Schlagwort: Herzerkrankung

  • Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Die Zahl der Herzerkrankungen steigt stetig weiter an und damit auch die Zahl der Reha-Maßnahmen. Aber auch wenn die Zahl steigt, nicht alle Herzpatienten wollen in eine Reha, viele halten diese Maßnahme für vergeudete Zeit. Allein schon die Aussicht auf schmale Kost und sportliche Übungen schreckt viele Herzpatienten ab, dabei ist eine Reha ungemein wichtig, denn eine Behandlung, die sich an den Aufenthalt im Krankenhaus anschließt, kann hilfreich sein, um länger zu leben.

    Eine neue Studie

    Wie wichtig und effektiv eine Reha für alle ist, die mit einer Herzerkrankung in der Klinik liegen, das hat jetzt eine Studie herausgefunden. Durchgeführt wurde diese Studie von der Paracelsus-Klinik Bad Suderode in Quedlinburg, und die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die Studie befasste sich mit 1.900 Herzpatienten aus ganz Sachsen-Anhalt, die im Durchschnitt vor elf Jahren am Herzen erkrankt waren. Die Ärzte analysierten die Daten der Patienten um festzustellen, wie viele an einer Reha teilgenommen und welche Patienten an ihrem Herzleiden gestorben sind. Das Ergebnis zeigt, dass im Zeitraum von elf Jahren nur ein Patient von 44, die an einer Reha teilgenommen haben, an seinem Herzleiden gestorben ist. Ohne Rhea starben siebenmal so viele, fanden die Mediziner heraus.

    Nicht immer einfach

    Nach wie vor gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu den führenden Todesursachen in Deutschland, aber da die Medizin immer größere Fortschritte macht, ist es zum Beispiel heute eher schwierig, bei einer stabilen Angina pectoris von der Krankenkassen eine Reha genehmigt zu bekommen. Die Herzpatienten von heute haben immer bessere Prognosen und die Sterblichkeit wird immer geringer, trotzdem ist eine Reha immer noch notwendig, um den Patienten beispielsweise nach einem Herzinfarkt weiter zu stabilisieren. Mediziner raten allen, nach einer Herzerkrankung bei der Krankenkasse unbedingt eine Reha zu beantragen. Wird dieser Antrag abgelehnt, dann sollte zur Not auch geklagt werden. Ob eine Reha abgelehnt wird oder nicht, das wird nach dem Sozialgesetzbuch geregelt. Leider sind die Gesetze nicht ganz eindeutig und die Krankenkassen haben viel Spielraum, wenn es um die Genehmigung einer Reha-Maßnahme geht. Ein Anwalt für Sozialrecht kann den Patienten weiterhelfen und sie genau darüber informieren, ob es sich lohnt, die Reha einzuklagen oder nicht.

    Eine Reha lohnt sich

    Dass sich eine Reha auf jeden Fall lohnt, das macht die aktuelle Studie noch einmal mehr als deutlich. Herzpatienten, die länger leben wollen, sollten eine Reha machen, denn in einer Reha-Klinik werden die Patienten auf ein Leben nach dem Infarkt vorbereitet. In den Kliniken fehlen Zeit und Fachpersonal, um die Patienten optimal zu betreuen, das kann nur in einer Reha geschehen. Hier lernen die Betroffenen, wie sie sich zum Beispiel in Zukunft richtig ernähren, welchen Sport sie treiben sollten und wie sie ihr Leben nach der akuten Erkrankung einrichten müssen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexmillos

  • Adipositas – die neue Volkskrankheit?

    Adipositas – die neue Volkskrankheit?

    Immer mehr Menschen in den großen Industrienationen wie Deutschland, bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Schuld an diesem negativen Trend sind zum einen zu wenig Bewegung und zum anderen eine falsche Ernährung, die bei vielen nur noch aus Fertiggerichten und Fast Food besteht. Die Folgen dieser Lebensweise sind gravierend, und immer öfter stellen die Ärzte die Diagnose Adipositas, also krankhafte Fettsucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert das krankhafte Übergewicht nach dem sogenannten Body-Mass-Index, und wenn dieser Wert jenseits der 30 liegt, dann ist von Adipositas die Rede. Aber was genau ist Adipositas und wie kann man effektiv dagegen angehen?

