Schlagwort: Haut

  • Auch bei Hitze gesund und gut schlafen

    Auch bei Hitze gesund und gut schlafen

    Draußen ist es heiß wie in einem Backofen und auch nachts sinkt das Thermometer nur um wenige Grade. Die sommerliche Hitze macht vielen Menschen schwer zu schaffen und vor allem die schweißtreibenden Nächte sind ein Problem. Wenn die Hitze den Schlaf raubt, dann zerrt das gewaltig an den Nerven, und besonders diejenigen, die am Tag arbeiten müssen, leiden darunter, keinen Schlaf zu finden. Aber es gibt einige Tipps, wie der Schlaf auch in tropischen Nächten möglich wird.

    • Die richtige Kleidung

    Viele schlafen nackt, wenn die Temperaturen auch in der Nacht zu hoch sind, aber Experten raten davon ab. Kühlt der Körper im Schlaf ab, dann kann das Erkältungen zur Folge haben, besser ist es einen leichten Schlafanzug oder ein Nachthemd aus reiner Baumwolle zu tragen. Es ist auch keine allzu gute Idee, den Schlafanzug oder das Nachthemd vor dem zu Bett gehen ins Gefrierfach des Kühlschranks oder in die Tiefkühltruhe zu legen. Der Körper reagiert auf die Kälte und beginnt damit, Wärme zu produzieren, was zur Folge hat, dass noch mehr geschwitzt wird. Da auch der Effekt nicht allzu lange anhält, ist der Kühlschrank keine gute Idee für die Nachtwäsche.

    • Mit oder ohne Decke schlafen?

    Ganz ohne Oberbett zu schlafen, ist für die meisten Menschen im Sommer eine Wohltat, aber leider nicht ganz ungefährlich. Ideal ist ein leichtes Tuch aus Leinen, zum Beispiel ein Betttuch, denn das schützt vor Zugluft und hält den Körper nicht allzu warm. Es bringt nach Expertenmeinung wenig, sich mit einem nassen Handtuch zuzudecken, denn wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, dann wird der Körper wieder versuchen, seine Temperatur zu regulieren und im Endeffekt wird wieder geschwitzt. Das Gleiche gilt auch, wenn ein nasses Handtuch im Schlafzimmer aufgehängt wird.

    • Richtig duschen

    Je heißer der Sommer, umso beliebter sind eiskalte Duschen, die aber leider keinen langfristigen Erfolg erzielen. Das Gegenteil ist der Fall, denn auf die Kälte reagiert der Körper wieder mit der Produktion von Wärme und das Schwitzen geht weiter. Perfekt ist eine lauwarme Dusche, und wer vor dem Schlafengehen duscht, der sollte sich nicht abtrocknen. Lauwarme Duschen können auch nachts dabei helfen, endlich Schlaf zu finden.

    • Einfach umziehen

    Vor allem unter dem Dach kann die Sommerhitze auch in der Nacht zur Qual werden. Alle, die eine kühle Alternative im Haus haben, sollten umziehen und ihr Nachtlager im Keller oder im Flur aufschlagen. Auch draußen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten zu schlafen, ist eine gute Idee, denn die Nachtluft ist sehr angenehm und wenn dann noch ein leichter Wind weht, dann kühlt das die Haut natürlich ab. Im Zelt oder auf einer Liege unter freiem Himmel sorgt für einen gesunden Schlaf und damit die Nachtruhe auch ungestört bleibt, ist ein Netz, das vor Insekten schützt, eine gute Sache.

    • Ein kleiner Trost

    Anders als im Winter braucht der menschliche Körper im Sommer weniger Schlaf. In den Sommermonaten ist es lange hell und es müssen nicht mehr so große Mengen des Schlafhormons Melatonin produziert werden, wie im dunklen und kalten Winter.

    Bild: © Depositphotos.com / ikostudio

  • Bulldog – vegane Pflege für Männer

    Bulldog – vegane Pflege für Männer

    Männer und Hautpflege – das ist ein Thema für sich. Tatsache ist aber, dass immer mehr Herren viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres legen und dazu gehören auch die entsprechenden Pflegeprodukte. Die Hersteller haben reagiert und einige bieten neben einem breit gefächerten Angebot für Damen auch ein umfangreiches Pflegeprogramm für Männer an. Zu diesen Herstellern gehört auch Bulldog, ein britisches Unternehmen, das sich vor allem mit qualitativ hochwertigen Pflegeprodukten für den Mann einen guten Namen gemacht hat. Jetzt gibt es von Bulldog etwas Neues, und zwar eine Pflegeserie für Männer, die komplett vegan ist.

