Schlagwort: Hautkrankheiten

  • Kältetherapie bei Schmerzen – ja oder nein?

    Kältetherapie bei Schmerzen – ja oder nein?

    Bei Schmerzen tut man fast alles, damit diese so schnell wie möglich wieder nachlassen beziehungsweise verschwinden. Medikamente, Spritzen oder Wärme, die Optionen sind vielseitig. Derzeit macht jedoch ein neuer Trend die Runde, welcher sich auf die Kälte bezieht. Das Konzept dahinter ist aber nicht neu, schon seit Tausenden von Jahren werden die kühlen Temperaturen für therapeutische Zwecke genutzt. In Russland sind zum Beispiel Eisbäder ganz oben, unter einer Kneipp-Kur versteht man hingegen Kaltwasser-Treten. Die Kältekammern machen derzeit im Wellness-Bereich und im Leistungssport große Schlagzeilen, die Heilerfolge sollen dabei besonders hoch sein. Doch stimmt das überhaupt und wie verläuft so ein Prozess überhaupt?

    Minus 100 Grad

    Die Ganzkörper-Kältetherapie ist nichts für schwache Nerven. Wer sich dafür entscheidet, der wird für bis zu drei Minuten in eine Kryo-Sauna oder Kältekammer gebeten. Die Lufttemperatur liegt bei rund minus 100 Grad. Für die Hautoberfläche eine ordentliche Abkühlung, nahezu unverändert soll jedoch die Kerntemperatur des Körpers bleiben. Mit dem Frostschock sollen unter anderem Hautkrankheiten, chronische Schmerzen und Rheuma der Vergangenheit angehören (oder zumindest eine deutliche Verbesserung eintreten). Sportler profitieren von mehr Leistung und einer Verhinderung von Muskelkater. So gut die Gesundheits-Wunder in der Theorie auch sein sollen, viele Menschen wollen Fakten und Ergebnisse als Beweis haben.

    Wunderwirkungen sind fraglich

    Es mag sein, dass die Ganzkörper-Kältetherapie hilft, doch Beweise gibt es bislang nicht. Aus medizinischer Sicht ist es also durchaus ein Risiko, wenn man sich dafür entscheidet. Des Weiteren fehlen auch sicherheitsrelevante Informationen/Fakten, die gesundheitliche Schäden ausschließen. Natürlich werden zuvor empfindliche Körperstellen (wie die Brustwarzen, die Ohren und die Zehen) geschützt, eine Garantie für nicht auftretende Nebenwirkungen ist das aber nicht.

    Ganz im Gegenteil, es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Unterkühlung, Atemnot, Schwindel, Blutdruckanstieg oder Erfrierungen, die Liste ist lang. Außerdem raten viele Hersteller von Kältekammern ab, wenn bestimmte Beschwerden und Krankheiten vorliegen.

    Doch was heißt das jetzt genau? Die Kältetherapie ist bislang nicht erprobt, deshalb sollte man diese höchstens mit einem gesunden Körper machen. Niemand kennt die Gefahren und Risiken, Nebenwirkungen sind nicht auszuschließen. Selbstverständlich kann es durchaus positive Effekte für die Gesundheit haben, aber ohne handfeste Beweise sind die Vor- und Nachteile nicht präzise abzuwiegen. Wer es trotzdem wagen möchte, der tut dies auf eigene Gefahr.

     

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  • Heuschnupfen Behandeln – Hyposensibilisierung sehr vielversprechend

    Heuschnupfen Behandeln – Hyposensibilisierung sehr vielversprechend

    Heuschnupfen behandeln zu wollen, macht sich vor allem in der Pollensaison bemerkbar. Betroffene Patienten leiden neben Niesanfällen auch an Fließschnupfen oder Augenjucken. Allerdings ist Vorsicht geboten. Der Eindruck einer Pollenallergie kann täuschen. Vielmehr kann es sich bei den Symptomen auch um eine Hausstaubmilbenallergie handeln.