    Keine richtige Krankheit

    In Deutschland wird Adipositas nicht als eigenständige Krankheit anerkannt, sondern gilt entweder als ein körperlicher Zustand oder als eine Gesundheitsstörung mit einem chronischen Verlauf. Allerdings gehören Adipositas und die Folgeerkrankung Übergewicht auch zu den Ursachen für schwere Folgeerkrankungen, denn wer zu viel wiegt, der riskiert schwerwiegende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und auch Diabetes Typ 2. Krebs kann zu den Folgen einer Adipositas gehören, ebenso wie eine Reihe von orthopädischen Erkrankungen, und auch psychische Leiden wie zum Beispiel Depressionen können von der krankhaften Fettsucht ausgelöst werden.

    Die Ursachen für Adipositas

    Neben fehlender körperlicher Bewegung und einer falschen Ernährung gibt es noch mehr Faktoren, die Adipositas auslösen können. Bei einigen Patienten spielt die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle, denn wer übergewichtige Eltern oder Großeltern hat, der lebt mit einem großen Risiko, selbst an Adipositas zu erkranken. Stress und vor allem auch Frust gehören ebenfalls zu den Risiken, die für krankhaftes Übergewicht infrage kommen.  In den meisten Fällen ist es aber eine ungesunde Lebensführung, die für Adipositas sorgt.

    Die Diagnose Adipositas

    Die krankhafte Fettsucht zu diagnostizieren, ist für den Arzt relativ einfach, er kann eine sogenannte Blickdiagnose stellen. Das äußere Erscheinungsbild des Patienten ist aber nur ein Teil der Diagnose, denn auch wenn feststeht, dass es sich um Adipositas handelt, möchte der Arzt der Gesundheitsstörung natürlich auf den Grund gehen. Zur weiteren Diagnose wird der Body-Mass-Index ermittelt und der Patient wird vermessen. Es folgt dann eine Blutuntersuchung, bei der sowohl die Harnsäure als auch die Blutfettwerte bestimmt werden. Auch ein EKG kann dem Arzt dabei helfen, die endgültige Diagnose zu stellen.

    Welche Therapien gibt es?

    Die Therapie bei Adipositas hat nur ein Ziel – die Betroffenen müssen abnehmen, und das funktioniert am besten mit einer kompletten Umstellung der Ernährung. Immer dann, wenn dem Körper weniger Energie zugeführt wird, dann greift er automatisch auf die gespeicherten Kalorien zurück und das Gewicht sinkt langsam, aber sicher. Die Grundlage jeder Adipositas Therapie ist deshalb die Zahl der Kalorien zu drosseln, um den Körper dazu zu bringen, die gespeicherten Kalorien zu verbrauchen. Ein entscheidender Punkt bei jeder Adipositas Therapie ist aber die Motivation des Patienten, denn der Weg zur Normalfigur besteht aus einem festen Willen, viel Disziplin und auch Mut, eine solch langfristige Therapie zu machen. Wenn die Patienten an Gewicht verloren haben, dann ist die Therapie noch lange nicht beendet, denn es gilt das Gewicht zu halten und das geht letztendlich nur über eine gesunde Lebensweise.

    Gibt es Medikamente gegen Adipositas?

    Eine medikamentöse Behandlung kommt immer nur dann infrage, wenn der Betroffene es nicht schafft, seinen Body-Mass-Index dauerhaft unter 30 zu halten. Auch wenn es bereits zu Folgeerkrankungen gekommen ist, dann entscheiden sich die Ärzte für Medikamente, die die Therapie unterstützen sollen. Ein bewährtes Mittel ist der Wirkstoff Orlistat, der die Aufnahme von Fett im Darm verringert. Wenn der Patient zu viel Fett isst, dann löst der Wirkstoff heftigste Blähungen aus und das sorgt bei den meisten Patienten dafür, dass sie sehr schnell keine Lust mehr auf zu fettes Essen haben.

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  • Was passiert bei einer Dialyse?

