Schlagwort: Hautschicht

  • Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Ursache und Behandlung

    Schwangerschaftsstreifen – Wie sie entstehen und was Sie dagegen tun können

    Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine wundervolle Erfahrung, die mit vielen schönen Momenten und Erlebnissen verbunden ist. Trotzdem kann nicht davon gesprochen werden, dass die neun Monate ausschließlich positiv verlaufen. Einer dieser negativen Aspekte sind Dehnungsstreifen, die in der Fachsprache auch Striae gravidarum genannt werden. Rund 70 bis 90 % aller schwangeren Frauen sind von den unliebsamen Streifen an Bauch, Schenkeln und Hüften betroffen. Interessanterweise sind junge Mütter mehr von Schwangerschaftsstreifen betroffen als ältere. Das liegt unter anderem an dem unterschiedlichen Hormonspiegel. Außerdem haben junge Frauen einen instabileren Kollagenspiegel als ältere.

    Die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen

    Dehnungsstreifen entstehen durch die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Wenn der Körper innerhalb kurzer Zeit zunimmt – wie es nun einmal in der Schwangerschaft der Fall ist – dehnt sich die Haut und bildet dabei die meist vertikal verlaufenden Streifen, die auch als Dehnungsstreifen bezeichnet werden. Schwangerschaftsstreifen heben sich deutlich von der restlichen Haut ab, da sie zum Teil intensiv rosa oder auch rot sein können. Das kommt daher, dass die Haut im Bereich der Schwangerschaftsstreifen dünner geworden ist und nun die Blutgefäße durchschimmern können. Das Problem: Wer einmal Schwangerschaftsstreifen hatte, bekommt diese nie wieder los. Auch wenn die Farbe die Schwangerschaftsstreifen mit der Zeit verblassen, werden sie immer als schmale weiße Streifen zu sehen sein.

    Hautpartien, die besonders von Dehnungsstreifen betroffen sind:

    • Bauch (Unterbauch)
    • Oberschenkel
    • Unterschenkel
    • Po
    • Hüften
    • Brüste
    • Oberarme

    Generell gilt: Je mehr Sie während der Schwangerschaft zunehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Auch bei Müttern, die mehr als nur ein Kind erwarten, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sie Schwangerschaftsstreifen bekommen. Ebenfalls problematisch ist ein schwaches Bindegewebe.

    Wie kann man Schwangerschaftsstreifen verhindern?

    Vorweg gleich die schlechte Nachricht: Wer für Schwangerschaftsstreifen prädestiniert ist, wird es schwer haben, die Streifen zu verhindern. Cremes und Öle, die häufig in der Werbung angepriesen werden, können daran auch nichts ändern, da sie nur auf der oberen Hautschicht wirken. Schwangerschaftsstreifen bilden sich jedoch in der Schicht darunter. Trotzdem gibt es einige Tipps, die Sie befolgen können, um das Risiko der Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

    Die effektivste Methode gegen Schwangerschaftsstreifen ist es, auf seine Ernährung zu achten. Wenn Sie während der Schwangerschaft nicht wie ein Hefekloß aufgehen, besteht auch die Chance, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass Sie neun Monate lang hungern soll. Das wäre nicht nur für Sie, sondern auch Ihr Baby lebensgefährlich. Viel sinnvoller ist es, auf seine Ernährung zu achten und ausreichend Obst und Gemüse zu essen. Auf diese Weise verhindern Sie die zusätzliche Ablagerung von Fett und können die Dehnung der Haut zumindest ein Stück weit beeinflussen.

    Darüber hinaus sollten Sie auch immer darauf achten, Ihrem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen. Wasser sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig und elastisch bleibt. Auch das kann dabei helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Wenn Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun wollen, sollten Sie daher täglich mindestens acht Gläser Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

    Neben der Ernährung können auch andere Anwendungen mitunter geringe Erfolge versprechen. Eine Erfolgs-Garantie kann jedoch nicht ausgesprochen werden. Viele werdende Mütter schwören dennoch auf unterschiedliche Methoden, um Ihre Haut elastisch zu halten und die Durchblutung zu fördern.