     

    Unterschied Heuschnupfen und allergischer Schnupfen

    Kennzeichnend für die sogenannte Pollenallergie ist, dass es sich um eine saisonale Allergie handelt. Dabei nimmt die Reaktion das Ausmaß eines allergischen Schnupfens an. Gerade in der Zeit von April bis August leiden Betroffene besonders an Symptomen wie Niesen, Fließschnupfen sowie Augenjucken. Je nach Wetterlage können die Pollen noch bis in den September oder gar Oktober fliegen. Spricht man von einem allergischen Schnupfen handelt es sich zudem um einen Oberbegriff. Das heißt, dass darunter alle Schnupfenarten fallen, die mit Allergene aus der Luft verbunden sind. Somit ist Heuschnupfen ein allergischer Schnupfen, der durch Pflanzenpollen ausgelöst wird.

     

    Merkmale des Heuschnupfens

    Typische Symptome, die unter den Heuschnupfen fallen, sind Niesattacken. Ebenso ist eine verstopfte Nase für die Reaktion auf Pollen typisch. Des Weiteren können auch die Augen durch ein Jucken betroffen sein. In Folge dieser Symptome diagnostizieren Ärzte oftmals eine allergische Rhinokonjunktivitis. Mit dieser Diagnose einhergehend sind auch Beschwerden wie:

    • Juckreiz oder Brennen im Hals, also an der Rachenschleimhaut
    • Entzündungen im Hals-Nasen-Ohrenbereich (Nebenhöhlen)
    • Begünstigung von Infektionen durch die Behinderung des Sekretflusses aufgrund von Schwellungen
    • Probleme mit den Atemwegen wie etwa Husten
    • Auswirkungen auf die Bronchien
    • Auslösung von Asthma

     

    Hautkrankheiten in Folge der Allergie

    Die Reaktion der Pollenallergie muss nicht unbedingt nur über die Atemwege erfolgen. Auch die Haut kann durch die Allergene beeinträchtigt werden. Daher können Patienten, die an Heuschnupfen leiden, auch an Hautproblemen erkranken. Darunter fallen beispielsweise Erkrankungen wie atypische Dermatitis oder Nesselsucht. Gerade Kleinkinder und Säuglinge sind davon oftmals betroffen. Kennzeichnend für diese Auswirkung ist ein Juckreiz, der bis ins Erwachsenenalter reichen kann.

     

    Dauer von Heuschnupfen

    Beschwerden, die aus Heuschnupfen resultieren, können über einen längeren Zeitraum anhalten. Somit weisen Betroffene nicht selten Symptome, die sich über 4 Wochen oder sogar ein Jahr erstrecken, auf. Darüber hinaus können auch heuschnupfartige Symptome entstehen. In der Regel handelt es sich in diesem Fall um eine Allergie auf Hausstaubmilben. Ebenso kann die Reaktion durch eine Allergie auf Tierhaare ausgelöst werden. Daher ist es sinnvoll, die Symptome genauer untersuchen zu lassen. Nur so kann eine fachgerechte Behandlung erfolgen. Auch lassen sich lediglich durch eine gezielte Behandlung Folgeerkrankungen wie Asthma vermeiden.

     

    Wie lässt sich Heuschnupfen behandeln?

    Sind die Allergene bestimmt, besteht der oberste Grundsatz darin, eben diese zu meiden. Gerade bei einer Pollenallergie kann sich diese Vorgehensweise als schwierig gestalten. Patienten, die an der Atemwegsallergie leiden, sehen sich im Alltag mit den Allergenen unentwegt konfrontiert. Gerade die Hauptsaison der Pollen ist dabei sehr belastend. Somit müssen weitere Maßnahmen getroffen werden. Dazu eignet sich vor allem eine Immuntherapie. Die Erfolgschancen der sogenannten Hyposensibilisierung sind gerade bei einer Gräserpollenallergie sehr vielversprechend.