    Was passiert bei einer Dialyse?

    Viele kennen den Begriff Dialyse auch unter den Namen Blutwäsche, aber eine Dialyse kann mehr als nur das Blut waschen, sie rettet Menschen, die unter schweren Schäden der Niere leiden, immer wieder das Leben. Normalerweise übernehmen die Nieren die Funktion das Blut zu waschen, wenn sie aber krank oder geschädigt sind, dann übernimmt eine Maschine diese Aufgabe, eben die Dialyse. Durch die Dialyse werden alle schädlichen Substanzen und auch das überschüssige Wasser aus dem Körper gefiltert, und wenn die Diagnose Dialyse fällt, dann hat der Patient die Wahl zwischen zwei verschiedenen Arten, wie die Dialyse durchgeführt werden kann.

    Welche Dialyseformen gibt es?

    Streng genommen wäscht die Dialyse das Blut nicht, sie reinigt es vielmehr und gibt es dann wieder an den Körper ab. Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren für eine Dialyse und der Patient kann sich entweder für das extrakorporale oder aber für das intrakorporale Verfahren entscheiden. Welche Form der Dialyse infrage kommt, das entscheidet auch der Arzt. Bei einer extrakorporalen Dialyse findet die Blutreinigung außerhalb des Körpers statt. Der Arzt legt dem Patienten während eines operativen Eingriffs einen speziellen Gefäßzugang den sogenannten Shunt, mit dem eine Vene mit einer Arterie verbunden wird. Bei der intrakorporalen Dialyse, die im Körper stattfindet, läuft die Dialyse über einen Zugang im Bauchfell. Diese Form kommt allerdings eher selten zum Einsatz, normalerweise fällt die Wahl auf die externe Form.

    Die Hämodialyse

    Die einfachste und deshalb auch sehr oft angewandte Therapie, um das Blut zu reinigen, ist die Hämodialyse. Bei diesem Verfahren reinigt ein Filter, der sogenannte Dialysator das Blut von schädlichen Stoffen. In einem Dialysator fließen eine spezielle Flüssigkeit, das Dialysat und das Blut getrennt und in entgegengesetzten Richtungen durch eine Membran. Zwischen den beiden Seiten der Membran gibt es beim jeweiligen Konzentrat einen Unterschied, da im Blut deutlich mehr Teilchen, wie zum Beispiel Harnstoff enthalten sind. Die Teilchen gehen unablässig in die Spülflüssigkeit über und werden dann als gereinigtes Blut wieder in den Körper zurückgeführt.

    Menschen, deren Nieren krank oder geschädigt sind, müssen mehrfach in der Woche an eine Dialyse angeschlossen werden. In der Regel geschieht das dreimal in der Woche für vier bis acht Stunden, aber es gibt auch Patienten, die eine tägliche Dialyse von zwei Stunden auf sich nehmen, weil sie sich dann besser und vor allem auch leistungsfähiger fühlen.

    Die Heimdialyse

    Da die kontinuierliche tägliche Dialyse immer beliebter wird, aber nicht jeder Patient jeden Tag in eine Praxis oder in ein Krankenhaus fahren kann, gewinnt die Heimdialyse immer mehr an Bedeutung. Dank moderner Technik wird es möglich, das Blut auch in den eigenen vier Wänden einfach zur reinigen, und die Heimdialyse kann heute ganz individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden.

    Wie sieht die Prognose aus?

    In Deutschland sind ca. 60.000 Menschen von der Dialyse abhängig. Wie gut oder schlecht ihre Prognose ist, das hängt zum einen vom Lebensalter und zum anderen von der Grunderkrankung ab. Bei ungefähr der Hälfte der Dialyse Patienten, die dauerhaft auf die Dialyse angewiesen sind, beträgt die Lebenserwartung vom Beginn der Dialyse an noch rund zehn Jahre, aber jeder vierte lebt mit der Dialyse noch 20 Jahre oder sogar noch länger. Wenn aber eine Diabetes oder eine Herzerkrankung dazu kommen sollten, was bei einem Dialyse Patienten nicht selten der Fall ist, dann sinkt die Lebenswartung drastisch.