    Vegan ist im Trend

    Vegan zu essen ist IN und auch vegane Kleidung ist voll im Trend. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch die Kosmetikindustrie auf den veganen Zug aufspringen würde. Das ist jetzt der Fall, denn es gibt immer mehr Kosmetikprodukte und auch Make-ups, die frei von tierischen Bestandteilen sind. Vor allem Menschen mit einer empfindlichen Haut, die zu Allergien neigen, versprechen sich von der veganen Kosmetik eine gute Pflege und ein schönes Hautbild. Aber können vegane Pflegemittel den hohen Ansprüchen genügen oder versprechen die Hersteller mehr, als sie in Wirklichkeit halten können? Als Bulldog mit einer veganen Pflegeserie für Männer auf den Markt kam, wusste keiner, wie sich das Produkt entwickeln würde, aber allen Kritikern zum Trotz wurde die vegane Pflege für den Herren zu einem vollen Erfolg. Auch wenn vegan ein aktueller cooler Trend ist, immer mehr schwören auf Pflegeprodukte in denen sich nichts anderes als die Natur befindet. Vor allem Männer mit einer empfindlichen Haut probieren die vegane Pflege aus und die meisten Herren sind der Meinung, das sie mit den rein pflanzlichen Cremes, Lotionen und After Shaves besser zurecht kommen, als mit der klassischen Pflege. Auch der Aspekt, das für die vegane Hautpflege keine Tierversuche gemacht werden müssen, ist in der heutigen Zeit sehr wichtig und es versteht sich von selbst, das keinem Tier für die Bulldog Pflegeprodukte auch nur ein Haar gekrümmt wurde.

    Erfolg durch coole Werbung

    Mittlerweile sind die veganen Pflegeprodukte aus dem Hause Bulldog preisgekrönt und auch Männer, die mit dem Trend vegane Kosmetik bislang nicht allzu viel anfangen konnten, schwören jetzt auf Bulldog. Das Duschgel, das Deo und auch die Feuchtigkeitscreme sind qualitativ sehr hochwertig, aber die Macher von Bulldog haben sich neben erstklassigen Inhaltsstoffen noch etwas einfallen lassen, und zwar eine sehr coole Werbung. Vielleicht sind es Sprüche wie: „Wenn Du kein Erdkundelehrer oder kommunistischer Revolutionär bist, dann musst Du Dich irgendwann mal rasieren. Sei loyal zu Deiner Haut!“ Diese und ähnlich lustige Sprüche finden sich auf jedem der Bulldog Produkte und sie haben zumindest in England heute so etwas wie Kultcharakter.

    Was macht Bulldog Produkte so besonders?

    Es ist nicht nur die flotte Werbung, die das Rasiergel, das After Shave und das Waschgel von Bulldog so besonders macht, es sind auch die Inhaltsstoffe, die nach streng veganen Regeln zusammengestellt wurden. Grünalgen sind in den Produkten ebenso zu finden wie auch Konjac Mannan, Aloe Vera, Menthol, Vitamin E und auch duftendes Hagebutten-Öl. Die Bulldog Pflege für den Mann kommt selbstverständlich ohne Lanolin und ohne Bienenwachs aus und auch Tierversuche sind bei Bulldog kein Thema. Parabene, Sodium Laureth Sulfate sowie künstliche Aromastoffe und synthetischer Duft sind bei Bulldog ebenfalls verpönt, stattdessen sind grüner Tee und ätherisches Öl in den Pflegeprodukten zu finden. Das sorgt nicht nur für einen angenehm frischen Duft, sondern auch für eine glatte und porentief gereinigte Haut.