    Eine der gängigsten Anwendungen ist die sogenannte Zupf-Massage, bei der kleine Hautpartien zupfartig massiert werden. Diese Anwendung ist jedoch in der letzten Phase der Schwangerschaft – dann wenn die Schwangerschaftsstreifen am meisten entstehen – eher ungeeignet. Eine andere Methode ist das Bürsten der betroffenen Hautpartien. Hierzu können unter anderem ein Massagenhandschuh oder ein Luffaschwamm verwendet werden. Auch Peelings können kleine Erfolge mit sich bringen.

    Methoden, um Schwangerschaftsstreifen zu verhindern:

    • Ausgewogene Ernährung
    • Viel trinken
    • Zupf-Massage
    • Bürsten mit Massagehandschuh oder Luffaschwamm
    • Peelings

    Bild: © Depositphotos.com / photographyMK

  • Hühneraugen und Warzen – wie wird man sie wieder los?

    Hühneraugen und Warzen – wie wird man sie wieder los?

    Wenn der Sommer kommt, dann kommt auch die Zeit der luftigen Sandalen und schicken Sandaletten. Viele tragen aber auch bei der größten Sommerhitze geschlossen Schuhe, denn sie haben ein Problem, das allgemein unter dem Begriff Hühnerauge bekannt ist. Während Hühneraugen nur an den Füßen auftreten, sind Warzen praktisch überall zu finden. Besonders gern entstehen Warzen auf dem Handrücken oder an den Fingern, aber auch im Gesicht sind Warzen keine Seltenheit. Selbst wenn Hühneraugen und Warzen harmlos sind, so möchten die Betroffenen diesen Makel gerne wieder loswerden.

    Was genau ist ein Hühnerauge?

    Clavus heißt das Hühnerauge in der medizinischen Fachsprache und fast jeder hatte schon einmal mit einem Hühnerauge zu tun. Ein Hühnerauge kann sich auf der Oberfläche der Zehen bilden, aber auch an der Seite der Zehen oder am Fußballen sind Hühneraugen keine Seltenheit. Hühneraugen sind nichts anderes als verhornte oder verdickte Stellen, die immer dann entstehen, wenn die betroffene Stelle am Fuß zu stark belastet wurde oder wenn es zu einer übermäßigen Reibung kommt, zum Beispiel durch schlecht sitzende Schuhe. In der Mitte des Hühnerauges bildet sich eine Art Dorn, der ebenfalls aus verhornter Haut besteht und der sehr tief in die unteren Hautschichten eindringen kann.

    Frauen sind übrigens deutlich häufiger von Hühneraugen betroffen als Männer. Das liegt daran, dass Frauen auch bereit sind, schlecht sitzende oder viel zu enge Schuhe zu tragen, nur um gut auszusehen. Von der einfachen Druckstelle über die schmerzhafte Blase bis hin zum unschönen Hühnerauge ist es da nur ein kurzer Weg. Ein Hühnerauge sollte auf gar keinen Fall mit einem Messer oder mit einer Schere herausgeschnitten werden, denn das kann böse Folgen haben. Der Arzt kann ein Hühnerauge schnell und schonend entfernen, aber auch Fußbäder sind eine gute Idee, um das Hühnerauge zu entfernen.

    Was sind Warzen?

    Warzen gehören zu den am meisten verbreiteten Hautirritationen, und kaum jemand kann von sich behaupten, er habe noch nie eine Warze gehabt. Warzen sind harmlose Hautwucherungen, die aber auch schmerzen können und vor allem unangenehm ins Auge fallen. Warzen können ganz unterschiedliche Formen haben. Es gibt Pinselwarzen, Mosaikwarzen, Dornwarzen und Flachwarzen, die meist im Gesicht zu finden sind und daher besonders stören. Im Genitalbereich treten überwiegend Feigwarzen auf.

    Warzen sind halbkugelartige Erhebungen auf der Haut, die zwischen zwei bis vier Millimeter hervorstehen. Die meisten Warzen sind so groß wie der Kopf einer Stecknadel, aber sie können auch die Größe einer Erbse erreichen. Auf der Warze ist eine Hornschicht, die sich taub und auch ein wenig schuppig anfühlt und in einigen Warzen sind auch schwarze Pünktchen zu sehen. Im Normalfall treten Warzen einzeln auf und werden Mutterwarzen genannt. Es kann aber auch passieren, dass die Mutterwarze um sich herum mehrere Tochterwarzen schart, die sich dann großflächig auf der Haut ausbreiten.

    Sind Warzen ansteckend?