     

    Präparate um Heuschnupfen Behandeln zu können

    Zum einen kann die Behandlung durch Spritzen erfolgen. Zum anderen können flüssige Lösungen oder Tabletten genutzt werden. In den Medikamenten befinden sich Extrakte, die mit den betreffenden Allergenen versehen sind. Wer sich für die Tablettenform entscheidet, nimmt die Allergene ein und lässt sich diese unter der Zunge auflösen. Im Anschluss daran wird das Präparat geschluckt. Damit die Therapiemaßnahme wirkungsvoll ist, muss die Anwendung regelmäßig erfolgen. Die Behandlung kann sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken.

    Neben den eigentlichen Therapiemaßnahmen gibt es auch Medikamente, die eine Linderung versprechen. Dabei handelt es sich im Antihistaminika sowie Kortisonsprodukte. Hier kann die Anwendung örtlich oder innerlich erfolgen. Wichtig ist, dass die Medikamente rechtzeitig eingenommen werden. Bei einem Verdacht auf Allergien der Atemwege sollten Sie aus diesem Grund einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Sie nicht nur beraten, sondern verschreibt Ihnen die passende Behandlungsmethode.

     

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  • Fisch-Pediküre in der Kritik

    Fisch-Pediküre in der Kritik

    Der Urlaubstrend Fisch-Pediküre hat sich mittlerweile auch in vielen Städten Deutschlands etabliert. Jedoch äußern vor allem Mediziner Kritik an den Saugbarben, die bei Hautkrankheiten Linderung versprechen und abgestorbene Haut abknabbern sollen. Dennoch machen die Garra Rufa Fische ihrem Ruf alle Ehre. Sobald die Füße in das Becken voller kleiner Saugbarben eingetaucht sind, beginnen die Fische unter der Fußsohle und zwischen den Zähnen zu knabbern.

     

    Aufgabe der Saugbarben

    Die Fische leben in 29 Grad warmen Wasser und werden Saugbarben bzw. Garra Rufa Fische genannt. Ihren Namen haben sie mit Sicherheit auch aufgrund ihrer Tätigkeit erhalten. Bemerken die kleinen Fische eintauchende Füße, machen sie sich zugleich ans Werk und entfernen die Hornhaut unter der Fußsohle und zwischen den Zehen. Das zugleich kitzelnde aber auch angenehme Gefühl lässt ein gewisses Urlaubsfeeling aufkommen und leitet eine gewisse Entspannung in den Füßen ein. Aufgrund der Begeisterung von Nutzern von Fisch-Spas haben sich in den letzten Jahren immer mehr Kosmetikstudios etabliert, die die außergewöhnliche Pediküre anbieten. Allerdings zieht die Fußbehandlung auch die Kritik von Tierschützern auf sich.

    Kritik an Fisch-Pediküre

    Tierschützer kritisieren vor allem den Einsatz der Fische zu kosmetischen Zwecke. Sie sehen die Nutzung der Saugbarben zur Fisch-Pediküre als Tierquälerei und sind der Ansicht, dass die Behandlung in den Tieren Stress auslöse. Da sich dieser Meinung auch viele Kommunen und Amtstierärzte angeschlossen haben, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Streit zwischen den Tierschützern und Anbietern von Fischsalons. Die Folge davon war nicht selten der Verbot, die kleinen Fische zu kosmetischen Zwecken zu nutzen. Allerdings ist die Auflage, um ein solches Spa-Angebot zu eröffnen, enorm hoch. Zum Schutz der Garra Rufa Fischen tritt vor der Eröffnung auch das Veterinäramt auf den Plan. Nicht nur die Lebensbedingungen der Fische werden genau geprüft, auch müssen die Anbieter der Fisch-Pediküre einen Nachweis über die Kenntnisse zur Süßwasseraquaristik erbringen. Ebenso bekommen die Fische keine chemischen Substanzen. Zu diesem Zweck werden die Beine und Füße der Kunden ausreichend gereinigt, bevor die Nutzung der Becken mit den Fischen erfolgt. Darüber hinaus wird das Wasser, in dem die Fische leben stetig gereinigt und gefiltert.