    Alle Männer, die die veganen Pflegeprodukte für Männer von Bulldog selbst einmal ausprobieren möchten, können entweder im Internet direkt in Großbritannien bestellen, oder in eine Filiale von Weltbild gehen.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Bakterienalarm im Schwimmbad

    Bakterienalarm im Schwimmbad

    Was kann an heißen Tagen schöner sein, als ins Schwimmbad zu gehen und sich in die erfrischend kühlen Fluten zu stürzen? Immer wenn die Sonne vom Himmel knallt, dann lockt das Freibad mit Abkühlung, aber so ganz ungefährlich ist der Spaß in den meisten Freibädern leider nicht, denn im Wasser lauern unsichtbare Feinde, die das Vergnügen trüben können – Bakterien. Viele werden jetzt vielleicht sagen: Bakterien im Wasser sind überhaupt kein Thema, denn schließlich ist das Wasser im Schwimmbad gechlort, aber auch wenn das Wasser mit Chlor behandelt wurde, heißt das leider noch lange nicht, dass das Wasser auch wirklich frei von Keimen ist.

    Nur mit Schwimmbrille

    Augenärzte weisen jedes Jahr in den Sommermonaten immer wieder darauf hin, dass im Wasser Bakterien sind, die es besonders auf die Augen abgesehen haben. Auch wenn das Wasser regelmäßig ausgetauscht und mit Chlor versetzt wird, es gibt Keime, die sind resistent gegen Chlor. Diese Keime können zusammen mit winzigen Schmutzpartikeln die Hornhaut des Auges angreifen und über die Bindehaut in das Auge eindringen. Ist das einmal geschehen, dann kommt es nicht selten zu unangenehmen Entzündungen der Bindehaut und das kann sehr schmerzhaft sein. Alle, die gerne im Schwimmbad sind, sollten auf jeden Fall eine Schwimmbrille tragen, denn die eng anliegende Brille sorgt dafür, das sich keine schädlichen Eindringlinge im Auge verirren können.

    Die schmerzhaften Folgen

    Auch wenn das Wasser im Freibad gechlort ist, kann man darin trotzdem noch Schweiß, Urin und vor allem Schmutz finden. Wenn das alles zusammen auftritt, dann kommt es zu einer chemischen Verbindung. Diese Verbindung sorgt nach Ansicht der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft dafür, dass der Tränenfilm, der das Auge eigentlich schützen soll, angegriffen wird. Die Folge sind stark gerötete Augen, die brennen und ohne Unterlass tränen. In der Regel klingen diese Symptome schon nach wenigen Stunden wieder vollkommen ab, aber alle, die empfindliche Augen haben, müssen einen Augenarzt aufsuchen, der dann Tropfen verschreibt, die das Brennen und Tränen lindern.

    Wichtig für Kontaktlinsenträger

    Gegenüber Brillenträgern haben alle diejenigen die Kontaktlinsen tragen, im Schwimmbad einen großen Vorteil, denn sie können auch noch im Wasser klar sehen. Aber auch Kontaktlinsenträger müssen beim Besuch des Freibades aufpassen, denn im Wasser saugen sich die Linsen am Auge fest und das kann im schlimmsten Fall zu Abschürfungen auf der empfindlichen Hornhaut führen. Eine andere Gefahr sind Pilze und Keime wie Akanthamöben, die sich vom Träger unbemerkt in der Kontaktlinse einnisten und dort auch vermehren. Ist das der Fall, dann kann es unter Umständen sogar zu bleibenden Sehschäden und zur völligen Erblindung kommen. Um das zu vermeiden, sind auch die Träger von Kontaktlinsen immer gut beraten, beim Schwimmen im Freibad eine Schwimmbrille zu tragen, die möglichst eng anliegt.

    Die Wasserqualität entscheidet

    Jedes Freibad wird von sich behaupten, sauberes und keimfreies Wasser zu haben. Bei den meisten Bädern ist das auch der Fall, aber nicht überall wird auf Sauberkeit großen Wert gelegt. Wer wissen möchte, ob das Freibad vor Ort wirklich sauber ist, der kann das schnell und einfach im Internet erfahren, denn dort werden auch Freibäder auf ihre Qualität getestet.