    Im Gegensatz zu Hühneraugen sind Warzen ansteckend und sie verbreiten sich immer durch den direkten Hautkontakt. Aber auch wenn ein Betroffener sein Handtuch, seine Socken oder seine Schuhe mit anderen teilt, dann kann es passieren, dass sich die Warze überträgt. Auch wenn Warzen harmlos, aber ansteckend sind, sollten sie nach Möglichkeit entfernt werden. Kleine Warzen verschwinden, wenn sie vereist werden, denn der flüssige Stickstoff zerstört durch seine Kälte die obersten Schichten der Haut und die Warze lässt sich einfach entfernen. Um eine Warze zu vereisen, muss man nicht unbedingt zu einem Arzt gehen, es gibt auch Vereisungsstifte, die man in der Apotheke kaufen kann.

    Eine Alternative ist eine Behandlung mit einem Salizylsäure-Pflaster oder mit einem Salizylsäure-Gel. Das Pflaster und auch das Gel müssen alle zwei bis drei Tage auf die Warze aufgetragen werden und die Warze löst sich dann von selbst aus der Haut.

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  • Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze – eine fast vergessene Krankheit

    Krätze ist eine Krankheit, die die meisten Menschen mit Armut und Schmutz in Verbindung bringen, also etwas, was es in der heutigen Zeit eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Krätze gibt es aber noch und sogar häufiger, als viele vielleicht annehmen. Scabies, wie die Krätze mit medizinischen Namen heißt, gehört zu den Geschlechtskrankheiten, da sie auch durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Aber auch in Alten- und Pflegeheimen ist die Krätze keine Seltenheit. Überall wo Menschen in engem Kontakt zueinander leben, kann auch Krätze auftreten, denn die Krankheit ist ansteckend, aber sie kann relativ einfach bekämpft werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Bei der Krätze treten die typischen Symptome auf, die man von vielen anderen entzündlichen Hautkrankheiten kennt. Da die Milben die die Krätze auslösen, sich auf der Haut ansiedeln und dort Gänge bohren, wird immer die obere Hautschicht in Mitleidenschaft gezogen. Es sind die weiblichen Milben, die millimeterlange Gänge bohren, um dort ihre Eier abzulegen, die männlichen Tiere bleiben auf der Hautoberfläche. Die Milben bevorzugen Körperstellen, an denen es angenehm warm und wo die Haut besonders dünn ist, und deshalb treten die ersten Symptome auch an den Handgelenken, zwischen den Zehen und Fingern, am Bauchnabel, im Brustbereich, unter den Achseln und im Genitalbereich auf. Nur bei Kindern ist die Krätze auch im Gesicht und an den Handflächen zu sehen.

    Sind die Symptome sichtbar, dann kommt es zu einem starken Juckreiz, vor allen Dingen in der Nacht, wenn der Körper im warmen Bett liegt. Die Haut beginnt schuppig zu werden und es bilden sich kleine Knötchen und Krusten, besonders dort, wo gekratzt wird. In der Folge ist die Haut mit Kratzspuren übersät und es zeigen sich die sogenannten Milbenhügel, die eine rötliche Farbe haben. Die ersten Symptome zeigen sich erst drei bis sechs Wochen nach der Ansteckung.

    Welche Ursachen hat die Krätze?

    Krätze entsteht nur bei engem Körperkontakt und es reicht schon ein trächtiges Weibchen aus, um die Krankheit auszulösen. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet, wenn es um eine Ansteckung mit Krätze geht. Menschen, deren Säure-Basenhaushalt nicht im Gleichgewicht ist, gehören ebenso zu den Risikopatienten und wer es mit der Hygiene nicht so genau nimmt, der riskiert einen Milbenbefall, denn Schmutz und Wärme ziehen die Milben praktisch magisch an. Deshalb wird Krätze auch die Krankheit der Armen genannt, denn in früheren Zeiten lebten die Armen eng zusammen und Körperhygiene spielte keine große Rolle.

    Wie wird Krätze behandelt?

    Um die Krätze erfolgreich zu behandeln, kommen spezielle Medikamente zum Einsatz. Zum einen müssen die Milben, die auf und unter der Haut leben, komplett vernichtet werden und zum anderen soll der Juckreiz verschwinden. Ein bewährtes Mittel ist Permethrin, ein künstlich hergestelltes Insektizid, das auf die Haut aufgetragen wird. Es gibt das Mittel in Form von Cremes und Lotionen, und wer die Krätze wieder loswerden möchte, der muss die Creme auf die Haut auftragen und dann acht bis zwölf Stunden einwirken lassen, anschließend wird die Creme gründlich abgewaschen.