    Die Lebensqualität muss nicht zwangsläufig unter der Dialyse leiden, viele können ganz normal einer Beschäftigung nachgehen und ein ruhiges Leben führen. Möglich wird das aber auch durch das Angebot einer ambulanten Blutwäsche, die heute in vielen Krankenhäusern angeboten wird. Viele stehen aber auch auf der Transplantationsliste und hoffen auf eine neue Niere, die eine Dialyse überflüssig macht.

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  • Chronische Krankheiten

    Chronische Krankheiten

    Die chronischen Krankheiten oder auch chronische Erkrankungen sind zumeist dauerhafte, seltener ständig wiederkehrende, oft auch in Schüben auftretende körperliche Beschwerden unterschiedlichen Ursprungs. Der Begriff „chronisch“ leitet sich vom griechischen Wort “chronos“, das „Zeit“ bedeutet. Chronische Erkrankungen weisen auch eine akute Phase auf, die zu jedem Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs auftreten kann. Diese Exazerbationen (regelmäßige Schübe) der chronischen Erkrankung sollten nicht mit einer akuten Ersterkrankung verwechselt werden.

    Welche chronischen Krankheiten gibt es (Auswahl)

    Darunter fallen sowohl degenerative Erkrankungen, die schleichende Prozessverläufe haben, aber auch auslösende Krankheiten und Unfälle, die zu einer chronifizierten gesundheitlichen Schädigung oder Behinderung führen. Dabei ist es unerheblich, in welchem Grad die chronische Erkrankung auf das Leben des Betroffenen einwirkt, denn mit zahlreichen von ihnen leben viele oft jahrelang, manchmal sogar unentdeckt.

    Zu den bekanntesten chronischen Krankheiten zählen etwa Bluthochdruck, Rheuma, Osteoporose und Asthma oder Bronchitis, aber auch die immer mehr Menschen betreffenden allergischen Erkrankungen. Angefangen dort etwa bei Pollen- über Lebensmittelallergien bis hin zu oft von Umweltfaktoren mitbestimmten Krankheitsbildern wie etwa Morbus Crohn.

    Hinzu kommt noch das weite Feld der Schmerzerkrankungen, die teils orthopädischen, teils neurologischen, nicht selten auch psychosomatischen Ursprungs sein können. Hierzu zählen etwa Kopfschmerzen und Migräne oder auch die Volkskrankheit Rückenschmerzen. Aber auch Depressionen, das Erschöpfungssyndrom sowie bestimmte Entzündungen können chronifizieren.

    Weiterhin gelten Autoimmunerkrankungen, Ekzemen, Allergien, endokrine Erkrankungen, z. B. Diabetes mellitus, Virusinfektionen wie Herpes oder AIDS, Asthma, Herzerkrankungen und bösartige Tumore als chronische Erkrankungen.

    Woran erkennt man chronische Krankheiten?

    Chronische Erkrankungen sind andauernd und schwer heilbar, haben eine Tendenz zu Verschlechterung der Symptomatik, verursachen Beschwerden, Schmerzen, Behinderungen oder können sogar zum Tod führen. Eine einheitliche Definition existiert nicht.

    Wenn eine Erkrankung eine Tendenz von der vorübergehenden zur dauerhaften Präsenz eines Symptoms oder Beschwerden hat, spricht man von einer chronifizierten Erkrankung. Typische Beispiele hierfür sind die Chronifizierung von Rückenschmerzen. Kehren die Beschwerden wieder zurück, bildet sich Angst vor erneuten Schmerzen, woraus Schonverhalten resultiert, das wiederum die Verspannungen verursacht. So nehmen 80% allen Rückenschmerzen einen chronischen Verlauf.

    Chronische Krankheiten bestimmen – wie schon erwähnt – mal mehr, mal weniger das Leben der Betroffenen, denn in aller Regel müssen sich die daran Erkrankten auf eine langwierige, meist schwer oder im schlimmsten Fall auch gar nicht heilbare Krankheit einstellen. Das bedeutet in allen Fällen, dass sich die Patienten meist in eine ständige medizinische Versorgung begeben müssen. Darunter fallen ärztliche oder psycho- sowie physiotherapeutische Behandlungen, langfristige Arzneimitteltherapien, aber auch die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln, ohne die eine gegebenenfalls sogar lebensbedrohliche Verschlimmerung derselben eintreten kann.