    Bild: © Depositphotos.com / cookelma

  • Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Kaum eine andere Hautkrankheit kommt weltweit so häufig vor, wie die Nesselsucht. Experten schätzen, dass jeder Vierte mindestens einmal in seinem Leben an Urtikaria erkranken wird. Immer dann, wenn sich auf der Haut leicht rötliche Quaddeln bilden, die unangenehm jucken, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Nesselsucht. Die akute spontane Nesselsucht tritt besonders häufig auf und sie wird durch einen Vireninfekt ausgelöst. Seltener ist die chronische Form der Nesselsucht, der in den meisten Fällen ein bakterieller Infekt voraus geht. Auch bestimmte Zusätze in Lebensmitteln wie Aroma- und Farbstoffe können eine Nesselsucht auslösen, mit den richtigen Hausmitteln lässt sich die Hautkrankheit jedoch einfach behandeln.

    Backpulver und Essig gegen den Juckreiz

    Nesselsucht ist relativ harmlos und kann mit Cremes und Lotionen, die entweder frei in der Apotheke verkauft oder aber vom Arzt verschrieben werden, erfolgreich behandelt werden. Wer nicht zur „chemischen Keule“ greifen will, der sollte die Nesselsucht mit Backpulver bekämpfen. Nesselsucht schmerzt nicht, aber die oft handtellergroßen Quaddeln können unerträglich jucken. Backpulver enthält natürliches Natron und das hilft nicht nur dabei den Juckreiz zu lindern, durch das Backpulver können die Hautausschläge auch ganz verschwinden. Das Backpulver wird mit ein wenig Wasser zu einer dicken Paste verrührt, dann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und muss dort einwirken.

    Ein weiteres sehr effektives Mittel gegen den Juckreiz bei Nesselsucht ist Essig. Der Essig wird mit Wasser in einem Verhältnis von 1 : 2 gemischt, dann wird ein sauberes Tuch, am besten aus reinem Leinen, in die Mischung getaucht und das Tuch dann auf die Haut gelegt. Der Essig kühlt nicht nur sehr angenehm, er ist auch entzündungshemmend.

    Kräuter, die helfen können

    Es gibt zwei Sorten Kräuter, die sich ebenfalls als gutes Hausmittel gegen Nesselsucht bewährt haben. Eines dieser Kräuter ist die als Zaubernuss bekannte Pflanze Hamamelis, die entzündungshemmende Wirkstoffe hat und auch den quälenden Juckreiz lindern kann. Die Ringelblume ist das zweite Mittel aus der Natur, das im Kampf gegen die Nesselsucht große Erfolge erzielen kann. Die Ringelblume wird als Creme auf die Haut aufgetragen und damit sie wirksam ist, sollte die Creme einen hohen Anteil an Ringelblumen haben. Viele Apotheker stellen Ringelblumensalbe auch selbst her, und daher sind diese Salben besonders zu empfehlen.

    Mit Kälte und Ingwer gegen Nesselsucht

    Auch Kälte hat sich einen guten Namen gemacht, wenn es darum geht, die Nesselsucht zu besiegen. Die betroffenen Hautstellen werden entweder mit einer kalten Kompresse oder mit einem Kühlpack aus dem Gefrierfach behandelt, das mit einem Geschirrhandtuch umwickelt wurde. Schon nach 20 Minuten stellt sich eine Linderung ein und das Jucken lässt nach. Ein kurzes kaltes Bad oder eine regelmäßig kalte Dusche ist ebenfalls erfolgversprechend, um den Juckreiz zu besiegen, und auch ein altes Hausmittel aus China kann die Nesselsucht erträglicher machen. Dazu werden 200 ml Essig, 60 g brauner Zucker und 30 g geriebener Ingwer fünf Minuten gekocht. Anschließend werden 150 ml Wasser dazugegeben, das Ganze muss abkühlen und wird dann mit einem sauberen Tuch auf die Hautstellen aufgetupft, die ganz besonders jucken. Helfen können auch Brennnesselkapseln in einer Dosierung von 400 mg täglich.

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  • Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Die Nesselsucht, man nennt sie auch Urtikaria, ist eine in Deutschland weitverbreitete Erkrankung der Haut. Mehr als 800.000 Menschen sind in unserem Land an einer chronischen Nesselsucht erkrankt. Ihre Leitsymptome sind Hautrötungen, Quaddeln und ein starker Juckreiz. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch durch physikalische Reize wie Kälte, Wärme oder Reibung. Die Suche nach einer Ursache steht immer an erster Stelle einer Nesselsuchtbehandlung – bis diese bekannt ist, geht es dabei um die Linderung der Symptome.