    Sollten sich zwei Wochen nach der Behandlung keine Verbesserungen des Hautbildes einstellen oder wenn der Juckreiz in diesem Zeitraum nicht nachlässt, dann muss die Behandlung wiederholt werden. Bei Kindern und schwangeren Frauen darf das Mittel nur in einer begrenzten Dosis zum Einsatz kommen. Eine Alternative stellen Mittel mit den Wirkstoffen Allethrin und Benzylbenzoat dar. Cremes mit diesen Wirkstoffen werden meist dann eingesetzt, wenn eine Behandlung mit Permethrin nicht angeschlagen hat. Die Lotionen mit Allethrin und Benzylbenzoat müssen an drei Tagen nacheinander aufgetragen werden und die Behandlung muss nach einigen Tagen wiederholt werden. Da es zu starken Nebenwirkungen kommen kann, verschreiben die Ärzte Mittel mit den beiden Wirkstoffen nur ungern und auch nur dann, wenn es sich um einen starken Milbenbefall handelt.

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  • Hornhaut natürlich und schonend entfernen

    Hornhaut natürlich und schonend entfernen

    Der Sommer kommt und mit ihm auch die Zeit für offene Schuhe, Sandalen und Sandaletten. Bei vielen hat sich im Laufe des langen Winters eine Hornhaut an den Füßen gebildet und das sieht wenig gut aus, wenn man die neuen Schuhe in der warmen Jahreszeit ausführen möchte. Es gibt viele Mittel, um eine unschöne Hornhaut zu entfernen. Einige dieser Mittel sind teuer, andere sogar gefährlich, denn wer sich mit einem sogenannten Hornhauthobel der hartnäckigen Hautschicht entledigen will, dann kann das zu bösen Verletzungen führen. Es geht aber auch einfacher, gefahrloser und vor allem auch viel günstiger, wenn die Hornhaut entfernt werden soll, denn oftmals reichen bewährte Hausmittel, damit die Füße wieder perfekt aussehen.

    Niemals schneiden

    Da Hornhaut gefühllos ist, versuchen viele die Hautschicht wegzuschneiden, aber das ist sehr gefährlich. Die Klingen, die in einem Hornhauthobel verwendet werden, sind in der Regel sehr scharfe Rasierklingen und in ungeübten Händen kann das zu schweren Verletzungen führen. Vor allem wenn sich nur eine dünne Schicht Hornhaut gebildet hat, dann ist die Gefahr die normalen Hautschichten zu verletzen, besonders groß. Ungefährlich, aber ebenso effektiv ist es, die Hornhaut einfach zu entfernen.

    Einfach abrubbeln

    Die Hornhaut ist eine Hautschicht, die sich immer dann bildet, wenn sich abgestorbene Hautpartikel verdicken, sie bilden dann eine feste, fast lederartige Schicht, die besonders an den Fersen und an den Fußballen zu finden ist. Um diese Hautschicht zu entfernen, kann sie zum Beispiel mit einem Bimsstein abgerubbelt werden. Noch effektiver wird es, wenn man die Hornhaut im Vorfeld mit Aloe Vera Saft ein wenig aufweicht, denn wenn die Hornhaut weich ist, dann lässt sie sich einfacher entfernen. Auch ein Fußbad kann Wunder wirken. Nach dem Fußbad wird die Hornhaut mit Hirschtalgsalbe (gibt es in der Apotheke oder in der Drogerie) eingerieben und dann mit dem Bimsstein einfach weggerubbelt.

    Wer es sich einfach machen will, der reibt sich am Abend nach dem Baden oder Duschen die von Hornhaut betroffenen Stellen dick mit Melkfett ein, dann werden Socken angezogen und am nächsten Morgen ist die Hornhaut verschwunden. Wirksam ist auch Teebaumöl, denn die ätherischen Öle sorgen auf natürliche Art und Weise dafür, dass Hornhaut kein Thema mehr ist.

