich zu hoch ist. Mehr als fünf Gramm pro Tag ist akzeptabel, alles, was darüber hinaus geht, schadet auf lange Sicht gesehen nur der Gesundheit.

    Schädlich für den Blutdruck

    Das amerikanische Gesundheitsportal rät dazu, einen halben Teelöffel Salz in 250 Millilitern Wasser aufzulösen und dann in kleinen Schlucken zu trinken. Wer diese Sole-Kur eine Woche durchhält, der kann einen zu hohen Blutdruck senken und zudem dafür sorgen, dass sich der Blutdruck auf ein normales Maß einpendelt. Auch das ist purer Blödsinn, sagen deutsche Ärzte, denn das Gegenteil ist der Fall. Wer zu viel Salz zu sich nimmt, der riskiert einen zu hohen Blutdruck und damit auch Gefahren, wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Die Ärzte warnen ausdrücklich davor, die Sole-Kur zu machen, wenn man einen zu hohen Blutdruck hat.

    Einfach, aber gefährlich

    Auch wenn diese Salzkur einfach und preisgünstig ist, schadet sie dennoch der Gesundheit. Nicht immer sind es die vermeintlichen Hausmittel, die die Gesundheit positiv beeinflussen. Ein Glas Wasser mit Salz gehört definitiv nicht zu diesen Hausmitteln.

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  • Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Jeder hat schon einmal eine unruhige Nacht erlebt oder konnte schlecht einschlafen und hat sich dann schlaflos im Bett herum gewälzt. Auch mitten der Nacht oder viel zu früh am Morgen aufzuwachen, ist vielen nicht unbekannt. Wer nach den Ursachen für Schlafstörungen sucht, der muss Geduld mitbringen, denn es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für schlechten Schlaf. Einige dieser Ursachen lassen sich mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll bekämpfen, einige Ursachen sind aber so schwerwiegend, dass sie von einem Arzt behandelt werden müssen.

    So wichtig ist ein gesunder Schlaf

    Wer schläft, der sündigt nicht, sagt der Volksmund, aber wer gut schläft, der tut auch sehr viel Gutes für seine Gesundheit. Wenn wir schlafen, dann räumt das Gehirn auf und schafft wieder Ordnung, zudem verarbeitet es das am Tag erlebte und sortiert alle frischen Eindrücke in die richtigen Bereiche. Schlafen ist aber auch ein bewährtes Schönheitsmittel, und wer ausreichend und tief schläft, der kann sogar leichter abnehmen. Das Immunsystem wird im Schlaf bestärkt, wir werden seelisch ausgeglichener, und die Organe sowie der Stoffwechsel funktionieren nach einer geruhsamen Nacht noch mal so gut. Ein Drittel der Deutschen sucht nach Ursachen für diese Schlafstörungen, denn sie kommen in der Nacht einfach nicht zur Ruhe.

    Schlechter Schlaf – wann sollte man zum Arzt gehen?

    Wer nicht nur gelegentlich, sondern permanent schlecht schläft, der sollte einen Arzt damit beauftragen, nach den Ursachen für Schlafstörungen zu suchen. Das gilt immer dann, wenn die Schlafstörungen über einen Monat anhalten und man eine Woche lang nicht mehr richtig durchschlafen konnte. Wer sich dann tagsüber schlecht fühlt, schnell gereizt ist und nervös wird, der muss der mit der Diagnose chronische Schlafstörung rechnen. Wer den Eindruck hat, in der Nacht tief und fest zu schlafen, sich aber am Morgen wie gerädert fühlt und ständig müde ist, der muss davon ausgehen, dass die Nacht doch nicht so entspannt war.

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es?

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es? Um das herauszufinden, wird der Arzt seinen Patienten zu dessen Schlafgewohnheiten befragen. Stress und Ärger können Ursachen für Schlafstörungen sein, auch ein zu hoher Blutdruck und depressive Verstimmungen sorgen für unruhige Nächte. Die Ursachen für Schlafstörungen können auch ernste gesundheitliche Probleme sein, wie Nierenerkrankungen, Krankheiten der Schilddrüse oder ein Burn-out-Syndrom. Menschen, die schnarchen, leiden nicht selten unter Schlafstörungen und auch das Restless-Legs-Syndrom ist eine der Ursachen, die den Schlaf in der Nacht dezimieren können.