    Ein Leiden und viele mögliche Auslöser

    Ihren Namen hat die Nesselsucht vom lateinischen Wort für Brennnessel (Urtica) – tatsächlich ähneln ihre Symptome den Hautreaktionen, die sich nach einem Kontakt mit der Pflanze zeigen. Diese werden durch den körpereigenen Botenstoff Histamin verursacht, der als fehlerhafte Reaktion des Immunsystems in großen Mengen freigesetzt wird. Histamin sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und es so zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut, den Quaddeln, kommt. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen ist eine Allergie die Ursache des Leidens – diese kann zum Beispiel gegen bestimmte Medikamente oder Lebensmittel bestehen. Häufig sind jedoch auch Infektionen, Viruserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder äußere Reize wie Hitze, Kälte, Reibung oder Licht die Auslöser einer Urtikaria. Psychische Faktoren können bei der Entstehung der Nesselsucht ebenfalls eine Rolle spielen. Als sicher gilt, dass sich Stress negativ auf den Verlauf einer Urtikaria auswirken kann. Weitere Informationen über die möglichen Ursachen einer Nesselsucht finden sich auf www.nesselsuchtinfo.de.

    Unverwechselbar: die Symptome

    Plötzliche Entstehung von Quaddeln und ein Juckreiz, der sich vor allem nachts bis ins Unerträgliche steigern kann: Eine Nesselsucht erzeugt echten Leidensdruck. Die Quaddeln können sowohl am gesamten Körper als auch nur an bestimmten Stellen auftreten – ein besonders typisches Zeichen einer Urtikaria ist es auch, dass die Quaddeln an einer Stelle plötzlich verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Häufig kommt es zusätzlich zu sogenannten Angioödemen, Schwellungen im Unterhautgewebe, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen können. In diesem Fall können lebensbedrohliche Situationen eintreten, die umgehend den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen. Nesselsuchtsymptome klingen in der Regel nach spätestens 24 Stunden wieder ab, manchmal sind sie auch nur eine halbe Stunde lang vorhanden, können aber immer wieder auftreten. Ein ganzer Nesselsucht-Schub kann sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.

    Verschiedene Unterformen der Erkrankung

    Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Nesselsucht:

    • Die spontane Nesselsucht, deren Symptome ganz plötzlich und ohne einen erkennbaren Auslöser auftauchen.
    • Die cholinergische Nesselsucht, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur ausgelöst wird und vor allem bei jüngeren Menschen auftritt.
    • Die physikalische Nesselsucht, die durch äußere Reize wie Wärme, Druck, Kälte, Licht oder Reibung ausgelöst wird.
    • Kontakt-Nesselsucht, die ihre Symptome genau an der Stelle zeigt, die mit dem Auslöser direkt in Berührung gekommen ist.

    Nesselsucht behandeln – die Ursache ist entscheidend

    Als erster Schritt zur Behandlung einer Urtikaria sollte versucht werden, ihre Auslöser zu vermeiden. Sind diese nicht zu ermitteln, werden bei chronischen Verlaufsformen Antihistaminika oder Glucocorticoide wie Cortison verabreicht. Beide unterdrücken vorübergehend die Nesselsucht-Symptome, sollten aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur über kürzere Zeiträume eingenommen werden. Eine sehr gute Wirkung zeigt auch der Wirkstoff Omalizumab, der normalerweise in der Asthma-Therapie eingesetzt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sommer, Sonne, Hitze – was für viele vor allem im Urlaub perfekt erscheint, kann bei Temperaturen über 30 Grad schnell zur Belastung werden. Viele Menschen leiden dann unter Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Nicht immer ist das harmlos, manchmal kann ein Hitzeschlag oder Sonnenstich dahinter stehen. Erste Anzeichen erkennen bzw. sich richtig schützen, kann Schlimmeres verhindern.