    Meist geht mit chronischen Krankheiten eine Verminderung der allgemeinen Lebenserwartung, zumindest aber eine stete Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, weil der Patient beispielsweise mit ständigen Verhaltens- und Ernährungsregeln sowie dauerhafter Medikamenteneinnahme leben muss. In der gesetzlichen Krankenversicherung hat die Definition ‚schwerwiegende chronische Krankheit‘ daher nicht ohne Grund im Rahmen der Härtefallregelungen Auswirkungen auf die Höhe der jährlichen Patienten-Zuzahlungen.

    Doch stellen chronische Erkrankungen nicht nur Anforderungen an die Patienten. Auswirkungen haben sie auch auf deren Partner und Familienangehörige, vor allem, wenn diese von Therapie und Pflege mit betroffenen sind. Und auch das medizinische Personal muss sich bei der Betreuung chronisch Kranker auf andere, da langwierige Abläufe und einen andern Patientenkontakt einstellen.

    Chronische Erkrankung und Pflegebedürftigkeit

    Wenn eine Erkrankung über ein Jahr einen langwierigen Verlauf hat und mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde spricht man von einer schwerwiegend chronischen Erkrankung. Außerdem soll die Erkrankung eines der folgenden Merkmale aufweisen:

    • es liegt eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 vor
    • es liegt eine Behinderung von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent vor
    • wegen der vorliegenden Erkrankung ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (Arzneimitteltherapie, ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung usw.) erforderlich, damit sich nach Ansicht der Ärzte die Krankheit nicht lebensbedrohlich verschlimmert.

    Die Prävalenz (Kennzahl in Bezug auf die Krankheitsausbreitung) chronischer Erkrankungen ist somit eine wichtige Maßnahme für den Gesundheitszustand der Bevölkerung.

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  • Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Eine aktuelle Studie zeigt, dass die verschiedenen Blutgruppen für verschiedene Krankheiten ein größeres oder geringeres Erkrankungsrisiko tragen. Wer also seine Blutgruppe kennt, der könnte so einiges darüber erfahren, auf welche Krankheiten er sich schon mal vorbereiten sollte. Aber viele Menschen in Deutschland kennen ihre Blutgruppe nicht. Frauen kenne ihre häufiger als Männer, da sie im Zuge einer Schwangerschaft ermittelt wird. Aber auch bei einer Blutspende wird die Blutgruppe erfasst.

    Die aktuelle Studie ist nur eine von vielen die belegen kann, dass die eigene Blutgruppe darüber bestimmt, wie hoch unser Krankheitsrisiko für diverse Erkrankungen ist. Erst im vergangenen Jahr haben sich Forscher der Uni Greifswald mit dieser Frage beschäftig. Die Studie befasst sich mit dem Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Personen der Blutgruppe B haben ein 2,5-fach höheres Risiko als Personen der Blutgruppe 0, an dieser Krankheit zu leiden. Darüber hinaus wurde schon mehrfach nachgewiesen, dass auch das Herzinfarktrisiko beeinflusst wird.

    Es gibt vier Haupt-Gruppen: A, B, AB und Null. Es ist kaum erforscht, warum es zur Bildung der verschiedenen Typen kommt. Es kann aber beobachtet werden, dass in verschiedenen Regionen, verschiedene Blutgruppen stärker ausgeprägt sind. In Afrika findet man besonders häufig Personen mit der Gruppe Null. Dies lässt vermuten, dass es auf Grund von natürlicher Selektion zu der Typen-Vielfalt gekommen ist. Hier kommt auch der Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko wieder zum Tragen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Personen der Gruppen A, B und AB eine bessere Überlebenschance bei der Pest hatten. Dem entsprechend haben in Regionen, in denen die Pest stark verbreitet war, mehr Personen dieser Blutgruppen überlebt und konnten diese weitergeben.