    Narkolepsie und Hypersomnie

    Zwei Ursachen für Schlafstörungen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, sind Narkolepsie und Hypersomnie. Anders als bei den klassischen Schlafstörungen, sind die Betroffenen bei diesen beiden Krankheiten ständig müde. Menschen, die unter Narkolepsie leiden, haben ein extrem großes Bedürfnis zu schlafen und müssen tagsüber mit unerwarteten Schlafattacken rechnen. Sie schlafen unterwegs und im Büro einfach ein und sind mitunter nur sehr schwer wieder aufzuwecken. Zur Narkolepsie gehört auch ein plötzliches Erschlaffen der Muskeln, und wenn die Krankheit besonders stark ausgeprägt ist, dann kann es sogar zu Halluzinationen kommen. Unter Hypersomnie versteht die Medizin ein erhöhtes Bedürfnis an Schlaf am Tag, in der Nacht schlafen die Patienten oft sehr schlecht und werden immer wieder wach.

    Tipps für einen besseren Schlaf

    Wer schlecht schläft, der muss nicht zwangsläufig zu einem Arzt gehen, manchmal helfen einfache, aber sehr effektive Hausmittel. So sollte das Schlafzimmer immer gut gelüftet und nicht zu warm sein. Schwere Bettdecken können ebenso für unruhige Nächte sorgen, wie auch zu viel Alkohol am Abend. Ein Glas warme Milch kann den Schlaf fördern, und wer vor dem Zubettgehen einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft macht, der wird tief und fest schlafen. Baldrian und Hopfen sind ebenfalls gute und sehr natürliche Einschlafhilfen.

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  • Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Mittelohrentzündung unbedingt behandeln lassen

    Kalte Luft und eisiger Wind sorgen bei vielen Menschen in den Wintermonaten für unangenehme Ohrenschmerzen. Immer wenn in den Ohren ein ziehender oder stechender Schmerz zu spüren ist, dann sollte man das nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern einen Ohrenarzt aufsuchen. Hinter diesen Schmerzen kann sich eine Mittelohrentzündung verbergen, die im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Hörvermögens führen kann, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

    Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?

    Am Anfang einer Mittelohrentzündung steht in der Regel eine Erkältung oder ein grippaler Infekt. Selbst wenn die Erkältung harmlos ist, kann sich nach ein paar Tagen ein stechender oder ziehender Schmerz bemerkbar machen, oftmals hören die Betroffenen auch nicht mehr so gut wie gewohnt. Ausgelöst wird eine Mittelohrentzündung durch Viren oder Bakterien, die sich eigentlich im Nasen-Rachen-Raum angesiedelt haben und von dort aus ins Mittelohr wandern. Handelt es sich um einen starken Schnupfen, dann kann es auch passieren, dass das Ohr von einer zur anderen Minute plötzlich zu ist. Der Nasen-Rachen-Raum werden durch die sogenannte Eustachischen Röhre und die Ohrtrompete miteinander verbunden. Hat man eine Erkältung, dann schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an und das Mittelohr wird nicht mehr ausreichend belüftet, in der Folge kommt es zu einer Mittelohrentzündung.

    Wie wird eine Mittelohrentzündung behandelt?

    Wenn die Schmerzen im Ohr immer schlimmer werden und wenn das Hörvermögen immer mehr nachlässt, dann wird es höchste Zeit zu einem HNO-Arzt zu gehen, denn eine Mittelohrentzündung muss auf jeden Fall behandelt werden. Wie jede andere Infektion, so lässt sich auch eine Mittelohrentzündung mit Schmerzmitteln und mit Medikamenten, die die Entzündung hemmen, gut behandeln, vorausgesetzt die Betroffenen gehen auch rechtzeitig zum Arzt. Wenn eine Infektion durch Bakterien nachgewiesen wird, dann wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben. Das ist auch immer dann der Fall, wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen nicht komplett abklingen. Selbst wenn Antibiotika in der Kritik sind, bei einer bakteriellen Infektion können auf diese Weise schwere Komplikationen verhindert werden.