  • Heilerde – vielseitiges Gesundheitselixier

    Heilerde – vielseitiges Gesundheitselixier

    Heilerde wurde bereits in der Antike vielseitig als Naturheilmittel in Sachen Gesundheit und Schönheit verwendet. Das aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnene Pulver besteht aus wichtigen Mineralien und Spurenelementen, die bei den verschiedensten Gesundheitsbeschwerden eingesetzt werden können. Gerade die Tierwelt zeigt, wie man mit Erde und Schlamm gegen Hautkrankheiten und Verdauungsprobleme gezielt vorgehen kann, um diese aus der Welt zu schaffen. Wer kennt sie nicht, die sich in Matschpfützen suhlenden Schweine oder Hunde? Und genau zu diesen Zwecken können auch wir Menschen die uns bekannte Heilerde zu unserem Vorteil nutzen.

     

    Anwendungsbereiche mit Heilerde

    Heilerde kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden.

     

    Äußere Anwendung von Heilerde

     

    Heilerde bei Akne

    Besonders bei fettiger Haut, die von Pickeln und Akne gekennzeichnet ist, kann Heilerde für ein besseres und gesünderes Hautbild sorgen. Entweder greift man hier auf eine Paste zurück, die es fertig zu kaufen gibt, oder man rührt sich die heilende Gesichtsmaske selbst mit etwas Wasser zu einer breiartigen Masse an, die man anschließend auf Gesicht und Hals aufträgt (auch für weitere Körperpartien geeignet, falls diese betroffen sind). Nun muss man ca. 20 – 30 Minuten warten, bis die Maske vollständig getrocknet ist. Im Winter hilft es, wenn man Rotlicht benutzt, im Sommer kann man sich dazu in die Sonne setzen. Dass die Heilerde vollständig getrocknet ist, erkennt man daran, dass keine dunklen Flecken mehr zu sehen sind, die auf eine Restfeuchte hindeuten. Da Heilerde eine austrocknende Wirkung hat, ist es bei äußerst empfindlicher Haut ratsam, die Maske etwas früher zu entfernen, damit man trockene Hautstellen nicht zusätzlich strapaziert und austrocknet. Bei besonders fettiger Haut und starker Akne empfiehlt sich anfangs eine mehrmalige Anwendung pro Woche (2- bis 3-mal). Später sollte eine wöchentliche Maske ausreichen.

     

    Heilerde bei Gelenkschmerzen und Rheuma

    Neben diversen Hautproblemen kann der Einsatz von Heilerde auch diverse Gelenkprobleme wie Rheuma oder Sehnenscheidenentzündung lindern. Hier empfiehlt sich ein Gelenkwickel, der ebenfalls mit dem Pulver der Heilerde und Wasser angerührt wird. Nachdem die zubereitete Heilerde fingerdick an den betroffenen Stellen aufgetragen wurde, wird ein feuchtes Tuch darum gewickelt und mit weiteren, trockenen Tüchern fixiert. Während die Heilerde nun beginnt zu trocknen, entfalten sich die Wirkstoffe. Die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente sorgen für eine bessere Durchblutung und können den Schmerz lindern. Sobald die Heilerde getrocknet ist und bröckelt, kann die Kompresse entfernt und die Heilerde abgewaschen werden. Bei regelmäßiger Anwendung sollte recht bald eine gewisse Schmerzlinderung eintreten. Wer Zweifel hat, kann vorher einen Arzt zu Rate ziehen.

     

    Heilerde bei Sonnenbrand und Neurodermitis

    Wer in der heißen Jahreszeit einen Sonnenbrand erleidet, hat die Möglichkeit, durch einen Wickel mit Heilerde die Schmerzen zu lindern und der beanspruchten Haut etwas Gutes zu tun. Die Paste wird auf die betroffenen Stellen aufgetragen und erst abgewaschen, sobald alles getrocknet ist. Heilerde hat einen kühlenden Effekt und lindert somit die ersten Beschwerden im Falle eines Sonnenbrands.