    Auch Demenz durch Blutgruppe beeinflusstblutgruppe

    In den USA haben Forscher nachgewiesen, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Blutgruppe und Demenz besteht. Dabei wurden Daten von 30.000 Personen ausgewertet. Diese Personen waren mindestens 45 Jahre alt. Die Studie wurde über einen Zeitraum von vier Jahren vorgenommen. Gedächtnisverlust tritt nach den Auswertungen der Studiendaten vor allem bei Personen mit der Blutgruppe AB auf. Die Chance als Träger dieser Gruppe an Demenz zu erkranken ist nahezu 80% höher als bei den Trägern der anderen Gruppe.

    Im Bereich der Gefäßerkrankungen sind es Personen der Blutgruppe Null, die ein wesentlich geringeres Risiko aufweisen. Der Verband Deutscher Kardiologen gibt sogar an, dass etwa 6 % aller Herz-Kreislauferkrankungen auf eine ungünstige Blutgruppe zurückzuführen ist. In diesem Fall also A,B und AB. Diese Personen haben einen höheren Anteil eines blutstillenden Eiweißes. Dies führt dazu, dass Blut leichter verklumpen kann und zu Verstopfungen der Blutgefäße führt.

    Über das Krankheitsrisiko hinaus finden Blutgruppen auch im Rahmen der Ernährung Beachtung. Der amerikanische Naturheilkundler Peter J.D’Adamo hat die Theorie bekannt gemacht, dass Personen unterschiedlicher Blutgruppe auch unterschiedliche Nahrung zu sich nehmen sollten. Die speziellen Diäten sollen für den Körper besonders gut verträgliche sein. Sie sollen Allergien minimieren und neue Vitalität wecken. Die Idee dahinter ist recht einfach. Der Forscher gibt an, dass die Blutgruppe Null die erst und älteste Gruppe ist. Von da an haben sich die anderer vier im Laufe der Evolution entwickelt. Die Diätpläne sind darauf ausgelegt, dass zur Entstehungszeit der verschiedenen Gruppen, die Nahrung anders aufgebaut war. So sind Personen der Gruppe Null an eine fleischhaltige Nahrung gewöhnt, da sie aus der Zeit der Jäger und Sammler stammt. Weniger geeignet ist hier die Aufnahme von Getreide, das es noch keine Landwirtschaft gab. Im Gegensatz zum Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko ist diese Diät allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt viele Kritikpunkte von verschiedenen Seiten. Unter anderen wird immer wieder gesagt, dass gesamte Konzept sei darauf aufgebaut, die Anhänger zu teuren Blut-Test zu überzeugen. Denn einen kompletten Diätplan kann man nur dann erhalten, wenn man bestimmte Blutuntersuchungen durchführt.

    Medikamente für Blutgruppen-Krankheiten nicht vorhanden

    Es ist also wichtig, seine eigene Blutgruppe zu kennen. So kann man bereits einschätzen, ob man für gewisse Krankheiten anfälliger ist. Vor allem im Bereich der Herzerkrankungen kann man so besonders vorsichtig sein und seinen Lebensstil entsprechend anpassen. Vielmehr ist allerdings nicht möglich. Viele Krankheiten, wie etwa eine Gastritis können auch durch einen Wandel des Lebensstils nicht unbedingt verhindert werden. Auch eine Entwicklung von Medikamenten für diesen Bereich ist kein Ziel der nahen Zukunft. Grundsätzlich gilt, dass die Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt. Momentan kann zwar ein Zusammenhang nachgewiesen werden, aber keine fassbaren Gründe sind bekannt.

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  • Impotenz oder wann ist der Mann ein Mann?

    Impotenz oder wann ist der Mann ein Mann?

    Eine Impotenz hat 2 Formen

    Impotenz ist auch in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, besonders bei denjenigen, die davon betroffen sind, den Männern. Ein Mann, der nicht mehr kann, ist nach Ansicht der meisten anderen Männer gar kein richtiger Mann, denn ein richtiger Mann steht nun einmal im besten Sinne des Wortes seinen Mann und hat keine Ausfallerscheinungen. Aber Impotenz ist ein Thema, das viele Männer beschäftigt, denn immer mehr Männer leiden unter einer erektilen Dysfunktion, wie die Impotenz medizinisch korrekt heißt.