    Hornhaut vorbeugen

    Bei Hornhaut gilt, je dicker die Hornschicht wird, umso schwieriger wird es auch sie abzutragen. Wer sich erst gar nicht mit dem Problem Hornhaut herumärgern will, der sollte daher in den Wintermonaten schon damit beginnen vorzubeugen. Regelmäßige Fußbäder mit Kamillenblüten können dabei helfen, dass sich erst gar keine Hornhaut bilden kann. Auch ein heißes Säckchen, das mit Kamille gefüllt und dann auf die betroffenen Stellen gelegt wird, verhindert, dass sich die unschöne Haut bildet. Wer diese Behandlung an mehreren Tagen wiederholt, der bekommt wieder wunderbar weiche und schöne Haut an den Füßen.

    Ein wirksames natürliches Hausmittel, das Hornhaut verhindert, ist der Saft einer Zitrone. Die Zitrone wird ausgepresst und der Saft dann an diesen Stellen einmassiert, die am meisten von Hornhaut betroffen sind. Die Säure der Zitrusfrucht löst die abgestorbenen Hautpartikel, bevor die feste Hornschicht entstehen kann. Wer keine Zitrone zur Hand hat, der kann stattdessen auch Apfelessig verwenden, das Ergebnis ist das Gleiche und es kann sich immer sehen lassen. Barfuß zu gehen ist bekanntlich sehr gesund, und wer eine Wiese oder einen Rasen in der Nähe hat, der sollte an einem Sommermorgen die Gelegenheit nutzen und barfuß durch das noch feuchte Gras gehen. Das ist nicht nur ein gutes Mittel um Hornhaut vorzubeugen, das morgendliche Tautreten ist auch ein wunderbares Mittel, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Alle, die die Ferien am Meer verbringen, sollten am Strand möglichst barfuß gehen, denn auch das schützt vor der ungeliebten Hornhaut.

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  • Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Nur eine Sekunde Unachtsamkeit reicht und schon hat das scharfe Küchenmesser auf dem Finger seine Spuren hinterlassen. Die Wunde blutet vielleicht stark und das ist für die meisten Menschen das Signal, sofort einen Arzt aufzusuchen. Aber keine Angst, denn was auf den ersten Blick vielleicht schlimm aussieht, ist in Wirklichkeit keine ernste Verletzung und kann sehr gut auch zu Hause richtig behandelt werden.

    Erste Hilfe bei Schnittverletzungen

    Verletzungen selbst behandeln ist auch bei stark blutenden Schnittwunden kein Problem. Schnittverletzungen bluten zwar und sie sind auch schmerzhaft, aber in der Regel wird nur die obere Hautschicht verletzt und durch das Blut, das aus der Wunde sickert, werden auch alle gefährlichen Keime beseitigt. Die Wunde sollte unter kaltes fließendes Wasser gehalten und dann, je nach Tiefe des Schnitts, entweder mit einem Pflaster oder mit einem Verband abgedeckt werden. Kleine Wunden können auch an der Luft trocknen und so besser heilen.

    Handelt es sich allerdings um eine klaffende Wunde, dann können Muskeln oder Nerven verletzt sein und es sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der die Wunde dann eventuell sogar nähen muss.

    Schürfwunden richtig behandeln

    Wenn Kinder draußen spielen und toben, dann kann es immer mal wieder passieren, dass sie sich die Haut aufschürfen. Diese Schürfwunden sind nicht selten großflächig und schmerzen auch arg, da Nervenenden dabei freigelegt werden. Verletzungen selbst behandeln ist auch bei Schürfwunden ohne Probleme möglich, denn diese Wunden heilen in der Regel schnell ab und es bleiben auch keine Narben zurück.

    Da sich in einer Schürfwunde meist viel Dreck befindet, ist es dringend notwendig, dass die Wunde sehr gründlich ausgewaschen und desinfiziert wird. Kleine Schürfwunden sollten an der Luft heilen, nur wenn die Wunde größer ist, dann sollte entweder ein Wundschnellverband oder eine sterile Kompresse zum Einsatz kommen.

    Wie werden Platzwunden richtig versorgt?

    Verletzungen selbst behandeln funktioniert bei Platzwunden leider nicht, denn diese Wunden sollten immer von einem Arzt behandelt werden. Oftmals haben Platzwunden raue Ränder, die zudem noch weit auseinanderklaffen. Das kann ein Nährboden für viele Keime sein, und da vor allem die Platzwunden an Kopf sehr stark bluten, sollte als erste Maßnahme die Wunde gesäubert und mit einer Kompresse abgedeckt werden. Für den Weg zum Arzt sollte die Kompresse mit einer elastischen Binde fixiert werden. Der Arzt entscheidet dann, ob die Platzwunde genäht werden muss.