    Neben der richtigen Ernährung und Vermeidung von Stress können Betroffene, die unter Neurodermitis leiden, auf Heilerde zurückgreifen, um akuten Schüben der unheilbaren Hautkrankheit vorzubeugen. Da chemische Pflegemittel hier nicht in Frage kommen und die gereizte Haut nur noch mehr strapaziert würde, ist es wichtig, auf natürliche Weise gegenzusteuern. Da Heilerde ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, kann Neurodermitis hierdurch unterstützend behandelt werden.

     

     

    Innere Anwendung von Heilerde

     

    Heilerde bei Durchfall und Erbrechen

    Bei Beschwerden wie akutem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Blähungen kann es sinnvoll sein, Heilerde einzunehmen und so die Symptome auf natürliche Weise zu lindern. Empfehlenswert sind 2 bis 4 Gläser Wasser, die mit Heilerde angerührt wurden und löffelweise über den Tag verteilt eingenommen werden. Sollten die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht abgeklungen sein, ist ein Arztbesuch unumgänglich!

     

     

    Heilerde bei Sodbrennen

    Sodbrennen hat viele Gesichter: ganz gleich ob es am fettigen Sonntagsbraten liegt, man großen Hunger verspürt oder sich im letzten Drittel der Schwangerschaft befindet – Sodbrennen ist kein angenehmes Gefühl und ungern möchte man die Beschwerden mit Tabletten oder sonstigen Mitteln behandeln. Wenn das obligatorische Glas Milch nicht mehr ausreicht, greift man auch hier am besten zu einer natürlichen Methode, um Sodbrennen in den Griff zu bekommen. Bereits mit einem Glas Heilerdewasser nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen und vor dem Schlafengehen können für Linderung sorgen. Wer unter starkem Sodbrennen leidet, kann alternativ ungefähr eine Stunde vor jeder Mahlzeit einen Teelöffel Heilerde zu sich nehmen. Bei regelmäßigem Sodbrennen und Reizhusten sollte man jedoch den Arzt aufsuchen, um weitere Krankheiten ausschließen zu können.

     

     

    Mit Heilerde natürlich gesund leben

    Nicht immer muss man bei bestimmten Beschwerden die Chemiekeule schwingen. Neben den genannten Anwendungsgebieten kann man Heilerde auch problemlos bei folgenden Symptomen einsetzen:

     

    – Cellulite

    – Halsschmerzen und Mandelentzündung

    – Muskel- und Gelenkbeschwerden

    – Mückenstiche

    – Offene Hautwunden

    – Verstauchung und Prellungen

    – Arthrose

    – Reizdarm

     

    Die Anwendung mit Heilerde ersetzt jedoch keinerlei medizinische Behandlung. Bei regelmäßigen Beschwerden sollte man immer zuerst einen Arzt aufsuchen, um eventuelle Krankheiten abzuklären.

     

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  • Wann besteht eine mögliche Ansteckungsgefahr?

    Wann besteht eine mögliche Ansteckungsgefahr?

    Ansteckungsgefahr besteht immer dann, wenn an einer ansteckenden Krankheit erkrankte Personen mit gesunden Menschen zusammentreffen. Ein bekanntes Beispiel sind die grippalen Infekte in der kalten Jahreszeit.

     

    Man unterscheidet zwischen Tröpfchen- und Schmierinfektionen, wobei die Erkältung zum Beispiel zu den Infektionen gehört, die per Händedruck und Anniesen, also auf beiden Wegen übertragen werden kann. Dies zählt zu den direkten Ansteckungsmöglichkeiten.

     

    Bei der indirekten Ansteckung ist ein Überträger erforderlich, wobei die Infektion von einem erkrankten Tier über einen Zwischenwirt auf den Menschen übertragen wird, zum Beispiel der Fuchsbandwurm, der den Fuchs als Überträger nutzt.