    Warum kommt Impotenz heute so häufig vor und was sind die Ursachen dafür? Wie kann den Männern geholfen werden, die nicht mehr so können wie sie gerne wollen?

    Wenn es um Impotenz geht, dann unterscheiden die Mediziner zwei unterschiedliche Formen. Zum einen gibt es impotente Männer, deren Glied sich nicht mehr versteift und die nicht mehr in der Lage sind, normalen Geschlechtsverkehr zu haben. Diese Form der Impotenz kommt besonders häufig vor. Es wird geschätzt, dass rund 5 % der Männer in Deutschland unter dieser Form der Impotenz leiden, die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher liegen, denn viele Männer schämen sich und gehen nicht zum Arzt.

    Bei der zweiten Form können Männer ganz normal verkehren und auch ejakulieren, aber sie können keine Kinder zeugen, da sie zu wenige oder gar keine Spermien haben. In diesem Fall liegt in der Regel eine Erkrankung vor, während die erste Variante der Impotenz auch nur vorübergehend sein kann. Erst wenn die Impotenz mindestens ein halbes Jahr anhält, dann sprechen die Ärzte von einer erektilen Dysfunktion, die behandelt werden muss.

    Welche Ursachen für Impotenz gibt es?

    Bei kaum einem anderen Leiden kommen so viele verschiedene Ursachen in Frage wie bei Impotenz. 70 % der Männer, die impotent sind, haben ein körperliches Leiden wie zum Beispiel Diabetes oder eine Herzerkrankung, und weit über die Hälfte dieser Männer ist über 50 Jahre alt. Aber es kommen noch mehr Ursachen infrage, warum Mann nicht mehr kann:

    • Neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder ein Schlaganfall
    • Schädigungen des Rückenmarks, zum Beispiel nach einem Sturz
    • Verletzungen des Schwellkörpers am Penis
    • Angeborene Fehlbildungen
    • Mentale Probleme
    • Ein zu hoher Alkoholkonsum

    Individuelle Therapieformen bei Impotenz

    So unterschiedlich wie die Ursachen einer Impotenz, so unterschiedlich sind auch die möglichen Therapien. Handelt es sich um eine körperliche Beeinträchtigung, die zu Impotenz führt, dann können Medikamente, aber auch Operationen hilfreich sein. Manchmal hilft es aber auch schon, die Essgewohnheiten zu ändern und abzunehmen, um die „Männlichkeit“ wieder herzustellen. Handelt es sich aber um physische Ursachen, dann kommt es auch immer auf den Mann an, ob eine Therapie erfolgreich ist oder nicht.

    Ist ein mentales Problem verantwortlich, dann kann ein Sexualtherapeut helfen, denn vielfach fühlen sich Männer unter Druck gesetzt. Sie haben das Gefühl, um jeden Preis funktionieren zu müssen, vielleicht weil sie ihre Partnerin nicht enttäuschen wollen, oder weil es ihnen schwerfällt sich einzugestehen, dass sie Probleme zum Beispiel im Beruf haben. Eine Therapie kann neue Denkanstöße geben, sie kann dabei helfen Ängste zu erkennen und auch offen auszusprechen, um so das Problem in den Griff zu bekommen.

    Hilfreiche Medikamente gegen Impotenz

    Bei vielen impotenten Männern hilft aber auch ein Medikament, ein sogenannter PDE-5-Hemmer. Die PDH-5-Hemmer sorgen dafür, dass ein bestimmtes Enzym blockiert wird, die Muskulatur des Penis entspannt sich, die Blutgefäße können sich weiten und die Schwellkörper wieder mit Blut füllen. Die Wirkung setzt immer dann ein, wenn ein Mann sexuell erregt ist, und steigert auf diese Weise die Potenz.

    Allerdings dürfen Männer die Probleme mit dem Herzen haben, diese Medikamente nicht nehmen, denn es kann ein Herzinfarkt ausgelöst werden. Um sicher zu gehen, dass keine Gefahr besteht, sollte ein Arzt konsultiert werden.