    Welche Folgen kann eine unbehandelte Mittelohrentzündung haben?

    Wird eine Mittelohrentzündung nicht rechtzeitig und mit den richtigen Mitteln behandelt, dann kann das schwerwiegende Folgen haben. So ist es zum Beispiel möglich, dass die Mittelohrentzündung den Gleichgewichtssinn in einem erheblichen Maß beeinträchtigt, und auch ein Gesichtsnerv kann beschädigt werden. Eine Mittelohrentzündung kann zu einem Abszess mit einem Warzenfortsatz, einer sogenannten Mastoiditis führen, und wenn das der Fall ist, dann muss das betroffene Ohr auf jeden Fall operiert werden. Breitet sich die Entzündung des Mittelohrs bis ins Innenohr aus, dann führt das im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verlust des Hörvermögens. Noch schlimmer ist es, wenn die Entzündung bis ins Gehirn durchbricht, denn das kann lebensgefährlich werden.

    Keine Hausmittel verwenden

    Bekanntlich ist in der Natur gegen jede Krankheit das passende Kraut gewachsen, bei einer akuten Mittelohrentzündung raten Ärzte jedoch dringend davon ab, zu alten Hausmitteln wie etwa einem Säckchen zu greifen, das mit Zwiebeln gefüllt ist. Der Betroffene hat zwar starke Schmerzen, aber er weiß nicht, warum ihm das Ohr solche Schmerzen bereitet. Wenn es bei einer Mittelohrentzündung zu einem typischen Krankheitsbild wie zum Beispiel einem vorgewölbten und geröteten Trommelfell kommt und wenn ein eitriges Sekret auf eine bakterielle Ursache schließen lässt, dann kann das nur der Arzt im Rahmen einer gründlichen Untersuchung sehen. Besonders unangenehm ist eine Mittelohrentzündung bei Kindern, die den Schmerz noch nicht lokalisieren können. Eine Mittelohrentzündung macht sich bei kleinen Kindern fast immer durch hohes Fieber und starke Schmerzen bemerkbar. In diesem Fall sollten Eltern sofort einen HNO-Arzt oder einen Kinderarzt aufsuchen, der das Trommelfell untersucht. Kinder unter zwölf Jahren werden aber selten mit Antibiotika behandelt, eine Ausnahme machen nur Säuglinge, denn für sie kann eine Mittelohrentzündung gefährlich werden.

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  • Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Jeder hat schon einmal die eine oder andere Situation erlebt, in der der Mund vermeintlich austrocknet und ein pelziges Gefühl am Gaumen bleibt. Der Mediziner spricht in diesem Fall von der sogenannten Mundtrockenheit, auch Xerostomie, genannt. Die Ursachen sind vielfältig, meist aber rasch wieder zu beheben.

    Hauptursache Flüssigkeitsmangel

    Meistens entsteht die Mundtrockenheit, wenn jemand zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit ist auch klar, dass bei Zufuhr von Wasser oder anderen Getränken das Gefühl schnell wieder vergeht und die Trockenheit behoben ist. Wer bei sportlicher Betätigung über das pelzige Gefühl im Mund klagt, der sollte sich selbst genau beobachten. Eventuell atmet er während der Belastung durch den Mund und nicht durch die Nase, womit eine Erklärung gefunden ist. Natürlich kann auch hier Flüssigkeitsmangel als Ursache vorliegen, womit auch in diesem Fall mit Trinken das Problem gelöst ist und die Speicheldrüsen wieder genügend Speichel produzieren.

    Altersbedingte unterschiedliche Ursachen als Auslöser

    Auch bei einer starken Erkältung kann es zu einer Xerostomie kommen. Ursache ist auch hier meist das Verhalten, dass man nicht durch die Nase, sondern den Mund atmet. Viele ältere Menschen klagen ebenfalls über die Trockenheit im Mundbereich, wobei hier nur selten eine Ursache wie ein schlecht sitzender Zahnersatz oder aber mangelnde Mundhygiene vorliegen. Denn es ist einfach die Natur der Sache, dass im Alter weniger Speichel hergestellt wird und es damit zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommt. Meist hilft auch hier, wenn die Trinkmenge entsprechend erhöht und damit das Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen wird.