    Hohe Temperatur ist gefährlich

    Es sind nicht die UV-Strahlen, die die unangenehmen Beschwerden auslösen, sondern die hohen Temperaturen. Diese kann der Körper zwar anfangs noch durch Schwitzen ausgleichen, doch ist man zu lange starker Hitze ausgesetzt, gerät das biologische Kühlsystem außer Takt. Abgesehen davon führt eine lange und direkt auf den Kopf gerichtete Sonneneinstrahlung dazu, dass die Hirnhaut gereizt wird. Deshalb sind Säuglinge, Kleinkinder, deren Kopf wenig oder gar nicht behaart ist, extrem gefährdet. Die meist noch offene Fontanelle, also die Knochenlücke am Kinderschädel und die dünne Schädeldecke verstärken die Gefahr ebenso. Auch Erwachsene mit Glatze oder geringem Haarwuchs reagieren auf direkte Sonneneinstrahlung am Kopf besonders empfindlich. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass dichtes Haar vor Sonnenstich und Hitzschlag schützen kann.

    Symptome meist erst spät erkennbar

    Erleidet jemand einen Sonnenstich, sind Kopf und Nacken deutlich gerötet. Der übrige Körper ist hingegen unauffällig. Schwindel und Kreislaufprobleme sind typische Begleiterscheinungen ebenso wie Nacken- und Kopfschmerzen. Der Betroffene klagt über Übelkeit, Erschöpfung und Kreislaufprobleme. Die Körpertemperatur selbst bleibt meist anfangs noch unauffällig, erst wenn man aus der Sonne draußen ist, kann Fieber auftreten. Im Unterschied zum Sonnenstich ist der Hitzschlag lebensbedrohlich, da der damit verbundene Kreislaufkollaps vor allem Nieren und Gehirn schädigt. Die Symptome treten plötzlich auf und äußern sich in Kopfschmerzen, Erbrechen und geröteter, trockener Haut. Innerhalb kürzester Zeit kann die Körpertemperatur auf 40 Grad ansteigen, was vor allem für den schwachen Kreislauf von Kindern, Babys und älteren Menschen zur Gefahr wird. Zu hoher Puls und niedriger Blutdruck sind typische Begleiterscheinungen, die sich mit Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen und Krämpfen äußern.

    Was tun bei Hitzschlag?

    Klar ist, dass Kühlung als erste und wichtigste Maßnahme gefragt ist. Dennoch ist eine eiskalte Dusche nicht das richtige Mittel, besser ist es da, ein Bettlaken in kaltes Wasser einzutauchen und den Körper darin einzuwickeln. Auch Zufächeln von Luft und das Lagern des Betroffenen im Schatten hilft im ersten Moment, wobei Kopf und Oberkörper leicht erhöht sein sollten. Natürlich ist es auch wichtig, genügend Flüssigkeit zu verabreichen. Ist eine apathische oder gar bewusstlose Wirkung festzustellen, muss umgehend der Notarzt verständigt werden.
    Abgesehen davon, dass man bei ersten Symptomen des Hitzschlags für genügend Flüssigkeitszufuhr sorgen sollte, gilt überhaupt, dass man bei heißen Temperaturen ausreichend trinken sollte. Richtlinien sprechen hier von zwei bis drei Litern pro Tag, besser ist noch etwas mehr. So gut es auch tut, eiskalte Getränke durch die Kehle rinnen zu lassen, so wenig trägt es zum Wohlbefinden bei heißen Temperaturen bei. Denn um den Temperaturausgleich zwischen der kalten Flüssigkeit und dem heißen Körper auszugleichen, produziert dieser noch mehr Wärme. Endergebnis dann: man schwitzt noch mehr. Auch stark gesüßte Getränke sowie Koffein tragen nichts zur Abkühlung bei, am besten greift man zu normal temperierten Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Auch verdünnte Säfte oder Limos sind brauchbar und liefern Flüssigkeit.

    Lange Sonneneinstrahlung und Mittagshitze meiden

    Gerade Kinder und Babys, aber auch empfindliche Erwachsene sollten in der Sonne immer den Kopf bedecken. Ideal sind dazu Sonnenhüte aus hellem Material. Auch ein Sonnenschirm spendet Schatten. Wer unbedingt direkte Sonnenstrahlen genießen möchte, der sollte dies nur über einen kurzen Zeitraum tun, unterbrochen von regelmäßigen Pausen im Schatten und nicht unbedingt zur Mittagszeit. Denn dann steht die Sonne am höchsten und die Hitze trifft direkt auf den Kopf. Für alle, die auf ihre tägliche Bewegung nicht verzichten möchten, gilt, dass sie sportliche Aktivitäten am besten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen sollten.

    Bild: © Depositphotos.com / vladvitek