    Mit Stichwunden sofort zum Arzt

    Auch wenn es zu einer Stichwunde zum Beispiel durch einen Nagel, einer Scherbe oder einem Messer kommt, dann sollte keiner diese Verletzung selbst behandeln, sondern sofort einen Arzt aufsuchen. Das Tückische an Stichwunden ist, dass sie oberflächlich betrachtet, nicht immer gefährlich aussehen, aber eine solche Verletzung kann tiefer gehen und das macht es gefährlich. Es besteht die Gefahr, dass mit dem Fremdkörper auch Keime in die Wunde geraten sind, die für eine Infektion sorgen können. Wichtig ist, dass der Fremdkörper nicht aus der Wunde gezogen wird, denn das kann innere Blutungen auslösen, nur der Arzt sollte den Fremdkörper sachkundig entfernen.

    Richtiges Verhalten bei Bisswunden

    Biss- und Kratzwunden werden meist von Tieren verursacht, und auch diese Verletzungen selbst behandeln, kann sehr gefährlich werden. In diesem Fall besteht eine hohe Infektionsgefahr, die zu einer Sepsis, also zu einer Blutvergiftung, einem Gasbrand oder zu einem Wundstarrkrampf führen kann. Wenn ein Hund zubeißt oder die Katze einen tiefen Kratzer hinterlässt, der stark blutet, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Höchste Eile ist geboten, wenn der Biss oder der Kratzer von einem Wildtier wie einem Fuchs oder von einer Fledermaus stammen, denn dann besteht Tollwutgefahr.

    Bildquelle: Depositphotos.com // macor,

     

  • Chemotherapie bei Rheuma

    Chemotherapie bei Rheuma

    In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Personen von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Dies entspricht rund 2 % der gesamten erwachsenen Bevölkerung. Aufgrund der Natur der Erkrankung war es bisher schwer eine heilende Behandlung zu finden. In den meisten Fällen ist eine lebenslange, medikamentöse Behandlung der einzig Ausweg. In einem Artikel auf dem Gesundheitsportal lifeline ist nun nachzulesen, dass die Zukunft für Rheuma-Patienten eine Heilung in Sicht haben könnte. Eine Möglichkeit ist Chemotherapie bei Rheuma.

    Warum ist Rheuma bisher nicht heilbar?

    Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen. Rheuma wird durch eine Fehlfunktion der sogenannten Gedächtniszellen hervorgerufen. Diese Zellen sind ein wichtiger Bestandteil eines intakten Immunsystems. Sie speichern Informationen zu Viren und Bakterien ab. Sollten sie erneut mit den gleichen Erregern in Kontakt kommen, haben sie die gespeicherten Informationen sofort vorliegen und können schneller reagieren, als Zellen, denen dieses Gedächtnis fehlt. Nun kann es dazu kommen, dass eben diese Zellen eine Fehlfunktion erleiden und sich gegen den eigenen Körper richten. Diese Zellen greifen das Gewebe an und können dadurch erheblichen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall kann eine Rheumaerkrankung zum Tode führen. Die Krankheit hat sehr verschiedene Symptome, hat aber fast immer Verformungen der Gelenke und starke Gliederschmerzen zur Folge. Typische Symptome sind dabei:

    • Gelenkschmerzen auf beiden Körperseiten
    • Schwellungen der Gelenke
    • Beweglichkeit der Gelenke ist eingeschränkt
    • Überwärmung der Gelenke

    Dabei kann Rheuma in verschiedenen Gelenken auftreten. Sehr selten kommt es im Kiefergelenk und in den Hüftgelenken vor. Häufig zu finden ist es in folgenden Gelenken:

    • Sprunggelenk
    • Handgelenk
    • Schultergelenk
    • Kniegelenk
    • Wirbelsäule

    Bisher ist es möglich, diese Fehlfunktion mithilfe von Medikamenten zu unterdrücken. Die Zellen werden „entwaffnet“ und können so keinen Schaden anrichten. Dies ist allerdings an eine fortwährende Einnahme der Medikamente gebunden. Werden diese abgesetzt, so erinnern sich die Zellen an die falschen Informationen und beginnen erneut damit das Gewebe anzugreifen.