    Der Gang zum Arzt ist nicht zwingend notwendig

    Die Mundtrockenheit an sich ist kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erst wenn sie gemeinsam mit Sprachschwierigkeiten, Kauproblemen oder Schluckbeschwerden auftritt, ist eine medizinische Diagnose notwendig. Auch das Auftreten mit weiteren Symptomen wie häufigem Harndrang oder starkem Durst und Gliederschmerzen, sind Gründe, sich medizinischen Rat zu holen. Ansonsten kann man der Mundtrockenheit auf unterschiedliche Weise selbst entgegen wirken. Wichtig ist in jedem Fall, die Speichelbildung zu fördern, was am besten durch Lutschen eines sauren Drops oder aber Kauen von Kaugummi geschieht.

    Ausreichend Trinken sorgt für notwendige Befeuchtung

    Wichtig ist natürlich, dass der Mundraum gut befeuchtet ist. Das kann man am besten durch Trinken von Mineralwasser, Wasser oder zuckerfreiem Tee bewerkstelligen. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sind in sparsamer Menge zu konsumieren, da sie aufgrund der Säure die Trockenheit im Mundbereich eher fördern. Wer raucht, sollte den Tabakkonsum besser einstellen, da dadurch die Mundhöhle noch trockener wird. Wer zu Hausmitteln greifen möchte, der sollte Speisen mit scharfen Gewürzen wie Cayennepfeffer essen. Dieses Gewürz hat die Eigenschaft, die Speichelbildung anzuregen. Während der Nacht kann es auch unterstützend wirken, wenn der Betroffene ein feuchtes Tuch auf die Heizung legt. Auch das wirkt einem stärkeren Austrocknen des Mundes entgegen. Wer aufgrund der Einnahme von Medikamenten die Mundtrockenheit entwickelt, kann mit seinem Arzt entsprechende Rücksprache halten und sollte auf ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff umsteigen. Xerostomie infolge einer Grippeerkrankung oder eines grippalen Infektes sollte während des Krankheitsverlaufs einfach mit viel Trinken behandelt werden. Normalerweise verschwindet mit dem Schnupfen, Husten und der Heiserkeit auch das trockene Gefühl im Mund wieder.

    Selbstgemachte Mundspülung hilft

    Ein probates Mittel, um gegen die Mundtrockenheit vorzugehen, ist das regelmäßige Gurgeln mit einer Mundspülung. Die kann ohne weiteres selbst hergestellt werden. Man nimmt dazu einfach eine Tasse mit lauwarmen Wasser und gibt einen halben Teelöffel Bikarbonat und einen halben Teelöffel Salz dazu. Morgens und abends sollte man damit vor dem Zähneputzen gurgeln. Die Spülung neutralisiert nämlich die Säuren im Mundraum und bekämpft gleichzeitig schädliche Keime. Klar ist auch, dass eine konsequente Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt. Denn da es dabei an Speichel weitgehend mangelt, sind die Zähne höherer Gefahr durch Bakterienbefall ausgesetzt. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen sollte auch Zahnseide zur Reinigung der Zwischenräume zur Anwendung kommen.

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  • Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Wenn nach einem schweren und üppigen Essen plötzlich Schmerzen im Bereich des Oberbauchs unterhalb des rechten Rippenbogens auftreten, dann ist das sehr wahrscheinlich die Galle, die sich über das allzu fette Essen beschwert. Die Beschwerden sind sehr schmerzhaft, denn die Galle reagiert auf zu fettes schweres Essen, in dem sie Gallensteine produziert. Wer häufig unter Gallenschmerzen leidet, der sollte über die Umstellung seiner Nahrung nachdenken und zu fettes Essen meiden. Eine Operation, bei der die Gallenblase entfernt wird, ist heute ohne große Probleme möglich, aber bevor es so weit kommt, können verschiedene Hausmittel effektiv dabei helfen, die Gallenschmerzen zu lindern.