     

    Ansteckungsgefahr besteht bei Übertragung eines Erregers über die Haut, die Schleimhäute, die Atemwege, den Harn- oder Genitaltrakt sowie während der Schwangerschaft im Rahmen einer Ansteckung des ungeborenen Kindes. Die entstehenden Infektionen können viraler, bakterieller oder anderer Ursache sein. Bei den Erregern, von denen eine Ansteckungsgefahr ausgeht, kann es sich auch um Prionen, Protozoen, Würmer, Parasiten, Pilze oder Algen handeln.

     

    Viele Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte oder Akne inversa sehen zwar unschön aus, sind aber nicht ansteckend.

     

     

    Was versteht man unter Akne inversa?

    Bei der Akne inversa handelt es sich um eine Talgdrüsenentzündung. Sie findet sich an der äußeren Wurzelscheide von Haarfolikeln. Zumeist findet man diese Erkrankung in der Achselregion, im Bereich des unteren Rückens oberhalb des Hinterns, im Schamhaarbereich oder in der Leistengegend, jedoch kann auch das Kopfhaar betroffen sein.

     

    An Akne inversa können sowohl Frauen als auch Männer erkranken, wobei Männer häufiger im Bereich des unteren Rückens mit der Erkrankung zu kämpfen haben. Die Krankheit kann erstmals in der Pubertät auftreten, jedoch können Erkrankungen in jedem Lebensalter auftreten, sogar bis ins hohe Alter hinein.

     

    An den Ursachen für Akne inversa wird noch geforscht. Bis jetzt wurde eine Reihe von Einflüssen festgestellt, welche zum Auftreten der Krankheit führen oder ihren Verlauf fördern. Dazu zählen Rauchen, Übergewicht, Zuckerkrankheit, zu enge Kleidung, ein gestörter Hormonhaushalt bei Männern, erblich bedingte Faktoren, eine geschwächte Immunabwehr und vorhandene bestimmte Bakterien.

     

    Die Verhornungsfunktion der Talgdrüse ist dabei gestört und die Drüsen sowie die Haarwurzeln sammeln das Hornmaterial, weil der Ausführungskanal verschlossen ist. Eine bakterielle Infektion löst dann Akne inversa aus. Mögliche Komplikationen sind Vereiterungen und Zystenbildungen, eine Ausbreitung der Entzündung auf die Schweißdrüsen sowie die Bildung von Abszessen, Geschwüren und Fisteln.

     

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  • Vorbräunen im Solarium: Ist das sinnvoll?

    Vorbräunen im Solarium: Ist das sinnvoll?

    Eine gebräunte Haut gilt nach heutigen Maßstäben als besonders schön und sexy. Dementsprechend sind viele Leute darum bemüht, ihren Teint nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über wie von der Sonne geküsst aussehen zu lassen. Vor allem im Herbst und Winter ist der Gang ins Solarium für viele daher unverzichtbar. Doch auch im Frühling feiern die Sonnenbänke Hochkonjunktur. Der Grund hierfür: Viele wollen sich im Solarium vorbräunen, um ihre Haut somit auf den Sommer vorzubereiten. Doch ist das wirklich sinnvoll?

    Vorbräunen im Solarium: Das künstliche UV-Licht der Sonnenbank

    Indem man seine Haut im Solarium vorbräunt, ist sie später besser gegen die natürliche UV-Strahlung der Sonne geschützt – so die allgemeine Argumentation der Sonnenbank-Anhänger. Was im ersten Moment sinnvoll klingt, ist allerdings durchaus diskutabel. Das UV-Licht im Solarium unterscheidet sich nämlich stark vom natürlichen UV-Licht – und ist auch keinesfalls weniger gefährlich.

    Da UV-B-Strahlen schon sehr lange als hautschädigend und krebserregend gelten, werden sie in Solarien weitestgehend herausgefiltert. Das sorgt dafür, dass viele Menschen denken, das künstliche Sonnenbad sei weniger gefährlich für den Körper und die Haut. Fakt ist aber, dass immer ein Rest der UV-B-Strahlen übrig bleibt. Außerdem sind auch UV-A-Strahlen bedenklich. Diese bräunen die Haut zwar schneller als die UV-B-Strahlen, sind aber ebenfalls krebserregend und beschleunigen die Alterungsprozesse der Zellen.