    Offensichtlich ist es nicht ideal, das eigene Immunsystem mit Medikamenten zu schwächen. Die Gedächtniszellen sind ein äußert wichtiger Teil der Immunabwehr und man ist einer größeren Infektionsgefahr ausgesetzt, wenn diese nicht auf voller Leistung arbeiten können. Daher arbeite Forscher weltweit daran eine Lösung zu finden, die eine Heilung und keine Kontrolle der Krankheit bietet.

    Herkömmliche Behandlungen

    Momentan werden Rheuma-Patienten zumeist mit verschiedenen Medikamenten behandelt. Welche Mittel verwendet, werden hängt stark von der Art und dem Stadium der Erkrankung ab. Außerdem reagiert nicht jeder Patient gleich auf die Medikamente. So ist Kortison ein häufig genutzter Stoff, der allerdings zu schweren allergischen Reaktionen führen kann. Es gibt neben den Medikamenten ein paar weiterer Methoden, die regelmäßig zum Einsatz kommen.

    Radiosynoviorthese

    In diesem Fall wird eine radioaktive Flüssigkeit direkt in das Gelenk gespritzt. Die Radioaktivität ist zu schwach um ernsthaften Schaden anzurichten, aber hoch genug, um die oberste Gelenkhautschicht zu entfernen. Hier ist die Entzündung akut und durch das Entfernen dieser Schicht wird nicht nur eine Schmerzlinderung erzielt, es kommt auch zu einer Erhöhung der Zell-Regenerationsrate.

    Biologika

    Bei den sogenannten Biologika handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Eiweiße. Diese sind ähnlich zu unseren körpereigenen Substanzen. Sie werden eingesetzt, um bestimmt Mechanismen im Körper zu steuern und zu beeinflussen. So können die Biologika zum Beispiel die Rate erhöhen im welcher Immunzellen an erkrankte Gelenke andocken. Dies beschleunigt den Regenerationsprozess. Biologika werden in Form von Tabletten eingenommen.

    Physiotherapie

    Die Physiotherapie wir dazu verwendet, Schmerzen zu lindern und Funktionsdefizite auszugleichen. Ein gezieltes Gelenktraining und das Verwenden von anregenden Reizen stärkt das Gewebe und verbessert Bewegungsabläufe. Vor allem im frühen Stadium der Erkrankung ist diese Therapie sehr erfolgreich. Je weiter fortgeschritten, umso schwieriger ist es, die Gelenke zu trainieren.

    Wie funktioniert die Behandlung mit Chemotherapie?

    Während einer Chemotherapie werden das Immunsystem und dessen Zellen angegriffen und zerstört. Die Therapie ist dabei so tief greifend, dass der Körper die alten Immunzellen nicht reproduzieren kann. Nach der Therapie wird durch eine Behandlung mit Stammzellen der Aufbau eines neuen Immunsystems in Gang gesetzt.

    Das neue Immunsystem hat keine „Erinnerung“ an die fehlerhaften Zellen und bildet daher keine Gedächtniszellen, welche das körpereigene Gewebe angreifen. Dies hat also zur Folge, dass die Krankheit komplett verschwunden ist. Vor Beginn der Chemotherapie werden dem Patienten für die Stammzellengewinnung weiße Blutkörperchen entnommen. Offensichtlich sind hier die fehlerhaften Gedächtniszellen enthalten. Diese können mithilfe eines speziellen Vorgangs herausgefiltert werden. Übrig bleiben lediglich die gesunden Zellen, welche dann verwendet werden um ein neues, gesundes Immunsystem aufzubauen.

    Bisher befindet sich dieses Vorgehen noch in der frühen Phase. Es gibt Patienten, die erfolgreich mit dieser Methode behandelt wurden. Sie birgt aber auch ein hohes Risiko. In der Phase zwischen der Chemotherapie und den Neuaufbau des Immunsystems ist der Patient praktisch ohne körpereigene Abwehr. Damit riskiert man die Ansteckung an einer lebensbedrohlichen Krankheit. Diese Therapie kommt daher nicht für Patienten infrage, die körperlich nicht die richtigen Voraussetzungen bringen.

    Dennoch sind Ärzte zuversichtlich. Die Zukunft für die Behandlung von Rheuma-Patienten ist auf einem guten Weg. Eine Heilung ist eindeutig in Sicht.