    Wann treten Gallenschmerzen auf?

    Immer dann, wenn die Galle gereizt wird, dann reagiert sie mit heftigen Schmerzen. Fettes Essen reizt die Galle ebenso, wie hastig zu essen, denn wer seine Mahlzeiten im Eiltempo zu sich nimmt, der sollte sich anschließend nicht darüber beschweren, dass die Galle Probleme macht. Jeder, der mit Gallenschmerzen zu tun hat, ist gut beraten, sein Essen nicht schnell im Stehen herunterzuschlingen, sondern sich Zeit für die Mahlzeit zu nehmen. Auch zu süßes Essen kann für heftige Gallenkoliken sorgen, und wer für eine Zeit lang auf zu süßes und zu fettes Essen verzichtet, der wird schnell feststellen, dass die Galle Ruhe gibt und die Schmerzen verschwinden. Ist die Galle aber chronisch gereizt, dann gibt es die Möglichkeit, mit Hausmitteln etwas gegen die Gallenschmerzen zu tun.

    Artischocken und Schöllkraut

    Viele kennen das Schöllkraut als wirksames Hausmittel gegen Warzen, aber auch bei Beschwerden mit der Galle hat sich das Heilkraut bewährt. In Form von Tabletten oder als Lösung eingenommen, lindert Schöllkraut die Gallenschmerzen. Nicht zu empfehlen ist ein Tee aus Schöllkraut, denn Tees enthalten einen zu hohen Wert an Chelidonin, und dieser Wirkstoff kann bei einer zu hohen Dosis die Leber schwer schädigen. Auch Artischocken haben einen guten Ruf als Hausmittel gegen Gallenschmerzen. In der mediterranen Küche spielt das Gemüse eine große Rolle, denn die Blätter und die Böden der Artischocke schmecken gekocht oder gebraten, einfach köstlich. Die Artischocke senkt zudem die Fettwerte im Blut und schützt die Leber vor freien Radikalen. Wer jeden Tag fünf Gramm getrocknete Artischockenblätter vor den Mahlzeiten isst, der wird keine Gallenschmerzen mehr haben.

    Löwenzahn und Bockshornklee

    Um die Gallenbeschwerden in den Griff zu bekommen, haben sich auch der Löwenzahn und der Bockshornklee bewährt. Die Bitterstoffe im Löwenzahn regen die Gallentätigkeit an und wirken sich zudem auch noch positiv auf den Darm aus. Für einen Tee wird ein Esslöffel der Löwenzahnwurzel zerkleinert und mit kochendem Wasser übergossen. Das Ganze muss dann ca. zehn Minuten ziehen und wird anschließend in kleinen Schlucken zweimal am Tag getrunken. Auch wenn sich über den Geschmack streiten lässt, die heilsame Wirkung des Löwenzahns ist unbestritten. Kommt Bockshornklee gegen Gallenschmerzen zum Einsatz, dann sind es die Samen der Pflanze in der Form von feinem Pulver, das fertig gekauft werden kann. 25 Gramm des Pulvers werden in ein Glas Wasser gerührt und dann getrunken.

    Was ist bei Gallenschmerzen zu beachten?

    Wer einem guten Essen nicht widerstehen kann, aber keine Beschwerden mit der Galle riskieren möchte, der sollte vor dem Essen einen gehäuften Esslöffel Wermutkraut mit 250 ml Wasser übergießen, den Tee fünf Minuten ziehen lassen und dann eine Tasse trinken. Gallenschmerzen sollten auf gar keinen Fall mit Wärme, wie zum Beispiel mit einer Wärmflasche oder einem Heizkissen behandelt werden, denn das macht die Beschwerden nur noch schlimmer und verstärkt die Schmerzen. Bei akuten Schmerzen sollte auch nichts gegessen werden, denn das reizt die Galle noch mehr. Zudem gilt: Hände weg vom Alkohol, denn das kann eine gereizte Galle noch mehr in Wallung bringen und das gilt auch für den beliebten Magenbitter nach einer üppigen Mahlzeit.

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