    Der Unterschied von UV-A- und UV-B-Strahlen

    Um herauszufinden, ob das Vorbräunen im Solarium sinnvoll ist, ist es wichtig, den Unterschied zwischen UV-A- und UV-B-Strahlen zu kennen.

    UV-A-Strahlen UV-B-Strahlen
    Die UV-A-Strahlen sind langwellig und dadurch energieärmer. Sie erzeugen eine sofortige, dafür aber nicht langanhaltende Bräunung der Haut. Durch die fehlende Energie bilden sie keine Lichtschwiele in der Haut. Die UV-B-Strahlen sind kurzwellig und wesentlich energiereicher als die A-Strahlen. Sie dringen tiefer in die Haut ein, verursachen Sonnenbrand und gelten als Auslöser für den schwarzen Hautkrebs. Um sich gegen diesen und weitere Hautkrankheiten zu schützen, baut der Körper bei UV-B-Strahlung eine sogenannte Lichtschwiele auf. Die Bräunung, die durch diese Strahlen entsteht, setzt später ein, ist dafür aber auch langanhaltender.

    Exkurs: Was ist eine Lichtschwiele?

    Bei den Lichtschwielen handelt es sich um einen natürlichen Abwehrmechanismus des menschlichen Körpers. Bei starker UV-B-Strahlung entwickelt die Oberhaut eine dicke Hornschicht. Diese hilft dabei, tieferliegende Hautschichten vor weiteren UV-Schäden zu schützen.

    Ist Vorbräunen im Solarium sinnvoll?

    Fassen wir also noch einmal zusammen: Beim Vorbräunen im Solarium setzen Sie sich weniger UV-B-Strahlen aus. Diese sorgen zwar für einen Sonnenbrand und lösen Hautkrebs aus, sind aber auch erforderlich, damit die Haut eine Lichtschwiele aufbaut. Wenn Sie sich nach dem Vorbräunen im Solarium der natürlichen Sonneneinstrahlung aussetzen, bedeutet das, dass Ihre Haut keinesfalls besser dagegen geschützt ist.

    Ganz im Gegenteil: Da viele Sonnenanbeter glauben, dass das Vorbräunen im Solarium die Haut ideal auf die natürliche Sonne vorbereitet, verzichten sie ganz bewusst auf Sonnenschutzmittel. Das Resultat sind leider allzu oft starke Verbrennungen und eine irreversible Schädigung der Haut.

    Ist Vorbräunen im Solarium schädlich?

    Jain. Wer seine Haut der künstlichen UV-Strahlung der Sonnenbank aussetzt, muss immer damit rechnen, seinen Körper zu schädigen. Die UV-A-Strahlung im Solarium ist nämlich um ein Vielfaches höher als unter natürlichen Umständen. Richtig gefährlich beziehungsweise schädlich wird das Vorbräunen im Solarium allerdings erst, wenn Sie die entsprechenden Grundregeln (zum Beispiel Dauer und Intensität des künstlichen Sonnenbades) missachten.

    So bereiten Sie Ihre Haut richtig auf die Sommer-Sonne vor

    Wer seine Haut im Solarium vorbräunen will, erzielt vielleicht einen schnell sichtbaren, aber keinesfalls schützenden Effekt. Wenn Ihnen Ihre Gesundheit am Herzen liegt, Sie aber dennoch auch nicht auf eine angenehme Sommerbräune verzichten wollen, sollten Sie unbedingt die folgenden Hinweise beherzigen:

    • Setzen Sie Ihre Haut nie länger als 10 Minuten der direkten Sonneneinstrahlung aus
    • Verwenden Sie immer Sonnenschutzmittel
    • Meiden Sie die Mittagssonne
    • Bedenken Sie, dass Sie auch im Schatten Sonnenbrand bekommen können
    • Vorbräunen im Solarium stellt keinen ausreichenden Sonnenschutz dar

    Bild: © Depositphotos.com / claudio.gangi.fastwebnet.it

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